Sarkozy fordert Atomkonferenz der G20 in Paris

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat internationale Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke gefordert. Die Atombehörden der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) sollten bereits im Mai in Paris darüber beraten, sagte Sarkozy in der Französischen Botschaft in Tokio am Donnerstag. »Es ist nicht normal, dass es keine internationalen Sicherheitsnormen gibt«, sagte er nach Berichten mitreisender Journalisten.

Bluhm: Berlin bemüht sich um schnelle Umsetzung des Bildungspakets

Die ersten Informationen zur Beantragung der Leistungen aus dem Bildungspaket für bedürftige Kinder stehen seit Donnerstag im Portal berlin.de online. Dort könnten die Eltern erfahren, an welche Stelle sie sich in ihrem Fall wenden müssten, sagte Arbeits- und Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Die Berliner Behörden bemühten sich, die Leistungen »so unbürokratisch wie möglich umzusetzen«, betonte die Senatorin.Doch da sich Union und SPD erst ...

300 Forscher verlangen in Brief an Merkel schnellen Atomausstieg

Mehr als 300 Forscher unterschiedlicher Fachrichtungen haben in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie verlangt. In dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben äußern die Unterzeichner ihre tiefe Sorge über die Risiken der Atomkraft und bieten zugleich ihre Unterstützung bei der Erforschung und raschen Realisierung von erneuerbaren Energietechnologien an. Die Risiken katastrophaler Ereignisse wie in Japan dür...

Einen Reaktor der dritten Generation an Gaddafi verkaufen?
ndPlusCharlotte Noblet

Einen Reaktor der dritten Generation an Gaddafi verkaufen?

"Über Kernenergie sagt unsere Regierung blind "alles ok", "bei uns keine solche Atomkatastrophe". Deswegen haben die Franzosen Angst", erklärt Bénédicte Beconnier. Die Kandidatin der Partei "Europe Écologie - Les Verts" bei den Kantonalwahlen in La Rochelle (Charente-Maritime) hat auf ihren Wahlplakaten auf das Netzwerk "Raus aus der Kernenergie" hingewiesen. "Seit Tschnernobyl und der Geschichte ...

Beschwerden über missratene Werbung nehmen zu

Die Beschwerden von Bürgern über missratene Werbekampagnen nehmen zu, die Gründe bleiben jedoch im wesentlichen gleich. Das geht aus der Arbeitsbilanz des Deutschen Werberats für 2010 hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. An der Spitze stehen weiterhin Beschwerden über frauenverachtende Werbemotive. Insgesamt verzeichnete das Selbstkontrollorgan der deutschen Werbewirtschaft 17 Prozent mehr Proteste gegen Werbekampagnen als noch 2009.Die Bürger beschwerten sich im ...

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Unten links

Im Meer vor Fukushima wurde eine Rekordkonzentration an radioaktivem Jod registriert, um das 3355-fache über dem zulässigen Höchstwert. Den verschreckten Laien, der weiß, dass er als Mensch und Allesfresser am Ende der Nahrungskette steht, beschwichtigen die Experten: Das Jod sei nicht so problematisch. Auch das Cäsium sei noch relativ harmlos. Viel gefährlicher sei das Plutonium mit einer Halbwer...

Fukushima bekommt eine Plane

Tokio (ND/dpa). Fast drei Wochen nach dem Atomunfall in Fukushima bekommen die Techniker die Strahlen-Lecks nicht in den Griff. Die japanische Regierung erwägt Notmaßnahmen gegen den Austritt von Radioaktivität aus der Ruine. Überlegt wird, die Reaktoren mit Spezialgewebe abzudecken. Ein Anzeichen für Strahlen-Lecks ist die hohe Jod-131-Konzentration im Meer, die den zulässigen Wert um das 3355-Fa...

Neue Gräben

Seit Mittwoch hört im Krieg gegen Libyen alles auf das NATO-Kommando. Oder möglicherweise auch nicht. Denn kaum hat der Nordatlantik-Pakt nach langem Hin und Her die Befehlsgewalt für die von einigen arabischen Ländern unterstützten Militäroperationen des Westens über und vor dem nordafrikanischen Land übernommen, tun sich in der Allianz neue Gräben auf. Jetzt streitet man darüber, ob die Aufständ...

Muslime halten an Islamkonferenz fest

Wie geht es mit der Islamkonferenz weiter? Das ist die Frage nach der Konfrontation von Innenminister Friedrich mit den Muslimen. Einem Boykottaufruf wollen die muslimischen Verbände trotz ihrer Kritik allerdings nicht folgen.

Streit um Waffen für die Rebellen

Die USA, Frankreich und Großbritannien sind mit erwogenen Waffenlieferungen an die Aufständischen in Libyen auf Widerstand gestoßen. Russland, aber auch mehrere NATO-Mitglieder lehnten Waffenlieferungen ab.

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Grenzwerte wurden hochgesetzt

Verbraucherschützer haben kritisiert, dass die EU die Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan kürzlich erhöht hat und dies den Bürgern nicht mitgeteilt wurde. Zwar gebe es in Europa derzeit keinen Anlass zur Sorge über hochbelastete Produkte aus Japan im Handel – »dies rechtfertigt jedoch weder die lückenhafte Informationspolitik der Bundesregierung noch die Hera...

Einnahme von Jodtabletten ist sinnlos

Die unabhängige Verbraucherzeitschrift »Gute Pillen – Schlechte Pillen« hat vor der Einnahme von Jodtabletten in Deutschland aufgrund der Katastrophe von Fuku-shima gewarnt. »Wer jetzt Jodtabletten einnimmt, riskiert beträchtliche unerwünschte Wirkungen, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu haben«, teilten die Expertem in Bielefeld mit. Apotheker hatten zuletzt über eine gestiegene Nachfrage na...

Hansgeorg Hermann, Paris

Der französische Nuklearriese

Der staatliche französische Nuklearriese Areva soll bei der Bewältigung der Katatsrophe in Fukushima helfen. Dabei ist er selbst Symbol für Risiko und Skandal im Atomreaktorbetrieb.Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy gibt sich gerne »modern«. Auch, wenn es um seine Energiepolitik geht. Die Versorgung des Landes soll unabhängig von Russen, Arabern oder sonstigen unsicheren Kantonisten sein....

Jeder Tag vermindert das Risiko

Durch das Erdbeben vom 11. März und den nachfolgenden Tsunami wurden vier der sechs Reaktoren des japanischen Atomkraftwerks Fuku-shima beschädigt und gerieten weitgehend außer Kontrolle. Mit dem früheren Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im Bundesumweltministerium, dem Physiker Wolfgang Renneberg, sprach ND-Redakteur Steffen Schmidt über die aktuelle Lage.

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Ein Aufklärer und Moralist

Ein Aufklärer und Moralist

Er hat sich um die deutsch-französische Verständigung nach 1945 verdient gemacht. ALFRED GROSSER gilt als intellektueller Wegbereiter des Élysée-Vertrages von 1963, der »Erbfeinde« in Partner und Freunde wandelte. Mit dem emeritierten Professor vom Institut d'études politiques in Paris sprach KARLEN VESPER.

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ndPlusIngolf Bossenz

Todesnachrichten

Zu den drei Ereignissen, die in jüngster Zeit Sondersendungen im Fernsehen und Sonderseiten in Zeitungen bewirkten, gehörte neben der Katastrophe in Japan und dem Krieg in Libyen der Tod von Knut in Berlin. Das Ableben des Kult-Eisbären führte und führt zu öffentlichen Bekundungen von Trauer und Betroffenheit, die nicht weniger bizarr sind als das über das »Medium Knut« vermittelte Scheinbild eine...

ndPlusKatja Herzberg

Laut statt energisch

Fast schon bockig präsentierten sich die Stadtwerke und Kommunen am Mittwoch. Sie wollen sich »nicht mehr gefallen lassen«, wie sie bei der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke im Herbst 2010 übergangen wurden, und auch bei der Energiewende mitreden. Doch den Verbänden gelingt es nicht, ein echtes Druckmittel vorzulegen. Den beiden CDU-Mitgliedern unter den Hauptgeschäftsführern, Articus...

Markus Drescher

Blockade nach Stoppuhr?

Sitzblockaden erfreuen sich wegen ihrer Wirksamkeit zunehmender Beliebtheit bei Demonstranten. Ob beim Castortransport in Gorleben oder dem Naziaufmarsch in Dresden, tausende Menschen setzen sich und ihren Protest auf Schiene und Straße – in der Überzeugung legitim zu handeln und dem Bewusstsein, mit Strafverfolgung rechnen zu müssen. Nun entschied das Bundesverfassungsgericht im Fall der Block...

Das Gewissen
ndPlusHans-Dieter Schütt

Das Gewissen

Er war besetzt für die Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele. Nun: Absage. »Wegen Gaddafi«, übermittelt die FAZ: »Doch von ihm hatte sich Jean Ziegler zumindest früher als die meisten Regierungen distanziert.« Wird wohl anders sein: Er klagt den Westen der Profitgier an, geißelt Israel ... Er nennt sich selbst einen »weißen Neger«. Seine Universitätskollegen tituliert er als »Ghettodenker«. ...

Streiken oder abschaffen?

ND: Innenminister Hans-Peter Friedrich hat mit seinem Auftreten bei der Islamkonferenz die muslimischen Vertreter erneut brüskiert. Sollten sie das Gremium unter seiner Leitung boykottieren?Yasemin Karakasoglu: Ich kann die Forderung nachvollziehen. Der Minister polarisiert und hat sehr viel Porzellan zerschlagen. Wäre die Anbindung beim Kanzleramt besser?Ich würde es sehr befürworten, wenn die Konferenz an einer neutraleren, übergeordneten Stelle angesiedelt wäre. Denkbar wäre auch die Anbind...

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Frauenquote nur auf freiwilliger Basis

Berlin (AFP/ND). Die Bemühungen um die Stärkung von Frauen in Spitzenpositionen machen keine großen Fortschritte. Zwar erklärten sich die 30 führenden deutschen Unternehmen (DAX 30) in einem Spitzentreffen mit Bundesministern am Mittwoch bereit, eigene Vorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils zu veröffentlichen.In den Vier-Stufen-Plan von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) zum Einführ...

Karlsruher Urteil zu Sitzblockaden

Karlsruhe (dpa/ND). Sitzblockaden können vom Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit gedeckt sein. In diesen Fällen sind sie nicht als Nötigung strafbar. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss und hob die strafrechtliche Verurteilung eines Demonstranten auf. Der Mann hatte mit anderen Aktivisten gegen den Irakkrieg protestiert und die Zufahrt zum U...

ndPlusSusann Witt-Stahl, Hamburg

Hamburg soll Abschiebungen sofort stoppen

Einige Roma-Familien in Hamburg sind akut von Abschiebungen bedroht. Die Linkspartei und der Flüchtlingsrat fordern einen sofortigen Abschiebestopp in alle Staaten Ex-Jugoslawiens und ein Ende der Lagerunterbringung. Außerdem soll das Kontingentflüchtlingsgesetz auch für Sinti und Roma angewendet werden.

Uwe Kalbe

Hartz IV ist neu, aber kaum besser

Die Hartz-IV-Reform ist in Kraft. Doch abgesehen davon, dass die Kommunen teilweise noch gar nicht auf die Bearbeitung der Ansprüche eingestellt sind, bleiben viele Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten offen.

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Forderungen nach Rücktritt werden lauter

Berlin (AFP/ND). In der FDP mehren sich trotz der Warnung der Parteispitze vor überstürzten Schritten Forderungen nach einem Rückzug Guido Westerwelles. Bundesvorstandsmitglied Jorgo Chatzimarkakis rief den FDP-Chef am Mittwoch auf, vor dem Parteitag im Mai den Weg für Generalsekretär Christian Lindner freizumachen. »Lindner traut sich, gegen den Strich zu bürsten und die Wahrheit auszusprechen«, ...

Grün-Rot lässt es langsam angehen

Stuttgart (dpa/ND). Auf dem Weg zur ersten grün-roten Koalition auf Landesebene nehmen Grüne und SPD in Baden-Württemberg erst kommende Woche richtig Fahrt auf. Bei der Auftakt-Gesprächsrunde am heutigen Donnerstag würden lediglich der Terminplan verabredet und Arbeitsgruppen für verschiedene Themen gebildet, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart am Mittwoch aus Parteikreisen.   Kontrover...

Für eine tabulose Diskussion

Mit 2,8 Prozent hat die LINKE Baden-Württemberg ein desaströses Wahlergebnis einstecken müssen. Vor allem für die 3200 Mitglieder und ihre Kandidaten war das überraschend schlecht. ND-Autorin BARBARA MARTIN sprach mit dem Spitzenkandidaten ROLAND HAMM über Ursachen und Konsequenzen.

Hans-Gerd Öfinger

Spekulationen schießen ins Kraut

Sozialdemokraten und Grüne in Rheinland-Pfalz starten die Sondierungen für eine Koalition. Als Fraktionsvorsitzende der CDU und damit Oppositionsführerin wird Rot-Grün Julia Klöckner gegenüberstehen.

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ndPlusThomas Berger

Myanmars Militärrat offiziell aufgelöst

Seit Mittwochvormittag ist Myanmar (Burma) nominell wieder eine zivile Republik. Die Vereidigung des Präsidenten Thein Sein durch das neue Parlament markierte den vorerst letzten Schritt auf dem Weg zu eingeschränkt demokratischen Verhältnissen.

Kristin Palitza, Kapstadt

Côte d'Ivoire in der Spirale der Gewalt

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in Côte d'Ivoire verschärfen sich. Zehntausende sind bereits geflüchtet. Das Gesundheitssystem steht vor dem Zusammenbruch.

ndPlusIndra Kley, Jerusalem

Konflikt im Gaza-Grenzgebiet eskaliert

80 Raketen sind in den vergangenen zwei Wochen in der israelischen Region Eschkol an der Grenze zum Gaza-Streifen eingeschlagen. Die Menschen harren aus – und hoffen auf Frieden.

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Südkorea protestiert gegen Japan

Seoul (dpa/ND). Die Regierung in Seoul hat aufs Schärfste gegen neuerliche Ansprüche Japans auf eine von Südkorea kontrollierte Inselgruppe protestiert. Ausgelöst wurde die Erklärung am Mittwoch durch eine Genehmigung von Schulbüchern in Japan, in denen die Felseninseln als Teil des japanischen Staatsgebiets beschrieben werden. Die Inseln gehörten zu Südkorea, »historisch, geografisch und gemäß in...

Oppositionelle Chinas wollen Unterstützung

Peking (dpa/ND). Bei seinem China-Besuch soll sich Außenminister Guido Westerwelle nach dem Willen chinesischer Bürgerrechtler für politische Gefangene einsetzen. Der Dissident Qin Yongmin appellierte am Mittwoch an den Minister, Druck auf Peking auszuüben. Westerwelle solle die Freilassung des am Freitag zu zehn Jahren Haft verurteilten Liu Xianbin, des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo und an...

Blutbad wird untersucht

Bagdad (dpa/ND). Nach dem blutigen Geiseldrama in der irakischen Stadt Tikrit mit 65 Toten hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki eine Untersuchung des Verbrechens angeordnet. Der Regierungschef setzte am Mittwoch eine Sonderkommission aus Vertretern der Sicherheitsorgane ein, um die Hintergründe des Blutbades aufklären zu lassen. »Die Kriminellen, die dieses Verbrechen geplant, in die Tat umgesetzt...

Assad klagt Ausland an

Damaskus/Istanbul (dpa/ND). Erstmals seit Beginn der Proteste in Syrien hat sich Präsident Baschar al-Assad in der Öffentlichkeit gezeigt. Vor dem Parlament stellte Assad am Dienstag die Protestwelle als »ausländische Verschwörung« dar. Sein Auftritt vor dem Parlament wurde im Fernsehen übertragen. Vor dem Gebäude erwartete den Präsidenten eine jubelnde Menge. Hunderte Menschen riefen ihm zu: »Mit...

Gregor Putensen

Reinfeldt gibt Libyen-Einsatzbefehl

Auch Schweden beteiligt sich mit Jagdflugzeugen am Militäreinsatz in Libyen. Wie Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt am Dienstag in Stockholm mitteilte, hat seine Regierung zustimmend auf eine entsprechende Anfrage der NATO reagiert.

Rückschlag für Libyens Rebellen

Obwohl NATO-Flugzeuge auch am Mittwoch libysche Bodenziele bombardierten, erlitten die vom Westen unterstützten Rebellen militärische Rückschläge. Russland forderte erstmals den Rücktritt Gaddafis. Dieser ermächtige Nicaragua, für Libyen in der UNO zu sprechen.

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Katja Herzberg

Stadtwerke wittern Chance

Gemeinden und kommunale Unternehmen sehen die mögliche Rücknahme der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke (AKW) als Chance für den Ausbau erneuerbarer Energien. Ihre Bereitschaft, Investitionen in Milliardenhöhe vorzunehmen, knüpften sie aber an Bedingungen.

Alle wollen grüner werden

Während sich der Hamburger Hafen auf mögliche radioaktiv verseuchte Schiffe aus Japan vorbereitet, streiten Christdemokraten und Liberale über die zukünftige Atompolitik. Die Unterstützung für die Atomindustrie schwindet zumindest öffentlich. Über die Kriterien für künftige Sicherheitsüberprüfungen wurde derweil hinter verschlossenen Türen verhandelt.

ndPlusDieter Hanisch, Kiel

Stromtransfer durch die Nordsee

Wind oder Sonne sind keine beständigen Energielieferanten. Um Spitzen abzuführen und gegebenenfalls nötigen Bedarf heranzuschaffen, sollen jetzt zwei deutsch-norwegische Projekte die erneuerbaren Energien voranbringen.

Zwischenlager Lubmin ist nicht sicher
Velten Schäfer

Zwischenlager Lubmin ist nicht sicher

Monatelang hat das Schweriner Innenministerium ein eigenes Gutachten geheim gehalten. Demnach ist das Zwischenlager in Lubmin nicht gegen »Einwirkungen Dritter« geschützt.Peter Ritter ist empört. Jahrelang, sagt der Innenexperte der Schweriner Linkspartei-Landtagsfraktion, sind seine Fragen zur Sicherheit des Zwischenlagers Nord (ZLN) in Lubmin in Ausschüssen oder auch im Kernenergiebeirat »mit ei...

Seite 10

STARporträt

Die junge Schauspielerin, geboren am 21. November 1984 in Lake Tahoe/Nevada, kann bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Im Alter von zwölf Jahren gab sie ihr Filmdebüt unter der Regie von Anjelica Houston als sexuell missbrauchtes Mädchen in »Schutzlos – Schatten über Carolina«, wofür sie mit dem Young Artist Award und dem YoungStar Award ausgezeichnet wurde. Seitdem ist sie in etwa...

ndPlusCaroline M. Buck

Armut beinhart

Das Brennholz ist knapp, die Vorgärten liegen voller Schrott. Wer Fleisch essen will, geht jagen, und wenn es zu sonst nichts reicht, gibt's eben Eichhörnchenbraten. Kinder sollten zur Schule gehen und schreiben lernen, aber der gekonnte Umgang mit der Flinte ist sogar noch wichtiger. Ein Handy besitzt ganz sicher keiner von ihnen. Wer von den Erwachsenen nicht selbst auf Drogen ist, der lebt davon, dass er sie kocht und verkauft. Die Ozark Mountains sind eine arme Gegend, und von der Bibelfest...

Gunnar Decker

Nur was zerbricht, lügt nicht

Mein Büro in London sieht genauso aus wie das hier, sogar die Bilder an der Wand sind die gleichen.« Das sagt Banker des Jahres Roland Cordes zu Svenja, der Frau eines seiner Angestellten. Sie antwortet: »Man ist immer schon da. – Und fliegen muss man trotzdem.« So klingt sie, die Melancholie, wie sie Menschen in künstlichen Welten überfällt. Alles abgeleitet, alles doppelt, alles fremd und austauschbar. Von allem, was hier als Wahrheit gehandelt wird, ist das Gegenteil ebenso möglich. Nein, in...

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»Mobbingfreie Schule« gestartet

(ND). Um gegen Mobbing in der Schule vorzugehen, hat die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit dem Bildungssenat die Initiative »Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein!« gestartet. So sollen Lehrer und Schüler gestärkt werden. »Das neue Programm ergänzt die bereits in der Stadt vorhandene breite Palette von Projekten im Bereich der Gewaltprävention hervorragend«, betont Bildungssena...

Solarkraft ab!

Solarkraft ab!

(dpa). Gemeinsam mit der Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher (LINKE), nahm Gasag-Vorstand Andreas Pohl gestern die größte Photovoltaik-Anlage Berlins in Betrieb. Auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes Mariendorf wird nun auf einer Fläche, die größer ist als zwei Fußballfelder, mit 7756 Solarmodulen elektrische Energie erzeugt. Der Versorger Gasag ließ die Anl...

Wo die Welt wohnt

Die Welt ist nicht mehr in Berlin nur zu Gast, sie wohnt hier. 199 Länder bilden den Migrationshintergrund von bald einer der insgesamt 3,4 Millionen Berliner. Das ist eine Folge von Zuwanderung und Bleiben, das hat Konsequenzen. Die Änderung der Mehrheitsverhältnisse verblüfft erst einmal. Allein schon bei etwas demokratischem Grundverständnis muss das ernsthafteste Beachtung finden. Keinesweg...

Wirtschaft auf Wachstumskurs

(ND). Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs in Berlin im Jahr 2010 um 2,7 Prozent (im Bund im selben Zeitraum plus 3,6 Prozent), so das Ergebnis der Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder. Da es 2009 nur einen Rückgang um 0,5 Prozent gegeben hatte, liegt die Wirtschaftsleistung in der Hauptstadt bereits über dem Vorkrisenniveau. Dies ist bundesweit noch nic...

Klaus Joachim Herrmann

Die Mehrheit wird international

»Die Mehrheit, die die Zukunft dieser Stadt bestimmen wird, ist international.« Diese Schlussfolgerung präsentierte gestern der Beauftragte des Senats für Integration und Migration, Günter Piening, in seinem Amtssitz an der Potsdamer Straße in Berlin-Tiergarten. Die Zahlen und Fakten dafür präsentierte vor Journalisten die Präsidentin des Statistikamtes Berlin-Brandenburg, Ulrike Rockmann. Sie ...

Martin Kröger

Google Street View war nur der Anfang

Berlins Datenschutzbeauftragter Alexander Dix ist kein Feind des technologischen Fortschritts. Im Gegenteil, er besitzt seit kurzem ein Smartphone, jene Handys, die sich mit Zusatzprogrammen (sogenannten Apps) zu kleinen portablen Multi-Computern aufrüsten lassen. Dix ist zudem Mitglied eines sozialen Netzwerks im Internet. Auch einen neuen elektronischen Personalausweis hat er bereits beantragt.D...

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Dunkle Wolken überm Orchester

(dpa). Der Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB), Marek Janowski, sieht die Debatte um die Zukunft der Hauptstadt-Orchester gelassen. »Immer wieder erscheinen am Horizont dunkle Wolken, man gewöhnt sich an so was«, sagte Janowski am Dienstag bei der Vorstellung des RSB-Programms für die Saison 2011/2012. Das RSB sei aus Berlin nicht mehr wegzudenken. Solche Diskussionen betrach...

Gelder für Bibliothek des Kammergerichts

(ND). Mit Hilfe von Lottomitteln kann eine jahrhundertealte Sammlung der Bibliothek des Kammergerichts gerettet werden. Wie die Senatsverwaltung für Justiz am Mittwoch mitteilte, befinde sich in den Magazinräumen der Bibliothek des Oberverwaltungsgerichts derzeit ein historisch wertvoller Altbestand von circa 120 000 Bänden, die aus der Bibliothek des Kammergerichts stammen.»Dabei handele es sich ...

ndPlusVolkmar Draeger

Skurrile Skulpturen

Am Anfang seiner Auseinandersetzung mit Kunst stand für Jürgen Drescher die selbst entworfene »DRESCHER Bar«, in der er auch bediente. Das war 1981, Drescher, geboren 1955 in Karlsruhe, damals noch Student an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Bar als Ort guter wie falscher Verheißung, des faden Absitzens von Zeit, vielleicht der langsam in Alkohol erstickenden Debatte um das große Wollen. Ort wohl...

ndPlusKilian Klenze

Familienfeier auf Lettisch

Er gehört nicht zu den Regisseuren, die nach internationalem Erfolg ins Ausland gingen. Alvis Hermanis blieb in Lettland und leitet dort das Neue Theater Riga. Mit dem Ensemble erforscht er Leben und Bräuche seiner Heimat und setzt sie in bewegende Bühnenerlebnisse um. Nach siebenjähriger Recherche und mehreren Stücken rundet Hermanis nun die »Lettischen Geschichten« ab. »Friedhofsfest«, zu Gast i...

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Museumsküken

Museumsküken

Das MACHmit! Museum für Kinder in Prenzlauer Berg zeigt die interaktive Familienausstellung »Das Gelbe vom Ei«. Höhepunkt ist das Schlüpfen von etwa zehn Küken des Züchters Lutz Gabriel an jedem Tag – dies kann von den Besuchern live beobachtet werden. Dazu zeigt die Ausstellung aus verschiedenen Blickwinkeln Wissenswertes rund um das Ei: Das Ei hat eine lange traditionsreiche Geschichte und birgt...

Thüringen im Osten an der Spitze

Erfurt (dpa/ND). Thüringen hat im vergangenen Jahr das höchste Wirtschaftswachstum der Ost-Bundesländer erreicht. Bundesweit landete der Freistaat allerdings nur im Mittelfeld. Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt – der Wert der in Thüringen produzierten Güter und erbrachten Dienstleistungen – nominal auf 49,87 Milliarden Euro zu. Preisbereinigt lag der Anstieg bei 3,0 Prozent. Dam...

ndPlusMomo Wiedekind, Nürnberg

Guter Draht zu Assad

Trotz Haft und Folter für abgeschobene Flüchtlinge hält Deutschland an dem 2009 mit Syrien abgeschlossenem Rückübernahmeabkommen fest. Nur durch die Intervention des Bayerischen Flüchtlingsrates konnte die für heute vorgesehene Abschiebung von Mho Bahram gestoppt werden.Mho Bahram ist Angehöriger der in Syrien verfolgten kurdischen und yezidischen Minderheit. Seit elf Jahren lebt er als geduldeter...

ndPlusTimo Lindemann, dpa

Der Fluch der Billigelektronik

Rund 80 00 Amateurfunker gibt es in Deutschland. Doch die Computerbranche macht ihnen Konkurrenz. Dazu kommt der immer größere Störpegel, den billige elektronische Geräte verursachen.

Stefan Otto

Verfassungsschutz lässt keine Einsicht zu

Das Berliner Sozialforum trat nun nicht gerade als konspirative Gruppe in Erscheinung. Es legte Wert darauf, ein offenes Bündnis zu sein und brachte unterschiedliche linke Basisinitiativen zusammen. Das zog auch Spitzel des Verfassungsschutzes an, was der »Spiegel« aufdeckte. Die »Quellen 450001 und 440008« hätten mehrmals von internen Treffen rapportiert, und auch der »Informant 440004« spähte Mi...

Hendrik Lasch, Dresden

Demokratie-Projekte an der Kandare

Der Streit um die »Extremismusklausel« ist kaum abgeebbt, da werden Demokratie-Projekte in Sachsen mit neuen Forderungen der Geldgeber konfrontiert: Sie sollen ihre Pressearbeit mit dem Ministerium abstimmen. Im Landtag befürchtet man Zensur.

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Streit um neue Synagoge

Potsdam (epd/ND). Im Streit über die geplante neue Synagoge in Potsdam hat der Zentralrat der Juden Kritiker der Baupläne angegriffen. Religion dürfe nicht als »Alibi für eine Geschmacksfrage« instrumentalisiert werden, sagte der Generalsekretär Stephan Kramer der »Märkischen Allgemeinen Zeitung«. Die 2010 gegründete jüdische Gemeinde um den israelischen Dirigenten Ud Joffe kritisiert die Entwürfe...

Andreas Fritsche

LINKE kann Altanschließern wenig helfen

Eigenheimbesitzer, deren Grundstücke vor dem 3. Oktober 1990 Trink- und Abwasseranschlüsse erhalten haben, kommen um nachträgliche Beitragszahlungen wahrscheinlich nicht herum. Die LINKE ist zwar nach wie vor dafür, dass die Altanschließer nicht zahlen müssen. Sie kann sich aber gegenüber ihrem Koalitionspartner SPD in dieser Frage nicht durchsetzen. Die SPD sei leider nicht bereit, das Gesetz zu ...

ndPlusDoreen Fiedler, dpa

Loch an Loch an Loch

Der Winter hat auf den Straßen seine Spuren hinterlassen. Die klammen Kommunen haben jedoch kaum Geld, um die Löcher und Risse zu stopfen. An eine komplette Sanierung ist oft nicht zu denken.

ndPlusVelten Schäfer

Gedenkort oder Technikdenkmal

Gedenkort für KZ, Zwangsarbeit und mörderische Waffen? Oder Welterbeort für die »Geburtsstunde der modernen Raumfahrt«? Um die Zukunft Nazi-Raketenschmiede auf Usedom gibt es Streit in der Schweriner Landesregierung. Nun will man erst mal die Landtagswahl im Herbst abwarten.

ndPlusWilfried Neiße

Polen dürfen zum Arbeiten kommen

Die ab Mai geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit für Polen wird zumindest punktuell die Löhne in Brandenburg unter Druck bringen. Wie Unternehmer aus Berlin und Brandenburg mutmaßten, werde das aber nicht von Dauer sein. An sich gewährt die EU ihren Bürgern schon lange das Recht, sich innerhalb Europas einen beliebigen Arbeitsplatz zu suchen. Doch Deutschland und Österreich haben dieses Recht für ...

Karsten Packeiser, epd

Knete selbst gemacht

Kitas sind laut einer Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wesentlich stärker mit PVC-Weichmachern belastet als normale Haushalte. Die Kirchen, wichtige Träger von Kindergärten, nehmen die BUND-Studie ernst.

CDU ärgert sich über Oma Müller
ndPlusAndreas Fritsche

CDU ärgert sich über Oma Müller

Zuerst ärgerte sich Oma Müller über die CDU. Jetzt ärgert sich der CDU-Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben offensichtlich über Oma Müller. Auf eine Spendenkampagne des Demokratischen Jugendforums Brandenburg (DJB) reagiert er mit dem Hinweis, das DJB werde vom Verfassungsschutz beobachtet. Mittels einer parlamentarischen Anfrage legt Senftleben außerdem den Verdacht nahe, das Forum sei womöglich e...

Seite 15
Sebastian Hennig

Das Leben ein Spiel

Den Sonderausstellungen im Käthe Kollwitz Haus in Moritzburg gelingt es immer wieder, neue Wahlverwandtschaften zu einzelnen Aspekten des Werkes der Künstlerin herzustellen. Die Kollwitz war als Grafikerin, besonders in der Radierung, in die sie oft während langwieriger Prozesse ungeduldig auch mit der kalten Nadel eingriff, ebenso brillant wie als Bildhauerin. Ihr Werk ist von einer unermüdlichen...

ndPlusJürgen Amendt

Wege zum Kommunismus

»Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren.«Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Linkspartei »Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: wo kämen wir hin; und niemand ginge, um einmal nachzuschauen, wohin man käme, wenn man ginge.«Kurt Marti, Schweizer Pfarrer und Schriftsteller »Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.«Wolf Biermann, Liedermacher...

Seite 16
ndPlusReiner Neubert

Opium der Erinnerungen

Die Autorin macht es uns nicht leicht. Das komplizierte Handlungsgeflecht in ihrem Roman wird von fünf Ich-Erzählern dargeboten. Die pendeln zwischen Sao Paulo und Prag hin und her. Zentrale Figur ist Jaromir Cerny. Er war als Halbjude mit seinen Eltern vor Hitlers Schergen über den Ozean geflüchtet, als Mähren okkupiert worden war. In der Folge half er als Schleuser unter Einsatz seines Lebens An...

Fokke Joel

Unbehaustheit

Der polnische Schriftsteller Wojciech Kuczok schreibt so, dass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Lange, ruhelose Sätze tragen den Leser von Seite zu Seite. Und das, obwohl Kuczoks Roman nicht nur »Lethargie« heißt, sondern auch davon handelt. Von Menschen, wie dem schwulen Adam, der sich nach seinem Medizinstudium unglücklich in einen jungen Patienten verliebt. Von Rosa, der Gattin...

ndPlusIrmtraud Gutschke

Die Toten fürchte nicht ...

Mit Schauergeschichten ist es doch meist wie bei einer Fahrt in der Geisterbahn: Man erschrickt ein bisschen, lacht über den Spuk – und fühlt sich danach umso wohler, wieder im Sonnenlicht zu sein. Schauergeschichten werden nicht selten von Autoren erdacht, die sich selbst unheimlich sind. Aus der Not machen sie dann eine Tugend. Ljudmila Petruschewskaja gehört wohl nicht zu ihnen. Sie ist, wie es...

Seite 17
Leseprobe

Leseprobe

»O Himmel hilf Du mir! verlaß mich nicht! ... Sei Du mit mir – wenn ich aus Sorg u. Noth schreie , daß ich nicht darin versinke!« – so endet das einzig überlieferte Stück der Tagebücher von Louise Otto-Peters, die sie ihr Leben lang führte. Das vorliegende, hier erstmals veröffentlichte und nur neun Jahre umfassende Fragment vermittelt uns ein neues, in vieler Hinsicht anderes, differenzierteres B...

ndPlusGünter Wehner

An- und Einsichten

Neue und kaum bekannte Fakten zur Rolle und Bedeutung des Nationalkomitees »Freies Deutschland« (NKFD) und des Bundes Deutscher Offiziere (BDO) präsentiert Hans-Peter Bruchhäuser. Er untersucht ein Kapitel deutscher Geschichte anhand der Biografie von Dr. Heinrich Abel, der sich vom überzeugten Anhänger des NS-Regimes zum führenden Mitarbeiter im BDO entwickelte. Das Beispiel des Bürgersohnes und ...

Manfred Weißbecker

Deutsche Spitzenleistung

Auschwitz wäre ohne die von der Erfurter Firma »Topf & Söhne« gelieferte Technik nicht möglich gewesen. Dies bestätigt das Buch von Annegret Schüle überzeugend. Dem Leser offenbaren sich grausige Geschäfte aus der Geschichte eines großindustriellen Betriebes, der 1878 in Erfurt entstand und als eines der führenden Unternehmen in Deutschland bei der Herstellung von Brauerei- und Siloanlagen, vo...

ndPlusKurt Finker

Der festgerostete Degen

Mit dem Namen Moltke verbanden sich im alten Deutschland zumeist Erinnerungen an eine »große Zeit«, an siegreiche Schlachten wie Königgrätz (das ihnen Gut Kreisau einbrachte) und Sedan. Die Familienbiografie von Olaf Jessen ist frei von Preußenkult, eine anerkennenswerte gründliche Arbeit, die mit dem Ritter Friedericus Moltiko von 1254 beginnt. Über 80 Personen hat der Autor ausfindig gemacht, di...

Seite 19
Kein großer Wurf

Kein großer Wurf

Die deutschen Freistil-Ringer sind zum Auftakt der Heim-EM in Dortmund leer ausgegangen und haben den erhofften Podestplatz verpasst. Eine Medaille hatte lediglich der frühere Vize-Europameister Marcel Ewald vor Augen. Der viermalige deutsche Meister vom SV Weingarten unterlag in der Gewichtsklasse bis 60 kg im Kampf um Bronze dem Olympiazweiten Wasil Fedorischin aus der Ukraine.»Ich habe gute Käm...

Ende der Titelträume

Die Festung ist gefallen, die Titelträume sind so gut wie geplatzt: Mit hängenden Köpfen und leeren Blicken schlichen die Profis des deutschen Handball-Rekordmeisters THW Kiel nach der 25:28-Pleite gegen den TV Großwallstadt am Dienstagabend vom Parkett. »Jetzt ist die Meisterschaft entschieden«, sagte Ex-Nationalspieler Christian Zeitz nach der ersten Niederlage in eigener Halle seit 1239 Tagen u...

ndPlusThomas Lipinski, SID

Reise in die Vergangenheit

Die Düsseldorfer EG und die Eisbären Berlin freuen sich auf ein Wiedersehen zwischen alten Bekannten, Meister Hannover Scorpions fürchtet dagegen schon den Abschied aus dem Titelrennen. Die alten Rivalen Berlin und Düsseldorf haben am Dienstag mit ihrem jeweils dritten Sieg ihr fünftes Play-off-Duell in acht Jahren perfekt gemacht. Für die DEG ist die Motivation besonders groß: In den bisherigen v...

Marc Schmidt und Jürgen Zelustek, SID

Kritik und Erkenntnisse

Die Zuschauer in Mönchengladbach quittierten die erste Niederlage seit neun Monaten mit Pfiffen – doch Joachim Löw ließ sich von der 1:2 (1:0)-Pleite gegen Australien zunächst nicht aus der Ruhe bringen. »Diese Niederlage ist kein Drama. In den Jahren zwischen den Turnieren gibt es immer wieder Rückschläge, aber man nimmt auch wichtige Dinge mit«, sagte der Bundestrainer. Richtig ärgern konnte sic...

Seite 20
ndPlusMichael Lenz

Machostreit mit dem Revolver

Zum Abendessen gehe ich ins Aristocrat. Das Restaurant im Zentrum Manilas hat 24 Stunden geöffnet. Zudem steht es in dem Ruf, ordentliches philippinisches Essen zu bieten. Also der ideale Ort für eine erste Bekanntschaft mit der Esskultur der Philippinen.Vor dem Genuss eines »Chicken Adobe«, einer Hühnchenmahlzeit mit dem Status »Nationalgericht«, steht die Begegnung mit einem weniger schmackhafte...

Gabi Kotlenko

Und wieder war es nicht der Gärtner ...

Zwar endete die Fahrt mit der »Titanic« bekanntlich tragisch, die Ereignisse zuvor an Bord allerdings waren im Vergleich zur Fahrt auf der MS Sunnyfair wohl eher harmlos. Mit der Sunnyfair geht es seit zwei Wochen schon Richtung Hawaii. Eine laue Sommernacht, gut gelaunte Kreuzfahrturlauber und das bevorstehende Kapitänsdinner versprechen kurzweilige Unterhaltung. Mit »Islands In The Sun« auf den ...