NASA beginnt mit Auftanken der Raumfähre »Atlantis«

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat am Freitag damit begonnen, die Raumfähre »Atlantis« für ihren letzten Flug ins All aufzutanken. Bis auf die Wettervorhersage gebe es derzeit keine Probleme, die den Start des Shuttles verhindern würden, sagte ein Sprecher des Kennedy Space Center in Florida. Der Start ist für 11.26 Uhr Ortszeit (17.26 Uhr MESZ) geplant. Allerdings liegt die Wahrscheinlichkeit für den Start wegen des Wetters bei lediglich 30 Prozent.

Kritik an schwarzer Liste für Israel-Flüge

Die schwarze Liste mit einem Reiseverbot von pro-palästinensischen Aktivisten nach Israel ist auf Kritik gestoßen. Aktivisten hatten am Morgen Schalter am Pariser Flughafen Charles de Gaulle belagert. »Israel hat seine Grenzkontrolle nach Europa verlegt und die Fluggesellschaften kooperieren dabei«, sagte Sophia Deeg vom »Deutschen Koordinationskreis Palästina Israel« am Freitag der Nachrichtenagentur dpa.

Steigende und fallende Sterne
ndPlusChristoph Nitz, Montreux

Steigende und fallende Sterne

Es war schon eine mutige Entscheidung am 7. Juli 2011 mit Carly Connor eine 18-jährige Sängerin auf die Bühne des Auditorium Stravinski zu stellen, die bislang lediglich vier Titel als EP veröffentlicht hat. Doch der Mut wurde mit einer eindrucksvollen Performance belohnt. Weniger belohnt wurden die Besucher von Chaka Khan, die aus dem Auditorium streckenweise eine Kirche machte. Zum Ende bekam sie mit "I'm every woman" gerade noch die Kurve.

Nach Schließung von "News of the World"

Nach Schließung von "News of the World"

Im Abhörskandal um die Boulevardzeitung "News of the World" gerät nun auch Großbritanniens politische Elite unter Beschuss. Premierminister Cameron sieht sich persönlich in der Verantwortung. Er will das Verhältnis von Politik und Medien neu ordnen.

Alte Männer mit Hüten zeigten wo die Hämmer hingen
Christoph Nitz, Montreux

Alte Männer mit Hüten zeigten wo die Hämmer hingen

Zwei Virtuosen der Tasten gastierten am 6. Juli in der Miles Davis Hall: Leon Russell ist einer der (un-)bekanntesten Sidemen der Musikgeschichte und Dr. John hatte in den 1970er Jahren als "The Night Tripper" seine Hochzeit mit einer Mischung aus Voodoo-Beschwörungen, Rhythm- und Blues und Soulmusik. Sie zeigten beide vom ersten Ton wo der (Klavier-)Hammer hing.

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Unten links

Wer keine Arbeit hat, macht sich welche. Alle Hände voll zu tun hatte bislang die Arbeitsagentur. Dem, der keine Arbeit hat, welche zu machen, war ihre Arbeit. »Wir machen Ihnen Arbeit« klingt bloß leider wie »Wir machen Ihnen Beine«. Und von diesem Drohruf ist es nur ein kurzer Schritt zum Satz »Wer keine Beine hat, dem machen wir welche«. Deshalb übersetzte man das »Arbeitmachen« dereinst ins sc...

Wissen und Gewissen

Manchmal ist dieser Bundestag für Überraschungen gut. Nicht, weil die gestrige Debatte über Gentests an Embryonen emotionaler ablief als andere, sondern weil diese Emotionen nicht dazu dienten, Parteilinien zu verteidigen oder Fakten zu verschleiern – wie wir es gewöhnt sind. Und weil eine Entscheidung fiel, die Gewissen nicht gegen Wissen ausspielte. Übrigens ein Zitat der CDU-Abgeordneten Ursula...

Klare Grenzen für Gentests
Silvia Ottow

Klare Grenzen für Gentests

Gentests an Embryonen sind künftig in Deutschland unter bestimmten Auflagen zugelassen. 326 Bundestagsabgeordnete stimmten gestern dem Gesetzentwurf der Befürworter der so genannten Präimplantationsdiagnostik (PID) zu. Dagegen stimmten 260 Abgeordnete, 8 enthielten sich.

ndPlusRoland Etzel

Tel Aviv rüstet für »Willkommen in Palästina«

»Willkommen in Palästina!« möchten palästinensische Familien heute hunderten ausländischen Gästen nach ihrer Ankunft auf dem israelischen Flughafen in Tel Aviv sagen. Die israelischen Behörden haben bereits angedroht, dies auf jeden Fall verhindern zu wollen.

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Rekorde der Raumgleiter

In der 30-jährigen Ära der US-Shuttles gab es eine Reihe von Rekorden – im Orbit wie am Startplatz in Florida.

Der Schwerlaster als Weltraumlabor
ndPlusJacqueline Myrrhe

Der Schwerlaster als Weltraumlabor

Wie der Name schon sagt, wurden die Space Shuttles als Fähren für Transporte zu einer von den USA dann doch nie allein gebauten Weltraumstation entwickelt. Insofern blieben sie von 1981 bis zum Baubeginn der Internationalen Raumstation 1998 ohne Reiseziel. Für die Forschung waren sie mit ihrer riesigen Ladebucht wenig geeignet. Dass dennoch Wissenschaft an Bord betrieben wurde, ist vor allem der F...

...vier, drei, zwei, eins – Schluss!
René Heilig

...vier, drei, zwei, eins – Schluss!

Das letzte Space Shuttle der NASA, die »Atlantis«, soll am Freitag auf die letzte Reise gehen. Das Programm läuft aus. Nach drei Jahrzehnten. Vergleichbares wird es nicht geben. Private US-Firmen sind derweil im Wettlauf um Aufträge. Sie wollen Mensch und Material ins All schießen und damit astronomische Profite machen.

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Katja Herzberg

Formale Gerechtigkeit nach 67 Jahren

Nach zwei Jahren ging in Italien einer der letzten großen NS-Kriegsverbrecherprozesse mit Verurteilungen der Täter zu Ende. Ihre Haftstrafen müssen die Wehrmachtssoldaten der Division »Hermann Göring« wohl nicht antreten.

Stolpersteine auf der Zielgeraden
ndPlusMichael Müller, Zagreb

Stolpersteine auf der Zielgeraden

Kroatien kann in zwei Jahren Mitglied der Europäischen Union werden. Die EU schloss jetzt nach sechsjährigen Verhandlungen die letzten Kapitel der Beitrittsverhandlungen mit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik offiziell ab. Allerdings soll Kroatien bis zum Beitritt unter Überwachung der EU stehen, um sicherzustellen, dass es die Kriterien wirklich erfüllt. Der Beitrittsvertrag soll Ende des Jahres unterzeichnet und danach von allen Mitgliedstaaten ratifiziert werden

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Der gute alte Leser

Das Institut für Demoskopie in Allensbach meldet: In Deutschland greifen wieder mehr Menschen zu Zeitungen und Zeitschriften. Zwischen 2007 und 2010 hatte es jeweils Rückgänge gegeben – und überhaupt leidet ja das Image des Gedruckten unter Eroberungszügen des Digitalen. Selbst Fischhändler – seit Urzeiten das täglich heilsame Korrektiv jenes Journalisten, der sich im Kommentierungsüberschwang in ...

Einschüchterung

Wenn es um den Widerstand gegen Stuttgart 21 geht, zeigen die Stuttgarter Ermittlungsbehörden gerne mal klare Kante. Dabei geht es weniger um Recht und Gesetz als um Einschüchterung. Da wurde die Wohnung eines Ehepaares durchsucht, weil der Mann Briefe an S21-Baufirmen geschrieben hatte; grundlose Feststellung von Personalien war eine Zeit lang Tagesgeschäft. Die Randale auf der Baustelle am 20. J...

Guantanamo ist überall

Guantanamo ist überall – wenn es sein muss, auch auf einem Schiff der US-amerikanischen Kriegsmarine. Während das berüchtigte Gefangenenlager fast ganz aus den Schlagzeilen verschwunden ist, erinnert jetzt der Fall des mutmaßlichen Terroristen Ahmed Abdulkadir Warsame daran, dass Präsident Barack Obama inzwischen in vielerlei Hinsicht das von ihm früher so scharf gegeißelte Erbe des Anti-Terrorkri...

ndPlusFabian Lambeck

Der Beirater

Da ist er wieder! Einige Zeit war es still geworden um den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und jetzigen EU-Berater für Bürokratieabbau Edmund Stoiber. Nur seine Tochter Veronica Saß brachte es vor ein paar Wochen in die Schlagzeilen, weil sie ihre Doktorarbeit teilweise abgekupfert hatte und deshalb ihren Titel zurückgeben musste. Nun aber reden und schreiben sie wieder über ihn. Denn s...

Was bedeutet die Zinserhöhung?

ND: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf 1,5 Prozent erhöht. Attac kritisiert diesen Schritt. Warum?Süß: Wenn der Leitzins erhöht wird, verteuern sich als Konsequenz die Kredite, was bei den verschuldeten Ländern zusätzlich Probleme schafft, weil sich die Zinsen ihrer Kredite erhöhen. Als Folge können sie die Krise noch schwerer überwinden, und es besteht zusätzlich die Gefahr ei...

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Krankenkassen warnen vor Zusatzbeiträgen

Düsseldorf (epd/ND). Die Krankenkassen rechnen damit, dass das geplante Gesetz zur ärztlichen Versorgung Mehrausgaben in Millionenhöhe verursachen könnte. »Steigerungen für 2013 von bis zu vier Milliarden Euro sind nicht auszuschließen, die dann durch die Versicherten über einen Zusatzbeitrag in Höhen von rund 6,70 Euro pro Monat zu finanzieren sein werden«, heißt es in einem Papier der Krankenkas...

Wieder mehr Migranten mit deutschem Pass

Wiesbaden (epd/ND). In Deutschland sind im vergangenen Jahr rund 101 600 Migranten eingebürgert worden. Das waren 5500 mehr als im Jahr 2009, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Rund ein Viertel der neuen Bundesbürger (knapp 26 200) stammt aus der Türkei.Die Eingebürgerten waren im Schnitt knapp 30 Jahre alt und lebten seit rund 15 Jahren in Deutschland. Der Frauenanteil lag be...

ndPlusMarcus Meier

Chaostage in Düsseldorf

Rot-Grün steht unter Beschuss: Seitens CDU und FDP. Aber auch die LINKE, bisher meist Zünglein an der Waage, motzt: Die Zeit des Duldens und Enthaltens sei vorbei.

Thomas Blum

75 Minuten Menschenfreundlichkeit

Gestern gab es eine Bundestagsdebatte zum Flüchtlingsschutz. Anlass war der bevorstehende 60. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention.

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Die Bundeswehr beschwert sich

Berlin (dpa/ND). Mit Ärger und Empörung reagiert der Deutsche Bundeswehrverband auf die Schmäh-Plakate gegen den in Afghanistan verwundeten General Markus Kneip. Gegner einer Bundeswehr-Veranstaltung in Hannover hatten Plakate mit einem Foto von Kneip gezeigt und dazu geschrieben: »Diesmal gibt's was zu feiern! Endlich hat's den Richtigen erwischt!« Der Bundesvorsitzende Oberst Ulrich Kirsch: »Fre...

Keine Parteispenden für Rüstungsexporteure

Keine Parteispenden für Rüstungsexporteure

Berlin (ND). Nicht nur in Oppositionskreisen hält der Widerstand gegen den am Wochenende bekannt gewordenen Verkauf von 200 »Leopard«-Kampfpanzern an Saudi-Arabien an. Die Sitzungen des Bundessicherheitsrates, der den Handel genehmigt hat, sind zwar vertraulich, doch die Kanzlerin hat das Recht, Entscheidungen des Gremiums öffentlich zu machen. »Die deutsche Öffentlichkeit hat ein Recht, alle Deta...

Barbara Martin, Stuttgart

Stress mit dem Test und der Polizei

Der grün-roten Landesregierung steht ein schwieriger Sommer bevor. Der Streit um Stuttgart 21 entwickelt sich zum Knackpunkt für die Koalition. So ist der Termin für die Präsentation des Stresstestes über die Leistungsfähigkeit des unterirdischen Bahnhofes weiter offen. Zudem kam es zur Konfrontation zwischen Polizei und Parkschützern.

ndPlusMichael Schulze von Glaßer

Auch ein »Puma« bringt was ein

Trotz zahlreicher Mängel an den Prototypen gab die Politik 2009 die Beschaffung hunderter neuer Schützenpanzer für die Bundeswehr in Auftrag – ein Milliardenauftrag für die deutsche Rüstungsindustrie. Im selben Jahr flossen auch ordentlich Parteispenden.

ndPlusMarian Krüger

Länder bauen Drohkulisse auf

Der Bundesrat diskutiert heute das widersprüchliche Gesetzespaket zur Energiewende. Während die Länder sich vor allem um Subventionen für regionale Wind- und Solaranlagen sorgen, hat die sozialen Folgekosten des Atomausstiegs außer der LINKEN niemand auf dem Schirm.

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Parlamentswahl in Syrien verschoben

Die von einer Protestbewegung bedrängte syrische Führung hat beschlossen, die für August geplante Parlamentswahl zu verschieben. Das meldete am Donnerstag die regierungsnahe Tageszeitung »Al-Watan«.

China: Wirbel um Todesmeldung

Offenbar falsche Medienberichte über den angeblichen Tod des früheren chinesischen Staats- und Parteichefs Jiang Zemin haben für erhebliches Aufsehen gesorgt.

Geheimes Verhör auf Kriegsschiff

Washington (AFP/ND). Die US-Regierung hat das monatelange Verhören eines somalischen Terrorverdächtigen auf einem Kriegsschiff als legal verteidigt. Die Internierung des 25-jährigen Ahmed Abdulkadir Warsame sei nach internationalem Kriegsrecht »rechtmäßig« gewesen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, in Washington. Das Rote Kreuz sei über die Gefangennahme informiert worden, Mitarbei...

Martin Lejeune, an Bord der »Stefano Chiarini« in Gouvia

»Wir werden nicht nach Gaza fahren!«

Für die »Stefano Chiarini« im Hafen Gouvia der griechischen Insel Korfu hat sich die Solidaritätsfahrt zum Gaza-Streifen erledigt. Fast alle pro-palästinensischen Passagiere sind von Bord des Schiffes gegangen.

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Julian Bartosz, Wroclaw

Brüssels erste Riege hofiert Warschau

Zum Auftakt der Warschauer EU-Ratspräsidentschaft am vergangenen Freitag hörten Polens Bürger nicht nur von den eigenen Regierenden lobende Worte für ihre proeuropäische Gesinnung. Auch die EU-Oberen wie Kommissionspräsident Barroso sparten nicht an Vorschusslorbeeren und feierten die »Großartigkeit« des Landes.

ndPlusPeter Nowak

EU drängt auf Bahnprojekt in Italien

»Zusammenstöße bei Protesten gegen Bahnprojekt.« Wer solche Meldungen in diesen Tagen liest, denkt sofort an den Widerstand gegen das Projekt Stuttgart 21. Doch auch in Norditalien ist der Widerstand gegen ein Bauvorhaben der Bahn wieder eskaliert.

Die griechische Krise braucht Solidarität
Elisabeth Schroedter

Die griechische Krise braucht Solidarität

Wegen der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise ist Griechenland seit geraumer Zeit nicht mehr in der Lage, den nationalen Eigenanteil aufzubringen, um Zugang zu europäischen Geldern aus den Strukturfonds zu haben. Jedes Land, das seine Projekte zur regionalen Entwicklung mit EU-Strukturfonds fördern will, muss einen Eigenanteil, die sogenannte Kofinanzierung, erbringen. Denn die EU übernimmt nich...

ndPlusGábor Kerényi, Budapest

Ein halbes Jahr Misstrauen

Der ungarische Vorsitz der Europäischen Union stand unter keinem guten Stern. Geprägt war er vom Streit um das Mediengesetz, die Verfassung und Attacken des ungarischen Premiers gegen Brüssel. Selbst positive Entwicklungen wurden von der Politik Budapests belastet.

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Deutsche Renten fallen gering aus

Länder wie Frankreich oder die Niederlande beugen dem Problem der Altersarmut deutlich besser vor als Deutschland und Großbritannien, sagt Diether Döring von der Europäischen Akademie der Arbeit. Er untersuchte die Renten in den Niederlanden, der Schweiz, in Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Fazit: Geringverdiener haben wenig Schutz vor Altersarmut durch die gesetzlichen Renten und profi...

Rechtsfrage

Betriebsrat musssich abmeldenEin Betriebsratsmitglied, das am Arbeitsplatz während seiner Arbeitszeit seinen Aufgaben nachgeht, muss sich grundsätzlich beim Arbeitgeber abmelden. Keine Meldepflicht bestehe, wenn durch die Betriebsratstätigkeit die Arbeitsorganisation in der Firma nicht gefährdet wird, entschied jüngst das Bundesarbeitsgericht in Erfurt (AZ 7 ABR 135/09). Das Betriebsratsmitglied s...

Mirko Knoche

Vorerst Happy End bei Alstom

Entwarnung für Alstom in Salzgitter. Die Beschäftigten des Waggonbauers können aufatmen, es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Darauf einigten sich Betriebsrat und Gewerkschaft in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit der Geschäftsführung. Der französische Konzern wollte 700 von 2800 Arbeitsplätzen nach Polen verlegen, nach Berechnungen der IG Metall sogar 1400. In ganz Deutschlan...

ndPlusWulf Beleites

Der Kampf geht weiter

Die Streiks der vergangenen Monate in den Redaktionen der bundesdeutschen Tageszeitungen gehen weiter: Die dju-Tarifkommission gibt grünes Licht für die Urabstimmung, und das ist gut so. Zwar zeigen sich mittlerweile die Verleger bereit, von ihrer ganz starren Haltung der prinzipiellen Verweigerung schrittweise abzugehen, im Kern aber halten sie immer noch an ihren zentralen Forderungen fest: Weni...

Peter Nowak

Testurteil: mangelhaft

Beim TÜV Nord droht rund 450 Beschäftigten der Jobverlust. IG BCE und Betriebsrat stimmten den Unternehmerplänen zu.

Heidrun Böger

Weitere Wege oder Abfindung?

Ein modernes Service-Center gleich am Leipziger Hauptbahnhof hat die Deutsche Telekom am Montag eröffnet. Das Vorhaben gehört zu einem deutschlandweiten Konsolidierungskonzept, das die Reduzierung der ehemals 83 Standorte auf dann 33 vorsieht. Die Konzernführung verspricht hier in der Brandenburger Straße moderne Arbeitsplätze für 900 Beschäftigte. Man könne einen besseren Service anbieten und vor allem die Arbeitsplätze erhalten. Doch bei den Betroffenen gibt es nicht nur Begeisterung. Auch die Gewerkschaft äußert Kritik.

Seite 10

EZB erhöht Leitzins für Euro-Zone

Frankfurt am Main (dpa/ND). Die Europäische Zentralbank (EZB) zieht die Zügel weiter an. Wegen des anhaltenden Inflationsdrucks wird der Leitzins im Euro-Raum wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent erhöht. Das teilte die EZB nach ihrer Ratssitzung am Donnerstag in Frankfurt mit. Allerdings bremst die Schuldenkrise in mehreren Euro-Ländern Europas Währungshüter auf ihrem Kurs zu höheren...

Siemens Plan für Seltene Erden

China hat das Monopol für viele wertvolle Mineralien, die für Hightech-Produkte unersetzlich sind. Das WTO-Schiedsgericht rügt Ausfuhrzölle und Quoten. Siemens will mit einem Joint Venture Zugang zu den Seltenen Erden bekommen.

Johanna Treblin

»Lex Vattenfall« gebilligt

Die Speicherung von Kohlendioxid soll in Deutschland erlaubt werden – zumindest zu Forschungszwecken. Am Donnerstagnachmittag stimmten die Abgeordneten des Bundestags gegen die Stimmen von LINKEN, Grünen und SPD in 2. Lesung für das neue Gesetz zur Abspaltung und Speicherung des Treibhausgases. Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor.

Dieter Hanisch, Husum

Netztrassen gehören in Bürgerhand

Heute will der Bundesrat erneut das Netzausbaubeschleunigungsgesetz beraten. In Schleswig-Holstein wird derweil diskutiert, was ein vereinfachtes Planungsrecht alles möglich machen könnte.

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Teilerfolg für Treberhilfe

(dpa). Die vor eineinhalb Jahren durch die »Maserati-Affäre« in die Schlagzeilen geratene Treberhilfe hat im Rechtsstreit um Vertragskündigungen einen Teilerfolg errungen. Das Berliner Sozialgericht hat nun den Senat verpflichtet, den Vertrag zum Leistungsbereich Betreutes Wohnen vorläufig fortzuführen. Die Senatsverwaltung habe den Vertrag erst Ende November 2010 und damit in Kenntnis der Vorwürf...

SPD und Grüne sinken in Gunst

(dpa). Rund zehn Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl geht es mit der SPD und den Grünen in der Wählergunst bergab. 29 Prozent der Wähler würden derzeit ihr Kreuz bei der Partei des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) setzen und 24 Prozent bei der seiner Herausforderin Renate Künast (Grüne). Das ergab eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap für die »Berliner Morgenpost« und die RBB-Ab...

Vielleicht ein paar Blumen

Der 9. Juli ist keiner dieser auffälligen Gedenktage. Politikerreden gibt es nicht, Schlagzeilen bleiben aus. An den rasch gezählten Gedenkorten in der Stadt gibt es Samstag vielleicht ein paar Blumen, meist aber wohl nicht. Nur im Neuköllner Jahnpark unweit des Hermannplatzes sieht das etwas anders aus. Hier legen seit 1987 die Grauen Panther alljährlich ein Blumengebinde nieder – am Trümmerfraue...

Streit um Schloss ohne Kuppel

(dpa) Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses ohne die historische Kuppel wäre nach Ansicht von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) ein Schaden für Deutschland. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundesrepublik die vollständige Realisierung des größten Kulturprojekts ihrer Geschichte an ein paar Millionen scheitern lässt«, sagte Thierse der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag in ...

Jenny Becker

Chaotische Zustände im Bürgeramt

Im Lichtenberger Bürgeramt in der Möllendorffstraße schien die Lage gestern ruhig – zumindest auf den ersten Blick. Doch auch hier warteten die Menschen sechs bis sieben Stunden, wie derzeit in den meisten Berliner Bürgerämtern. Wer überhaupt eine Wartenummer ergattert, kann meist schon froh sein. Es herrscht Personalnot, kombiniert mit dem gestiegenen Aufgabenpensum und der Urlaubszeit führ...

Tag der Trümmerfrauen
Andreas Heinz

Tag der Trümmerfrauen

Wenn Eva-Maria Mies den Namen des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler in Zusammenhang mit dem Thema Trümmerfrauen hört, ist sie verärgert und enttäuscht. Die 77-Jährige gehört dem Vorstand des Berliner Seniorenschutzbundes »Graue Panther« an. Jedes Jahr am 9. Juli gedenken die Mitglieder der Aufbauarbeit der Trümmerfrauen. Dabei kam man auf die gute Idee, dem Bundespräsidenten vorzuschlagen,...

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Ai Weiwei nun Akademie-Mitglied

(dpa). Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei hat seiner Aufnahme in die Akademie der Künste in Berlin zugestimmt. »Ich nehme die Mitgliedschaft mit großer Freude an. Peking, 1.7.2011«, schrieb der derzeit gegen Kaution freigelassene Künstler auf Englisch in einer handschriftlichen Notiz an die Akademie. Die internationale Gemeinschaft von Künstlern hatte Ai bei ihrer Mitgliederv...

ndPlusPeter Ensikat

Gelesen

Hans Krause war mehr als irgendeine »Distel«. Er war der zweite von insgesamt vier Distel-Direktoren zu DDR-Zeiten. Vor ihm war Erich Brehm der – leider zu Unrecht vergessene – Gründer und erste Direktor dieses Kabaretts. Manchen seiner Texte, besonders der Liedtexte, merkt man auch heute ihr Alter nicht an. Das will viel heißen bei Kabaretttexten, die doch eigentlich für den alsbaldig...

Entfesselte im Zivilisationstaumel
ndPlusVolkmar Draeger

Entfesselte im Zivilisationstaumel

Der kahle, langgestreckte Raum, in dem das reichliche Dutzend an Ölbildern von imposantem Format hängt, verstärkt noch deren Wirkung. Leer bis auf einen demonstrativ mittig stehenden Gips nach Michelangelos »Rebellischem Sklaven« mit seinem gedrehten Körper ist die Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg. Ihn – den nackten Leib in impulsiver Haltung – platziert auch Sigurd Wendland in seinen We...

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Scharfe Kritik am geplanten Radikalenerlass

Magdeburg (dpa/ND). Der von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) angestrebte sogenannte Radikalenerlass hat am Donnerstag im Magdeburger Landtag heftige Kritik bei der Opposition ausgelöst. Der Erlass wird derzeit im Innenministerium parallel zu einem möglichen Verbotsverfahren für die NPD geprüft. Mit ihm will Stahlknecht erreichen, dass verfassungsfeindlich eingestellte Mensche...

Christine Cornelius, dpa

Überfall im Bundestag

Ein Polizist hat nach ersten Erkenntnissen der Ermittler eine Poststelle des Bundestages überfallen und sich dann erschossen. Spaziergänger fanden den 48-Jährigen in Berlin-Kaulsdorf mit einer tödlichen Schusswunde am Kopf, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann gehörte zur Polizei beim Deutschen Bundestag, die für alle Parlamentsgebäude zuständig ist.»Zum jetzigen Ermittlungszeitpunkt gehen wir ...

ndPlusSönke Möhl, dpa

Strom aus der Weser

Wind und Sonne stehen im Zentrum der Debatte um die Energie der Zukunft. Dass aber auch die Wasserkraft noch Potenzial hat, wollen Investoren an der Weser in Bremen beweisen. Dort entsteht derzeit ein modernes Flusskraftwerk, das zuverlässig Strom liefern soll. Doch es gibt auch Kritik an dem Projekt.

Rudolf Stumberger, München

Gezerre um Ein-Euro-Jobs

Die bayerische Landeshauptstadt München will sich dafür einsetzen, dass Ein-Euro-Jobs künftig nicht mehr grundsätzlich das Kriterium der »Zusätzlichkeit« haben müssen. Ein Beschluss im zuständigen Ausschuss des Stadtrates von Ende Juni fordert die Möglichkeit, im »Rahmen des lokalen Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramms von dieser Begrenzung abzuweichen«, so dass somit auch eine »›marktnahe‹ Beschäftigung durch Soziale Träger möglich wird«.

ndPlusBarbara Staacke

Neue Aussichten für Müggelturm

Die Terrassen sind von Gras überwuchert. In den Betonplatten klaffen Löcher. Die einstige beliebte Ausflugsgaststätte ist zur Ruine verkommen. Auch der Turm, ein Wahrzeichen Köpenicks, benötigt dringend eine Generalüberholung. »Es ist ein trostloser Anblick«, bedauert Christel Titel, die jetzt mit ihren Kollegen nach Jahren wieder zum Müggelturm aufstieg. Dabei kann sich die 49-Jährige noch gut er...

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16 Landeslisten zugelassen

Schwerin (dpa/ND). Die CDU hat die größte Kandidaten-Mannschaft für die Landtagswahl am 4. September in Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt. Auf der Landesliste der Christdemokraten stehen 50 Namen, zudem tritt in jedem der 35 Wahlkreise ein CDU-Direktkandidat an. Die LINKE hat 34 Kandidaten auf ihrer Landesliste, die SPD 32. Der Landeswahlausschuss ließ am Donnerstag die Landeslisten aller 16 Part...

ndPlusPeter Nowak

Wo die Kunst beginnt

Sind die in einen Steinhaufen platzierten Rosen Kunst? Ist die bunt gemalte Fassade in einem leeren Wohnblock Teil der Ausstellung? Solche Fragen gehen dem Besucher des stillgelegten Militärflughafens von Neuhardenberg durch den Kopf. Dort hat das Künstlerinnenkollektiv »Endmoräne« in diesem Sommer Halt gemacht. Ein Ausflug lohnt, allerdings nicht nur wegen der Installationen. Denn eigentlich ist ...

Gudrun Janicke, dpa

Aufschwung geht an Behinderten vorbei

Die Wirtschaft ist richtig in Schwung und Monat für Monat geht die Zahl der Arbeitslosen zurück. Ausgenommen von der guten Entwicklung sind Schwerbehinderte. Der wirtschaftliche Aufschwung macht in Brandenburg nach Angaben von Sozialminister Günter Baaske (SPD) um diese Menschen einen großen Bogen.»Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist bei den Betroffenen noch nicht angekommen«, sagte Baaske. Im J...

Hendrik Lasch, Dresden

Partitur für ein Streichkonzert

Die Landesbühnen Sachsen sollen 2012 nach Ministeriumsplänen privatisiert werden. Das Orchester des Tournee-Theaters wird dabei faktisch abgewickelt – trotz lauter Proteste.

ndPlusThomas Bickelhaupt, epd

Beten im rechten Winkel

Sie ist Ergebnis eines heftigen Streits: die St.-Concordia-Kirche im thüringischen Ruhla. An die Einweihung dieser einzig original erhaltenen Winkelkirche Deutschlands vor 350 Jahren will die dortige Kirchgemeinde ab heute mit einer Festwoche erinnern.

Diepenseer Luftnummer

Sie mussten dem neuen Flughafen Berlin-Brandenburg weichen und umsiedeln. Nun sorgen sich die Diepenseer, dass die Maschinen am neuen Ort über ihre neuen Häuser fliegen.

ndPlusWilfried Neiße

Brandenburg wird Küstenregion

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Brandenburg werden wesentlich härter sein und wesentlich kurzfristiger eintreffen, als noch vor wenigen Jahren angenommen. Darüber klärten gestern die Wissenschaftler Stefan Rahmstorff und Manfred Stock vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung auf. Der Klimawandel ist kein künftiges Ereignis, er ist in Brandenburg angekommen, sagte Stock. Der erwarte...

Seite 15

Nicht besser, nur anders

Letzter Akt nach zehn Jahren Dauereinsatz für Sachsens Kunstschätze: Im Residenzschloss wird am kommenden Dienstag der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen offiziell verabschiedet. Der Vertrag von Martin Roth endet am 31. August, ab 1. September ist er Direktor des Victoria and Albert Museums in London. »Zehn Jahre sind in meiner Position genug, sonst beginnt man, seine eigenen Ideen un...

ndPlusErich Hackl

Irland mit Tang und Torf

Der österreichische Schriftsteller Richard Wall kam 1975, als junger Mann, zum ersten Mal nach Connemara, der westirischen Provinz, Grafschaft Galway. Die Frage, was ihn, den Binnenländer, an diesem entlegenen Landstrich fasziniert, erübrigt sich nach der Lektüre dieses poetischen Berichts, der vieles in einem ist: ein brauchbarer Wanderführer; ein ebenso nützliches Geschichtsbuch, das seine Sympa...

Hans-Dieter Schütt

Unterm harten Gesetz der Weichen

So wie dieses Foto aus dem Film »Rangierer« die Sommer-Einstellung unseres Gemüts stört, so störten seine Filme den Soll-Auftrag für künstlerische Abbilder der Arbeiterklasse.

Seite 16
Kaiserzeit, adieu
Udo Beckmann

Kaiserzeit, adieu

Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland werden einem sozialen Ranking unterworfen. Die Wertigkeit der Lehrerarbeit orientiert sich wie in der Kaiserzeit an der Schuhgröße der Schülerinnen und Schüler. Dieses Kastendenken passt nicht in eine moderne demokratische Schule. Es steht in krassem Widerspruch zur Aufwertung der Grundschule seit PISA 2000, zum schulstrukturellen Wandel hin zur Zweigliedrigke...

Peter Nowak

»Farbe bekennen« gegen Olivgrün

Die Bundeswehr ist auf dem Vormarsch in den Klassenzimmern. An vielen Schulen halten Offiziere Vorträge oder organisieren Seminare zur Sicherheitspolitik. Doch nicht alle Schulen wollen dabei mitmachen und erklären sich zur »militärfreien Zone«.

Bildungsrauschen

In ihrem Artikel »Weiterkommen, kinderleicht« vom 1. Juli 2011 schrieb Jeannette Otto, in Hamburg blieben dieses Jahr »Schüler der Klassen eins, zwei, vier und sieben«, nächstes Jahr »Schüler der Klassen drei und acht« und ein Jahr später die der Klassen »fünf und neun« nicht mehr sitzen. Das so eingesparte Geld von »6000 Euro pro Kind je Schuljahr« gehe »von der Grundschule bis zum Gymnasium« in ...

ndPlusTino Brömme

Studieren im Schlaraffenland?

Ach, wie schön ist die Studentenzeit! »Studenten haben’s leichter als gedacht«, titelte die »Welt«, und die anderen Zeitungen schreiben’s nach. Schaut euch doch die Zahlen an, raschelt’s im Blätterwald, die das Hamburger Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung (ZHW) veröffentlicht hat – wenn das kein Schlaraffenland ist! Nur drei Stunden verbringt der Durchschnittsstudent am Tag mit Studieren, ab...

Seite 18

Gespenstisches Bild

Keine Tore geschossen, dafür mit zwei positiven A-Proben auf anabole Steroide belastet: Für die Fußballerinnen Nordkoreas ging die Weltmeisterschaft in Deutschland mit einem handfesten Dopingskandal zu Ende. Unmittelbar vor dem Abschluss der Gruppe C am Mittwochabend in Bochum waren die beiden Abwehrspielerinnen Song Jong Sun und Jong Pok Sim wegen positiver Dopingproben von der FIFA für die Begeg...

Anstehen hinter Angela

Anstehen hinter Angela

Ich komme zu spät nach Wolfsburg. Viel zu spät. Die FIFA verlangt, dass auch Pressevertreter ihre Eintrittskarten spätestens 90 Minuten vor Anpfiff abholen, sonst werden sie weitergegeben. Und ich stehe im Stau auf der A2. Also rufe ich beim »Local Venue Media Officer« an – auch Gerd Voss genannt. Kein Problem, meint er. »Ich sag meinen Mädels bescheid.« Zehn Minuten vor Spielbeginn bin ich end...

Oliver Händler, Wolfsburg

Wenn Verlierer vom Finale träumen

US-Amerikaner sind Meister der Sportpsychologie. Das gilt auch für die Abteilung der Fußballerinnen. Keine fünf Minuten war das letzte Vorrundenspiel dieser WM gegen Schweden mit 1:2 verloren, da zog Stürmerin Abby Wambach schon Positives aus der Niederlage, die den Gruppensieg gekostet hatte. »Ist doch gut, jetzt können wir erst im Finale auf die Deutschen treffen.« Nach so einer Niederlage schon...

Seite 19

Positive Schlappe

Die Wahlschlappe von München im Kampf um die Winterspiele 2018 könnte in zwei Jahren schon einen positiven Effekt haben für Thomas Bach, der als Favorit auf die Nachfolge von IOC-Präsident Jacques Rogge gehandelt wird.

ndPlusTom Mustroph, Lisieux

Mit zu viel Köpfchen

José Joaquin Rojas setzt gern seinen Kopf ein. Der Spanier sucht sich gute Hinterräder bei den Zwischensprints und den Etappenankünften. Zwei Tage lang fuhr der Mann aus Murcia daher auch im grünen Trikot des Punktbesten. Selbst am dritten Tag verteidigte er auf der Straße sein Trikot und durfte es bei der Siegerehrung am Mittwoch erneut überstreifen. Eine halbe Stunde später musste er es jedoch a...

ndPlusDirk Godder, dpa

Pyeongchang weckt Erwartungen

Nach der Freude über die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 an Pyeongchang müssen die Südkoreaner jetzt die Ärmel hochkrempeln. Dabei geht es nicht nur um den Bau weiterer Wettkampfanlagen und den Ausbau der Verkehrsverbindungen zwischen dem abgelegenen Pyeongchang und der Hauptstadt Seoul. Mit dem Bewerbungsmotto »Neue Horizonte« wurden große Erwartungen geweckt, besonders in wirtschaft...

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Irina Wolkowa, Moskau

In Sibirien brennt es lichterloh

Der Regen, der in dieser Woche in Moskau niederging, verdampfte zum Teil schon, bevor er den dürstenden Rasen und die vor Hitze glühenden Straßen und Gehwege erreichte. Und rechte Freude kam bei den Moskowitern schon allein deshalb nicht auf, weil der Wetterdienst nichts Gutes mitzuteilen hatte. Demzufolge klettert die Quecksilbersäule schon am Wochenende erneut weit über die Dreißig-Grad-Marke. A...