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Ausgabe vom 08.11.2005

Tamás Nagy

Mit Zink gegen Erkältung?

Ginge es nach dem Willen des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik, dann müsste der gesunde Bürger täglich 15-30 Milligramm zusätzliches Zink schlucken, um gegen Schnupfen gewappnet zu sein. Doch diese Empfehlung ist weder gesichert noch unbedenklich.

Frage aller Fragen

Die Idee für das »Handbuch Therapie« aus dem Verlag de Gruyter stammt noch von Willibald Pschyrembel selbst. Der bekannte Berliner Physiker, Gynäkologe, Autor, Dolmetscher und Universitätsprofessor hatte breits Anfang der dreißiger Jahre mit der Herausgabe des Klinischen Wörterbuches begonnen, das unter seinem Namen zu einem der berühmtesten medizinischen Nachschlagewerke in der Welt wurde und im ...

Carreras-Geld für Kinder mit Krebs

Auf der Krebsstation der Universitätskinderklinik in Leipzig. Der siebenjährige David Chamakhi spielt mit der Medizin-Diplompädagogin Hannelore Nürnberger. Die Station gehört zu den Projekten, die von der Stiftung des Startenors Jose Carreras unterstützt werden. Seit vielen Jahren veranstaltet dieser im Dezember die Carreras-Benefizgala der ARD, deren Spendengelder seiner Leukämie-Stiftung zu Gu...

ndPlusAngela Stoll

Was schon Ötzi wusste

Der milde Herbst lässt den Pilzsammler in diesem Jahr auch jetzt noch fündig werden. Doch viele Pilzfreunde wissen nicht, dass einige dieser Gewächse mehr sind als nur Leckerbissen: So sollen etwa Schopftintling, Austernseitling und Judasohr heilende Kräfte haben.

Nord-Süd - Termine

HEUTE IN BERLIN - Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, Berlin Kreuzberg, 19.30 Uhr, »Heimatlos im eigenen Land: Inlandsflüchtlinge in Kolumbien«, Dokumentarfilm über das Schicksal der mehr als drei Millionen Inlandsvertriebenen des seit 40 Jahren tobenden Bürgerkrieges. Anschließend Diskussion mit Regisseur Volker Hoffmann. Die Veranstaltung findet im Versammlungsraum statt. INDONESIEN - »Indonesien:...

Volkmar Liebig und Anja Witte

Endstation Desillusion

15 Jahre nachdem die sandinistische Revolution an den Wahlurnen Nicaraguas abgewählt wurde, wirft »Unser America« einen Blick zurück.

ndPlusJoyce Mulama Mwingi

Mangelware Trinkwasser

50 Frauen aus dem kenianischen Mwingi-Distrikt stehen an einem sandigen Flussbett, um ihre Kanister mit Wasser zu füllen. Manche haben für die braune und salzige Brühe bis zu zehn Kilometer zurückgelegt. Trotz der schlechten Qualität haben sie keine andere Wahl, wenn sie und ihre Familie nicht verdursten sollen. Im dürregeplagten Mwingi-Distrikt im Osten des Landes ist Wasser zu einem kostbaren G...

Marion Berlauer

Bildungsoffensive im Herbst

Seit 1994 finden in den östlichen Bundesländern, ausgehend von Thüringen, so genannte entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage statt. Auch in diesem Herbst gibt es wieder Anschauliches zur Lage in der so genannten Dritten Welt.

ndPlusGerhard Dilger

Etappensieg des Südens

Dank des beherzten Auftretens von Argentinien, Brasilien und Venezuela wurde der Amerika-Gipfel im argentinischen Mar del Plata ein Erfolg des Südens. Souverän ließen Néstor Kirchner, Luiz Inácio Lula da Silva und Hugo Chávez am Sonnabend die USA bei dem Versuch auflaufen, das Projekt der gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA wiederzubeleben. Dass George W. Bush nicht weit gekommen ist, lag a...

Hanna Ndlovu, Kapstadt

Das weiße Diamantengeschäft

Der wichtigste südafrikanische Wirtschaftszweig, die Bergbaubranche, wehrt sich bislang erfolgreich gegen größere Beteiligungen schwarzer Investoren. Im Diamantensektor sollen die nun durch ein Gesetz gefördert werden.

ndPlusRobert Meyer

Passwort-Phisher werden immer dreister

Eine Betrug-Masche macht im Internet Furore: Mit gefälschten Anschreiben und nachgeahmten Internetseiten versuchen Betrüger, naiven Netzbenutzern Kennworte zu entlocken und dann deren Konten zu plündern. Dahinter, so eine Studie, steckt ein dezentrales Netzwerk von Betrügern.

Andreas Grünwald, Hamburg

Enteignungspläne an der Alster

Um 450 Jobs zu retten, will sich der Betriebsrat für eine Enteignung der norwegischen Besitzer der Hamburger Aluminium-Werke (HAW) stark machen. Das sei legal, sagt er. Und es gebe Präzedenzfälle.

ndPlusMartina Janning

Beipackzettel gefährden die Gesundheit

Packungsbeilagen von Arzneimittel sind zu klein geschrieben und nicht verständlich. Krankenkasse und Verbraucherschützer fordern patientengerechte Informationen.

Susanne Götze

Uralt-Argument gegen REACH

Der Verabschiedung der EU-Chemikalienrichtlinie REACH werden immer neue Steine in den Weg gelegt. Dieses Mal ist es der deutsche Bundesrat, der die Verordnung kippen will: Die Bundesländer fordern in einer Entschließung die noch amtierende Bundesregierung auf, in Brüssel gegen REACH mobil zu machen.

ndPlusHermannus Pfeiffer, Hamburg

Ausflaggung nach Holland

Bei den Koalitionsverhandlungen soll es den unzähligen Subventionen im Steuerrecht an den Kragen gehen - etwa der niedrigen Tonnagesteuer. Sie hat zwar für globale Überkapazitäten gesorgt, doch die Reeder kämpfen für ihre Privilegien.

Volkmar Draeger

Wahlverwandte Kunst

Ab 2006 wolle sie wieder mehr junge, innovative, unbekannte Gruppen zur euro-scene nach Leipzig einladen, sagt Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff. Das klingt wie eine Entschuldigung, weil der Jubiläumsjahrgang ihres Festivals zeitgenössischen europäischen Theaters viele renommierte Namen aufweist. Aber die 15. Ausgabe einer von finanziellen Engpässen gebeutelten, nur durch breites Sponsoring ...

ndPlusCaroline M. Buck

Düsteres in schwierigen Zeiten

So schwierig wie die Zeiten, so düster waren die Filme: die neuen Werke skandinavischer, finnischer und baltischer Regisseure, die die Nordischen Filmtage Lübeck in ihrer 47. Ausgabe vier Tage lang zeigten, handelten von Gewissenskonfliken und Identitätsfindung, von Arbeitslosigkeit, Landflucht, Krieg, sozialer Misere und dem Verfall der Ideale, von Inzest, Drogen und Fällen von Familienzusammenfü...

Christel Berger

Leben und schreiben

Schreiben oder leben?« - so überschrieb Elfriede Brüning ein Kapitel ihrer 1996 zum ersten Mal erschienenen Autobiografie »Und außerdem war es mein Leben«. In diesem Abschnitt geht es um die bewegte Zeit nach 1945, als sich der Autorin viele neue Möglichkeiten zu leben und zu arbeiten boten. Aber nach einigen Stippvisiten als Redakteurin, nach glücklos endenden Erlebnissen mit Männern, entschließt...

ndPlusGitta Düperthal

Einmal mit Schwung

Der Osten verkannt, verarmt und vergreist? Keineswegs, nach der Wende 1989 sei nicht nur abgewickelt und deindustrialisiert worden, konstatierten die Fernseh-autorinnen Anke Kossira und Ute von der Lieth optimistisch. Sie fanden drei neue Industrieansiedlungen, deren Geschichte sie in ihrer Reportage »Erfolgsgeschichten Ost« im Rahmen des Themenabends »15 Jahre deutsche Einheit« berichten. Allerdi...

Stefan Amzoll

Wir leben in finsteren Zeiten

Heiterer Vormittag. Die Sonne glänzt. Gülden die Lettern am Haus. Schwarze Bühne. Darauf schwarze lange Tafel. Drumherum sitzen Schauspielerinnen und Schauspieler, meist in Schwarz gekleidet. Ein Abendmahl am Tag. Zu Ehren Kurt Tucholskys. »Tucho« hat man diesen poetischen Haudegen genannt, während er für sich selbst Pseudonyme wie Theobald Tiger, Peter Panther kreierte. Wie passend. Das Rudel kon...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Auf Strafe warten, die kommt

Es ist gefährlich, den Hass abschaffen zu wollen. So der Theaterregisseur Frank Castorf im Jahre 1996 in einem ND-Interview. Hass sei der Antikörper, an dem eine politische Ordnung ihre Gesundungskräfte trainiere. »Die Gesellschaft aber, in der wir leben, will eine ewige künstliche Immunitätssituation. Sie predigt Freiheit, stößt sich jedoch an dem, was den Konsens aufkündigt. So wie die DDR Angst...

Jürgen Holz

Zweite Chance für deutsches Team

Nach 19 Spieltagen geht die Deutsche Eishockey-Liga ins erste freie Wochenende. Sie setzt ihre Serie am 15. November fort. Grund: der TUI Nations Cup (bislang Deutschland-Cup), der heute mit der Partie Schweiz gegen Kanada in Zürich beginnt. Die weiteren Spiele finden auf deutschem Eis statt. Dabei trifft die DEB-Auswahl in Mannheim auf die USA (Mittwoch) und anschließend in Hannover auf die Schwe...

ndPlusJürgen Holz

Fischer beim Debüt 28871.

Als Birgit Fischer vorige Woche vor dem Trip zu ihrer Marathon-Premiere in New York gefragt wurde, ob sie denn nichts Besseres zu tun hätte, als 42,195 km zu laufen, meinte die 43-jährige deutsche Rekord-Olympionikin: »Ich habe durchaus jede Menge zu tun. Mein Haus am Brandenburger Beetzsee wird gerade verputzt, zudem schreibe ich an meinem ersten Buch, und im Garten müsste einiges getan werden, u...

Erwin Berthold

»Schwarzes Kuwait« vor Westafrika

Ein USA-Flottenstützpunkt im westafrikanischen Kleinstaat Sao Tomé und Principe steht kurz vor seiner Fertigstellung. Warum engagieren sich die USA in einem der ärmsten Staaten der Welt?

ndPlusPeter Böhm, Los Angeles

Der Gouvernator unter Druck

Das heutige Referendum im USA-Bundesstaat Kalifornien ist auch ein wichtiger Test für Gouverneur Arnold Schwarzenegger.

Koalition der Kompromisse in Bulgarien

Die Bulgarische Sozialistische Partei (BSP) war bei den Parlamentswahlen am 25. Juni zwar stärkste Partei geworden, doch zur Bildung einer Regierung aus eigener Kraft reichte es nicht. Erst nach fast zwei Monaten zäher Verhandlungen formierte sich eine Dreiparteienkoalition unter Führung des BSP-Vorsitzenden Sergej Stanischew. Koalitionspartner sind die rechtszentristische Nationale Bewegung Simeons II. (NBSZ) und die Bewegung für Rechte und Freiheiten (BRF), der Partei der muslimischen Minderheit. Unter dem Vorsitz des ehemaligen Zaren Simeon Sakskoburggotski hatten NBSZ und BRF die Vorgängerregierung gebildet. Iwelin Nikolow, stellvertretender BSP-Vorsitzender, trat nicht in die Regierung ein. Der 43-Jährige, geboren in Gabrowo, hatte einst sechs Jahre in den Raketentruppen der Volksrepublik Bulgarien gedient. 1990 aus der Armee ausgeschieden, war er ein Jahr später als 29-Jähriger in seiner Heimatstadt der jüngste Gebietsvorsitzende der BSP. Nach Studien der Psychologie in Prag arbeitet der Magister der Politologie als Publizist für Bulgariens linke Presse. In Sofia sprach Peter Botschukow für ND mit Iwelin Nikolow.

»Die Tage des US-amerikanischen Imperiums sind gezählt«

Der norwegische Politologe und Sozialwissenschaftler Johan Galtung (75) verweigerte als junger Mann den Kriegsdienst und ging dafür ins Gefängnis. 1959 gründete er in Oslo das Internationale Friedensforschungs-institut (PRIO) - das erste seiner Art in Europa. 1987 erhielt er den Alternativen Nobelpreis, 1993 den Gandhi-Preis. Als Berater von UNO-Organisationen, Vermittler in zahlreichen Konflikten und Gastprofessor an 30 Universitäten zwischen Hawaii und Kyoto ist er weltweit unterwegs.1989 gründete er Transcend, ein Entwicklungs- und Friedensnetzwerk für Konfliktforschung und Globalisierung (www.transcend.org), in dem 300 Forscher aus 80 Ländern zusammenwirken.Dieser Tage führte Prof. Galtung - eingeladen von der Stiftung Schloss Neuhardenberg - ein Streitgespräch mit dem US-amerikanischen Politologen Samuel P. Huntington. Im Anschluss beantwortete der norwegische Forscher in Neuhardenberg Fragen unseres Mitarbeiters Jochen Reinert.

ndPlusAnke Engelmann

Neonazis dürfen nicht marschieren

Geschichtsklitterung - ein Lieblingsspiel der Neonazis. In Köln wollten Faschisten zum Jahrestag der Pogromnacht »gegen einseitige Vergangenheitsbewältigung« demonstrieren, und zwar mitten durch das frühere jüdische Viertel. Die Polizei schob einen Riegel vor. Vorerst jedenfalls.

Nils Floreck

Linke und Protestanten gegen Abschiebung

Mit vorsichtigem Druck soll die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen darin bestärkt werden, sich für eine Bleiberegelung für schon lange in Deutschland lebende Asylbewerber einzusetzen.

ndPlusRené Heilig

Verlängerung eines geheimen Krieges

Die Drucksache 16/26 wird heute im Parlament aufgerufen. Es geht um die »Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte bei der Unterstützung der gemeinsamen Reaktion auf terroristische Angriffe gegen die USA«. Im Grunde ist alles eine Formsache. Schließlich haben die Bundestagsabgeordneten mit übergroßer Mehrheit alle Jahre wieder genickt. Erstmals am 16. November 2001. Auch in den...

Tim Schmidt

Es sind immer die Andern ...

Die Evangelische Kirche befasst sich mit dem Thema »Tolerant aus Glauben«. Doch die innerkirchlichen Probleme spielen nur eine Nebenrolle.

ndPlusMarkus Dufner

Nachhaltigkeit im Fünfjahresplan

Die Erneuerbare-Energien-Konferenz findet in einem Land mit gewaltigen Umweltproblemen statt. Die chinesische Führung will ihr Renommee verbessern.

Tom Strohschneider

Rechte Lügen im Internet

Wieviele deutsche Internetseiten mit rechtsradikalem Inhalt online sind, darüber gibt es kaum verlässliche Angaben. Die Zahlen schwanken zwischen 200 und über 50 000. Abseits statistischer Wirrnis sind sich Experten allerdings in einem einig: Bei der Verbreitung rechtsradikaler und antisemitischer Propaganda hat sich das Internet zum Medium Nummer 1 entwickelt - auch für Holocaust-Leugner. Setzte ...

ndPlusTom Strohschneider

Relativieren, bestreiten, verharmlosen

Die Leugnung des Holocaust ist so alt wie das an den Juden begangene Verbrechen selbst. Erst sollte der industrielle Mord an den Juden hinter bürokratischen Sprachregelungen verschwinden (Sonderbehandlung), später versuchten sich viele Deutsche herauszureden, sie hätten nichts gewusst. Schon bald nach Kriegsende 1945 entstanden die ersten Schriften, in denen die Shoah mit scheinbar wissenschaftlic...

René Heilig

Brandstifter wider Wahrheit und Anstand

»Meine liebste Ingrid, heute ist ein wundervoller Tag in Mannheim«, schreibt ein Untersuchungshäftling aus dem Knast der Stadt am Rhein. Um dann von einem jungen Mitgefangenen namens Fred N. zu berichten. »Rate, warum der hier ist?«, fragt der Absender seine den Brief empfangende Frau rhetorisch: »Er hat ein paar Autos beschädigt, Spiegel abgerissen ..., er war ärgerlich, denn seine 17-jährige Fre...

Gewaltwelle erfasst 270 Kommunen

Die seit anderthalb Wochen andauernden Unruhen in Frankreich haben in der Nacht zum Montag einen neuen Höhepunkt erreicht und fast das ganze Land erfasst. Ein erstes Todesopfer infolge der Ausschreitungen ist zu beklagen. Rechte Politiker fordern eine rigoros verschärfte Gesetzgebung.

Berlin-TIPPS

Politisches »Litauen in der EU« - Veranstaltung des Verbandes für internationale Politik und Völkerrecht e. V. mit Elvaldas Ignatavicius am 9.11., 10 Uhr, im »Club Spittelkolonnaden«, Leipziger Straße 47. »Die Volksrepublik China - innere Entwicklung und wachsendes internationales Gewicht« - Diskussion mit Rolf Berthold und Prof. Dr. Anton Latzo am 9.11., 17 Uhr, in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bra...

ndPlusWilfried Neiße

Amtsschimmel galoppiert in sehr großem Stall

Ausgerechnet die Finanzverwaltung verschwendet Geld. Der Landesrechnungshof bemängelte in seinem jüngsten Bericht den Umgang mit den Finanzämtern in Kyritz und Pritzwalk. Demzufolge ist gebaut und gemietet worden, obwohl Räume leer standen. Diese zu nutzen, sei aber nicht einmal erwogen worden. 1993 wurde neu geregelt, wo die einzelnen Finanzämter im Land Brandenburg ihren Sitz haben. Danach kauf...

Bernd Baumann

Frauen werden im Schnitt 84 Jahre alt

Nirgendwo in der Europäischen Union gibt es so wenige ältere Arbeitnehmer wie in Brandenburg. Die hiesigen Unternehmen stellen über 50-Jährige kaum noch ein, erklärte Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) gestern, als sie den Bericht »Gesund alt werden« vorstellte. Im Jahr 2003 habe es nur in 48 Prozent der Betriebe Beschäftigte gegeben, die 50 Jahre und älter waren. Der 85 Seiten umfassende Repor...

ndPlusMatthias Busse

Der Butler lässt Diabolos kreisen

In der neuen Show »Circo Massimo« des Wintergarten Varietés schlägt die Stunde des Artisten-nachwuchses. Das seit Eröffnung des Vergnügungstempels 1992 mittlerweile 60. Programm vereint Artisten aus vier Ländern. Zwei Newcomerinnen haben an der Berliner Fachschule für Ballett und Artistik studiert. Die 21-jährige Andrea Engler trat nach ihrem Abschluss 2004 schon am Stuttgarter Friedrichsbau auf....

Almut Schröter

»Unter Umständen« kommt ja Hilfe

»Wie soll es weitergehen mit dem Hackeschen Hoftheater?« richtete gestern Gabriele Hiller von der Fraktion Linkspartei.PDS bei der aktuellen Stunde des Kulturausschusses ihre Frage an die Senatskulturverwaltung. ND berichtete, dass die Bühne zum Jahresende in den Hackeschen Höfen schließen muss, weil sich die Miete um 20 Prozent erhöht. Im Frühjahr 2005 hatte es laut Vermieter das Angebot einer l...

Altenpflege für Migranten öffnen

(ND). Die Altenpflege für Migranten zu öffnen, hat Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei. PDS) gestern zum Abschluss der »Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe« gefordert. Die Kampagne habe Türen geöffnet und das Thema nach vorn gebracht, sagte sie im Haus des Älteren Bürgers in Neukölln. »Die Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe müssen zukünftig stärker auf die besonderen Be...

Marian Krüger

Sarrazins System hat Schieflage

Auf der heutigen Senatssitzung dürfte Finanzsenator Sarrazin einen Erfolgsbericht vorlegen. Trotz des harten Sparkurses scheint es in Berlin wieder etwas zu verteilen zu geben. Zumindest in den Bezirksetats, wenn man den Sarrazinschen Zahlen folgt. Haben die Bezirke 2002 mit einem veritabeln Minus von 150 Millionen Euro in der Kreide abgeschlossen, so erwirtschaften sie jetzt Überschüsse. Ein Plu...

ndPlusBernd Kammer

Moabit liegt nicht in Paris

Ein Brandanschlag auf fünf Autos am frühen Montagmorgen in Moabit hat Berlin aufgeschreckt. Mancher mag sofort an die Straßenschlachten zwischen Jugendlichen in den Pariser Vororten gedacht haben. Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening warnte jedoch davor, Pariser Verhältnisse herbeizureden. Als erstes Fahrzeug ging um 0.45 Uhr ein VW Polo in der Quitzowstraße in Flammen auf, knapp drei ...

Karin Nölte

Zeichen lesen

Berlin mit Paris zu vergleichen, hieße, eine Mücke zum Elefanten zu machen. Von dem Ausmaß an Armut, Bandenkriminalität, Drogenhandel oder Ausgrenzung von Zuwanderern, dessen wir jetzt in der französischen Hauptstadt gewahr werden, ist die deutsche weit entfernt. Das ist einer anderen gesellschaftlichen Prägung zu verdanken. Und die Politik hat, wie nicht zuletzt der diesjährige 1.Mai zeigte, dazu...

ndPlusAndreas Heinz

Neuer Treffpunkt Dathe-Platz

In Friedrichsfelde wurden gestern feierlich die Schilder für einen »Heinrich-Dathe-Platz« und eine »Dathepromenade« enthüllt. Mehr als zehn Jahre hatte sich die Entscheidung über eine Benennung nach Tierparkgründer Prof. Heinrich Dathe hingezogen. Vor der Enthüllung erinnerte Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (Linke. PDS) an die über ein Jahrzehnt andauernden Auseinandersetzu...

Hans-Dieter Schütt

Wenn die Erde bebt ...

Herr, lass es regnen, stürmen, toben! Mögen die Elemente nach Kräften über uns hereinbrechen. Tsunamis aller Ozeane, vereinigt euch! Richterskala, sei nach oben hin offener denn je, biete dich an bis zum Anschlag - es lebe die in dieser Weise offene Gesellschaft! Erde, bebe; Meere, lauft über; Berge, stürzt ein; Orkane, rast los! Man möchte seitenlang Shakespeares Lear zitieren, den Ausgesetzten a...

René Heilig

Schulden und Schuld

Wir müssen Schulden abbauen, damit wir keine Schuld auf uns laden. Sparen! Gürtel enger! Schließlich sollen kommende Generationen keinen Staatsbankrott erleben. Derartige Sprüche überkommen uns jetzt, da zwei große Volksparteien um Posten pokern, täglich. Doch Schulden und Schuld bemessen sich nicht nur nach dem Geld, das angeblich oder wirklich fehlt. Schuld laden wir auch auf uns, wenn wir nicht...

ndPlusNils Floreck

Theaterdonner für die Basis

Es gibt derzeit reichlich Theaterdonner auf der politischen Bühne. Unter anderem streiten SPD und Union um die so genannte Reichensteuer. Doch was für die Parteibasis von ferne wie ein Sturm aussieht, ist genau besehen nur ein laues Lüftchen. Nur ein winziger Teil der Steuererleichterungen der letzten Jahre soll zurückgenommen werden. Die weitere Senkung des Spitzensteuersatzes ist nach wie vor ni...

ndPlusOlaf Standke

Vorsätzlich irreführend

Geblendet vom Glanz der USA-Macht sei Tony Blair Präsident Bush in den Irak-Krieg gefolgt, so der frühere britische Botschafter in Washington in seinen gestern veröffentlichten Memoiren. Ohne die Folgen des Feldzugs richtig zu bedenken und den Nachkrieg im Zweistromland zu planen, hätten die Supermacht und ihr Juniorpartner gehandelt. Dabei war der Glanz des Weißen Hauses ohnehin eine Schimäre, wi...