Tobias Riegel 14.01.2016 / Kultur

Stripper in der Subprime-Krise

Im Kino: »The Big Short« von Adam McKay

In der Finanzkrisen-Farce »The Big Short« werden keine Monologe vor Kuchendiagrammen gehalten. Hier formt die erste Garde Hollywoods eine rabenschwarze Collage aus Dummheit, Gier und eiskaltem Kalkül.

Führt die Industrie etwas Böses im Schilde, versteckt sie es gerne in etwas Langweiligem: »Apple könnte den kompletten ›Mein Kampf‹ von Adolf Hitler zwischen die Geschäftsbedingungen von iTunes schmuggeln - und die Nutzer würden fröhlich auf den ›Ich-akzeptiere‹-Button klicken.« Dieser von Satiriker John Oliver so treffend beschriebenen Strategie folgt auch die Finanzindustrie und wählt extra langweilige Bandwurmnamen wie »Synthetic Collateralized Debt Obligation« für ihre hochgiftigen Betrugs-Produkte. Als Gegengift wählt die herrlich zynische Finanzkrisen-Farce »The Big Short« ein pfiffiges Format: Regisseur Adam McKay lässt besonders unverschämt verschleierndes Banken-Sprech durch dralle Stripper, dumme Kasino-Blondchen oder hippe Sterneköche in die Umgangssprache übersetzen.

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