Spielen, wo andere sterben

Trainingslager in Katar: Bayern München ignoriert anhaltende Menschenrechtsverletzungen

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Internationale Gewerkschaftsbund erhöhte seine düstere Prognose von 4000 Toten auf den WM-Baustellen Katars auf 7000. Den FC Bayern stört das nicht, Münchens Fußballer trainieren wieder in Doha.

Der FC Bayern München ist nicht aufzuhalten. Die sportlichen Erfolge des deutschen Rekordmeisters spielen bei dieser Feststellung diesmal keine Rolle - sondern die Reisepläne des Fußballklubs aus der bayerischen Landeshauptstadt. Trotz massiver Kritik flogen die Münchner am Mittwochmorgen nach Doha, um sich in der Hauptstadt des Emirats Katar zum sechsten Mal in Folge auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten.

»Die Aspire Academy ist die beste Trainingsanlage im Weltfußball«, begründete Karl-Heinz Rummenigge das wiederholte Wintertrainingslager am Persischen Golf. 15 Fußballplätze bietet das Areal. Allein der Aspire Sports Dome, das Zentrum der 2004 eröffneten und rund 800 Millionen Euro teuren Anlage, misst 290 000 Quadratmeter und ist damit die größte Sporthalle der Welt. Zudem biete Doha im Januar ein ideales Klima, verwies Vorstandschef Rummenigge auf weitere Vorzüge. Noch am Mittwochabend leitete der im kommenden Sommer schei...


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