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UNTEN LINKS

Der Umgang mit dem Kürzel a.D. will gelernt sein. Besonders in der Zunft der Politiker, die ja eigentlich als Beschäftigung auf Zeit angelegt ist - aber immer häufiger als Lebensstellung betrachtet wird - tut man sich damit schwer, außer Dienst zu geraten. Jedenfalls hat sich Ex-FDP-Chef Philipp Rösler bis zum 22. September nicht vorstellen können, dass auf seinen Visitenkarten, die er demnächs...

Erdogans Staatskrise

Inmitten der Affäre hatte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan das Weite gesucht - Richtung Pakistan, wo er eine engere Zusammenarbeit im Energiebereich vereinbarte. In der Türkei kamen die Einschläge derweil immer näher. Gegen den Chef der staatlichen Halkbank, Ministersöhne und Dutzende weitere Korruptionsverdächtige wurden Strafverfahren eingeleitet. Hintergrund sollen u.a. milliardenschwe...

Keine Insel der Seligen in Sicht

Italien hat das Aufnahmelager auf der Insel Lampedusa nach den Berichten über schwere Missstände dort nahezu vollständig geräumt. Nur 17 Migranten seien in dem Zentrum verblieben. Oft lebten dort 1000 auf engstem Raum.

Jan Keetman

Korruptionsskandal erschüttert Ankara

Mit einer großen Regierungsumbildung versucht der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan, eine der schwersten politischen Krisen seiner Amtszeit in den Griff zu bekommen.

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Barbara Hendricks (SPD, Umwelt)

•Ja zur These »Es soll mehr Geld in den Ausbau von Autobahnen investiert werden.« Begründung: »Die Verkehrssysteme sind unterfinanziert. Die SPD will die Mittel für den Erhalt der Straßen aufstocken und ein Programm zur Sanierung der Autobahnen mit Schwerpunkt Brücken auflegen.« (Abgeordnetenwatch, 2013) •Nein zur These: »Energieintensive Betriebe sollten stärker an den Kosten der Energie...

Manuela Schwesig (SPD, Familie)

•Rentenanpassung: »Ich setze mich seit Jahren dafür ein, dass die Rentenberechnungen in Ost und West angeglichen werden. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit und Anerkennung der Lebensleitung auch der jetzigen und künftigen Rentner im Osten. Ich kann verstehen, dass Rentner aus dem Osten es als ungerecht empfinden, wenn die Diäten der Bundestagsabgeordneten steigen sollen und die Rentenabgleich...

Hans-Peter Friedrich (CSU, Agrar)

•Gentechnik: Nein zur These »Gentechnisch veränderte Lebensmittel lehne ich grundsätzlich ab.« Begründung: »Was kaum jemand weiß: Gentechnisch erzeugte Substanzen sind in vielen Bereichen inzwischen nahezu unverzichtbare Bestandteile unserer gesunden Lebensmittel - etwa bei der Käseherstellung. Grundsätzlich greife ich persönlich auf möglichst gentechnikfreie Lebensmittel zurück.« (Abgeordneten...

Frank-Walter Steinmeier (SPD, Außenpolitik)

•Ja zur These »Die Regierung soll grundsätzlich keine Waffenlieferungen in Konfliktregionen genehmigen.« Begründung: »Die SPD will zurück zu restriktiveren Exportrichtlinien. Rüstungsexporte in Krisengebiete und Länder, in denen Menschenrechte massiv verletzt werden, lehnen wir ab. Zentrale Rüstungsexportentscheidungen der Regierung sollten unmittelbar parlamentarisch kontrolliert werden.« (Abg...

Hermann Gröhe (CDU, Gesundheit)

•Ja zur These »Das bestehende System aus privaten und gesetzlichen Krankenkassen soll erhalten bleiben.« Begründung: »Eine staatliche Einheitsversicherung für alle lehnen wir ab. Die private Krankenversicherung mit ihren individuellen Kapitalrücklagen, um steigende Kosten im Alter abzudämpfen, leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Umsetzung von Neuerungen im Gesundheitswesen.« ...

Aert van Riel

Merkels Verwalter

Das dritte Kabinett von Angela Merkel hat in der vergangenen Woche seine Arbeit aufgenommen. Viele Minister bewegen sich seitdem auf neuem Terrain. Fachwissen spielte bei der Personal-Auswahl kaum eine Rolle.

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Silvia Ottow

Zu hohe Hürden

Am 1. April 2007 trat das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft, das die regierende Große Koalition beschlossen hatte. Die sozialdemokratische Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hob bei seinem Inkrafttreten immer wieder hervor, dass bald alle Menschen in Deutschland eine Krankenversicherung haben würden. »Willkommen in der Solidarität«, sagte sie p...

ndPlusAnja Krüger und Ulrike Hummel

»Und dann hat keiner mehr gefragt«

Menschen, die nicht krankenversichert sind, können dies bis zum Jahresende nachholen - unter Erlass der aufgelaufenen Säumniszuschläge. Der Antrag muss bei der bisherigen Kasse erfolgen.

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Atommüll und kein Ende

Brokdorf, Philippsburg oder am Ende doch wieder Gorleben? Die Frage, wo die Bundesrepublik die aus ausländischen Wiederaufbereitungsanlagen noch ausstehenden Castorbehälter mit radioaktiv strahlendem Müll unterbringen will, ist ihrer Beantwortung in den vergangenen Wochen und Monaten kein Stück näher gekommen. Wie die ganze Atomdebatte überhaupt: In winzigen Schritten gehen die politisch Verant...

Die Uneinsichtigen

Der Kampf geht weiter. CSU, Arbeitgeber und die Bundesagentur für Arbeit forderten über Weihnachten erneut Ausnahmen vom Mindestlohn. Ansonsten drohten massenhafte Jobverluste, Jugendliche würden sich nicht mehr ausbilden lassen. SPD und Gewerkschaften hielten dagegen. Ist's denn irgendwann gut mit dem Zank und Gezauder? Der Mindestlohn ist beschlossen. Basta. Nur zwei Gründe dafür, dass Deutsc...

Abes Provokation

Es ist eine wohl kalkulierte Provokation, wenn Tokioter Spitzenpolitiker den umstrittenen Yasukuni-Schrein besuchen. Denn hier gedenken die Japaner ihrer rund 2,5 Millionen Kriegstoten seit 1853 - und geehrt werden auch verurteilte Völkermörder des Zweiten Weltkriegs, den man im dortigen Museum für Militärgeschichte rechtfertigt und verherrlicht. Kein Wort dagegen über die Massaker der kaiserli...

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Stahlwerker ins EU-Parlament

Sein Gesicht und seine unverblümte Sprache kennen die meisten Franzosen aus dem Fernsehen. Über viele Monate war der 50-jährige Edouard Martin Sprecher der Stahlwerker, die sich der Schließung der Hütte im lothringischen Florange durch den Konzern Arcelor-Mittal widersetzten. Der CFDT-Gewerkschafter nahm kein Blatt vor den Mund, wenn er den damaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy an seine gebroch...

Nadia Shehadeh

Surfen auf dünnem Eis

Nadia Shehadeh liest aus der derzeitigen Abmahnwelle wegen angeblich illegalen Porno-Streamings beunruhigende Zeichen von Rechtsunsicherheit und womöglich tödliche Gefahren für zahllose wichtige Netzangebote

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Was wird mit dem Mindestlohn?

Nicht nur Union und SPD interpretieren den Koalitionsvertrag in punkto Mindestlohn unterschiedlich. Auch Arbeitgeber und Gewerkschaften tun dies - mit den gleichen Argumenten.

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Merkwürdiger Behördenbesuch

Rechtsanwältin Rana Issazadeh wirft den Behörden vor, Flüchtlinge zum Zwecke von Befragungen durch den Geheimdienst zu überrumpeln. Anwaltlicher Beistand werde gezielt umgangen.

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ndPlusReimar Paul

Schwere Aufgaben für Hendricks

Die neue Bundesumweltministerin muss die Endlagerkommission anschieben - und ein Ziel für die Rest-Castoren finden. Gleich zu Beginn des neuen Jahres werde sie das Thema Endlagersuche vorantreiben.

Hendrik Lasch, Ballenstedt

Die zwei Schulen vom Großen Ziegenberg

In Ballenstedt wurde 1943 eine NS-Eliteschule eröffnet. Später diente der Bau als SED-Parteischule. Ein Verein will an die Geschichte erinnern, derweil das Gebäude verfällt.

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Ins kalte Wasser für den »großen Steuermann«

Peking. Für Mao ins Wasser gingen diese Winterschwimmer in Wuhan am Jangtse, die ihren Abhärtungskult diesmal zu Ehren des 120. Geburtstags des »großen Steuermanns« am Donnerstag zelebrierten. Auch die Staatsführung Chinas zollte Mao Tsetung an diesem Tag Respekt. Staats- und KP-Chef Xi Jinping sowie die anderen Mitglieder des einflussreichen Ständigen Ausschusses des Politbüros verbeugten sich...

Snowden sieht sich am Ziel

Nach seiner Serie von spektakulären Enthüllungen über Geheimdienste in den USA und Großbritannien hat Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden zu Weihnachten persönlich Bilanz gezogen. Er habe sein Ziel erreicht, sagte der 30-Jährige.

ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Chodorkowski – vom Messias zur Marionette?

Die Nachricht schlug in Russland wie eine Bombe ein. Die Urteile gegen den kürzlich begnadigten Oligarchen Michail Chodorkowski und seinen Juniorpartner Platon Lebedjew werden geprüft.

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Staatsakt für den toten Kalaschnikow

Nach dem Tod des russischen Waffenkonstrukteurs Michail Kalaschnikow haben Tausende Russen in seiner Heimatstadt Ishewsk von dem Nationalhelden Abschied genommen.

ndPlusThomas Eipeldauer, Istanbul

»Wir werden nicht aufgeben«

In Silivri nahe Istanbul findet seit Dienstag ein weiterer Massenprozess gegen fortschrittliche Anwälte statt, denen langjährige Haftstrafen drohen.

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Wirtschaft optimistisch für 2014

Köln/Nürnberg. Die deutsche Wirtschaft geht überwiegend optimistisch ins neue Jahr. Bei einer am Donnerstag veröffentlichten Branchenumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erklärten 34 von 48 Wirtschaftszweigen, sie rechneten für 2014 mit einem Produktionsanstieg beziehungsweise höheren Umsätzen als im abgelaufenen Jahr. »Ein großes Beschäftigungsplus ist damit aber nicht ver...

Rochus Görgen, Magdeburg

Zappenduster in der Solarindustrie?

Nach einer beispiellosen Pleitewelle in der deutschen Solarbranche keimt langsam wieder Hoffnung auf. Die Branchenriesen setzen auf Expansion. Doch die Risiken sind hoch.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Versuchstiere im Essen

Nur knapp ein Jahr nach dem Skandal um Fertiggerichte der südwestfranzösischen Firma Spanghero, denen statt Rind- billigeres Pferdefleisch untergemischt worden war, erschüttert ein neuer Skandal die Branche.

Felix Lill, Tokio

Ein Jahr und zwei Pfeile

Shinzo Abe ist seit einem Jahr Japans Premierminister. Er will das Land wieder auf Wachstumskurs bringen. Das ist zwar bisher gelungen, die langfristige Entwicklung ist aber noch nicht absehbar.

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ndPlusJörg Meyer

Bis ins neue Jahr

Alles deutet auf einen langen Kampf zwischen ver.di, den Beschäftigten und dem Onlinehändler Amazon hin. Die Nichtverlängerung der befristeten Verträge von nach Gewerkschaftsangaben rund 600 Angestellten im Logistikzentrum Brieselang bei Berlin ist wohl rechtlich nicht zu beanstanden. Guter Stil ist es indes nicht, die Menschen einen Tag vor Weihnachten einzubestellen sie von der Beendigung ihr...

»Mich hätten sie damals auch mitgenommen«

»Widerstand leisten - zu jeder Zeit und überall!« lautet das Motto einer antifaschistischen Videoreihe der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Mit Christian Schletze-Wischmann sprach für »nd« Peter Nowak.

ndPlusRalf Klingsiek, Paris

Erpressung mit Regierungssegen

Um Kosten zu senken und die Produktivität zu erhöhen, sollen die Beschäftigten in der französischen STX-Werft pro Tag 20 Minuten mehr arbeiten. Ein Gesetz der Linksregierung macht es möglich.

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Mehr Berliner arm und krank

Die Zahl alter und kranker Berliner mit staatlichen Zuwendungen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 2012 erhielten rund 67 000 Berliner die so genannte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, im Jahr zuvor waren es noch rund 4000 Menschen weniger gewesen. Das geht aus dem aktuellen Statistischen Jahrbuch für Berlin hervor. 2012 war fast jeder zweite Betroffene (rund 32 000) voll...

Hyper, hyper, prost!

Die Plätzchenvorräte schmelzen schneller dahin, als man »Weihnachtsmann« sagen kann. Nicht mehr lange hin bis zum Megaevent des Jahres, bis zur Fetennacht, in der wirklich alle feiern. Müssen. Silvester steht vor der Tür, schwenkt drohend die dicken Statistikjahrbücher, Nebenkostenabrechnungen und Böllerbüchsen im Familienpack, 29,99€ das Kilo. Status für Berlin: Die meisten Hunde leben i...

ndPlusMathias Behnis

Wasserrat will kontrollieren

Die Bürgerinitiative Berliner Wassertisch fordert schon seit ihrem Bestehen mehr Transparenz und Kontrolle bei den Wasserbetrieben. Vor allem aber direkte Mitwirkungsmöglichkeiten für alle Berliner wären für die Initiative ein Schritt in Sachen Demokratisierung - angesichts der Erfahrungen der letzten 20 Jahre Berliner Wasserpolitik und ihrer sich anbahnenden Fortführung nach der nun erfolgten ...

Martin Kröger

Trend Rekommunalisierung

Die Ära der Privatisierung von landeseigenen Betrieben ist vorbei, Rekommunalisierung heißt der Trend des Jahres. Bürgerinitiativen und Opposition geht der neue Senatskurs indes nicht weit genug.

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6000 neue Flüchtlinge

Der Berliner Senat erwartet 2014 eine ähnliche Zahl von Asylbewerbern wie in diesem Jahr. »Wir müssen uns im kommenden Jahr auf rund 6000 neu hinzukommende Flüchtlinge einstellen«, sagte Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU) dem epd. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rechne für die gesamte Bundesrepublik mit ungefähr genauso vielen Flüchtlingen wie 2013. Die Senats...

Rekord in Himmelpfort

Himmelpfort. 48 Tage lang haben der Weihnachtsmann und seine Helfer im Weihnachtspostamt Himmelpfort geduldig auf die Wunschzettel aus aller Welt geantwortet. Zum Schluss gab es gleich zwei Rekorde zu vermelden. So beliebt war der Weihnachtsmann in Himmelpfort (Oberhavel) noch nie: Mit rund 294 000 Wunschzetteln aus aller Welt und fast 26 000 Besuchern hat das Weihnachtspostamt in diesem Jahr g...

ndPlusJutta Schütz

Weniger Klagen, keine Entwarnung

Die Richter am Berliner Sozialgericht versuchen angestrengt, den Berg der Klagen gegen Hartz IV zu verkleinern. Nun gibt es einen Silberstreif am Horizont.

»Wir haben eine starke Zivilgesellschaft«

Ralf Holzschuher (SPD) ist seit vergangenem August Innenminister in Brandenburg. Zuvor war der Jurist Fraktionschef der SPD im Landtag. An der Polizeireform hält Holzschuher strikt fest. Veränderungen schließt er nicht aus.

ndPlusWilfried Neiße

Ein Dachschaden

Zunächst sollten die Leichtathletikhalle und die Schwimmhalle am Potsdamer Luftschiffhafen nur bei Schnee auf dem Dach gesperrt werden. Jetzt sind sie generell zu.

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Robert Luchs, Mainz

Unterschriften gegen Klärschlamm

Der Protest gegen eine Verbrennungsanlage für Klärschlamm im Mainzer Stadtteil Mombach wird stärker. Mehrere Dutzend Einwohner hatten 1500 Unterschriften gesammelt, die sie Oberbürgermeister Michael Ebling in dessen Konferenzzimmer überreichten. Bereits zuvor hatte die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) das Planungsverfahren für eine Verbrennungsanlage vorläufig gestoppt. Die Thermis...

Sozialarbeiter wollen mehr Geld vom Land

Der Fachverband Schulsozialarbeit in Mecklenburg-Vorpommern hat von der Landesregierung ein höheres finanzielles Engagement für die Tätigkeit an den Schulen gefordert. Derzeit würden die Kosten zwischen EU und den Kommunen geteilt.

ndPlusCarsten Hoefer, München

CSU umgarnt die Grünen

Im März wird in München ein neuer OB gewählt. Im Vorfeld ereignen sich für Bayern seltsame Dinge: Die in München erfolglose CSU umwirbt die Grünen, um der SPD die Macht im Rathaus zu nehmen.

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Niemand liebt dich so wie ich

Im Mai 2006 wurde der (runde) Geburtstag der begnadeten Jazzsängerin Uschi Brüning mit einer Gala in der Berliner Philharmonie begangen. Vor ausverkauftem Haus spielten Freunde und Kollegen ein gefeiertes Konzert.

Preis für Komponistin ausgelobt

Im Rahmen des Berliner Künstlerinnenprogramms vergibt die Berliner Kulturverwaltung in Kooperation mit der Musikakademie Rheinsberg zum neunten Mal den mit 10 000 Euro dotierten Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreis. Mit dem Preis soll sowohl das bisherige Werk einer Komponistin ausgezeichnet, als auch deren weiteres künstlerisches Schaffen unterstützt werden. Die Auszeichnung beinhaltet ...

ndPlusJulia Vitalis

Von Göttern und Skeletten

Moctar Kamara fordert eine glaubhafte Debatte über die Herkunft der Exponate des Ethnologischen Museums, die künftig im Humboldtforum ausgestellt werden sollen.

ndPlusHeidrun Böger, Leipzig

Von Schnittmustern und Papierkleidern

In der DDR arbeitete Hannelore Crostewitz als Gebrauchswerberin - es war ihr Traumberuf. Als Autorin berichtet die Leipzigerin inzwischen über ihre Erfahrungen vor und nach der Wende.

ndPlusAndrea Löbbecke, Mainz

Unfallflucht in den Kofferraum

Ein Mordopfer entpuppt sich als Vogelscheuche, ein herzkranker Rentner als abenteuerlustiger Charmeur und eine Frau verbringt freiwillig anderthalb Tage im Autokofferraum: In rheinland-pfälzischen Polizeiberichten sind im vergangenen Jahr auch allerhand absurde Geschichten zu Protokoll genommen worden. Gleich mehrmals wurden Beamte zu vermeintlichen Verbrechen gerufen, wie etwa im Mai in ...

ndPlusAntje Rößler

Csárdás oder Charleston

Geld gegen Stammbaum, American Way of Life gegen Traditionsbewusstsein - Emmerich Kálmáns Operette »Die Herzogin von Chicago« thematisiert die große Kontroverse der zwanziger Jahre. Die Milliardärstochter Mary aus Chicago glaubt nur an die Macht des Geldes. Der verarmte ungarische Prinz Sandor hingegen hält die aristokratischen Traditionen hoch. In der Musik prallen Walzer und Csárdás auf ameri...

Holger Reile, Konstanz

Erotische Albträume

Von 1414 bis 1418 fand in Konstanz der größte Kongress des Mittelalters statt, das 16. ökumenische Konzil. Die Stadt will das Jubiläum groß feiern, allerdings sind nicht alle Gäste willkommen.

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Unter Betreuung

Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist vorläufig unter Betreuung gestellt worden. Der 80-Jährige halte sich aus gesundheitlichen Gründen in einem Klinikum in Deutschland auf, bestätigte der Präsident des Amtsgerichts München, Gerhard Zierl, der Nachrichtenagentur dpa. Die dortigen Ärzte hätten den Antrag gestellt, ein Betreuungsverfahren aus gesundheitlichen Gründen einzuleiten, sagte Zierl auf...

»Künstler sozial absichern«

Der Deutsche Bühnenverein hat eine ausreichende soziale Absicherung von Schauspielern, Sängern und Tänzern gefordert. Dies gehe nur über die bisher in Deutschland üblichen festen Ensembleverträge, sagte der Direktor des Arbeitgeberverbandes der deutschen Theater, Rolf Bolwin, der Nachrichtenagentur dpa in Köln. »Die Künstler sollen nicht nur für eine Produktion beschäftigt werden, sondern für e...

ndPlusRenate Biehl

FILMSTARTS

Buddy Regie: Michael Bully Herbig. Im Mittelpunkt der Komödie steht Eddie, ein Müßiggänger und Partylöwe, der ein Millionenerbe antritt, samt Limonaden-Unternehmen. Sein Leben ändert er indes nicht, so dass sein Vermögen rapide sinkt und die Firma Verluste macht. Bully Herbig greift als Schutzengel ein. Ohne Schutzengel und diverse Albernheiten hätte das eine nette Geschichte werden können...

Gunnar Decker

Tanz den Vampir

Ein Vampirfilm zu Weihnachten? Das scheint nicht recht zusammenzupassen, auf den ersten Blick jedenfalls. Allerdings Wein und Blut, die Verwandlung des einen in das andere, spielt auch im Christentum eine Rolle.

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Armes Aleppo

Auch das Watwa-Haus von Aleppo, in dem religiöse Fragen diskutiert und entschieden wurden, blieb nicht von Zerstörung verschont. Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, gehört es zur von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählten Altstadt der dieser Tage wieder heiß umkämpften syrischen Metropole. Die im 5. Jahrtausend v. u. Z. gegründete Stadt liegt in Trümmern. Während des schon fast drei Jahre tob...

LESEPROBE

In den letzten Jahren rückt Lateinamerika aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen wieder verstärkt in den Fokus, nachdem das große Interesse der 1970er und 1980er Jahre etwas abgeflaut war. Momentan steht Brasilien mit seiner florierenden Wirtschaft sowie aufgrund der Veranstaltung der ersten Weltsozialforen und der Ausrichtung sportlicher Großereignisse wie der Fußball-WM 2...

ndPlusRupert Neudeck

Keine Frage von Liebe oder Hass

In den USA, so Judith Butler, gilt die Frage: »Sind Sie Zionist?« als identisch mit der, ob man an das Existenzrecht Israels glaube. Dagegen antwortet die US-amerikanische Philosophin ganz klar, man könne »nicht Zionist sein und zugleich für ein gerechtes Ende der kolonialen Unterdrückung kämpfen«. Sogar die sozialistischen Experimente der Kibbuz-Bewegung seien integraler Teil des Siedlerkoloni...

Klaus Trende

Am Ufer der Zeit oder: Das Spiel ist aus

Es ist vorbei. Das Spiel ist aus. Freilich, vielleicht reicht es noch bis zur Jahrhundertwende. Aber schon da müssten wir heute alle zu Robinson Crusoe oder Henry David Thoreau zurückkehren, der Konsumtyrannei abschwören, die Kapitalverhältnisse zerbrechen, den ökologischen Fußabdruck auf tierische Dimension zurückführen, in kürzester Zeit völlig neue Kulturtechniken hervorbringen. Nein, es ist...

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Hans-Dieter Schütt

Die Wölfe studiert, dem Windbruch ergeben

Die Bäume, von denen sie schrieb, haben auf Sand gebaut. Sind privatisiert und dem Windbruch ergeben. Immerhin, sie »streicheln einander noch/ haben viel Liebe erfahren/ werfen noch Schnee ab/ bevor die Hinterwäldler/ sie brummend absägen«. Ein Gedicht über Bäume. Wie ein Gespräch über Bäume - das aber nicht, wie bei Brecht, etwas Verderbliches hat. Denn es schließt nichts, gar nichts an ...

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ndPlusAlexander Ludewig

Titel verteidigt, Wahl gewonnen

Dass es viel schwieriger ist, Erfolge zu bestätigen, wissen natürlich auch die nd-Leser. Und so fiel ihre Wahl zur »Mannschaft des Jahres 2013« auf die Fußballnationalmannschaft der Frauen. Am 28. Juli hatten die DFB-Fußballerinnen in Schweden ihren EM-Titel verteidigt.

ndPlusOliver Händler

nd-Leser wählen besser

Sie haben entschieden: Die Wahl zu den nd-Sportlern des Jahres brachte erneut einige Überraschungen. Erstmals geht ein Pokal an den Behindertensport. Und vor allem der nd-Sportlerin 2013 bedeutet der Preis sehr viel.

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Hauptpreis geht nach Saalfeld

Nicht nur die Athleten, sondern auch 13 nd-Leser, die an unserer Sportlerwahl teilgenommen haben, können sich freuen. Sie erwarten Reisen und Buchpreise. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern! Der 1. Preis geht an Sven Kurzhauer aus Saalfeld. Er fährt mit »Neckermann Reisen« nach Rheinsberg ins »Hotel Best Western Marina Wolfsbruch«. Dort findet vom 22. bis 29. Juni ein Laufcamp mit dem ...

ndPlusJirka Grahl

»Wir sind keine Pfadfinder«

35 Vorschläge haben die Leser für den Sonderpreis »Nachwuchs-Ass 2013« eingereicht, allesamt tolle Empfehlungen, so dass wir wieder das Los entscheiden ließen: Es fiel auf Luca Adorjan aus Berlin.

Ein wirklich unglaubliches Jahr

Steffi Nerius ist nd-Trainerin des Jahres 2013. Die 41-Jährige war 2009 Weltmeisterin im Speerwurf. Mit Jirka Grahl sprach sie über das erfolgreichste Jahr ihrer Trainerkarriere.

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»Dirk« mischte Europa kräftig auf

Kein Weihnachtsfest wie aus dem Bilderbuch: Orkantief »Dirk« bescherte einen wilden Mix aus Stürmen mit Stromausfall und Unfällen mit Toten und Verletzten. Es brachte aber auch mediterrane Luft.