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Slowenen sagen Nein zur Homo-Ehe

Klarer Ausgang der Volksabstimmung in Slowenien / Geringe Wahlbeteiligung von 36 Prozent

  • Von Thomas Roser, Belgrad
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach den Kroaten haben sich auch die als liberal geltenden Slowenen per Volksentscheid gegen eine rechtliche Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe ausgesprochen.

Als gesellschaftlicher Vorreiter im eher homophoben Osten und Südosten des Kontinents konnte sich das kleine Slowenien nur wenige Monate wähnen. Die Alpenrepublik hatte im März die Homo-Ehe legalisiert. In der damals vom Parlament verabschiedeten Neufassung des Familiengesetzes wurde die Ehe als »Gemeinschaft zweier Menschen« anstatt als »Gemeinschaft von Mann und Frau« definiert.

Die katholische und von den rechten Oppositionsparteien unterstützte Bürgerinitiative »Es geht um die Kinder« hat das Gesetz nun mit Hilfe eines erzwungenen Referendums wieder zu Fall gebracht: Mit den Slowenen spricht sich selbst eine der liberalsten Nationen in Südosteuropa gegen die Homo-Ehe aus.

Über 60 Prozent der Bevölkerung hätten die Homo-Ehe abgelehnt, vermeldete zu Wochenbeginn zufrieden das katholische »Radio Vatikan«. Tatsächlich ließ die Mehrheit der Slowenen der umstrittene Urnengang eher kalt. Bei einer Wahlbeteiligung von 36,2 Prozen...


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