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Alles auf Anfang in Sidi Bouzid

Die Stadt der Jasminrevolution muss warten

  • Von Mirco Keilberth, Sidi Bouzid
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

60 Kilometer vor Sidi Bouzid stehen maskierte Männer auf der Straße. Nach einem kurzen Schreckmoment Erleichterung. Es ist eine schwer bewaffnete Spezialeinheit der tunesischen Armee, die auf der Landstraße nach Kairouan Präsenz zeigt. Während ein Trupp einen aus dem Feldweg zur Linken kommenden Mofafahrer martialisch stoppt, verlangen die anderen konzentriert die Papiere der Autofahrer. Ihr Mienen verraten, dass die Lage ernst ist.

In den Mghila-Bergen hinter den Feldern hätten militante Gruppen die Kontrolle übernommen, nachts kommen sie sogar bis an die Straße, warnt ein Soldat. Bis Sidi Bouzid, dem Geburtsort des Arabischen Frühlings, fahren die vorbeifahrenden Autos deutlich schneller.

Fünf Jahre nach dem Sturz des Staatspräsidenten Ben Ali berichten tunesische Medien aber nicht über Sidi Bouzid, sondern über das nächstgelegene Dorf Daouar Slatni. In den Bergen war Ende November ein 16-jähriger Hirte von Anhängern des Islamischen S...


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