Gunnar Decker 27.01.2016 / Kultur

Die Würde der Toten

Zum Holocaust-Gedenktag: der Film »Son of Saul« von László Nemes

Kann man über Auschwitz anders als dokumentarisch berichten, gar einen Spielfilm über die Gaskammern drehen? Der Regisseur László Nemes hat es versucht. Das Ergebnis hinterlässt einen eher zwiespältigen Eindruck.

Die Erinnerung an die Todesfabriken der Nazis mit Namen Auschwitz, Majdanek oder Treblinka löst sich mit der Zeit immer mehr ab von den wenigen, die diese Lager überlebten. Was wird aus dem Bild einer schrecklichen Geschichte, wenn die letzten Überlebenden nun nach und nach sterben? Der 1977 geborene ungarische Regisseur László Nemes, dessen Film »Son of Saul« die Claims Conference zum Holocaust-Gedenktag in Berlin präsentierte (Kinostart 10. März), sagt: »Der Holocaust ist im Lauf der Jahre eine Abstraktion geworden, etwas scheinbar Unreales.« Wie kann man dem Massenmord ein Gesicht geben?

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