Schon seit Brokdorf aktiv

Schon seit Brokdorf aktiv

ND: Sind Sie privat schon auf Öko-Strom umgestiegen?Bollmann: Ja, natürlich, aber nicht erst jetzt, das läuft schon seit einiger Zeit. Meine Frau und ich hatten zunächst noch den sauberen Stromtarif von der HEW (Hamburger Electrizitätswerke – d. Red.) bezogen, nach dem Verkauf an Vattenfall sind wir dann zu einem echten Öko-Stromanbieter gewechselt.Sie sprachen diesen Sonnabend nicht zum ersten Ma...

ndPlusLotte Schwarz

Eingestürzte Brücken

Das Meer der Anti-Atom-Flaggen war gewaltig. In Berlin forderten mehr als 100 000 Demonstranten „Fukushima mahnt – alle AKWs abschalten!“.

Rudolf Stumberger

Breites Bündnis gegen AKWs

Getragen von einem breiten Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaft und Organisationen protestierten 40.000 Menschen in München an vergangenen Samstag gegen die Nutzung der Atomkraft. Mit Plakaten und Parolen wie „Für die Zukunft unserer Kinder" und „Keine Deals mit der Atom-Lobby" skandierten sie immer wieder „Abschalten" und forderten das Aus für die Atomkraftwerke. Zuvor wurde in einer Schwe...

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Unten links

Wichtige Indikatoren für den Zustand der Gesamtwirtschaft sind die Hersteller von Musikinstrumenten. Während zu Krisenzeiten in der Bevölkerung besonders die Nachfrage bei Zithern und Zagen regelmäßig steigt, ordert die herrschende Politik vorrangig Streichinstrumente, aber auch Flöten, um der unbotmäßigen Opposition die entsprechenden Töne beizubringen. Dieser Tage nun wurde gemeldet, dass nach e...

Abstürze

Zwar zögert man angesichts der Ereignisse in Japan, von einem Erdbeben zu sprechen. Doch ein politischer Erdrutsch ist es schon, der sich in Baden-Württemberg abgespielt hat. Und der hat wahrscheinlich mit Japan zu tun. Die 58-jährige Regierungszeit der CDU endet wohl – auch, weil ihr Lavieren in der Atomdebatte nicht glaubwürdig und das von Stefan Mappus besonders hilflos wirkte und weil das Vert...

Anti-Atom-Bewegung zeigte ihre Strahlkraft

Anti-Atom-Bewegung zeigte ihre Strahlkraft

Mit Massendemonstrationen setzte die Anti-Kernkraft-Bewegung in Deutschland am Wochenende ein eindrucksvolles Zeichen ihrer Stärke. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg bekam die CDU die Quittung für ihren Schmusekurs mit den Atomkonzernen. Derweil werden die Meldungen aus Japan immer alarmierender.

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Flach gehalten

Das ZDF interviewte gestern auch Politiker der LINKEN zu ihrem Abschneiden in beiden Wahlen. Es sagte der Parteivorsitzende Klaus Ernst: »Wir haben unser Ergebnis halten können, in Rheinland-Pfalz sogar zugelegt. … Wir werten das Ergebnis nicht als Katastrophe.« Es sagte Ulrich Maurer, Parteibildungsbeauftragter im geschäftsführenden Parteivorstand und Bundestagsabgeordneter aus Baden-Württemberg: »Wir haben, glaube ich, sehr viele Stimmen den Grünen gegeben.« Es sagte Tanja Krauth, Spitzenkandi...

Kein Dialog in Amman

Amman (dpa/ND). Nach den blutigen Zusammenstößen in Jordanien, bei denen zwei Menschen getötet und weitere 120 verletzt worden waren, liegt der von König Abdullah II. angestoßene Reform-Dialog in Scherben. Die Islamische Aktionsfront (IAF), die stärkste Oppositionspartei des Landes, kündigte am Samstag an, den von Ministerpräsident Maruf Bachit geleitete Nationalen Dialog-Ausschuss zu verlassen. A...

Wieder Tote in Syrien

Damaskus (AFP/ND). Unter dem Druck der Protestbewegung hat die syrische Führung die Aufhebung des seit fast fünf Jahrzehnten geltenden Notstandsgesetzes beschlossen. Die Behörden hätten die Entscheidung zur Aufhebung bereits getroffen, sagte Präsidentenberaterin Bussaina Schaban am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Staatschef Baschar al-Assad werde sich »sehr bald« an sein Volk wenden, kündigte ...

Anna Maldini, Rom

Unwürdige Lage in Lampedusa

In der Nacht zu Sonntag erreichte ein erstes Flüchtlingsboot aus Tripolis die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa. Angaben der Küstenwache und von Hilfsorganisationen zufolge waren fast 300 Menschen an Bord, vor allem Eritreer und Äthiopier, die vor der Gewalt in Libyen geflohen waren.

ndPlusKarin Leukefeld

Machtkampf in Jemen spitzt sich zu

Im Jemen geht der Kampf um die Macht weiter. Zehntausende trotzen im Zentrum der Hauptstadt Sanaa weiter dem Ausnahmezustand und fordern den sofortigen Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Der erklärte am Donnerstag seine Bereitschaft zum Rücktritt, sobald sich ein »fähiger Nachfolger« gefunden habe.

Hans-Gerd Öfinger, Mainz

König Kurt bleibt

Die SPD verliert in Rheinland-Pfalz deutlich – bleibt aber trotzdem vorne. CDU-Herausforderin Julia Klöckner kommt an SPD-Regierungschef Kurt Beck nicht vorbei. Die FDP fliegt aus dem Landtag – und die LINKE schafft es nicht hinein.

ndPlusBarbara Martin, Stuttgart

Schwaben wählten grün

Ein Wahlkrimi war Baden-Württemberg vorausgesagt, und den erlebten die Schwaben gestern Abend. Ob die Sensationen, die sich ankündigten, tatsächlich eintreten würden, war bei Redaktionsschluss aber noch unklar.

Angriffe auf Libyen rund um die Uhr

Die massiven Luftangriffe der westlichen Koalition gegen Einheiten des libyschen Staates hielten am Wochenende an. Die Truppen sollen im Osten des Landes den Rückzug angetreten haben, dicht gefolgt von jubelnden Aufständischen.

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ndPlusSarah Liebigt

Von allen guten ...

Kerzen stehen da, verwelkte Blumen liegen herum und handgeschriebene Abschiedsworte. Doch das hier sind keine Beileidsbekundungen für Japans Katastrophenopfer. Hier hat der kleine Tierfreund seine Spuren vor Knuts Gehege hinterlassen. Der Berliner Eisbär ist vor einer Woche gestorben. Und in den vergangenen Tagen gebärdeten sich einige seiner Fans, als seien sie von allen guten Geistern verlassen....

ndPlusOlaf Standke

Protest gegen Cameron

Nach dem heftigen Londoner Säbelrasseln in Sachen Libyen karikierten Zeitungen auf der britischen Insel Premierminister Cameron vor vier Wochen als Möchtegernkriegsherrn, der versucht, seine innenpolitischen Probleme auf dem Schlachtfeld zu übertönen. Am Wochenende wurde der Tory daran erinnert, dass aller Bombenlärm in Nordafrika die sozialen Proteste im eigenen Land nicht kaschieren kann. Hunder...

Nicht so gemeint!

Die hohe Kunst der Politik besteht darin, verbale Ausfälle so umzudeuten, dass sie auf einmal politisch opportun erscheinen. Der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich versucht sich gerade an dieser Kunst. Pünktlich zur Islamkonferenz, die am morgigen Dienstag erstmals unter seiner Leitung tagt, gibt der CSU-Mann zu Protokoll, Muslime gehörten selbstredend zu Deutschland. Wer etwas anderes ...

ndPlusVelten Schäfer

Pechvogel

Hat man bei der Union, beim Bundesverband der Deutschen Industrie – oder wo sonst auch derlei entschieden wird – tatsächlich geglaubt, dass ausgerechnet ein Rücktritt von Werner Schnappauf vom Cheflobbyistenposten etwas ändern würde am so wichtigen Wahlergebnis in Baden-Württemberg? Fakt ist: Schnappauf trat als BDI-Hauptgeschäftsführer zurück. Man kann sich das tatsächlich kaum vorstellen. Zu...

Super-GAU-Kapitalismus
Rudolf Hickel

Super-GAU-Kapitalismus

Nicht erst die dreifache Katastrophe in Japan durch Erdbeben, nachfolgenden Tsunami und Havarie eines Atomkraftwerks verlangt ein fundamental neues Denken und Handeln. Die lebens- und naturbedrohenden Risiken müssen umfassend und ideologiefrei bewertet werden. Den Skandal gebiert das Unwort »Restrisiko«, das brutal in das Megarisiko einer Kernschmelze umschlägt. Dabei ist der Einsatz der als saube...

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Friedrich rudert zurück

Berlin (AFP/ND). Vor der ersten Islamkonferenz unter seiner Leitung am Dienstag hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Zugehörigkeit von Menschen muslimischen Glaubens zur deutschen Gesellschaft betont. Äußerungen von ihm, wonach der Islam nicht zu Deutschland gehöre, seien einseitig interpretiert worden, sagte er am Sonntag im Deutschlandfunk. Seine frühere Äußerung zu dem Thema s...

ndPlusJörg Meyer, Berlin

Wie viele Gewerkschaften verträgt ein Betrieb?

Wissenschaftler, Juristen und Gewerkschafter diskutierten auf Einladung der Hans-Böckler-Stiftung neueste Entwicklungen im Arbeits- und Sozialrecht. Ein Fazit: Die gesetzliche Tarifeinheit ist nicht zwingend notwendig.

ndPlusReiner Braun

Die Chance des Frühjahrs nutzen

Es spielt in den aktuellen Auseinandersetzungen um das Ende der Atomtechnologien kaum eine Rolle – der untrennbare Zusammenhang zwischen der sogenannten zivilen und militärischen Nutzung der Atomtechnologie. Einfach formuliert, wer den Kreislauf der Atomtechniken beherrscht, kann prinzipiell auch immer die Bombe bauen. Solange die Atombomben, zur Zeit mehr als 23 000, die modernisiert werden und m...

Beispiel NRW macht Schule
Marian Krüger

Beispiel NRW macht Schule

Nach der erfolgreichen Verfassungsklage von CDU und FDP gegen den rot-grünen Landesetat Nordrhein-Westfalens, zieht nun auch die schwarz-gelbe Opposition in Bremen vor Gericht. Auch in Rheinland-Pfalz könnte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) mit einer Haushaltsklage konfrontiert sein.

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Seit 20 Jahren: Ehe mit Namenswahl

Frankfurt am Main (epd/ND). Seit 20 Jahren ist es für frisch verheiratete Ehefrauen eine Selbstverständlichkeit: Sie können bei der Heirat über ihren eigenen Nachnamen bestimmen und sind nicht gezwungen, sich mit ihrem Ehemann auf einen gemeinsamen Familiennamen festzulegen. Am 29. März 1991 haben die Standesämter in Deutschland damit eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe um...

Kritische Nachfragen bleiben unbeantwortet
ndPlusMichael Schulze von Glaßer

Kritische Nachfragen bleiben unbeantwortet

Krieg ist ein gutes Geschäft. Auch die Sicherheitsfirma Asgaard profitiert von bewaffneten Konflikten – und expandiert. Unbequeme Fragen sind da nur hinderlich.

Großkampftag für Antifaschisten

Großkampftag für Antifaschisten

In deutschen Städten sind am Samstag Neonazis aufmarschiert. Das hat antifaschistischen Gegenprotest provoziert. Die Aktionen mit mehr als tausend Teilnehmern waren weitgehend friedlich. In Lübeck gingen Polizeikräfte mit Pfefferspray gegen Demonstranten vor.

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Israels Armee installiert Abwehrsystem

Gaza/Tel Aviv (dpa/AFP/ND). Als Antwort auf den Beschuss aus dem Gaza-Streifen hat Israel am Sonntag im Süden des Landes ein neues Raketenabwehrsystem aufgestellt. Ein Armeesprecher in Jerusalem bestätigte, das System »Kipat Barsel« (Eisenkuppel) sei in der Nähe von Beerscheva in Betrieb genommen worden. Die Wüstenstadt war vorige Woche von Raketen getroffen worden. Die Armee betonte allerdings, d...

De Maizière: »Einsatz wie im Krieg«

Beim Antrittsbesuch in Afghanistan hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) den baldigen Beginn der geplanten AWACS-Aufklärungsflüge über dem Land angekündigt. »Das ist eine Frage von Tagen, nicht Wochen«, sagte er am Wochenende in der Hauptstadt Kabul.

Ian King, London

250 000 machten den Tories die Hölle heiß

Gerufen hatte der britische Gewerkschaftsbund TUC unter Generalsekretär Brendan Barber. Die Organisatoren erwarteten 100 000 Protestler: Es kamen nach Polizeiangaben zweieinhalb Mal so viele.

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Jan Keetman, Istanbul

Istanbuler Jagd auf ein Manuskript

In Istanbul jagt die Polizei nicht nur Verbrechern hinterher, sondern auch dem Manuskript für ein ungedrucktes Buch. Geschrieben hat es der Enthüllungsjournalist und Professor an der Istanbuler Bilgi-Universität Ahmet Sik. »Die Armee des Imam« – so soll der Titel heißen. Man vermutet, dass es vom Einfluss der religiösen Vereinigung des Fethullah Gülen auf Polizei und Staatsanwaltschaft handelt.

ndPlusUlrich Heyden, Moskau

Gab Kutschma den Mord in Auftrag?

Der frühere ukrainische Präsident Leonid Kutschma muss nach eigenen Angaben am heutigen Montag zu einer weiteren Anhörung bei der Staatsanwaltschaft erscheinen. Kutschma ist angeklagt, die Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse im Jahre 2000 in Auftrag gegeben zu haben.»Ich bin bereit, durch alle Qualen der Hölle zu gehen, um zu beweisen, dass ich unschuldig bin.« Das erklärte Leonid Kutschma,...

Gábor Kerényi, Budapest

Ungarn hat wieder einen Plan

Ungarn besteht nach den Worten seines national-konservativen Regierungschefs Viktor Orbán auf einer »unabhängigen Steuerpolitik«. Die bevorzugt allerdings eindeutig die Wohlhabenden.

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3,15 Prozent mehr Gehalt bei der Telekom

3,15 Prozent mehr Gehalt bei der Telekom

Berlin/Bonn (dpa/ND). Der Tarifstreit bei der Deutschen Telekom ist beigelegt: Die rund 57 000 tariflich Beschäftigten im Inland erhalten mindestens 3,15 Prozent mehr Gehalt (Foto: AFP). Das ist das Ergebnis einer erfolgreichen Schlichtung des früheren Hamburger Bürgermeisters Henning Voscherau. Die Gewerkschaft ver.di und die Telekom zeigten sich am Sonnabend zufrieden mit dem Kompromiss. Die Tar...

ndPlusErich Preuß

Im ICE nach London

Die European Railway Agency (ERA), zu deutsch: Europäische Eisenbahnagentur, erlaubt nun auch Zügen der Deutschen Bahn die Durchfahrt durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal. Damit rückt die Fahrt mit dem ICE nach London näher.

Daniel Schnettler, dpa

Kippt der Verkauf von T-Mobile USA?

Wird die Telekom ihr Mobilfunkgeschäft in den USA wirklich los? Der Verkauf an den Branchenriesen AT&T ist keineswegs in trockenen Tüchern. Die US-Wettbewerbshüter dürften so scharf prüfen wie selten zuvor und könnten das Geschäft zum Platzen bringen.

Nachrichten

Lokführer streiken bei Bahn-Konkurrenten Berlin (AFP/ND). Die Gewerkschaft GDL hat die Lokomotivführer der großen Privatbahnen ab Montagmorgen zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. Betroffen sind die sechs wichtigsten privaten Konkurrenten der Bahn: die Unternehmen Keolis, Veolia, Arriva, Benex, Abellio und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen, wie die GDL am Sonntag mitteilte. Die Str...

Knut Henkel

Freihandel nicht ohne Arbeitsrechte

Kolumbiens Regierung ist sehr daran gelegen, das Freihandelsabkommen mit den USA endlich unter Dach und Fach zu bringen. Das liegt seit mehreren Jahren auf Eis im Repräsentantenhaus. Nun haben Abgeordnete gemeinsam mit kolumbianischen Gewerkschaftsvertretern Bedingungen ausgehandelt, unter denen das Freihandelsabkommen unterzeichnet werden könnte.

Seite 10
Steffen Schmidt

Energiewende Fehlanzeige

Was auch immer Wirtschaftsminister Brüderle vor Industriellen tatsächlich über den realen Wert des Moratoriums für die AKW-Laufzeitverlängerung gesagt haben mag, die reale Politik der Bundesregierung legt nahe, dass es sich wirklich um kaum mehr als eine einmalige Beruhigungspille für die Wähler in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz handelt. Sieht man vom zweifelhaften Nutzen der neu eingesetzt...

Dieter Hanisch, Lübeck

Hubschrauber unter den Insekten

Die Libelle rückt zunehmend in den Fokus der Forschung, denn sie ist ein exzellenter Indikator für den Wandel von Natur, Umwelt und Klima. Die eleganten Insekten standen vergangene Woche im Mittelpunkt der 30. Tagung der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (GdO) in Lübeck.

ndPlusMichael Lenz, Manila

Asien lässt nicht von Atomkraft

Die indonesische Atombehörde BATAN hält auch nach Fukushima beharrlich an ihrem Atomkurs fest. Vier AKW will das Land trotz der Erdebengefahr bauen, um seinen Energiebedarf zu decken.

ndPlusYvonne von Hunnius

Weniger CO2 – niedrigere Kosten

International tätige Konzerne verringern die CO2-Intensität ihrer Wertschöpfungskette. Sie tun es freiwillig, weil es Vorteile bringt. Im Rahmen des internationalen Carbon Disclosure Project berichten sie darüber. Nun liegt eine Studie dazu vor.

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Grölende Neonazis in Neukölln

(dpa). Ein Aufmarsch von grölenden Neonazis durch ein Wohngebiet in Berlin-Neukölln hat die Anwohner in Schrecken versetzt. Rund 30 mutmaßliche Rechtsextremisten liefen am Freitagabend über den Buckower Damm und riefen fremdenfeindliche Parolen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zudem zündeten sie Silvesterböller und warfen sie auf umliegende Balkone. Alarmierte Polizeibeamte konnten einige...

SPD in Umfrage deutlich vor den Grünen

(dpa). Knapp ein halbes Jahr vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus bleibt die SPD laut einer Umfrage stärkste Kraft in Berlin. Die Sozialdemokraten liegen nach einer neuen Forsa-Umfrage im Auftrag der »Berliner Zeitung« bei 29 Prozent, ein Punkt weniger als vor einem Monat. Die Grünen konnten einen Punkt auf 24 Prozent zulegen. Auch die CDU gewinnt einen Punkt und ist jetzt bei 19 Prozent, die LINKE b...

Auszeit

Der Wahlkampf ist längst auch in der Koalition angekommen. Die Partner gehen auf Abstand. Wo immer wieder Harmonie demonstriert wurde, werden jetzt Gegensätze betont, Konflikte öffentlich ausgelebt. Da mäkelt SPD-Spitzenkandidat Wowereit exakt zum Wahlparteitag der LINKEN und auch noch vor dem Spitzengespräch mit der zuständigen Senatorin in einem Zeitungsinterview beinhart am ÖBS. Da macht die LI...

Warum so teuer?

In Berlin gibt es 28 000 Sozialwohnungen, die seit 2003 keine weitere Anschlussförderung erhielten. Läuft die erste Förderperiode aus, kann die Kostenmiete erhoben werden. In anderen Bundesländern liegt die Kostenmiete unter dem Mietspiegel, denn das Gesetz sah die Kostenmiete als Schutz für die Sozialmieter vor. In Berlin ist alles anders. Hier wurde mit staatlicher Förderung zu exorbitant ho...

Der Ferrari steht schon in der Tiefgarage
ndPlusGaby Gottwald

Der Ferrari steht schon in der Tiefgarage

»Die Wohnungen gehen weg wie warme Semmeln. Sie müssen sich beeilen, wenn Sie kaufen wollen.« Der Makler versteht sein Geschäft. Die Wohnungsbesichtigung in der Oranienstraße 101, einem der Eingänge zu den Feilner Höfen in Kreuzberg, beginnt mit einer Begehung der »grünen Oase mitten in Berlin«, so der Werbeslogan der Immobilienfirma Ordrupdal. In allerbester Lage, schräg gegenüber vom Springer-Ho...

LINKE setzt auf klares Profil
ndPlusKlaus Joachim Herrmann

LINKE setzt auf klares Profil

»Wir sind hier, wir sind laut!«, marschierten zumeist jüngere Protestierer gegen das Hochschulgesetz am Sonntagmittag in den Tagungssaal des Landesparteitages der LINKEN an der Otto-Braun-Straße in Berlin-Friedrichshain.

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Bauvorhaben am Postfuhramt ungewiss

(ND). Die Zukunft des historischen Postfuhramts in Berlin-Mitte ist aufs Neue ungewiss. In dem Gebäude in der Oranienburger Straße können Medienberichten zu Folge zufolge nicht wie eigentlich geplant ein Hotel, Wohnungen sowie Gewerbeflächen entstehen. Die bisherigen Baupläne der israelischen Investorengruppe seien laut Votum des Landesdenkmalamtes und einem Beschluss des Bezirksamtes auf Eis gele...

Ausstellung: Kiez wehrt sich

(ND). Unter dem Titel »Rund um den Chamissoplatz – Wegsaniert und zurückgekehrt« eröffnete am Wochenende eine Ausstellung mit Werken des Kreuzberger Künstler Kurt Mühlenhaupt. Zur Eröffnung war unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erschienen. Der Verein »Kiez wehrt sich« nutzte die Gelegenheit, gegen überteuerte Mieten und Verdrängung zu protestieren. »Wem gehört de...

Künstler protestieren für Tacheles

(dpa). Eine Woche vor der angekündigten Zwangsversteigerung des Berliner Kunsthauses Tacheles wollen am Montag Künstler gegen den Verkauf des Geländes demonstrieren. Mit Kunstwerken und Performances wollen sie in einem sogenannten Art-Mob – angelehnt an »Flash-Mobs« – ein Zeichen für den Fortbestand des Tacheles setzen. Am 4. April soll das Kunsthaus im Amtsgericht Mitte zwangsversteig...

ndPlusHansdieter Grünfeld

Für Aug' und Ohr

Wenn auch das gleiche Thema »Musik/Film« unterschiedlich beleuchtend, machten Maerz Musik (MM) und Musik-Film-Marathon (MFM) in ihren Programmheften für einander Werbung. Verklang MM am 27.3., so beginnt MFM heute, und währt an drei Spielstätten bis zum 10.4. 40 Musikfilme aus den Jahren 1950 bis 2010/11 sollen auf zelluloidhistorischem Boden, nämlich in Berlins ältestem Tonfilmkino »Die Kurbel« g...

Kilian Klenze

Gesehen

Wie sehr sich das Lebensgefühl der jungen Generation gleicht, wo immer auf diesem Planeten sie lebt, bewies ein Gastspiel im Hebbel am Ufer. Gemeinsam mit neun HipHop-Tänzern aus Vietnam hatten Raphael Hillebrand und Sébastien Ramirez, beide selbst Breakdancer von Rang, den Bilderbogen »Gesichter« einstudiert. Dass jenes Land am Mekong gerade erfolgreich dabei ist, die Wunden zu heilen, die der US...

ndPlusVolkmar Draeger

Künstlerpositionen

Zu verblüffendem Exkurs über das viel strapazierte Thema Porträt laden Gerhardsen Gerner in ihren S-Bahnbogen. Mit Prachtblick über die Spree kann man besichtigen und kontrovers diskutieren, was zehn internationalen Künstlern eingefallen ist und welche Position sie zu »Portraits«, Titel der Ausstellung, einnehmen. Vorbei ist damit die Zeit, in der man unter diesem Motto stets die malerische Abbild...

Seite 13

Verzicht auf rückwirkende Bezahlung

Magdeburg (dpa/ND). Nach Politikern von SPD und CDU wollen in Sachsen-Anhalt nun auch die neuen Abgeordneten der Grünen geschlossen auf eine rückwirkende Bezahlung verzichten. Die neun neuen Mitglieder des Landtags würden erst im April ihre Mandate offiziell annehmen und damit auch erst für April Geld erhalten, teilte Landeschefin Claudia Dalbert am Sonntag mit. Damit umgingen sie »eine den Bürger...

Uwe Kraus, Halberstadt

Konservierte Zeiten

Die Wende brachte bittere Momente für den damaligen Betriebsdirektor des VEB Fleischwaren Halberstadt, Karlheinz Krone. Auf einen Schlag schien die jahrelange Arbeit der Kollegen nichts mehr wert zu sein, die frühere Bückware Halberstädter Würstchen wurde plötzlich zum Ladenhüter.

Anna Ringle-Brändli, dpa

Die Welt der unsichtbaren Hürden

Als Seelsorgerin kümmert sich die Münchnerin Angelika Sterr um die Belange von blinden Menschen. Insbesondere dann, wenn Blindheit abrupt eintritt, stehen viele Betroffene vor großen Problemen, sagt die katholische Gemeindereferentin.

Minderheiten dürfen nicht tyrannisieren

Minderheiten dürfen nicht tyrannisieren

In Neukölln gibt es Streit um die Task Force Okerstraße (TFO). Darüber berichteten wir in einem Beitrag vom 16. März. Um die Perspektive des maßgeblich beteiligten Bezirksamtes besser zu verdeutlichen, sprach für ND Redakteur Martin Kröger mit Arnold Mengelkoch, dem Migrations- und Integrationsbeauftragten Neuköllns. Er ist zugleich Projektleiter der Task Force.

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Ex-Schatzmeister in Haft

Potsdam/Berlin (dpa/ND). Auch nach der Festnahme des ehemaligen Schatzmeisters der Brandenburger Grünen sind die verschwundenen 36 000 Euro noch nicht wieder aufgetaucht. Christian Goetjes habe sich zwar zu den Untreuevorwürfen gegen ihn geäußert, sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes am Sonntag. Ob der 33-Jährige gestanden hat, wollte der Sprecher nicht sagen. Goetjes soll rund 36 000 Euro v...

ndPlusNadine Schwan, dpa

Seiltanz hinter der Bühne

Drei Stunden Anreise, um Goethes »Faust« zu sehen? Das muss oft nicht sein, denn die Landestheater spielen gerade dort, wo das Kulturangebot oft mau ist. Aber einige Häuser stecken in der Krise, weil öffentliche Gelder nur noch spärlich fließen.

Gelesen
Andreas Fritsche

Gelesen

Mehr als 150 Jahre Braunkohleförderung hinterließen Spuren in der Lausitz. Bis 1993 wurden im Revier 77 Dörfer abgebaggert und zwischen 1924 und 1993 über 25 000 Menschen umgesiedelt. Zu den Verlusten zählt Bernd Jankowski auch 27 Kirchen. In einem Aufsatz für das Buch »Dorfkirchen in der Niederlausitz« beschäftigt er sich mit jenen Kirchen, die dem Tagebau weichen mussten. Zuerst sei 1962 die mit...

Alexander Riedel, dpa

Zur Bowling-AG mit dem Bundestrainer

Wer im Sportunterricht immer als Letzter auf der Bank sitzt, wird sich kaum darüber freuen, dass Brandenburg mit seinen drei Stunden Schulsport in der Woche bundesweit Vorreiter ist. Lehrer und Sportverbände dagegen sind begeistert. Doch auch in der Mark seien Verbesserungen nötig, sagen Fachleute. Gerade in den Grundschulen und bei Fortbildungen sehen sie Potenziale, wie eine Umfrage der dpa erga...

ndPlusWilfried Neiße

Vorschläge für größere Landkreise

Gut Ding will Weile haben? Zwar haben SPD und LINKE im Jahr 2009 in ihrer Koalitionsvereinbarung festgeschrieben: »Die Koalition hält eine flächendeckende Kreisgebietsreform nicht für notwendig.« Was im Koalitionsvertrag steht, gilt für eine Legislaturperiode. Doch nun wird Kurs darauf genommen, dass eine Gebietsreform später geschehen kann.Am Mittwoch hatte der Landtag eine Enquetekommission zur ...

Petra Albers, dpa

Apfelkuchen und Maschen-Ambulanz

Strickpartys und ausgebuchte Handarbeitskurse – in der Mode breitet sich ein neuer Trend zum Selbermachen aus. Es geht um Entschleunigung und individuelle Outfits. Sogar eine Kette von »Näh-Akademien« wurde inzwischen gegründet.

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ndPlusWolfgang Hübner

MOSEKUNDS MONTAG

Herr Mosekund hatte gelesen, dass man beim Angeln besonders gut nachdenken könne, und deshalb beschlossen, sich eine Angel zu kaufen. Er suchte ein Fachgeschäft auf und bat um Beratung. Der Verkäufer empfahl ihm eine Reihe von preisgünstigen Sonderangeboten. Herr Mosekund, ein erfahrener und wachsamer Verbraucher, ließ sich die Vorzüge der Modelle schildern und fragte dann: »Sehr schön das alles, ...

Sebastian Knoppik, dpa

Ente gut, alles gut

Die einzig wahre Wissenschaft ist die Erforschung der Disney-Ducks aus Entenhausen – wenn es nach den Mitgliedern der »Deutschen Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus (D.O.N.A.L.D.)« geht. Mehr als 100 Jünger der Entenhausen-Forschung haben sich am Samstag in Hildesheim getroffen, um unter dem Motto »Welt Kultur Ente« die neuesten Ergebnisse der Entenforschung zus...

Thomas Steinert: Fotos vom Rausch
ndPlusHans-Dieter Schütt

Thomas Steinert: Fotos vom Rausch

Sein Gram, schreibt er, sei groß, damit könne er jede Gegend ruinieren. Ernst Ortlepp, 1800 in Droyßig bei Zeitz geboren, ist ein Vormärzdichter, kein Großer, aber ein intensiv Fühlender, einer, der berauscht durchs Leben geht, unzählige Verse schreibt und im »Naumburger Kreisblatt« veröffentlicht.

Volkmar Draeger

Zum Siegen geboren, zum Unglück verdammt

Nicht einfach, was sich Sven Grützmacher und die kleine Compagnie am Staatstheater Cottbus vorgenommen haben: mit nur acht Tänzern eine ganze Lebenstragödie zu beleuchten. Im Tanz bloßzulegen, weshalb ein junges Leben scheitern muss. Anlass dazu bot der tödliche Amoklauf eines Schülers 2009 in Winnenden. Was dafür, neben der eigenen Verfasstheit, Gründe gewesen sein mögen, fächert Grützmacher, sei...

Seite 16
Wolfgang Schmidbauer

Spaltungen im Seelenkern

Können wir verstehen, dass der Mensch so intelligent ist, Atomkraftwerke zu konstruieren – und gleichzeitig so töricht, sie tatsächlich zu bauen? Gibt es eine psychologische Erklärung? Ich will hier versuchen, diese Frage zu beantworten. Der Prozess, in dem Menschen erwachsen werden, endet erst mit ihrem Tod. Vorher sind Rückfälle in kindliche Spaltungen auch bei hoch verdienten Wissenschaftler...

Im Schatten der Hochkulturen
ndPlusSebastian Hennig

Im Schatten der Hochkulturen

Im Hof des Burlington House steht derzeit eine Replik des dritten Merzbaues von Kurt Schwitters, so wie ihn der manische Bastler nach Emigration und Internierung in Elterwater im Lake District schuf. Von Außen besehen handelt es sich dabei einfach um eine landestypische kleine Scheune mit flachem Dach, deren Wände aus Schieferplatten zusammengemörtelt sind. Auch dieser letzte Anlauf fand seine zei...

Seite 18
Nicht gut genug gelöst

Nicht gut genug gelöst

Toni Kroos (Foto: dpa) kam in Kaiserslautern zu seinem 14. Länderspieleinsatz. Das in der zweiten Halbzeit müde Spiel gegen Kasachstan konnte der 21-jährige Mittelfeldgestalter vom FC Bayern nach seiner Einwechslung aber auch nicht mehr beleben.

Ralph Durry, SID

Fußfesseln statt Stadionverbote

EM-Gastgeber Polen ist aufgrund schwerer Ausschreitungen von Hooligans im litauischen Kaunas unter Druck geraten. 200 Randalierer aus Polen hatten am Freitag nach dem 0:2 ihrer Mannschaft im Länderspiel in Litauen für schwere Krawalle gesorgt. Erst ein Großaufgebot der Polizei konnte die Ausschreitungen unterbinden. In Kaunas wurden gut 14 Monate vor dem Auftakt der Europameisterschaft 2012 in Pol...

Schweizer Trauerspiel und ein Extra-Kick
ndPlusJörg Soldwisch, SID

Schweizer Trauerspiel und ein Extra-Kick

Hand in Hand betraten Lothar Matthäus und Ottmar Hitzfeld vor 17 000 Zuschauern das Wassil-Lewski-Nationalstadion von Sofia. Gegenseitige Sympathie sollte diese Geste ausdrücken, doch die Punkteteilung auf dem Rasen dürfte beiden wohl der Freundschaft zu viel gewesen sein. Denn durch das enttäuschende 0:0 in der Qualifikation ist sowohl für Bulgarien als auch für die Schweiz der Zug für die Europa...

ndPlusMark Wolter, Kaiserslautern

Jubiläum mit Pfiffen

Eigentlich fehlte nur noch der Salto, um es richtig rund zu machen. Dann hätte die 88. Länderspielminute in Kaiserslautern genauso ausgesehen, wie jene 88. Minute vor fast genau zehn Jahren, als Miroslav Klose zum ersten Mal für die deutsche Nationalelf getroffen hatte.

Seite 19
»Reguläres Tor«

»Reguläres Tor«

Sie wollten lieber nach Berlin zum Pokalfinale?Angerer: Ja, ich war skeptisch, ob das Frauenfinale so eigenständig funktioniert. Die Doppelveranstaltung von Männern und Frauen im Berliner Olympiastadion hatte Tradition. Aber Köln mit über 20 000 Zuschauern hat mich voll überzeugt. Potsdam und Frankfurt stellen das Gros der WM-Auswahl. Potsdam ist Meister, Frankfurt Pokalsieger. Tut das der St...

Dynamo nur remis

Dynamo Dresden hat den Sprung auf den Aufstiegs-Relegationsplatz der 3. Fußball-Liga durch ein 0:0 im Nachholspiel gegen Heidenheim verpasst, doch schloss nach Punkten zu Offenbach auf und blieb zum sechsten Mal in Serie ungeschlagen. »Ich sehe es mehr als gewonnenen Punkt, weil Heidenheim drei Großchancen hatte«, sagte Dynamo-Trainer Matthias Maucksch. Zuletzt hatte Dresden fünf Siege in Serie ge...

»Elf Spielerinnen sind wie 'ne Wundertüte«
Michael Müller, Köln

»Elf Spielerinnen sind wie 'ne Wundertüte«

»Was soll's, in der Champions League gibt es auch einen schönen Pokal.« So Mittelfeldspielerin Jennifer Zietz vom 1. FFC Turbine Potsdam, äußerlich ganz cool, innerlich aber vielleicht noch nicht ganz richtig mit sich und dem verlorenen Pokalendspiel im Reinen. Mit 2:1 für den 1. FFC Frankfurt war das Prestigeduell der derzeit herausragenden deutschen Frauen-Klubmannschaften am Sonnabend im Kölner...

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Eisbären verpassen dritten Sieg

Die Berliner Eisbären schienen am Freitag nach dem zweiten Sieg im zweiten Viertelfinal-Play-off-Spiel um die deutsche Eishockeymeisterschaft mit 4:3 (2:1, 2:1, 0:1) beim ERC Ingolstadt ungeschlagen ins Halbfinale zu stürmen, für das in maximal fünf Spielen drei Siege nötig sind. Doch der Heimvorteil im dritten Match am Sonntag vor der mit 14 200 Zuschauern ausverkauften Arena am Ostbahnhof konnte...

ndPlusAlexander Ludewig

Basketball von einem anderen Planeten

»Solche Spiele braucht der Basketball in Deutschland«, schwärmte Chris Fleming vom Niveau der Partie und der Atmosphäre in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof. Der Trainer der Brose Baskets Bamberg hatte nach dem 97:93 (43:44)-Sieg vor 14 500 Zuschauern bei Alba Berlin gut reden. In seinen Worten steckte aber auch viel Erleichterung. Denn angetrieben von ihren Revanchegelüsten für das 52:103-...

ndPlusChristian Hollmann, dpa

Vettel rast mit »Kinky Kylie« allen davon

Der Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zeigte gleich im ersten Saisonrennen in Melbourne, wo es langgeht. Bei seiner Mission Titelverteidigung raste der Heppenheimer allen auf und davon. Während der Red-Bull-Pilot am Sonntag mit seinem ersten Formel-1-Sieg beim Grand Prix von Australien allen Grund zum Feiern hatte, herrschte bei Michael Schumacher (Kerpen) und dem Mercedes-Team Enttäuschung au...

Nimke rettet deutsche Bilanz

Die Bahnradsport-WM in Apeldoorn war für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) eine Achterbahnfahrt. Mit Ausnahme des Vierers nehmen die deutschen Bahnfahrer aber sicher Kurs auf Olympia 2012 in London. »Unsere Bilanz mit jeweils einmal Gold, Silber und Bronze ist besser als im Vorjahr mit Gold und Bronze«, sagte BDR-Vize Udo Sprenger vor den letzten Wettbewerben.»Es ging besser als gedacht. Mit dies...

Mit unbändigem Willen zum Erfolg
ndPlusJürgen Holz

Mit unbändigem Willen zum Erfolg

»Spiel der Giganten« – so wird nun schon seit Jahren das Duell der Volleyballer des dreifachen deutschen Meisters SCC Berlin gegen den deutschen Serienmeister VfB Friedrichshafen tituliert. Die Männer vom Bodensee holten seit 1998 zehn Meistertitel und wurden nur in dieser Zeit zweimal gestoppt (2003 und 2004) – vom SCC Berlin.Das nunmehr 73. Duell der beiden Topteams lockte sage und s...