Seite 1

UNTEN LINKS

Der deutsche Winter ist auch nicht mehr das, was er mal war. Bei märzlichen Januartemperaturen von 14 Grad Celsius gilt es, dem Schneemangel beizukommen. Eine gute Seele ist deshalb auf die Idee gekommen, 140 Kilo weißes Pulver in Bananenkisten aus dem frostigen Kolumbien zu importieren - heimlich, still und leise, damit die Leute sich richtig freuen. In Berlins Aldi-Märkten sollte das Zeug bil...

ndPlusSimon Poelchau

Linksblinker zu Gast in Hellas

Nun hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gleich zu Beginn seiner Amtszeit einen Abstecher in den Krisenstaat Griechenland unternommen. Seine Botschaft ist eindeutig: Er will nicht den Fehler seines Vorgängers Guido Westerwelle (FDP) machen und die Europapolitik CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble überlassen.

Katja Herzberg

Athen ist eine Reise wert

Gleich zu Beginn des griechischen Ratsvorsitzes machten EU-Spitzenpolitiker deutlich, dass die Regierung in Athen unter strenger Beobachtung steht.

Seite 2
Haidy Damm

Niedersachsen im Sumpf

Wolfgang Schorlau hat einen neuen Kriminalroman geschrieben. Schauplatz diesmal: die Fleischindustrie. Nach genauer Recherche lässt der Autor kein gutes Haar an der Branche.

ndPlusHaidy Damm

Sonntagsbraten statt Massenware

Fleischkonsum ist laut »Fleischatlas 2014« keine Privatsache. Bei der Vorstellung am Donnerstag in Berlin sprachen die Herausgeber über die weltweiten Auswirkungen auf Klima und Versorgung.

Seite 3
ndPlusKurt Stenger

Berliner Abkühl-Basar

Erneut wird über mögliche Karenzzeiten für einen Wechsel von Regierungsmitgliedern in die Wirtschaft diskutiert: Die Spanne reicht von fünf Jahren bis zu »keine Berufsverbote«.

ndPlusPeter Richter

Mit Kehricht und Kabalen

Die Talente Ronald Pofallas wurden frühzeitig erkannt, auch von Angela Merkel. Er wurde ihr Mann für die weniger sauberen Geschäfte im Regierungsalltag. Sie hat auch weiterhin für ihn Verwendung.

Seite 4
ndPlusUwe Kalbe

Lockender Egoismus

Wenn CSU-Politiker »Soli« sagen, dann meinen sie gewöhnlich das Gegenteil von Soli(darität). Sie sprechen das Wort mit dem gleichen begeisterten Gesichtsausdruck aus, mit dem sie das Wort »Zuwanderung« buchstabieren, oder »Asylbewerber«.

ndPlusFabian Köhler

Geht doch!

Wie wurde da beschwichtigt angesichts des größten Überwachungsskandal, den diese Welt je erlebt hat: Man dürfe die amerikanischen Freunde nicht vor Kopf stoßen, das transatlantische Verhältnis nicht beschädigen. Debatten wurden für beendet erklärt, bevor sie begonnen hatten. Bekenntnisse zur Aufklärung kamen. Geheuchelte Appelle, leere Versprechungen und Spionage blieben.

Klaus Joachim Herrmann

Putins Glasnost

Der Kreml ist offenbar höchst unzufrieden mit seinem Bild im Ausland und will es verbessern. Der offizielle Auslands-Haussender »Stimme Russlands« beklagte mit Blick auf den Westen soeben eine »allgemeine antirussische Stimmungsmache«.

Hans-Gerd Öfinger

Offen für alle

Das Ja durch Vorstand und Parteitag der Thüringer SPD ist jedoch nur noch Formsache. Mit der 55-jährigen Heike Taubert, seit 2009 Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit im Freistaat, will die schwächelnde Sozialdemokratie verlorenes Terrain wieder gut machen und ihren Platz in der Regierung verteidigen.

ndPlusDaniel Rühmkorf

Die Mär vom Ärztemangel

Die Zahl der Hausärzte sinkt dramatisch. Mit dem Generationenwechsel wird deutlich, dass nur noch wenige junge Ärztinnen und Ärzte ihre Zukunft auf dem Lande und in der Grundversorgung sehen. In vielen Orten Deutschlands machen Praxen dicht, weil keine Nachfolger gefunden werden konnten.

Seite 5

»Man muss Gespräche führen«

Antje Möller ist innenpolitische Sprecherin der Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft. Mit ihr sprach für »nd« Angela Dietz über das Gefahrengebiet und die gesellschaftlichen Konflikte in Hamburg.

Velten Schäfer

Facebook und Falschmeldungen

In Hamburg hat die Polizei das »Gefahrengebiet« räumlich und zeitlich eingeschränkt - angeblich wegen seines schnellen Erfolges.

Seite 6
Marcus Meier

Straffrei nach Prügelattacke

Ein mehrfach vorbestrafter Nazi attackierte zwei Pizzabäcker Nun wurde das Verfahren eingestellt. Begründung: Der Angeklagte hatte doch gerade erst im Knast gesessen.

ndPlusRudolf Stumberger, Germering

Baracken in Brand

Der Brand in einer Flüchtlingsunterkunft versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken. Bisher gibt es keine Hinweise auf einen rassistischen Tathintergrund. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Hendrik Lasch, Magdeburg

Magdeburg versucht die Blockade

Auch in Magdeburg versuchen Nazis, die Jahrestage der Kriegszerstörung zu vereinnahmen. Die Stadt wehrt sich mit einer »Meile der Demokratie«, und ein neues Bündnis hofft auf erfolgreiche Blockaden.

Seite 7

Anschlag bei Hama

Beirut/New York. Bei einem Autobombenanschlag in der syrischen Provinz Hama sind am Donnerstag nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 18 Menschen getötet worden. Wie mitgeteilt wurde, starben im Dorf Kafat Mitglieder einer regierungstreuen Miliz, Frauen und Kinder. Die Explosion ereignete sich nahe der Schule. Russland hat sich am Mitt...

Panzer vor Falludscha

Falludscha. In der irakischen Provinz Anbar sind die Regierungstruppen am Donnerstag mit Panzern gegen Stellungen islamistischer Rebellen vorgegangen. Die Armee habe in der Nacht zwischen Falludscha und Ramadi Verstecke der dem Qaida-Netzwerk nahestehenden Aufständischen angegriffen, teilte die Polizei mit. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch warf beiden Seiten bei den Kämpfen um Fallud...

Fabian Köhler

Snowden rein, NSA raus!

Ein halbes Jahr haben sie debattiert, nun sollen Taten folgen: EU-Abgeordnete berieten am Donnerstag über Konsequenzen aus dem NSA-Skandal und beschlossen die Anhörung Edward Snowdens.

ndPlusMarkus Schönherr, Kapstadt

Verhärtete Fronten in Südsudan

Trotz aller Friedensbemühungen zeichnet sich in Südsudan weiter kein Ende der schweren Krise ab. Regierungstruppen rückten am Donnerstag auf die Stadt Bentiu im ölreichen Bundesstaat Unity vor.

Seite 8
ndPlusDaniel Kestenholz, Bangkok

Thailands Opposition läuft sich warm

Thailands Regierungsgegner wollen die Acht-Millionen-Metropole Bangkok am kommenden Montag völlig lahmlegen. »Shutdown« (Stilllegung) nennen sie ihren Massenprotest auf Englisch. Am Donnerstag war Generalprobe.

Seite 9

Volksentscheid ohne Tricks

Zwei Drittel der Berliner lehnen eine politisch motivierte Terminfestlegung bei Volksentscheiden ab. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag des Vereins »Mehr Dekomkratie«.

Bäder-Betriebe spüren keine Empörung

Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) weisen die Kritik und den Unmut an ihrem neuen Tarifsystem zurück. »Wir können den Eindruck nicht bestätigen, dass sich die Kunden ausschließlich beschweren«, sagt BBB-Sprecher Matthias Oloew.

ndPlusBen Mendelson

Endspurt fürs Tempelhofer Feld

Am Montag endet die Unterschriftensammlung für den vollständigen Erhalt des Tempelhofer Feldes. Nun fehlen nur noch ein paar tausend Unterschriften - dann kommt es zum Volksentscheid.

ndPlusChristin Odoj

Hoffen auf Nachbarschaftshilfe

Nachdem der Bezirk Mitte ab Donnerstag keine weitere Hostelnacht für die ehemaligen Eisfabrikbewohner bezahlen wollte, suchen die Wohnungslosen jetzt bei ver.di Unterstützung.

Seite 10
ndPlusPeter Kirschey

Selbsternannter Reichsbürger vor Gericht

Es war schon merkwürdig und anstrengend, was da gestern vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts über die Bühne ging. Jürgen B. ist angeklagt, erscheint zwangsvorgeführt vor Gericht, zu seiner Person sagt er nichts, nur, dass er »Staatsangehöriger des Deutschen Reiches« ist.

Rainer Funke

Einbrecher an Erich Mielkes Bunker

Das im Volksmund als »Mielke-Bunker« bezeichnete unterirdische Geheimobjekt bei Biesenthal (Barnim) ist um die Jahreswende von Einbrechern heimgesucht worden.

Jérôme Lombard

Junge Israelis stehen auf Neukölln

Sind Neukölln und Wedding No-go-Areas für Juden? Nach Einschätzung von Rabbiner Daniel Alter, dem Antisemitismusbeauftragten der Jüdischen Gemeinde Berlins, können sich jüdische Menschen in Teilen der beiden Bezirke nicht mehr öffentlich sichtbar zu ihrem Glauben bekennen.

ndPlusBernd Kammer

Mit dem Zebra übern Zebrastreifen

Schüler der Wilhelm-von-Humboldt-Schule waren die ersten, die am Donnerstag einen neuen Fußgängerüberweg im Prenzlauer Berg nutzten. Ihre Eltern hatten sich dafür eingesetzt, dass er direkt vor ihrer Schule entsteht.

Andreas Fritsche

Keine ruhige Nacht mehr

Brandenburgs künftiger Superfunktionär Christian Görke (LINKE) ist sich der Herausforderungen bewusst, vor denen er steht. Im Team will er es schaffen.

Seite 11

Nervensache Ufo

Bremen. Noch immer ist nicht klar, was am Montag den Flugverkehr in Bremen behindert hat, die Polizei ermittelt in Sachen »unbekanntes Flugobjekt« wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Zeugenaussagen oder Filmmaterial von Substanz hat sie allerdings noch nicht, aber inzwischen angegriffene Nerven. Das machte Sprecher Dirk Siemering in seiner Antwort auf »nd«-Anfrage deutlich. Dafür g...

ndPlusBritta Schultejans, München

Pilzsporen, Rohrrisse, Feuer im Dachstuhl

Mit der Elbphilharmonie oder dem Berliner Flughafen kann die Sanierungsgeschichte des Deutschen Theaters in München zwar nicht mithalten. Pleiten, Pech und Pannen gab es aber auch dort genug.

Harald Lachmann

»Gute Lehrlinge sucht man immer«

Seit 2007 verringerte sich die Zahl der Schulabgänger in Sachsen um 36,1 Prozent - Betriebe müssen zeitig auf Lehrlingssuche gehen. Zum Beispiel im Leipziger Jugendtechnologiecentrum »GaraGe«.

Seite 12
ndPlusMartin Hatzius

Unter Menschen

Es sind viele Worte gefallen am Mittwochabend im Literaturforum im Brechthaus, aufschlussreiche, anregende, auch aufgeregte. Aber ein einziges Wort genügte Andreas Dresen für ein Selbstporträt en miniature, an dem Freud seine Freude gehabt hätte.

ndPlusJan Eik

Berlins Fleißigster über Berlins Besten

»Er hat der Muse immer nur die nackte Hinterbacke getätschelt, und der Pokal, an dem er genippt hat, war eine Weiße mit Schuss. Aber er war ein repräsentativer Berliner. Die Kähne auf der Spree tragen seinen Namen und seine witzigen Formulierungen sind als Würze in das Alltagsrepertoire des Jargons eingegangen, dem sie entstammen.« Die Rede ist in Rudolf Arnheims vor 85 Jahren veröffentlichtem ...

Lucía Tirado

Die kleine Weltkomödie feiert

Man sagt, es sei leichter, tausend Leute kurz zum Lachen zu bringen, als einen Menschen über längere Zeit. Doch gibt es andere Beispiele. Das Prime Time Theater vergnügte bisher mehr als 340 000 Besucher.

ndPlusMartina Rathke, dpa

Wie man Heringe unverkäuflich macht

Die Fischer an der Ostsee bangen um Absatz und Preise. Weil für den Ostseehering ein Fischmanagement fehlt, gibt es kein Ökosiegel. Dieses Manko macht den Fisch in Deutschland zunehmend unverkäuflich.

ndPlusHagen Jung, Hannover

Teurer Ausflug in den Feudalismus

Ein Fürst aus Hannover stieg 1714 auf Großbritanniens Thron. So begann eine 123 Jahre währende Personalunion. Daran soll in Niedersachsen nun mit einem ganzjährigen Programm erinnert werden.

Seite 13

Kehrseite des Bürgerlichen

Der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer erhält für sein Buch »Im Stein« den mit 20 000 Euro dotierten 60. Bremer Literaturpreis. Der 1977 in Halle/Saale geborene Meyer zeige in seinem ungestümen Roman, der im Rotlichtmilieu einer ostdeutschen Großstadt spielt, die Kehrseite der bürgerlichen Gesellschaft zwischen Wendezeit und Gegenwart, begründete die Jury ihre Entscheidung. Einen mit 6000 E...

Kultur nicht nur für Bildungselite

Theater und Museen müssen sich nach Ansicht der Hildesheimer Kulturwissenschaftlerin Birgit Mandel künftig mehr an den Interessen der Besucher orientieren. Viele Menschen hätten das Gefühl, dass das kulturelle Angebot keine Bedeutung für ihr Leben habe, sagte die Professorin für Kulturmanagement und Kulturvermittlung dem Evangelischen Pressedienst am Donnerstag am Rande einer Fachtagung in Berl...

Thomas Blum

Buntes Treiben an der Kranzabwurfstelle

Früher konnte es den Deutschen nicht schnell genug gehen mit dem Vergehen der nationalsozialistischen Vergangenheit. Die fortwährende Rede vom Schlussstrich und davon, dass man auch mal vergessen können müsse, wuchs sich zur Obsession aus, gehörte lange zur deutschen Alltagsfolklore.

ndPlusGunnar Decker

Vorläufer der Katastrophe

Es fehlt etwas! So ging es Erik Baron, der bereits ein schönes kleines Lexikon zu Franz Fühmann veröffentlichte, als er Florian Illies’ Bestseller »1913« las. Darauf könnte man nun allerdings in sachlicher Kürze antworten.

Seite 14

Luxemburgs Kapitalkritik

Vor 100 Jahren wurde Rosa Luxemburgs »Akkumulation des Kapitals« erstmals veröffentlicht. Im ersten Teil entwickelt Luxemburg ein theoretisches Modell, welches die Abhängigkeit des Akkumulationsprozesses von der kapitalistischen Durchdringung nicht-kapitalistischer Milieus erklärt. Im zweiten Teil schildert sie die theoretischen und strategischen Debatten, mit denen Ökonomen vom frühen 19. bis ...

Gerd Fesser

Der letzte Kriegskanzler

In den letzten Monaten sind bereits zahlreiche neue Bücher zum Ersten Weltkrieg erschienen. Das in den Fokus öffentlichen Interesses drängende Thema tangiert auch die Biografie jenes Mannes, der den Ausstieg Deutschlands aus dem verlorenen Krieg managen musste: des Prinzen Max von Baden. Der Historiker Lothar Machtan (Bremen) hat sich seines Lebensweges und -werkes angenommen. Der Autor s...

ndPlusIlonka Ziethlow

Verfemt und gewürdigt

Die seit dem Jahr 2001 existierende Thomas-Müntzer-Gesellschaft publiziert in ihrer Schriftenreihe jährlich Vorträge und Forschungen, mit denen die Erinnerung an eine beeindruckende historische Persönlichkeit des 16. Jahrhunderts wachgehalten wird: Thomas Müntzer (ca. 1489-1525) vertrat innerhalb der reformatorischen Bewegung eigenständige theologische Auffassungen, deren politische und soziale...

ndPlusGerd Fesser

Deutschlands erste Demokraten

Eröffnet wird der Band von zwei Frauen: Die Journalistin Mathilda Franziska Annecke redigierte 1848/49 die »Neue Kölnische Zeitung«, die sich als Sprachrohr »aller Klassen des werktätigen Volkes« verstand. Sie nahm während der Reichsverfassungskampagne 1849 am bewaffneten Kampf teil und zählte später zu den Pionierinnen der US-amerikanischen Frauenbewegung. Und die radikale Schriftstellerin Lou...

Seite 15
Jürgen Amendt

Schwules Outing und Ressentiment

Das Coming Out des Fußballers Thomas Hitzlsperger beschäftigte in den letzten Tagen auch die Blogosphäre. Die Reaktionen fallen überwiegend positiv aus und viele zollen Hitzlsperger Respekt.

Seite 16
ndPlusPeter Nowak

Mitglied ohne Aufenthalt

Die von der CSU angeschobene Kampagne gegen die angebliche Einwanderung von Armutsflüchtlingen in deutsche Sozialsysteme wird auch vom DGB zurückgewiesen.

Mitglied ohne Aufenthalt

Gewerkschaften könnten auch dafür sorgen, dass Migranten unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus bei ihnen Mitglied werden können. Das ist die Forderung von mehr als 550 Gewerkschaftern, die sich in einer Erklärung an den ver.di-Vorstand wandten.

Marcus Schwarzbach

Dauerthema Leiharbeit vorm Kadi

Rechtsfragen sind Machtfragen - das verdeutlicht auf eigene Art die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zu Leiharbeit im vergangenen Jahr. Denn seitdem etwa die IG Metall in Tarifverhandlungen offensiv gleiche Rechte für Leiharbeiter einfordert und die Gleichbezahlung mit regeln will, ändern auch die Erfurter Richter ihre Positionen. Zumindest teilweise, wie ein Rückblick auf die Entscheid...

Umstrittene Aktion gegen Werksschließung

Eine stinkwütende Belegschaft hält ihre Chefs über einen Tag lang fest. Beim Reifenhersteller Goodyear in Amiens kämpfen die Arbeiter um eine bessere Abfindung nach der Werksschließung

ndPlusJörg Meyer, Hamburg

Die neue Arbeiterklasse?

Arbeitsmigration gibt es seit Hunderten von Jahren. In einer Fotoausstellung zeigt das Hamburger Museum der Arbeit Menschen, die unterwegs sind auf der Suche nach einem besseren Leben.

Seite 17

Rückschlag für die Zahlenmonster

Viele Bankkunden wird es freuen: Sie haben noch sechs Monate länger Zeit, um sich die 22-stellige IBAN-Nummer zu merken. Die Übergangsfrist für das Sepa-Format soll um sechs Monate verlängert werden.

Velten Schäfer

Ost-Bodenpreise ziehen weiter an

Der Bund kann zufrieden sein mit der Bodenprivatisierung im Osten. 2013 brachte diese rund 436 Millionen Euro ein. Den »Plan« habe man mehr als erfüllt, so der Geschäftsführer der BVVG.

Hermannus Pfeiffer

Allianz vertraut Amerika

Der Münchner Versicherungsriese Allianz übergibt im April den Betrieb seiner Rechenzentren weltweit an IBM. Der US-Computerkonzern soll eine stabile IT-Infrastruktur aufbauen, die selbst Katastrophen standhält.

Seite 18
ndPlusOliver Händler

Abgebrüht im leisen Blau

Der Januar ist nicht der spannendste Monat im Basketball. Die Bundesligarückrunde hat noch nicht einmal begonnen, und bis zu den wichtigen Playoff-Spielen sind es noch quälend lange vier Monate.

Koste es, was es wolle

Jérôme Valcke soll mit seiner Ankündigung, dass die Fußball-WM 2022 in Katar im Winter stattfinden wird, sogar seinen Arbeitgeber überrascht haben. Jedenfalls ließ der Fußballweltverband ausrichten, Generalsekretär Valcke habe nur seine ganz persönliche Meinung geäußert.

Robert D. Meyer

Tabubruch mit Einschränkung

Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger hat sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Der frühere Nationalspieler zeichnet dabei ein widersprüchliches Bild seiner Sportart im Umgang mit dem Thema Sexualität.

Seite 19

Halligalli und Spazierengehen geht bei mir nicht

Hans Zach hat seinen Ruhestand nach fast vier Jahren durch die Anstellung beim DEL-Klub Adler Mannheim beendet. Zach sprach zuvor mit Oliver Händler über Chancen für Talente und gefährliche Komfortzonen.

Seite 20

Amanda Knox will Familie Kercher treffen

Florenz. Die des Mordes angeklagte US-Amerikanerin Amanda Knox wünscht sich eine Versöhnung mit der Familie des Opfers Meredith Kercher. »Ich will ihr direkt sagen, dass ich nichts mit dem Mord an Meredith zu tun habe, dass ich sie gern hatte und wir Freundinnen waren«, sagte die 26-Jährige der »La Repubblica«. Am Donnerstag wurde vor dem Berufungsgericht in Florenz der neue Prozess um den Mord...

Anna Maldini, Rom

Tribut für ein Leben am Kolosseum

Ein riesiger Schuldenberg erdrückt die Stadt, und wenn die Regierung nicht jedes Jahr einschreiten und die Bürger Roms nicht immer wieder tief in die Tasche greifen würden, dann hätte die Ewige Stadt schon längst Bankrott anmelden müssen.