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Unten links

SPD-Chef Sigmar Gabriel treibt es immer doller. Noch ziemlich zu Anfang der Affäre um den Bundespräsidenten Christian Wulff warnte er mit markigen Worten vor dessen Rücktritt. Dem SPD-Chef schwante für diesen Fall eine »echte Staatskrise«. Nun hat Gabriel den Bundespräsidenten persönlich amtsenthoben. »Er ist eigentlich schon kein Bundespräsident mehr«, sagte er einer Regionalzeitung, »er residier...

Twittern in Fraktur

Twittern in Fraktur

Sie ist bekannt für ihre revisionistischen Äußerungen: In unschöner Regelmäßigkeit macht die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vertriebenenfunktionärin Erika Steinbach durch krude Bemerkungen zur deutschen Geschichte auf sich aufmerksam. Nun sorgte sie im Internetnachrichtendienst »Twitter« für einen Eklat.

NS-Opfer gehen leer aus
ndPlusKatja Herzberg

NS-Opfer gehen leer aus

Nach Ansicht des höchsten Gerichts der Vereinten Nationen hätte Italien keine Klagen von Opfern von Naziverbrechen zulassen dürfen. Damit muss Deutschland keine weiteren Entschädigungen leisten. Menschenrechtler und Opferanwälte kritisieren diese Grundsatzentscheidung als Rückschritt im Völkerrecht.

Wie die Ressourcen zu schützen sind
Ulla Lötzer

Wie die Ressourcen zu schützen sind

Am Montag wird sich die Enquete Kommission des Bundestages zu Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität der wichtigen Frage widmen, wie sich der Konsum von Ressourcen reduzieren und von der Wirtschaftsleistung abkoppeln lässt. Schon in der Bundesregierung gehen die Positionen auseinander: Das Wirtschaftsministerium unterstützt die vor wenigen Tagen von BDI, Daimler, ThyssenKrupp und anderen Konzernen...

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Parlament will aufklären

Parlament will aufklären

nd: Das Entsetzen und die Empörung über das Wüten rechtsextremistischer Terroristen hat endlich zu einer praktischen Reaktion des Bundestages geführt. Sie werden für die LINKE im Untersuchungsausschuss sitzen. Bald sind Neuwahlen. Reicht die Zeit für eine gründliche Untersuchung?Pau: Das hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt vom Aufklärungswillen der Bundesregierung und der Landesbehörden. A...

Spuren des NSU verlieren sich

Spuren des NSU verlieren sich

Vor genau drei Monaten begannen sich Konturen eines politischen Skandals abzuzeichnen, der bleibende Schatten auf den Rechtsstaat und jene wirft, die vorgeben, ihn zu schützen. Nach einem Banküberfall in Eisenach, dem Tod der beiden Räuber und einem Wohnungsbrand in Zwickau wurde rasch klar, dass Mitglieder eines Neonazi-Netzwerk jahrelang unbehelligt mordend durch Deutschland zogen. Sie haben mindestens zehn Menschenleben auf dem Gewissen. Anmerkungen von RENÉ HEILIG.

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ndPlusKatja Herzberg

Sieg des Pragmatismus

In Italien wurde die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes im Streit um Entschädigungen für NS-Verbrechen mit Bedauern aufgenommen. Überraschend war sie nicht.

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Guttenberg getortet

Berlin (dpa/nd). Eigentlich wollte Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin in aller Ruhe über Internetthemen sprechen - dann landete eine Torte im Gesicht des Ex-Verteidigungsministers. Der EU-Berater für Internetfragen hatte sich am Donnerstag mit dem Piraten-Politiker und Netzaktivisten Stephan Urbach in einem Café in Berlin-Friedrichshain getroffen, als er, wie es später im Internet hieß, »getorte...

Fabian Lambeck

Chance oder Ausverkauf?

Die Kanzlerin wirbt um Investoren aus dem Reich der Mitte, während die Bundesbürger sich mehrheitlich wünschen, dass die Chinesen dem deutschen Markt fernbleiben mögen. Dabei haben sie hier längst Fuß gefasst.

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ndPlusRalf Hutter

Barth bleibt hart

Nachdem Mario Barth dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der »Linksjugend ['solid]« untersagte, in seiner publizistischen Arbeit ein Bild von ihm zu verwenden, klagt der Jugendverband nun seinerseits gegen den Komiker.

ndPlusOlaf Standke

Die Bundeswehr in der Führungsrolle

Mit rund 350 Vertretern aus Politik, Militär, Wirtschaft und Wissenschaft aus über 60 Staaten begann am Freitag die 48. Münchner Sicherheitskonferenz. Zur Gegenveranstaltung treffen sich Kriegsgegner auf einer Friedenskonferenz, die gestern Abend zu einem Forum geladen hatte. Auf der heutigen Protestkundgebung werden 5000 Menschen erwartet.

Peter Nowak

Merkels Weg zum Bonapartismus

Bürgerbeteiligung ist nicht nur eine Forderung, die von Links kommt. Das jedenfalls meint der Soziologe Thomas Wagner. Auch rechte Parteien versuchen damit zu punkten.

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Jetzt 101 Kältetote in der Ukraine Kiew

(dpa/nd). In der Ukraine sind erneut 38 Menschen der Kälte mit Temperaturen bis minus 32 Grad zum Opfer gefallen. Damit stieg die Zahl der Kältetoten seit dem Wochenende nach offiziellen Angaben auf 101, wie das Zivilschutzministerium am Freitag in Kiew mitteilte. Mehr als 1200 Menschen werden wegen Erfrierungen in Krankenhäusern behandelt. Die Regierung des zweitgrößten Staats Europas erhöhte di...

Resolution zu Syrien vertagt

New York (AFP/nd). Die Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat über eine Resolution zum Syrien-Konflikt sind erneut ergebnislos vertagt worden. Das Treffen am Donnerstag sei »nicht so gut« gewesen, sagte Indiens UN-Botschafter Hardeep Singh Puri in New York. Der neue Entwurf, der als Zugeständnis an Russland Details einer geplanten Machtübergabe in Damaskus nicht mehr erwähnt, soll nun an die Hauptstäd...

»Revolution in Gefahr«

Die Gewalt in Ägypten findet kein Ende. Am Freitagmorgen kam es in Kairo in der Nähe des Innenministeriums zu blutigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Dort und bei anderen Protestaktionen gab es Todesopfer.

Guatemala stellt sich seiner Vergangenheit
Oliver Lüthi, San José

Guatemala stellt sich seiner Vergangenheit

Die Eröffnung eines juristischen Verfahrens gegen den ehemaligen Juntachef Efraín Ríos Montt markiert einen neuen Höhepunkt in der Vergangenheitsbewältigung Guatemalas

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ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Druck von der linken Flanke

Frankreichs linker Präsidentschaftskandidat Mélenchon gibt sich im Ton gemäßigter. Aber nicht in der Sache.

Irina Wolkowa, Moskau

Für und wider Putin

Moskau erwartet am Sonnabend gleich mehrere Aufmärsche von Gegnern und Anhängern einer neuerlichen Wahl Wladimir Putins zum russischen Präsidenten.

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Der falsche Scheffel

Wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.« Das war die eine Botschaft von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière zur Eröffnung der 48. Münchener Sicherheitskonferenz (SiKo) gestern im Nobelhotel »Bayerischer Hof«. Gegenwärtig 7000 deutsche Soldaten auf drei Kontinenten, insgesamt seit 1991 über 300 000 im Auslandseinsatz - die Bundeswehr könne kämpfen und führen, die Bu...

Mein Gott, Erika!

Aus der Union ist man an politischer Propaganda einiges gewöhnt. Was ausgewiesene Konservative da zum Teil von sich geben, wird entweder aus der Mottenkiste des Antikommunismus hervorgeholt oder grenzt an den Tatbestand der Volksverhetzung. Mitunter auch beides. Wer sich regelmäßig im Ton vergreift, ist Erika Steinbach, Präsidentin des Bund der Vertriebenen und Menschenrechtspolitikerin der CDU. E...

Euros und Dissidenten

Der Aufenthalt der Kanzlerin in China muss ein ziemliches Martyrium für sie gewesen sein. Auf Schritt und Tritt Gängelung, Verbote und andere Ungastlichkeiten. Dissidenten konnten von Angela Merkel nicht öffentlichkeitswirksam geherzt, oppositionelle Journalisten von der Staatsbesucherin nicht mit Präsenz geadelt werden. Der Grüne Volker Beck urteilt deshalb, die Kanzlerin habe sich in vorauseilen...

Lebenslang
Detlef D. Pries

Lebenslang

Das erste Verfahren vor den »Außerordentlichen Kammern bei den Gerichten Kambodschas« ist abgeschlossen. Der 69-jährige ehemalige Mathematiklehrer Kaing Guek Eav, der sich den »Revolutionsnamen« Duch zugelegt hatte und unter der Herrschaft Pol Pots in den Jahren 1975 bis 1979 das Foltergefängnis S-21 (Tuol Sleng) in Phnom Penh geleitet hatte, wurde am Freitag von der Berufungskammer des Tribunals ...

Aufklärung unerwünscht?

Aufklärung unerwünscht?

nd: Wie kamen Sie dazu, über Klaus Barbie zu forschen?Hammerschmidt: Ein Hauptseminar an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz über die deutsche Südamerika-Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert hat mein Interesse an den »Rattenlinien« geweckt. Die »Rattenlinien« waren die von westlichen Geheimdiensten, dem Roten Kreuz und dem Vatikan initiierten Fluchtrouten, über die hochrangige NS-Funktionä...

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Freisprüche für Feldbefreier

Neubrandenburg (dpa/nd). Eine Aktion von zwei Gentechnik-Gegner gegen den Anbau der Genkartoffel Amflora aus dem Jahr 2009 bleibt ohne strafrechtliche Folgen. Das Landgericht Neubrandenburg sprach die beiden Männer am Freitag in einem Berufungsprozess vom Vorwurf der Nötigung frei. »Es könnten aber zivilrechtliche Schadensersatzansprüche des Feldeigentümers bestehen«, sagte Richter Jochen Unterlöh...

Di Mauro geht zur UBS

Mainz/Zürich (dpa/nd). Bei den »Wirtschaftsweisen« wird ein Platz frei. Die Volkswirtin Beatrice Weder di Mauro hat am Freitag ihren Abschied aus dem Sachverständigenrat für die Begutachtung der Wirtschaftlichen Entwicklung angekündigt. Sie folgt dem früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber zur Schweizer Großbank UBS. Dort ist sie für einen Platz im Verwaltungsrat nominiert. Um Interessenkonflikt...

Scheel will Energiemarkt verändern

Darmstadt (dpa/nd). Von der Grünen-Bundestagsfraktion in den Vorstand des Energieversorgers HSE: Christine Scheel will das Unternehmen klar als Ökoanbieter positionieren. »Wir brauchen auf dem Energiemarkt eine Veränderung«, sagte Scheel am Freitag. Dafür werde ein starker Partner mit Kapital gebraucht. Ein größeres Engagement des verschuldeten Hauptanteileigners Stadt Darmstadt lehne der Vors...

Hermannus Pfeiffer

Mit den Nutzern steht und fällt alles

Facebook geht an die Börse. Im ersten Schritt bietet Konzernboss Mark Zuckermann nur fünf Prozent der Papiere zum Kauf für Anleger an. Das soll den Kurs schon vor dem Börsengang in die Höhe treiben. Mit 100 Milliarden Dollar scheint der Konzern zudem weit überbewertet zu sein.

Pinochets Regime wirkt nach
Hans-Gerd Öfinger

Pinochets Regime wirkt nach

Eine Betriebsbesichtigung und Gespräche mit Betriebsräten und Gewerkschaftern in Braunschweig standen am Donnerstag auf dem Besuchsprogramm von drei Aktivisten der jüngsten sozialen Massenproteste im südamerikanischen Chile.

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ndPlusJan Mies, SID

Märchenhafte Wandlung

Tom Brady musste nicht in der Asche neben dem Herd schlafen, hatte keine böse Stiefmutter und keinem schönen Baum sein Leid geklagt. Trotzdem ist der Quarterback der New England Patriots das moderne Aschenputtel der amerikanischen Football-Liga NFL. Am Sonntag will er in Indianapolis gegen die New York Giants zum vierten Mal den Super Bowl, Amerikas größtes Sportereignis, gewinnen. Ähnlich wie ...

Alexander Ludewig

Gladbacher Leichtigkeit

Wenn Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga einen Freistoß zugesprochen bekommt, kommt es schon mal vor, dass zwei Fußballer die Ausführung mit dem bekannten Schere-Stein-Papier-Spiel unter sich ausmachen. Mike Hanke und Marco Reus stehen damit exemplarisch für die neue Gladbacher Leichtigkeit.

Sport kompakt

Björn Kircheisen lief beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Val di Fiemme auf Platz zwei. Der Johanngeorgenstädter musste sich nur Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis (Frankreich) geschlagen geben. Dritter wurde der Norweger Mikko Kokslien, der im Spurt Eric Frenzel (Oberwiesenthal) auf Rang vier verwies. 14 Spiele der italienischen Fußball-Eliteklasse Serie A sollen in der vergange...

Mitmachen im nd-Team!

Mitmachen im nd-Team!

Die nd-Mannschaft ist ein Lauffreundeskreis, der zum Rennsteiglauf Flagge zeigt. Teammitglied wird man, indem man dem »nd« Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse (wenn vorhanden) und Trikotgröße schickt: neues deutschland, Stichwort »Rennsteiglauf«, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, rennsteiglauf@nd-online.de, Tel.: (030) 29 78- 1655, Fax: (030) 29 78- 1600 Die 2012er nd-Trikots in ...

Michael Müller

Anmeldehoch vor 40. Rennsteiglauf

Der 40. GutsMuths-Rennsteiglauf ist auf bestem Wege, am 12. Mai einen Rekord zu schaffen. Dieser Tage wurde bei den Anmeldungen die 10 000er-Grenze überschritten - so früh vor dem Start wie noch nie zuvor.

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VBB kürzt bei Begleitservice

Zukünftig wird die Mobilität von Menschen mit Behinderungen in der Stadt empfindlich eingeschränkt. Seit dieser Woche hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) das Angebot des Begleitservices für Menschen mit Geh- und Sehbehinderungen stark kürzen müssen. Ab sofort werden nur noch die Hälfte der Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Mit dem Wegfall des Öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS) w...

Protest gegen NPD-Parteitag

Zivilgesellschaftliche Gruppen rufen zu Protesten gegen den für den heutigen Sonnabend geplanten NPD-Landesparteitag in Berlin auf. Das Motto: »NPD No Way!« Angemeldet ist ab 11 Uhr eine Demonstration ab U-Bahnhof Residenzstraße in Reinickendorf. Dort in der Nähe liegt ein kroatisches Restaurant, das »nd« eine Veranstaltung mit 60 Teilnehmern bestätigte. Dass es sich dabei eventuell um den Landesv...

Martin Kröger

Alt und Neu

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Das schaffen allerdings nur die Wenigsten. Jüngstes Beispiel: Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele, 72, hält sich eine erneute Kandidatur für die Bundestagswahlen 2013 offen. »Das entscheide ich kurz vorher«, erklärte er in einem Zeitungsbericht. Ströbele errang 2002 als erster Grüner bundesweit in seinem Kreuzberger Wahlkreis ein Direktmandat, 2009...

ndPlusBernd Kammer

Der weibliche Faktor

Die Debatte um eine Doppelspitze hat jetzt auch die Berliner LINKE erreicht. Besonders bei der Basis in den Westbezirken stößt dies offenbar auf Sympathie. Der Verband Charlottenburg-Wilmersdorf hatte schon auf dem Parteitag im November einen Antrag eingebracht, in dem eine Doppelspitze für den Landesverband gefordert wurde. Nach seiner Vertagung soll er nun auf dem Parteitag im Mai behandelt werden.

Schirme für Behinderte

Schirme für Behinderte

nd: Schirme für Banken sind politisch sehr in Mode. Was hätten Menschen mit Behinderungen gerne für einen?Nowak: Einen, unter den auch sie passen. Sie wollen nicht, dass Geld für Banken ausgegeben wird, während Menschen mit und ohne Behinderungen im Regen stehen. Deshalb rufen der Berliner Behindertenverband und andere für den 27. April zur Demonstration vor das Bundeskanzleramt auf?Den Europäi...

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Berlinale soll 60 000 locken

Die 62. Berlinale beschert der Stadt einen zusätzlichen Besucheransturm. Der Verband Visit Berlin rechnet während des Festivals mit 60 000 Touristen, 16 000 Filmschaffenden und 4000 Journalisten aus rund 122 Ländern.

Schau zum sakralen Raum

(epd). Im Rahmen ihrer Reihe von Kabinettsausstellungen im Evangelischen Zentrum Berlin präsentiert die Landeskirche von nächstem Dienstag an Fotografien des Kölner Künstlers Christof Klute. Die Aufnahmen unter dem Titel »Kirchenstücke« beleuchteten den Reichtum sakraler Räume »in ihrer oftmals verträumten Schönheit und Gefährdung«, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische ...

Frieren auf dem roten Teppich

(dpa). Die Show in Berlin zur »Goldenen Kamera« lockt am Samstag wieder einige Stars an. Auch Hollywood ist unterwegs: Denzel Washington und Scarlett Johansson werden als »beste Schauspieler international« geehrt. Beide Schauspieler kommen demnächst mit neuen Filmen in die deutschen Kinos: Washington (»Safe House«) im Februar, Johansson (»Marvel's The Avengers«, »Wir kaufen einen Zoo«) Ende Ap...

Drehtage auf Diät
Katharina Dockhorn

Drehtage auf Diät

Lisy Christl wird bei der Oscar-Verleihung nicht im Blitzlichtgewitter der Kameras stehen, obwohl sie bestimmt stilsicher und elegant gekleidet ist. Die deutsche Kostümbildnerin ist für die exzellente Ausstattung des englischen Hofes um Elisabeth I und der Londoner Theaterszene in der Ära Shakespeares in Roland Emmerichs »Anonymus« für den begehrtesten Filmpreis der Welt nominiert. Mit ihr hoffen ...

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US-Armee zieht ab

Ansbach (dpa/nd). Die US-Armee will mittelfristig ihre Standorte in Schweinfurt und Bamberg aufgeben. Das teilten der Schweinfurter Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) und das Bamberger Stadtoberhaupt Andreas Starke (SPD) am Donnerstagabend nach einem Gespräch mit hochrangigen US-Militärs in Ansbach mit. Verschont werden soll von den Sparplänen des US-Verteidigungsministeriums dagegen der Sta...

ndPlusAndreas Heinz

Duster, aber schön

Sie sind leuchtende Beispiele für die Geschichte Berlins, geben aber nicht allzu viel Licht ab - die Gaslaternen in der Hauptstadt. Die historischen Straßenlampen sind inzwischen nicht etwa wegen ihrer geringen Strahlkraft zum Streitobjekt geworden. Der Senat will die rund 40 000 Gasleuchten aus Kostengründen durch elektrisch betriebene ersetzen.

André Jahnke, dpa

Ein Sumpf von Korruption

Er war über die Parteigrenzen hinweg beliebt. Umso mehr erschütterte im Sommer 2011 der Selbstmord des CSU-Landrats Heinz Wölfl aus Regen im Bayerischen Wald die Menschen. Von seinem einstigen hohen Ansehen ist nichts geblieben. Es besteht Korruptionsverdacht.

Ein Schuldiger wird gesucht

Ein Schuldiger wird gesucht

Der 29. April 2009 war kein Tag, der den Berlinern besonders in Erinnerung bleiben wird. Es war stürmisch, sagt der Wetterbericht, ansonsten war es ein wunderschöner Frühlingstag. Doch die kräftige Brise aus Südost sollte einem Bauarbeiter zum Verhängnis werden. Fast drei Jahre später nun das juristische Nachspiel dieses tragischen Unfalls. Wer ist dafür verantwortlich, dass an jenem Tag ein Dachd...

ndPlusRobert D. Meyer

Eklat im Dresdner Stadtrat

Ein gemeinsamer Antrag von Linkspartei, Grünen und SPD für eine Straßenumbenennung zu Ehren der 2009 aus rassistischen Motiven ermordeten Marwa El-Sherbini ist im Dresdner Stadtrat gescheitert - am Widerstand der CDU-Fraktion. Die Christdemokraten schieben in diesem Zusammenhang eine »Kommunikationspanne« als Ursache vor.

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Landtag ohne Pastörs

Schwerin (dpa/nd). Der NPD-Fraktionschef im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, ist wegen der Verletzung der Ordnung von drei Plenarsitzungen ausgeschlossen worden. Das Präsidium ahndete damit am Donnerstagabend rückwirkend Einlassungen des NPD-Politikers in einer Debatte vom Vortag. In einem Antrag hatte die NPD-Fraktion eine Präsidentenanklage gegen Bundespräsident Christian Wulff gefordert, der we...

Frühe Bilder von Baselitz

Potsdam (dpa). 21 zum Teil bislang noch nie öffentlich gezeigte frühe Werke von Georg Baselitz sind seit Freitag in der Villa Schöningen in Potsdam zu sehen. Sie stammen hauptsächlich aus den Anfangsjahren des Künstlers in Berlin, wo er von 1956 bis 1962 studierte. »Es lag an meiner Schüchternheit und Scham. Ich war mir nicht sicher, ob sie etwas taugen«, begründete der gerade 74 Jahre alt geworde...

ndPlusGrit Büttner, dpa

In der Höhle des Gummibären

Fast zehnmal um den Erdball würde rechnerisch eine Kette aus den über 25 Milliarden Gummibärchen reichen, die jährlich in Mecklenburg das Licht der Welt erblicken. Jetzt baut die fränkische Mederer-Gruppe die Fruchtgummi-Produktion in Ostdeutschland weiter aus.

Wilfried Neiße

Nachgefragt in Salzgitter

Im rot-rot regierten Brandenburg ist der Umgang mit der DDR-Vergangenheit ein zentrales Thema der Opposition. In dieser Woche ging es um eine CDU-Anfrage zum Umgang mit den Akten der früheren Erfassungsstelle Salzgitter.

Wilfried Neiße

Weißt du, wie viel Lenins stehn?

Um die offizielle Erinnerungspolitik ist eine harte Auseinandersetzung zwischen der Landesregierung und der Opposition entbrannt. Nachdem die CDU-Fraktionsvorsitzende Saskia Ludwig der Landesregierung vorgeworfen hat, »die Symbol- und Repräsentationspolitik der SED-Diktatur« zu dulden, wurde ihre Darstellung vom Chef der Staatskanzlei Albrecht Gerber scharf als »irreführend« scharf zurückgewiesen.

ndPlusDorothea Hülsmeier, dpa

Ende der Unantastbarkeit

Erst die Theater, jetzt die Museen: In Nordrhein-Westfalen ist wieder eine Spar- und Schließungsdebatte in der Kultur entbrannt. Da stellt sich für manche die Frage: Brauchen wir überhaupt so viele Museen?

Seite 17
Der Stachel
ndPlusChristina Matte

Der Stachel

Jena, Mitte Januar, Büro der Jungen Gemeinde Stadtmitte. Jugendpfarrer Lothar König ist anwesend und abwesend zugleich. Momente, in denen er sich auf Ort und Zeit und Verabredung besinnt, müssen eingefordert werden, hartnäckig.

Seite 18
»Assad spielt nicht, er tötet uns«
Aktham Abazid

»Assad spielt nicht, er tötet uns«

Der demokratische Aufbruch in der arabischen Welt erreichte im März 2011 auch Syrien. Seitdem demonstrieren an allen Orten junge Aktivisten, Menschenrechtler und Oppositionelle für Demokratie und Menschenrechte. Obwohl das syrische Regime - anders als in Tunesien und Ägypten - blutig zurückschlägt, lässt sich die syrische Protestbewegung nicht entmutigen: Am vergangenen Wochenende gab es an 600 Orten Demonstrationen. Unterstützung erhalten die Organisatoren der Proteste auch aus Deutschland.

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ndPlusKarin Leukefeld, Damaskus

Stimmen der Vernunft

Die alte und die neue in Syrien aktive Opposition ist sehr vielfältig. Mangelnde Erfahrung, Uneinigkeit, mehrfache Spaltungslinien innerhalb Syriens und mit der Opposition im Ausland, die Ausgrenzung durch das herrschende Regime, mangelnder Zugang zu Medien und die Militarisierung des Konflikts haben sie an den Rand gedrängt.

Brücken schlagen

Brücken schlagen

Andre Find, 31 Jahre alt, ist Politikwissenschaftler und Physiker aus Leipzig. Der Mitinitiator von »adopt a revolution« versteht sich einer interventionistischen, aktivistischen Linken zugehörig. Mit ihm sprach Niels Seibert.

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Was zählt ist Mitmenschlichkeit
Friedrich Schorlemmer

Was zählt ist Mitmenschlichkeit

Ein katholischer Theologe begründet in einer Flugschrift, warum das Christentum sich neu erfinden muss. Die Kirchen befänden sich in einer fundamentalen Glaubenskrise, sagt Hubertus Halbfas, überall würde die Substanz der Tradition dahinschmelzen. Dem Verdunsten des christlichen Glaubens ist nicht mehr durch Kirchenreform beizukommen. Mut zu einem substanziellen, einem ehrlichen Nachdenken dar...

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Vom Verzaubern der Welt
ndPlusErnst Peter Fischer

Vom Verzaubern der Welt

Die moderne Physik kann technisch eine Menge mit Licht machen - sie kann es beugen, brechen und bündeln, fokussieren und polarisieren, als Laserstrahl einsetzen und noch einiges mehr -, und bei all dem kann sie höchst zutreffend und im kleinsten Detail vorhersagen, was passiert. Ein Physiker kann stets und ständig genau herausfinden, wie Licht - in der jeweils gegebenen Situation - agiert, was es tut und wie es sich verhält und erscheint.

Seite 22
ndPlusEdeltraut Felfe

Ende einer Vision

Seit 1920 haben Schwedens Sozialdemokraten über 70 Jahre zumeist allein regiert. Die beiden Wahlen seit 2006 haben sie jedoch gegen das Mitte-Rechts-Lager von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt verloren. Nach jüngsten Umfragen sind sie in der Wählergunst unter 25 Prozent gerutscht. Vom »Schwedischen Modell« ist nichts mehr übrig. Der Rückbau des Sozialstaats spielt auch rechten Parteien und Kräften in die Hände, die in Skandinavien an Zustimmung gewinnen.

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Elisabeth von Ardenne
ndPlusMartin Stolzenau

Elisabeth von Ardenne

Theodor Fontane gilt als ein »Meister des kritischen Gesellschaftsromans«. Mit seinem großen Alterswerk »Effi Briest« schuf er Weltliteratur. Das Vorbild für seine Protagonistin war Elisabeth von Ardenne, die Großmutter des berühmten Physikers und Erfinders Manfred von Ardenne.

»Der Mann ist doch krank« - E.H.
ndPlusVolkmar Schöneburg

»Der Mann ist doch krank« - E.H.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Geschichte der Todesstrafe in der DDR ist unvergleichbar mit der terroristischen Praxis der NS-Militär- und Strafjustiz, die etwa 50 000 Todesurteile zu verantworten hat.

Die verbrecherische Admiralität
Horst Diere

Die verbrecherische Admiralität

Als der Erste Weltkrieg begann, stand die Entwicklung der Unterseeboote erst in den Anfängen. U-Boote waren ursprünglich nicht für den Handelskrieg, sondern als Waffen gegen Kriegsschiffe gedacht. Das änderte sich, als bei Kriegsbeginn, entgegen der von den Admirälen der Kaiserlichen Marine erwarteten engen britischen Blockade der Deutschen Bucht, die englischen Blockadekräften an den fernen Ausgä...

Seite 24

Streit ums Geld

Trotz der neuen Finanzierungsvereinbarung für das Theater Altenburg-Gera gibt es Streit ums Geld. Der Grund: Vom kommenden Jahr an droht eine Lücke von gut zwei Millionen Euro wegen der geplanten Rückkehr der knapp 300 Mitarbeiter zum Flächentarif. Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm und der Altenburger Landrat Sieghardt Rydzewski betonten am Freitag, dass sie keinen Spielraum für weitere Zusc...

Mit Siegel

Eine restaurierte Originalausgabe der Magna Charta von 1297 soll im US-Nationalarchiv in Washington ausgestellt werden. Das Exemplar eines der wichtigsten Rechtsdokumente der Weltgeschichte mit dem Originalsiegel von König Eduard I. wird nach einjähriger Restaurierung am 17. Februar wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. Es ist eines der vier Exemplare weltweit mit dem Siegel von König Eduard ...

Pop meets Abstraktion
Barbara Reitter

Pop meets Abstraktion

Vielgestaltigkeit ist sein Programm. Grundverschiedene malerische Stile und unterschiedliche motivische Plots sind sein Markenzeichen. Denn auf Wiedererkennbarkeit kommt es Wilhelm Sasnal (Jahrgang 1972) bei seinen heterogenen Bildfindungen nicht an - weder in seiner Malerei, noch in den Filmen oder Videoarbeiten. Damit steht der junge Pole nicht allein, der seit einigen Jahren international als S...

ndPlusGunnar Decker

Viel Lärm um nichts

Helmut Dietl ist verärgert - über die Medien natürlich! Gerade um deren Charakterlosigkeit ging es in »Zettl«, Dietls Ausflug in die Berliner Gesellschaft. Dort, an der Wurzel des Übels, wollte er mittels Komödie den Tiefstand an Kultur einer dekadenten politischen Klasse bloßstellen.

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Michael Saager

Plattenbau

Die Erfolgsgeschichte der Black Keys geht weiter. Immer weiter. Muss sie auch, schließlich hat bei den Aufnahmen von »El Camino«, dem siebten Albums unseres beliebten Blues-Rock-Duos, Brian Burton (Danger Mouse) an den Reglern gesessen - der Überproduzent niveauvollen Powerpops. Und zwar im bandeigenen Studio in Nashville. In der Welthauptstadt des Country sind Gitarrist Dan Auerbach und Schlagzeu...

ndPlusIrene Constantin

Verrat! Verrat?

Man muss es mögen. Kundige Kehlen rodeln die Skalen hinauf und hinunter, singen die waghalsigsten Arpeggien und zierlichsten Kadenzen, spinnen silberne Melodiefäden von endloser Länge, lassen Töne aufblühen und verhauchen, formen Melodien von berückender Lieblichkeit, schrauben sich in maßlosem Zorn in die fernsten Höhen und Tiefen. Der Gefühlsausdruck ist alles. Die in mehr als zweieinhalb Stunde...

Ein Unzeitgemäßer
Werner Jung

Ein Unzeitgemäßer

Als Anhang zum neuen Bändchen der Lorenzen-Werkauswahl, die der Berliner Verbrecher Verlag seit 2006 mit großem Engagement betreibt, findet sich eine ausführliche Biografie Rudolf Lorenzens. Schaut man sie sich ein wenig genauer an, dann kann man erahnen, worin die Schwierigkeiten dieses Schriftstellers bestanden haben und warum er bis heute ein nahezu Unbekannter in der (west-)deutschen Nachkrieg...

Seite 26

Moderne Zeiten?

Katharina Weingartner erzählt in ihrem Film »Too Soon For Sorry« (2001) keine Geschichte aus der Zukunft: In den USA werden Bettler oder Drogenabhängige seit den 1990ern systematisch aus den Zentren der Großstädte entfernt. Zwei Millionen Menschen leben hinter Gittern, während sich Teile der Bevölkerung in Hochsicherheitsanlagen verschanzen. zum Weiterschauen: www.onlinefilm.org/de_DE/film/ 4...

Heiko Hilker

Fernsehen, Facebook und Jesus

Wie die digitalen Medien nun genau Werte und Normen in die Gesellschaft hineintransportieren, dazu hatte jetzt die Evangelische Kirche in Deutschland Medienvertreter zu einer Konferenz nach Potsdam eingeladen. An der Potsdamer Filmhochschule HFF referierte auch RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle. Die studierte katholische Theologin setzt laut evangelisch.de vor allem auf das klassische Fernse...

Festival des politischen Liedes

Walter Scheel sang einst »Hoch auf dem gelben Wagen«. Damit bewarb sich der damalige Außenminister beim Volk offiziell um das Amt des Bundespräsidenten. Sozusagen die Westvariante des Festivals des politischen Liedes. So geht Volksnähe, Herr Bundespräsident Wulff! Dem Volk aufs Maul schauen, heißt auch, zu wissen, welche Lieder es singt. Dabei war schon damals bei Scheel Vetternwirtschaft Thema. S...

ndPlusKatja Eichholz

... Nazi bin ich nicht

Das Wort »aber« - es relativiert zuvor getroffene Aussagen und deckt Widersprüche auf. Es ist nicht geeignet, Diskussionen zu beenden oder einen Konsens zu erreichen. Ein Satz der mit »aber« beginnt, lässt nichts Gutes vermuten. Die Webseite »Ich bin kein Rassist, aber...« ist ein Beispiel hierfür. Fast alle Kommentare, die die Macher der Gruppe aus Twitter, Facebook und anderen sozialen Netzwerke...

Roberto J. De Lapuente

Nach links?

Der Aufruf von Jacob Jung (bit.ly/wNJeUg) ist ehrenvoll - überhaupt keine Frage. Nur irgendwie habe ich den Eindruck, dass er an eine linke Masse appelliert, eine Gläubigkeit an eine solche Ballung hegt, eine geschlossene Linkseinigkeit voraussetzt, die es so gar nicht gibt. Er schreibt: »Unzählige linke Blogger, engagierte Publizisten und Fachleute für Internet-Kommunikation stehen bereit ...« - ...

ndPlusJochen Bülow

Fernsehen statt Kurzsicht

Die Reform der Rundfunkgebühren müsste für die Linkspartei Anlass für grundsätzliche Debatten sein. Die Partei will, so steht es im jüngst beschlossenen Erfurter Programm, »für die Stärkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kämpfen«. Dazu wäre jetzt die Gelegenheit - trotz aller berechtigten Kritik an Rundfunkräten, ihrer Zusammensetzung und den dortigen Politspielchen. Es reicht allerdings nic...

Seite 27

Patientenrechte - Was steckt im Gesetzentwurf der Bundesregierung?

Die schwarz-gelbe Koalition hat das lange erwartete Patientenrechtegesetz Mitte Januar auf den Weg gebracht. Durch den vorliegenden Entwurf wird den Patienten ein Recht auf Akteneinsicht zugestanden. Kranken- und Pflegekassen werden verpflichtet, ihre Versicherten bei Schadenersatzansprüchen zu unterstützen, beispielsweise, indem sie Gutachten bestellen und bezahlen. Außerdem ist mehr Auf...

Seite 28

Robuste Spinnennetze

Die Strapazierfähigkeit von Spinnennetzen könnte nach Einschätzung von US-Forschern als Vorbild für technologische Neuerungen dienen. Es sei nicht nur die Widerstandskraft der einzelnen Fäden des Netzes, die sie so haltbar mache, sondern auch ihre raffinierte Architektur, heißt es in einer Studie vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), die im Wissenschaftsjournal »Nature« (Bd. 482, S. 72)...

Chips nicht strahlenfest?

Moskau (dpa/nd). Ein Computerfehler und nicht die Strahlung eines US-Radars ist nach Moskauer Angaben die Ursache für den Absturz der Marsmond-Sonde »Phobos-Grunt«. Nach dem Raketenstart am 9. November ist der Bordrechner laut Untersuchungsbericht so stark von der kosmischen Strahlung irritiert worden, dass die russische Sonde die Erdumlaufbahn nicht verlassen konnte. Das sagte der Chef der Raumfa...

BIOlumne
Reinhard Renneberg, Hongkong

BIOlumne

Nach dem chinesischen Neujahrsfest sind Wassermelonen fast überall in Hongkong ausverkauft. Meine angeborene Forscherneugier treibt mich ins Internet, und Erstaunliches ist da zu lesen: US-Lebensmittelforscher weisen eindringlich auf die inneren Werte der beliebten Frucht hin. Enthalten die Wassermelonen doch neben Antioxidantien mit Citrullin auch einen wichtigen Verwandten der Aminosäure Arginin...

ndPlusMartin Koch

Rätsel um einen genialen Erfinder

Es waren hauptsächlich zwei Arten von Apparaturen, die im 18. Jahrhundert den Weg zur Industriellen Revolution ebneten: die Arbeits- und Werkzeugmaschinen, die dazu dienten, die Handarbeit zu mechanisieren. Und die Dampfmaschine, die dafür den Antrieb lieferte und um deren Erfindung sich bis heute viele Legenden ranken.

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Zwei harte Nüsse

Zwei harte Nüsse

Wie so oft musste auch für Januar bei unserem Monatsratespiel die nd-Glücksfee ran. 16 Einsender von insgesamt 121 kamen auf jeweils 36 Punkte (von 40 möglichen) und landeten somit im Loskorb.

ndPlusCarlos García Hernández, Schachlehrer

Meisterwerk

Die Partie, die wir heute vorstellen, ist ein Meisterwerk. Geschaffen hat es die aktuelle Nr. 2 der Weltrangliste, Lewon Aronjan (Armenien; 29). Er gewann gerade das »Tata Steel« Turnier, wahrscheinlich das wichtigste der Schachwelt. Sein Gegner in der unten notierten Turnierpartie war der 17-jährige niederländische Senkrechtstarter Anish Giri. Der hatte die Partie mit Weiß bis zum 13. Zug unter K...

Wissen, punkten, gewinnen

An vier Wochenenden stellen wir jeweils drei Fragen. Sie beziehen sich auf historische Daten der Folgewoche. Für jede richtige Antwort gibt es drei Punkte, bei drei Richtigen einen Zusatzpunkt. Die Punkte der vier Spielwochenenden werden für Jede und Jeden im »nd« gesammelt. Am Monatsende gewinnen die meisten Punkte; bei Gleichstand wird unter Ausschluss des Rechtsweges gelost. Lösungen der jeweil...

Voll unter Dampf beim Schach im Schacht
ndPlusRené Gralla

Voll unter Dampf beim Schach im Schacht

Das war eine Premiere in der deutschen Schachszene: Erstmals wurde ein Turnier tief unter die Erde verlegt; nd hatte am 30. Januar kurz berichtet. Um ihr 150-jähriges Gründungsjubiläum zu feiern, haben die Denksportfans in Annaberg-Buchholz ein Blitz-Open im Besucherbergwerk »Markus-Röhling-Stolln« organisiert. Ausgedacht hat sich das alles IT-Berater RONALD WILHELM (55), der das Geschehen auch im Bild festhielt.

Magnolien, Pferdemist und Lindendomizil
ndPlusBrigitte Müller

Magnolien, Pferdemist und Lindendomizil

Alpen- und Usambaraveilchen, Azaleen und Kamelien geben wie immer auf der Fensterbank dem Januar Farbe. Dazu gesellen sich die reichlich verspätet aufgeblühten Barbarazweige von Forsythie, Pfirsich, Kirsche. Ziemlich exotisch wirkt daneben die Magnolie, zumal in Begleitung von Stechpalmenzweigen. Von unserem Gartenfreund am 30. Dezember geschnitten, erschien die erste Blüte schon nach drei Wochen....

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Weichen stellen für die Zeit nach dem Öl
Ekkehart Eichler

Weichen stellen für die Zeit nach dem Öl

Mit starkem Akzent auf Kunst und Kultur, Bildung und Tradition geht das Emirat Sharjah seinen eigenen Weg. Und gewinnt dabei auch beständig an touristischer Attraktivität

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Die »kleine Schweiz« am Lago Arenal
Hilmar König

Die »kleine Schweiz« am Lago Arenal

Braun-weiß gescheckte Kühe auf der saftig-grünen Bergwiese. Oben am Hang eine Luzerner Landkapelle mit bunten Glasfenstern und beeindruckender Deckenmalerei. Unten glitzert das klare blaue Wasser eines Sees. Ein Hotel mit Restaurant und zwei Bauernhöfe im Alpenstil. Ein Bähnle mit eigenem kleinen Bahnhof. Hätten wir gestern Nacht nicht die Brüllaffen durch den Regenwald toben hören und vor wenigen...

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Lichtblick

Vor wenigen Tagen wurden in Stuttgart, für den Bau des neuen Hauptbahnhofs, dreißig Bäume gefällt. Die nächtliche Aktion ging durch die Presse: Der letzte Ort für den geschändeten Baum ist der Blätterwald.