Ich will es gar nicht wissen …

Warum medizinische Risikodiagnosen Menschen häufig verunsichern, statt sie zu beruhigen

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Alzheimer, Parkinson, Huntington, Brustkrebs - für viele Krankheiten können heute Risikofaktoren ermittelt werden. Doch was bedeutet deren Kenntnis für die Psyche der betroffenen Personen?

Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung, von der fast ausschließlich alte Menschen betroffen sind. Eine Heilung gibt es derzeit nicht. Zwar können die zur Demenzbehandlung zugelassenen Medikamente das Voranschreiten der Krankheit verzögern, stoppen können sie es nicht.

Schon im Früh- und Mittelstadium geht Alzheimer mit einem zunehmenden Verlust des Kurzzeitgedächtnisses einher. Viele Menschen über 70, die einen Namen vergessen oder bisweilen ihre Brille nicht mehr finden, haben deshalb Angst, an Demenz erkrankt zu sein. In den meisten Fällen sind solche Befürchtungen jedoch grundlos, denn im Alter ist Vergesslichkeit nichts Ungewöhnliches.

Gleichwohl wird älteren Menschen in solchen Fällen empfohlen, zur Sicherheit eine Alzheimer Risikodiagnostik (ARDX) durchführen zu lassen. Dieser von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlte Test zielt darauf ab, durch moderne bildgebende Verfahren das Volumen des Hippocampus ...


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