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Schwere Unruhen in Tunesien

Regierung verhängte wegen Gewalt eine nächtliche Ausgangssperre

Tunis. Nach den bislang schlimmsten sozialen Unruhen seit Beginn der arabischen Aufstände vor fünf Jahren hat Tunesien eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gelte für alle Regionen des Landes, erklärte das tunesische Innenministerium am Freitag.

Medien berichteten, in einem ärmeren Viertel von Tunis seien Läden und zwei Banken geplündert worden. Zu gewaltsamen Protesten kam es auch in den Städten Jendouba und Bizerte. Aus Sidi Bouzid wurden ebenfalls Zusammenstöße gemeldet. Demonstranten griffen Posten der Polizei an und setzten deren Autos in Brand.

Die Demonstrationen hatten am vergangenen Wochenende begonnen, nachdem ein junger Arbeitsloser aus Protest gegen eine abgelehnte Jobbewerbung auf einen Strommast geklettert war und dabei einen tödlichen Schlag erlitten hatte. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist mit einer geschätzten Quote von 15 Prozent Erwerbslosen angespannt.

Die Bundesregierung äußerte »große Sorge« über die Unruhen. Agenturen/nd

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