Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Chávez’ Erbe

Jonas Wegmann über Venezuelas neue Zweidrittelmehrheit

Noch einmal suchte der gescheiterte Erbe das Andenken seines großen Vorgängers zu beschwören. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zeigte sich nach der verheerenden Niederlage der Sozialisten vom Sonntag mit Ehrenwache und Getreuen am Grab von Hugo Chávez. Per Dekret verbot er demonstrativ eine »Entweihung« des Grabes und der sterblichen Überreste des Ex-Präsidenten durch Entscheidungen einer künftigen Nationalversammlung. Dort haben nun seine Gegner eine Zweidrittelmehrheit und damit künftig weit mehr als nur die Möglichkeit, gegen Erlasse des Präsidenten vorzugehen.

Maduro selbst kann nicht nur einem Amtsenthebungsverfahren ausgesetzt werden. Gemeinsam mit seinen Anhängern muss er die von Chávez eingeleiteten Sozialreformen in höchster Gefahr sehen, wie erste Ansprüche der Wahlsieger bestätigen. Doch hatte das schon zuvor nicht mehr genügt, die eigene Mehrheit durch eine schwere Wirtschaftskrise, hohe Inflation und unendlich scheinende Widrigkeiten des Alltags in ein 17. Jahr hinüberzuretten. Der Ruf des Präsidenten nach tiefgreifender Revision, Erneuerung und »umfassender Wiederbelebung der nationalen Regierung im Ganzen« kommt zu spät. Nun gilt es noch zu retten, was zu retten wert ist. Chávez’ Vision und seine politisches Erbe gehören dazu.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln