Ausgabe vom 13.06.2009

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Unten links

Manche mögen das Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgetz für den Gipfel deutscher Wortschöpfung halten. Doch weit gefehlt. Denn nun gibt es die Frequenzbereichszuweisungsplanordnungsreform, die am Freitag auf der Tagesordnung des Bundesrates stand. 44 Buchstaben (das andere Ding hat 39), die von Kommunikation handeln und Verständigung nicht erreichen. Wie anders klingt da der maorische Name eines ...

Schäbiges Spiel um Ghetto-Renten
ndPlusFabian Lambeck

Schäbiges Spiel um Ghetto-Renten

Während Politik und Opferverbände das Urteil des Bundessozialgerichtes zu den Ghettorenten für jüdische Arbeiter noch bejubeln, will das Bundesarbeitsministerium mehr als 11 400 dieser NS-Opfer die Renten kürzen. Sie hatten zuvor aufgrund der unsicheren Rechtslage eine geringfügige Entschädigung erhalten.

SPD spritzt sich Selbstvertrauen

SPD spritzt sich Selbstvertrauen

Eine Woche nach dem desaströsen Abschneiden bei der Europawahl tritt die SPD am Sonntag in Berlin zu einem Parteitag zusammen. Auf der Tagesordnung steht das Programm, mit dem die Partei bei der Bundestagswahl im September hofft, die 30-Prozent-Marke zu überspringen.

Wie Zitronen ausgepresst
ndPlusBodo Ramelow

Wie Zitronen ausgepresst

Nach Wochen mit Mahnwachen, Protesten und Demonstrationen hat der vormals Quelle-Karstadt-Konzern Arcandor Insolvenz angemeldet. Über 120 Jahre wechselvoller Firmengeschichte eines deutschen Handelshauses neigen sich dem Ende. Die Inszenierung der Konzernlenker erweckte bei vielen Bürgern den Eindruck, die Schuld für die Insolvenz läge bei der Politik, weil die Regierung Kredithilfen versagt hat. ...

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»Die Jungs« werden immer jünger
Oliver Händler

»Die Jungs« werden immer jünger

Bei der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden wollen die Mannschaften des schwarzen Kontinents beweisen, dass sie zur Weltspitze gehören. Südafrika hofft vor allem auf den Heimvorteil, denn sehr erfolgreich war die junge Nationalmannschaft mit Ausnahme eines Afrikameister-Titels noch nie.

Die Generalprobe ist nur ein Pröbchen
ndPlusRonny Blaschke, Johannesburg

Die Generalprobe ist nur ein Pröbchen

Wer den Ellis Park im Zentrum Johannesburgs erreichen will, muss viel Zeit einplanen. Straßensperrungen und Baustellen blockieren den günstigsten Weg. Das Gedröhn von Presslufthämmern hallt durch die Straßenschluchten, Arbeiter klettern durch Baugruben, sie haben noch viel vor. Am Stadion ist die Lage ähnlich chaotisch: Leitungen werden verlegt, Geländer montiert, Monitore angebracht. Die Mitarbei...

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Südossetien, acht Monate danach
ndPlusRoswitha Yildiz

Südossetien, acht Monate danach

Acht Monate nach dem russisch-georgischen Krieg in Südossetien wählten die Bewohner der Republik ein neues Parlament. Unsere Autorin, Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Friedens- und internationale Politik der Partei DIE LINKE, beobachtete nicht nur die Abstimmung.

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ndPlusKurt Stenger

Heiße Phase

Die globale Erwärmung hat längst besorgniserregende Ausmaße angenommen, und die Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen sollen eigentlich in der heißen Phase sein. Letzteres hatten Umweltschützer im Bunde mit Wissenschaftlern schon für den UN-Gipfel von Bali Ende 2007 angemahnt. Doch die Staatengemeinschaft, die sich dort auf die zu diskutierenden Hauptpunkte eines Post-Kyoto-Abkommens ei...

ndPlusFabian Lambeck

Typisch deutsch

Auf Druck der Opferverbände verabschiedete die Bundesregierung im Jahre 2002 das Ghetto-Renten-Gesetz. Endlich sollten die jüdischen Arbeiter, die in den Ghettofabriken schuften mussten, eine kleine Rente erhalten. Zahlreiche Kritiker monierten bereits damals die hohen Zugangshürden. Selbst die Bundesregierung musste eingestehen, dass die im Gesetz vorgegebenen Kriterien wie »Freiwilligkeit« und »...

Olaf Standke

Eskalation der Gewalt

Manchmal sind auch nackte Zahlen eine Bankrotterklärung. Noch nie seit Beginn der US-amerikanischen Invasion in Afghanistan im Jahr 2001 gab es so viele Angriffe von Aufständischen wie in diesen Tagen. Im vergangenen Halbjahr wurden offiziell mehr als 4500 »Sicherheitszwischenfälle« am Hindukusch registriert. Allein in der Vorwoche lieferten sich die Taliban über 400 Gefechte mit Soldaten der NATO...

Golzow-Zeit
ndPlusMarion Pietrzok

Golzow-Zeit

Langzeitbeobachtung – ein langes Wort, jedoch nicht lang genug, gemessen am bezeichneten Objekt, um dessen Schöpfer es hier geht. Auch im ersten und dritten Wortbestandteil ist es jeweils nicht adäquat. Denn am Anfang muss »längste« hinzugefügt werden. Der dritte kann zwar »Beobachtung« heißen, mit gleichwertiger Bedeutung aber auch Mittendrinsein, Engagement bis zur Besessenheit. Zutreffend...

Dürfen Schüler streiken?

Dürfen Schüler streiken?

ND: Für nächste Woche hat ein breites Bündnis von Studierenden, Schülern und gesellschaftlichen Organisationen zum bundesweiten Schülerstreik aufgerufen. Sind Sie dabei? Glockentöger: Ja, ich werde mich an den Protesten in Berlin und auf jeden Fall am 17. Juni an der bundesweiten Demonstration beteiligen. Als Lehrerin, die derzeit ohne Anstellung ist, ist das für mich auch problemlos möglich. Für ...

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Arcandor-Chefs im Visier der Justiz

Arcandor-Chefs im Visier der Justiz

Berlin (AFP/ND). Die Staatsanwaltschaft Essen hat ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den früheren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wegen Untreue eingeleitet. Auch der Amtsnachfolger Karl-Gerhard Eick (Foto: dpa) ist ins Visier der Ermittler geraten. Nach mehreren Anzeigen von Privatpersonen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenzverschleppung. Die Ermittler wollen in der Sache abwar...

Schuldenbremse im Grundgesetz verankert

In seiner vorletzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat am Freitag 25 Gesetze verabschiedet. Am wichtigsten war dabei eine Verfassungsänderung, die Bund und Länder künftig daran hindern soll, weitere Schulden zu machen.

Was tun nach dem Erfolg?

ND: Nach ihrem deutlichen Wahlsieg in Rostock steht die Linkspartei mal wieder am Pranger. Sie grabe sich in einer Verweigerungshaltung ein und gefährde die finanzielle Zukunft der Stadt. Steht ihre Absage an Wohnungs- und Unternehmensverkäufe für eine »unrealistische« Politik? Bockhahn: Im Gegenteil, wir haben immer deutlich gemacht, dass Rostock mehr ein Einnahmen- als ein Ausgabenproblem hat. D...

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Der ganz normale Wahnsinn

Bei der Bundestagswahl 2005 lag die SPD mit 34,2 Prozent noch fast gleichauf mit der Union. Doch seither will es für die Partei nicht wieder aufwärts gehen. Eine Rückschau:

»Die SPD braucht nicht jeden Tag ein neues Thema«

Der 31-jährige Björn Böhning war Vorsitzender der Jungsozialisten und ist jetzt Sprecher des Forums Demokratische Linke 21 – die Plattform der Parteilinken in der SPD. Außerdem leitet er beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, das Grundsatz- und Planungsreferat. Uwe Kalbe sprach mit dem Politiker.

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NATO-Schiffe gegen Piraten im Indik

Die NATO verstärkt den Kampf gegen Piraten im Indischen Ozean. Die Verteidigungsminister der 28 NATO-Staaten einigten sich am Freitag in Brüssel auf die Entsendung des sechs bis acht Schiffe starken Flottenverbandes »Standing NATO Maritime Group 2«.

Afghanistans Taliban »stärker denn je«

Die Taliban-Kämpfer in Afghanistan sind nach Angaben von US-Militärs stärker als jemals zuvor. Die Zahl der Angriffe der Aufständischen sei auf dem höchsten Stand seit Beginn der US-Invasion 2001.

Die Linke hält Türen offen
Kay Wagner, Brüssel

Die Linke hält Türen offen

Lothar Bisky als Präsident der Partei der Europäischen Linken blieb es vorbehalten, im Rahmen einer Pressekonferenz gestern in Brüssel die Europawahl aus Sicht der linken Parteien zu analysieren. Gleichzeitig skizzierte er die Möglichkeiten, die sich aus den neuen Verhältnissen im EU-Parlament für linke Europapapolitik in Brüssel und Straßburg ergeben.

Seite 8
Gregor Putensen

NATO-Muskelspiele in Nordschweden

Seit Wochenbeginn findet in Norrland, der geografisch fast zwei Drittel des Landes umfassenden Nordprovinz Schwedens, das NATO-Manöver »Loyal Arrow« statt.

ndPlusLeo Burghardt, Havanna

Kuba zeigt OAS die kalte Schulter

Die Tür für die Rückkehr Kubas in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) steht offen. Doch die Regierung von Raúl Castro hat mehrfach und unmissverständlich klar gemacht, dass sie kein Interesse an einer Wiederaufnahme in die OAS hat.

Seite 9

Scandlines baut ab

Rostock (dpa/ND). Nach der Ankündigung der Fährreederei Scandlines, die Verwaltung von Rostock nach Puttgarden zu verlagern, bemühen sich Politiker und Gewerkschafter um Schadensbegrenzung. Nach Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) appellierte am Freitag auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) an den Bundesverkehrsminister und Ost-Beauftragten Wolfgang Tiefensee...

Grit Gernhardt

Die Kreditfalle

Immer mehr Menschen in Deutschland sind überschuldet. Das zeigt der aktuelle Schuldenreport von Verbraucherzentralen, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Deutschen Roten Kreuz, der am Freitag in Berlin vorgestellt wurde.

Gabriel Rath, London

Steigender Ölpreis gibt Rätsel auf

Der steigende Ölpreis könnte darauf hindeuten, dass die Krise allmählich ihrem Ende entgegengeht. Doch den Preis treiben auch Spekulationen in die Höhe. Manche Experten halten die Wirtschaftsaussichten weiterhin für schlecht.

ndPlusJohann Martens

Klimapolitik erstarrt

Ohne greifbare Ergebnisse ist am Freitag in Bonn die zweite Runde von Vorverhandlungen für den Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen zu Ende gegangen. Eigentlich hätte ein Vertragstext für den UN-Gipfel vorbereitet werden sollen.

Seite 10

Eine Krankheit und ein Verdacht

Von Jean-Claude Gerson (sid), Paris Der ehemalige Toursieger Laurent Fignon ist an Krebs erkrankt. »Ich weiß nicht, wie lange mir noch bleibt«, sagte der frühere Radprofi in einem bewegenden Auftritt beim französischen TV-Sender »TF1«. Der 48-Jährige berichtete von seiner Krankheit im fortgeschrittenen Stadium und zog auch gleich die mögliche Ursache in Betracht. »Ich kann nicht behaupten, dass Do...

Oliver Händler

Ende des statistischen Fluchs

Expertenmeinungen und Statistiken sind sehr beliebt im Sport, doch bedeutsam sind sie selten. Die Halbfinalserie Alba Berlin gegen die Baskets Bonn in der Basketball-Bundesliga hat dies einmal mehr bewiesen. Entgegen aller Voraussagen beendeten die Bonner die eindrucksvolle Aufholjagd des Titelfavoriten und zogen durch ein 82:71 (42:31) in Berlin ins Finale ein. Dort wollen sie gegen Oldenburg den...

ndPlusChristian Heinig

Schnupperreise nach Südafrika

Spanien, seine zweite Heimat, Mario Gomez hat sie wieder. Seit mehr als einer Woche schon genießt der Torero, wie sie den Halbiberer nennen, seinen wohl verdienten Urlaub. Sonne und Meer. »Das brauche ich«, sagt Gomez. Ein wenig Entspannung täte auch Lucio gut, seinem neuen Teamkollegen beim FC Bayern München. 44 Pflichtspieleinsätze in den letzten zehn Monaten hat Lucio in den Knochen, mehr als j...

Seite 11
Schadenfreude in Startlöchern
Thomas Wieczorek

Schadenfreude in Startlöchern

Dass inmitten der Weltwirtschaftskrise ein neuer Weltrekord in punkto Ablösesumme aufgestellt wird, kann eigentlich nur naive Fußballfreunde überraschen. Für die absurde Summe von umgerechnet 93 Millionen Euro soll Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid wechseln. Es wäre die höchste Summe, die je für einen Fußballprofi gezahlt wurde. Bislang lag sie bei 70 Millionen Euro für Zinédi...

Breitensport als Existenzsicherung
ndPlusOliver Händler

Breitensport als Existenzsicherung

Die Radsportszene ist flexibel. Das hat sie in den vergangenen Jahrzehnten häufig bewiesen. Spätestens seit den Dopingenthüllungen um Superstar Jan Ullrich im Jahr 2006 haben es die Veranstalter von Radrennen in Deutschland sehr schwer, Sponsoren für ihre Rundfahrten zu finden. Mit dem schlechten Ruf des Sports will niemand in Verbindung gebracht werden. Viele deutsche Profirennen mussten so in de...

Jürgen Holz

Stars und Topduelle, aber eine ungeklärte Zukunft

Berlin ist der Anfang vom Ende. Wie paradox. Aber: Die sechs europäische Stationen umfassende »Königsklasse« der Weltleichtathletik, die Golden League, nimmt in diesem Jahr erneut ihren Anfang am Sonntag im Berliner Olympiastadion beim 68. ISTAF. Dort werden die rund 65 000 Zuschauer, die der Veranstalter erwartet, zum letzten Mal die Golden League in diesem Premiumformat erleben. Denn ab 2010 lös...

Seite 12

Mehr Grippefälle

Die Zahl der Schweinegrippefälle an einem Kölner Gymnasium ist auf acht gestiegen. Nach den bereits am Mittwoch bestätigten vier Krankheitsfällen wurde nach Angaben der Stadt bis zum Freitag bei vier weiteren Schülerinnen des Erzbischöflichen Imgardis-Gymnasiums das Virus A (H1N1) nachgewiesen. Die Schule bleibt bis einschließlich Mittwoch geschlossen. Die betroffenen Schülerinnen werden laut Stad...

»Ich war noch nie in einem Gefängnis«

»Ich war noch nie in einem Gefängnis«

Er ist der russische Jacques Brel, und wenn Michail Schufutinski auf der Bühne steht, dann hat jeder das Gefühl, einen Kumpel vor sich zu haben. Der 61-jährige Moskauer ist den harten Weg gegangen, vom Akkordeonspieler bis nach ganz oben. Am Ende seiner Deutschlandtour sprachen René Gralla und Viktoria Willruth mit ihm.

Seite 13
Gute Alte

Gute Alte

Es gibt Menschen, denen die Natur oder das Schicksal oder die Besetzungsbüros oder die Zuschauergunst ein langes Leben aufbürdet – damit es eine herb-gute Weile dauern kann, ehe der/die Betroffene bekannt werden kann. Christel Peters (Foto: dpa) war so ein Typ. 1916 in Pommern geboren, hat sie seit frühen Jahren Theater gespielt, aber erst das Fernsehen der so flink Popularität versprühenden...

»Wir sind beide völlig uneitel«

Inga Lürsen mag nicht die schillerndste Kommissarin beim Tatort sein – langlebig ist sie allemal: Am Sonntag löst sie ihren 20. Fall. Was sie mit ihrer Darstellerin gemeinsam hat, erklärt Schauspielerin Sabine Postel im ND-Gespräch mit Jan Freitag.

Seite 14

Lüttes Leben

Mir doch egal« hieß das Lied, das sie gemeinsam mit Reinhard Lakomy sang – ein Hit. Vorher war da diese innig herausgeplauzte, fröhlich verschlagerte Sehnsucht: »Ich wünsche mir ein Baby sehr«. Ein Song, bei dem die »Lütte« beides verband: ihre naturellbestimmte Tonkraft und – fast unerwartet – eine kindlich-mollige Sanftheit. Ebenfalls ein Hit. Angelika Mann war eine singende Un...

PLATTENBAU
Sebastian Blottner

PLATTENBAU

Wer aufmerksam Tourpläne verfolgt, hätte schon anfangen können, die 1995 in Lyon gegründeten Babylon Circus zu vermissen. Über Jahre hinweg machte die im Ska und Reggae verwurzelte Band nicht nur auf der Bühne ordentlich Druck, sondern auch in ihrem Terminkalender. Von New York bis London erspielten sie sich eine Fangemeinde. Und dann hörte man plötzlich nichts mehr von ihnen. Doch nun melden sie ...

Sand ins Getriebe
ndPlusHarald Loch

Sand ins Getriebe

Seine Bücher lesen sich gut und verkaufen sich schlecht, er schreibt gegen den Strom und bleibt deshalb unversehrt, er ist längst erkannt und wird deshalb geschmäht oder verschwiegen: Peter O. Chotjewitz wird am 14. Juni 75 Jahre alt. Von Altersweisheit ist sein Schreiben kaum getrübt. »Fast letzte Erzählungen 2« nennt er seine zweite Sammlung von fast 40 kritischen Miniaturen auf gut 300 Seiten. ...

Eine »zauberflötige« Oper
ndPlusRoberto Becker

Eine »zauberflötige« Oper

Längst ist Hans Werner Henze zu einem jedem Parteienstreit enthobenen Nestor der modernen Musik geworden. Einer, der trotz seiner 83 Jahre und angeschlagener Gesundheit heiteren Herzens auf seiner Eigensinnigkeit besteht. Längst gehört es auch zum Ritual, dass das Premierenpublikum dem greisen Komponisten zujubelt, wenn er sich denn aus der italienischen Wahlheimat aufmacht, um die Premiere einer ...

Seite 15

VVN kritisiert Umgang mit Roma-Familien

(ND-Kröger). Die Rückführung von rund 100 Roma mit Hilfe von finanziellen »Ausreisehilfen« nach Rumänien am Donnerstag wurde gestern von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) massiv kritisiert. »Gerade aus Berlin sollte für diese Menschen in Not ein humanitäres Signal ausgehen, aus einer Stadt, in der die Nationalsozialisten die Vernichtung der Ro...

Bernd Kammer

»Was drüdelt den Propf«

Die Enttäuschung über die haarscharf verpasste Wahl ins Europäische Parlament hatte Martina Michels kaum überwunden, da erhielt die Berliner Linksparteipolitikerin überraschende Post: »Sehr geehrte Frau Michels, zu Ihrer Wahl ins Europäische Parlament möchte ich Sie persönlich beglückwünschen ...«, schrieb kein Geringerer als der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka. Sie habe ...

Jana Findeisen

Warten aufs Virus

Seit gestern ist es amtlich: Die Neue Influenza A H1N2 mit dem Spitznamen »Schweinegrippe« hat sich zur weltweiten Pandemie ausgewachsen. Gestern rief die Weltgesundheitsorganisation WHO die globale Warnstufe aus. Rund 29 400 Menschen haben sich bisher weltweit infiziert, 144 Todesfälle werden dem Grippevirus zugerechnet. Das Virus breitet sich zunehmend schneller aus.Auch in Deutschland hat die G...

Wo es dem Federvieh an die Daunen geht
Jan-Manuel Müller

Wo es dem Federvieh an die Daunen geht

»Hier oben herrscht die Natur, nicht der Mensch«, erzählt der Fischer Falk-Arvid Olsen. Wir sind mit seinem Motorboot durch den Archipel Vega, nur knapp unterhalb des Polarkreises unterwegs, zu dem rund 6000 kleine und kleinste Inseln gehören. Ein Himmel wie aus hellem Schiefer spannt sich über die Landschaft. Vor fünf Jahren wurde die Region in Nordnorwegen zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Es i...

Wo die Mark noch was gilt
ndPlusJanine Wergin

Wo die Mark noch was gilt

»Noch DM? Speisen Sie bei uns«, steht auf dem Aufkleber, mit dem Gastronom Jürgen Mittmann am Fenster seines Restaurants Mittmann's wirbt. In das Lokal an der Rungestraße in Mitte kommen viele Gäste, um ihre letzten Mark-Scheine für ein Kalbsschnitzel oder Zanderfilet auszugeben. Deutsche Mark für Essen und Getränke – das ist in Berlin kein Einzelfall. Sieben Jahre nach Einführung des Euro a...

Seite 16
ndPlusBarbara Staacke

Schlosspark Biesdorf im Fokus

Leuchtend blaue Blüten und Blumenrabatten umrahmen die altrosa Fassade des Biesdorfer Schlosses. »Es ist eine Freude, unter den majestätischen Eichen und Platanen zu wandeln«, schwärmt eine Besucherin angesichts der Idylle, die sie nur wenige Meter abseits der vielbefahrenen Bundesstraße 1 umgibt. Allein 250 Rotbuchen haben hier ihren Platz. Der nach historischem Vorbild des ausgehenden 19. Jahrhu...

Tour durch ein Stück unbekanntes Europa
ndPlusAnja Fleischhauer

Tour durch ein Stück unbekanntes Europa

Hundert Meter hinter der EU-Außengrenze werden uns die Pässe abgenommen. Zwei Mitarbeiter der albanischen Tirrenia Navigazione, die an der Auffahrtrampe der Fähre die Tickets kontrollieren, werfen sie in einen Karton. Wir bekämen sie am nächsten Morgen wieder. Dabei war uns eben noch vorgeführt worden, was dieses Dokument wert ist. Während sich die Albaner durch eine Befragung quälen, winken uns d...

Seite 17
ndPlusAnouk Meyer

Theater trotzt Ämtern

»Berlin lacht!« – und staunt über Schwertschlucker und Stelzenläufer, Clowns und Artisten, Puppenspieler und Musiker. Gestern startete zum 6. Mal das internationale Straßentheater-Festival, das bis Sonntag rund um den Mariannenplatz in Kreuzberg stattfindet. An zwei weiteren Wochenenden in diesem Sommer sind die Freiluft-Künstler zu Gast auf dem Alexanderplatz sowie auf dem Kudamm – um...

Maximale Entschleunigung
Volkmar Draeger

Maximale Entschleunigung

Sanfte Musik liegt über einer Szene der Ruhe. In schwarzem Raum bilden elf Wasserschalen von Metermaß auf spiegelglattem Sand ein Halbrund; aus vier birnenförmig hängenden Ballons tropft es sacht in die gefüllten Schalen. Wie fünf Embryos krümmen sich zum Aufschlagen der Tropfen kahlköpfige, geweißte Gestalten in orangefarbenen Lichtkreisen, während ein Stehender in engem Langgewand wie der Welten...

Walderdbeeren, wandern, wundern
ndPlusChristina Matte

Walderdbeeren, wandern, wundern

Es war die schönste Zeit: damals. Damals, als wir jung waren. Als wir – angehende Abiturienten – mit der Klasse auf Fahrt gingen. Spannend die Frage: Wer ging mit wem? Würden sich neue Paare finden? Sachsen, Mecklenburg, Thüringen. Einfache, preiswerte Herbergsquartiere. Toiletten und Waschräume auf dem Gang, Einteilung zum Küchendienst, ein irrer Duft von frischem Heu – der Geru...

Seite 18
Wahlbeteiligung
Bernd Zeller

Wahlbeteiligung

Durch die immer geringer werdende Wahlbeteiligung fühlen sich die Mandatsträger mitunter nicht mehr legitimiert, überhaupt noch etwas zu tun. Diese Blockade muss beendet werden. Eine Wahlpflicht mit Strafe fürs Nichtwählen kann Abhilfe schaffen, würde aber den Parteien Auftrieb verleihen, die mit dem Versprechen, die allgemeine Wahlpflicht wieder abzuschaffen, auf Stimmenfang gehen. Auch würde die...

Wilfried Neiße

Rüstig, interessiert – und alt

Zum 16. Mal wurde gestern in Brandenburg eine Seniorenwoche eröffnet. Familienministerin Dagmar Ziegler (SPD) sprach von einer »tollen Gelegenheit«. Die Linkspartei mahnte die Anerkennung und Bewältigung von Defiziten an.»Die Senioren bei uns sind keine einheitliche Gruppe«, sagte die Ministerin bei der Eröffnung im Potsdamer Stern-Center. Wer heute 50 sei, der zähle sich in der Regel nicht zu den...

Zocker sind wir alle

Zocker sind wir alle

Manchmal lese ich Expertisen, wonach im 21. Jahrhundert die Depression als häufigste und gefährlichste Erkrankung mit Krebs und Herzinfarkt gleichziehen wird. Durchaus ernst zu nehmen, denn Depressionen schwächen den Körper auf vielfältige Weise und sind daher auch eine wichtige Teilursache organischer Leiden.Depressive kritisieren sich übermäßig und denken zu viel über sich und ihre finstere Situ...

Glückwunsch! Sie haben gewonnen!
Peter Kirschey

Glückwunsch! Sie haben gewonnen!

Sie hat es nicht mehr geschafft. Einen Tag vor ihrem 81. Geburtstag starb Margarete Krug aus Berlin-Prenzlauer Berg (Name geändert). Die Ärzte konnten nichts mehr für sie tun, nachdem sie drei Tage zuvor an einer Gehirnblutung ins Koma gefallen war. Geschwächt war sie, doch hatte sie ihren 81. Ehrentag unbedingt im Kreise ihrer Familie feiern wollen. Eine Speisekarte hatte sie vorgeschlagen, gemei...

Seite 19
Der Reformator und der Humanist
Martin Weskott

Der Reformator und der Humanist

Manchmal wunderten sich Leser von Rosemaries Romanen, warum in ihnen so viele aktuelle Bezüge stecken, obwohl sie sich recht genau an die historischen Ereignisse hält. So schrieb ihr verstorbener Ehemann, der Schriftsteller Rudolf Hirsch, im Vorwort zu einem ihrer Bücher. Immer wieder tauchte Rosemarie Schuder (ND-Foto: B. Lange) schreibend in die Geschichte hinab, widmete sich bedeutenden Persönl...

ndPlusVelten Schäfer

Chronik keiner Debatte

Sobald deutsch-polnische Debatten über »Flucht und Vertreibung« den akademischen Bereich verlassen, umweht sie ein Hauch von Tragikomik. Kürzlich ließ sich das an der Berliner Humboldt-Universität beobachten. Welches Thema wäre sonst vorstellbar, bei dem jemand wie Piotr Majewski auf einer Veranstaltung aufträte, die von einem linken »Arbeitskreis Geschichtspolitische Intervention« organisiert wur...

Wie wir uns quälen
Harald Kretzschmar

Wie wir uns quälen

Es ist eine Qual inzwischen. Zwei Vokabeln sollen genügen, vier Jahrzehnte vielfältiges Leben zu erklären. Diktatur und Unrechtsstaat. Ein Gefängnisgedenkdirektor diktiert Ministern mit der Kanzlerin an der Spitze die Wortwahl. Angeblich spricht er im Namen der Opfer. Professorale Deutungsbevollmächtigte von Baring bis Wehler beschwören ein Geschichtsbild von Verzwergung bis Fußnote. Gequälten Ges...

Seite 20

WochenChronik

12. Juni 1964: Während eines Staatsbesuchs von Walter Ulrbicht in der Sowjetunion wird ein Freundschaftsvertrag geschlossen, der die Unantastbarkeit der DDR-Grenzen garantiert und zum gegenseitigen mitliärischen Beistand verpflichtet. 14. Juni 1919: Die britischen Flugpioniere William Alcock und Arthur Brown überqueren als erste Piloten den Nordatlantik mit einem zweimotorigen Doppeldecker. 15. Ju...

Oradour
ndPlusHans-Herbert Nehmer

Oradour

Es ist kaum zu zählen, woran man sich in diesem Jahr alles erinnern soll. Gebetsmühlenartig werden aber immer dieselben Daten von Politik und Medien in den Kampf um die Deutungshoheit deutscher Geschichte geworfen. Es gibt Daten, an denen man sich möglichst nicht erinnern soll, sie verderben den »teutschen« Glorienschein.Sonntagsredner aus der CSU verlangten jüngst, an den Tagen der Sudetendeutsch...

Nach bestem Wissen alles versucht
Rolf Höller

Nach bestem Wissen alles versucht

»Wir Kommunisten sind alle Tote auf Urlaub«, gab sich der Angeklagte im Münchner Hochverratsprozess pessimistisch. Zu den Richtern gewandt meinte er: »Ich weiß nicht, ob Sie mir meinen Urlaubsschein noch verlängern werden, oder ob ich einrücken muss zu Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.»Eugen Leviné war in Marxens Todesjahr in Russland geboren und seit dem 30. Lebensjahr deutscher Staatsbürger. D...

Gröblicher Rufmord an von der Gröben
Ulrich van der Heyden

Gröblicher Rufmord an von der Gröben

Seit Mitte des Jahres 2007 bemühte sich die Fraktion der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg darum, das dort gelegene Gröbenufer umzubenennen. Denn, so meinte man zu wissen, der Namensgeber des Ufers sei – wie auch die »Berliner Zeitung« am 22. April dieses Jahres titelte – ein »Sklavenhändler«. Dieser Tage nun ist die Umbenennung beschlossen worden. Historisch korrekt?

Seite 21
Das Restrisiko im Chaos

Das Restrisiko im Chaos

Die Umrisse irdischer Kontinente auf nebenstehender futuristischer Illustration sind Absicht: Gezeigt wird die Kollision von Erde und Venus. Das ist doch unmöglich, wird mancher sagen. Nein, ist es nicht, nur sehr unwahrscheinlich. Denn obwohl sich die Planeten mit der Präzision eines Uhrwerks um die Sonne zu bewegen scheinen, ist ihre Bewegung nur für einige Millionen Jahre exakt berechenbar. End...

ndPlusWalter Schmidt

Süchtig nach süßen Babys

Beim Anblick eines Babys können selbst in Ehren ergraute Professoren Laute ausstoßen, für die man ihnen sonst viel Geld bieten müsste. Denn wer macht schon gerne freiwillig »Buibuibui« oder »Gudschi-gudschi-gu«? Große, runde Augen, eine kleine Nase sowie rundliche Wangen bei einem im Verhältnis zum Rumpf recht großen Kopf mit hoher Stirn lösen bei Menschen aller Völker die Bereitschaft aus, sich u...

Langer Abgang des Spargels
Reinhard Renneberg, Hongkong

Langer Abgang des Spargels

Bin gerade zurück in Hongkong von einem Besuch in der Heimat. Dort stand Spargel auf fast allen Speisekarten. Mit 50 Hongkong-Dollars (5 Euro) pro Kilo für die meisten Chinesen hier ein zu teures Vergnügen. Dabei ist Spargel (Asparagus officinalis) nicht nur als Delikatesse beliebt, sondern hat (vielleicht wegen seiner Form) auch den hartnäckigen Ruf, ein Aphrodisiakum zu sein. Das nun wäre intere...

ndPlusMartin Koch

Die Geometrie der Schöpfung

In seinen »Bekenntnissen« (geschrieben um 1860) gab Karl Marx auf die Frage, wer sein Held sei, eine Antwort, die niemanden sonderlich überraschen dürfte: »Spartacus«. Doch Marx fügte noch einen zweiten Namen hinzu. Nicht Newton, Kant, Hegel oder Darwin. Nein, er nannte den Namen »Kepler«. Warum er dies tat, ist nicht überliefert. Vielleicht dachte Marx daran, dass Kepler auf dem Gebiet der Astron...

Seite 22
Der Markt als Heiligtum und als Kirche
ndPlusJens Grandt

Der Markt als Heiligtum und als Kirche

Ja, es klingt makaber, doch es muss gesagt sein: Welch ein Glück, die Welt im Umbruch zu erleben. Eine Bank nach der anderen fällt aus dem zwanzigsten Renditenhimmel ins Nichts. Bedeutendste Investmentfonds – längst konkurs. Die Finanzwelt geht beim Staat hausieren. Die Wirtschaft bettelt um Kredit, muss drosseln und – die Kehrseite des »Glücks« – entlassen. Vor Schreck sind den ...

Seite 23
Wo Eisen lebt und Fischadler brüten
Rosi Blaschke

Wo Eisen lebt und Fischadler brüten

Es ist ein Kunst-Ort in vielfacher Hinsicht. Fünf metallene Ungetüme geben ihm den Namen – Ferropolis, Stadt aus Eisen. Auf einer Halbinsel im Gremminer See, auch einem »künstlichen«, zeugen riesige Bagger von der Geschichte der Region und von ihrer Zukunft. Seit 1958 veränderte die Erde hier zwischen Wittenberg und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt ihr Gesicht. Im Tagebau Golpa-Nord wurde Braunk...

Die cleveren Compañeros aus Sapecho
ndPlusKnut Henkel

Die cleveren Compañeros aus Sapecho

Nicolás Mollo Ramírez lässt die braunen Bohnen prüfend durch die kräftigen Finger seiner rechten Hand gleiten. Zufrieden nickend greift er ein zweites Mal in die Masse der Kakaobohnen, die auf einer Bambusmatte in der Sonne trocknen. Etliche Tausend der aromatischen Bohnen hat Pedro Condore auf der langen Matte verteilt, die auf einem Holzgestell befestigt ist. So wie jedes Jahr, wenn die Kakaoern...

Seite 24
Testspiel

Testspiel

Wer schrieb es? Man streitet meistens nicht zu dem Zweck, die Wahrheit zu finden, sondern um sie zu verbergen. Wer war es? Wer ertrank am 13. Juni 1886 unter ungeklärten Umständen im Starnberger See? Womit war es? Womit begann sich am 15. Juni 1977, 18 Monate nach Francos Tod, das von ihm in Spanien etablierte Regime zu demokratisieren? Was war es? Was verabschiedete der Deutsche Reichstag in Berl...

Kinderbuch
Udo Bartsch

Kinderbuch

Zu Hause bei Dodo dreht sich immer alles um dieselbe Person: um Gloria, die Mutter. Denn Gloria ist Opernsängerin, und wenn sie probt, darf die Tochter nicht stören. Zum gemeinsamen Essen bleibt auch keine Zeit. Dodo soll sich eben einfach irgendwo was kaufen. Und nachmittags oder abends ist die Mutter sowieso dauernd unterwegs, entweder an der Oper oder mit Kollegen in einem schicken Lokal. Zu al...

Holunder tut Wunder
ndPlusBrigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Holunder tut Wunder

Robust, anspruchslos und nützlich durchs ganze Jahr – das ist das Geißblattgewächs Holunder (Sambucus). Seit Vorzeiten ist dieser sagenumwobene und viel besungene Strauch ein Begleiter unserer Ahnen, die seine Vorzüge zu schätzen wussten; ob Blüten oder Beeren, Blätter oder Rinde – alles tut uns gut. Früher gehörte zu jedem Haus ein Hollerbusch, der vom Frühlingsblütenwunder bis zum Fr...

»Revolverhelden«
Carlos García Hernández, Schachlehrer

»Revolverhelden«

Vom 22. bis 24. Mai hatte Odessa wieder zu einem Schnellschach-Weltcup eingeladen – und alle maßgeblichen »Revolverhelden« der Schachwelt kamen. Im Finale standen sich zwei verdienstvolle Duellveteranen gegenüber: Boris Gelfand (Israel, 41) und Pjotr Swidler (Russland, 33). Sie haben vier Partien gespielt. Für die beiden ersten hatten die Spieler 20 Minuten plus 5 Sekunden nach jedem Zug, un...

Fantasievoll die Welt erobern
ndPlusRené Gralla

Fantasievoll die Welt erobern

Im Gras liegen und den Wolken nachschauen. Und immer wieder Überraschendes entdecken. Dort hoppelt ein Hase, ein Zauberpferd fliegt über den Horizont, ein Löwe schüttelt das stolze Haupt. Impressionen des Sommers, flüchtig und schön. Das Glück der warmen Tage einfangen, das möchte der Spielemacher Marco Teubner. Der 36-jährige Kulturwissenschaftler aus dem oberbayerischen Antdorf legt keine schöpf...