Nadia Shehadeh 08.01.2016 / Kolumnen

Angstmacherei mit System

In der Köln-Debatte werden laut Nadia Shehadeh sexistische Gesellschaftsstrukturen verschleiert und Missstände ethnisiert

Dutzende Frauen erlebten in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof sexualisierte und gewalttätige Übergriffe. Die Empörung über diese Gewalttaten ist absolut berechtigt und eine breitflächige Diskussion unserer frauenfeindlichen, gewalttätigen, sexistischen Gesellschaft nach wie vor unerlässlich und notwendig. Doch wie zu erwarten entfalteten sich in den bisherigen Debatten um Ursachen, Konsequenzen und Prävention neben des üblichen Potpourris rassistischer Diskurse auch allerlei sinnbefreite Verhaltensvorschläge für Frauen: Der Flüchtlingszuzug müsse begrenzt und ausländische Männer noch besser erzogen und integriert werden. Und Frauen sollten allgemein und vorsichtshalber »eine Armlänge Abstand« zu »Fremden« halten um nicht »angegriffen« zu werden.

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