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So könnte es gewesen sein - vielleicht

Horst Bosetzky schreibt die Berlin-Brandenburgische Geschichte (fast) neu

  • Von Friedemann Kluge
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Menschen mit dem sprichwörtlichen »Nagel im Kopf« laufen am rechten Rand ja derzeit allenthalben wieder ihren Rattenfängern nach. Otto IV. (um 1238-1309), Markgraf von Brandenburg, trug in seinem Kopf keinen Nagel, sondern einen Pfeil - und der war real und dürfte für ihn deutlich weniger unterhaltsam gewesen sein als für die heutigen Leser seiner von Horst Bosetzky aufgeschriebenen Geschichte.

Womit wir denn gleich bei der Divergenz zwischen den Begriffen »Geschichte« (= Historie) und »Geschichten« (= Erzählungen) wären. Horst Bosetzky, Krimilesern immer noch bestens vertraut als »-ky«, bedient sich in seinem Buch oftmals nur minimaler realhistorischer Grundlagen, um aus ihnen seine Geschichten zu spinnen. Und manchmal denkt der Leser, ja, so könnte es vielleicht gewesen sein, denn Bosetzky fabuliert nicht einfach drauflos, sondern spickt seine Erzählungen mit jeder Menge Hintergrundwissen, mit Bibel-, literarischen oder Chro...


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