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Wo Hitler schrie und Dylan sang

Nürnberger Ausstellung dokumentiert die Geschichte des NS-Reichsparteitagsgeländes in der fränkischen Stadt

  • Von Hagen Jung, Nürnberg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Erstmals wird die Geschichte des NS-Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg nach 1945 umfassend dargestellt: in einer Sonderausstellung, die im Dokuzentrum des einstigen Nazi-Areals zu sehen ist.

Militärrabbiner David Max Eichhorn lacht in die Kamera, die sich am 24. April 1945 auf ihn richtet. Er hat genau dort einen jüdischen Gottesdienst gefeiert, wo gut zehn Jahre zuvor der Judenhasser Adolf Hitler seine menschenverachtenden Tiraden in eine mehr als 300 000-köpfige Menge schrie: nahe der »Führerkanzel« des fast 17 Quadratkilometer großen Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg. Das Bild des fröhlichen Geistlichen ist eines der vielen Exponate, die noch bis zum 13. März 2016 in der Kongresshalle des ehemaligen NS-Terrains zu sehen sind und an dessen Geschichte nach Ende des zweiten Weltkriegs erinnern.

Die Präsentation führt in die Zeit, in der die Meinungen zu dem Areal zwischen Plattmachen und Erhalten schwankten und in der immer wieder gefragt wurde: Was soll mit dem Gelände geschehen?

Die Antwort der Amerikaner zeigt ein Foto: Sie malten quer über die große Tribüne, auf der sich Hitler huldigen ließ, die Worte »Soldiers Field...


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