Ausgabe vom 07.12.2004

Zuhause für Aids-Kranke

Über 2400 Menschen mit HIV-Infektionen und Aids haben in Berlin durch die Hilfe einer gGmbH mit dem Namen ZIK (zu Hause im Kiez) eine Heimat gefunden. ZIK hilft Betroffenen, trotz der Beschränkungen durch die Krankheit, im gewohnten Umfeld bleiben zu können.

Mütze statt Ohrensessel

Von frühester Kindheit wurde uns eingeprägt: »Geh an die frische Luft, das ist gesund«. Warum soll das stimmen? Die Frage die sich stellt ist, ob das Verbleiben in geschlossenen Räumen krank macht. Ich denke, dass diese Frage bejaht werden kann. In abgeschlossenen Räumen halten sich ausgeatmete oder abgehustete Keime deutlich länger auf. Milben und andere »Mitbewohner« geben Kot und eigene Errege...

Urlaubssex mit schlimmen Folgen

Nicht nur typische Sextouristen, sondern auch viele andere Urlauber betrachten sexuelle Abenteuer als besonderes Reiseerlebnis. Die Folge können Geschlechtskrankheiten, ungewollte Schwangerschaften oder HIV-Infektionen sein.

Sitzen macht die Gelenke krank

Fehlende Bewegung schadet den Gelenken ebenso wie Unfälle, Übergewicht oder genetische Veranlagung. Fast jeder dritte Mensch zwischen 40 und 50 Jahren klagt über schmerzende Gelenke.

Blumen gegen die Unruhe

Stress und Hektik, psychischer Druck, keine Ruhe finden, wer kennt das nicht? Wenn man allerdings das Gefühl hat, von den täglichen Problemen schier erdrückt zu werden, kann Tee aus Passionsblumenkraut helfen. Er wirkt beruhigend auf die Psyche und schenkt Gelassenheit und Nervenstärke, ohne dass er müde macht oder die Aufmerksamkeit beeinträchtigt.

Starke Bohne unter Beschuss

Die starke Bohne feuert nicht nur, sie steht auch immer wieder unter Beschuss. Griechische Wissenschaftler erklärten, dass Kaffee die Menge von so genannten Entzündungswerten erhöht und so Herzkrankheiten begünstigt.

Nord-Süd - Termine

FRAUEN - Local Governance - Eine Chance für Frauen? NRO-Frauenforum und die Frauennetzwerkstelle WOMNET laden zu einer Tagung zu Formen lokaler Partizipation 11.Dezember, 11-17Uhr, Haus der Demokratie, Greifswalder Straße4, 10405 Berlin, 0228/3892977, www.womnet.de LESOTHO - »Ressourcennutzung und Entwicklungsprobleme«, Vortrag von Dr. Marcus Nüsser, geographisches Institut Bonn, 9.Dezember, 18U...

Matthias Voß

Bis zu jenem Tag im Dezember...

Der 6. Dezember 1984 war ein schwarzer Tag für die Entwicklungshilfe der DDR. Bei einem Terroranschlag in Mosambik wurden acht Landwirtschaftsexperten, die aus verschiedenen LPG kamen, getötet - der größte Anschlag dieser Art in 40 Jahren DDR-Geschichte.

Ilona Schleicher

Kühe, Kautschuk, Kindergarten

62 Familien konnten mit Hilfe eines von der Stiftung Nord-Süd-Brücken geförderten Kleinkredit-Programms ihre Existenzgrundlagen im ersten Dorf des Friedens Phuong Coi entscheidend verbessern.

Ebenezer Scrooge lässt grüßen

Nie war die Welt wohlhabender, dennoch geben die reichen Nationen immer weniger. Das ist das ernüchternde Fazit der internationalen Hilfsorganisation Oxfam am Ende dieses Jahres. In Zahlen ausgedrückt: Leisten die Industriestaaten gemessen am Volkseinkommen nur noch halb so viel Entwicklungshilfe wie in den 60er Jahren, hat sich ihr Wohlstand seitdem verdreifacht. Mehr noch: Die armen Länder müsse...

Berlin-TIPPS

Politisches »Der Kalte Krieg - Neue Erkenntnisse. Psychologische Kampfführung der DDR zur Zersetzung der Bundeswehr - Gegenmaßnahmen und gewaltfreie Einwirkungsmöglichkeiten der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit und der Arbeitsgemeinschaft 13. August e. V.« - Vortrag mit Dr. Friedrich-Wilhelm Schlomann heute, 19 Uhr, im Museum Haus am Checkpoint Charlie, Leipziger Straße. »Das Schloss - Aktueller...

ndPlusHermannus Pfeiffer

Ein Kontinent wird »ausgequetscht«

Die politische Spitze der Bundesrepublik hat sich in diesem Jahr Afrika zugewendet. Der amtlich gepflegte Optimismus hat aber wenig mit der Realität des verarmten Kontinents zu tun.

Sofie Sandmann

Spielzeug mit gutem Gewissen verschenken

Unter dem Weihnachtsbaum liegen oft Spielsachen - oft hergestellt unter menschenunwürdigen Bedingungen, doch das weiß kaum jemand. Deshalb startete Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) gestern in Berlin die Aufklärungskampagne »Echt gerecht - clever kaufen«.

Daniel Rühmkorf

Regionale »Knoten« gegen Armut

Wie können Obdachlose, Sozialhilfeempfänger, Migranten oder Arbeitslose besser in die medizinische Prävention einbezogen werden. Der 10. Berliner Kongress »Armut und Gesundheit« suchte Lösungen.

ndPlusHendrik Lasch, Delitzsch

Genossenschaft bleibt aktuell

Kommunen sollen bei der Auslagerung von Aufgaben öfter Genossenschaften gründen. Dafür wirbt der Genossenschaftsverband - auch, um ein Unternehmensmodell zu propagieren, das vielfach als unattraktiv gilt.

Tom Mustroph

Der Chronist von Berlin

Willy Römer, so scheint es, ist überall dabei gewesen. Er hatte das Berliner Stadtzentrum fotografiert, als dessen Keimzelle noch zu sehen war: der Molkenmarkt und das enge Gassengewirr des Krögel. Als revolutionäre Arbeiter und Matrosen 1918/19 die Straßen eroberten, war Römer mittenmang. Er schoss sogar ein Foto von jenen Aufständischen, die ihn einen Moment später gefangen nehmen sollten. Römer...

ndPlusKlaus Bellin

Verfluchte Armut

Wenn das Jahr anfängt, fällt auch der erste Schnee des Winters. Arno Schmidt ist erkältet und kann nicht nach draußen. Er sitzt trotzdem am »Cosmas«, einem Buch, das sein Sorgenkind wird. Alice kriegt es mit der Angst zu tun, weil Topperchen, die Katze, noch nicht wieder da ist. Dann wird es kalt, Alice läuft in den Wald, wirft Schneebälle und studiert Tierspuren. Arno tippt nachmittags ab, was er...

Ingrid Feix

Züge aus dem Osten

Schriftzüge« heißt eine Zeitschrift, die den Untertitel »Brandenburgische Blätter für Kunst und Literatur« trägt. Am Kiosk sucht man sie vergebens. Wer sich noch an die »ndl«, was mal für Neue Deutsche Literatur stand, aus DDR-Zeiten erinnert, erkennt sicher unschwer Parallelen, formal und was Autorinnen und Autoren betrifft. Namen? Walter Flegel, Christa Müller, Erhard Scherner, Manfred Richter, ...

ndPlusBarbara Reitter

Typisch deutsch?

Was ist so spannend an den »Nibelungen«, dass sie zum deutschen Nationalmythos avancierten? Wagners Bayreuth, die Festspiele in Worms und zuletzt der Fantasy-Zweiteiler auf SAT.1 zeugen von ungebrochenem Interesse an diesem Stoff. Es muss das zutiefst Deutsche sein - oder die Suche nach deutschen Tugenden und Untugenden, die in der Lust am Untergang gipfeln. Auch Regisseur Andreas Kriegenburg (Jah...

Hans-Dieter Schütt

Bis man auch zum Käfer wird?

Ziehen viele in/ Andere Straßen/Auch, weine nicht./ Altes Haus, ich/Bleibe noch. UWE GRESSMANN Dass die Welt für ihn hergerichtet sei, darauf kann der Mensch nicht bauen. Gegen diese Wahrheit baut er an. Wuchtet mächtig hoch, was Stein und Statik hergeben. Unbedingt schön ist das nicht immer - Macht ist zuerst Mut zur Hässlichkeit. Das erzählen politische Gesichter - und Herrschaftszentren. »Neues...

ndPlusJürgen Calließ

Eisbären-Disziplin belohnt

Nachdem die Berliner Eisbären noch am Freitag prompt die Quittung für ihr disziplinloses Verhalten bekommen hatten und in eigener Halle gegen Aufsteiger Wolfsburg mit 2:4 verloren, wobei zwei entscheidende Tore fielen, als Eisbären auf der Strafbank saßen, besannen sie sich am Sonntag eines Besseren. Die Rückkehr auf den »Pfad der Tugend« wurde auch mit 4:3 und dem sechsten Auswärtssieg gegen den...

ndPlusHannes Hofbauer, Wien

KPÖ in schwerem Fahrwasser

Nach monatelangen parteiinternen Turbulenzen verlief der 33. Parteitag der KPÖ vergleichsweise ruhig. Walter Baier wurde mit 89 Prozent der Delegiertenstimmen wieder zum Parteivorsitzenden gewählt. Die innerparteilichen Kritiker aus der Steiermark und einigen Wiener Bezirken blieben der Versammlung fern.

Vougar Aslanov

Spielen USA die aserbaidshanische Karte?

Nach dem 11. September 2001 rückten der Südkaukasus und die kaspische Region in ein neues Licht: Die dortigen Staaten dienen nicht mehr nur als Rohstofflieferanten, sondern haben auch geopolitische Bedeutung erlangt.

ndPlusMartin Ling, Accra

Der »Elefant« liegt gut im Rennen

Der damalige ghanaische Oppositionsführer John Agyekum Kufuor versprach 2000 nach 20 Jahren Regentschaft von Jerry John Rawlings einen Wandel und gewann die Wahl. Viel ist aus dem Versprechen nicht geworden, dennoch darf der liberalkonservative Präsident heute mit einem erneuten Wahlsieg rechnen.

Kaum noch Hoffnung auf den Philippinen

Manila (AFP/ND). Nach den schweren Tropenstürmen im Nordosten der Philippinen haben die Rettungskräfte praktisch keine Hoffnung mehr, dass von den Vermissten noch jemand lebt. Eine Woche, nachdem die Taifune »Winnie« und »Nanmadol« über das Land rasten, seien die Chancen, Überlebende aus Trümmern und Schlamm zu bergen, gleich null, sagte ein Armeevertreter am Montag. Die Zahl der Toten und Vermis...

Silvia Ottow

Kanzler kanzelt ab

Wer sich in diesem Jahr über hohe Preise in der Apotheke geärgert hat, dem sei gesagt, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist. Hinter den Kulissen tobt ein unerbittlicher Preiskrieg zwischen Regierung, Pharmafirmen, Ärzten, Kassen. Es geht um viel Geld und die Frage, wie man es direkt aus den Taschen der Patienten holt. Pläne für weitere Erhöhungen gibt es schon. Seit Jahren...

ndPlusOlaf Standke

Schwankender Thron

Die Ruhe der letzten Monate war trügerisch. Mindestens zwölf Menschen starben gestern, als bewaffnete Terroristen das schwer bewachte USA-Konsulat in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda angriffen. Damit hat die islamistische Terrorwelle seit Mai vergangenen Jahres schon weit über 100 Todesopfer gefordert. Die Anschläge richten sich zwar vorwiegend gegen Ausländer, gefährden zunehmend aber auch...

Wolfgang Hübner

Dämpfer für Merkel

Angela Merkel ist als CDU-Vorsitzende wiedergewählt - das ist keine Überraschung. Sie hat in der Union derzeit keinen ernst zu nehmenden Widersacher. Doch ihr gestriges Ergebnis ist ganz und gar kein Ruhmesblatt. Mehr als fünf Prozent weniger als vor zwei Jahren, das ist eine kleine Auflehnung. Schließlich wissen die Delegierten, dass im Hintergrund schon die Bundestagswahl 2006 steht. Natürlich ...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Unsportlich!

»Deutschlands Chancen nutzen.« Stand gestern, in Düsseldorf beim CDU-Parteitag, am Rednerpult. Das ist die richtige, offensive Antwort auf die Vergabe der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 an Berlin. Wie feige reagiert dagegen der Kanzler? Er meinte schon vor dem Parteitag seiner Schwesterpartei, man solle - zum Beispiel um den Wertebegriff des Patriotismus - »kein Wettrennen beginnen«. Für...

Recht kann ordnen, Güte kann heilen

Vor 15 Jahren trat der Zentrale Runde Tisch erstmals in Ostberlin zusammen, paritätisch besetzt durch oppositionelle Gruppierungen sowie die alten Parteien. Einer der Moderatoren war Martin Ziegler (Jg. 1931), damals Leiter des Sekretariats des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Mit dem Theologen sprachen Joachim Heise und Karlen Vesper.

Schily sieht PDS als Terrorverein

Seit Jahren wird die PDS zumindest partiell vom Verfassungsschutz beobachtet. Offenbar gilt Mitgliedschaft in der PDS auch als Hinderungsgrund für Einbürgerungen.

René Heilig

Tipps aus dem Hammelburger Trainingscamp?

Thema Folter. Es ist fast wie im Film: Die Untersuchung ist beendet, vergessen sie alles. Verteidigungsminister Peter Struck(SPD) will es bei den bekannten »Einzelfällen« belassen. Doch kaum deutet sich Ruhe an, da werden neue Fragen gestellt. In Österreich.

Volker Stahl, Hamburg

Flurstück verkauft - Airbus kann starten

Der Widerstand gegen die Erweiterung des Airbus-Werkes am Rande von Hamburg ist beendet. Am Wochenende wurden Verkauf und Kauf eines entscheidenden Stücks Land perfekt gemacht.

ndPlusJürgen Amendt

Irrtümer und Sturheiten

Schon bevor gestern Abend von der OECD die Ergebnisse der zweiten PISA-Studie offiziell bekannt gegeben wurden, war in der öffentlichen Diskussion in Deutschland eine Frage beherrschend: Auf welchem Platz wird Deutschland dieses Mal in der PISA-Rangliste landen? Der Tabellenplatz war beinahe wichtiger als die Erkenntnis, dass das deutsche Schulsystem nach wie vor Weltmeister im Benachteiligen von ...

Jürgen Amendt

Auf Mittelmaß folgt Mittelmaß

Kaum hatte gestern die OECD die Ergebnisse der neuen PISA-Studie bekannt gegeben, reagierte die Politik. Die Fronten blieben dabei klar: SPD und Grüne sowie PDS forderten als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden Deutschlands bei PISA die Einheitsschule, Unionspolitiker verteidigten das gegliederte Schulsystem.

ndPlusWolfgang Hübner, Düsseldorf

Merkels ehrliche Reformen

Beim CDU-Parteitag in Düsseldorf kämpft Parteichefin Angela Merkel wieder einmal an zwei Fronten. Natürlich gehr es ihr um die Meinungsführerschaft in der Union. Vor allem aber will sie sich gegen den Bundeskanzler als die bessere Reformerin profilieren.

PDS-Angebot an die CDU

(ND). Im koalitionsinternen Streit um die Finanzsituation des Landes ist die oppositionelle PDS bereit, den Konservativen unter die Arme zu greifen. PDS-Fraktionsgeschäftsführer Heinz Vietze bot der CDU den PDS-Antrag zu einem Kassensturz »zur Nachnutzung« an. Da die CDU-Fraktion aus Parteiräson keinem PDS-Vorschlag zustimmen dürfe, möge sie ruhig den Text übernehmen. Dann werde man ja erfahren, w...

ndPlusBernd Baumann

Gesundstoßen an Krankenhäusern?

Die vier brandenburgischen Landeskliniken zu verkaufen, darum bemüht sich die Potsdamer Regierung bereits seit mehr als zwei Jahren. Jetzt will sich Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) der Sache annehmen. Sie erklärte die Privatisierung der Krankenhäuser zur Chefsache und richtete dafür eine Stabsstelle in ihrem Ressort ein. Bis Ende 2005 soll der Verkauf perfekt sein. Dagegen regt sich Wi...

Meike Kloiber

Einsteins Büste im Keller versteckt

Gestern vor 80 Jahren, am 6. Dezember 1924, wurde der Einsteinturm, das bedeutendste Sonnenobservatorium im damaligen Europa, auf dem Potsdamer Telegrafenberg eingeweiht. Der Turm gehört zum Astrophysikalischen Institut, das morgen ein Festkolloquium zum Jubiläum des Bauwerkes veranstaltet. »Auf einem der Stühle hier hat er gesessen«, erzählt die ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin Marie-Lu...

ndPlusRobert Meyer

Weiß die Mutter, wo es langgeht?

Ursula Staack kommt auf die Bühne wie eine zu Fleisch gewordene Dampfwalze, der man den Satz in den Mund legt: »Ich weiß, was ich will und wie ich es kriege«. So stellt man sich eine Mutter vor, die immer weiß, wo es langgeht und ihren Söhnen das glasklar vermittelt. Weit gefehlt! Mutter ist ebenso fehlbar und verletzlich wie ihre Söhne, und alle drei wissen nicht so recht, wie sie aus ihren Lebe...

Alte Bilder für das neue Jahr

(ND). Die Fotografien vom Admiralspalast - innen um 1920, außen nach 1945 - sind heute durchaus interessant. Schließlich soll nach traurigen Jahren wieder Leben ins Gemäuer kommen. Die Motive aus der Sammlung Günter von Glan finden sich im Kalender »Berlin gestern« vom m+m Verlag (12,50 ), dessen 26. Ausgabe jetzt erschien. Wieder hat der Verlag Fotos von bekannten Ecken ausgewählt. Etwa Getümmel...

ndPlusAlmut Schröter

Alle meinen, man müsste diskutieren

Die neueste Methode geht so: Politiker sagen Politikern, dass sie Politik machen sollen. So geschah es gestern im Kulturausschuss des Parlaments. Auf Antrag der Grünen diskutierten die Abgeordneten über Rahmenbedingungen der »Flick-Collection« im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart. Alice Ströver, Grüne, sagte, nicht nur der Regierende Bürgermeister habe sich der Diskussion zur umstrittenen A...

2300 Quartiere vor Rückbau

(ND-Kammer). Der »Stadtumbau Ost« in Marzahn geht im kommenden Jahr in die nächste Runde. Nach den »Ahrensfelder Terrassen« will die Wohnungsbaugesellschaft Marzahn (WBG) weitere 2300 unsanierte Wohnungen zurück- und umbauen. Das zur Degewo-Gruppe gehörende Unternehmen will sich diesmal das Ahrensfelder und Schorfheider Viertel, die Ringkolonnaden und das Cecilienviertel vornehmen. Dort gebe es er...

ndPlusPeter Kirschey

Nach SEK, Kameras kamen Terrortouristen

48 Stunden später ist alles wieder so, als wäre nichts geschehen. Die Moabiter Zwinglistraße schläft ihren Winterschlaf. Keine Auffälligkeiten, keine ungewöhnlichen Markenzeichen. Hin und wieder kommen Straßenpassanten, bleiben vor dem Balkon im Erdgeschoss stehen, starren auf die Strohmatte vor dem Fenster und den zwei Satellitenschüsseln oder suchen am Eingang die Namensliste ab. Sonst erinnert ...

Karin Nölte

15 Menschenleben gerettet

Die Drogenkonsumräume haben sich bewährt, das Angebot wird besser angenommen, als anfangs gedacht. Diese erste Zwischenbilanz zog gestern Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS). Seit November 2003 ist ein mobiler Drogenbus am Bahnhof Zoo und in der Kurfürstenstraße im Einsatz, Anfang dieses Jahres wurden feste Räume in Kreuzberg und Moabit eingerichtet. Bisher wurden rund 450 Nutzer gezählt, üb...

ndPlusWolfgang Rex

Fragezeichen über Klinikteil an der Danziger

Das Vivantes-Haus in der Danziger Straße in Prenzlauer Berg will die Leitung »so schnell wie möglich frei bekommen«. Es stehe aber noch kein Zeitpunkt dafür fest, teilte am Montag Wolfgang Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung, mit. Der Hauptstandort an der Fröbelstraße werde als »anerkanntes Kiezkrankenhaus« weiterarbeiten. Vivantes gebe zu viel Geld für viel zu große Infrastruktur aus, erk...

Karin Nölte

Nur mal so ne Idee

Raus aus Krawatten- und Knutsch-Schlagzeilen, rein mit politisch korrekten Themen der seriöser anmutenden Art. Klaus Wowereit, der als Regierender Bürgermeister immer mal wieder vom schmalen Pfad der öffentlich zugelassenen Tugend abweicht, muss lange gegrübelt haben, womit er Terrain in der ernster zu nehmenden Sparte zurückgewinnen könnte. Ohne jetzt und hier verantwortlich zu werden, was im Mom...

ndPlusBernd Kammer

Zusatzjobs nur für Zusatzaufgaben

Den Begriff 1-Euro-Job hört Arbeitssenator Harald Wolf (PDS) nicht so gerne, präziser findet er die schöne Bezeichnung »Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung« (MAE), wie es auch offiziell heißt. In Berlin gibt es auch nicht einen, sondern 1,50 Euro die Stunde für solch einen Job. Wolf rechnet damit, dass ab 1. Januar etwa 40000 dieser Beschäftigungsmöglichkeiten in Berlin entstehen könn...

Rainer Funke

Nazi-Schläger überfielen PDS-Mann

Der 25-jährige PDS-Bezirksverordnete aus dem Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick, Philipp Wohlfeil, ist in der Nacht zum Sonntag von vier Neonazis angegriffen und verletzt worden, wie erst später bekannt wurde.