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Die Zwei-Klassen-Polizei

Immer mehr Bundesländer setzen auch auf preiswerte Hilfstruppen

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Weil ihre Polizei personell ausgedünnt wurde, die Arbeit aber stark zunimmt, setzen immer mehr Länder auf eine Art Billigpolizei.

Die Plakate scheinen zu ziehen. »Die Berufschance für alle, die Berufung suchen« - mit dem Slogan wird derzeit an Haltestellen in Sachsen für die neue Wachpolizei geworben. Im Dezember hat der Landtag die Errichtung beschlossen; im Februar startet für die ersten 50 Angehörigen die Ausbildung. 550 Stellen werden insgesamt geschaffen; bereits rund 1000 Sachsen haben sich beworben.

Berufen muss man sich wohl fühlen für einen Job, der hart, aber nicht eben gut bezahlt ist. Den Bewerbern, die höchstens 32 Jahre alt sein dürfen, unter anderem ohne Vorstrafen und ohne sichtbare Tätowierungen sein sollen, werden 1450 Euro netto in Aussicht gestellt. Dafür werden sie an echte Brennpunkte geschickt: Zu den Aufgaben gehört beispielsweise die Bewachung festgesetzter »Störer« bei Demonstrationen sowie die »Verhinderung und Abwehr von Angriffen auf gefährdete Objekte«, heißt es auf Informationsseiten im Internet. Explizit erwähnt sind Unterkünf...


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