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Antwerpen: Pegida marschiert, Kritiker festgenommen

Ableger der rechten Bewegung macht gegen Flüchtlinge Front / Dresdner Bachmann unter den Rednern / Anzeige gegen Pegida-Anführer wegen Volksverhetzung auf T-Shirt

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Berlin. Mehrere hundert Anhänger der rechten Pegida-Bewegung sind in der belgischen Hafenstadt Antwerpen gegen Asylrecht und Flüchtlinge aufmarschiert. Unter den Rednern waren Pegida-Gründer Lutz Bachmann und der zur fremdenfeindlichen Partei Vlaams Belang gehörende Filip De Winter, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Samstag meldete. Im flämischen Norden des Landes hat sich ein Ableger von Pegida gebildet. Einige Straßen entfernt versammelten sich Demonstranten, die gegen den rechten Aufmarsch und für für mehr Toleranz und Hilfe für Flüchtlinge protestieren wollten. Die Polizei nahm vier Pegida-Kritiker vorläufig fest. Ihnen drohen wegen Ordnungswidrigkeiten Geldbußen von bis zu 350 Euro.

Derweil berichtet die »Leipziger Volkszeitung«, gegen Bachmann sei Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt worden. Er habe auf Facebook mit einem T-Shirt posiert, auf dem »Rapefugees not welcome« zu lesen ist. Der Leipziger Anwalt und Grünen-Politiker Jürgen Kasek sagte dem Blatt, »das ist keine Satire. Das ist Volksverhetzung«. Die Verbindung von »Refugees« (Flüchtlinge) und »Rape« (Vergewaltigung) würde Geflüchtete pauschal verunglimpfen. Die Opfer der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht von Köln würden durch diese Aktion instrumentalisiert. »Das ist nur ein Anlass, um zum Hass aufzustacheln«, so Kasek gegenüber der »Leipziger Volkszeitung«. Agenturen/nd

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