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Son My - vor der Drohnen-Ära

Das Foto entstand vor 45 Jahren: Frauen und Kinder in Todesangst. Am 16. März 1968 überfielen USA-Soldaten die vietnamesische Gemeinde Son My, die auf Militärkarten als My Lai verzeichnet war. Ihr Befehl: »Alles unschädlich machen!«

Unten links

Es ist eine der Geißeln des Kommunikationszeitalters: Seit die Telefone nicht mehr am Draht hängen und sogar außerhalb der Wohnung mitgenommen werden können, ist die Gefahr gewachsen, dass die Geräte verschwinden. Je kleiner das Handy, desto größer die Aussicht, es nie wieder zu finden. Der Trend geht deshalb zum Zweithandy, mit dem man das erste aufspürt. Vielleicht gibt es sogar schon eine Ap...

Weiter Kernwaffen in Deutschland

Berlin (dpa/nd). Die Bundesregierung will sich weiter für den Abzug der in Deutschland verbliebenen US-amerikanischen Atomwaffen einsetzen, wie Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Freitag im Bundestag in der Debatte zum Jahresabrüstungsbericht des schwarz-gelben Kabinetts erklärte. Dieses Ziel ist im Koalitionsvertrag von 2009 formuliert. Doch lagern nach Experteneinschätzung im Fliegerhor...

ndPlusUwe-Karsten Heye

Verharmlosung ist Unterstützung

Mit dem Streit um ein NPD-Verbot leisten wir uns die falsche Debatte. Einem Verbotsantrag zuzustimmen oder doch lieber nicht, zeigt nur eine Beliebigkeit, die den Rechtsterrorismus verharmlost. Das gilt auch für die Gleichsetzung von Linksradikalismus und Rechtsextremismus. Dazu kommt der religiöse Fundamentalismus, dessen Gefahren aktuell vom Innenminister gern auch zur Ablenkung gebraucht und...

Roland Etzel

EU uneins über Waffen für Syrien

Zwei internationale Gremien beschäftigten sich in den zurückliegenden 48 Stunden mit Syrien: der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und der EU-Gipfel in Brüssel. Beide Gremien stehen hier seit langem unter Erwartungsdruck.

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Unbekannte Werkzeuge

Als He Kexin bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Goldmedaille am Stufenbarren gewann, gab es Zweifel, ob die Chinesin das Mindestalter von 16 Jahren für die Teilnahme am Wettkampf bereits erreicht hatte. Das Olympische Komitee gab sich mit den offiziellen Angaben zufrieden. Journalismus-Trainer Albrecht Ude hingegen zeigt in seinem LiMA-Seminar »Internetrecherche und Sicherheit im Ne...

Unabhängig, zukunftsfähig und »Place to be«

nd: Für euren Abschluss an der Berliner Universität der Künste entwerft ihr zu sechst einen Fahrplan für die Zukunft der LiMA. Wieso habt ihr euch für sie entschieden? Meiners: Wir machen unseren Bachelor in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Für unser Abschlussprojekt wollten wir keinen kommerziellen Auftraggeber. Ausschlaggebend für die LiMA war aber für jeden etwas anderes. D...

ndPlusRalf Hutter und Christin Odoj

Abspecken und wachsen

Wer in vergangenen Jahren die jährlich in Berlin stattfindende Linke Medienakademie (LiMA) besucht hat, wird ob der diesjährigen vermutlich zunächst irritiert sein - zu sehr unterscheidet sich die Szenerie von den vorangegangenen LiMA-Versionen. Das Veranstaltungskonzept ist gereift.

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ndPlusChrista Schaffmann, Harare

Ein teures Papier ohne Wert?

Es war kein billiges Unterfangen: I5 Millionen Dollar hat die Ausarbeitung des Verfassungsentwurfs Simbabwe gekostet. Dort wird heute über einen Verfassungsentwurf abgestimmt, den Vertreter von drei Parteien in einem vierjährigen Prozess ausgehandelt haben.

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Bafög für ältere Studenten

Nach vielen Jahren faktischen Stillstands plant die neue Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) offenbar umfassende Änderungen bei der staatlichen Studienförderung. Gegenüber der »Süddeutschen Zeitung« kündigte Wanka an, die Altersgrenze für den Bafög-Anspruch zu erhöhen und den Kreis der Berechtigten zu vergrößern.

Brief an den Ausschuss

Auszüge aus dem Schreiben der kurdischen Mitbürgerin aus Köln: Ich habe gelesen, dass demnächst Otto Schily vor Ihrem Untersuchungsausschuss angehört und es dabei wieder um die Keupstraße gehen wird. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um zu berichten, welche Auswirkungen die politische Entscheidung, nicht mehr gegen ein rechtsextremistisches Milieu zu ermitteln, damals nach dem Nagelbom...

René Heilig

»Bedrückender Sachverhalt«

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily hat am Freitag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages ausgesagt. Er nannte die Fehlermittlungen zur NSU einen »höchst schockierenden und äußerst bedrückenden Sachverhalt« und übernahm für seine Amtszeit politische Verantwortung.

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An Euratom wird nicht gerüttelt

Berlin (nd). Zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan versuchten die Oppositionsparteien am Freitag im Bundestag vergeblich, die schwarz-gelbe Koalition zu einer konsequenteren Haltung in der Atompolitik zu bewegen. Grüne und SPD sehen eine dringende Reformbedürftigkeit des europäischen Euratom-Vertrages und forderten die Regierung zum Handeln auf. Vor allem das in de...

Top-Managergehälter auf dem Index

Vor wenigen Monaten noch verwies die Linkspartei zu Recht darauf, dass sie die einzige Partei sei, die Managergehälter in Millionenhöhe begrenzen wolle. Nun ist ein wahrer Wettlauf der Parteien um die vernünftigste Begrenzung entstanden, freilich mit unterschiedlicher Konsequenz.

ndPlusReimar Paul

Castor-Pause bis 2015

Atomkraft-Gegner und Polizeibehörden im Wendland können sich auf eine längere Pause einstellen. Wie schon im vergangenen, sollen auch in diesem und im nächsten Jahr keine Transporte mit hochradioaktivem Atommüll ins Zwischenlager nach Gorleben rollen.

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ndPlusMax Böhnel, New York

»My Lai« rüttelte die USA-Bevölkerung wach

1969 war es, als Bilder und Berichte vom Massaker in »My Lai« bewiesen, dass die Friedensbewegung in den USA Recht hatte. Sie trugen zu einem Stimmungsumschwung in der Bevölkerung des Landes bei.

Roland Etzel

Giftgas auf Halabja

Heute vor 25 Jahren verübte die irakische Luftwaffe einen Giftgas-Angriff auf Halabja, eine Stadt auf irakischem Staatsgebiet in Kurdistan. Tausende Zivilisten starben - und doch wollte außerhalb Kurdistans lange Zeit niemand davon Kenntnis nehmen. Das Verbrechen und der Umgang damit wirken bis heute nach.

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Israels Regierung steht

Der konservative Netanjahu und seine wichtigsten Koalitionspartner Jair Lapid von der Zukunftspartei und Naftali Bennett von der Siedlerpartei unterzeichneten am Freitag einen Koalitionsvertrag. Die Koalitionäre haben sich vor allem in der Innenpolitik viel vorgenommen.

»Linke antiklerikale Elemente«

»Es hat nie glaubwürdige, konkrete Anschuldigungen gegen ihn gegeben. Die argentinische Justiz hat ihn nie angeklagt«, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag. Franziskus, der am Freitag die in Rom versammelten Kardinäle empfing, äußerte sich selbst nicht dazu.

Kay Wagner, Brüssel

Zypern überraschend Gipfelstürmer

Als wäre es langweilig, wenn es auf einem EU-Gipfel mal nicht um die Rettung eines Euro-Landes geht: Plötzlich stand Zypern doch im Rampenlicht des Treffens der 27 Staats- und Regierungschefs. Die Beziehungen zu Russland hatten wenig Platz, die Proteste Tausender gar keinen.

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Olaf Standke

Langer Atem

Wir haben noch nicht alles erreicht. Aber wir werden unbeirrt und mit langem Atem an der Abrüstungspolitik, einschließlich der nuklearen Abrüstung, festhalten.» Sätze wie diese während der gestrigen Parlamentsdebatte zum Jahresabrüstungsbericht der Bundesregierung lassen wirkliche Abrüstungsaktivisten die Köpfe schütteln oder führen gleich zur Zornesröte. Denn mit ihnen schönt Außenminister Wes...

Jugendstil
Dieter Hanisch

Jugendstil

Allein das könnte für einige Delegierte Grund sein, am Sonntag Tilmann Schade zum neuen Landesvorsitzenden der Grünen in Schleswig-Holstein zu wählen: Er ist erst 20. Der Kieler schickt sich damit an, jüngster Parteivorsitzender Deutschlands auf Landesebene zu werden.

ndPlusJürgen Amendt

Geben und Nehmen

Man sollte Ankündigungen von Politikern, sie planten eine »umfassende Reform«, stets mit Skepsis begegnen. Das schützt vor bösen Überraschungen und vermeidet Enttäuschungen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka will also die studentische Ausbildungsförderung »umfassend reformieren«. Sagt sie - und meint es wahrscheinlich durchaus ernst. In der Tat geht das Bafög mit seinen starren Altersgrenz...

ndPlusWolfgang Storz

Sackgassen-Demokratie

Hans Ulrich Wehler, Sozialhistoriker, bilanziert: »Hundert Milliardäre stehen 2012 an der Spitze von 345 000 Vermögensmillionären: Die deutschen Reichen waren noch nie so reich wie in der unmittelbaren Gegenwart.« In diesem Reichtum steckt viel Gerhard Schröder.

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IWF fordert Hilfe für Palästinenser

Washington (AFP/nd). Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat rasches Handeln gefordert, um die Wirtschaft in den Palästinensergebieten wieder in Gang zu bringen. Die palästinensische Autonomiebehörde, die israelische Regierung und die Geberländer müssten »dringend handeln«, erklärte der IWF am Donnerstag. Als Wachstumshemmnisse nannte der IWF die israelische Siedlungspolitik, die Blockade de...

Pillen nicht per Ferndiagnose

Berlin (dpa/nd). Der Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) fordert mehr Schutz deutscher Patienten bei Arztsprechstunden im Internet. So biete die britische Online-Arztpraxis DrEd auch in Deutschland in großem Stil reine Sprechstunden inklusive Verordnung von Medikamenten an. »Der Patientenschutz wird ausgehöhlt«, sagte Singhammer. »Die Bundesregierung ist aufgefordert, deutsches Recht ...

Gift für Verbraucher und Umwelt

Berlin (nd). Die gefährlichsten Finanzprodukte Europas sind Credit Default Swaps (CDS) für Staatsanleihen aus Schwellenländern und Nahrungsmittelfonds. Das ist das Ergebnis einer Internetabstimmung des EU-Abgeordneten Sven Giegold (Grüne), der Hilfsorganisation Share und der Globalisierungskritiker von WEED. Knapp 2000 Menschen stimmten darüber ab, welche Produkte Verbraucher und Investor...

Stresstest: US-Banken müssen nachbessern

Washington (dpa/nd). Empfindlicher Schlag für zwei große US-Geldhäuser: Die US-Notenbank Fed zeigt im zweiten Teil des jährlichen Stresstests der Goldman Sachs Group sowie der JP Morgan Chase die gelbe Karte. Zwar wurden die Kapitalpläne der Banken nicht ausdrücklich abgelehnt. Sie müssen aber nachbessern und bis Ende des dritten Quartals neue Kapitalpläne vorlegen. Zwei weitere Institute...

Kurt Stenger

Banken, macht euer Testament!

Banken in Deutschland sollen künftig nach dem Willen von Schwarz-Gelb ein Testament machen müssen. Der am Freitag erstmals im Bundestag beratene Gesetzentwurf sieht vor, dass große Geldhäuser ab 2014 Pläne für die Sanierung bzw. Abwicklung im Fall einer Schieflage erstellen müssen.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Schifffahrtskrise bedroht Banken

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnte dieser Tage in Hamburg vor den maritimen Risiken für die Finanzwirtschaft, die Krise der Seefahrt sei noch lange nicht bewältigt. Dombret sieht ein »beträchtliches Risiko im Bankensektor« und beziffert es auf 100 Milliarden Euro.

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Fast schon Utopie

Heute starten die Playoff-Spiele um die deutsche Volleyballmeisterschaft. Am Sonntag trifft Berlin Volleys auf den Aufsteiger VC Dresden, der überraschend den CV Mitteldeutschland aus Spergau aus dem Rennen warf. Mit dem Dresdener Trainer SVEN DÖRENDAHL sprach GABI KOTLENKO.

ndPlusFrank Hellmann

Gefräßige Elite

Spanische Verhältnisse in der Bundesliga? Der FC Bayern, Dortmund und Schalke vereinen 40 Prozent des gesamten Ligaumsatzes auf sich. Ein Spitzenspieler ist so teuer wie der gesamte Kader des Tabellenletzten aus Fürth. Dies scheint erst der Anfang einer Entwicklung sein.

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Rund 19 000 Stromsperren

(epd). In Berliner Haushalten ist im vergangenen Jahr von Energieversorgern fast 19 000 mal der Strom und fast 1900 mal das Gas abgedreht worden. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Berliner Senats-Wirtschaftsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Piraten-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor. 2012 seien über 1,8 Millionen Mahnungen von Vattenfall an säumige Strom...

Kein Betrug bei Flugrouten

(dpa/nd). Für einen möglichen Betrug mit den Flugrouten vom Hauptstadtflughafen liefern die Zeugen im Untersuchungsausschuss weiterhin keine Belege. Der Bund hat nach Angaben des früheren Verantwortlichen bei der Deutschen Flugsicherung keinen Einfluss auf die Routenplanung genommen. »Eine Einflussnahme des Verkehrsministers auf meinen Bereich hat definitiv nicht stattgefunden«, sagte Heinrich ...

Wider den Einheitsbrei

Berlin ist, wenn ein Kind zwischen zwei Müttern Sandkuchen backt, wenn zwei Väter ihren Dreikäsehoch daran hindern, die Regale in der Kaufhalle leerzufegen. Berlin ist nicht 100-prozentig, aber doch überwiegend in der Vielfalt der Familienmodelle des 21. Jahrhunderts angekommen. In der (bayrischen) Provinz zum Beispiel werden Regenbogenfamilien dagegen immer noch bloß in schöngefärbten Montagab...

Weniger Zwangsumzüge

(epd/nd). Die Zahl von zwangsweisen Umzügen von Hartz IV-Empfängern wegen zu hoher Wohnkosten hat sich im vergangenen Jahr halbiert. Wie die »taz« unter Berufung auf die Senatssozialverwaltung berichtet, mussten 612 Hartz IV-Haushalte umziehen. 2011 waren es den Angaben zufolge noch 1337 Haushalte. Zur Begründung für den Rückgang wurde auf die sinkende Zahl von sogenannten Bedarfsgemeinsc...

ndPlusMartin Kröger

Grünes-Spitzenduo will's noch mal wissen

Es gibt da diese Anekdote vom halben Steuerrad, das unübersehbar im Flur der Grünen-Landesgeschäftsstelle in Berlin-Mitte hängt. Ursprünglich hatte der Landesverband das ganze grüne Steuerrad - als Symbol der Macht - im Mai 2011 der Grünenfraktion zum 30-jährigen Jubiläum ihrer Mitgliedschaft im Abgeordnetenhaus vermacht. Als die damaligen Realo-Fraktionsvorsitzenden Ramona Pop und Volker Ratzm...

ndPlusNissrine Messaoudi

Vater, Vater, Kind

Homo-Ehe, Adoptionsrecht, Steuervergünstigung. Während die Politik noch über die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren diskutiert, hat am Freitag in Berlin Deutschlands erstes Regenbogenfamilienzentrum eröffnet. Zahlreiche Politiker kamen nach Schöneberg.

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Mehr Eintritt für Staatliche Museen

(dpa). Die Staatlichen Museen zu Berlin erhöhen zum 1. April teilweise ihre Eintrittspreise. In stark besuchten Häusern wie etwa dem Pergamonmuseum, dem Neuen Museum oder der Alten Nationalgalerie sind künftig zwei Euro mehr für ein normales Ticket fällig. In Häusern wie dem Hamburger Bahnhof oder der Neuen Nationalgalerie bleiben die Eintrittspreise unverändert, um Anreize für den Besuch zu sc...

Oper plant sieben Premieren

(dpa). Mit Starsängern wie Elina Garanca und Klaus-Florian Vogt geht die Deutsche Oper Berlin in die kommende Spielzeit. Zur Saison 2013/14 plant die größte der drei Berliner Opernbühnen sieben Premieren und eine Wiederaufnahme von Wagners »Ring des Nibelungen«. Die Hälfte der neu produzierten Opern würden in Berlin selten aufgeführt, sagte Intendant Dietmar Schwarz bei der Vorstellung des Prog...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Winterreise ins Kriegerherz

Leben heißt Boden verlieren. Also stampfen wir auf, als stimmte diese Behauptung nicht. Leben heißt Niederwurf, also kämpfen wir, als sei der Sieg über andere eine Rettung. Leben heißt: Lass mich in Frieden - dafür ist uns jeder Krieg recht. So wütet, wüstet, wuchert Existenz sich voran.

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Größtes Porzellanbild

Dresden (dpa/nd). 102 Meter lang ist der Fürstenzug an der Außenseite des Stallhofes am Dresdner Residenzschloss. Die überlebensgroßen Figuren wurden auf rund 23 000 Meißener Porzellanfliesen aufgetragen - das Ganze gilt als größtes Porzellanbild der Welt. Zu sehen sind 35 Markgrafen, Herzöge, Kurfürsten und Könige Sachsens sowie Wissenschaftler, Künstler, Handwerker, Soldaten, Kinder und Bauer...

Harald Neuber

Zweite Chance?

Das Griechische Kulturzentrum in Steglitz wird ab Ende März ohne Förderung durch den Senat dastehen. Nach einem Treffen mit Gemeindevertretern sagte die Integrationsbeauftragte des Senats, Monika Lüke, zwar eine mögliche Aufnahme der Förderung für das zweite Halbjahr 2013 zu. Für mindestens drei Monate wird das Zentrum mit seinen 14 Vereinen und Gruppierungen aber keine Mittel mehr für die lauf...

ndPlusKlaus Teßmann

Zehn Jahre Friedenspark

Der Marzahner Jugendklub »Anna Landsberger« hat sich in den vergangenen Tagen in eine Künstlerwerkstatt verwandelt. 30 Jugendliche aus fünf Ländern haben Ideen geschmiedet, Entwürfe diskutiert und schließlich Plakate und Flyer gedruckt. Das zehnte Jubiläum des »Jelena-Šantić-Friedensparks« wird heute begangen.

ndPlusMalena Menke, dpa

Bio mit Braunstich

Die Kombination verblüfft auf den ersten Blick: Naturschutz und Rechtsextremismus? Tatsächlich tarnen viele Rechtsradikale ihre braune Gesinnung inzwischen mit vordergründig grünen Ideen. Mit einer Informationsbroschüre will das Mainzer Umweltministerium aufklären.

ndPlusAndreas Fritsche

Leser wandern durch den Schlosspark

Bevor wir das Tor durchschreiten, nimmt Wanderleiter Gerhard Wagner seinen Vierbeiner Pekka an die Leine. Etliche Besucher benutzen den Schlosspark Charlottenburg als Hundeauslaufgebiet. Doch wir halten uns an die Vorschriften. Bei der »nd«-Wanderung am 14. April kommen auf diesem Abschnitt auch keine Markierungen an die Bäume. Die Strecke ist ohnehin nicht zu verfehlen: einfach vom Parkeingang...

Rudolf Stumberger, München

In Bayern gibt es die meisten Schusswaffen

Rund 1,15 Millionen Schusswaffen sind in Bayern registriert, mehr als in allen anderen Bundesländern. Dazu kommen die illegalen Waffen. Kritiker wollen das so nicht hinnehmen.

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Kein Bock auf Sachsen

Dresden (dpa/nd). Nur rund 40 Prozent der Studierenden in Sachsen möchte auch nach der Uni im Freistaat bleiben. Das habe eine Befragung von 5800 Studierenden im Frühjahr 2012 ergeben, teilte das Wissenschaftsministerium am Freitag in Dresden mit. Das Studium selbst kommt bei den meisten gut an: 59 Prozent sagten, dass sie mit ihrer aktuellen Situation an der Uni sehr zufrieden seien. Bei der e...

ndPlusAndreas Fritsche

VVN gegen vermischtes Gedenken

Wo es in Potsdam bei der Kultur des Gedenkens Defizite gebe und ob ein zentraler Gedenkort geschaffen werden sollte, das wollte die Stadtverwaltung wissen. Sie entwickelt ein Gedenkkonzept und hat um die Beantwortung eines Fragenkatalogs gebeten. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) lehnte ab. Sie machte das am Freitag mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Jann Jakobs...

Romina Kempt, dpa

Putzen bis der Frühling kommt

Im Frühjahr kommt unter den getauten Schneehaufen allerlei hässlicher Unrat zum Vorschein. Auch in Sachsen-Anhalt rufen deshalb zahlreiche Städte zum Frühjahrsputz auf.

ndPlusMarco Krefting, dpa

Berufsberatung in der Moschee

Sprachprobleme, veraltete Rollenbilder und unsichere Eltern: Eine Arbeitsagentur in der Nähe von Stuttgart engagiert eigens eine Muslimin als Berufsberaterin. Die Türkin hat sogar eine Liste mit Firmen, die Frauen mit Kopftuch einstellen.

Wilfried Neiße

Berliner stehlen im Umland

Neben der Kriminalität nahe der polnischen Grenze gibt es eine andere grenzüberschreitende Kriminalität, die der Polizei stark zu schaffen macht: Vor allem das Berliner Umland wird von Tätern aus der Bundeshauptstadt heimgesucht, wurde gestern bekannt, als Innenminister Dietmar Woidke (SPD) die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2012 vorstellte. Zwar gibt es in Einzelfällen auch brandenb...

ndPlusHarald Lachmann

Flugversuch am Karabinerhaken

Das thüringische Steinach bietet eine einzigartige Attraktion: Skispringen für jedermann - und zu jeder Jahreszeit. Durch ein Seil gesichert, segelt man nach einer kurzen Aufwärm- und Technikübung 150 Meter durch die Luft - und kommt dennoch sanft an.

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Ulrike Gramann

Weiners Traum

Zuerst nehme ich das Oval seines Gesichts wahr, zarte Augenbrauen, für einen Mann. Andreas Weiner kommt mir einen Schritt entgegen. Gleichzeitig betreten zwei Frauen hinter mir das Foyer. Jetzt ist es voll. Sie werden begrüßt und gehen nach links, ins Gewölbe, hinein ins Theaterchen. Weiner bietet an, meine Tasche zu verstauen. Danke nein, ich lehne sie an die Mauer und mich platzsparend danebe...

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Die herrschende Ordnung bröckelt

Die herrschende Ordnung bröckelt

Noam Chomsky, Professor am (MIT) in Cambridge, seit dem Vietnamkrieg scharfer Kritiker der US- Außen- und Wirtschaftspolitik über den Begriff des »Intellektuellen«, Realsozialismus, Marxismus und Anarchismus sowie über den Niedergang des US-Imperiums. Max Böhnel sprach mit ihm.

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ndPlusBernd Zeller

Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse kann mit vielen Superlativen und Komparativen die Besucher und Sachkundigen in Erstaunen versetzen, auch mit Nominativen. Die Zahl der Neuzulassungen bei Büchern wird auf jährlich über siebzigtausend geschätzt, demgegenüber besuchen circa einhundertfünfzigtausend Personen die Messe. Im Durchschnitt kommt also jedes Buch auf zwei Interessenten, wobei festzuhalten ist, das...

Die Gefahren der Sicherheit

Erst hatte mir das Thema nicht eingeleuchtet, zu dem ich Mitte Februar auf ein Symposion nach Dürnstein in der schönen Wachau eingeladen war: »Risiko Sicherheit«. Aber je länger ich in dem bezaubernden Rokokokloster unter einem Freskohimmel saß, desto mehr konnte ich mit dem Grundgedanken anfangen, dass nichts in modernen Zeiten gefährlicher ist als der Glaube an die Garantie. Angst macht dumm....

ndPlusSimone Schmollack

Die Last, die du nicht trägst

»Dann plötzlich, um sechs Uhr morgens, hört sie auf zu atmen. Einen Moment später stöhnt sie noch einmal laut auf, und für eine Sekunde steht die Welt für mich still.« Martina Rosenberg, von der diese Zeilen stammen, verbrachte die Nacht neben ihrer sterbenden Mutter auf der Couch. Sie beginnt zu weinen, als der letzte Hauch dem schlaffen Körper entweicht. Die Tochter kann nicht mehr aufhören z...

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Kevin Clarke

Vorsätzlich vergessen?

Auf den ersten Blick würde man meinen, dass an einer umfassenden Aufarbeitung der DDR-Geschichte kein Mangel besteht. Regelmäßig erscheinen Bücher, Ausstellungen, Dokus und Spielfilme, die alle nur erdenklichen Aspekte der DDR-Geschichte beleuchten. Umso erstaunlicher, dass ein ganzer Forschungszweig das Thema mit Missachtung straft. Die Rede ist von der deutschsprachigen Operettenforschung und...

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Winklers Fehlschuss

Der Umgang mit deutscher Nazivergangenheit steht zur Debatte, es geht um die Frage, wie nach dem Zweiten Weltkrieg hochrangige Faschisten weiter politische Karriere machen konnten. Heinrich August Winkler, namhafter Historiker der Republik, will einen Punkt gegen die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht machen - und behauptet, dass ehemalige NSDAP-Mitglieder sogar Chefredakteur des »Neuen Deuts...

Wilfriede Otto

Die Einheit und Reinheit der Partei

Als auf dem Außerordentlichen Parteitag der SED/PDS im Dezember 1989 die denkwürdigen Worte fielen, »Hier muß man alles aufklären«, bezogen sie sich auch auf die sogenannte Fraktion Zaisser/Herrnstadt. Der Ausschluss der beiden hochrangigen Funktionäre aus der SED auf einem ZK-Plenum im Januar 1954 war nach erfundenen, von der Zentralen Parteikontrollkommission (ZPKK) und dem Politbüro zusammen...

Das ging ins Auge

»Nun steht also fest«, notierte der ehemalige Chefredakteur des »Neuen Deutschland« Rudolf Herrnstadt (1903-1966) im August 1963 nach der Lektüre des einst von ihm geleiteten Blattes, dass auch sein ältester Freund, der tschechische Kommunist und Publizist Ludvik Frejka »ermordet wurde«. Und er ergänzte: »Es gibt kaum noch jemanden von den mir nahestehenden Menschen aus den Jahren 1930 bis 1953...

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WOCHEN-CHRONIK

16. März 1978: Der italienische Politiker Aldo Moro wird von den »Roten Brigaden« entführt, seine Leiche am 9. Mai in Rom entdeckt. 17. März 1908: Die englische Zeitung »Daily Mirror« veröffentlicht das erste Fahndungsfoto, das per Bildfunk von Paris übermittelte Konterfei eines Juwelendiebes. 18. März 1843: Karl Marx erklärt seinen Austritt aus der Redaktion der »Rheinischen Zeitun...

»An mein Volk ...«
Gerd Fesser

»An mein Volk ...«

Am 16. März 1813 erklärte Preußen dem napoleonischen Frankreich den Krieg. Am Tag darauf wandte sich König Friedrich Wilhelm III. mit dem Aufruf »An mein Volk« an seine Untertanen. Er gab darin Rechenschaft über Ursachen und Ziele des Krieges und sprach die Untertanen als »Preußen und Deutsche« an. Der König (Foto: epd) handelte nicht aus freiem Willen, sondern als ein Getriebener. Er hat...

ndPlusRalf Höller

Galionsfigur der Guerilleros

Das Militärgefängnis von Callao besitzt einen Hochsicherheitstrakt. Im Bunker, acht Meter unter der Erde, sitzen Perus prominenteste Häftlinge ein, darunter Victor Polay und Peter Cardenas Schulte. Letzterer hatte Ende der 1970er Jahre seine deutsche Heimat verlassen, um sich der linken Guerilla anzuschließen. Bis zu ihrer Verhaftung Anfang der 1990er Jahre führten beide die Revolutionäre Beweg...

ndPlusWalter Schmidt

Das »Gesindel« ist nicht vergessen

Vor knapp dreieinhalb Jahrzehnten, im Herbst 1978, formierte sich in Westberlin eine »Aktion«, die sich »18. März« nannte und mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit trat, die Berliner Märzrevolution von 1848 als gemeinsamen Nationalfeiertag von DDR und BRD zu proklamieren.

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Marc Hairapetian

Schrulliger Sexappeal

Rosemarie Fendel wurde vergangenen Donnerstag postum eine seltene Ehre der ARD zuteil: Der Öffentlich-Rechtliche Sender wahrte seinen Bildungsauftrag, änderte sein Programm und strahlte die 2007 entstandene Eigenproduktion »Das zweite Leben« aus, in der die Grande Dame des deutschen Fernsehens zusammen mit ihrer Tochter Suzanne von Borsordy agierte. Die am 25. April 1927 in Metternich geb...

ndPlusMartin Hatzius

Brief an den Spender

Beim Leipziger Buchpreis herrscht das Regiment des Alphabets. Nach ihren Anfangsbuchstaben geordnet, saßen die Nominierten am Donnerstagmittag am Tisch des »Leipzig liest«-Forums, um Stunden vor der Preisverleihung noch einmal ihre Titel vorzustellen.

ndPlusHans-Dieter-Schütt

Sommer. Wie oft noch?

Jedes Tagebuch lockt seinen Leser: Versetz dich doch mal in deine Lage; beweis schreibend, dass nichts zu Ende geht, nur weil es vorbei ist. Ein Tagebuch bewahrt vor allem Unentschiedenheit. Die des Selbstbewusstseins. Schwankende Beständigkeitund beständiges Schwanken.

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Hans-Dieter Schütt

Trippeln in die Tragödie

Kirsten Dene: Eine der Frauen um John Gabriel Borkman in Ibsens gleichnamigen Stück, inszeniert von Thomas Ostermeier an Berlins Schaubühne: in lakonisch herausgepresstem Hass verhärtet; sie hockt, wo immer sie sitzt oder steht, gleichsam in Frontgräben der Unversöhnlichkeit und des grenzenlosen Verlassenseins; aus einem Gesicht wurde eine Mauer, die keine Augen, keinen Mund hat, sondern Schieß...

ndPlusThomas Blum

Hier ein Baguette, dort ein Bier

Alle Klischees über den Deutschen und den Franzosen stimmen, kein Zweifel. Der Deutsche ist ein arbeits- und selbstsüchtiger, von Technik besessener Militarist und Biedermann, der seine Freizeit damit zubringt, bei Bratwurst und Bier Ausländer anzuzünden. Und beim Franzosen handelt es sich um einen faulen, genußsüchtigen Hallodri, der schon tagsüber dem Wein zuspricht, die Frauen verführt und j...

Martina Jammers

Das absolute Auge

Das Museum Berggruen ist ein Publikumsliebling. Es war entstanden als Herberge für die exquisite Kollektion der Klassischen Moderne, die der 1936 vor den Nazis über die USA nach Paris geflohene Stifter Heinz Berggruen (1914-2007) den Staatlichen Museen zu Berlin zugedacht hatte.

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Antikes Schreiben

2044, Rückblick: Vor 250 Jahren erfand der Franzose Nicolas-Jacques Conté die keramische Bleistiftmine. Ein neues Schreibwerkzeug ward erfunden, mit dessen Hilfe fortan Menschen ihre Gedanken auf ein Papier genanntes Trägermedium speicherten. Das Verfahren war mühsam und oftmals führte der Verlust des Trägermediums zum Verlust des Gedankens. Später, im Computerzeitalter, ersetzten Buchstabentas...

OUT of SPACE: Eine App für den Papst

Mit sogenannten Apps für Mobilgeräte und Table-Computer lassen sich mit einem Fingerdruck Informationen der jeweiligen Web-Angebote abrufen. Während des Konklaves zur Wahl des neuen Papstes vor wenigen Tagen hatten findige Erfinder ebenfalls solche Apps entwickelt. Die User wurden so auf dem Laufenden darüber gehalten, ob weißer oder schwarzer Rauch aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle aufsti...

ndPlusMalte Daniljuk

Kampagnenthema für die Opposition

Nach dem Tod des Präsidenten Hugo Chávez flammt in Venezuela die Auseinandersetzung zwischen der Opposition und dem Staat auch medienpolitisch wieder auf. Anfang dieser Woche informierte der Direktor des venezolanischen Nachrichtenkanals Globovisión, Guillermo Zuloaga, dass der Sender ab 15. April an einen neuen Besitzer übergeht. Das Datum ist von Bedeutung, weil durch den Tod von Hugo Chávez ...

BLOGwoche: Geißel der Medienwelt

Ein neuer Papst wurde gewählt und für einen Moment schien es, jedenfalls schien es im Fernsehen so, dass die Fernsehnation ausschließlich aus Katholiken besteht. Der Irrtum hatte seine Ursache. Auf die macht Michael Fleischhacker auf www.diepresse.com aufmersam. Das Papst-Konklave sei die »Geißel der neuen Medienwelt«. Da dauert etwas mehrere Wochen, mit Beteiligten, die man nicht einfach jeder...

Jürgen Amendt

»Fühllosigkeit« und Ressentiment

Hans Leyendecker, Reporter der »Süddeutschen Zeitung«, schämt sich. 2006 sei er von seiner Chefredaktion gefragt worden, ob er nicht einmal etwas über die damals als »Döner-Morde« bezeichnete Mordserie an vornehmlich türkisch stämmigen Bürgern in Deutschland schreiben wolle. Er habe, so erinnerte sich Leyendecker kürzlich in einem TV-Interview, dies mit dem Argument abgelehnt, dass ihm das Them...

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Rainer Funke

Dossiers in militärischer Mission

Diese 307-seitige Schrift ist von ziemlich unhandlichem Format: 12,5 Zentimeter dick, wiegt 16,5 Kilogramm, misst reichlich 60 Zentimeter im Quadrat. Und ist rot. Was sonst. Sie wurde vor 33 Jahren vom Hauptstab der Nationalen Volksarmee der DDR erstellt.

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Blick in die Jugend der Sterne

Viele Sterne sind offenbar deutlich früher entstanden als bislang angenommen. Nach Erkenntnissen eines internationalen Forscherteams gab es die heftigsten Sternentstehungsausbrüche, sogenannte Starbursts, größtenteils bereits vor etwa zwölf Milliarden Jahren. »Das ist nur zwei Milliarden Jahre nach dem Urknall und eine Milliarde Jahre früher als bislang angenommen«, sagte der Leiter des Teams, ...

Steinharte Ernährung

Bremen/Washington (dpa/nd). Tief in der Erdkruste unter dem Meer gibt es Leben: Forscher haben verschiedene Bakterienarten in einer 3,5 Millionen Jahre alten Gesteinsschicht gefunden, hunderte Meter unter dem Meeresboden. Die Bakterien gewinnen ihre Energie aus chemischen Prozessen, wie die Wissenschaftler im Fachblatt »Science« berichten. Sie sind damit weder direkt noch indirekt vom Sonnenlic...

DNA und Kirchenbuch (2)
Reinhard Renneberg, Hongkong, und JoJo Tricolor, Cherville

DNA und Kirchenbuch (2)

Im Magdeburger Kirchenarchiv treffen wir auf Daniel Riecke - einen von Geschichte und Genealogie Besessenen, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat (www.gfg-md.com). Die Ahnen von Reinhards Mama aus Siebenbürgen sind recht gut dokumentiert, jedoch nicht in Magdeburg archiviert. Bei seinem blonden, blauäugigen Papa Herbert aus Luppenau bei Merseburg fand sich nur der berüchtigte »Arier-Nachweis« d...

ndPlusMartin Koch

Haben Tiere einen sechsten Sinn?

Um von Insekten bestäubt zu werden, setzen Pflanzenblüten verschiedene Lockmittel ein, zu denen Düfte und Farben ebenso gehören wie grazile Formen, an denen sich bekanntlich auch Menschen erfreuen. Allerdings nutzen Insekten und Pflanzen zur Kommunikation noch mindestens einen weiteren Kanal, der unseren Sinnen verborgen bleibt. So ist jede Blüte von Natur aus elektrisch negativ geladen, währen...

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ndPlusCarlos García Hernández, Schachlehrer

Weiß am Zug

Das »Tata Steel«-Schachturnier (nd, 2./3. 2. 2013, S. 29) hat eine interessante Besonderheit: Im ohnehin umfangreichen Rahmenprogramm dieses renommierten Treffens der Weltspitze an den Brettern findet auch ein Wettbewerb für Schachprobleme und deren Lösungen statt. Auf den Siegerplatz der bereits 4. Tata Steel Problem Solving Competition kam der Brite John Nunn (57). Der Vorjahresdritte schafft...

Udo Bartsch

Beim Maskenball am Ball

Der Maskenball ist für die adligen »Noblemen« im 16. Jahrhundert das wichtigste gesellschaftliche Ereignis. Hier werden die Pöstchen verteilt: Als Baron geht man hin, als Herzog kommt man nach Hause. Der Aufstieg bringt eine Menge Punkte, und als wäre es des Guten noch nicht genug, gewähren die Händler dem ranghöchsten Adligen künftig die größten Rabatte. An den Beförderungen hängt also a...

Wissen, punkten, gewinnen

An vier Wochenenden stellen wir jeweils drei Fragen. Sie beziehen sich auf historische Daten der Folgewoche. Für jede richtige Antwort gibt es drei Punkte, bei drei Richtigen einen Zusatzpunkt. Die Punkte der vier Spielwochenenden werden für Jede und Jeden im »nd« gesammelt. Am Monatsende gewinnen die meisten Punkte; bei Gleichstand wird unter Ausschluss des Rechtsweges ge...

Prof. Dr. Ulrich Sedlag, Zoologe

Auch unterm Teppich lässt sich's genüsslich leben

Vor allem in weißen Blüten, z. B. von Holunder, Eberesche oder Spiräen, fallen von April bis August oft hübsche kleine Käfer auf - vorausgesetzt man ist es gewöhnt, auch ihrer bescheidenen Größenklasse Aufmerksamkeit zu schenken, denn sie sind nur drei bis vier Millimeter groß. Es handelt sich um mehrere Arten von Kabinettkäfern, die zur größeren Gruppe der Speckkäfer gehören. Da sie leicht ver...

ndPlusRené Gralla

Ohne Damen mehr Chancengleichheit

Konsequente Individualisten, die ungeachtet aller Widerstände ihr Ding durchziehen und dafür alles geben, von dieser Sorte Mensch hat die Eidgenossenschaft einige zu bieten: Wilhelm Tell, Winkelried, DJ Bobo ... und jetzt ein Janku Müncz aus St. Gallen.

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Der Schlüssel zum Haus der Vorfahren
Nicolas van Ryk

Der Schlüssel zum Haus der Vorfahren

Plötzlich wird die Pforte aufgerissen. Die Menge verstummt in der Dunkelheit vor dem Portal der Kirche des Klosters San Juan de los Reyes. Etwas schlägt auf Holz. Knappe Befehle zucken durch die Nacht. Einige zünden Fackeln an und ihre bläulich-samtenen Spitzhauben schimmern in fahlem Licht. Aus der Kirche vibriert ein großer Kasten heraus. Ein Tausendfüßler als trojanisches Pferd der Heiligkei...

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ndPlusGabriele Oertel

Antizyklische Bewegung

Ein unerwarteter Lichtblick: In den letzten Jahren hat- zumindest bei Erwachsenen - die Lust auf kollektiven Gesang stark zugenommen. Oder neudeutsch: Chorsingen ist wieder Kult. Nicht jeder will zum Super-Star werden, vielen reicht es, in Gemeinschaft zu musizieren, ohne auf den nächsten Preis zu schielen. Auch wenn die statistischen Angaben über das tatsächliche Ausmaß deutscher Sangeslu...