Andreas Fritsche 21.12.2015 / Brandenburg

Massenabschiebung via Schönefeld

Bis Ende November brachten Polizei und Ausländerbehörden 419 Menschen außer Landes

Das Brandenburger Innenministerium zieht zwar die freiwillige Ausreise abgelehnter Asylbewerber vor. Wer sich weigert zu gehen, wird aber abgeschoben - wie zuletzt am Dienstag vergangener Woche per Flugzeug.

Die Alternative für Deutschland (AfD) schimpft immer wieder, dass abgelehnte Asylbewerber nicht abgeschoben werden. 5000 von ihnen blieben einfach in Brandenburg, so der Vorwurf.

Die Landtagsabgeordnete Barbara Richstein (CDU) bedauert, dass die rot-rote Regierung auf freiwillige Ausreise setze. »Wir brauchen eine rasche Rückführung derer, die kein Bleiberecht haben«, sagt sie.
Es gibt aber durchaus Abschiebungen, jetzt mehr als früher. Erst am vergangenen Dienstagnachmittag startete auf dem Flughafen Schönefeld eine Chartermaschine mit 165 Passagieren an Bord. Das Flugzeug machte Zwischenstopps im bosnischen Sarajevo, im serbischen Belgrad und landete schließlich im albanischen Tirana. 83 der Menschen, die auf diesem Wege in ihre Heimatländer zurückgebracht worden sind, hatten bis dahin in Brandenburg gelebt, 55 in Berlin und 27 in Hamburg.

Sechs serbische Staatsbürger befanden sich unter den 83 abgelehnten Asylbewerbern au...


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