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Berliner Zoo plant Aufarbeitung

Aufsichtsrat will sich NS-Vergangenheit stellen/ Ausstellung zur Zoogeschichte angekündigt

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Zoo in Mitte hat während der NS-Zeit jüdische Aktionäre enteignet und Zwangsarbeiter ausgebeutet. Direktor Knieriem stellt ein Maßnahmenpaket vor, lehnt aber Entschädigung der Angehörigen ab.

»Lutz Heck passte sich und den Zoologischen Garten bereitwillig an den Nationalsozialismus an.« Dieser Hinweis ist seit Montag auf einer neuen Infotafel vor der Büste des ehemaligen Direktors des Zoologischen Gartens in Mitte zu finden. Heck war überzeugter Nazi und während seiner Amtszeit zwischen 1932 und 1945 aktiv an der Enteignung jüdischer Aktionäre und der Ausbeutung von Zwangsarbeitern beteiligt.

Eine Onlinepetition forderte im September den Zoo auf, die Büste auf dem Gelände des Tierparks zu entfernen oder einen Hinweis auf Hecks Wirken im Nationalsozialismus anzubringen. »Wir haben die Petition ernst genommen und wollten ein deutlichen Zeichen setzen«, sagte Zoodirektor Andreas Knieriem. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Bruckmann brachte er die Infotafel gegenüber des Raubtiergeheges an.

Beide stellten zugleich weitere Maßnahmen vor, mit denen sich der Zoo seiner Vergangenheit im Nationalsozialismus...


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