Ausgabe vom 02.12.2003

Kinder trinken exzessiv

Berliner Klinikärzte warnen vor so genannten Alcopops. Kinder und Jugendliche würden diese Mischgetränke mit Rum, Wodka oder Whiskey bis zum Umfallen trinken. Monatlich müssten Psychiater zwei bis drei junge Menschen behandeln, die «Breezer» oder «Smirnoff» in großen Mengen konsumierten - Tendenz steigend. Die jüngste Patientin war elf Jahre alt und hatte 2,3 Promille Alkohol. Meistens kämen die J...

Feiertage zum Genuss machen

Es ist zu befürchten, dass viele Menschen die weihnachtlichen Feiertage eher bedrohlich herannahen sehen als sie zu genießen. Geschenke kaufen, Einkäufe erledigen, alles organisieren und nichts vergessen - Stress in Reinkultur. Überhaupt ist diese Zeit belastend, man geht früh im Dunkeln zur Arbeit und kommt spät und ausgelaugt heim. Sind wir dem Stress ausgesetzt oder machen wir ihn uns selbst? ...

Barbara Schleicher

Krieg gegen den eigenen Körper

Haben Sie sich schon darüber gewundert, dass Ihnen Kleider Ihrer Größe immer seltener passen, obwohl Sie nicht zugenommen haben? Finden Sie es merkwürdig, dass die Models immer dünner werden, während Männer von weiblichen Kurven träumen? Haben Sie sich mal gefragt, warum Frauen immer lächeln und Männer sich in der U-Bahn so breit machen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftig sich Gitta Mühlen A...

Bratäpfel statt Sahnetorte

Oft führt der Genuss von Gänsebraten, Zimtsternen und Marzipankugeln zu Bauchschmerzen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung. Gegen eine überforderten Verdauung kann man einiges tun. Ausführliches Kauen und langsames, genussvolles Essen sind der erste Schritt. Der zweite: Nüsse statt Nussplätzchen, Bratäpfel statt Sahnetorten oder ein Fruchtcocktail statt Glühwein. Gewürze wie Kardamon, Kurkuma...

Spritzen unterbrechen Schöpfung

Australischen Wissenschaftlern ist der entscheidende Durchbruch bei der Entwicklung eines Verhütungsmittels für Männer gelungen. Mit Hormonspritzen kann die Spermaproduktion wirksam unterbrochen werden, wiesen die Experten um Professor David Handelsmann am ANZAC Research Institute in Sydney nach. Wurde die Hormonbehandlung beendet, klappte es auch mit der Fortpflanzungsfähigkeit wieder. Gesteigert...

Text und Interview: Maxie Ottow

Laufen mit Stock schont die Gelenke

Durch den Einsatz speziell entwickelter Stöcke ist Nordic Walking eine sanfte aber kraftvolle Bewegungsform, bei der 85Prozent aller Muskeln im Körper aktiv sind. Besonders älteren und wenig trainierten Menschen bieten die Stöcke Sicherheit und Halt. Die Gelenke werden entlastet, so dass es auch bei Bandscheibenproblemen möglich ist, effektiv zu trainieren. Doch die Stöcke entlasten nicht nur, sie...

Sucht: Frauen brauchen andere Therapien als Männer

Nach Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm sind in Deutschland vier Millionen Frauen suchtkrank. Je ein Drittel der von Alkohol und illegalen Drogen Abhängigen in der Bundesrepublik sind Frauen, bei den Medikamentenabhängigen sind es sogar zwei Drittel. Eine vor wenigen Monaten veröffentlichte Studie von Prof. Christel Zenker am Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozi...

Ein Hörsturz ist immer ein Notfall

In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 30000 Menschen einen Hörsturz. Tendenz steigend. Professor Thomas Lenarz, Leiter der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erklärt im Interview mit GESUND LEBEN, wie man einen Hörsturz erkennt und was man dagegen tun kann.

Nicht zu warm, nicht zu kalt

Kaltes Wetter weckt bei vielen Menschen das Bedürfnis, es zu Hause mollig-warm zu haben. Doch wird die Heizung zu weit aufgedreht, steigt beim Bewohner die Wahrscheinlichkeit, sich zu erkälten. Hinzu kommt, dass der Geldbeutel leichter wird und nicht zu vergessen: Der Umwelt wird Schaden zugefügt - durch den übermäßigen Ausstoß von Kohlendioxid. Man sollte die Räume nicht zu warm und nicht zu kalt...

Wohlfühlangebote auch für Kinder

Wer sagt denn, dass nur Erwachsene Stress haben? Ob Kindergarten, Schule oder Büro, die Gesellschaft verlangt Leistung von Groß und Klein. Ein paar Tage raus aus dem Alltag, sich verwöhnen lassen und Spaß haben, das schweißt Familien neu zusammen. Ausgewählte Familienhotels der gehobenen Klasse bieten in Österreich und Südtirol ein Wohlfühlerlebnis der Extraklasse. Die Wellness-Hotels Austria lie...

Wellness im Schnee

Das Nachbarland Italien bietet nicht nur Sonne und Meer, sondern auch Berge und Schnee. Letzteres vor allem in einem Gebiet, dem Trentino mit seinen Dolomiten. Hier kann man sich neben einem aktiven Skisport ganz der Entspannung hingeben. Nicht nur die Touristikbetriebe, sondern auch die Einheimischen versichern, dass es zwischen Dezember und April an zwei von drei Tagen Sonnenschein gibt oder nur...

Elfi Schramm

Patienten sollten IGeL-Leistungen gründlich prüfen

Seit 1998 gibt es sie, die Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Das sind Leistungen, die nicht im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten sind, vom Patienten aber gewünscht werden. Nach Aussagen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen handelt es sich dabei um insgesamt 79 Leistungen. Diese darf der Arzt nicht zu Lasten der GKV abrechnen. Der Patient, der ...

ndPlusElisabeth David

Herzklappenprobleme - wie erkennt man sie?

Das menschliche Herz besitzt vier Herzklappen, die als Ventile fungieren. Sie haben die Aufgabe, den Blutfluss nur in eine Richtung zu erlauben. Wir unterscheiden zwischen den Aorten- bzw. Pulmonalklappen, die den Blutrückfluss in die Herzkammern verhindern, sowie der Mitralklappe und der Trikuspidalklappe, die den Blutrückfluss in die Vorhöfe verhindern. Angeborene Herzklappenfehler findet man s...

Passende Brille für den guten Durchblick

Brillen korrigieren Fehlsichtigkeiten - dazu gehören die Kurz- und Weitsichtigkeit, aber auch die Alterssichtigkeit. Häufig gleichen Brillengläser auch eine Hornhautverkrümmung aus, seltener dienen sie der Korrektur von Schielfehlern. Jüngere Brillenträger bis zum Alter von etwa 40 bis 45 Jahren benötigen für das Sehen in allen Entfernungen nur eine Fernbrille mit einer einzigen Stärke, eine so g...

ndPlusGünter Queißer

Demenzkrank vor dem Fernsehapparat?

Ein gewohntes Bild: In einem Zimmer mit älteren Menschen läuft den ganzen Tag der Fernseher - aber keiner schaut hin. Manche Person schläft, andere wieder dösen vor sich hin oder sind unruhig. Pflegende erhoffen sich mit der televisionären Berieselung für sich Entlastung. Der Apparat als elektronische Wache, ein Ruhigstellen - immerhin geschieht es ohne schädliche Medikamente. Wahrscheinlich entsp...

Zu volle Teller vermeiden

Wie viel Kinder essen, hängt unter anderem von der Menge ab, die sie vorgesetzt bekommen. Das zeigt eine aktuelle amerikanische Studie. Wissenschaftler um Dr. Jennifer Orlet Fisher vom Baylor College of Medicine in Houston haben in einer Untersuchung mit Kindern im Vorschulalter herausgefunden, dass diejenigen, die sehr volle Teller hingestellt bekommen, deutlich mehr essen als Kinder, die alters...

ndPlusDaniela Hähre

Bunt und gesund: Kürbis

Typisch ist das kräftige Orange, aber Kürbisse gibt es auch in den Farben Gelb und Grün sowie in intensivem Rot. Nicht erst durch Halloween ist das vielseitige Gemüse wieder in Mode gekommen. Kürbisfleisch ist sehr gesund; es lässt sich als Gemüsebeilage zubereiten, und ist auch in Suppen, Aufläufen oder Kompott ganz köstlich. Dabei ist es ein idealer Schlankmacher, denn die Früchte enthalten bis ...

Knabbern wie die Eichhörnchen

Schon seit Urzeiten schöpfen Menschen Ausdauer und Kraft aus Walnüssen, Cashew-Kernen, Haselnüssen, Mandeln, Pistazien, Erdnüssen, Pinienkernen, Macadamia-, Pecan- oder Paranüssen. Die nährstoffreichen Samen und Früchte galten als Symbol für Fruchtbarkeit, Kindersegen sowie konzentrierte Weisheit und Geduld. Der Brauch, am Polterabend der Braut einen Korb Walnüsse ins Schlafzimmer zu schütten, eri...

Aus dem Inhalt

Bunt und gesund: Kürbisfrüchte Brauchen Sie eine Brille? ND gibt für die ersten fünf Anrufer Geld dazu Probleme mit der Herzklappe? Wann sind die so genannten IGel-Leistungen sinnvoll? Sind Frauen süchtig, brauchen sie andere Therapien als Männer Das schonende Nordic Walking kommt immer mehr in Mode Der nächste Ratgeber GESUND LEBEN erscheint erst am 06.01.2004 Fragen, Anregungen an: gesund...

www.t-online.de/literaturpreis2003

Angeblich liest die Internetgeneration ja keine Bücher mehr. Da die Internet-Nutzung aber doch nicht so richtig ohne Buchstaben funktioniert, setzt der Deutsche Taschenbuchverlag offenbar auf die werbende Wirkung der Textproduktion mit Computern. Das Ergebnis ist ein jetzt zum dritten Mal gemeinsam mit T-Online ausgeschriebener Wettbewerb »Literatur.digital«. Aus zahlreichen Einsendungen wurden vo...

ndPlusPeter Nowak

Großes Potenzial, geringe Kräfte

Ein Journalist, der unautorisierte Interviews verwendet, bekommt in der Regel Probleme. Aber gleich eine Polizeirazzia? So geschehen am vergangenen Dienstag im Hamburger Stadtteil Schanzenviertel. Dreißig Polizisten verschafften sich unsanft Zugang zu den Räumen von Hamburgs Freien Radio »fsk« (»Freiwillige Selbstkontrolle«) und durchsuchte zeitgleich die Wohnung des verantwortlichen Redakteurs. D...

Macht nicht unsere Fehler. Macht neue!

ND: Richard Herding, Sie haben vor 30 Jahren angefangen, in der BRD den »Informationsdienst für unterbliebene Nachrichten« (ID) herauszugeben... Herding: Es sollte eine Art Presseagentur zur Verbreitung von Nachrichten sein, die damals weder in der »normalen« noch in der K-Gruppen-Presse gebracht wurden, weil hinter ihnen keine »zitierfähigen« Sprecher standen. Es waren damals bereits in größeren ...

Autoritäre Autorisierung

Wie sollen Tageszeitungen, aber auch Wochenblätter, eigentlich alle gedruckten Medien in Zukunft mit Interviews umgehen? Im Moment läuft die Sache so: Ein Interview mit einem Politiker wird vereinbart und geführt. In der Regel läuft ein Tonband mit. Dann bekommt der Interviewpartner diesen Text gefaxt oder gemailt, zur Korrektur. Das ist durchaus richtig und üblich, können so doch eventuelle Verst...

Velten Schäfer

Der Humor Argentiniens

Evita Perón, »Paris des Südens«, Gauchos, Rinderherden, Diego Maradona? Seit Herbst 2001 haben wir ein neues Arsenal von Argentinien-Bildern kennen gelernt: Hausfrauen, die in Massen auf ihre Kochtöpfe schlagen, Arbeitslose, die mit Barrikaden Straßen blockieren oder stillgelegte Fabriken besetzen, sozial abgestürzte »Cartoneros«, die verwertbare Pappen aus dem Müll der Städte ziehen. Argentinien ...

ndPlusLiesel Markowski

Was ist geblieben?

Sie sind der sozialkritischen Haltung ihres Namenspatrons uneingeschränkt verbunden und bemüht, neue Wege zu gehen. Sie wollen wie er Antworten finden »gegen Dummheit in der Musik« und Politik: die Sänger des Hanns Eisler Chors. Der feierte sein 30-jähriges Jubiläum mit einem aufmüpfigen Konzert im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Entstanden ist der Chor 1973 in Westberlin im Umfeld der...

Heinz Kersten

Putzfrauen gegen Mainstream

Mannheim zählt zu den ältesten deutschen Filmfestivals, und eine seiner vielen Besonderheiten ist, dass es gleichzeitig auch in Heidelberg stattfindet. Vor zehn Jahren rettete die Nachbarstadt den traditionsreichen Cineastentreff vor der Abwicklung aus Finanznöten. So konnte jetzt der 52. Jahrgang am Neckar mit einem Film über die Donau eröffnet werden. Gedreht hat ihn der seit langem in Wien lebe...

ndPlusGunnar Decker

Eine letzte Frist?

Anfang des Jahres schrieb ich an dieser Stelle einen Geburtstagsglückwunsch. Die »neue deutsche literatur«, eine der traditionsreichsten deutschen Literaturzeitschriften, wurde fünfzig! Ein Glückwunsch für 550 Hefte, die Literatur jenseits der Bestsellerlisten, in immer wieder neuen und überraschenden Verbindungen präsentierten. Eine Literaturwerkstatt im besten Sinne! Hunderte Autoren (von Anfang...

Johannes Oehme

Die verspätete Premiere

In Dessau, und an gutgewähltem Platz, fand am vergangenen Freitag eine um 20 Jahre verspätete DDR-Erstaufführung statt - nun freilich vor brisant anderem Hintergrund. In dem von Walter Gropius entworfenen »Alten Arbeitsamt« brachte die Theatergruppe um den Regisseur Jens Mehrle das Festspiel »Pandora« auf die Bühne und trug damit eine Schuld ab, die sie gar nicht trifft. Das Goethe-Stück um den gr...

Denken Sie an die Zahnbürste!

Fred Düren lebt heute in Israel. Er war am Deutschen Theater der Trygaios in der berühmten Besson-Aufführung des »Frieden« von Aristophanes und Peter Hacks. Er war Tartüff in jener Inszenierung Bessons, die Molière aus deutsch-probater Possierlichkeit befreite. Er spielte, ebenfalls bei Besson, den Oedipus. In Goethes »Faust I«, inszeniert von Adolf Dresen und Wolfgang Heinz, gab er die Titelrolle: ein korsettierter Grübler in einer funktionärseifrig attackierten Inszenierung, die sich faust-dick gewünschtem sozialistischem Realismus verweigerte. Die Dramaturgin Ilse Galfert 1986: »Das Bibelwort steht nun für ihn neben dem Dichterwort.« Zwei Jahre später ging Düren nach Israel. Heute wird er 75 Jahre alt. Das folgende Interview entstand während eines Berlin-Aufenthaltes vor mehreren Monaten, es ist das erste Zeitungsgespräch des Schauspielers nach vielen Jahren.

Stilbewusst

Der Schriftsteller aus Berlin hat am Samstag in Darmstadt den Kranichsteiner Literaturpreis erhalten. Foto: Archiv

ndPlusReimar Paul

Gericht erlaubte »heißen« Betrieb

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat jetzt entschieden, dass die umstrittene Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben ihren Betrieb aufnehmen darf. Die Richter wiesen die Klage des Elbfischers und Atomgegners Christian Köthke ab. Dieser habe nicht nachweisen können, dass sein Gewerbe durch die radioaktiven Einleitungen der Fabrik in den Fluss beeinträchtigt werde.

ndPlusKurt Stenger

Tracinda gegen die erste Welt AG

Einer der spektakulärsten Wirtschaftsprozesse der letzten Jahre hat gestern im US-Bundesstaat Delaware begonnen. Der ehemalige Chrysler-Großaktionär Kirk Kerkorian will vom Daimler-Konzern Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Erich Preuß

Abbestellen als einzige Alternative

Das Land Brandenburg wird um zwei Bahnstrecken ärmer. Seit dem 1.Dezember fahren zwischen Rathenow und Neustadt (Dosse) und ab dem 15.Dezember zwischen Brandenburg und Belzig keine Personenzüge mehr. Das Landesverkehrsministerium in Potsdam hat bei der Deutschen Bahn (DB) AG den Nahverkehr dieser Strecken abbestellt.

ndPlusUlrike Hennig

Gender, Geld, Gewerkschaften

Ein Müllfahrer arbeitet körperlich schwer, eine Altenpflegerin auch. Dennoch verdient die Frau weniger als der Mann; in ihrem Tarifvertrag sind nicht die erschwerenden Merkmale gewürdigt. Das soll in naher Zukunft mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di anders werden.

Ulrike Weinrich

Zwischen Olympia und Absturz

Der Traum von Olympia 2004 soll Deutschlands Handballerinnen bei der heute beginnenden WM in Kroatien (bis 14. Dezember) Flügel verleihen und den steinigen Weg zurück in die erweiterte Weltspitze ebnen. »Athen ist das Nonplusultra. Unsere Stärke ist, dass alle denken, wir sind schlecht. Aber wir können an einem guten Tag jeden Gegner schlagen«, erklärte Torjägerin Grit Jurack (Leipzig) voller Zuve...

ndPlusJürgen Calließ

Hertha BSC im freien Fall

In der 1. Fußball-Bundesliga offenbarten die beiden Sonntagspiele der NOFV-Vereine krasse Gegensätze. Während Hertha BSC (1:3 gegen Schalke 04) den freien Fall in beängstigender Geschwindigkeit fortsetzte, lieferte der FC Hansa Rostock (2:1 gegen Dortmund) wieder mal den Beweis, wie hohe Moral Berge versetzen kann. Bei den Berlinern will auch nach dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz - di...

Karl-Wilhelm Götte

Akrobatik- Wirbel stach Eleganz aus

Emilie Lepennec lächelte verlegen, als sie das erste Mal in ihrem Leben vor der internationalen Presse saß. Am liebsten hätte sich die junge Französin unter den Tisch weggeduckt, so unangenehm schien ihr die plötzliche Aufmerksamkeit. Sie hatte das Winners Final am Stufenbarren beim 21. internationalen DTB-Pokal in Stuttgart gewonnen und dabei die versammelte Weltklasse besiegt. Lepennec war bis ...

Berlin-TIPPS

Politik Zur Arisierungsfrage am Beispiel von Kempinski. Veranstaltung mit Fritz Teppich. Heute, 19 Uhr, in der VHS Steglitz-Zehlendorf, Rathaus Lichterfelde, Goethestraße 9-11. Gespräch im Alten Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz, mit Dagmar Pohle und Dr. Bärbel Grygier. Am 3.12., 19.30 Uhr, im Trausaal. Eintritt frei. »Wir weigern uns, Soldaten der Besatzung zu sein«. Junge israelische Männer v...

ndPlusHanna Ndlovu, Pretoria

Keine Einladung für Präsident Mugabe

Die Entscheidung lag letztlich beim Gastgeber Nigeria. Simbabwe und Pakistan erhalten keine Einladung zum Commonwealth-Gipfel, der am 5.Dezember in Nigerias Hauptstadt Abuja zusammentritt.

Julian Bartosz, Wroclaw

Gnadenloser Streit um die Reklame-Torte

Vor dem Warschauer Bezirksgericht beginnt am Dienstag der mit Spannung erwartete Prozess gegen den Filmproduzenten Lew Rywin. der unter Korruptionsverdacht steht. Eine kriminelle Sache in dicker politischer Sauce.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Erster Streik der Diplomaten

Erstmals in der Geschichte Frankreichs streikten am Montag die Diplomaten des Landes. Sie protestierten mit der ungewöhnlichen Aktion gegen die seit Jahren anhaltende Kürzung der Mittel, die mit dem Haushaltsentwurf für 2004 ihren Höhepunkt erreichte.

Irina Wolkowa, Moskau

Wahlkrampf statt Wahlkampf

Am kommenden Sonntag wird in Russland ein neues Parlament gewählt. Das Land ist mitten im Wahlkampf, den manche allerdings als Wahlkrampf erleben.

Boeing-Boss gefeuert

Chicago/Berlin(ND-Heilig). Philip Condit, Chef des noch weltgrößten Luft- und Raumfahrtkonzerns Boeing, ist am Montag überraschend zurückgetreten. Nachfolger ist der bereits im Ruhestand befindliche, frühere Vize-Vorsitzende Harry Stonecipher. Der Konzern befindet sich seit Jahren in einer tiefen Krise, die laut Condit (Foto: Reuters) nur teilweise auf den Branchencrash nach dem 11. 9. 2001 zurück...

Kurs auf neue Aktionen gegen sozialen Kahlschlag

Berlin (ND-Strohschneider). Auf einem ersten größeren Treffen der Bewegung gegen den Sozialabbau nach der Berliner Demonstration vom 1. November haben Vertreter von Basisinitiativen, Sozialforen, Gewerkschaften und der globalisierungskritischen Szene am vergangenen Wochenende in Frankfurt (Main) über weitere Proteste beraten. Ein Schwerpunkt war dabei die Vorbereitung des europaweiten Aktionstages...

»Probleme verschwinden ganz schnell unter dem Teppich«

Antisemitisch und rechtsextrem motivierte Ausfälle und Übergriffe einzelner Soldaten und Polizisten sind »Symptome eines breiteren Problems«, warnt der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) und fordert eine »klare Abgrenzung von Gesellschaft und Politik gegenüber Personen, die mit rechtem Gedankengut kokettieren«. Mit Thomas Kliche, dem Vorsitzenden der Sektion Politische Psychologie beim BDP sprach Christine Schettinger.

MdB von Berufsverbot bedroht

Das geht zu weit! Ex-Minister Rexrodt brachte es auf den Punkt, als er davor warnte, ihn und andere Korrumpel - Verzeihung: ihn und andere Kollegen - mit Berufsverbot zu belegen. Und das nur, weil er sich wie einige andere Bundestagsabgeordnete quer durchs Parteienspektrum ein paar Euro dazu verdient. Logisch, bei den ständig steigenden Belastungen kommt man mit durchschnittlich 7009 Euro Diäten i...

ndPlusClaus Dümde

Nur was im Kopf ist, zählt

In einem Aufruf mit dem Titel »Religiöse Vielfalt statt Zwangsemanzipation!« haben über 70 gesellschaftlich engagierte Frauen, darunter Politikerinnen von Bündnis90/Grüne, CDU, FDP, PDS und SPD, gegen ein Kopftuch-Verbot im öffentlichen Dienst und für eine differenzierte Haltung im Streit darüber plädiert.

Uwe Witt

Kein SPD-Knickser bei Tarifautonomie

Mit Mahnwachen vor den Zentralen der großen Parteien in Berlin protestieren Gewerkschafter seit Montag gegen eine Einschränkung der Tarifautonomie. Nach einer Kundgebung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der IG Metall bezogen etwa 20 Gewerkschafter vor der SPD-Zentrale Stellung. Dort harren sie bis zum 5. Dezember aus. Danach wird fünf Tage vor dem CDU-Haus gewacht.

PDS warnt vor faulem Kompromiss

Berlin (ND-Schulz-Trieglaff). Vor dem Hintergrund der Verhandlungen im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat warnte die PDS-Spitze gestern in Berlin vor Kompromissen, die zu Lasten Ostdeutschlands gehen. Die derzeitigen Reformkonzepte seien ein weiterer Schritt in Richtung Manchester-Kapitalismus, sagte Helmut Holter, Arbeitsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Besonders hart würden di...

Wolfgang Hübner, Leipzig

Merkel predigt großen Sprung

Eigentlich wollte die CDU auf dem Leipziger Parteitag ungestört ihre Konzepte für die Reform der Sozialsysteme zelebrieren, doch der Geist des Abgeordneten Martin Hohman war gegenwärtig.

CDU-Merkel bricht Lanze für die Armen

Leipzig (ND-Hübner). Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat am Montag auf dem Bundesparteitag die Bundesregierung scharf angegriffen. Rot-Grün sei reformunwillig und mache Fehler am Fließband, sagte Merkel. Deutschland befinde sich »in einer der schwersten wirtschaftlichen und sozialen Krisen seit 1949«. Man müsse den Bundeskanzler »davon abhalten, dass er alles kaputt macht in diesem Land«. Merkel...

Peter Schäfer, Ramallah

Bei Palästinensern überwiegt die Skepsis

In einer großen Zeremonie wurde gestern in Genf das nach der schweizerischen Stadt benannte inoffizielle Abkommen zwischen Israelis und Palästinensern vorgestellt.

ndPlusJörg Staude

Zur Unzeit?

In Zeiten, in denen die Konservativen den Flächentarif erledigen wollen und die SPD dabei vermutlich auch noch Sterbehilfe leistet, erscheint es vermessen, wenn Gleichstellungsbeauftragte und Gewerkschafter die anhaltende Benachteiligung der Frau bei Lohn und Gehalt beklagen. Das Thema erscheint so unzeitgemäß wie die Forderung nach der 35-Stunden-Woche im Osten. Wer an dieser festhält, ist aber r...

René Heilig

Die Kurshalter

Lord Robertson gibt sein Amt ab. Allerdings nicht, ohne ebenso bedenkliche wie widersprüchliche Worte gesprochen zu haben. Die NATO-Regierungen, so verlangte der Generalsekretär, sollten den Willen entwickeln, Streitkräfte in größerer Anzahl als bisher nach Afghanistan zu schicken. Schließlich müsse man die Terroristen bekämpfen, die in Istanbul ein solch grausames Blutbad angerichtet haben. Irgen...

ndPlusUwe Kalbe

Mit aller Macht

Gipfel, kein Gipfel? Sicher ist, dass nicht Deutschlands Schicksal diese Frage entscheidet, wenngleich Schröder vorgibt, genau dieses verlange jetzt den Konsens einer Großen Koalition in Form einer Elefantenrunde. Schon eher sind es taktische Spielchen, wenn die CDU fordert, vorher müsse sich der Kanzler »einbringen«. Etwas anderes tut Schröder seit Monaten nicht. Zum Leidwesen für viele. Eine Ma...

Wolfgang Hübner

Nette Illusion

Zweifellos, die CDU befindet sich im Höhenflug. Leute wie Generalsekretär Laurenz Meyer können derzeit vor Kraft kaum laufen. Für ihre blendenden Umfragewerte können sich die Christdemokraten bei der SPD bedanken, die wie schon nach der Bundestagswahl 1998 systematisch ihre Wähler verärgert und der Konkurrenz in die Arme treibt. Dessen ungeachtet pflegte die CDU gestern zum Auftakt ihres Leipzige...

ndPlusMartin Ling

Meilenstein?

Formal ist sie ein Meilenstein. Die gestern offiziell unterzeichnete »Genfer Initiative« klärt die Streitpunkte des Nahost-Konfliktes, die bei den bisherigen Friedensabkommen aus Angst vor Streit ausgespart blieben: die Flüchtlingsfrage, den Status von Jerusalem, die Siedlungen. Und der regierungsunabhängige Friedensplan zeigt, dass es auf beiden Seiten Partner gibt, die nicht nur zu Verhandlungen...

Bernd Baumann

Baaske: Kommunen sollen Jobs vermitteln

Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) hat von den Kommunen deutlich größere Anstrengungen bei der Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit gefordert. Landräte und Bürgermeister müssten sich mit ihren Ideen aktiv in die neu zu schaffenden Job-Center einbringen, sagte Baaske auf der Jahrestagung des Kongresses für Erwerbslose und sozial schlechter Gestellte (KESS) gestern im Landtag. Die Job-Center sol...

ndPlusBernd Kluge

Neuzeller Bierstreit gärt weiter

Helmut Fritsche sieht Hopfen und Malz noch längst nicht verloren. Gerade hat der Chef der Neuzeller Klosterbrauerei vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) geklagt. Will er es sich vom Brandenburger Landwirtschaftsministerium doch nach zehn Jahren Bierstreit nicht mehr vorschreiben lassen, dass er sein dunkles Schwarzbier aufgrund des Zuckerzusatzes nicht Bier nennen darf. Eine juristische ...

Oliver Renn

Noch ein Kuss - zum 30.

Vor 30 Jahren und ein paar Tagen eröffnete im gern als verschlafen bezeichneten Stadtteil Friedenau ein Privattheater. Angeblich muss man dort weder Feuerwehrmann noch Bühnenmeister in der Hinterhand haben. Ein SFB-Redakteur unkte seinerzeit, dass die Bühne kein halbes Jahr überlebt. Die Anwohner vom Südwestkorso waren über die passend zu den nur 99 Plätzen »Kleines Theater« getaufte Einrichtung o...

ndPlusIngrid Feix

Wovon Kinder heute noch träumen

Ein kleiner Schrankkoffer, darin ein selbstbewusstes Puppenkind »Kuck in die Welt« mit vielen liebevoll nachgestalteten Utensilien, z.B. Schulranzen mit Heften und Stiften darin, verschiedene Kleidung und selbst Kämme und Putzzeug. Hildegard Schulze-Kramer, die dieses Spielzeug in den 50er Jahren schuf, hat mit viel Liebe zum Detail schon damals die Idee der heutigen, in Masse produzierten PocketV...

Christina Schultze

Wahlen bei der Jüdischen Gemeinde

Der Jurist Albert Meyer und sein Bündnis »Kadima« (Vorwärts) sind auch aus der zweiten Wahl zur Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin als klare Sieger hervorgegangen. Die Gruppe des 56-Jährigen erreichte am Sonntag eine überwältigende Mehrheit und stellt künftig 20 der 21 Mitglieder des Gemeindeparlaments. Damit steht der Wahl Meyers zum neuen Gemeindevorsitzenden im Januar ni...

ndPlusPeter Kirschey

Bußgelder über 13,7 Millionen Euro verhängt

Millionenbeträge gehen dem Berliner Haushalt alljährlich durch Schwarzarbeit verloren. Das geht aus einem Bericht von Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) zur Schwarzarbeit 2002 hervor. Danach wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 13,7 Millionen Euro verhängt sowie Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 10,7 Millionen Euro nachgefordert. Experten sind sich jedoch einig, dass nur die...

Karin Nölte

Auge in Auge mit Hai und Seeaal

Wenn die Berliner annähernd so interessiert sind wie die Medien bei der gestrigen Vorbesichtigung, dürften die Fische im neuen Sea Life & AquaDom über Besuchermangel nicht klagen. Ab heute um 10 Uhr stehen die Unterwasserwelten allen offen. Ringsum sind die Bauarbeiten am CityQuartier »DomAquarée«, wo einst das »Palasthotel« stand, noch in vollem Gange. Das Radisson Hotel öffnet im März, der Gesa...

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Schlitten fahren

Nun ist der Nikolaus dran. Er muss auf seinen Schlitten verzichten. Das aber ist wenigstens keine neue Teufelei des rot-roten Senats. Diesmal sind die Meteorologen schuld. Sie verkündeten das Hoch »Suzanne« und damit etwas zu viel Wärme für Schnee. Mit Schlitten fahren wird es also vorerst nichts. Oder doch? Eine »Bettel«-Demonstration von Sozialverbänden und Initiativen macht sich heute auf den ...

Rainer Funke

Senat spart sich einige Beamten-Laufbahnen

Der Senat will künftig auf verschiedene Beamten-Laufbahnen in der Verwaltung verzichten und die Posten mit Angestellten besetzen. Das betrifft vornehmlich Bereiche ohne hoheitlichen Auftrag, wie Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gestern dem ND sagte. Zunächst zählen dazu diverse gehobene und höhere Dienste der Datenverarbeitung, der Gartenbautechnik, des Chemiedienstes, der Landespflege, des Stä...

ndPlusStefan Mentschel

Öffentliche Seminare an ungewöhnlichen Orten

Studierende haben auch am Montag ihre vielfältigen Protestaktionen gegen die Sparpolitik des rot-roten Senats fortgesetzt. In den kommenden zwei Jahren sollen die hauptstädtischen Universitäten rund 50 Millionen Euro zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Bis 2009 sollen sie weitere 75 Millionen Euro einsparen. Im Rahmen einer öffentlichen Vorlesung am Bahnhof Friedrichstraße suchten Studierende d...