AlphaGo besiegt den Europameister

Google-Forschern gelingt Durchbruch bei der Programmierung künstlicher Intelligenz

  • Von Hans-Arthur Marsiske
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das alte chinesische Spiel Go galt bislang als zu komplex für Computer. Jetzt aber schlug eine Google-Software einen Go-Meister.

Fan Hui fand kein Mittel gegen die raffinierten Züge seines Gegners. Fünfmal spielte der dreifache Go-Europameister gegen AlphaGo, fünfmal musste er sich dem Computerprogramm geschlagen geben. Zum ersten Mal hat damit künstliche Intelligenz bei dem chinesischen Brettspiel gegen einen Profispieler gewonnen.

Bislang hatten sich Programmierer an dem Spiel die Zähne ausgebissen. Dabei wirkt es auf den ersten Blick simpler und überschaubarer als Schach: Es gibt nur schwarze und weiße Steine. Die werden von den Spielern abwechselnd auf das Spielfeld gelegt und nicht mehr bewegt. Ziel ist es, sie so auf die Schnittpunkte von 19 horizontalen und 19 vertikalen Linien zu legen, dass große Gebiete eingekreist und Steine des Gegners umzingelt werden. Es gewinnt der Spieler, der am Ende den größeren Bereich des Spielfeldes kontrolliert.

Wie beim Schach ist die Zahl der möglichen Spielzüge begrenzt und die Information über die Positionen d...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.