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Unten links

Seit kurzem können Bergsteiger am Montblanc komfortabel übernachten, wenn sie es auf 3835 Meter Höhe geschafft haben. Wo man früher allenfalls eine Berghütte gebaut hätte, thront heute ein 4-Sterne-Hotel. Kritiker nörgeln, dass damit die ganze schöne Abenteueratmosphäre flöten geht. Doch das ist Quatsch. Völlig offen ist zum Beispiel, ob sich das fragile Gebäude am Berg halten kann, wenn alle B...

Generalstreik in Tunesien

Tunis (dpa/nd). Beim tödlichen Anschlag auf den tunesischen Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi ist mit der selben Waffe geschossen worden wie bei der Ermordung von Regierungskritiker Chokri Belaïd im Februar. Hinter der Tat werden erneut islamistische Extremisten vermutet. Innenminister Lotfi Ben Jeddou machte am Freitag Boubaker Al-Hakim für beide Taten verantwortlich. Ihm wird auch Waffensch...

Fabian Lambeck

Gauck zeigt Freiheitsgefühl

Die Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden dominieren weiter die politische Debatte. Nach langem Schweigen meldet sich nun der Bundespräsident zu Wort. In einem offenen Brief fordern 40 Schriftsteller Aufklärung von der Bundesregierung.

ndPlusThomas Lutze

60 Jahre Kalter Krieg

Am 27. Juli 1953 beendete der Waffenstillstand auf der koreanischen Halbinsel die grausamste kriegerische Auseinandersetzung seit dem Zweiten Weltkrieg. Mehr als vier Millionen Menschen starben, mehr als 450 000 Tonnen Bomben wurde durch die U.S. Air Force abgeworfen.

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Gesucht wird ein malischer Mandela

Georg Klute ist Professor für Ethnologie Afrikas an der Universität Bayreuth. Seit 1973 gehört der nördliche Sahel (Algerien, Mali, Niger) zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten. Über die Situation in Mali vor den Wahlen am Sonntag sprach mit ihm nd-Redakteur Martin Ling.

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Haidy Damm

Kommunen unter Druck

Nach dem Brand in einem Papenburger Wohnhaus, bei dem zwei rumänische Werkvertragsarbeiter ums Leben kamen, stehen die Kommunen und die Arbeitgeber unter Druck. Gefordert sind umfassende Aufklärung und geeignete Maßnahmen, um die miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen zu beenden. Mehrere Landkreise haben immerhin angekündigt, die Unterbringung zu überprüfen. Die Meyer Werft gibt sich empört ...

ndPlusSilviu Mihai, Lacu Sarat

Die letzte Reise des Florin Grigore

Am 9. Juli rief Gelu Grigore in Papenburg an und gratulierte seinem Bruder Florin zum 32. Geburtstag. »Vor allem viel Geld habe ich ihm gewünscht. Und viel Erfolg im neuen Job.« Vier Tage später klingelte bei Gelu in Lacu Sarat das Telefon. Florin Grigore war tot.

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ndPlusKurt Stenger

Halliburtons blaues Auge

Mehr als drei Jahre ist es her, dass die Bohrplattform »Deepwater Horizon« explodierte und riesige Mengen ausströmenden Öls die größte menschgemachte Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko verursachte. Doch noch immer ist die juristische Aufarbeitung nicht abgeschlossen, sind nicht alle Schadenersatzansprüche geklärt.

ndPlusRobert D. Meyer

Keine Sache des Gefühls

Als Joachim Gauck am 23. März 2012 seinen Amtseid ablegte, versprach er, das Grundgesetz zu wahren und zu verteidigen. Die darin enthaltenen Aussagen bilden das Fundament unseres Rechtsstaates, auf das sich alle Demokraten berufen können.

Versöhnungsdrohung

Die Botschaft der ägyptischen Generäle an die Muslimbrüder ist grotesk: »Versöhnt euch mit uns, sonst ... Ihr habt 48 Stunden.« Es ist nichts weniger als Nötigung zur freiwilligen politischen Unterwerfung.

Fabian Köhler

Jemenitisch-amerikanische Pressefreiheit

Es sind Bilder, wie man sie kennt aus Jemen: Gliedmaßen liegen abgerissen im Wüstensand. Ein verstaubter Darm schlängelt sich aus einem blassen Körper. Kinder wirken, als würden sie nur schlafen. Der Journalist der das Massaker aufdeckte ist nun aus der Haft enlassen worden.

Künstlerisches Beitragsloch?

nd: Bis zum 6. August können freischaffende Künstler und Publizisten noch die von Ihnen gestartete Online-Petition zur Künstlersozialversicherung unterzeichnen. Das Quorum von 50 000 ist bereits geschafft. Überrascht? Werner: Mich wundert eigentlich eher, wo die restlichen 130 000 bleiben, die über die Künstlersozialversicherung versichert sind. Vergangenes Jahr habe ich eine Petition in eine...

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ndPlusSilvia Ottow

Dicke Weste gegen Hitze

Nachdem es in diesem Jahr viel zu lange viel zu kalt war, haben wir momentan einen Juli mit extrem hohen Temperaturen, in dem mancherorts kein Tropfen Regen fiel. Hoher Wasserverbrauch und Extrembedingungen im Straßenbau oder der Müllabfuhr machen vielen Menschen zu schaffen.

Johanna Treblin

Piraten fordern Umbau der Geheimdienste

Nun profitiert sie doch: Die Piratenpartei ist laut Forsa-Umfrage im Verlauf des NSA-Skandals von zwei auf vier Prozent geklettert. Zur Bundestagswahl will sie weitere zwei Punkte zulegen.

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Bis zu 80 Prozent Entschädigung

Berlin (dpa/nd). Nach dem schweren Juni-Hochwasser erhalten betroffene Bürger auf Beschluss von Bund und Ländern bis zu 80 Prozent des Schadens aus dem Hilfsfonds erstattet. Versicherungsleistungen und andere Hilfen würden dabei angerechnet, teilte das Bundesfinanzministerium in Berlin am Donnerstag mit. Die Verhandlungen über die Verteilung der acht Milliarden Euro seien damit abgeschlossen. B...

ndPlusSven Eichstädt, Leipzig

Gesenkte Beamtenhürden

Der Wunsch nach einem Beamtenstatus ist bisher in vielen Fällen an der Gesundheit der Bewerber gescheitert. Das Bundesverwaltungsgericht hat nun die Anforderungen an die gesundheitliche Eignung künftiger Beamter deutlich gesenkt.

ndPlusElmar Wigand

Wildwest in der Provinz

Die Betriebsratsgründung kann zum größten Abenteuer von Beschäftigten werden. Besonders dann, wenn in regionalen Wirtschaftszusammenhänge fast feudale Strukturen vorherrschen. Ein einleitender Text zur neuen nd-Serie: "Union Busting".

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Mursi offiziell in U-Haft

Kairo (dpa/nd). Der vom Militär gestürzte ägyptische Präsident Mohammed Mursi sitzt seit Freitag formell in Untersuchungshaft. Ein Untersuchungsrichter verhängte 15 Tage Arrest, um ihn zu Verschwörungsvorwürfen zu befragen, wie das Nachrichtenportal »Al-Ahram« berichtete. Seit seiner Absetzung am 3. Juli wurde Mursi vom Militär an einem unbekannten Ort festgehalten. Die Armee hat am Freit...

Ralf Streck, San Sebastián

»Ich habe es vergeigt, ich will sterben«

In der Debatte um das fatale Zugunglück in Spanien mit 78 Toten konzentriert sich die Ursachensuche auf den Lokführer. Der räumte mittlerweile ein, viel zu schnell gefahren zu sein. Sicherheitsmängel werden in der Diskussion hingegen weitgehend ausgeblendet.

ndPlusAstrid Schäfers

Angriff auf den Demokratisierungsprozess

Bei der jüngsten Ermordung eines Oppositionspolitikers in Tunesien ist die selbe Waffen verwendet worden wie beim Mordanschlag im Februar. Das gab Innenminister Lotfi Ben Jeddou am Freitag in Tunis bekannt.

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China drängt Pjöngjang zu Atomgesprächen

Pjöngjang/Peking (dpa/nd). China hat Nordkorea zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine Beendigung seines Atomwaffenprogramms aufgefordert. Im Gespräch mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang sagte Vizepräsident Li Yuanchao, China dränge auf eine Rückkehr Nordkoreas zu den seit 2009 eingefrorenen Sechs-Parteien-Gesprächen, um eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel...

Bradley Manning erwartet sein Urteil

Fort Meade (dpa/nd). Im Prozess gegen den Wikileaks-Informanten Bradley Manning hielt die Verteidigung am Freitag ihr Plädoyer. Bereits am Wochenende könnte das Militärgericht in Fort Meade ein Urteil fällen. Das Strafmaß wird allerdings erst später verkündet. Dem 25-jährigen Obergefreiten droht eine lebenslängliche Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag erneut schwerste V...

David Graaff, Bogotá

Kein Frieden in Kolumbien

Kolumbianische und internationale Gewerkschafts- und Menschenrechtsgruppen bereiten derzeit einen symbolischen Gerichtsprozess gegen multinationale Konzerne in Kolumbien vor. Mit Morddrohungen, Einbrüchen und Cyberattacken versuchen Unbekannte, die Aktivisten einzuschüchtern.

ndPlusDetlef D. Pries

Ein neuer Retter für Kambodscha?

In Kambodscha wird am Sonntag gewählt - 20 Jahre nach den ersten UNO-überwachten Wahlen, die Jahrzehnten von Aggression, mörderischer Pol-Pot-Herrschaft und Bürgerkriegen folgten.

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885 Millionen Dollar besiegeln Streit

Washington/Zürich (dpa/nd). Die Schweizer Großbank UBS hat zur Beilegung des Rechtsstreits mit den US-Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac 885 Millionen Dollar (670 Millionen Euro) auf den Tisch gelegt. Das teilte die US-Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Donnerstagabend in Washington mit. Die UBS zahlte 415 Millionen Dollar an Fannie Mae und 470 Millionen an Freddie ...

Beweise über Ölkatastrophe vernichtet

New York (AFP/nd). Der US-Energiekonzern Halliburton hat nach der Explosion der Bohrplattform »Deepwater Horizon« vor drei Jahren Beweise vernichtet. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag bekanntgab, werde sich die Firma deswegen in einem vorbereiteten Verfahren schuldig bekennen. Der Konzern werde eine Strafe von 200 000 Dollar sowie eine dreijährige Bewährungszeit akzeptieren und weiterh...

Bernhard Clasen

Morde an drei Naturschützern in Russland

Im Juli hat die Gewalt gegen Exponenten der russischen Umweltbewegung einen neuen Höhepunkt erreicht. Wie die norwegisch-russische Umweltorganisation Bellona und die russische Sektion von Greenpeace übereinstimmend berichten, wurden zwei Naturschützer im Gebiet Murmansk und ein weiterer in Tatarstan ermordet. Demnach wurde in Tatarstan am 18. Juli der Waldschützer Igor Sapatow vor den Aug...

ndPlusReinhard Schwarz, Hamburg

»Bauernhöfe statt Agrarfabriken«

Mit einer Kampagne für Saatgut-Souveränitat wehren sich Umweltverbände gegen eine neue EU-Richtlinie.Alternative Saatguthersteller sollen in eine Nische abgedrängt werden. Diese begünstige die Chemiekonzerne, die längst den Markt für Saatgut kontrollieren.

Simon Poelchau

Attraktiv und hoch spekulativ

Mit einer Bürgeranleihe sollsich die Bevölkerung an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen können. Doch Finanzexperten raten davon ab.

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ndPlusTom Mustroph

Gestern Epo, heute Aicar

Von Karl Marx stammt der Ausspruch, dass Geschichte sich allenfalls als Farce wiederhole. Hat er recht, dann sind dies keine schönen Aussichten für die Gegenwart und die nahe Zukunft. In der Gemengelage Leistungssport und Doping sind die Zeichen stark auf Farce gestellt.

ndPlusFrank Hellmann, Solna

Prächtige Aussichten

Die Perspektiven sind wahrlich prächtig. Das deutsche Frauen-Nationalteam hätte vor dem EM-Finale gegen Norwegen am Sonntag kaum besser untergebracht sein können als im Royal Park Hotel von Solna, wo die ausladende Terrasse einen unverstellten Blick auf Haga Park und Brunnsviken See eröffnet. Und doch hatte am Freitagvormittag fast das gesamte Team eine Shoppingtour in die Stockholmer Innenstad...

Der Falko-Götz-Faktor in Aue

Falko Götz kam am drittletzten Spieltag der Vorsaison zum FC Erzgebirge und schaffte am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Für den 52-Jährigen ist Aue die erste Trainerstation seit vier Jahren in Deutschland. Mit Alexander Ludewig sprach er über seine Rückkehr und die Ziele mit dem FC Erzgebirge.

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A 100 früher saniert

(dpa). Auf der sanierten Stadtautobahn A 100 am Funkturm soll der Verkehr in der Nacht zum Sonntag wieder komplett freigegeben werden. Die Arbeiten könnten knapp zwei Wochen zeitiger abgeschlossen werden als ursprünglich geplant, teilte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) mit. Damit gebe es noch vor der Rückreise-Welle aus den Sommerferien keine Hindernisse mehr. Die Instandsetz...

Jedes zweite Kleinkind besucht Kita

(dpa). 44,3 Prozent aller Kinder zwischen 0 und 3 Jahren besuchen heute schon in Berlin eine Kita. Damit liege das Bundesland schon deutlich über dem bundesweit vereinbarten Versorgungsgrad von 35 Prozent, teilte die Bildungsverwaltung mit. Sie gehe davon aus, »dass Berlin den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Unter-Dreijährige erfüllen kann«, erklärte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (S...

Flugrouten: Alles offen

(nd-Kammer). Umweltverbände und Anwohner des Hauptstadtflughafens BER hoffen weiter darauf, dass die EU-Kommission die künftigen Flugrouten kippt. Ein gestern bekannt gewordener Brief aus Brüssel, der auf einen für sie negativen Ausgang des Beschwerdeverfahrens hindeutet, sei lediglich ein Zwischenergebnis, so Uwe Hiksch von den Naturfreunden Berlin. Die Flugroutengegner hatten gegenüber ...

ndPlusMalene Gürgen

Studenten in die Box

Sie heißen Johnny, Frankie und Nelly und stehen auf einem 11 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Eichbuschallee in Treptow: Wohnklötze für Studenten, zusammengebaut aus alten und neuen Frachtcontainern, immer vier übereinander.

Nicolas Šustr

»Kein Tiger läuft stereotyp am Gitter lang«

Es ist kurz vor 19 Uhr an diesem Donnerstagabend im Zoo. Exotische Vogelschreie erfüllen die Luft, und die Tiger dösen am Ufer des Geheges. Vor einer Freilichtbühne am Rande des Raubtierhauses haben sich einige Dutzend Menschen versammelt, einige sitzen schon, andere delektieren sich an dem kleinen Büffet, trinken Mineralwasser oder auch ein Gläschen Wein. Trotzdem liegt Spannung in der L...

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Wegen Hitze geschlossen

(dpa). Wegen einer gestörten Klimaanlage bleibt die Berliner Alte Nationalgalerie bis vorerst einschließlich Sonntag geschlossen. Sowohl die Kunstwerke als auch die Besucher seien von den Folgen der nicht ganz rund laufenden Kühlungsanlage betroffen, teilte das Museum mit. Am Wochenende werden auch in der Hauptstadt neue Hitzerekorde bis zu 37 Grad erwartet. In der Alten Nationalgalerie auf der...

Siedlungsreste aus dem Mittelalter

(dpa). Archäologen haben in Berlin-Mitte zahlreiche Reste mittelalterlicher Siedlungen freigelegt. In der Breiten Straße entdeckten die Forscher unter Anfang des Jahres freigelegten Steinkellern aus dem 16. Jahrhundert nun Latrinen- und Abfallgruben sowie Holzkeller und Brunnen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mitteilte. Seit einem Jahr w...

Lucía Tirado

Ahoi! Es geht um Leben und Tod

Volle Kraft voraus. Begehrtes Ziel ist »Die Schatzinsel«. Regisseur Albrecht Hirche bleibt mit seiner Fassung von Robert Louis Stevensons Roman im Jungen Staatstheater Berlin zwar nah am Original, treibt aber die Handlung den Ereignissen auf See entgegen. Zügig stellt er die Handelnden vor, bringt die Aufzeichnungen des alten Seemanns Bill ins Spiel, hinter denen Spießgesellen her sind. Zunächs...

ndPlusKlaus Hammer

Korrespondenzen

Seit 20 Jahren besteht die Galerie Joachim Pohl in Pankow und ihre drei Ausstellungsräume mit Hof sind längst viel zu eng geworden. Der Galerist, zugleich Kunstwissenschaftler und Sammler, hat in 150 Ausstellungen vornehmlich (Ost-)Berliner Künstler vertreten.

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Die Wucht von 3000 Tonnen Schotter

Vor einem Jahr erschütterte die Kollision von zwei Güterzügen den südbrandenburgischen Bahnhof Hosena. Doch die Aufklärung des Unglücks mit einem Toten dauert an. Es fehlt noch ein Gutachten.

ndPlusNicolas Šustr

Vorposten am Flutgraben

Wieso heißt die Jungfernheide Jungfernheide? Fanden im Springpfuhl früher Weitsprungwettbewerbe statt? Erschienen den Erbauern des Engelbeckens göttliche Lichtgestalten? Im fünften Teil der Serie »Ortsgeheimnis« geht es um die Lohmühle in Kreuzberg.

Susann Witt-Stahl, Hamburg

Aufräumen nach dem Feuersturm

Heute vor 70 Jahren tobte in Hamburg der erste Feuersturm in der Geschichte des Krieges. Die Hanseaten gedenken der Todesopfer. Kaum erinnert wird an den Leidensweg der KZ-Häftlinge, die nach der Katastrophe für die Bergungsarbeiten eingesetzt wurden.

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Schleusenstreik dauert an

Potsdam (dpa). Sportboote und Touristenschiffe mussten auf den Wasserstraßen in Berlin und Brandenburg auch am Freitag Einschränkungen in Kauf nehmen. Wegen des Streiks der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung blieben in der Hauptstadt weiter alle sechs Schleusen dicht, wie ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di mitteilte. In Brandenburg wurden acht Schleusen erneut bestreikt. Die...

Fontane-Kino in Geldnot

Brandenburg/Havel (dpa). Das Fontane-Kino in Brandenburg an der Havel bangt um seine Existenz. Der Grund ist die notwendige Digitalisierung der Vorführungstechnik, für die das kleine Programmkino rund 52 000 Euro aufbringen muss. »Wenn wir das Geld nicht zusammenbekommen, müssen wir das Kino schließen«, sagte der künstlerische Leiter des Betreibers »event-theater«, Hank Teufer, der dpa. Laut Te...

Hausbesetzer sollen für Einsatz zahlen

Nach der Hausbesetzung in Mainz sollen die Aktivisten für den Polizeieinsatz zahlen - laut Polizei bis zu 1100 Euro pro Person. Sie kündigten Widerstand an. Einige Gerichtsverfahren laufen noch. Mainz (dpa/nd). Der Polizeieinsatz bei der wochenlangen Hausbesetzung in Mainz im vergangenen Jahr hat einen sechsstelligen Euro-Betrag gekostet. Die Hausbesetzer sollen dafür zahlen - bis zu 1100...

Anja Sokolow, dpa

Weiter Mobilitätsprämie für Beamte

Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (LINKE) will die umstrittene Mobilitätsprämie an Beamte weiterhin zahlen, obwohl die Praxis aus Sicht des Verwaltungsgerichts Cottbus rechtswidrig ist. Die Landesregierung wolle aber nun zur »rechtlichen Klarstellung« eine gesetzliche Grundlage schaffen, kündigte Markov in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage an. Beamte, die wegen des ...

Brandenburgs Familienalbum

Von Yvonne Jennerjahn, epd Zwei Mädchen, dazwischen Stacheldraht: Das Foto wurde Mitte August 1961 in Kohlhasenbrück aufgenommen und ist Teil der neuen Ausstellung »Kindheitsbilder. Alltagsfotografie in Brandenburg seit 1848«, die seit Freitag im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zu sehen ist. Die Aufnahme dokumentiert den Anfang des Mauerbaus in der DDR in einer ...

ndPlusHeidrun Böger

Geliebtes Idyll

Die Datschenbewegung ist im Niedergang, sagt Bernhard Schulze, Autor eines Buches zum Datschenbau in der DDR. Erforscht sei das Thema kaum.

Benno Schwinghammer, dpa

Vom Dorftrunk zum Szene-Renner

Der Rentner, der Glückspilz und der Hausbesetzer - alle drei verbindet eine Brause aus der fränkischen Provinz. Die wurde in Berlin und anderswo zum Kultgetränk.

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ndPlusChristina Matte

Bilder lesen

Hinzenhagen in Mecklenburg-Vorpommern. Vor uns liegt ein langer, schmaler Sandweg, hinter Hecken ducken sich einzelne Häuser. Dann freier Blick auf Weizenfelder unter einem weiten Himmel, auf einen mit Gras bewachsenen Hügel, auf dem einmal Pferde weideten. Der Weg kriecht bergauf, erneut ein paar Häuser, im letzten Haus, aus rotem Backstein, eingebettet in einen Garten mit Streublümchenwiese u...

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Tom Strohschneider

Kim Jong-il looking at things

Die Pizzeria in Pjöngjang, Menschen in Nordkoreas Hauptstadt auf dem Weg zur Arbeit, einen Bahnhof an der Grenze zum Süden: Der Fotograf Olaf Schülke zeigt Bilder aus dem Alltag beider Koreas, eine Welt jenseits der plakativen Panoramen von Säbelrasseln und Systemkampf.

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ndPlusGunnar Decker

Ponton zwischen Eiszeit und Kommunismus

Warum wurde »Du hast den Farbfilm vergessen« eigentlich zum größten Hit von Nina Hagen? Wahrscheinlich, weil dieses Alles-nur-schwarz-weiß, grau statt bunt, das Lebensgefühl in der späten DDR traf. Und auch der Fotograf Harald Hauswald wurde eigentlich mit seinen Schwarz-weiß-Bildern der 80er Jahre der DDR bekannt. Er fotografierte auch in Farbe - das hatte er fast schon selber vergessen, bis e...

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Reinhard Kruska

Die Dinge, die zu uns gehören

Kaum eine Problematik - oder, wenn man so will, kaum ein Diskurs darüber - ist derartig unterschwellig präsent wie die des Eigentums. Die Auseinandersetzungen um die neuste »Neiddebatte«, »Reichensteuer« oder ein ähnliches Makro- und Mikro-Thema sind Legion, offenbar, weil hier etwas Virulentes verhandelt wird. Was aber Besitz, Eigentum, Habe eigentlich ist, wo es beginnt und wo endet, ist erst...

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Oliver Eberhardt

UN wie unparteiisch

Seit dieser Woche verstärken 178 Soldaten aus Fidschi die Blauhelmmission auf den Golanhöhen - eine von vielen UNO-Operationen, deren strategischer Wert in einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage fraglich ist.

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ndPlusMartin Stolzenau

Joachim Kuhn

Er überlebte die Verfolgungen nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler 1944, wurde aber dann in der jungen Bundesrepublik gerichtlich verfolgt. Der Stauffenberg- Freund Wilhelm Georg Joachim Kuhn wurde erst im hohen Alter in der Bundesrepublik rehabilitiert. Am 2. August 1913 in Berlin als Sohn eines Maschinenbauingenieurs und Patentanwalts geboren, studierte er einige Semester an der T...

Ralf Höller

Das Volk wurde aufgerüttelt

1952 hatte sich in Kuba Fulgencio Batista, vom US-Geheimdienst unterstützt, an die Macht geputscht. Bald schon sah sich die Opposition jeder Hoffnung beraubt, den Diktator auf legale Weise wieder loszuwerden. So auch Fidel Alejandro Castro Ruiz, ein Rechtsanwalt aus der östlichen Provinz, der sich in der Hauptstadt Havanna niedergelassen hatte. Aus bürgerlich-liberalem Umfeld stammend, radikali...

ndPlusWalter Schmidt

»Von jetzt an in Freiheit und Gleichheit«

Der 23. Juli ist ein mehrfach denkwürdiger Tag: 1793 musste die Mainzer Republik vor der preußischen Belagerung kapitulieren, am gleichen Tag fiel 56 Jahre später - 1849 - mit der Festung Rastatt der letzte Stützpunkt der deutschen Achtundvierziger Revolution, was deren Ende bedeutete. Der erste praktische deutsche Demokratieversuch, gewagt in Rheinland-Pfalz, war allerdings unter außerge...

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No Sound of Silence

Der Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Rainald Goetz, dessen jüngster Roman »Johann Holtrop« Szenen aus dem spätkapitalistischen Zeitalter bietet. Der 59-jährige Goetz verbinde Neugier und den Willen zur Zeitgenossenschaft mit der Fähigkeit, Geist und Stimmung der Gegenwart, Lebensgefühl und Sound wortgewaltig zu erfassen, urteilte die Jury. ...

Das freche Mädchen

Die französische Schauspielerin und Muse der Nouvelle Vague, Bernadette Lafont, ist tot. Die Darstellerin, die zuletzt in »Paulette« zu sehen war, ist am Donnerstagabend im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus der südfranzösischen Stadt Nîmes gestorben. Ihre erste Rolle spielte sie in einem Kurzfilm von François Truffaut, bevor sie als Darstellerin in den Filmen Claude Chabrols ihren Durchb...

Süden überall

»Mittagsstille, Mittagshitze / Kühle Schatten, wo ich sitze ...« - so beginnt das Gedicht »Süden« von Hans Traxler, der bekanntlich nicht nur Wortkünstler, sondern auch ein begnadeter Zeichner ist. »Ein Sommergedicht«, wie sein Buch im Untertitel heißt. Es entstand, wie Traxler in einer Nachbemerkung bekennt, auf Grund tatsächlicher Begebenheiten während eines Urlaubs in St. Tropez. Da liegt al...

ndPlusJürgen Amendt

Das Merkel- Phänomen

Der Deutschen liebste Pflicht ist es, über die Verpflichtungen des Einzelnen zu streiten, zum eigenen Wohl und dem der Allgemeinheit bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen, und zwar mit einer solchen Vehemenz, dass sich schließlich garantiert kein politisch Verantwortlicher mehr traut, die geforderte Verpflichtung auch wirklich in die Tat umzusetzen. Vor Wochen diskutierten die Stammt...

Peter Arlt

Das Wasser des Lebens

»Der Schatten des Menschen ist wie der Mensch noch einmal, aber ohne Farbe und Fleisch und Blut, ohne Knochen und Charakter, ohne Seele und ohne Herz. Was der Mensch tut, äfft er nach.« So weckte im Oktober 1952 der Student Friedrich Möbius Interesse am Theaterstück »Der Schatten« von Jewgeni Schwarz (s. »Zwischen Hörsaal, Kirche und Theater«, Leipziger Universitätsverlag 2012). Der spätere Pro...

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Roberto Becker

Castorfs Grimm und Merkels Raute

Den großen Knatsch im Vorfeld hat es diesmal nicht gegeben. Gut, dass man die Besucher des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel in Bayreuth mit einer Bauplane vor eventuell aus der Fassade fallenden Steinen schützen muss, und dass die Villa Wahnfried eine Baustelle ist, kann man als interessante Metapher für den Zustand der Kulturpolitik in Deutschland nehmen. Aber sonst? Keine spektakulä...

ndPlusThomas Blum

Kleingeld abgreifen

Ein ganz besonders armseliges Laientheater findet seit einiger Zeit mitten auf dem Potsdamer Platz in Berlin statt: Ein Hanswurst mit einem Volkspolizistenkäppi auf dem Kopf steht neben ein paar zusammengeflickten Mauerteilen hinter einem Tischchen und bietet vorbeiflanierenden Touristenströmen aus aller Welt, die verzweifelt nach ein paar authentischen Spuren der deutschen Teilung Ausschau hal...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Bleib die Antenne für Verhängnis!

Leben ist Begegnung mit dem Daseinsschmerz, ist Entfernung von der Hoffnungsfülle biografischer Frühzeit - als die Erwartung noch groß, das Fallbewusstsein noch fremd war. Aber erfahren zu können, wer man wirklich ist? Fehlanzeige.

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Whistleblower der Queen

Es war eine harte Woche für die Paparazzi. Tagelang belagerten sie das Krankenhaus in London, in dem Catherine, Herzogin von Cambridge, königlichen Nachwuchs erwartete. Über den Fortgang der Geburt konnte die Medienmeute nichts in Erfahrung bringen: kein Bild, keine noch so kleine Nicht-Information drang aus den geheimen Kammern des britischen Empires. Queen Elisabeth II. und die Ihren haben al...

Johannes Hartl

Freie Mitarbeiter begehren auf

Das erste Mal seit neun Jahren hat es am Donnerstag beim Bayerischen Rundfunk (BR) in München wieder einen Warnstreik gegeben: Rund 200 Mitarbeiter des Senders haben im Münchner Funkhaus für etwa eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt.

Skandal! Welcher Skandal?

Der US-Geheimdienst NSA spioniert die E-Mails der halben Welt aus, Politiker sind empört und das Volk steht auf. So sähen es gerne viele, allein die Hoffnung auf ein breites Protestbündnis gegen das Ausschnüffeln privater Kommunikation ist eine vergebene, meint der Journalist und Blogger Wolfgang Michal auf www.wolfgangmichal.de. »An den sicherheitsorientierten Wählern von Union und FDP, aber a...

ndPlusLukas Wilhelmi

Der Burger und das Ende des Schnitzels

Sagen Sie nicht, Ihnen wäre das nicht bekannt? Irgendwann standen Sie in der letzten Zeit auf einer Party, zwischen Kollegen oder gar in der U-Bahn und jemand hat mit stolzer, intellektueller Selbstverständlichkeit etwas gesagt wie »Serien sind die neuen Romane« oder »Ich lese kaum noch, ich schaue nur noch Serien«. Und wahrscheinlich wurde sich dabei auf einen Artikel, einen Bericht oder einen...

Seite 27

Debatte: Ein Land – zwei Staaten?

Seit Jahrzehnten wird um eine Lösung im Nahostkonflikt gerungen. Bis letzte Woche waren Friedensgespräche zwischen der israelischen und der palästinensischen Seite auf Eis gelegt. Jetzt deutet sich eine Wende an: Erstmals seit etwa drei Jahren wollen Israelis und Palästinenser direkt miteinander über einen Frieden in Nahost sprechen. Der US-amerikanische Außenminister John Kerry hatte die Gespr...

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Direkte Anrede

Delfine rufen sich über individuelle Pfeiftöne gegenseitig beim Namen und nutzen diese Laute, um sich damit gezielt anzusprechen. Eine Studie unter 200 großen Tümmlern an der Ostküste Schottlands, die in der US-Fachzeitschrift »Proceedings of the National Academy of Sciences« erschien, bringt zum ersten Mal den Nachweis für eine solche gezielte Kommunikation. Bisher war bereits bekannt, d...

Nie mehr kopflos

Dresden (dpa/nd). Dresdner Max-Planck-Forscher haben einen Mechanismus entdeckt, mit dem Plattwürmer wichtige Körperteile nachwachsen lassen. Einige Arten dieser Tiere sind bekannt dafür, dass selbst an einem abgetrennten Schwanz ein neuer Kopf nachwachsen kann. Andere Plattwürmer dagegen sind damit überfordert. Einen solchen Nichtkönner-Wurm haben die Wissenschaftler so manipuliert, dass auch ...

ndPlusMartin Koch

Wie der Krieg in die Welt kam

Nicht wenige Anthropologen vertreten die Auffassung, dass der Krieg, verstanden als organisierte Gewalt zwischen Gruppen, ein Merkmal aller menschlichen Kulturen sei. Folglich hätten bereits unsere Vorfahren, die noch als Jäger und Sammler lebten, immer wieder Kriege gegen ihre Nachbarn geführt. Fest steht: Die archäologischen Hinweise auf Mord und Totschlag unter Menschen reichen bis weit in u...

Dieter B. Herrmann

Wo ist das Sonnensystem zu Ende?

Die US-amerikanische NASA-Sonde »Voyager 1«, die 1979 für sensationelle Bilder der Planeten Jupiter und Saturn sorgte, habe die Grenze unseres Sonnensystems erreicht und bewege sich in den interstellaren Raum hinaus, konnte man in den letzten Jahren wiederholt lesen. Doch prompt folgten jedes Mal die Widerrufe. Kürzlich haben sich Wissenschaftler des Voyager-Projekts mit neuen Messergebnissen z...

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ndPlusCarlos García Hernández

Gut pariert

Nach seinem brillanten Sieg in Peking beim Finale des FIDE-Grand Prix hat sich Shakhriyar Mamedyarov (Aserbaidschan; 28) der Gruppe der Herausforderer für das nächste WM-Kandidatenturnier angeschlossen. In den elf Runden des Turniers gewann er sieben Punkte, verlor nur zwei Partien und erreichte eine Performance von 2847 ELO-Punkten. In seiner besten Partie der Veranstaltung parierte Mamedyarov...

Monika Salz

Zwergensuche

Bilbo Beutlin bekommt eines Abends Besuch von Gandalf, der in Begleitung von 13 Zwergen ist. Thorin Eichenschild will ihn zu einem Abenteuer überreden: Er soll helfen, den Drachen Smaug vom Berg Erebor zu vertreiben. Bilbo wittert ein Abenteuer und willigt ein. Doch nun ist ein Teil der Zwerge in den Hobbithöhlen von Hobbingen verschwunden. Gandalf und die Zwerge Kili, Fili und Dwalin suchen na...

Brigitte Müller

Wilde Möhre lockt und labt Insekten

Da ihre einzelnen Blüten ziemlich klein und unscheinbar sind, tun sie sich zusammen, um so auffällige Blütenschirme zu bilden. Sicher weniger, um uns zu gefallen als vielmehr, um Insekten der verschiedensten Art anzulocken. Diese laben sich am Nektar, und für die Pflanzen ist der Nachwuchs gesichert. Viele Kräuter und Gemüsesorten gehören zu diesen Schirmträgern beziehungsweise Doldengewächsen:...

Sternschnuppenschwemme schwappt heran

Den abendlichen Sternenhimmel im August schmückt der Ringplanet Saturn. Er hält sich gegenwärtig im Sternbild Jungfrau auf. Mit Einbruch der Dunkelheit sieht man Saturn halbhoch in westlicher Richtung stehen. Auch Venus kann am Abendhimmel erspäht werden.

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Heidi Diehl

Begleitet in den Urlaub

Wenn man körperlich gehandicapt ist und niemanden hat, der helfend zur Seite steht, kann ein Urlaub schnell zur Tortur werden. Damit möglichst viele alleinstehende Rollstuhlfahrer, Blinde oder anders Behinderte dennoch einen sorgenfreien und erholsamen Urlaub verbringen können, bietet der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. vom 4. bis 10. November einen einwöchigen Workshop in Krau...

ndPlusMarkus Howest

Pippi Langstrumpf wohnt jetzt im Hochhaus

Als würfe jemand mit der Rückhand eine Frisbeescheibe. Dieses Bild einer gedrehten Wirbelsäule während des Wurfs lieferte dem spanischen Architekten Santiago Calatrava die geistige Vorlage für ein Bauwerk, das zum Symbol des neuen Malmö geworden ist - das Turning Torso.

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ndPlusHeidi Diehl

Wandern, klettern, biken und ein bisschen Model sein

Schon der Aufstieg über die Eisengittertreppe parallel zum Anlauf der Großen Schanze im Olympiastadion von Garmisch-Partenkirchen wird zur echten Mutprobe. Anfangs geht es ja noch gemächlich bergauf, doch je höher man steigt, desto steiler wird die Stiege. Die Augen sind starr geradeaus gerichtet, denn der Blick nach unten fällt durch das Eisengitter der Stufen ins Bodenlose. Nichts für Leute m...