Ausgabe vom 07.11.2009

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Unten links

Ein freundlicheres Willkommen hatte sich Britney Spears in Australien wohl vorgestellt, wohin sie in Kürze zu einer Tournee aufbricht. Noch bevor sie ihr erstes »Oops« (Deutsch: Ups) von der Bühne hauchen konnte, erteilte ihr die Verbraucherschutzbehörde eine straffe Auflage. »Micky-Mouse-Auftritte« mit bloßen Lippenbewegungen würden nicht akzeptiert bei einem Preis bis zu 200 australischen Dollar...

Offizier lief Amok auf US-Militärbasis: 13 Tote

Ein Militärpsychiater hat am Donnerstag (Ortszeit) auf dem größten Militärstützpunkt der USA ein Blutbad angerichtet – möglicherweise, weil er über seinen bevorstehenden Einsatz in Irak aufgebracht war.

Es sind »nur« 2,8 Prozent
ndPlusRudolf Dreßler

Es sind »nur« 2,8 Prozent

Sechs Wochen nach der Bundestagswahl, wenige Tage vor dem SPD-Bundesparteitag in Dresden, stellt sich für die vom Wahlergebnis gebeutelten Sozialdemokraten die so genannte »Gretchenfrage«: »Quo vadis SPD?« – Wohin gehst du? Macht sich die SPD auf den Weg, ein neues politisches Projekt – alternativ zu Schwarz/Gelb – zu starten, oder will sie sich, wie im Wahlkampf, weiter für Schw...

ndPlusRené Heilig

Frage an Karlsruhe: Beging Klein Kriegsverbrechen?

Nach dem verheerenden Angriff am 4. September auf zwei Tanklastwagen in Afghanistan wird nun die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens entscheiden. Der Angriff war vom Bundeswehroberst Georg Klein befohlen worden. Zu klären ist jetzt, ob in Afghanistan ein bewaffneter Konflikt herrscht. Falls ja, müsste bei der Beurteilung des Vorfalls statt des deutschen Strafrechts internationales Völkerrecht angewandt werden.

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Gabriele Oertel

Auf der Suche nach Selbstbesinnung in Kassel

Das designierte Spitzenduo der SPD, Sigmar Gabriel und Andrea Nahles, reist derzeit durch die Landesverbände, um für gut Wetter für den Dresdener Parteitag vom kommenden Wochenende zu bitten. Bereits an diesem Sonntag treffen sich in Kassel Sozialdemokraten zu einem Basis-Ratschlag, weil ihnen das als Antwort auf das SPD-Wahldebakel nicht reicht.

Weder Modepartei noch AG »Reales Leben«

Am morgigen Sonntag treffen sich rund 100 SPD-Politiker zu einem »Ratschlag« in Kassel, den der Ruch des Aufruhrs umweht. Auch wenn der Organisator, der frühere Juso-Bundesvize Stephan Grüger, jede aufrührerische Absicht heftig bestreitet, wohnt dem Treffen eine Woche vor dem Bundesparteitag in Dresden das Potenzial inne, der Debatte über die Krise der Sozialdemokratie eine neue, womöglich ungeplante Dynamik zu verleihen. Auch deshalb, weil die nach Kassel Reisenden in ihrer Mehrzahl der Parteilinken zugerechnet werden. Für Jens Bullerjahn gilt dies nicht, ein wichtiger Teilnehmer an der innerparteilichen Debatte ist der SPD-Politiker aus Sachsen-Anhalt allerdings. Mit ihm sprachen Gabriele Oertel und Hendrik Lasch.

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Als Ausweg blieb nur ein Tabubruch

Als Ausweg blieb nur ein Tabubruch

Gerhard Lauter, Jahrgang 1950, war seit dem 1. Juli 1989 Hauptabteilungsleiter für Pass- und Meldewesen im Innenministerium der DDR. Als solcher war der Jurist federführend an der Ausarbeitung des am 6. November veröffentlichten neuen Reisegesetzes beteiligt. Heute arbeitet er als Rechtsanwalt in Leipzig. Mit Gerhard Lauter sprach ND-Mitarbeiter Dieter Janke.

Johannes Zang

»Der Messias kommt erst, wenn die Araber weg sind«

Silwan im besetzten Ost-Jerusalem: Mit König David haben die Schwierigkeiten begonnen – das steht fest. Was jedoch am 11. September 2009 tatsächlich in Silwans Viertel Wadi Hilweh vor sich ging, ist wohl nicht mehr genau zu rekonstruieren. Doch der Palästinenser Ahmed al-Qarain wird sein Leben lang an den Folgen zu leiden haben.

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Harald Neuber

Fortsetzung des Putsches

Der Jubel über das Abkommen zwischen Putschisten und legitimer Regierung in Honduras ist Ernüchterung gewichen. Eine Woche nach Unterzeichnung des Pakts sollte eine Einheitsregierung die Geschäfte übernehmen. Ziel war, den »Regierungszustand vor dem 28. Juni wieder herzustellen«. Das musste bedeuten, dass der gewählte Präsident, Manuel Zelaya, in sein Amt zurückkehrt. Dies wäre zugleich eine Vorau...

ndPlusOlaf Standke

Gewalt an allen Fronten

Auch wenn noch nicht alle Hintergründe des Amoklaufs von Fort Hood bekannt sind – diese Bluttat, die bisher schlimmste auf einem US-amerikanischen Stützpunkt, sei unentschuldbar, erklärte der Council on American-Islamic Relations. Die größte muslimische Bürgerrechtsorganisation in »Gottes eigenem Land« dachte dabei fraglos über den Schrecken des Tages hinaus. Denn der Täter ist ein Bruder im...

ndPlusKurt Stenger

Kirchturmpolitik

Die Opel-Beschäftigten an den deutschen Standorten und deren Landesregierungen haben auf Kundgebungen erst mal Dampf abgelassen. Doch wie sollen sich die Arbeitnehmer längerfristig zur Absage des Verkaufs durch General Motors verhalten? Widerstand gegen die GM-Pläne, der in anderen Ländern kaum mitgetragen würde? Oder doch besser sich irgendwie arrangieren? Die Landes- und Bundespolitik, die in Sa...

René Heilig

Hanning geht

Gerade noch hat der Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. August Hanning der Bundestags-LINKEN in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage Bescheid gegeben, weshalb die nicht so zetern sollten, wenn sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden – und schon ist er weg vom Fenster. Doch die LINKE wäre der letzte aller Gründe, den Mann in den Ruhestand zu schicken. Nein, der neue Innenminist...

Warum wurde Elser vergessen?

Warum wurde Elser vergessen?

ND: Sie haben eine Biografie über Georg Elser geschrieben, der vor 70 Jahren, am 8. November 1939, ein Attentat auf Hitler unternahm. Haasis: Einen Sprengstoffanschlag, der Hitler nur um 13 Minuten verfehlte. Elser, damals einer der hellsten Deutschen, hatte früher als andere erkannt, dass Hitler einen Weltkrieg vom Zaun brechen will und es auch nicht bei der Okkupation Polens belassen würde. Ich ...

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Reichsbahn verdiente 445 Millionen

Berlin (epd/ND). Einem Gutachten der Initiative »Zug der Erinnerung« zufolge hat die Deutsche Reichsbahn von 1938 bis 1945 nach heutigem Wert insgesamt 445 Millionen Euro an den Fahrten in die Zwangs-, Konzentrations- und Vernichtungslager verdient. Dabei handele es sich um einen Minimalwert, sagte der Vorsitzende des Vereins, Hans-Rüdiger Minow, am Freitag in Berlin. In der Summe enthalten seien ...

SPD-Länder stellen sich quer

Der neue Bundesratspräsident Jens Böhrnsen (SPD) befürchtet, dass die Steuersenkungspläne der Regierung die Finanzierung von Kinderbetreuung und Bildung gefährden. Vor diesem Hintergrund wurde am Freitag in der Länderkammer über zusätzliche Mittel des Bundes für die Arbeitslosen-Hilfen gestritten.

Marcus Meier

LINKE erwartet nur wenige Kontroversen

Die LINKE in NRW debattiert am Wochenende über ihr Programm für die Landtagswahl 2010, auch die umstrittene Forderung nach Vergesellschaftung zweier Energiekonzerne. Die Landespartei hat an Bedeutung gewonnen. Das stellt sie, aber auch ihre Gegner, vor neue Herausforderungen.

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»Wir behalten das Kruzifix«

Rom/Madrid (dpa/ND). Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat im Streit um das Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ein Machtwort gesprochen. »Wir behalten das Kruzifix«, erklärte der Regierungschef am Freitag in Rom. Das Urteil sei schließlich kein »Zwangsurteil«. Daher würden die Kreuze in italienischen Klassenzimmern hängen bleiben – unabhängig ...

UNO-Plenum billigt Bericht zu Gaza-Krieg

New York (dpa/ND). Die UNO-Vollversammlung hat sich mehrheitlich hinter den sogenannten Goldstone-Bericht gestellt und von Israelis und Palästinensern eine Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen während des Gaza-Krieges verlangt.In einer mit 114 zu 18 Stimmen angenommenen Resolution drohen die Mitgliedstaaten mit einer Einschaltung des Sicherheitsrates, sollte es innerhalb von drei Monaten ni...

»9. November hätte sich angeboten«

»9. November hätte sich angeboten«

Prof. Dr. Hans-Jürgen Döscher lehrt Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück. Er ist Autor eines Buches über die Novemberpogrome 1938, erschienen beim Ullstein-Propyläen Verlag (München/Berlin 2000).

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Rogosin freimütig und verblümt
ndPlusDetlef D. Pries

Rogosin freimütig und verblümt

Dmitri Rogosin, Russlands Ständiger Vertreter bei der NATO, ist für »freimütige, unverblümte und bisweilen provozierende Auftritte« bekannt. Mit eben diesen Attributen wurde sein Vortrag bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik am Donnerstagabend angekündigt.

ndPlusKarin Leukefeld, Amman

Kein Wahlgesetz – kein Wahltermin

Der Präsident der Kurdischen Autonomieregion in Irak, Massoud Barzani, vertritt die Auffassung, dass die im Januar geplanten Parlamentswahlen das gesamte irakische Staatsterritorium umfassen müssen. Das Gebiet um die ölreiche nordirakische Stadt Kirkuk von dem Urnengang auszunehmen, »wäre gegen die irakische Verfassung«. Aber der Status Kirkuks ist weiterhin ungeklärt.

Harald Neuber

Putschisten halten an der Macht fest

Knapp drei Wochen vor dem regulären Wahltermin in Honduras gibt es kaum mehr Hoffnung auf eine Rückkehr zur Demokratie. Das Putschistenregime unter Führung des ehemaligen Parlamentspräsidenten Roberto Micheletti verweigert dem gewählten Präsidenten Manuel Zelaya weiterhin die Rückkehr in sein Amt. Stattdessen versuchen die Machthaber, die Abstimmung unter eigener Kontrolle durchzuführen.

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Blitzabgänge bei Opel

Detroit/Rüsselsheim (dpa/ND). Opel bekommt nach dem Platzen des Verkaufs an Magna eine neue Spitze. Der bisherige GM-Europachef Carl-Peter Forster verlässt nach dpa-Informationen den Konzern. Auch der bisherige Opel-Chef Hans Demant werde das Unternehmen voraussichtlich nicht mehr führen. Forster hatte sich für einen Einstieg des Zulieferers Magna bei Opel ausgesprochen und die Kehrtwende von GM u...

ndPlusUlrike Henning

Dauerstress in der Klinik

Der Marburger Bund (MB), der das Gros deutscher Klinikärzte vertritt, debattiert auf seiner 116. Hauptversammlung in Berlin Fragen einer neuen Sicherheitskultur im Gesundheitswesen. Auch Vorhaben der neuen Regierungskoalition waren Thema.

Aert van Riel

Investitionen nach der Scharia

Von der Finanzkrise waren islamische Banken weniger betroffen, manche konnten sogar Wachstum erzielen. Zudem expandieren sie nach Westeuropa. Anfang nächsten Jahres wird erstmals in Deutschland eine islamische Bank eine Zweigstelle eröffnen.

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Mittal kauft Escada

München (dpa/ND). Der insolvente Luxusmodehersteller Escada wird an die Familie des indischen Stahlmilliardärs Mittal verkauft. Insolvenzverwalter Christian Gerloff unterzeichnete nach Unternehmensangaben vom Donnerstagabend den Vertrag mit einem Trust der Familie. Treibende Kraft der Übernahme soll Megha Mittal sein, die 33-jährige Schwiegertochter des Stahlunternehmers Lakshmi Mittal. Der Entsch...

Pessimismus vor Gipfel in Kopenhagen

Barcelona (AFP/ND). Umweltorganisationen befürchten ein Scheitern des Weltklimagipfels im Dezember in Kopenhagen. Sie warnten vor einem weiteren Aufschub klarer und verbindlicher Festlegungen. »Kopenhagen muss ein Erfolg werden, einen Plan B gibt es nicht«, erklärte der politische Geschäftsführer von Germanwatch, Christoph Bals, am Freitag zum Abschluss der UN-Vorkonferenz in Barcelona. »Beim derz...

ndPlusKarin Leukefeld, Damaskus

Mit einem Job reicht das Geld nicht

Die hohe Arbeitslosigkeit trifft den Mittleren Osten hart. Zwischen 11 und 13 Prozent der arabischen Bevölkerung müssen derzeit ohne Job über die Runden kommen. Und auch die, die arbeiten, leiden unter gestiegenen Preisen und niedrigen Löhnen.

ndPlusHans-Gerd Öfinger, Frankfurt am Main

Sozial ist gut fürs Image

Über praktische Erfahrungen mit Unternehmensmitbestimmung und gesellschaftlicher Verantwortung von Weltkonzernen (Corporate Social Responsibility, CSR) diskutierten in Frankfurt am Main zwei Tage lang Gewerkschafter, Betriebsräte, Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten und Wissenschaftler. Eingeladen hatte die DGB-nahe Hans-Böckler-Stiftung.

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ndPlusJürgen Amendt

Privat-TV, werbefrei

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die Zeiten, in denen wir gebührenfrei private Vollprogramme schauen konnten, sind vorbei. Wegen sinkender Werbeeinnahmen denken Sender wie Sat.1 oder Pro 7 laut darüber nach, zumindest Teile ihres Programms nur noch gegen Bares zu zeigen. In dem seit rund 25 Jahren dauernden Kampf zwischen den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten und den Privatsendern scheint...

Neues Licht

Die »Tiffany Girls« aus New York – das war keine Formation Bein schwingender Damen aus einem Cabaret, es war auch keine musikalische Girl-Group. Die »Tiffany Girls« waren jene über 30 Frauen, die in den legendäre Tiffany-Studios die weltberühmten Tiffany-Lampen gestalteten. Diese inzwischen im Fachhandel  hoch gehandelten Kreationen aus buntem Glas und Blei, aus denen man Lampen, aber auch F...

Träume und Trümmer
Hans-Dieter Schütt

Träume und Trümmer

Gertrud, Schleefs Mutter: lebenslange Gewährsfrau und Medium des Sohnes. Sie ist Einars Notwehr, als der Regisseur und Bühnenbildner in den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts die ihn mürbende DDR verließ und im Westen Herr seiner Verlorenheiten und Verstörungen und Verstiegenheiten werden wollte. Werden musste. Es nicht konnte. Er schreibt über Gertrud so, wie man ein Rauschmittel nimmt; die ...

Seite 11
PLATTENBAU
Michael Saager

PLATTENBAU

Nein, besonders lustig ist es bestimmt nicht, Teil der Hamburger Band Die Goldenen Zitronen zu sein. Wer Peter Otts in jeder Beziehung aufschlussreichen Zitronen-Dokumentarfilm »Ausgereifte übriggebliebene Haltungen« aus dem letzten Jahr angeschaut hat, wird es vielleicht ähnlich sehen. Ernst, geradezu verbissen scheint es bei den Aufnahmen zuzugehen. Und keine Frage, wer das Sagen hat: Ted Gaier ...

Rattengift und Schattenspiel
ndPlusRoberto Becker

Rattengift und Schattenspiel

Anders als bei Shakespeare und Verdi geht es bei der Lady Macbeth von Dmitri Schostakowitsch nicht um den politischen Königsmord. Bei dieser russischen Lady aus dem Mzensker Bezirk, die mit bürgerlichem Kaufmannsnamen Katerina Ismailowa heißt, geht es »nur« um katastrophale individuelle Befreiungsversuche: mit einer Portion Rattengift vom despotisch altersgeilen Schwiegervater; vom die Affäre mit ...

ndPlusGunnar Decker

Requiem für einen Denker

Am Anfang erinnern sie sich noch gemeinsam. Wie er nach dem Krieg in seinem Zimmer im Mantel saß, in dem der Ofen nicht geheizt war, obwohl draußen vor der Tür abgesägte Besenstiele darauf warteten, verfeuert zu werden. Wie sie sich von ihm Griechischunterricht geben lassen wollte und ihm dafür den Ofen heizte. »Griechisch habe ich nicht gelernt, aber den Ofen heize ich noch immer.« Inge Jens lach...

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ndPlusOliver Händler

Kalte Füße

Spaniens Fußballklubs haben kalte Füße bekommen. Erst drohten sie, den nächsten Spieltag ausfallen zu lassen, weil die Regierung ihren ausländischen Stars ans Geld will. Jetzt wollen Barca, Real und Co. davon nichts mehr wissen und lieber verhandeln. Sie hatten ihre Macht wohl etwas überschätzt. Spitzenprofis aus dem Ausland müssen in Spanien per Ausnahmegesetz viel weniger Steuern zahlen als in a...

ndPlusLars Becker (SID), München

Dreckig zum Erfolg

In der Champions League fast draußen, in der Bundesliga nur Sechster – vor dem brisanten Duell gegen Schalke 04 steht Louis van Gaal bei Bayern München mit dem Rücken zur Wand. »Es ist nicht nur Druck auf dem Trainer, sondern auf dem ganzen Verein und auf den Spielern«, sagte Mannschaftskapitän Mark van Bommel. Louis van Gaal, berichtete er, habe sich allerdings trotz der angespannten Situat...

ndPlusThomas Nowag, SID

Mit Hochgefühl ins Kellerduell

Ein Hauch von Wende liegt in der Berliner Luft. Als selbst Sorgenkind Artur Wichniarek wieder einmal das Tor getroffen hatte und die Spieler mit ihren erlösten Fans Versöhnung feierten, war das Selbstvertrauen der maladen alten Dame Hertha BSC urplötzlich zurück. Die Kampfansagen für das Bundesliga-Kellerduell mit dem 1. FC Köln ließen nicht lange auf sich warten. »Das ist ein Endspiel. Wir dürfen...

ndPlusJürgen Holz

Mitnehmen, was zu holen ist

Heute kommt es zu einem Dauerbrenner im deutschen Männer-Volleyball: Der Serienmeister und Titelverteidiger VfB Friedrichshafen empfängt den Erzrivalen SCC Berlin. Während das Starensemble vom Bodensee mit fünf Siegen in fünf Spielen und lediglich zwei verlorenen Sätzen gegen Vizemeister Haching und Düren eindrucksvoll in die neue Saison gestartet ist, sind die Berliner enttäuschender Tabellenfünf...

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ndPlusTobias Riegel

Langer Atem und Lorbeeren

Einen erfreulichen Grund, die versammelte Journaille warten zu lassen, hatte Berlins frisch gebackene Sozialsenatorin Carola Bluhm (LINKE) vergangenen Mittwoch. »Das glauben Sie mir nie«, eröffnete sie orakelnd und verspätet das Pressegespräch – und meinte mit »das« den Spender des großen Blumenstraußes, den sie mit sich führte. Der Hauptpersonalrat – normalerweise der natürliche Gegne...

Klinikum weist Vorwürfe zurück

(dpa). Der 40-jährige Berliner, der an der Schweinegrippe erkrankt war, ist durch eine vom Schweinegrippe-Virus ausgelöste Lungenentzündung gestorben. Das ergab die Obduktion am Freitag, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Martin Steltner sagte. Bei der Obduktion seien keine weiteren Erkrankungen festgestellt worden. Bislang war unklar, ob die Schweinegrippe tatsächlich die Todesursache war od...

Gedenkstätte der Wende-Euphorie
Birgit v. Criegern

Gedenkstätte der Wende-Euphorie

Die »längste Open-Air-Galerie der Welt« zeigt sich wieder im neuen Glanz. Kurz vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls ist die Sanierung der East Side Gallery beendet. Das Festzelt an der Mühlenstraße war überfüllt, Medienvertreter drängten sich zur Einweihung durch die Künstlerinitiative East-Side-Gallery e. V. und den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Der »Bruderkuss«, der Trabi, der ...

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MTV Awards

(dpa). Erst spielte U2 am Brandenburger Tor, dann durfte sich Tokio Hotel über einen Preis bei den MTV Europe Music Awards freuen. Große Gewinnerin bei der Show am Donnerstagabend in der Berliner O2 Arena war aber US-Sängerin Beyoncé, die gleich drei Auszeichnungen erhielt. Die R & B-Musikerin wurde als beste Künstlerin, für den besten Song und das beste Video geehrt. Tokio Hotel, als beste Ba...

Joe Lovano nicht beim JazzFest

(ND/Grünfeld). Kleine Besetzungsveränderungen sind bei großen Festivals an der Tagesordnung. Doch der plötzliche Ausfall Joe Lovanos stellt beim JazzFest Berlin 09 einen ganzen Programmblock in Frage. Angekündigt war für diesen Samstag ab 20 Uhr ein Konzert des weltbekannten Saxofonisten und Blue-Note-Stars mit dem Trio des 91-jährigen Pianisten Hank Jones. Joe Lovano wird jedoch zu diesem Auftrit...

Auf der goldenen Erbse

(dpa). Auftakt zu märchenhaften Tagen in Berlin: Mit den diesjährigen Preisträgern der »Goldenen Erbse« Sabine Christiansen, Reinhold Messner und Dirk Roßmann sind am Donnerstagabend die 20. Berliner Märchentage eröffnet worden. Sie stehen unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) und des Auswärtigen Amtes, zur Eröffnung der Gala im Goya am Nollendorfplatz kam ...

Antje Rößler

Kreative Ausbeutung

Outsourcing in Billiglohnländer – da denkt man an teppichknüpfende Kinderhände und stumpfsinnige Fabrikarbeit. Dabei hat die Auslagerung von Arbeitsplätzen längst auch qualifizierte Tätigkeiten erreicht. Ja, sogar höchst kreative Schaffensprozesse lassen sich an entfernte Subunternehmer delegieren, wie der Komponist Johannes Kreidler beweist. »Fremdarbeit« nennt der 29-Jährige seine Kunstakt...

ndPlusMatthias von Viereck, dpa

Die nächtliche Revolution

Vor 20 Jahren fiel in Berlin nicht nur die Mauer, sondern auch der Startschuss für eine einmalige Clubkultur. Die zweite friedliche Revolution, derer man sich dieser Tage erinnert, fand des Nachts statt: in Kellern, Gaststätten und Lagerhallen der sich verabschiedenden DDR. Das Stadtleben profitierte vom Leerstand, ungeklärten Eigentumsverhältnissen, anarchischen Zuständen. »Wir haben damals Kelle...

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Lichterputzen für den Winterdom

Hamburg (dpa/ND). Letzter Lampentest: Ein Arbeiter überprüft in Hamburg auf dem Gelände des Winterdoms Glühbirnen eines Fahrgeschäfts. Das größte Volksfest des Nordens findet vom 06. November bis 06. Dezember 2009 auf dem Hamburger Heilgengeistfeld statt. Das Fest hat seine historischen Ursprünge im 11. Jahrhundert. Im damaligen Hamburger Marien-Dom suchten Händler und Handwerker, aber auch Gaukle...

ndPlusUwe Kraus, Allrode

Deutschland einig Wanderland

Rund 600 000 Mitglieder zählen die 58 Einzelvereine des Deutschen Wanderverbandes. In Allrode (Landkreis Harz) zieht eine Fachtagung des Verbandes 20 Jahre nach dem Mauerfall Bilanz.

Antje Stiebitz

Gedenken an die Opfer der Pogromnacht

Angehörige der SS und SA verprügelten und ermordeten jüdische Bürger auf offener Straße. Hunderte von Synagogen wurden in Brand gesetzt, Friedhöfe geschändet und tausende jüdische Wohnungen und Geschäfte zerstört. Der geschichtsträchtige 9. November erinnert nicht nur an den Mauerfall, sondern ebenso an die Reichspogromnacht vor 71 Jahren. Mit der Pogromnacht begann die radikale Phase der Judenver...

ndPlusWilfried Neiße, Potsdam

CDU-Abgeordneter stört Platzecks Vereidigung

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ist am Freitag im ersten Wahlgang des Landtages wiedergewählt worden. Für ihn votierten 54 Abgeordnete, drei weniger als SPD und LINKE Sitze haben.

Seite 18
ndPlusAndreas Fritsche

Biografien von Antifaschisten

Worum sich der Verein zur Sammlung antifaschistischer Biografien kümmert, das geht klar aus seinem Namen hervor. Die derzeit elf Mitglieder tragen Bücher zusammen, gehen jedoch auch mit dem Aufnahmegerät zu Widerstandskämpfern und lassen sich deren Leben erzählen. In der Potsdamer Hessestraße wird der Verein spätestens ab Januar sein Domizil finden. Das ermöglicht die Stiftung des mittelständische...

Horst Bethge, Hamburg

Lehrstunde für die Gucci-Fraktion

Vor 90 Jahren beschloss die Hamburger Bürgerschaft das »Gesetz über die Einheitsschule«. Die LINKE lud zu einer historischen Protokoll-Lesung ein.

ndPlusSusanne Rytina, dpa

Letzter Ausweg Campingplatz

Viele kennen das nur aus dem Fernsehen: Wegen der Krise verloren in den USA viele Menschen ihr Haus und leben seitdem in Wohnwagen an den Stadträndern. Doch auch in Deutschland gibt es solche Schicksale.

Velten Schäfer, Schwerin

Streit um des Kaisers Saal

Greifswald ist die Stadt der Namenskonflikte: Während der Streit um den Uni-Patron Ernst Moritz Arndt auf einen neuen Höhepunkt zusteuert, soll in der Bürgerschaft um den Namen eines Festsaals gestritten werden.

Seite 19
Der Kuss
Marika Bent

Der Kuss

Zum Jubiläum des Mauerfalls wurde die East Side-Gallery komplett saniert. Auch der berühmte Bruderkuss von Dimitri Wrubel strahlt in neuer Farbigkeit. Sein Motiv fand der Künstler einst auf einem Foto.

Seite 20
ndPlusBernd Zeller

Mauereröffnung

Besonders zu den Jahrestagen, erst recht zu den runden, wird eifrig die Frage diskutiert, ob die Maueröffnung wirklich historisch notwendig war. Bekanntlich sollte der planmäßige Übergang der Bevölkerung über die Grenzübergangsstellen später, nach Erledigung der Formalitäten erfolgen, aber das in Schabowskis Pressekonferenz geäußerte »sofort«, das im herkömmlichen Sprachgebrauch als demnächst geme...

Teilungen und Spaltungen

Teilungen und Spaltungen

Es gibt Geschichten, die im Gedächtnis haften und wohl dieselbe Faszination ausüben wie Pannenshows in den Privatsendern. Sie illustrieren Murphys Law, dass 1. schiefgeht, was immer schief gehen kann, und dies 2. gerade in dem Augenblick, in dem die Folgen besonders verheerend sind. Das Marmeladebrot fällt also nicht nur auf die falsche Seite, sondern tut das bevorzugt dann, wenn man soeben die he...

Die Kaderschmiede
Simone Schmollack

Die Kaderschmiede

Wenn Kinder in der DDR etwas bis an ihr Lebensende konserviert haben, dann den Geruch der Schulküche. Die lag meist im Keller, und schon kurz nach zehn roch es im gesamten Haus nach der großen Pause. Das ist der Stoff, aus dem Schulgeschichten sind. Jetzt gibt es ein neues »Schulbuch«. Knut Elstermann hat es geschrieben, es heißt »Klosterkinder« und erzählt vom »Grauen Kloster«, einem Elitegymnasi...

Seite 21
Erhard Crome

Novemberperspektiven

Geschichte experimentiert nicht. In den historischen Kämpfen tritt stets nur das zutage, was in der jeweiligen geschichtlichen Konstellation bereits angelegt ist: an materiellen und politischen Kräften, Ideen, Programmen und Perspektiven. Die einen Auseinandersetzungen zur Tragödie und andere zur Farce zu erklären, ist unter dem Blickwinkel der weltphilosophischen Interpretation sicher berechtigt,...

Seite 22
Paradoxon
ndPlusJörg Roesler

Paradoxon

Die Auffassung davon, was unter Revolution zu verstehen sei, habe sich wiederholt gewandelt; zu keinem Zeitpunkt sei die Meinung darüber, welche historischen Ereignisse diese Ettiketierung verdienen, einhellig gewesen. Dies bemerkte Jürgen Kocka auf einer Konferenz der Leibniz-Sozietät dieser Tage in Berlin zu Ehren der großen DDR-Historiker Ernst Engelberg und Walter Markov. In Anlehnung an den v...

Horst Klein

Warum kein einziger Schuss fiel

»Da waren 70 000. Sie mussten mit dem Schlimmsten rechnen, denn es gab klare Drohungen ... In den Betrieben wurden die Belegschaften angewiesen, die Innenstadt zu meiden, denn da werde Blut fließen. In den Schulen wurde den Kindern gesagt: Geht nicht in die Stadt heute, da könnte ›etwas Schlimmes‹ passieren. Das Wort von der ›chinesischen Lösung‹ machte die Runde &ndash...

Seite 23

Meere und Böden im Blick

Seit Wochenbeginn umkreist der Erdbeobachtungssatellit SMOS der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA die Erde. Das Hightech-Gerät soll bei der weltweiten Überwachung des Klimawandels eine wichtige Rolle spielen, indem es Daten über den Salzgehalt an der Oberfläche der Ozeane und über die Bodenfeuchte sammelt. Diese werden vor Ort durchgeführte Messungen ergänzen und damit eine weltweite Überwach...

ndPlusReimar Paul

Marsatmosphäre simuliert

Mit einem eigenen Raumschiff will die Europäische Weltraumorganisation ESA im Jahr 2016 auf dem Mars landen. In Göttingen wird dafür derzeit geübt. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) simulieren dort die Marsatmosphäre, genauer: Welchen Einfluss hat diese auf eine sie durchfliegende Landekapsel? »Die Marsatmosphäre ist völlig anders als die Luft der Erde«, sagt Klaus Hann...

Martin Koch

Physik und Geisterbeschwörung

Jahrhunderte lang interessierten sich die Astronomen vor allem für die Bewegung der Himmelskörper, die zu diesem Zweck als strukturlose Massenpunkte betrachtet wurden. Das änderte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als einige Wissenschaftler begannen, auch nach der physischen Beschaffenheit kosmischer Objekte zu fragen. Dabei entstand eine neue Forschungsdisziplin, für die der deutsche Physik...

ndPlusGert Lange

Wie Spitzbergen nach Europa kam

Gewaltige Kontinentalplatten stoßen aufeinander, schieben sich untereinander und sorgen für verheerende Erdbeben. Was bringt die Erdkruste in Bewegung? Wir wissen: Die Impulse für die Verschiebung geologischer Platten gehen von den mittelozeanischen Rücken aus, tiefen Rissen in der Erdkruste, aus denen Magma empor strömt, wo ständig neue Erdkruste gebildet wird. Dieser Prozess drückt die ozeanisch...

Seite 24

Die SPD ist fremdbestimmt

ND: In Ihrem neuen Buch »Meinungsmache« beklagen Sie die zunehmende Manipulation der Wähler durch Netzwerke aus Politik, Medien und Wirtschaft. Ist der schwarz-gelbe Wahlsieg eine Folge dieser Meinungsmache? Müller: Ja. Jene Menschen und Gruppen in Deutschland, die über viel Geld und viel publizistische Macht verfügen, haben bereits vor längerem entdeckt, dass sie politische Entscheidungen vorbere...

Seite 25
Friedrich Weißdorn, Peking

Bei Ye und die lieben Nachbarn

Ob denn einer seiner Zuhörer wüsste, welches in China die einzige wirklich demokratisch gewählte Amtsperson sei, die sogar von der Regierung anerkannt werde. So begann Bei Ye seinen Vortrag auf einer Pekinger Konferenz über »Zivilgesellschaft«. Jemand aus dem Publikum murmelte: »Dorfvorsteher«. Aber das ließ der Schriftsteller nicht gelten: Nein, es handele sich um die Vorsitzenden der Hauseigentü...

Im wilden Wald der Franken
ndPlusHarald Lachmann

Im wilden Wald der Franken

»Wollt ihr nicht doch ein Lunchpaket mitnehmen?«, fragt Kristina Wimmer mit treusorgendem Blick, während wir die Rucksäcke schultern. »Ein bissel anstrengend wird es schon!« Einfach wohltuend, wie einen die junge Wirtin des kuscheligen Hotels Am Rosengarten in Bad Steben betüddelt. Als passionierte Nordic Walkerin weiß sie halt, was ein Hungerast ist. Aber hatte sie nicht beim Frühstück gesagt, di...

Seite 27
ndPlusStephan Brünjes

Schnüffeln, schnippeln, schlemmen

Nein, so wird das nichts: Mit einem zaghaften »such, such« will Reto, ein schweizerischer Gast, die beiden Trüffelspürhunde zum Buddeln unter eine Eiche animieren. Doch die beiden schauen nur hilfesuchend zu Herrchen. Guiseppe Donini heißt er, sieht aus wie Fußballtrainer Trappatonis jüngerer Bruder und bietet Camilla und Boss, seine vierbeinigen Trüffel-Detektive, nun noch anderen Teilnehmern die...

Seite 28

Volle Kanne!

Der Erlebnisbauernhof in Rövershagen (Kreis Bad Doberan) hält nach eigenen Angaben den Weltrekord im Sammeln von Kaffeekannen. »Wir haben jüngst für unsere 13 267 Kannen die Bestätigung vom Londoner Guinnessbüro bekommen, samt Urkunde«, heißt es aus Rövershagen. Die Kannensammlung im nordsächsischen Oschatz zählt allerdings laut Stadtverwaltung inzwischen sogar 18 179 Exemplare. Die Rövershagener ...

Testspielauflösung vom 30.10.

Preisfrage: Bonn wird endgültig als Hauptstadt der Bundesrepublik bestätigt. – Die drei Gewinner der ND-Überraschung, die wie immer unter allen richtigen Einsendungen ausgelost wurden, sind: Susanne Hopp, Schwerin, Helmut Meyer, Gardelegen, Sigrid und Albert Armbruster, Plauen. Wer schrieb es? Robert (Edler von) Musil (6. November 1880 - 15. April 1942), österreichischer Schriftsteller. Wer...

Das einsamste Mädchen der Welt
Udo Bartsch

Das einsamste Mädchen der Welt

Als Aubreys Mutter unerwartet verschwindet, bedeutet dies für die Elfjährige zunächst: Cracker zum Frühstück, Cracker zum Mittag, Cracker zum Abendbrot. Und Fernsehen, solange sie will. Doch als die Mutter auch nach mehreren Tagen nicht wieder auftaucht, bedeutet es: Angst. Niemand soll etwas merken. Denn andernfalls befürchtet Aubrey, in einem Heim zu landen. Und gewiss wird die Mutter dann bestr...

Testspiel: Wissen, lernen und gewinnen!

Testspiel: Wissen, lernen und gewinnen!

Wer schrieb es? Freiheit ist ein Gut, dessen Dasein weniger Vergnügen bereitet als seine Abwesenheit Schmerzen. Wie heißt er? Am 9. November 1799 stürzte Napoleon Bonaparte per Staatsstreich das Direktorium, die letzte Regierung der französischen Revolution. Wie heißt das Datum im Republikanischen Kalender? Wer war es? Welcher monarchiekritische deutsche Journalist, erst lange Mitglied der SPD, sp...

Beliebt und lästig

Marienkäfer sind wegen ihrer Schönheit und ihres guten Rufes als Blattlausfresser beliebt. Gelegentlich werden sie allerdings zur Massenplage. Lästig können sie auch sein, wenn sie im Herbst auf der Suche nach einem Winterquartier ins Haus eindringen. Während 2008 im eigenen Garten kaum ein Marienkäfer zu sehen war und es hier daher im Frühjahr 2009 keinen Nachwuchs gab, setzte dann plötzlich eine...

Doch noch geknackt
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Doch noch geknackt

In der letzten EM-Runde ging es um die Entscheidung, ob Russland oder Aserbaidschan als Sieger das Turnier verlssen. Russlands Partien gegen Spanien waren 2:2 ausgegangen. Aserbaidschan musste nun gegen Holland gewinnen, um die Goldmedaille zu holen. Drei Partien waren schon mit Remis notiert worden, doch am zweiten Brett kämpften noch Vugar Gashimow (Aserbaidschan; 23) und Daniel Stellwagen (Holl...

Schon der gütige Shiva würfelte einst das Schicksal aus

Schon der gütige Shiva würfelte einst das Schicksal aus

Eine beklagenswerte Zeitverschwendung sei es, wenn sich die Leute den lieben langen Tag mit Essen voll- stopften, ohne etwas für ihren Geist zu tun. So hatte bereits Konfuzius vor zweieinhalb Jahrtausenden gemahnt. Entschieden besser sei es da, seinen Verstand zu fordern beim »XiangQi», dem chinesischen Schach. Seit unzähligen Generationen gehört das Spiel deshalb zum Alltag der Menschen in Asien. Darüber spracht ND-Autor RENÉ GRALLA mit dem Hamburger CLAUS VOIGT (57), der ein Buch speziell über »Asiatische Spiele« verfasst hat.