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UNTEN LINKS

Was um Himmels Willen ein »linker hinterer Beckenring« ist, dürfte bisher nicht zum Allgemeinwissen gehört haben. Das könnte sich nun ändern: Angela Merkel ist im Skiurlaub hingefallen und hat sich eben jenen Ring »unvollständig« gebrochen. Es dauerte am Montag nur ein paar Sekunden, bis der Nachricht die ersten blöden Kalauer über »das Becken der Nation« folgten - auf Twitter, bei Facebook. Wa...

Markus Drescher

Sehr verdächtig

Es war einmal ein kleiner schwarzer Kapuzenpulli. Der wollte seine Großmutter besuchen, eine weise alte Frau namens Grundrechte. Die wohnte in der Hansestadt Hamburg, die - so kündeten es der herrschende Bürgermeister und die Stadtschreiber - eine sehr, sehr gefährliche Stadt war. So gefährlich, dass der allmächtige große Bulle sagte, dass ab jetzt nur noch seine Regeln gelten und er machen darf, was er will, damit alle Angst haben und tun, was er sagt.

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Volker Stahl, Hamburg

Hamburg wird zum Gefahrengebiet

In Hamburg gärt es. Nach den Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei erklärte der Hamburger SPD-Senat weite Teile der Innenstadt zum »Gefahrengebiet«.

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ndPlusAndreas Bohne, SODI

Frauen sichern die Ernährung in Mosambik

Armut und Benachteiligung haben in den ländlichen Gebieten von Mosambik oftmals ein weibliches Gesicht. Die Förderung von Frauen steht daher im Mittelpunkt der Projekte von UNAC, SODIs Partner.

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ndPlusOlaf Standke

Pendler Kerry

2014 ist zwar erst ein paar Tage alt, doch John Kerry hat schon seinen Anspruch auf den Titel »Pendler des Jahres« angemeldet. Erneut reiste der USA-Außenminister durch den Nahen Osten, um die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche voranzutreiben.

ndPlusKurt Stenger

Amazons Flash-Mob

Kollegen, die sich bei Tarifkämpfen heraushalten, gibt es in jedem Betrieb. Ebenso Kollegen, die sich bei den Chefs Liebkind machen oder den Betriebsratschef nicht leiden können. Es gibt viele Gründe dafür, dass Streiks nie von allen unterstützt werden. Beim Versandhändler Amazon bleibt es aber nicht bei stiller Verweigerung: Rund 1000 Mitarbeiter sollen einen Aufruf gegen die Gewerkschaft unterschrieben haben.

Erich Preuß

Der achte Häuptling

Der hat uns gerade noch gefehlt, meint ein Eisenbahner hinter vorgehaltener Hand über Ronald Pofallas Aussichten auf einen Vorstandsposten. Der Insider hegt nicht einmal Antipathie gegenüber dem CDU-Mann, wie es andere Kritiker der Personalie im Konzern tun, sondern ärgert sich vor allem über die Vermehrung der Häuptlinge, während im Revier die Indianer fehlen.

Fabian Lambeck

Seehofers neuer General

CSU-Generalsekretäre sind die letzten Desperados im deutschen Politikbetrieb. Sie sollen den politischen Gegner attackieren und die Ressentiments der Wählerschaft gegen Schwule, Ausländer und Linke bedienen.

ndPlusAndreas Koristka

Der journalistische Kompass

Jeder, der schon einmal mit seinem Kleinwagen länger als zwei Stunden über eine Autobahn fuhr, weiß, welche Höchstleistungen einem dabei abverlangt werden. Für Michael Schumacher war dieser Terror Teil seines Berufes. Weil er trotzdem smart lächeln konnte und sich reich und dämlich verdiente, respektieren und lieben wir Deutschen ihn wie keinen Zweiten.

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Jörg Meyer, Köln

Noch zu Diensten?

Mit deutlichen Worten in Richtung Politik forderte der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Klaus Dauderstädt, dem Rückzug des Staates aus wichtigen Bereichen der öffentlichen Dienstleistungen und Daseinsvorsorge Einhalt zu gebieten. Vor den Delegierten der 55. dbb-Jahrestagung sagte er am Montag in Köln, der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel würden die Politik künftig vor große Herausforderungen stellen.

Uwe Kalbe

Schichttorte statt Marmorkuchen

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert. Frei nach diesem Motto schöpfte Christian Lindner auf dem Dreikönigstreffen Optimismus aus der Niederlage seiner Partei zur letzten Bundestagswahl.

ndPlusRené Heilig

Tief in der »Tinte«

Um die Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen, muss mal wieder die Terrorserie des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) herhalten. Das ist eine perfide Argumentation.

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Bartsch für Korrekturen an EU-Programm

Nach LINKEN-Fraktionschef Gregor Gysi hat auch Dietmar Bartsch Korrekturen am Entwurf des Wahlprogramms zur Europawahl angemahnt.Gysi hatte moniert, die Präambel des Programms zur Europawahl sei nicht gelungen.

ndPlusRené Heilig

Druck dir deinen Panzer selbst

Die britische BBC berichtet Unglaubliches: Tornado-Kampfjets fliegen mit Ersatzteilen, die aus einem 3-D-Drucker stammen. Die Royal Air Force erwartet vom Einsatz der neuen Technik in den kommenden vier Jahren Einsparungen in Höhe von 1,2 Millionen britischen Pfund. Wenn man hinzurechnet, was durch den Wegfall von teuren Ersatzteiltransporten hinzukommt, ahnt man, dass Kriege jetzt noch führbarer erscheinen.

Wechsel Pofallas zur Bahn weiter offen

Was wusste Kanzlerin Merkel wann von den Wechselabsichten ihres Kanzleramtschefs Pofalla? Die Bahn war im vergangenen November für den CDU-Politiker angeblich nur eine von mehreren Möglichkeiten.

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Jan Keetman

Wechsel des Jagdreviers in der Türkei

Jahrelang jagten türkische Staatsanwälte mit besonderen Vollmachten angebliche Putschplaner aus den Reihen des Militärs und der Zivilgesellschaft. Nun plötzlich gerät die Justiz selbst ins Visier.

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Chodorkowski in der Schweiz

Der ehemalige russische Öloligarch Michail Chodorkowski will in der Schweiz zunächst ganz privat Zeit mit seiner Familie genießen und sich bis auf Weiteres nicht öffentlich äußern. Das sagte seine Schweizer Sprecherin Claudia Gratz am Montag gegenüber dpa.

Alfred Michaelis, Nongkhai

Fern von Bangkok ein Bad in der Menge

Während sich Thailands Regierungsgegner in Bangkok auf einen Großprotest am 13. Januar vorbereiten, sucht Regierungschefin Yingluck Shinawatra Unterstützung im ärmeren Nordosten des Landes.

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ndPlusSimon Poelchau

Der große Wurf bleibt aus

Die Wirtschaft in der Eurozone ist wieder etwas stabiler. Ökonomen warnen jedoch vor einer möglichen Deflation in der Eurozone. Die EZB könnte mit mehr billigem Geld mit aus der Eurokrise helfen.

John Dyer, Boston

Verdorbenes Wasser durch Fracking

Die Förderung von Gas und Öl aus Schiefergestein belastet in den USA zunehmend das Trinkwasser und Grundstückpreise. In Pennsylvania sind im vergangenen Jahr fast 400 Beschwerden bei den Behörden eingegangen.

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ndPlusMartin Ling

Steuertricks à la GIZ

Es gehört zum Portfolio der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): Hilfe beim Aufbau eines effektiven Steuersystems in Ländern des Globalen Südens. Da entbehrt es nicht der Pikanterie, dass die 2011 aus drei Entwicklungsorganisationen fusionierte GIZ und ihre Vorgängerorganisationen über viele Jahre ihren Mitarbeitern einen Tipp gegeben haben, wie sie die Besteuerung sowohl in De...

Desmond Brown, Charlestown

St. Kitts und Nevis setzt auf Energiewende

Das Parlament von St. Kitts und Nevis hat Ende 2013 das US-Konsortium Nevis Renewable Energy International (NREI) mit einem Projekt zur Gewinnung von Erdwärme beauftragt. Hinter dem Vorhaben steckt der Wunsch, von Diesel zur Stromgewinnung abzukommen. Im Januar wird NREI damit beginnen, in Crown Land, einem von der Nevis-Inselbehörde gepachteten Gebiet, ein Wärmekraftwerk zu bauen und Probebohr...

Luz Kerkeling

Die Rebellion gilt es zu feiern

20 Jahre nach Beginn ihres Aufstands feierten Tausende Zapatistas in Mexiko die Erfolge ihres Kampfes für Autonomie, Demokratie und Gerechtigkeit - eine Absage an eine »Modernisierung« von oben.

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Schnöder Abschied

Welch ein Elend: Hunderttausende Weihnachtsbäume säumen den Straßenrand. Eben noch voller Lametta und anderem Glitzerzeugs der Mittelpunkt unserer guten Stuben, sind sie über Nacht obdachlos geworden.

Marina Mai

Erneut Attacke auf Heim in Hellersdorf

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche gab es einen fremdenfeindlichen Vorfall vor dem Hellersdorfer Asylbewerberheim. Polizeiangaben zufolge sollen in der Nacht zu Montag zwei Männer und eine Frau aus der Nachbarschaft des Heimes vor dem Gebäude herumgegrölt und Aufkleber an die Fassade geklebt haben

Kritik an Unterkünften für Flüchtlinge

Der Berliner Flüchtlingsrat kritisiert Mängel in Asylbewerberunterkünften. Demnach steht in etlichen Wohnheimen zu wenig Betreuungspersonal zur Verfügung, obwohl das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) laut Flüchtlingsrat »den Betreibern der Flüchtlingsunterkünfte hohe Zuwendungen« für das eingesetzte Betreuungspersonal zahlt, wie der Flüchtlingsrat am Montag mitteilte.

»Wir wollen hier leben und arbeiten«

Der Bezirk Mitte sucht nach Einzellösungen für die ehemaligen Bewohner der Eisfabrik. Am Mittwoch wolle er darüber mit den 23 Bulgaren sprechen, sagte Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) am Montag.

ndPlusMartin Kröger

Oranienplatz im Fokus

Während Flüchtlinge ihr Camp am Oranienplatz im Berliner Stadtteil Kreuzberg ausbauen, berät der Senat am Dienstag die Räumungsvorlage von Senator Henkel. Die Bauchschmerzen bei der SPD sind weiter groß.

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Schloss Cecilienhof wird saniert

Im Schloss Cecilienhof wurde 1945 das Potsdamer Abkommen unterzeichnet. Der Tisch mit den Fähnchen der Alliierten ist ein beliebtes Fotomotiv. Jetzt wird das Gebäude aufgemöbelt.

Bernd Kammer

Langes Warten auf Lärmschutz

Nicht nur Fluglärm belastet viele Berliner, zunehmend rauben auch Güterzüge Anwohnern den Schlaf. Die rollen vor allem nachts über die Gleise. Ein Programm der Bundesregierung will den Lärmschutz verbessern.

ndPlusChristin Odoj

Bangen um die Förderung

Für einige Frauenprojekte vor allem im Osten Berlins werden die kommenden zwei Jahre heikel, denn was danach mit ihnen passiert, ist unsicher. Ab diesem Jahr streicht der Senat Stellen in der Frauenarbeit.

Wilfried Neiße

Pause für Planung einer Raststätte

Das Land Brandenburg und der Bund wollen die Autobahnraststätten in der Hauptstadtregion dem künftigen Bedarf anpassen. Einige Standorte sind umstritten.

ndPlusAndreas Fritsche

LINKE schnellt hoch auf 25 Prozent

Eine Forsa-Umfrage bescheinigt der märkischen Linkspartei einen großen Sprung nach vorn. Die LINKE verbesserte sich auf 25 Prozent. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa.

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Frank Pfaff, Schwerin

Kandidaten dringend gesucht

Nach der Wahl ist vor der Wahl. In Mecklenburg-Vorpommern werden am 25. Mai - wie in zehn anderen Bundesländern auch - nicht nur die Europaabgeordneten neu bestimmt, sondern auch die Zusammensetzungen der Kreistage und Kommunalparlamente. Die Nordost-CDU, bei der Bundestagswahl im September 2013 landesweit unangefochten Wahlsieger, will dabei ihre führende Position verteidigen. »Wir wollen zur ...

ndPlusHagen Jung, Hannover

Bomben, Billigbetten, Untergrundtheater

Er war Luftschutzraum, Unterschlupf für Obdachlose, Hotel, Kunst-Center, Kino und Laienspielbühne: der Klagesmarktbunker in Hannover. Nun musste er einem Wohnprojekt weichen.

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Diakonie warnt Mainz

Mainz. Die geplanten Kürzungen in rheinland-pfälzischen Schwangerenberatungsstellen könnten nach Auffassung der Diakonie vor allem Frauen auf dem Land Probleme bereiten. Würden dort Stellen gestrichen, werde es für Betroffene »sehr schwierig, zeitnah eine Beratung zu bekommen«, sagte Tanja Gambino vom Diakonischen Werk am Montag. Viele müssten dann überlegen, ob sie eine weite Reise bis in die ...

hds

Werther und mehr

Nichts ist, wie es weiter sein möge, nur weil wir langsamer fühlen als die veränderungshurtige Realität. Auch das Berliner Maxim Gorki Theater ist nicht mehr, was es war. Es ist auf neue Weise im Werden, von dem keiner weiß, was daraus wird. Schön, spannend, und lustig fast, wie gewohnt motorisch ein gewisses publizistisches Endurteilswesen bereits in so einen Beginn hineinstößt. Ist aber auch ...

Eissenhauer für Neubau auf Museumsinsel

Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, wirbt dafür, die Kunst bis 1900 auf der Museumsinsel zu vereinen. »Die Zusammenführung von Gemäldegalerie und Skulpturensammlung halten wir nach wie vor für ideal«, sagte Eissenhauer dem »Tagesspiegel« (Montagsausgabe). Die als »Masterplan Museumsinsel« bekannten Planungen sind umstritten. »Die Alten Meister«, Gemä...

ndPlusLutz Gallinat, Lübeck

Feininger und Lübecks alte Giebel

Die Verbindung Lyonel Feiningers zu Lübeck war lange Zeit nicht bekannt. Erst als 1986 völlig überraschend ein mit »Lübeck« betiteltes Gemälde auf dem Kunstmarkt entdeckt wurde und dieses für das Museum Behnhaus Drägerhaus als Leihgabe erworben werden konnte, gab es dafür einen Beleg. Derzeit wird in disem Museum eine Feiniger-Ausstellung gezeigt.

ndPlusFrank Christiansen
und Klaus Peters, Duisburg

Der Parkograph oder die Rationierung der Zeit

Duisburg war vor 60 Jahren die dritte Stadt in Europa, die mit Parkuhren bei den Autofahrern Kleingeld einsammelte. Inzwischen sind die Geräte zumeist durch Parkschein-Automaten ersetzt.

ndPlusLucía Tirado

Labyrinth des Schmerzes

»Es ist ein Stoff, der mehr als andere polarisiert. Das hat mich fasziniert. Ich las allein 25 Bearbeitungen, Interpretation und Standpunkte, bevor ich mein Konzept entwickelte«, erzählt die Regisseurin Kerstin Reichelt. Im Ergebnis macht sie nicht eine, sondern viele Sichten möglich, über die sich der Besucher ihrer Arbeit dem Thema nähern kann. Das allzu Didaktische vermied sie bewusst bei ih...

Paul Winterer, München

63 000 Flugbewegungen zu wenig

2013 gab es rund 382 000 Starts und Landungen in München, die Flughafengesellschaft war von 445 000 Flugbewegungen ausgegangen. Doch im Prozess um die neue Startbahn scheint das unerheblich zu sein.

Volkmar Draeger

Der »Spatz von Paris« als Konstante einer Karriere

Wie die kleine Frau ihre Stimme zu großer Dramatik hochfährt und dann wieder auf normale Gefühlslage zurücknimmt, das gehört mittlerweile zu ihren Markenzeichen. »Singen«, sagt Katharine Mehrling, »ist mir selbstverständlich wie Atmen und Reden seit Kindertagen.« Früh hat das bei dem in Hanau geborenen, in einer 3000-Seelen-Gemeinde aufgewachsenen Mädchen angefangen. In der Musikkneipe de...

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Situation schwierig

2013 war ein gutes Jahr für Filmstudio Babelsberg - auch finanziell. »Wir schreiben schwarze Zahlen«, sagt der Vorstandschef. Nach vier schwierigen Jahren blickt das Studio auf außergewöhnliche Monate zurück.

Willi Sitte und der Mensch

Vier Jahrzehnte auf einen Blick: Die Willi Sitte Galerie in Merseburg (Sachsen-Anhalt) zeigt ab 2. Februar eine neue Ausstellung mit Hauptwerken des 2013 verstorbenen Malers und Grafikers aus Halle. Sie geben Einblicke in die Schaffensperiode von 1960 bis 2000. Unter dem Motto »Menschenbilder« würden rund 70 Arbeiten gezeigt, sagte Dietmar Rother, Geschäftsführer des Fördervereins der Galerie. ...

ndPlusMartina Jammers

Schwarz-Weiß statt Farbe

Wer den Wannseegarten der Max-Liebermann-Villa betritt, erschrickt über den nackten Sockel, von dem sonst Anton Gauls »Fischotter« grüßte. Die Villa am Wannsee zeigt die verlorenenen Schätze Liebermanns.

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Herrschaft, Macht und Krieg

Die internationalen Händel-Festspiele in Göttingen stehen dieses Jahr im Zeichen der Geschichte. »Herrschaftszeiten! - Händel Royal« ist das Programm betitelt, das sich dem 300. Jubi᠆läum der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover widmet. Auch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielt eine Rolle: Themen wie Herrschaft, Macht und Krieg spiegeln sich im Programm wider, teilten d...

Lichtballetts und Feuerbilder

Der Mitbegründer der Avantgardegruppe Zero, Otto Piene, erhält den ersten Deutschen Lichtkunstpreis. Der 85-Jährige werde die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am 19. Januar persönlich in Empfang nehmen, teilte das Kunstmuseum Celle am Montag mit. Piene habe mit seinen Lichtballetts, Feuerbildern und Himmelsskulpturen die Entwicklung der Lichtkunst entscheidend geprägt. Die Gruppe Zero stan...

Als man das Saxophon verdächtigte

Unter dem Titel »Das verdächtige Saxophon« erinnert seit Montag die Tonhalle in Düsseldorf mit einer Sonderschau an die Verfolgung von Künstlern in der NS-Zeit. Thematische Vorlage ist den Angaben nach die Propaganda-Ausstellung »Entartete Musik« der Nationalsozialisten, die 1938 während der sogenannten Reichsmusiktage in Düsseldorf stattfand. In der Ausstellung wurde damals gegen »Undeut...

Matthias Biskupek

Beziehungskreis mit Dreieck und Quadrat

Es gibt einen Grundfehler der Rezensenten: Sie sagen, welches Buch sie hätten haben wollen, anstatt das Gelesene zu bewerten. Statt eines »Bauhaus-Romans« wie Andreas Hillger sein Buch »Gläserne Zeit« untertitelt, hätte der Rezensent gern all die Geschichten, Anekdoten, Biografien, Karneval-Beschreibungen und Projekte des Bauhauses während der Dessauer Zeit, also von 1926 bis 1932 in einem Repo...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Mit Gary Cooper gegen die Faschisten

Es ist ein Gespräch über den mühsamen Umbau eines Spandauer Fabrikgeländes ins erste Filmstudio Brauners. Ein Gespräch über Dreharbeiten mit scharfer Munition, weil es keine Platzpatronen gab.

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»Die Kraft des Glücks«

nd: Herr Friedler, wie sind Sie auf Abie Nathan gekommen, einen weltberühmten Friedensaktivisten der 1970er Jahre, den heute kaum einer noch kennt? Eric Friedler: Ich habe seinen Namen in John Lennons Lied »Give Peace A Chance« gehört und recherchiert, bis mich diese Persönlichkeit nicht mehr losgelassen hat. Das war wie ein Dominostein; ich wurde immer verblüffter, mit wie vielen berühmten M...

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Der Punk und seine Freunde

Basketball-Punk Dennis Rodman ist mit einem ganzen Team ehemaliger NBA-Profis in Nordkorea zu einem Geburtstagsspiel für Machthaber Kim Jong Un angekommen. Er hoffe, dass das Spiel »Türen öffne«, so Rodman.

Irina Wolkowa, Moskau

Protestiert doch bitte woanders!

Russlands Präsident Wladimir Putin nimmt seinen Kritikern weiter den Wind aus den Segeln. In Sotschi darf nun doch protestiert werden. Demonstranten werden aber wohl ins Grüne »abgeschoben«.

ndPlusVon Thomas Wolfer und Erik Roos, Bischofshofen

Sprungwunder gewinnt die Tournee

Völlig überraschend hat Thomas Diethart direkt bei seiner ersten Teilnahme die Vierschanzentournee gewonnen - mit zwei Tagessiegen. Mit dem Erfolg haben nicht einmal die österreichischen Skispringer selbst gerechnet.

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ndPlusBarbara Barkhausen, Sydney

Walkampf um das Metzgerschiff

Der jährliche Walfangkrieg zwischen japanischen Fangschiffen und australischen Umweltschützern begann im Südpolarmeer vor der Antarktis. Die Tierschützer kündigten am Montag an, die Walfänger vertreiben zu wollen.