Bolivien hat Durst

Das südamerikanische Land setzte im Jahre 2000 der Wasserprivatisierung ein Ende und wurde Vorbild für viele

  • Von Felix Lill, Michele Bertelli 
und Javier Sauras
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In Bolivien ist das Recht auf Wasser in der Verfassung garantiert. So ist Bolivien Vorbild für die UN-Entwicklungsziele, die 2015 überall erreicht sein sollten.

»Unsere Lebensgrundlage war zerstört«, sagt Oscar Olivera und deutet auf die Plaza Principal, den Hauptplatz von Cochabamba. »Mit der Privatisierung hatten sie unser wichtigstes Gemeingut zu einem Geschäft gemacht«, erinnert sich der ältere Mann mit grauer Lederkappe und schlabberigem Hemd, der heute noch aussieht wie ein Guerillero.

15 Jahre sind vergangen, seit der Schuhmacher und Gewerkschaftsführer Olivera hier an der Seite tausender wütender Bürger Steine warf. Soldaten feuerten mit Maschinengewehren zurück. »La guerra del agua«, der Wasserkrieg, markierte den weltweit vielleicht ersten gewalttätigen Konflikt um die Verteilung von Wasser. Die Einwohner vergleichsweise gut funktionierender Wohlfahrtsstaaten wie Deutschland brauchen sich kaum um Wasser zu sorgen, in Ländern wie Bolivien aber ist es Mangelware. Nicht einmal jeder zweite Bolivianer hat sauberes Wasser zum Waschen oder Kochen, mehr als jeder zehnte kein Trinkwasser.

Oliv...

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