Ausgabe vom 11.10.2008

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Unten links

Was waren das für Zeiten, als es sie noch alle drei gab in den USA: Johnny Cash, Bob Hope und Stevie Wonder. Cash, Hope and Wonder – Bares, Hoffnung und Wunder. Wenig blieb davon übrig. Und nun gehen den USA auch noch die Nullen aus. Die Schuldenuhr in New York kann das Minus von 10 000 000 000 000 Dollar nicht mehr anzeigen, sie hat nur 13 Stellen. Bares für eine technische Nachrüstung ist ...

CDU will sich die LINKE vornehmen

Die CDU will sich aktiv mit der Linkspartei auseinandersetzen. Das wurde auf einem Ost-Kongress der Partei am Freitag in Dresden bekräftigt.

Schwarzer Freitag verschärft Krise

Die anhaltende Panik wegen der Finanzkrise lässt die Börsen weltweit immer tiefer stürzen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) erlebte den zweiten schweren Einbruch binnen weniger Tage. Zuvor waren auch an der Wall Street in New York und in Tokio die Kurse erneut stark gesunken. In Washington fand ein Sondergipfel der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G-8) statt.

Verursacher belangen
ndPlusMichael Schlecht

Verursacher belangen

Der immer bedrohlichere Finanzcrash verschärft die konjunkturelle Talfahrt massiv, die Ende 2007 begann. Als wenn ein Grippekranker nackt ins Freie bei Minus 20 Grad gesetzt wird. Das mindeste ist eine dicke Lungenentzündung. Der Aufschwung der letzten Jahre kam bei den Menschen nicht an. Faktisch keine Lohnerhöhungen. Arbeitslosengeld wie auch Renten hielten nicht mit der Inflation Schritt. Ein s...

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Hendrik Lasch

Aufbau Ost für die Partei?

Warum veranstaltet die CDU einen Ost-Kongress? Man wolle, so die Einladung für das Treffen, das gestern in Halle 285 der EADS Flugzeugwerke in Dresden stattfand, »Perspektiven für den Osten Deutschlands aufzeigen«. Für den Osten Deutschlands? Oder eher für die CDU im Osten, wie Antje Hermenau, Fraktionschefin der Grünen im Dresdner Landtag, vermutete? Für die Partei gilt es schließlich, einem teil...

Angleichung in weiter Ferne

Angleichung in weiter Ferne

ND: Die LINKE kritisiert mit schöner Regelmäßigkeit die Vernachlässigung des Ostens durch die anderen Parteien. Zufrieden mit der CDU? Lötzsch: Von wegen. Da stört mich zunächst der seltsame Umgang mit der jüngeren Geschichte. Wer das von der CDU verordnete Geschichtsbild nicht akzeptiert, ist ein Ostalgiker. Und beim Thema DDR versucht es die Union jetzt mit der Masche: Ihr Menschen seid gut gewe...

ndPlusGabriele Oertel

Zweiter Schub nach der Halbzeit?

Einen »zweiten Schub« wollte die Kanzlerin samt ihrer CDU für den Aufbau Ost gestern in Dresden in Gang setzen. Doch der Sog der internationalen Finanzkrise war an diesem »schwarzen Freitag« so groß, dass der Auftritt Angela Merkels von den Fernsehsendern vorübergehend nur als Randnotiz vermerkt wurde.

Marian Krüger

Ringstorff setzt Alarmzeichen

Mecklenburg-Vorpommerns früherer Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Brief faktisch aufgefordert, Pläne für mehr Steuerautonomie für die Bundesländer zu stoppen. Er befürchtet zudem eine Schwächung der Interessen der ostdeutschen Länder bei künftigen Verhandlungen um den Länderfinanzausgleich. Damit spitzen sich auch die Konflikte in der Föderalismuskommission weiter zu.

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»Wir wollen die SPD weiterhin von links treiben«

Am 18. Oktober soll Franz Müntefering auf einem Sonderparteitag zum neuen SPD-Vorsitzenden gewählt werden. Schon dieses Wochenende trifft sich der Jugendverband der Partei, die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos), in Weimar zum Bundeskongress. Für ND sprach Anke Engelmann mit Juso-Chefin Franziska Drohsel.

Bernard Schmid

»Jack Bauer« mit dem Bulldozer

Der Anhalter, den meine Gruppe kamerunischer Freunde und Begleiter auf dem Weg von der Wirtschaftsmetropole Douala in die Hauptstadt Yaoundé im Auto mitgenommen hat, ist richtig begeistert. Der etwa Vierzigjährige redet sich beinahe in Rage. Sein Mund quillt über von Lob für den neuen »Generalbeauftragten« (délégué) der Regierung für den städtischen Raum Yaoundé: Gilbert Tsimi Evouna, mit Spitznam...

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ndPlusRené Heilig

Pech der Nichtschwimmer

Wissenschaftler haben sich korrigiert: Die große Katastrophe kommt schneller, als bisherige Modellrechnungen befürchten lassen. Noch in diesem Jahrhundert werden wir der Sintflut einen Höhenmeter näher kommen. Und weit und breit sind weder Arche noch Noah zu sehen. In dieser Woche wurde in Bonn ein europäischer Katastrophenschutz-Kongress veranstaltet. Allerlei Beamte aus UN-, EU- und einheimische...

ndPlusIna Beyer

Strategischer Optimismus

Während die Medien dieser Tage Befürchtungen vor einer Weltwirtschaftskrise à la 1929 schüren, verbreitet die Bundesregierung gute Stimmung. Um Erspartes muss sich niemand sorgen, und – so meint jetzt Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) – auch die Jobs sind trotz Abschwung sicher. Das verwirrt: Kann denn der Arbeitsmarkt, wie Scholz meint, auch einer »raueren Konjunktur« tatsächlich trot...

Olaf Standke

Rousseau hat Recht

Die häufige Wiederkehr von Todesstrafen sei stets ein Zeichen der Schwäche einer Regierung, schrieb Jean-Jacques Rousseau in seinem »Gesellschaftsvertrag« über die Prinzipien des Staatsrechtes. Fast 250 Jahre später wurden in 24 Ländern noch immer mindestens 1252 Menschen exekutiert – am Galgen, auf dem elektrischen Stuhl, enthauptet, erschossen, vergiftet. In fünf Staaten wurden selbst Mind...

Jochen Reinert

Der Vermittler

Schon seit etlichen Jahren stand Martti Ahtisaari vornan auf den Vorschlagslisten für den Friedensnobelpreis. Nun verkündete der Komitee-Vorsitzende Ole Danbolt Mjoes, der Finne werde für seine »bedeutenden Bemühungen« für die Beilegung internationaler Konflikte »auf mehreren Kontinenten und mehr als drei Jahrzehnte lang« geehrt. Zweifellos hat der schwergewichtige Friedensvermittler viel erreicht...

Ist die Todesstrafe vom Tisch?

Ist die Todesstrafe vom Tisch?

ND: Der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) der USA hat am vergangenen Montag die Wiederaufnahme des Falles Mumia Abu-Jamal abgelehnt. Was genau bedeutet das? Bryan: Die Entscheidung bezieht sich auf einen Antrag, den ich vor längerer Zeit gestellt habe. Das Verfahren von 1982 war buchstäblich ein Betrugsprozess seitens der Staatsanwaltschaft und der Polizei: Das Urteil wurde nur möglich, weil sie...

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Scholz: Finanzkrise ohne Folgen für Arbeitsmarkt

Berlin (dpa/ND). Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sieht vorerst keine gravierenden Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Beschäftigung in Deutschland. »Wir gehen davon aus, dass der Arbeitsmarkt auch einer raueren Konjunktur trotzt«, sagte Scholz. Die Reformen der Agenda 2010 hätten den Arbeitsmarkt »ein Stück weit wetterfester« gemacht.Weniger optimistisch zeigte sich das Vorstandsmitg...

Länder finden Arme zu teuer

Berlin (dpa/ND). Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller ist am Freitag für ein Jahr zum Präsidenten des Bundesrats gewählt worden. Er folgt Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Die wichtigsten Beschlüsse des Bundesrates:SOZIALES: Der Bundesrat will die Rechtsberatung für Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger einschränken. Er beschloss einen Gesetzentwurf zur Reform des Beratun...

Hans-Gerd Öfinger

Warnung vor vorauseilendem Gehorsam

Mit einem Landesparteitag am heutigen Sonnabend in Friedberg will die hessische LINKE einen Mitgliederentscheid über die Unterstützung einer rot-grünen Minderheitsregierung unter der SPD-Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti einläuten.

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Datenschützer im Telekomvorstand

Nach dem millionenfachen Klau von Kundendaten will die Deutsche Telekom mit einer neuen Vorstandsstruktur und technischen Schutzmaßnahmen ähnliche Fälle verhindern.

Reifezeugnis für eine Kadavertreue
ndPlusSusann Witt-Stahl

Reifezeugnis für eine Kadavertreue

Die Mitglieder der Grün-Alternativen Liste (GAL) nicken den Wortbruch ihrer Parteispitze ab und setzen lieber auf Machterhalt statt auf Glaubwürdigkeit. Die CDU freut sich über so viel Kadavertreue.

Fabian Lambeck

Minister Scholz räumt auf

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, verabschiedete das Bundeskabinett am Dienstag einen Gesetzentwurf, der eine Streichorgie bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten zur Folge haben wird.

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Ex-Minister fordert Putsch in Thailand

Nach den Straßenschlachten in Bangkok Anfang der Woche hat sich die innenpolitische Lage in Thailand am Freitag weiter zugespitzt. Ein gerade zurückgetretener Vize-Regierungschef forderte offen einen Militärputsch. Die Staatsanwaltschaft beantragte beim obersten Gericht ein Verfahren zur Auflösung der Regierungspartei.

Volle Netze, leere Taschen

Rom (dpa/ND). Die Überfischung der Weltmeere kostet jährlich etwa 50 Milliarden Dollar. Das geht aus einem Bericht der Weltbank und der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hervor. Demnach haben Missmanagement und Überkapazitäten dramatische Verluste für die weltweite Fischereiwirtschaft nach sich gezogen. Für die vergangenen drei Jahrzehnte werden die Verluste auf knapp eineinha...

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Harald Neuber

Marschbefehl nach Georgien

Neben der EU-Beobachtermission in Georgien hat der Militärstab in Brüssel auch Soldaten entsandt, unter ihnen zwei deutsche Stabsoffiziere.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Hilfsvereine trotzen Spaltversuchen

Um die Verteilung der Arbeit in den französischen Zentren der von Abschiebung bedrohten »illegalen« Ausländer ist zwischen Hilfsvereinen und dem Ministerium für Einwanderung, Integration und Nationale Identität ein offener Konflikt entbrannt. Hintergrund ist der Versuch der Regierung in Paris, einen Keil zwischen die Hilfsorganisationen zu treiben und so die Kritik an der Abschiebepolitik zum Schweigen zu bringen.

Markus Plate, Guatemala-Stadt

Eine Chance für Guatemala

Nach dem Europäischen Sozialforum in Malmö versammeln sich nun in Guatemala die Aktivisten des amerikanischen Kontinents zum Amerikanischen Sozialforum.

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Optionsgeschäfte von Porsche treiben VW-Aktie

Wolfsburg (ND-Stenger/dpa). Die Aktienkurse deutscher Konzerne brechen seit Wochen massiv ein, doch das Papier von Volkswagen gibt sich ausgesprochen stabil. Am Freitag stieg die Aktie des Autobauers bis zum Nachmittag um sechs Prozent und lag in der Nähe des Allzeithochs. Am Dienstag hatte es gewaltige Schwankungen gegeben. Das Papier von VW schoss zeitweise um 55 Prozent auf 452 Euro hoch. Im Ta...

John Dyer, Boston

US-Behörde soll für Stabilität sorgen

Der Name soll Programm sein: Die neue US-Behörde zur Steuerung des 700-Milliarden-Dollar-Rettungsplans für die Wall Street wird »Büro für Finanzstabilität« genannt. Und in Washington hofft man, dass es diesem Namen auch gerecht werden wird. Bisher ist es Finanzminister Henry Paulson mit all den Dollar-Milliarden an Steuergeld nämlich nicht gelungen, den Niedergang der Finanzmärkte aufzuhalten.Noch...

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Auf dem Weg zur Großmacht
Alexander Ludewig

Auf dem Weg zur Großmacht

Für die größten Erfolge des russischen Fußballs in der jüngeren Vergangenheit sind zwei Niederländer verantwortlich. Dick Advocaat führte 2008 Zenit St. Petersburg als Trainer zum Sieg im UEFA-Pokal. Mit beeindruckendem Offensivfußball spielte sich die Nationalmannschaft unter der Leitung von Guus Hiddink (Foto: dpa) im Sommer bis in das Halbfinale der Europameisterschaft und scheiterte dort erst ...

Aushilfstrainer und Hoffnungsträger

Bernd Storck blickt seinem großen Auftritt mit Kasachstans Nationalmannschaft auf der Fußballbühne Wembley enthusiastisch entgegen. »Natürlich ist das ein Traum, im wohl berühmtesten und vielleicht schönsten Stadion der Welt«, so er 45-Jährige vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen England am Samstag in London. Storck betreut das kasachische A-Team seit der Entlassung des Niederländers Arno Pijpers ...

ndPlusThomas Niklaus und Jürgen Zelustek

»Ein bisschen mehr Anspannung«

Mit dem Debütanten Rene Adler im Tor, vier Rückkehrern um Kapitän Michael Ballack und jeder Menge Selbstvertrauen will die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Kampf um ein WM-Ticket schon eine Vorentscheidung erzielen. Der Vize-Europameister strebt heute im brisanten WM-Qualifikationsspiel gegen Russland mit aller Macht einen Sieg an, um schon frühzeitig die Weichen in Richtung Südafrika 2010 z...

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Mekka der Härtesten

Wie alljährlich seit 30 Jahren ist das kleine Städtchen Kailua-Kona an der Westküste von Hawaii heute wieder Mekka für die härtesten der harten Triathleten aus aller Welt: Der Klassiker aller Ironman-Rennen steigt zum 31. Mal. Rund 1800 Athletinnen und Athleten haben für diesen wahnsinnigen Dreiermix bei mitunter 40 Grad Hitze gemeldet: 3,86 km Schwimmen in der Kaulua Bucht (das sind 77 50-Meter-B...

Die Finanzkrise und der Fußball
Thomas Wieczorek

Die Finanzkrise und der Fußball

»Die Bundesliga reagiert gelassen auf die Finanzkrise« – so ist dieser Tage zu lesen und zu hören. Aber gaben sich nicht noch vor kurzem Josef Ackermann und Peer Steinbrück »gelassen«? Nun will die EU die Finanz-welt retten. Bundeskanzlerin Merkel bürgt für die Ersparnisse der Bürger, aber garantieren sie auch für die Sponsorengelder, vor allem der Banken? Rund 370 Millionen Euro kassierten ...

ndPlusJürgen Holz

VfB 91 Suhl will den ersten Meistertitel

Wolfgang Wehner, allgewaltiger Präsident des VfB 91 Suhl, der letzte Saison deutscher Pokalsieger im Frauen-Volleyball wurde und damit den ersten nationalen Titel in der Vereinsgeschichte gewann, ist bekannt für klare Worte, aber auch für flotte Sprüche. »Der VfB soll Meister werden«, hatte Wehner auf einer Pressekonferenz vor Beginn der neuen Bundesligasaison verkündet, die heute mit dem ersten S...

Michael Müller

»Ein sehr unfreundlicher Akt«

1968 gilt zeitgeschichtlich als ein globales Krisen- und Umbruchjahr. Hierzulande vor allem mit dem Blick auf die 68er-Bewegung und den abrupten Abbruch des Prager Frühlings. Aus DDR-Sicht ließe sich da sicher auch einiges sagen. Beispielsweise, dass 1968 das für die DDR erfolgreichste Jahr ihrer internationalen Sportpolitik war.Vor genau 40 Jahren nämlich, am 12. Oktober 1968, löste das Internati...

Der fitteste Opa Europas
Barbara Staacke

Der fitteste Opa Europas

Die 42,195 km eines Marathons haben es in sich. Doch es gibt Athleten, die es noch härter mögen. Dazu gehört die Lauflegende Roland Winkler. Wo Altersgenossen langsam kürzer treten, beginnt der gebürtige Leipziger – wie im vorigen Jahr – mit 60 Jahren noch eine Karriere als Triathlet. Und hier gelang dem inzwischen 61-jährigen Sportlehrer 2008 ein unglaublicher Coup. Bei den EM in der ...

Seite 13
Der Traum
F.-B. Habel

Der Traum

Der Mord an zwei Männern nach gleichem Muster ruft Kommissar Borowski auf den Plan. Beide waren alleinstehend, Mitte 40 und weiblicher Bekanntschaft nicht abgeneigt. Was zunächst als normaler Kriminalfall beginnt, ändert sich nach dem Tod eines dritten Beteiligten, den Borowski gerade noch konsultiert hatte. Der Kommissar passt selbst in das Opferschema und erhält den Auftrag, verdeckt zu ermittel...

ndPlusGunnar Decker

Der gute Mensch

W arum? Manchmal geben Lebensdaten die Antwort. Werner Schwab, der mit seinen »Fäkaliendramen« Anfang der 90er Jahre für Skandal sorgte, wurde 1958 in Graz geboren. Und er starb 1994 – ebenfalls in Graz. Eine kleine Welt, die sich für heil hält, hat er bereist, aber das mit allem Selbsthass der Provinz. Ich gestehe, dass mich bei Schwabs Stücken (»Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlo...

Seite 14
PLATTENBAU
Gabriela Greess

PLATTENBAU

Gemeinsam mit ihrer Enkelin Rossio besingt sie mit engelssanfter Stimme die aufputschende Wirkung heißer Rumba-Rhythmen, insbesondere für kühle nordische Seelen, um dann besinnliche Klänge aus ihrem geliebten Kuba anzustimmen: wie zur Schwermut im Herzen, der sie Flügel verleihen will wie einem Vogel auf Paradieskurs: Das Jubiläumsalbum von Omara Portuondo ist voller Poesie und bittersüßer Nostalg...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Hat Gott Humor?

Nuschki ist tot. Daniel Kehlmann teilt es seinem Gesprächspartner Sebastian Kleinschmidt in einem Brief mit. Der antwortet tröstend: »Wie es im Himmelreich mit den Tieren bestellt ist, weiß ja keiner. Immerhin müssen sie nicht vorm Jüngsten Gericht erscheinen.« Wer weiß, ob ohne diesen Tod ein Foto in das Büchlein hineingekommen wäre. Es zeigt den Körper des sitzenden Hundes von Daniel Kehlmann un...

Seite 15
Jörg Meyer

Erzieherinnen ohne Zeit für Kinder

»Die Kolleginnen gehen jeden Abend mit einem schlechten Gewissen nach Hause«, sagte Verena Linack, Leiterin der Kita am Schöneberger Friedrich-Wilhelm-Platz. Und diese Kita mit ihren rund 100 zu betreuenden Kindern ist längst kein Einzelfall. Der Grund: Berlins Kitas haben zu wenig Personal.Mindestens 23 Prozent der Gesamtarbeitszeit einer Erzieherin werden zur Vor- und Nachbereitung der Arbeit, f...

ndPlusRainer Funke

Von Strohhalm bis Märchenwelt

Wem es mies geht, der greift nach jedem Strohhalm. Nicht anders die Berliner CDU. Nach dem Führungspersonal-Schleudertrauma und der Führungskrise versucht sich die Partei wieder in ein gutes Licht zu rücken. So lancierte man jetzt die Meldung vom Mitgliederzuwachs – vier Leute sind in die CDU eingetreten, als es besonders kriselte, 45 im September, als beinahe jeder und alle als neue Vorsitz...

Ein Service von Haustür zu Haustür
Stefan Otto

Ein Service von Haustür zu Haustür

Vor zwei Jahren bei der Fußball-WM waren erstmals Servicekräfte im öffentlichen Nahverkehr im Einsatz. Nicht nur als menschlicher Wegweiser für ortsfremde Fans – die Betreuung war umfangreicher und »grenzte bisweilen an eine individuelle Begleitung«, erzählte Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), gestern vor Journalisten. Dieses WM-Projekt war Vor...

»Kraniche sind auch nur Menschen«
Rainer Heubeck

»Kraniche sind auch nur Menschen«

Deutschlands schönste Halbinsel – mit diesem Slogan wirbt der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst seit Jahren um Gäste. Zumindest unter den größten europäischen Zugvögeln, den Kranichen, scheint sich das herumgesprochen zu haben: In der Zeit von September bis November rasten Zehntausende dieser imposanten Ruderflieger in den vorpommerschen Boddengewässern – und brechen von dort aus ...

Seite 16
Bratwurst »Ahoi«! Schnell noch mal aufs Wasser
ndPlusSteffi Bey

Bratwurst »Ahoi«! Schnell noch mal aufs Wasser

Wie dicke, aufgeblasene Schwimmreifen liegen die orangefarbenen Ufos auf dem Wasser. Meistens sitzen zehn fröhliche Menschen in den ungewöhnlichen Schwimmkörpern und genießen das neue Freizeiterlebnis. Bei Bedarf überspannt ein Sonnenschirm das im Durchmesser 3,60 Meter große Gefährt. Der Clou: In der Mitte der schwimmenden Insel steckt ein schwarzer Kugelgrill, auf dem auch ständig gebrutzelt wir...

Klaus Teßmann

Ein Loch und ein Schattenhaushalt

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sind 1,2 Millionen Euro aus der Haushaltskasse verschwunden – einfach so, durch einen Rechenfehler. Das Pikante daran ist, dass es im Bezirk erstens keiner gemerkt hat und zweitens auch keiner wusste, dass dieses Geld überhaupt da ist.Das Bezirksamt hatte einen Nachtragshaushalt für 2009 aufgestellt, in dem die 1,2 Millionen Euro fehlten. Durch einen Rechenfehle...

Jesus im Nebel
ndPlusHilmar König

Jesus im Nebel

Fast vier Wochen dauerte die Busreise, die über 4300 Kilometer von den mächtigen Iguacu-Wasserfällen in Brasilien, über Paraguay, Argentinien, Bolivien bis nach Peru führte. Sie begann bei »Cristo Redentor«, dem übermächtigen Beton-Jesus, und endete in Machu Picchu, der imposanten Ruinenstadt der Inkas.

Seite 17
Leichtfüßig über das Hochmoor
Lucía Tirado

Leichtfüßig über das Hochmoor

Drei Mal wurde John Buchans Roman von 1915 als Spionagethriller verfilmt, bevor ihn Patrick Barlow für die Bühne bearbeitete. »The Thirty-nine Steps« gelang als erstes Meisterwerk Alfred Hitchcocks. Für ihn wie für die nicht weniger berühmten Nachfolger seines Fachs galt in der Umsetzung, eine Idee auf die andere folgen lassen und dabei alles der Schnelligkeit zu opfern. Auf diesen Zug sind Ingolf...

Freunde sind die besseren Feinde
ndPlusVolkmar Draeger

Freunde sind die besseren Feinde

Nein, das stärkste Stück von Nico and the Navigators ist es nicht, was die in zehn Jahren fast zur Kultgruppe avancierte Berliner Formation um Nicola Hümpel und Oliver Proske derzeit im RadialSystem zeigt. Dabei hat Proske den vier tanzenden Schauspielern eine so aufwendige wie verblüffend veränderbare Bühne gebaut. Ein graues Podium bis an die Stuhlreihen läuft in einer Rückwand aus, die sich im ...

Gewonnen?
ndPlusChristina Matte

Gewonnen?

Es ist die Hundefrage. Sie hätte mich kalt erwischt: Bei welchem Amt, lebt man in Deutschland, muss man seinen Hund anmelden? Beim Finanzamt? Beim Einwohnermeldeamt? Beim Gesundheitsamt? Bei der Kommune? Zwei der Antwortmöglichkeiten hätte ich spontan ausschließen, dann aber nur noch tippen können. Was daran liegt, dass ich keinen Hund, sondern eine Katze halte. Liebe Leute vom Migrationsamt, die ...

Seite 18
Wilfried Neiße

Toleranzedikt als Stadtgespräch

Nun also liegt es auf dem Tisch, das neue Potsdamer Toleranzedikt. Mit weicher, gefälliger Oberfläche und als biegsames Heft. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) präsentierte die 100 Seiten gestern als das Ergebnis einer »offen angelegten Diskussion«, die acht Monate dauerte. »Das war ein Experiment mit erfolgreichem Ausgang«, freute sich Jakobs.Toleranz bedeutet Respekt und Offenheit, weist neue ...

ndPlusKlaus Muche

Erste Unterschrift fürs Volksbegehren

Im Nebel ist Schenkendöbern – nur wenige Kilometer von Guben und der polnischen Grenze entfernt – noch verschlafener als sonst. Es gibt keine Bürgersteige im Dorf. Aber am Freitag rückte Polizei an, denn zum Auftakt des Volksbegehrens gegen neue Tagebaue hatten sich Demonstranten angekündigt: Betriebsräte des Energiekonzerns Vattenfall. Sie wollten »mit den Leuten ins Gespräch kommen«,...

Klaus Bellin

Der Glaube, die Zweifel, der Schrecken

Er wollte in aller Stille begraben werden, ohne Reden, ohne Brimborium. So stand es in vier Testamenten. »Schweigen, nichts als Schweigen« wünschte er und in der Presse lediglich eine sachliche Mitteilung über seinen Tod. Keine Superlative. Auch die Bezeichnung »großer Dichter« verbat er sich. Müde und krank, hatte er die hochtrabenden Worte nun satt. Aber es kam alles anders. Die testamentarische...

Seite 19
ndPlusHans-Dieter Schütt

»Um des lieben Friedens willen«

Die Sonntagsrede ist zur Rufvernichterin geworden. Regelmäßig wie rücksichtslos würdigt sie zwei ehrenwerte Angelegenheiten herab: den Sonntag und die Kunst der Rede. Wem bescheinigt wird, er habe eine Sonntagsrede gehalten, dem wird bescheinigt, dass die Wirkung des Gesagten den Montag wohl nicht übersteht.»Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede« heißt ein Text Martin Walsers, dessen Wirku...

Matthias Krauß

Die überraschende Entdeckung

»Denn abscheuliche Ungeheuer sind überall zu finden, aber Bürger, die in einem vernünftigen und weise gebildeten Staat leben, wohl nirgendwo.« Der englische Lordkanzler Thomas Morus (1478 bis 1535) beließ es nicht bei dieser deprimierenden Feststellung. Er nahm es auf sich, seinen Zeitgenossen den »besten aller denkbaren Staatszustände« zu beschreiben und verfasste seinen inzwischen weltberühmten ...

Seite 20

WochenChronik

13. Oktober 1943: Mit der Kriegserklärung gegen Deutschland schwenkt Italien nach Mussolinis Sturz auf die Seiten der Alliierten um. 14. Oktober 1943: 300 Häfltinge des deutsch-faschistischen Vernichtungslagers Sobibor im besetzten Polen unternehmen einen Ausbruchsversuch, bei dem die meisten jedoch bereits im das Lager umgebenden Minenfeld umkommen; aus Rache erschießt die SS alle im Lager verbli...

Ida Tacke
Martin Stolzenau

Ida Tacke

Zehn Mal war sie für den Nobelpreis für Chemie nominiert. Doch er blieb ihr versagt. Ida Noddack-Tacke studierte als eine der ersten Frauen in Deutschland Chemie und entwickelte sich an der Seite ihres Mannes zu einer herausragenden Geo- und Radiochemikerin. Sie entdeckte die Elemente Rhenium sowie Masurium, die damals letzten noch unbekannten Elemente im Periodensystem, gelangte zu bahnbrechenden...

Die Linksintellektuellen
ndPlusRainer Holze

Die Linksintellektuellen

In letzter Zeit ist zu beobachten, dass sich die Linken in Deutschland wieder stärker linkssozialistischen Traditionen in der Geschichte zuwenden. Einem herausragenden Protagonisten des Linkssozialismus in Deutschland, dem im März dieses Jahres verstorbenen kritischen marxistischen Wissenschaftler und Politiker Peter von Oertzen, war dieser Tage eine dreitägige wissenschaftliche Veranstaltung gewi...

Harri Czepuck

Dritter Griff nach Weltmacht?

Menschen mit einigermaßen humanistischer Bildung, wie sie früher auch vermittelt wurde, staunen immer wieder, dass ein Land im Kaukasus wie Georgien in die EU soll, um so von Westeuropäern gegen imaginäre Feinde geschützt zu werden. Georgien ist ein asiatisches Land, wobei überhaupt nichts gegen asiatische Länder einzuwenden ist, vor allem, weil ihre Kultur sehr viel älter ist als die europäische ...

»Die Politik ist das Schicksal.«
ndPlusGerd Fesser

»Die Politik ist das Schicksal.«

Im Jahre 1808 stand Napoleon im Zenit seines Ruhmes und seiner Macht. Und doch zeigten sich im Gebälk seines Großreiches bereits die ersten Risse. In Spanien war ein Volksaufstand gegen die französische Fremdherrschaft im Gange, dessen die Generale Bonapartes nicht Herr werden konnten. Der Kaiser beschloss, selbst mit der »Großen Armee« nach Spanien zu ziehen, um die gefährliche Erhebung niederzuw...

Seite 21

Kryptische Quanten

Wien (dpa/ND). Quantenphysiker und Techniker haben am Mittwoch in Wien nach eigenen Angaben zum ersten Mal über ein komplett abhörsicheres Netzwerk telefoniert. Die Gesprächsdaten wurden durch ein Verfahren aus der Quantenphysik verschlüsselt und über handelsübliche Glasfaserkabel geschickt. Ein Abhören sei aus physikalischen Gründen unmöglich, erläuterte der Quantenphysiker Anton Zeilinger von de...

Preiswürdige Qualle

Nicht wenige Meerestiere bedienen sich des Lichts beim Beutefang. Der heute 80-jährige Osamu Shimomura hatte bereits als junger Chemiker in Japan den Leuchtstoff der Muschelkrebsart Vargula hilgendorfii isoliert und seine chemische Struktur ergründet. Den Leuchtstoffen der Meerestiere blieb er auch nach seinem Wechsel an die Princeton University und das Meeresbiologielabor in Woods Hole in den USA...

Warum existieren wir?

»Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Den Nobelpreis habe ich nicht erwartet«, stammelte der japanische Physiker Makoto Kobayashi (64), als er am Dienstag von seiner Ehrung erfuhr. Auf die Frage, ob er unter Schock stehe, antwortete er nur: »Ja.« Neben Kobayashi erhalten auch dessen Landsmann Toshihide Maskawa (68) sowie der US-Amerikaner Yoichiro Nambu (87) den diesjährigen Nobelpreis für Physik, ...

ndPlusSteffen Schmidt

K.o.-Maus mit Schalter

Nicht jeder, der ins Rentenalter kommt, mag sich zur Ruhe setzen. Für Naturwissenschaftler, die ein gut ausgestattetes Labor benötigen, ist das in Deutschland allerdings nicht so ohne weiteres möglich. Deswegen zog der über Jahrzehnte in Köln forschende Immunologe Klaus Rajewsky (71) nach der Emeritierung über den großen Teich und übernahm eine kurzerhand für ihn eingerichtete Professur an der Har...

Martin Koch

Ehrung nach Skandal

Jedes Jahr im Oktober wartet die Welt mit Spannung auf die Bekanntgabe der Namen der Nobelpreisträger. Faustdicke Überraschungen gibt es dabei nur selten. In diesem Jahr jedoch dürften sich manche Experten verwundert die Augen gerieben haben. Denn mit Luc Montagnier wurde ein Forscher geehrt, der vor einiger Zeit in einen internationalen Wissenschaftsskandal verwickelt war.Aber beginnen wir mit de...

Seite 22
ndPlusBehrouz Khosrozodeh

Über allem steht die Islamische Republik

Die Sprache des Westens – besonders die der USA – gegenüber Iran wird täglich aggressiver. Trotz weiterlaufender Verhandlungen droht bereits zum dritten Mal in diesem Jahrtausend nach Afghanistan (seit Ende 2001) und Irak (seit März 2003) ein Krieg gegen ein Land des Mittleren Ostens. ND-Autoren beleuchten verschiedene Aspekte der aktuellen Krise.

Seite 23
Jochen Fischer

Sicherheit für ein 1000 Meter breites Nadelöhr

Die Schiffsglocke läutet. Es ist Punkt 11 Uhr. Der Schlepper »Fairplay 26«, mit 4050 Pferdestärken auf der Antriebswelle, legt in Warnemünde ab. Sein Kurs: die Kadetrinne. Diese etwa 40 Kilometer lange Wasserstraße zwischen der dänischen Insel Falster und der Halbinsel Fischland/Darß passieren jährlich mindestens 63 000 Schiffe, darunter 8200 Tanker. Außerdem gibt es in Travemünde, Rostock und Sas...

ndPlusAndreas Boueke, Guatemala-Stadt

Die verängstigten Nachbarn des Goldes

Über der Feuerstelle kochen Maiskörner in einem Topf. Daneben steht eine Handmühle. Aus dem gemahlenen Mais werden Tortillas geformt, als Beilage für schwarze Bohnen und etwas Gemüse. Manchmal gibt es auch Eier. Doch das reicht nicht, um den Hunger der achtköpfigen Familie zu stillen. Während des Abendessens kauern die Kinder auf einem alten, schmutzigen Lastwagenreifen. Daneben sitzt die Großmutt...

Seite 24

Testspiel

Wer schrieb es? Wer seine Sprache mit Englisch garniert, gibt sich weltgewandt und modern. Und kann sich abgrenzen gegen all jene, die ihn nicht verstehen sollen, weil er in Wahrheit gar nichts mitzuteilen hat. Wodurch bekannt? Wodurch standen die »Belaire Apartments« in New York 2007 für kurze Zeit im Interesse der Weltpresse? Welche Krankheit? Welche Krankheit wurde 1980 für ausgerottet erklärt?...

Udo Bartsch

Kartenspiel

Am Südpol, wenn gerade kein Mensch zuschaut, feiern die Pinguine eine wilde Party und bauen dabei äußerst akrobatisch mit ihren Körpern hohe Pyramiden. Jeder Spieler erhält Pinguin-Karten in fünf unterschiedlichen Farben. Möglichst viele davon sollen in dem lebendigen Bauwerk untergebracht werden. Darf in der untersten Lage noch jeder Pinguin stehen, muss weiter oben ein Tier von zwei anderen getr...

Schlichte Eleganz
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Schlichte Eleganz

Unsere Kolumne widmet sich heute mal wieder der Schachkomposition. Heute blicken wir in die Slowakei, wo am 6. Juni 1933 Bedrich Formanek geboren wurde. Er ist einer der berühmtesten Komponisten des Donau-Schachs. Von 1952 bis 2004 war er Verbandsvorsitzer der Tschechisch-Slowakischen Schach-Komposition. Außerdem war er zwischen 1994 und 2002 Vorsitzender der ständigen Kommission der Schachkomposi...

Labyrinth im Innern
ndPlusHeiko Frings

Labyrinth im Innern

Auf den Spuren von Jules Verne steigen wir aus dem Krater eines isländischen Vulkans hinab ins Innere unseres Planeten. Was folgt, ist eine »Reise zum Mittelpunkt der Erde», bei der uns Spielautor Rüdiger Dorn die Romanepisoden mal mehr, mal weniger ausführlich nacherleben lässt. Durch Ausspielen von Ausrüstungs- und Forscherkarten bahnen wir uns zunächst in knapp einer Dreiviertelstunde einen Weg...

Bärenthaler Bauernkloppe

BJÖRN LENGWENUS (Foto: André Schulz), zusammen mit dem Schöpfer der »Ritter Rost«-Reihe, Jörg Hilbert, der zweite Mann hinter dem mehrfach ausgezeichneten Schachprogramm »Fritz & Fertig« , wollen jetzt den ganz Kleinen das trickreiche Königsspiel beibringen. »Mäuse-Schach«, das neue Kinderbuch des Erfolgs-Duos, wird sogar Dreijährige fesseln, davon ist Björn Lengwenus überzeugt. Das will ND-Autor ART KOHR vom 36-jährigen Realschulleiter aus Hamburg etwas genauer wissen.