Werbung

Ein Toter bei Feuer in Hotel

Haus in der Allee der Kosmonauten war früher Absteige für Wanderarbeiter und Flüchtlinge

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wegen mangelhaften Brandschutzes war die marode Absteige für Wanderarbeiter und Flüchtlinge in der Allee der Kosmonauten schon mehrfach in den Schlagzeilen. Nun starb bei einem Feuer ein Mensch.

Bei einem Brand in einem Hotel an der Allee der Kosmonauten ist ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens drei wurden verletzt. »Es wurde eine leblose Person geborgen«, sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntag.

Die drei Verletzten kamen mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Feuerwehr hatten Möbel in einem Zimmer im ersten Stock des neungeschossigen Plattenbaus Feuer gefangen. Die Brandursache war zunächst unbekannt. Weil es stark qualmte, brachten sich rund 200 Anwesende in Sicherheit.

Das günstige Hotel im Stadtteil Marzahn hatte in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt, weil es als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde und die Zustände miserabel waren. Es hatte dort auch Probleme mit der Brandmeldeanlage gegeben, wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales auf eine schriftliche Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Diese Schwierigkeiten waren demnach zwischenzeitlich aber behoben worden. Die Senatsverwaltung bringt dort nach Angaben eines Sprechers momentan keine Flüchtlinge unter.

Das »nd« hatte im Juli 2014 darüber berichtet, wie das Hotel kurz zuvor wegen wiederholter Verstöße gegen Brandschutzauflagen geschlossen wurde. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hatte dazu um Amtshilfe bei der Polizei ersucht, die einschreiten musste, nachdem der Hotelbetrieb nach einer ersten Schließung widerrechtlich einfach weitergeführt worden ist. Dort untergebracht waren demnach rund 120 Wanderarbeiter aus osteuropäischen Staaten wie Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Moldawien und Mazedonien. 200 Euro im Monat kostete die Übernachtung in einem Zimmer mit acht Betten. Es gab auch den Vorwurf, der Hotelbetreiber habe sich die Rechnungen im voraus bezahlen lassen und die Summen einfach einbehalten. nd/Agenturen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!