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Einer der Angeklagten im Ballstädt-Prozess bestreitet vor Gericht jede Tatbeteiligung

Erfurt. Im Prozess um den mutmaßlich rechtsextremen Überfall auf eine private Feier im thüringischen Ballstädt (Kreis Gotha) hat einer der Angeklagten seine Beteiligung an der Tat im Februar 2014 abgestritten. Er ließ am Mittwoch vor dem Landgericht Erfurt eine entsprechende Erklärung von seiner Anwältin vorlesen. Er sei zwar mit Bekannten dorthin gefahren, jedoch im Auto geblieben. Als seine Begleiter zurückkehrten, habe einer gerufen: »Fahr mal zu, ist besser, wenn wir hier wegkommen«.

Auf der Rückfahrt seien ihm Polizei und Rettungsdienst entgegengekommen. Aufgrund des Verhaltens seiner Bekannten habe er geschlussfolgert, dass etwas passiert sein müsse. Nach seiner Darstellung las er dann am nächsten Tag einen Artikel über eine Schlägerei in Ballstädt. In dem Moment habe er sich gedacht, dass Sache ein Nachspiel habe. »Ich wollte mit der Sache nichts zu tun haben«, erklärte er über seine Anwältin. Rückfragen ließ der Angeklagte nicht zu.

In Ballstädt hatten im Februar 2014 Zeugen zufolge 15 bis 20 mutmaßlich Rechtsextreme etwa 20 Männer und Frauen überfallen, die zu einer Kirmesfeier gekommen waren. Zehn Menschen wurden verletzt. Angeklagt sind 14 Männer und eine Frau zwischen 20 und 40 Jahren. Sie sollen der rechten Szene angehören. dpa/nd

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