»Meinst Du, die Russen wollen...?«

Montenegro: Impressionen vom letzten noch NATO-freien Stückchen Adriaküste. Von Michael Müller

  • Von Michael Müller
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Palmen und Zypressen, Agaven und Mimosen und dazwischen eine kleine Eiche, die ein bisschen wie ein Weihnachtsbaum geschmückt ist. Der exotische Küstenstreif von Herceg Novi, der nördlichsten Hafenstadt von Montenegro, hatte sich so schon seit Mitte Dezember ein besonderes Lichtlein aufgesteckt. Und zwar für Božić, das orthodoxe Weihnachtsfest, dass immer am 7. und 8. Januar gefeiert wird.

Die geschmückte kleine Eiche, der Badnjak, ist übrigens ein alter serbischer Brauch, der inzwischen aber (auch) in Montenegro weitgehend von einer nadeligen Jelka abgelöst wurde. »Doch auch so ein kleiner Badnjak erinnert daran, dass es in unserem Land, und besonders hier an der Küste, in Sprache, Tradition und Religion eine lange historische Nähe zu Serbien gibt. Und übrigens auch zu Russland«, sagt Živko Tripković.

Wenn er das so formuliert, dann zurückhaltend als Geschäftsmann, denn er leitet eine der zahlreichen Tourismusagenturen der R...


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