Seite 1

UNTEN LINKS

Vielleicht, lieber Grüner Pfeil, denkst du dieser Tage auch daran, wie nahe welthistorischer Triumph und realpolitische Niederlage doch zusammenliegen können. Wir als Ossis kennen uns damit ja ein bisschen aus. Nun zeigt sich: Unsere andere »Wende«, die wir Anfang März 1994 bejubelten, als der Westen kapitulierte und die realsozialistische Abbiegefreiheit bei roter (!) Ampel in seine kapitalist...

Stefan Otto

Mehr Utopie bitte!

In der EU-Studie zur sexuellen Gewalt spiegelt sich der gelebte Herrenwitz wider. Die Zahlen zeigen, wie wenig Gleichbehandlungsvorsätze bislang bewirkt haben. Für Joanna Goodey, die Initiatorin der Untersuchung, ist dies nicht verwunderlich. Denn der Kern des Problems werde viel zu selten thematisiert: dass nämlich Frauen wie eine Minderheit behandelt werden.

Jede dritte Frau Opfer von Gewalt

Ein Drittel aller Frauen in der Europäischen Union hat körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Das geht aus einem Bericht der in Wien ansässigen EU-Agentur für Grundrechte (FRA) hervor.

Klaus Joachim Herrmann

Kontaktgruppe statt Truppenmanöver

Russlands Oberbefehlshaber Putin holte am Dienstag seine Manövertruppen zurück und zeigte sich offen für eine »Kontaktgruppe« zum Dialog.

Seite 2
Tobias Lambert

Die Ungeduld am rechten Rand

Bei den oppositionellen Vorwahlen 2012 landeten sie unter ferner liefen: Leopoldo López und María Corina Machado. Nun wollen sie sich über die Straße für höhere Aufgaben in Stellung bringen.

ndPlusTobias Lambert

Die Revolution bedarf der Erneuerung

Das erste Amtsjahr von Chávez-Nachfolger Nicolás Maduro verlief mit mehr Tiefen als Höhen. Einen eigenen Weg hat er bisher nicht gefunden und Chávez zu imitieren, ist auf die Dauer zu wenig.

Seite 3
ndPlusGuido Sprügel

Keine Angst vorm Alleinsein

Das Hospiz kann die letzte Station im Leben eines Menschen sein. Es ist ein Haus für das Sterben – und dennoch ein lebendiger Ort. Ein Besuch im Hamburger Leuchtfeuer-Hospiz.

Seite 4
Klaus Joachim Herrmann

Manöverkritik

150 000 russische Soldaten setzte Oberbefehlshaber Putin vorigen Mittwoch in Marsch. Bis Freitag sollen die wieder in den Kasernen sein. Auf ein Manöver folgt dessen Kritik und die Festlegung künftigen Vorgehens. Das muss gleichermaßen militärisch wie politisch gelten.

Simon Poelchau

Fallen gelassen

Die Jobcenter sind knapp bei Kasse. 445 Millionen Euro oder 11,4 Prozent des eigentlichen Budgets für Eingliederungsmaßnahmen gaben sie letztes Jahr zur Deckung ihrer Verwaltungskosten aus.

ndPlusRené Heilig

Das war schon immer so

Aus »Verantwortung für die Region und für Arbeitsplätze« beklatschen die LINKEN im Wolgaster Stadtrat den Bau von Kriegsschiffen für das Folterregime in Saudi-Arabien. Denn durch »diesen Mega-Auftrag gibt es wieder eine Perspektive für viele Familien in Wolgast und Umgebung. Kaufkraft bleibt in der Region und Fachkräfte finden hier Arbeit. Auszubildende haben am Werftstandort wieder eine Zukunft. Es lohnt sich hierzubleiben!«

Hendrik Lasch

Braunschwarz

Die CDU im Erzgebirge scheint ein eigenwilliges Aussteigerprogramm zu betreiben: Zur Kommunalwahl im Mai stellt sie einen Kandidaten auf, der jetzt noch für die NPD amtiert.

ndPlusErhard Crome

Das Möpschen bellt den Elefanten an

Der Westen hat seine Dienste daran mitwirken lassen, in Kiew die legitime Regierung zu stürzen. Zu den Formationen, die bewaffnet auf dem Maidan-Platz agieren, gehören auch quasi-faschistische Gruppierungen.

Seite 5
Simon Poelchau

Kein Geld zur Förderung bei Arbeitssuche

Letztes Jahr gaben die Bundesagentur für Arbeit (BA) 445 Millionen Euro für Verwaltungskosten aus, die eigentlich für Eingliederungsmaßnahmen vorgesehen waren. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung hervor.

ndPlusReimar Paul, Remlingen

Schockierend verantwortungslos

Am Dienstag besuchte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erstmals das Atommülllager Asse. Eine schnellere Bergung der Fässer stellte sie nicht in Aussicht.

Seite 6

Unabhängig durch Erwerbsarbeit

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben sich für Frauen in den letzten Jahren verbessert - allerdings nur ein wenig. Familienministerin Schwesig will mit zwei Gesetzen noch in diesem Jahr der Gelichstellung nachhelfen.

ndPlusTom Strohschneider

Von der Schwierigkeit, eine andere Geschichte zu erzählen

Sprache macht Denken - aber wie? Und was heißt das für alle Anstrengungen, eine wirklich andere Politik möglich zu machen? Am Montagabend wurde in der Berliner Volksbühne ein Buch vorgestellt, das aus dem Blickwinkel des linken Lagers nach Antworten sucht.

Die Naziszene macht sich lustig

Rechtsanwalt Yavuz Narin (37) aus München vertritt im Prozess um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrundes« (NSU) Angehörige des 2005 erschossenen Theodoros Boulgarides. 
Die Familie hatte ihn bereits ein halbes Jahr vor dem Auffliegen des NSU beauftragt. »Unsere Arbeitshypothese war, dass wir es mit einer terroristischen Neonazigruppierung zu tun haben ...« Mit Yavuz Narin sprach 
René Heilig.

Seite 7
ndPlusUlrich Heyden, Moskau

Rechtsradikale in der Kiewer Regierung

Westliche Medien regen sich darüber auf, dass Russland die neue Regierung in Kiew als »faschistisch« verurteilt. So weit hergeholt ist der Vorwurf allerdings nicht.

Thomas Konicz

Terror im Namen der »Revolution«

Das Bild der friedlichen, demokratischen Revolution, das viele Medien von dem Umsturz in der Ukraine zeichneten, bekommt immer größere Risse.

»Putin hält alle Karten in der Hand«

Stephen Cohen ist emeritierter 
Professor für Russland-Studien und Politik an der New York University und der Princeton University. Max Böhnel sprach mit Cohen über den Kalten Krieg um die Ukraine.

Seite 8

Ban: 12 000 Blauhelme nach Zentralafrika

New York. Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Entsendung von knapp 12 000 Blauhelmen in das Land empfohlen. In einem Bericht an die 15 Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates nannte Ban die Zahl von 10 000 Soldaten und 1820 Polizisten, um Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen. Die Priorität der Friedenstruppe müsse der S...

Roland Etzel

Milde Schelte im Weißen Haus

US-Präsident Obama hat den israelischen Regierungschef Netanjahu zu Kompromissen im Nahostfriedensprozess gedrängt. Es soll geknistert haben. Trotzdem gibt sich der Israeli gelassen.

Seite 9

Nachwuchs im Landesdienst

In der Berliner Verwaltung und den Landesunternehmen wurden 2013 rund 10 600 junge Menschen ausgebildet. Die meisten von ihnen würden gezielt für Polizei, Feuerwehr, Justiz, Bildung und Steuerverwaltung ausgebildet, um den enormen Pensionsschub bis 2018 zum großen Teil auszugleichen, sagte Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) am Dienstag. Dafür stellte das Land Berlin 109 Millionen Euro ber...

Schutzfenster gegen Lärm

Ab sofort können Bürger, die besonders von Lärm geplagt sind, Anträge auf Schallschutzfenster bei der der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt stellen. Das »Schallschutzfensterprogramm« ist Teil des Entwurfs zum Lärmaktionsplan 2013 bis 2018. Überall dort, wo die Schwellenwerte des Aktionsplans überschritten werden (tagsüber 70 Dezibel oder nachts 60 Dezibel), könnten Maßnahmen wie ...

Sarah Liebigt

Von unten nach oben

Jede neue Wohnung entlaste unabhängig von Preis und Lage den Wohnungsmarkt, versichert die Chefin des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Über »Sickereffekte« kämen diese Wohnungen zudem auch »Beziehern niedriger Einkommen« zu Gute. »Sickereffekt« ist ein schönes Wort.

ndPlusMartin Kröger

Linksfraktion geigt sich die Meinung

Wie kann man auf den Senat bis zur nächsten Wahl Druck ausüben? Das war das Thema der Linksfraktion am Wochenende auf ihrer Klausur. In der Debatte ging es aber auch um eigene Strukturen - und Defizite.

Seite 10

Anspruch auf Schulhort für Behinderte

Potsdam. Behinderte Kinder sollen nach dem Willen der SPD-Landtagsfraktion leichter einen Platz im Schulhort bekommen. Weil betroffene Eltern über die zum Teil hohe zusätzliche Eingliederungshilfe klagten, die für einen Hortbesuch fällig werde, solle das Land helfen, sagte Vizefraktionschefin Susanne Melior am Dienstag. Die Summe, die Brandenburg dafür in die Hand nehmen müsste, könnte mehrere ...

ndPlusWilfried Neiße

Atempause für Minister Christoffers

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft hat keine Ermittlungen gegen Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) im Zusammenhang mit der umstrittenen Förderung des Solarherstellers Odersun eingeleitet. Sie bestätigte damit am Deinstag einen Beitrag der in Frankfurt (Oder) erscheinenden Märkische Oderzeitung. Christoffers war wegen des letztlich vergeblichen Versuchs, 2012 mit drei Milli...

ndPlusSarah Liebigt

12 500 Wohnungen bringen keine Entlastung

2013 genehmigten die Behörden den Bau von insgesamt 12 518 neuen Wohnungen, knapp ein Drittel mehr als 2012. Das sei der höchste Stand seit 15 Jahren, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.

Marina Mai

Holzhütten auf dem O-Platz

Die Besetzer des Oranienplatzes in Kreuzberg rechnen damit, dass Ende März wieder rund 200 Menschen dort leben werden.

ndPlusAndreas Fritsche

Ludwigsfelde links liegen lassen

Ludwigsfelde sei durch die A 10 »einer hohen Lärmbelastung ausgesetzt«, sagt der Landtagsabgeordnete Norbert Müller (LINKE). Diese dürfe nicht durch Fluglärm verstärkt werden. Gibt es Lösungen?

Seite 11

Weniger Gewalt an Thüringens Schulen

Wann wird aus einer Schubserei auf dem Schulhof eine brutale Schlägerei? Fälle von Gewalt an Schulen lassen sich nur schwer erfassen. Immerhin: Es werden weniger.

Drohne sucht den Dom ab

Risse, statische Probleme und marode Zuganker in großer Höhe - der Sanierungsaufwand für den Greifswalder Dom ist groß. Hilfe bei der Beurteilung erhoffen sich Experten von Bildern einer Drohne.

Alice Bachmann, Bremen

Begehrtes Hafenrevier

Bremen prosperiert, oder wie es der grüne Senator für Umwelt, Verkehr und Bau, Joachim Lohse, kürzlich ausdrückte: Die Hansestadt gehört zu den wirtschaftlich besonders dynamischen Regionen. Daraus folgt, dass Bremen auch als Wohnort begehrt ist, weshalb in den kommenden sechs Jahren zusätzlich 10 000 Wohnungen gebaut werden sollen. In einem City-nahen Bereich gibt es noch Spielraum. Der stillg...

ndPlusMadlen Schäfer, Magdeburg

Projekt Döner

Angst vor anderen Kulturen abbauen? Das geht besonders gut beim Essen. »Schöner zusammen leben mit Döner«, heißt ein Magdeburger Projekt, dass die türkische Spezialität in den Mittelpunkt rückt.

Seite 12

Verdi ehrt Jenny Erpenbeck

Die Schriftstellerin Jenny Erpenbeck (46) erhält den Verdi-Literaturpreis Berlin-Brandenburg. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung werde ihr für ihren Roman »Aller Tage Abend« verliehen, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit. Erpenbeck zwinge die Leser zum intensiven Mitdenken. Gerade dadurch werde der Genuss des Buches erhöht, hieß es zur Begründung. Der erstmals verliehene Ehren...

Tim Renner berufen

Jetzt ist es offiziell: Der neue Berliner Kulturstaatssekretär heißt Tim Renner. Der Senat berief den 49-jährigen Musikmanager am Dienstag auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters und Kultursenators Klaus Wowereit (SPD), teilte die Senatskanzlei mit. Er wird sein neues Amt am 28. April antreten. Vorher muss der Geschäftsführer der Motor Entertainment GmbH die Nachfolge in seiner Firma regel...

Humboldts Tagebücher zu Hause

Die Tagebücher der Amerika-Reise Alexander von Humboldts (1769-1859) sind am Dienstag der Öffentlichkeit in Berlin vorgestellt worden. Bei einem Festakt präsentierte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die handschriftlichen Aufzeichnungen zur Expedition, die Humboldt durch Mittel- und Südamerika von 1799 bis 1804 unternahm. Das Dokument gilt als eines der wichtigsten wissenschaftlichen Manusk...

Rudolf Stumberger, München

Großer Trubel um Einzelfälle

Mit einer Mietrechtsnovelle sollte auch in Bayern gegen sogenannte Mietnomaden vorgegangen werden. Die Bilanz fällt gemischt aus. Dabei ist weiter unklar, wie verbreitet das Problem tatsächlich ist.

Minimalistische Dauerkonserve

»Es war ein Produkt seiner Zeit und Zeiten ändern sich«, sinnierte Regisseur Robert Wilson am vergangenen Sonntag bei einem Künstlergespräch in der vollbesetzten Akademie der Künste. Geladen waren auch Choreografin Lucinda Childs und Komponist Philip Glass, letzterer musste krankheitsbedingt absagen.

Seite 13

Lebensfroh, gefühlsecht

Der deutsche Weltmusikpreis Ruth geht in diesem Jahr an das Duo Alpenklezmer. »Diese koscheren Gebirgsjodler kommen so lebensfroh, gefühlsecht und künstlerisch überzeugend daher«, hieß es in der Begründung der Jury am Dienstag. Beim Alpenklezmer stehen die Münchner Sängerin Andrea Pancur und der lettische Instrumentalist Ilya Shneyveys auf der Bühne. Weitere Preise gehen an den Liedermacher Rai...

Auftritte in Russland abgesagt

Das Neue Theater Riga hat wegen des Ukraine-Konflikts seine vorgesehenen Auftritte bei Theaterfestivals in den russischen Städten Sankt Petersburg und Omsk abgesagt. Der Leiter des Hauses, der bekannte lettische Theatermacher Alvis Hermanis, zog zudem seine geplante Beteiligung an einer Produktion am Moskauer Bolschoi Theater zurück, berichtete die Tageszeitung »Diena« am Dienstag. »Russl...

Themenjahr zum 500.

Thüringen begeht den 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586) mit einem Themenjahr. Ab Ende März 2015 sollen Werke von Lucas Cranach dem Älteren und seinem Sohn und Nachfolger in drei Ausstellungen in Gotha, Eisenach und Weimar präsentiert werden, teilte das Kultusministerium am Dienstag in Erfurt mit. Zudem werde ein Einblick in Leben und Wirken der beiden eng mit der Reforma...

Marion Pietrzok

Das Lachen der Lämmer

Was für ein neckischer Schelm aber auch! Sieht aus wie ein Klon von Dürer im jugendlichen Selbstbildnis vor gut 500 Jahren: lange blonde Locken, freches Bärtchen. Ein Gemälde übrigens, von dem es hieß, dass es einst gut gefälscht wurde.

Seite 14
Kira Taszman

Bestimmer im Hinterzimmer

Das Modell eines riesigen Büros - mit Schreibtischen, Fenstern, Miniaturmitarbeitern - wird auf einen Tisch gestellt und besprochen. Das Team einer Hamburger Unternehmensberatung hat ein Konzept für sogenanntes modernes Arbeiten für die Filiale eines Mobilfunkriesen entworfen. Nun entspinnt sich ein Brainstorming über Arbeitswelten, das »Open-Space-Prinzip«, Unternehmenskultur, Flexibilität. ...

Stefan Amzoll

Weltweit neue Wälle

Was bleibt - von Mauern und Menschen«, so das Motto des ersten Konzertes der siebenteilige Reihe »Einstürzende Mauern« im Dresdner Hygiene-Museum. Es bürstete quer. Denn der ursprünglichen Idee der Projektanten, zurückzublicken auf »25 Jahre Mauerfall« und diesem »bedeutenden historischen Ereignis« mit retrospektiven Aufführungen zu entsprechen, folgte das Konzert kaum. Gegenwart, geschichtlich...

ndPlusReiner Oschmann

Stolpern im Steno-Stil

»London NW« ist sieben Jahre nach »Von der Schönheit« der jüngste Roman von Zadie Smith. Er ist so überbordend, temperamentvoll und reif in der Menschenbeobachtung, manchmal aber auch so richtungslos.

Seite 15
Hans John

Flucht aus dem Todeslager

Nordkorea leugnet ihre Existenz. Aber Luftaufnahmen beweisen das Gegenteil. Es gibt Lager der Sicherheitsstufe »Total Control Zone«. Arte zeigt nun die preisgekrönze Doku »Camp 14 - Total Control Zone«.

Seite 16

Höchster Krankenstand seit Jahren

Beschäftigte sind 2013 länger krank gewesen als in den Vorjahren. Der Krankenstand der bei der Techniker Krankenkasse (TK) Versicherten habe erstmals wieder die Vier-Prozent-Marke überschritten, teilte die Krankenkasse am Dienstag auf Basis von Vorabdaten für ihren Gesundheitsreport 2014 mit

Kurt Stenger

RWE jammert auf hohem Niveau

RWE, der zweitgrößte deutsche Stromkonzern, macht Verluste - und schiebt der Energiewende die Schuld in die Schuhe.

»Autoritär« kann nötig sein

Der linke Ökonom Karl Georg Zinn(geb. 1939), Professor für Volkswirtschaftslehre, sorgt mit unorthodoxen Thesen Kritik am linken Demografiediskurs für Aufregung. Guido Speckmann fragte nach.

Seite 17
ndPlusSebastian Stoll

Geld zurück fürs Stromsparen

Seit 1999 gibt es den Basler Stromspar-Fonds, über den Bürger durch Energiesparen Geld verdienen können. Ein Konzept, das bislang weltweit einmalig ist.

Julia-Marie Czerwonatis

Aktion zur Mobilitätsdiät

Drei Blogger beschäftigen sich auf ihrer Website mit unseren modernen Fortbewegungsmitteln. Die Leser sollen animiert werden, über die eigene Mobilität nachzudenken.

ndPlusRalf Streck, Bilbao

Troika in Bilbao unerwünscht

Vertreter der Troika fordern auf einer Wirtschaftskonferenz neue Einschnitte für die spanische Bevölkerung. Mit einem massiven Polizeiaufgebot wurde der Protest draußen gehalten.

Seite 18
Jan Tölva

Streik der Geschlechter

Zum Frauenkampftag am 8. März will die Naturfreundejugend Berlin geschlechtsspezifische Zuschreibungen von Arbeit sichtbar machen.

Johanna Treblin

Eingekesselt. Bericht aus Frankfurt

Die Polizei bestimmt, wie eine Demonstration verläuft, kritisiert das Grundrechtekomitee in einem Bericht zum Polizeikessel bei Blockupy 2013.

»Die Menschen sind erschöpft«

Wie wollen wir in Zukunft für uns und andere sorgen? Das ist das Thema der Konferenz »Care Revolution« Mit Barbara Fried sprach Ulrike Gramann über den alternativen Umgang mit Erwerbs- und Reproduktionsarbeit.

Seite 19
René Gralla

Ohne Rat des Weltmeisters

Sie wird der Star sein beim Länderkampf der Schachspielerinnen aus Norwegen und Deutschland, die sich ab Mittwoch messen werden: Ellen Carlsen, die ältere Schwester des neuen Weltmeisters Magnus Carlsen.

Ronny Blaschke

Paralympics geraten in Schieflage

Am Freitag beginnen in Sotschi die Paralympischen Winterspiele. Sie werden vom Konflikt zwischen Gastgeber Russland und der Ukraine überschattet, doch IPC-Präsident Philip Craven will ihn lieber nicht ansprechen.

Seite 20
ndPlusMichael Müller

Kaltfront über Europas Badewanne

Das Mittelmeer ist für Deutsche und Europäer die beliebteste Badewanne. Gerade über ihren wärmsten Küsten liegt seit Beginn des Arabischen Frühlings vor gut drei Jahren touristisch Herbststimmung.

Seite 21

Die Bilder werden laufen lernen

Es ist kein Aprilscherz: Aber ab 1. April 2014 werden bundesweit im Rahmen der theoretischen Führerscheinprüfung am PC kurze Videosequenzen präsentiert, bevor die Fragen gestellt werden.

Seite 22

Ohne Überweisung

Gesetzlich Krankenversicherte können viele Fachärzte auch ohne eine Überweisung ihres Hausarztes in Anspruch nehmen. Ausnahmen nennt Dr. Roland Stahl, Pressesprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (BV). Dies sind zum Beispiel Ärzte für Labormedizin, Pathologie oder radiologische Diagnostik (ausgenommen Mammografie zur Brustkrebsvorsorge). Ein Sonderfall sind Versicherte, die in ein Haus...

Hörverlust ist angemessen auszugleichen

Beinahe wäre ein Schwerhöriger an der Bürokratie gescheitert. Doch seine Klage vor dem Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen hatte am Ende doch Erfolg - aber ganz anders als gedacht.

Seit 2014 gelten neue Pauschbeträge

Seit 2014 gelten neue Pauschbeträge

Seit Jahresbeginn gelten neue Pauschbeträge für die fiktive Bemessung des Arbeitslosengeldes (ALG). Im erweiterten Bemessungszeitraum dürfen nicht mehr als 150 Tage mit Arbeitsentgelt enthalten sein.

Seite 23

Wegen Steuerhinterziehung

Wer im Rahmen seiner Arbeit Steuern hinterzieht, muss mit der Kündigung durch den Arbeitgeber rechnen. Dies gilt selbst dann, wenn der Vorgesetzte von der Steuerhinterziehung gewusst hat.

Anspruch auch in der Probezeit

Viele Arbeitgeber erlauben Mitarbeitern erst nach Ende der Probezeit, ihren berechtigten Urlaub zu nehmen. Doch auch vor Ablauf der Probezeitehmer vorher schon das Recht auf anteiligen Urlaub.

Seite 24

Betriebskosten

Beanstandet Spätestens innerhalb eines Jahres nach Erhalt müssen Mieter schriftlich Widerspruch gegen eine Betriebskostenabrechnung einlegen, wenn sie damit nicht einverstanden sind. Sie müssen die Punkte konkret ansprechen, auf die sich ihre Beanstandungen beziehen. Pauschale Aussagen wie «nicht nachvollziehbar» reichen nicht aus (Landgericht Karlsruhe, Az. 9 S 506/11). Unverstä...

In Metropolen steigen Preise

Wer heute in eine Metropole ziehen will, hat ein Problem: deutlich gestiegenen Mieten. Während die Preise bei Wiedervermietung 2012 bundesweit nur um drei Prozent stiegen, stiegen sie mancherorts von 15 bis 25 Prozent.

Seite 25

Anlage blendet

Lässt ein Hauseigentümer auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installieren, die Sonnenlicht im Frühjahr täglich eine Stunde auf das Nachbargrundstück spiegelt (im Herbst eine halbe Stunde), beeinträchtigt dies den Nachbarn. Anspruch auf Schutzmaßnahmen hat er trotzdem nicht: Die Störung ist nur geringfügig, der Aufwand für Schutzmaßnahmen unverhältnismäßig hoch und wirtschaftlich unzumutbar, ur...

Einzug der alternativen Heizmethoden

In Zeiten hoher Energiepreise lohnt es sich, bei Neubau oder Sanierung eines Hauses über nachhaltige und umweltfreundliche Alternativen zum klassischen Heizöl, Gas oder Strom nachzudenken.

Seite 26

Fahrtkosten zum Krankenhaus steuerlich geltend machen?

Inwieweit ist es zutreffend, dass man Fahrtkosten mit dem eigenen Pkw beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen zur Behandlung im Krankenhaus steuerlich in der Einkommensteuerklärung geltend machen kann? Und wo muss man das gegebenenfalls in der Steuererklärung angeben? Manfred V., Berlin Es ist zutreffend, dass diese Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten) ge...

Nachtrag zur vorausgefüllten Steuererklärung

Im nd-ratgeber vom 12. Februar 2014 hat an dieser Stelle die Steuerberaterkammer Berlin detailliert über die »vor- ausgefüllte Steuererklärung« informiert. Dazu erreichte uns nachfolgender Nachtrag.

Seite 27

Vorsicht Trick!

Ist die girocard weg, freut sich der Karteninhaber über einen Anruf seiner Bank oder Sparkasse, die vorgibt, die Karte sperren zu wollen. Dazu verlangt der vermeintliche Mitarbeiter allerdings die Angabe der Geheimzahl. Vorsicht: Beim Anrufer handelt es sich in solchen Fällen immer um einen Betrüger, der die girocard vermutlich gestohlen oder gefunden hat und sich nun mit der PIN Zugang zum Kon...

Gutschriften frühzeitig sichern

Der Zulagenantrag für die Wohn-Riester-Förderung sollte nicht erst zum Jahresende, sondern bereits Anfang des Jahres gestellt werden.

Prokon ist nicht allein

Nach der Pleite des Windenergieinvestors Prokon ist die Finanzbranche mit den »grünen« Geldanlagen ins Gerede gekommen.

Seite 28

Zusatzgebühr für Gepäck bei Billig-Fliegern

Im Billig-Flieger für das Gepäck extra bezahlen? Es sieht so aus, als werde sich daran in Zukunft nicht viel ändern. Ein wichtiger Gutachter des Europäischen Gerichtshofes hat gegen diese Praxis jedenfalls nichts einzuwenden.

Das Pillen-Abo und kein Ende

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt einmal mehr und eindringlich vor telefonischen Vertragsabschlüssen für ein Wundermittel-Abo.