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Unten links

Bereits 2014 könnte es weltweit so viele Mobiltelefone wie Menschen geben. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Fernmeldeunion hervor. Eine Entwicklung, die Schlimmes ahnen lässt. Denn bei einer derart immensen Zahl von Handys ist zu befürchten, dass die kleinteilig-kommoden Ohrenweiden an Stellen und Orten auftauchen, wo wir sie überhaupt nicht haben wollen. Einschlägige feindlich-ne...

ndPlusFabian Lambeck

Schiffbruch mit Ansage

Die Online-Umfrage der Piratenpartei ist in ihrer Form sicher einzigartig. Umso enttäuschender ist die miese Beteiligungsquote. Nicht einmal jeder fünfte Pirat machte von seinen Stimmrechten Gebrauch. Nie war politische Partizipation einfacher.

ndPlusMarkus Symank, Kairo

Straßenschlachten in Port Said

Bei Protesten im ägyptischen Port Said haben Demonstranten am Montag das Hauptquartier der Sicherheitskräfte in Brand gesteckt. In der Stadt Said hatten zuvor Tausende Menschen an Trauerfeierlichkeiten für drei Opfer nächtlicher Zusammenstöße mit der Polizei teilgenommen.

Schlappe für NPD vor Bundesverfassungsgericht

Niederlage für die NPD: Die rechtsextreme Partei ist mit dem Vorstoß gescheitert, ihre Verfassungstreue gerichtlich prüfen zu lassen. Eine solche Feststellung sei im Bundesverfassungsgerichtsgesetz nicht vorgesehen, stellte das Karlsruher Gericht am Dienstag klar.

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Schutz der Aktionäre

Bei dem Referendum vom Sonntag in der Schweiz wurde folgender Text der »Abzocker-Initiative« angenommen, den wir in leicht gekürzter Form dokumentieren.

Zähler der Radiesli

Für das Klischee vom Schweizer Wesen gab es einst den Begriff des »Bünzli«: blankgeputzt, pedantisch, gastfreundlich mit kommerziellem Beigeschmack. Doch längst musste der »Bünzli« der »Swissness« weichen, der offiziellen »Dachmarkenstrategie« der Eidgenossenschaft. Als typisch helvetisch sind demnach Fairness, Neutralität, Präzision und Offenheit anzusehen. Und seit sich niemand mehr für den »...

ndPlusKurt Stenger

»Angemessen« sollen sie sein

Die Verkündung der Managergehälter ist in Deutschland jedes Jahr ein Aufreger - vor allem seit der Finanzkrise: Für Empörung sorgte, dass Banker riesige Boni für waghalsige, kurzfristig erfolgreiche Geschäfte kassierten. Und als die Spekulationsblase platzte, standen Aktionäre, Beschäftigte oder der Steuerzahler dafür gerade. Manager sind bei Verlusten aus dem Schneider - auch dank ihrer Manage...

»Die Verhältnisse stimmen nicht mehr«

Nach dem Sieg der »Abzocker-Initiative« beim Referendum in der Schweiz wird auch in Deutschland wieder einmal über eine Begrenzung der Managergehälter diskutiert. Wer steckt eigentlich hinter der Initiative, und was steht genau drin? Gibt es Ideen jenseits der Aktionärsdemokratie?

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Mireia Buenaventura, Barcelona

Von Barcelona aus ins bäuerliche Leben

Barcelona kann auch immer mehr Menschen mit Studienabschluss nicht mehr ernähren. Der Stress tut sein Übriges, um selbst Menschen ohne bäuerliche Erfahrung aufs Land zu treiben. Sie gründen dort kleine oder große Projekte für alternatives Wirtschaften und Zusammenleben.

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ndPlusUwe Kalbe

Tribut an den Herd

Wie gewünscht: Die Bundeskanzlerin hat ihr Machtwort gesprochen. Ein Machtwort, wie man es von ihr gewohnt ist. Es ändert sich erst mal nichts. Wer gehofft hatte, dass die CDU-Vorsitzende ihrer Partei auf die Sprünge hilft, sah sich getäuscht.

Fabian Köhler

Schiitische Überreste

Immer noch wühlen sich Hände durch den Schutt: auf der Suche nach Angehörigen oder zumindest Überresten von ihnen. Mindestens 50 Menschen starben Sonntagnacht bei einem Selbstmordanschlag vor einer schiitischen Moschee im pakistanischen Karachi. 24 verkohlte Pilger, 90 Tote in einem Billardcafé, 97 Leichen um den Krater, der einmal ein Wochenmarkt war: Das ist allein die Bilanz anti-schiitische...

Simon Poelchau

Alle Macht den Aktionären

Die Schweiz hat abgestimmt und jetzt soll es auch in Deutschland ganz schnell gehen. Egal ob Union, SPD, Grüne oder die LINKE jeder will jetzt ganz schnell was gegen zu hohe Managergehälter machen. Selbst die marktliberale FDP ist mit dabei und will die Aktionäre stärken. Bei all dem scheinbar gleichgeschalteten Aktionismus ist Vorsicht geboten. Wenn alle das gleiche wollen, dann scheint ...

ndPlusOliver Händler

Zu kurz

Fünf langsame Schritte zurück, dann läuft Lauren Silberman an. Am Sonntag war sie in New Jersey die erste Frau bei einem Probetraining für die Männerprofiliga NFL. Sie wollte ein Zeichen setzen. Doch nun sehen viele in ihrem Auftritt nur noch einen PR-Scherz.

Brigitte Zimmermann

Italien ist nicht weit

Die Italiener versteht man also auch nicht mehr. Viel Volkes Stimme für lustvolle Laiendarsteller, die jetzt danach rufen, das schöne Wahl-Schauspiel erneut auf den Spielplan zu setzen. Ist das italienische Clown-Aufkommen nur die Vorstufe dessen, was demnächst überall eintritt?

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Uwe Kalbe

CDU fügt sich nur unwillig

Nach dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat die Union Mühe, die von ihr verteidigte Bevorzugung der traditionellen Ehe zu rechtfertigen. Doch vorerst bleibt es dabei, Angela Merkel hat ein sogenanntes Machtwort gesprochen.

ndPlusFabian Lambeck

Die Mehrheit bleibt passiv

Am Montag veröffentlichte die Piratenpartei die Ergebnisse einer Umfrage unter ihren offiziell rund 32 000 Mitgliedern. Allerdings beteiligten sich nur 5000 von ihnen an der vom 21. bis zum 28. Februar gelaufenen Befragung. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 16 Prozent.

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Vorstoß der Nord-Länder

Vor dem nächsten Energiegipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rücken die Nord-Länder zusammen. Die Regierungschefs rügen politische Schnellschüsse und verlangen einen breiten Konsens bei der Energiewende. Sie signalisieren eigene Kompromissbereitschaft.

Gesetz gegen Schulden bei Krankenkassen geplant

Angesichts Hunderttausender Versicherter mit oft hohen Schulden bei ihrer Krankenkasse will die Koalition nun die drastischen Zinsen senken. Der derzeit geltende Säumniszuschlag habe das Problem der Beitragsrückstände verschärft, heißt es in einem Referentenentwurf.

ndPlusPeter Nowak

Unpässlich

Die doppelte Staatsbürgerschaft könnte in diesem Jahr zum Wahlkampfthema werden. Abseits der politischen Diskussion zeigt ein Fall aus Hessen welche konkreten Folgen die Regelungen in Deutschland für die Betroffenen haben.

Thomas Klatt

Gefangen im Netz

Mehr als 400 000 Menschen in Deutschland gelten als onlinesüchtig. Tendenz steigend. Doch durch die Änderung des Glücksspielstaatsvertrags ist der Schutz der Spieler in den Hintergrund getreten.

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Kenia: Votum voll Gewalt

Von Gewalt überschattet haben in Kenia am Montag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattgefunden. Sechs Polizisten seien bei zwei Anschlägen in der kenianischen Küstenstadt Mombasa getötet worden, teilte Polizeichef David Kimaiyo mit. Das Attentat erfolgte vor Öffnung der Wahllokale.

Hannes Hofbauer, Wien

Das Ende der FPÖ als Protestpartei

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in den österreichischen Bundesländern Kärnten und Niederösterreich lassen sich schwer in eine Tendenz gießen.

ndPlusWolfgang Kötter

Tödlicher »nuklearer Winter«

In der norwegischen Hauptstadt Oslo begann am Montag eine zweitägige internationale Konferenz zu den Folgen eines Nuklearkrieges. Die Regierung Norwegens hat gemeinsam mit der »Internationalen Kampagne zur Abschaffung der Kernwaffen« zu dieser Tagung eingeladen.

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Hubert Thielicke

Sanktionen sind keine Lösung im Atomkonflikt

Im Streit um das iranische Atomprogramm wird eine politische Lösung immer dringlicher, um die Verschlechterung der Lebensumstände für die Bevölkerung zu stoppen.

ndPlusWerner Birnstiel

Kontinuität in der Modernisierung

Nach dem Generationswechsel in der kommunistischen Führung Chinas auf dem Parteitag im November wird bei der am Dienstag beginnenden Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses auch die Regierung verjüngt. Zur Debatte steht unter anderem die Umstrukturierung von »Superministerien«.

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Noch mehr Touristen

(dpa). Trotz Finanzkrise sollen in diesem Jahr noch mehr Touristen nach Berlin strömen. Mit einem Rekord von 26,4 Millionen Übernachtungen kann die Hauptstadt nach einer Prognose der Investitionsbank Berlin rechnen. Das wäre ein Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Blieben die Wachstumszahlen in den kommenden Jahren ähnlich hoch, könnte die Zahl der Übernachtungen bis 2015 auf 30...

Bahn verklagt Bombardier

(dpa). Die Deutsche Bahn fordert für Mängel an Zügen der Berliner S-Bahn insgesamt 350 Millionen Euro Schadenersatz vom Hersteller Bombardier Transportation aus Hennigsdorf. Eine entsprechende Klage hat die Tochtergesellschaft des Bahnkonzerns, die S-Bahn Berlin, beim Landgericht Berlin eingereicht. wie das Verkehrsunternehmen am Montag bestätigte. Eine Zeitung hatte bereits am Wochenende über ...

Tetrapak schließt Werk

(dpa). Der Getränkekartonhersteller Tetrapak will sein Werk in Berlin mit 195 Arbeitsplätzen zum Jahresende schließen. Die Geschäftsleitung von Tetrapak Deutschland spreche seit Montag mit dem Berliner Betriebsrat über einen Sozialplan, teilte die Firma gestern mit. Der Markt in Deutschland sei schwierig: 2004 habe Tetrapak noch 7,5 Milliarden Packungen abgesetzt, 2012 seien es nur noch 4,7 Mil...

Protest gegen Abschiebung

Die seit Wochen am Berliner Oranienplatz campierenden Flüchtlinge haben gegen die drohende Abschiebung eines Mannes aus Uganda protestiert. Rund 50 Demonstranten zogen am Montag von der Bayerischen Landesvertretung zu dem Camp am Oranienplatz.

Nicht verrückt nach dem Airport

Wer jetzt noch eine Spitzenposition bei den Berliner Flughäfen übernimmt, muss wahrscheinlich ein bisschen verrückt sein - egal, wie gut die Bezahlung wäre. Zwar ließe sich Ruhm ernten, wenn man die völlig verworrene Situation beim Bau des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld in den Griff bekäme. Doch das ist leichter gesagt als getan.

ndPlusRobert D. Meyer

Baustopp an der East Side Gallery

Etappensieg für den Erhalt der East Side Gallery: Nach wiederholten Protesten gegen den Teilabriss kündigte Bauherr Maik Uwe Hinkel am Montag einen vorläufigen Baustopp bis zum 18. März an. Man sei zu Gesprächen mit dem Senat und dem Bezirksamt bereit, erklärte Hinkel in einem Interview .

ndPlusMartin Kröger

Henkels Abfilmgesetz fällt durch

Heftige Schlappe für Senator Frank Henkel (CDU) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses: Bei einer Anhörung fiel sein neues Gesetz zum Abfilmen von Demonstrationen am Montag durch. Selbst ein Rot-Schwarzer Jurist wertete das Gesetz als »nicht verfassungskonform«.

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Polizeiberichte als Chronik

Mit einer Jubiläumsausstellung begeht die Polizeihistorische Sammlung in Berlin ihr 25-jähriges Bestehen. Auf 30 Schautafeln und in mehreren Vitrinen werden auf Grundlage von Tagesmeldungen und Tagesrapporten von West-Berliner Polizei und Volkspolizei in Ost-Berlin sowie damaligen Zeitungsmeldungen Ereignisse des Jahres 1988 beidseits der Mauer dokumentiert.

Waltz inszeniert an Staatsoper

Die Choreographin Sasha Waltz wird im kommenden Jahr Richard Wagners Oper »Tannhäuser« an der Berliner Staatsoper inszenieren. Das kündigte Generalmusikdirektor Daniel Barenboim am Montag in Berlin an.

Hans-Dieter Schütt

Ganz bei sich, ganz fremd

Eine S-Bahnfahrt durch Berlin. Fensterblickfetzen. Eine Frau blickt ins Vorüberrauschen. Was fängt der Blick auf? Was fügt der Geist dem Bilde, es erweiternd, hinzu? Wir werden sehen. Wera Herzberg hat Lothar Trolles »Judit« inszeniert

ndPlusBurga Kalinowski

Beifall für Marx

Samstagabend. Kurz nach 18 Uhr ist das Foyer im Heimathafen Neukölln in der Karl-Marx-Straße rappelvoll. Schlangestehen an der Kasse. Die Karten kosten 15 und 11 Euro - immerhin. Um 19 Uhr beginnt die Lesung. Das Kommunistische Manifest, vorgetragen von dem Schauspieler Rolf Becker. Seit 15 Jahren gehört es zu seinem Vortragsprogramm. 1998, zum 150. jährigen Jubiläum des Manifestes, fand die er...

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Abgesprungen

Der frühere Chef des Frankfurter Flughafens, Wilhelm Bender, will nach Querelen um seinen Vertrag doch nicht Chefberater am neuen Hauptstadtflughafen werden. Er sehe »keine ausreichende Gewähr dafür, dass seine Tätigkeit für den BER erfolgreich sein kann«, teilte sein Büro mit.

Sarah Liebigt

140 000 Wohnungen bis 2025

»Hopp, hopp, hopp, Mietenstopp!« stand groß auf dem Transparent, das Aktivisten zu Beginn der Konferenz »Wohnen in Berlin« ausrollten und damit die Einführung von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) torpedierten. Die einleitende Rede drehte sich um Zwangsräumungen und Verdrängung.

ndPlusDirk Farke, Freiburg

Bis die Vorstädte brennen

Haben die Kommunen überhaupt noch reale Möglichkeiten, die zunehmende Armut wenigstens zu begrenzen? In Freiburg beriet am Wochenende eine Armutskonferenz zu diesem Thema. Um die tieferen gesellschaftlichen Ursachen ging es nicht.

ndPlusUlrike Henning

Babymetropole der Republik

Berlin kann neben Hamburg als eine der »Babymetropolen« der Bundesrepublik gelten. So verkündete es jedenfalls Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) am Montag im St. Joseph Krankenhaus Tempelhof, als er den ersten Berliner Bericht zum Geburtsgeschehen der Hauptstadt vorstellte.

Malena Menke, dpa

Andrang beim Faultier

Für mein Kind nur das Beste: Der Konkurrenzdruck des Arbeitsmarkts wirft seine Schatten voraus und treibt Schüler auch in Rheinland-Pfalz verstärkt zur Nachhilfe. Ein Symptom für Versäumnisse im Schulsystem des Landes?

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ndPlusAndreas Hummel, dpa

Bröckelnde Balken bei Brehm

Mit seinem »Tierleben« hat Alfred Brehm über Generationen Jung und Alt das Tierreich auf unterhaltsame Weise erschlossen. Sein Erbe wird am Geburts- und Sterbeort Renthendorf in Thüringen gepflegt. Doch die Gedenkstätte ist marode.

ndPlusVolker Stahl, Hamburg

12 000 Kojen gesucht

Mehr als 100 000 Teilnehmer werden zum diesjährigen Evangelischen Kirchentag in Hamburg erwartet, insgesamt 2500 Veranstaltungen sind geplant. In der Hansestadt bereitet man sich derzeit intensiv auf das Großereignis Anfang Mai vor.

Wilfried Neiße

Inklusion als Ziel vor Augen

Das Ziel der inklusiven Schule bleibt in Brandenburg bestehen. Doch der Weg zum gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder wird verlängert. Noch immer ist für die Inklusion kein passendes deutsches Wort gefunden. Vielleicht ist auch das ein Grund, weshalb viele Menschen mit der Inklusion nach wie vor fremdeln. Doch es bleibe bei dem Ziel, in Zukunft behinderte und nicht beh...

Christiane Ratz, dpa

»Erlangte Verstandsreife«

Den Schritt ins Erwachsenenleben offiziell zu feiern, ist wieder in. Die meisten Jungen und Mädchen in Sachsen entscheiden sich für die Jugendweihe - Tendenz steigend.

ndPlusAndreas Fritsche

Streng geheime 22 Prozent

Warum verrät die LINKE, dass sich gegenwärtig 31 Prozent der Brandenburger eine schwarz-rote Landesregierung wünschen und nur 26 Prozent eine rot-rote? Das wurde Landesgeschäftsführerin Andrea Johlige gefragt, als sie am 26. Februar eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid vorstellte.

Der Lotse bleibt weg

Die Pannenserie am Hauptstadtflughafen BER reißt nicht ab. Hoffnungsträger Wilhelm Bender gibt den Verantwortlichen einen Korb und ist augenscheinlich stocksauer. Der frühere Chef des Frankfurter Flughafens will nun doch nicht Chefberater in Schönefeld werden.

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Raritäten in Nürnberg

Bislang in dieser Form nie gezeigte Druckgrafiken Rembrandts (1609-1669) sind ab morgen in einer Ausstellung des Germanischen Nationalmuseums (GNM) in Nürnberg zu sehen. Die Schau präsentiert insgesamt 44 Radierungen, die einen Einblick in Rembrandts grafisches Schaffen geben. Die Motive der Radierungen reichen von Selbstporträts und Familienbildnissen über biblische Motive bis hin zu Naturstud...

Festgehalten in Iran

Die zwei Hauptdarsteller des bei der Berlinale ausgezeichneten Films »Parde« von Jafar Panahi haben nach ihrer Rückkehr in den Iran ein Ausreiseverbot erhalten. Das sagten Freunde der Darsteller Kambozia Partovi und Maryam Moghadam am Montag in Teheran. Nach ihrer Rückkehr mussten die beiden demnach ihre Reisepässe abgeben. Wenige Tage später sei ihnen mitgeteilt worden, dass sie bis auf weiter...

Günter Agde

In der Werkstatt der Zensoren

Mit dem titelgebenden Columbus meinte Autor und Regisseur Ulrich Thein (1930-1995) in seinem fünfteiligen Fernsehfilm »Columbus 64« von 1964 den jungen munteren Georg Brecher, gespielt von Armin Müller-Stahl: Ein Journalist, der Schriftsteller werden will, fährt in die Wismut, um den Wahrheitsgehalt einer Geschichte zu überprüfen. Er gerät in die wilde Arbeitswelt des Goldgräber-»Staats im Staa...

ndPlusThomas Blum

Die Logik des endlosen Kriegszustands

In der Dokumentation »Töte zuerst« sprechen Chefs des israelischen Geheimdiensts erstmals öffentlich über ihre Arbeit. Die deutsch-israelisch-französischen Koproduktion war in diesem Jahr in der Kategorie Dokumentation für einen Oscar nominiert.

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Roberto Becker

Haneke inszenierte Mozart

Wenn sich Schauspiel- oder Filmregisseure auf die Oper einlassen, dann haben sie oft einen Kammerspielbonus und den Kamerablick auf ihrer Seite. Problematischer ist ihr Umgang mit den Zeitmaßen, den Verzögerungen und Gleichzeitigkeiten, die von der Musik vorgegeben werden. Zudem: Opernseiteneinsteiger sind zwar fasziniert von der Musik, unterschätzen aber notorisch den Stand der Rezeptionsgesch...

Christian Klemm

Zurück zu den Wurzeln

Wer hat eigentlich behauptet, dass alte Herren keine guten Platten machen? Zugegeben, die letzten Alben von Iron Maiden gingen in die Hose, AC/DC sind ein Schatten früherer Tage und die Rolling Stones siechen seit Jahren öffentlich dahin. Doch es gibt Bands, die auch im gesetzten Alter noch wissen, wie man ordentlich rockt. Da wären zum Beispiel Kiss, die kürzlich mit »Monster« ein tolles Album...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Wo bin ich?

Durch dieses Buch fliegen Krähen. Sie überfliegen zeitpunktgenau ein Stück Berliner Himmel, und da!, ein Krähenschatten auch auf dem Rücksitz eines Autos. Sogar die Teltower Bürgermeisterei wird von einem dieser schwarzen Gesellen besetzt.

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Bayer verliert Lizenzstreit

Berlin/Chennai (nd). Laut der Organisation Ärzte ohne Grenzen hat das indische Appellationsgericht für geistiges Eigentum den Widerspruch des Pharmakonzerns Bayer gegen eine Zwangslizenz für das Krebsmedikament Nexavar abgelehnt. Das Patentamt hatte dem Generikahersteller Natco im März 2012 eine Zwangslizenz zur Produktion des Nexavar-Wirkstoffes Sorafenib Tosylate zugesprochen, weil Bayer es v...

Minister sieht keine Gefahr bei Milch

Berlin (AFP/nd). Im Skandal um verseuchtes Tierfutter hat Niedersachsens Verbraucherminister Christian Meyer (Grüne) die Sorge vor gesundheitsschädlicher Milch zurückgewiesen. Mehr als 800 untersuchte Proben seien unbelastet, »von daher gehen wir davon aus, dass es keine Gefährdung für den Verbraucher bei der Milch gibt«, sagte Meyer am Montag im ZDF. Mittlerweile seien über 70 Prozent der Betr...

Teilen liegt im Trend

Für die kommenden Tage liegt der Nabel der Hightech-Welt in Hannover: Dort eröffnete am Montagabend offiziell die CeBIT. Die Messe gehört zu den größten und wichtigsten Veranstaltungen für Computer-, IT- und Telekommunikationsanbieter.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Hände weg vom Arbeitsrecht!

Mit Streiks und vielen Demonstrationen im ganzen Land wollen am Dienstag Zehntausende Franzosen gegen die Absicht der Regierung protestieren, im Interesse der Unternehmer einen »flexibleren« Arbeitsmarkt zu schaffen und geltendes Arbeitsrecht auszuhebeln.

ndPlusKnut Henkel

Bangladesch ist gleich vor der Haustür

Weltweit ist die Textilindustrie für miserable Arbeitsbedingungen in Ländern wie Bangladesch, der Türkei oder Honduras bekannt. Doch auch vor unserer Haustür herrschen teils alles andere als faire Bedingungen.w

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ndPlusCarey Biron, Washington (IPS)

Obama reformiert Nahrungshilfe

US-Präsident Barack Obama hat offenbar vor, die Nahrungshilfepolitik seines Landes umzustellen. So sollen die Empfänger künftig mit dem versorgt werden, was ihre Länder und Regionen selbst hervorbringen. Eine Koalition aus Nichtregierungsorganisationen begrüßte kürzlich die geplanten Veränderungen. Die Veränderungen bei der Lebensmittelhilfe stehen im Einklang mit Reformen, die zivilgesellschaf...

ndPlusIngolf Bossenz

Päpstlicher als der Papst - ein Fortschritt?

Seit der Rücktrittserklärung des Ratzinger-Papstes fiebert ein Phantom durch die veröffentlichte Meinung: ein Papst aus Afrika. Während Gerald Asamoah das Beispiel des »Farbigen« Obama auf die Kirche übertragen sehen möchte, fragt sich Théodore-Adrien Sarr »schon viele Jahre«, warum es keinen Papst aus Afrika gibt.

Harald Neuber

Kein Relikt aus der Vergangenheit

Der Kolonialismus ist größtenteils überwunden, aber eben noch nicht ganz. 16 umstrittene Territorien nennt der zuständige UN-Ausschuss.

Afrikas »rechtmäßige Rolle« wird kommen

Philippe Scholtès ist Direktor der Agrarwirtschaft bei der UN-Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO). In der UN-Zentrale in Wien erläutert er gegenüber unserem Korrespondenten Markus Schönherr, wie Afrika mit Hilfe seiner Landwirtschaft bald der Armut entfliehen könnte.

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Honig ist keine Medizin

Honig ist nicht nur ein Lebensmittel, die Naturheilkunde setzt auf zahlreichende heilende Inhaltsstoffe. Die Zeitschrift »Gute Pillen - Schlechte Pillen« hat untersucht, ob dies wissenschaftlicher Prüfung standhält.

Baby von Virus geheilt

US-Medizinern ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, ein bei der Geburt mit dem HI-Virus infiziertes Baby zu heilen.

Elfi Schramm

Neue Wege

Schmerzen hat wohl jeder Mensch einmal. Bei einem Drittel der Betroffenen dauert dieser Zustand länger als ein Vierteljahr. Manche sind verzweifelt und deprimiert, weil man sie nicht ernst nimmt.

ndPlusAnke Nussbücker

Apfel statt Apfelsaft

Die Neuerkrankungsrate der »Volkskrankheit« Diabetes mellitus hat sich innerhalb der letzten 15 Jahre nahezu verdoppelt. Eine qualitativ bessere Ernährung könnte die prognostizierte dramatische Entwicklung in Deutschland bremsen.

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Graubünden bleibt Olympia erspart

Bei einer Volksabstimmung im Kanton Graubünden über eine Bewerbung für Winterolympia 2022 stimmten 52,7 Prozent gegen eine Bewerbung. Die Wahlbeteiligung war mit 59 Prozent ungewöhnlich hoch: Ein Erfolg für Stefan Grass vom Komitee Olympiakritisches Graubünden.

ndPlusSebastian Stiekel, dpa

Der Europameister weint

Bei der EM hatte sogar Björn Otto Mitleid mit seinem Rivalen: Renaud Lavillenie überquerte als erster Stabhochspringer seit Sergej Bubka 6,07 Meter, der Sprung war jedoch nicht gültig. Die Frage ist dennoch: Wer außer der Jury soll ihn stoppen?

Frank Hellmann

Gestrenger Schulmeister

Seit 2004 bestimmt Mircea Lucescu als die sportlichen Geschicke bei Schachtjor Donezk - als Trainer und Manager. Mit dem Geld des Oligarchen Rinat Achmetov formte der Rumäne ein Team, das national überlegen ist und jetzt auch in der Champions League Erfolge will.

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ndPlusMartin Koch

Mal kalt, mal mild, aber wenig Sonne

»Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen«, soll Winston Churchill einmal gesagt haben. Kaum eine andere Berufsgruppe weiß das besser als die Meteorologen, von denen manche schon im Herbst versuchen vorherzusagen, wie streng und schneereich der kommende Winter sein wird. In den letzten Jahren lagen sie damit häufig daneben. Was nicht weiter verwunderlich ist. Denn das...

Henry Wasswa und Carola Frentzen, dpa

Elefanten im Gemüsegarten

Traurig blickt Richard Kagaba auf seinen Gemüsegarten - oder die Reste, die davon übrig sind. Wo vorher Manioksträucher, Mais und Kartoffeln blühten, sind jetzt nur noch enorme Fußspuren und dunkelgrüne Kothaufen zu sehen. Wenige Meter entfernt liegt mitten im Grasland Westugandas ein frisch ausgetretener Pfad, der direkt in den tropischen Urwald führt. »Wie alle meine Nachbarn wache ich täglic...

Anna Maldini, Rom

Missbrauch oder Mord?

Es gibt wohl kaum einen Kriminalfall, der die Italiener so lange beschäftigt wie das Verschwinden von Emanuela Orlandi, Tochter eines Vatikanbeamten, im Juni 1983. Seit damals gibt es immer wieder neue und zum Teil auch sehr abenteuerliche Theorien über den Vorfall.