Mehr Freigang für Knackis in Niedersachsen

Inhaftierte sollen auf das Leben nach der Haft vorbereitet werden

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Nicht nur ein Instrument für Fußballmanager aus Bayern« dürfe der offene Strafvollzug sein. So hatte der SPD-Justizvollzugs-Experte Marco Brunotte mit Blick auf den Fall Uli Hoeneß gemahnt, als sich der Landtag in Hannover zum ersten Mal mit einem Programm zur besseren Resozialisierung befasste. Jenes Konzept, jetzt vom Parlament einstimmig verabschiedet, sieht vor, dass das genannte »Instrument« in Niedersachsen künftig mehr als bisher angewendet wird.

Der offene Vollzug, bei dem die Verurteilten tagsüber »draußen« arbeiten und zum Übernachten wieder ins Gefängnis gehen, soll in Niedersachsen fortan vor allem in zwei Fällen zunehmend möglich sein - sofern das im Einzelfall vertretbar ist: bei kurzem Freiheitsentzug und bei sogenannten Ersatzfreiheitsstrafen. Sie werden von den Gerichten angeordnet, wenn jemand eine Geldstrafe nicht zahlen kann oder will - und diese dann »absitzen« muss.

Als einen wichtigen Punkt im Bemühen,...


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