Der Wandel war seine Domäne

Der Film- und Hörspielregisseur Regisseur Fritz Göhler wäre 90

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er war immer unterwegs, auf der Suche. Der Wandel war seine Domäne. Was an den Kirschbäumen der Frühling vollbringt, das wollte er beginnen und entwickeln. Zugleich gefiel ihm eine Art Vagabundieren. Fritz Göhler zog zum Beispiel des öfteren um, führte mehrere Ehen, band mal den, mal jenen Freundeskreis an sich, ohne sich allzu sehr festzulegen.

Einschneidend: Er wechselt die Front am Ende des Zweiten Weltkrieges - das heißt, der junge, dürre Kerl, zuletzt noch Wehrmachtssoldat, kehrt ihr den Rücken und schlägt sich auf die richtige Seite. Er wird glühender Pazifist und Antifaschist. Und er wird Schauspieler, Regisseur und probiert sein mimisches Talent im Osten zunächst an verschiedenen Provinztheatern aus.

1954 beginnt seine Regiearbeit im DDR-Rundfunk. Das Hörspiel, jung und entwicklungsfähig, wird Angelpunkt seines Lebens. Göhler ist voller Elan, voller Poesie, angefüllt mit Idealen des Aufbaus, der Neugestaltung, und dav...


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