Irina Wolkowa, Moskau 15.12.2015 / Politik

Syrieneinsatz gibt Moskau politische Stärke

US-Außenminister Kerry sondiert in Russland / Schlechte Zeiten für Washingtons Alleingänge in Nahost

US-Außenminister John Kerry trifft an diesem Dienstag zu einem Arbeitsbesuch in Moskau ein. Es ist, trotz der Eiszeit im bilateralen Verhältnis, der zweite in diesem Jahr.

Der US-amerikanische Chefdiplomat John Kerry trifft bei seinem Arbeitsbesuch in Moskau neben seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow auch Präsident Wladimir Putin - obwohl der protokollbewusste Kremlchef gewöhnlich nur Ranggleichen sein Ohr leiht, wenn ein Meinungsaustausch zum Stand der bilateralen Beziehungen und zu brennenden internationalen Problemen auf der Agenda stehen.

Das große Thema ist Syrien. Der Ukraine-Konflikt, der die bilateralen Beziehungen nachhaltig vergiftete, werde dagegen nur unter »ferner liefen« und als Pflichtkür abgehandelt, ahnt auch die »Nesawissimaja Gaseta«. Allein das könnte Moskau als weiteren diplomatischen Sieg und Durchbruch bei Bemühungen um Restauration des nach dem Ende der Sowjetunion verlorenen Supermachtstatus verbuchen, der die USA zwingt, mit Russland wieder auf gleicher Augenhöhe zu verhandeln.

Der Westen, so Lawrow kühl aber voller Genugtuung über die wiedergewonnene Stärke, h...

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