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UNTEN LINKS

Ehrlich gesagt, Gerda Hasselfeldt ist nicht unbedingt der Bringer. Wer sich noch erinnern kann, dürfte in ihr eine Mitarbeiterin der SED-Kreisleitung wiedererkennen - die, stets den Chef im Blick, immer das Richtige sagen will, es aber nicht so richtig kann. Gestern jedoch ist die Chefin der CSU-Landesgruppe im Bundestag über sich hinausgewachsen. Sie hat nämlich beim Münchner Männer-Hick-Hack ...

Mindestlohn: nur alle zwei Jahre mehr

Berlin. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag zur Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes geeinigt, der Anfang 2015 eingeführt werden soll. Laut einem gemeinsamen Interview von BDA-Präsident Ingo Kramer und DGB-Vorsitzendem Reiner Hoffmann in der »Bild«, soll die Erhöhung alle zwei Jahre ...

ndPlusJörg Meyer

Mindestens jährlich

Zweijährliche Erhöhung, orientiert an vorherigen Tarifabschlüssen: Die Eintracht von BDA und DGB beim Mindestlohn ist kritisch zu betrachten. Vermutlich kam sie auf Initiative der IG Chemie und IG Metall zustande. Andere Mitglieder der DGB-Familie waren überrascht. Die Industriegewerkschaften schließen die Tarifverträge mit dem höheren Volumen ab. Auf dem Bau, im Autowerk oder beim Bergma...

Thomas Klatt

Intelligente Diplomatie hilft gegen Krisen

Bereits zum 27. Mal legten fünf führende Forschungsinstitute aus Deutschland am Dienstag ihr Friedensgutachten vor. Krisenprävention ist ihr vorrangiges Anliegen des 2014er Berichts.

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Mao Zedongs Scherbenhaufen

Arbeiterkampf, 29. Mai 1989: Wie lange sich Li Peng und Deng Xiaoping noch halten können, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich werden sie einen Scherbenhaufen hinterlassen, der alles, was Mao Zedong über Deng gesagt hat, nicht als Bestätigung, sondern womöglich als Beschönigung erscheinen lassen wird. Wolfgang Fritz Haug, 4. Juni 1989: In Peking ein Massaker, die Bewegung für...

ndPlusTom Strohschneider

Für Diskussionen kein Platz

Erst hatten die Studenten "vernünftige Forderungen", dann waren sie "gewisse Kreise": Wie das ND als Zentralorgan der SED über die Niederschlagung der Proteste in Peking im Juni 1989 berichtete. Ein Rückblick.

ndPlusLudger Pohlsen, Peking

»liu-si« - noch immer nur mit vorgehaltener Hand

Viele der Probleme, die China heute mit immer größerer Wucht überrollen, sind bereits 1989 von den Studenten und anderen Demon᠆stranten aufgegriffen worden. Chinas Führung lehnt eine Aufarbeitung des 89'er Massakers ab.

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Andreas Landwehr, Peking

Verschärfte Kontrolle des Internets

Die Blockade von Google in China kam nicht völlig überraschend. Seit März verschlüsselt der Internetriese als Konsequenz aus dem NSA-Abhörskandal standardmäßig die Suchwörter, so dass Zensurbehörden oder Geheimdienste ihre liebe Not haben, politisch heikle Suchen zu sperren oder ihre Urheber zu identifizieren. So war schon befürchtet worden, dass Chinas Meinungswächter als letztes Mittel die Ve...

ndPlusRalf Klingsieck, Zhangjiagang

Gesteuerte Urbanisierung

Für die chinesische Führung ist Wohneigentum sozial und marktfördernd. Doch der Staat versucht, den Drang der Landbevölkerung in die Millionenstädte zu begrenzen.

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ndPlusStefan Otto

Das Land mit den zwei Gesichtern

Die Akzeptanz für Zuwanderung sei in den letzten Jahren gewachsen, heißt es in einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Das ist pauschal betrachtet erst einmal positiv. Gleichwohl der Grund für diesen Einstellungswandel vor allem darin liegt, dass viele Unternehmen hierzulande händeringend nach Fachkräften suchen. Zuwanderung dient somit den deutschen Interessen und er...

ndPlusHaidy Damm

Hunger als Waffe

Humanitäre Hilfe zu leisten, wird weltweit schwieriger und gefährlicher, heißt es im aktuellen Jahresbericht der Welthungerhilfe. In Syrien werde Hilfe teilweise gezielt verweigert, um die Bevölkerung zu zermürben. Südsudan steuert auf eine Hungerkrise zu, weil Landwirte die Felder nicht bestellen können. Hunger wird so zur Waffe. Gerade im Fall von Nothilfe ist die neutrale Rolle von Nic...

Klaus Joachim Herrmann

Scheinheilig

Die Forderung Russlands nach einem unverzüglichen Ende der Gewalt in der Ukraine nennen die USA »scheinheilig«. Moskau unternehme ja nichts, um die Separatisten an Angriffen zu hindern. Eine scheinheilige Zurückweisung. Denn ebenso unternehmen die USA nichts, um ihre Schützlinge in Kiew am Krieg gegen das eigene Volk im Osten des Landes zu hindern. Ganz einfach ihres Lebens wegen sollten Zivili...

ndPlusFabian Lambeck

Ein Kompromiss für Karlsruhe

Die Wahl von Richtern am Bundesverfassungsgericht erfolgt nach einem im Grundgesetz festgelegten Proporz. Die eine Hälfte der Richter wird vom Wahlausschuss des Bundestages, die andere vom Bundesrat gewählt.

Felix Wemheuer

Peking im Ausnahmezustand

Als von Mitte April bis zum 4. Juni 1989 Demonstranten den Platz des Himmlischen Friedens in Peking besetzten, war für die westlichen Medien die Lage klar: Eine anti-kommunistische Demokratiebewegung wollte den Sturz des Systems herbeiführen und wurde schließlich durch den Einsatz der Volksbefreiungsarmee im Blut erstickt. Die damalige finale Krise des Staatssozialismus in Osteuropa ließ in den...

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Schutz durch Anonymität bei Rechtsbruch?

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat am Dienstag über die Grenzen der Anonymität im Internet beraten. In dem Fall vor dem VI. Zivilsenat wehrt sich das Bewertungsportal Sanego gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart.

Uwe Sievers

Rätsel um Cyberkriminalität

Der Bericht des Bundesinnenministers über Kriminalität im Internet, der am Mittwoch vorgestellt wird, zeugt von einer zunehmenden Zahl der Delikte. Schädlinge drangsalieren Computer-Nutzer.

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Aert van Riel

Wawzyniak legt aus Protest Amt nieder

Halina Wawzyniak hat ihren Rückzug vom Posten der stellvertretenden parlamentarischen Geschäftsführerin der Linksfraktion erklärt. Als Begründung nannte die Abgeordnete »einen Bruch mit der innerparteilichen Kultur«.

ndPlusStefan Otto

Migranten erster und zweiter Klasse

Noch immer gibt es Unterschiede bei der Integration von Migranten. Qualifizierte Einwanderer aus nördlichen EU-Staaten sind häufig besser angekommen als ehemalige »Gastarbeiter« aus Südeuropa.

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Wahltag in Syrien mit Gefechtslärm

Damaskus. Inmitten des syrischen Bürgerkriegs hat die Führung in Damaskus am Dienstag Präsidentschaftswahlen abhalten lassen, die Staatschef Baschar al-Assad eine weitere Amtszeit sichern dürften. In den von der Regierung kontrollierten Gebieten und damit in lediglich 40 Prozent des Landes fand die Wahl statt. In Damaskus beherrschten bizarre Szenen den Wahltag: Warteschlangen vor den Wah...

Israel verärgert über USA

Mehrere israelische Minister haben die erklärte Bereitschaft der USA, mit der neuen palästinensischen Konsensregierung zusammenzuarbeiten, am Dienstag mit schroffen Worten kritisiert.

ndPlusJulian Bartosz, Wroclaw

Polens Neue Rechte will Krawall

Mit Janusz Korwin-Mikke kehrt nach den EU-Wahlen am 25. Mai ins Europaparlament ein Mann ein, der das »Bordell« von innen in die Luft sprengen will.

Ralf Streck, San Sebastián

Spanier rufen nach der Republik

Die Botschaft von Spaniens König Juan Carlos lässt die Bevölkerung nicht kalt. Nach dem Rücktritt von König Juan Carlos fordern zahllose Menschen im ganzen Land eine Volksabstimmung, um über die Staatsform entscheiden zu können.

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Demonstration gegen teures Planschen

Gegen die teuren Eintrittspreise bei den Berliner Bäder Betrieben (BBB) gehen die Bürger jetzt auch auf die Straße. Für den frühen Dienstagabend war eine erste Demonstration vor dem Prinzenbad in Kreuzberg geplant. Das Motto: »Prinz und Prinzessin sein muss für jeden bezahlbar werden!« Im Aufruf hieß es zudem, dass die Teilnehmer möglichst bunt in Badebekleidung zu dem Protest kommen sollen. Da...

Grüne gegen Wohnungen am RAW

Eine Berliner Bürgerinitiative mobilisiert gegen Wohnungsbau am sogenannten RAW-Gelände mit Clubs und Kneipen in Friedrichshain. Der Widerstand wird angeführt von der Initiative Kulturensemble RAW und den Grünen. Das Gebiet des früheren Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) mit alten, halbzerstörten Backsteinhallen nahe dem S-Bahnhof Warschauer Straße ist bei Touristen und jungen Berlinern als Par...

ndPlusMartin Kröger

Kommunaler Paukenschlag

Wie jemand, der den Einfluss staatlichen Unternehmertums ausweiten will, kommt Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) nicht daher. Doch er könnte irgendwann als derjenige in die Stadtgeschichte eingehen, der die Wasserbetriebe und das Gasnetz zurückkaufte - und vielleicht sogar das Stromnetz.

BER: Mehdorn und Wowereit vor Ausschuss

Am Dienstag nahm die »Task Force« ihre Arbeit auf, die Flughafenchef Hartmut Mehdorn angekündigt hatte. Die Prüfer sollen sämtliche Vergabeverfahren kontrollieren, an denen Technikchef Jochen Großmann, der wegen eines Korruptionsverdachtes suspendiert ist, beteiligt war.

ndPlusMartin Kröger

Gasnetz soll Berliner werden

Das Vergabeverfahren zum Berliner Gasnetz ist entschieden - zumindest wenn es nach Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) geht. In Zukunft könnte der kommunale Newcomer Berlin Energie das Netz übernehmen.

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Sprachprojekt im Grenzgebiet

Frankfurt (Oder). Das Erlernen der Nachbarsprache in der deutsch-polnischen Grenzregion soll an Schulen belebt werden - verknüpft mit Schüleraustausch. Geplant ist ein Projekt von 2015 bis 2018, um an Schulen in Frankfurt (Oder) Polnisch und an Schulen in Slubice und dem angrenzenden Landkreis Deutsch zu unterrichten, sagte eine Sprecherin der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration ...

Vivantes: Verhandlungen statt Streik gefordert

Im Tarifstreit zwischen dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) drängt die Arbeitgeberseite auf eine Einigung ohne Streik. Das Gesprächsangebot sei erneuert worden, teilte der KAV am Dienstag mit. Vorangegangen war eine Urabstimmung der Gewerkschaft: Bei »hoher Beteiligung« hätten 94 Prozent der Teilnehmer für einen Arbeitskampf gestimmt, sagte MB-G...

Andreas Fritsche

Tagebau Welzow-Süd II beschlossen

Per Rechtsverordnung beschloss das rot-rote Kabinett am Dienstag in Herzberg die umstrittene Erweiterung des Tagebaus Welzow-Süd. Drei Dutzend Menschen protestierten vergeblich in der südbrandenburgischen Stadt.

ndPlusGuido Speckmann

»Neubau ist nicht die Lösung«

Unterstützt von der Immobilienwirtschaft habe sich der Senat in die Sackgasse des Neubaumythos manövriert. Wohnungsinitiativen legen einen Plan zur Sicherung von 137 000 Sozialwohnungen vor.

Marina Mai

Tanz vorm Roten Rathaus

Ein bunter, fröhlicher Zug mit vielen Trommel- und Tanzeinlagen zog zum Roten Rathaus. Die Forderung: Registrierung und Abschiebeschutz für die Flüchtlinge.

ndPlusAndreas Fritsche

Vermieter singen ein Klagelied

Kommunale Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsgenossenschaften erhöhten die Nettokaltmieten unterhalb der Inflationsrate auf 4,69 Euro je Quadratmeter.

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Prozess um Angriff auf Schüler

Pirna. Neun Monate nach einem brutalen Überfall auf einen Hamburger Schüler im sächsischen Bad Schandau stehen die mutmaßlichen Schläger vor Gericht. Den drei jungen Männern im Alter zwischen 18 und 26 Jahren wird vorgeworfen, den damals 15 Jahre alten Hamburger mit chinesischen Wurzeln so schwer mit Fäusten ins Gesicht geschlagen zu haben, dass er Knochenbrüche an Kiefer und Augenhöhle erlitt....

Gefährdete Jugendarbeit

Die Linksfraktion im Schweriner Landtag sieht die Kompetenzagenturen zur Unterstützung besonders benachteiligter Jugendlicher in Mecklenburg-Vorpommern gefährdet. Demnach entstehe im zweiten Halbjahr eine Finanzierungslücke.

ndPlusHans Canjé

Sylter Vergangenheitsdebatte

Heinz Reinefarth, der »Henker von Warschau«, machte nach dem Krieg als schleswig-holsteinischer Politiker Karriere. Nun muss sich seine Heimat mit der Frage befassen, wie es dazu kommen konnte.

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LaLeLu

Von diesem Mittwoch an bis zum Samstag wird die ufaFabrik von der Hamburger a-cappella Formation LaLeLu gerockt. Ihr 11. Programm »Die dünnen Jahre sind vorbei« ist wieder ein Mix aus Gesang und Komik, Show und Parodie, Pop und Klassik.

Ausbruch aus dem goldenen Käfig

Die in Berlin gegründete Band The Whitest Boy Alive will nicht mehr gemeinsam auftreten oder komponieren. Das verkündete sie auf ihrer Internetseite und auf der Fanseite auf Facebook. Ihre Entscheidung begründen Erlend Øye, Marcin Oz, Sebastian Maschat und Daniel Nentwig knapp: »Die Regeln, die wir für uns selbst gemacht haben, wurden zu einem Goldenen Käfig«, heißt es dort auf Englisch. Die Ba...

Grüne wollen Graffiti schützen

Schmiererei oder Zeitzeugnis? Die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg wollen Graffiti aus der Zeit der Hausbesetzungen in Berlin unter Denkmalschutz stellen lassen. Am Mittwoch solle ein entsprechender Antrag bei der Bezirksverordnetenversammlung einreicht werden, sagte Fraktionssprecherin Paula Riester am Dienstag. Anlass ist der Plan einer Wohnungsbaugesellschaft, ein Wandbild auf einem ...

Schau zeigt Trans* in der Arbeitswelt

An diesem Mittwoch eröffnet die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, im Foyer der SAP AG in der Rosenthaler Straße 30, gemeinsam mit der Diversity-Beauftragten der SAP AG in Deutschland, Urte Thölke, und Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin des Charta der Vielfalt e. V., die Wanderausstellung »Transgeschlechtliche Menschen in der Arbeitswelt«. Die Wanderau...

Peter H. Feist

Warnende Gebäude

Der aus Leipzig stammende, seit 63 Jahren in Berlin lebende Maler Konrad Knebel gibt ein hervorragendes Beispiel dafür, welche kostbaren künstlerischen Werte durch Konzentration auf einen Gegenstandsbereich und beharrliches Festhalten an einer eigenen Gestaltungsweise entstehen können. Er entschied sich dafür, nur durchschnittliche städtische Gebäude unter verhangenem Himmel darzustellen, genau...

Ein Gutachten für die Ehrendoktorwürde

Der Streit um die Ehrenpromotion für Edward Snowden geht in eine neue Runde. Nach der Ablehnung durch Rektor Schareck wartet die Fakultät nun mit einem Gutachten auf, das ihre Haltung bestätigt.

Ver.di macht Front gegen Zeitverträge

Nach der Mindestlohnregelung hat sich die Gewerkschaft ver.di ein weiteres Thema auf die Fahne geschrieben: befristete Arbeitsverträge. Zunächst nimmt sie sich die Post vor.

Von der Psyche inspiriert

Shang-Chi Sun, Jahrgang 1977, stammt aus Taiwan. Er studierte dort Tanz an der National Dance Academy und absolvierte an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Lucía Tirado sprach mit dem Regisseur.

ndPlusMarcus Meier

Hannelore und die Holländer

Die Niederlande und Nordrhein-Westfalen haben beide ein Moratorium zum umstrittenen Fracking verhängt. Doch die Holländer wollen ab 2015 nicht mehr auf die Risikotechnologie verzichten.

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Rolle in »Star Wars«

Hollywoods Shootingstar Lupita Nyong’o (31) übernimmt eine Rolle im neuen »Star Wars«-Film. Das gab Lucasfilm am Montag (Ortszeit) bekannt. Die Kenianerin, die in diesem Jahr für ihr Kinodebüt (»12 Years a Slave«) einen Oscar erhielt, zählt derzeit zu den gefragtesten Schauspielerinnen in den USA. dpa/nd...

Film über Snowden

Hollywood-Regisseur Oliver Stone (67) will einen Film über den Ex-Geheimdienstler Edward Snowden drehen. »Es ist eine der größten Geschichten unserer Zeit«, erklärte der Oscarpreisträger am Montag (Ortszeit). Der Film basiert auf einem Buch des Journalisten Luke Harding, der für den britischen »Guardian« arbeitet. Die Zeitung hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdiensts NSA enthüllt. Di...

Vorsätzlich infiziert?

Die Todesursache des 1973 gestorbenen chilenischen Literatur-Nobelpreisträgers Pablo Neruda ist weiter ungewiss. Ein Gericht ordnete am Montag (Ortszeit) weitere Untersuchungen von Gewebeproben an, um zu klären, ob der Dichter möglicherweise durch die vorsätzliche Infektion mit Viren oder Bakterien getötet wurde, wie die Tageszeitung »La Nación« berichtete. Im November hatte das Gerichtsmedizin...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Der Weißheit vorletzter Schluss

Einmeterzwanzig mal einmetersechzig. Weiß. Ungerahmt. Hunderttausend Euro. Ein Kunstwerk. Sagt Serge. Nur weiße Scheiße. Sagt Marc. Und Yvan, der Dritte im Bunde, hat lieber gar keine Meinung, wie immer. Erst sein Glück, dann sein Elend. »Kunst« von Yasmina Reza wurde zu einem der erfolgreichsten Theaterstücke der Gegenwart - drei Freunde im Disput um diesen Bilderkauf, aus Plänkelei wird Krieg...

Harald Kretzschmar

Künstlernah

Hört man von Pulsnitz, dann denkt man nichts Arges. Achja, fällt einem ein, das ist die sächsische Kleinstadt, die schon immer der Großstadt Nürnberg den Rang abzulaufen drohte, was das Backen von Pfefferkuchen betraf. Und wer weiß schon, dass Pulsnitz den über Dresden hinaus deutschlandweit namhaften Bildhauer Ernst Rietschel hervorgebracht hat? Die Pulsnitzer selbst drohten es zu vergessen, e...

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Babygeschrei ist Musik

Es war der letzte große Lebenstraum von Christoph Schlingensief: Mit einem Operndorf in Afrika wollte der Theater- und Filmemacher eine Begegnungsstätte schaffen, die Leben und Kunst zusammenführt. Jetzt wird eine Krankenstation eröffnet. Sie bietet rund 5000 Menschen aus den umliegenden Dörfern Erste Hilfe, bis zu 20 Kinder im Monat sollen hier betreut auf die Welt kommen. »Wenn ein neug...

Mehr Mut!

Die Bibliotheken in Deutschland und Europa setzen sich in einem »Bremer Appell« für eine ermäßigte Besteuerung elektronischer Medien ein. Bisher werden auf gedruckte Bücher und Zeitschriften sieben Prozent, auf elektronische Medien hingegen 19 Prozent Umsatzsteuer fällig.

Rudolf Walther

Nicht nur Festredner-Rhetorik

Texte enthalten Subtexte und provozieren mehr oder weniger direkte Antworten. Das ist eine triviale Einsicht. Im Falle von Reden des Bundespräsidenten Gauck allerdings sind weder Antworten noch Folgen seiner Rede trivial - ganz im Gegenteil. In seiner Rede zur Einbürgerungsfeier am 22. Mai 2014, anlässlich des 65. Jahrestags der Einführung des Grundgesetzes, sprach Gauck vom »vielfältigen Wir« ...

Jürgen Amendt

Fünfte Kolonne von »Nato-Verstehern«?

Josef Joffe, Herausgeber der Wochenzeitung »Die Zeit«, ist sauer. Er fühlt sich und seine Kollegen von einem im ZDF gesendeten Beitrag falsch dargestellt. In diesem wurde behauptet, Joffe gehöre zu einer Gemeinschaft von sogenannten Alpha-Journalisten, die seit vielen Jahren sehr gut mit neoliberalen Thinktanks und den politischen Eliten in den USA und in Europa vernetzt sei und die öffentliche...

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RTL plant Pay-TV über Antenne

Die Mediengruppe RTL Deutschland setzt dauerhaft auf digitales Antennenfernsehen. Der zum Jahresende auslaufende Vertrag mit dem Dienstleister Media Broadcast sei zunächst für zwei weitere Jahre verlängert worden, teilte RTL in Köln mit. RTL Deutschland hatte im Januar 2013 zunächst angekündigt, sich aus der Verbreitung über DVB-T wegen mangelnder Planungssicherheit zurückzuziehen. Im Dezember ...

Auszeichnung für den SWR und den HR

Die Fernsehredaktionen von Südwestrundfunk (SWR) und Hessischem Rundfunk (hr) werden für zwei Produktionen mit dem erstmals vergebenen »Medienkulturpreis von Ludwigshafen am Rhein« geehrt. Die undotierte Auszeichnung des Festivals des deutschen Films (18. Juni bis 6. Juli) wird für die Filme »Ein offener Käfig« (SWR) und »Im Schmerz geboren« (hr) vergeben, wie Festivaldirektor Michael Kötz in L...

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Ausbau Erneuerbarer kommt voran

New York. Der weltweite Ausbau der erneuerbaren Energien kommt laut einem UN-Bericht auch in den ärmeren Entwicklungsländern voran. Die Zahl dieser Staaten, die auf eine regenerative Versorgung setzen, hat sich demnach im vergangenen Jahrzehnt mehr als versechsfacht. Während 2005 nur 15 Entwicklungsländer Regeln zum Ausbau Erneuerbarer verabschiedet hätten, seien es inzwischen 95. Dies geht aus...

ndPlusSusanne Scheckel

Mehrweg schafft Arbeit

Um Arbeitsplätze im Mehrwegsystem zu erhalten, forderte die Gewerkschaft NGG am Montag auf einer Fachtagung in Berlin eine Kennzeichnungspflicht und eine Abgabe auf Einwegverpackungen.

ndPlusChristian Mihatsch

USA und China legen vor

Rund 1000 Delegierte aus aller Welt werden zur Frühjahrskonferenz des UN-Klimasekretariats in Bonn erwartet. Hier soll der im Dezember stattfindende Klimagipfel vorbereitet werden.

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Gasstreit geht in die nächste Runde

Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine finden weitere Gespräche statt. Moskau und Kiew wollten noch am Dienstag in Berlin über einen Preis für russische Energielieferungen verhandeln. Diesmal ohne Vermittler.

Haidy Damm

Hunger wird zunehmend zur Waffe

Der Anteil an Nothilfe wächst, die Arbeit von Hilfsorganisationen in Regionen mit bewaffneten Konflikten aber wird schwieriger. Die Welthungerhilfe stellte am Dienstag in Berlin ihren Jahresbericht vor.

Hermannus Pfeiffer

Brasilien im Formtief

Schon vor dem Anstoß zum WM-Eröffnungsspiel in gut einer Woche ist wirtschaftlich die große Party in Brasilien vorbei. Doch es gibt hochtrabende Pläne.

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45 000 Euro für Protest

Verden. Die Bewegungsstiftung und die Stiftung bridge vergeben rund 45 000 Euro an vier Protestkampagnen. Den größten Zuschuss in Höhe von rund 13 700 Euro erhält das Bündnis »Strukturwandel jetzt«, das den geplanten Braunkohletagebau Nochten II in der Lausitz verhindern will. 10 000 Euro gehen an die Bürgerinitiative »Wittstock contra Industriehuhn«, die gegen eine geplante Mastanlage für 330 ...

Folge 47: EMANZIPATION (Substantiv, die)

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Zeit des Sklavenhandels. So wurden Leibeigene emanzipiert genannt, wenn sie aus dem Eigentum ihres Besitzers entlassen wurden. Im Laufe der Jahrhunderte muss eine aktive Tätigkeit daraus geworden sein, denn um Selbstbestimmung zu erreichen, die das Ziel der Emanzipation ist, müssen wir laut Kalle »alle Verhältnisse umwerfen, in denen der Mensch ein ernied...

Peter Nowak

Viele Gesichter

Anarchisten werden oft mit Chaoten oder Gewalttätern gleich gesetzt. Bernd Drücke, Redakteur der Zeitschrift »Graswurzelrevolution«, versucht, diesem Zerrbild entgegen zu wirken. In dem von ihm herausgegebenen Interviewband »Anarchismus Hoch 2« kommen 16 Menschen zu Wort, die sich als Anarchisten verstehen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Schon das Buchcover soll dem Klischee vom Anarc...

János Erkens

Wohnen im Philosophicum

In der zweitteuersten Stadt Deutschlands Frankfurt am Main entsteht in einem ehemaligen Unigebäude ein alternatives Hausprojekt. Was die Gruppe jetzt braucht, ist ganz schnell ganz viel Geld.

ndPlusRobert Schmidt

Von Computern verfolgt

Durch die Verknüpfung von Überwachungsdaten sollen Straftaten vorhergesehen werden können. Kritiker halten das EU-Forschungsprojekt Indect für unethisch, ungesetzlich und ineffizient.

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ndPlusHeiko Oldörp, Los Angeles

Hollywood vs. Broadway

Los Angeles gegen New York: Diese Konstellation ist immer interessant. Im Finale der Eishockeyliga NHL stehen sich die LA Kings und die New York Rangers gegenüber. Das sorgt für Rekordpreise.

Frank Hellmann

Die Raubkatze gerät ins Abseits

Die Materialien und Technologien scheinen bei Sportartikeln fast ausgereizt. Umso härter führen die Hersteller den Kampf um diesen Markt: Die Fußball-WM lassen sie sich fast 300 Millionen Euro kosten.

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ndPlusAxel Eichholz, Moskau

Der Rauch lichtet sich

In einem Moskauer Supermarkt der Ladenkette Dixie weist eine Kundin an der Kasse auf eine blaue Zigarettenpackung in der Auslage hin. »Haben sie die auch in der goldenen Packung?«, fragt sie. »Nicht hier«, antwortet die Verkäuferin. »Ich hole welche«, sagt sie, rennt weg und kommt mit vier goldenen Schachteln zurück. Eigentlich sind offene Auslagen nun verboten. Wer Zigaretten haben will, muss ...

Christine Longin, Paris

Die spinnen, die Uderzos

Asterix-Zeichner Albert Uderzo und seine Tochter liegen seit Jahren im Streit. Am Dienstag kam es zum Gerichtstermin, weil Albert Uderzo seiner Tochter »psychologische Gewalt« vorwarf.

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Auf Preis und Stornobedingungen achten

Verbraucher können auf immer mehr Strecken mit Fernbussen durchs Land reisen. Im zweiten Jahr nach der Liberalisierung des Fernbusmarktes haben die Anbieter ihr Liniennetz ausgebaut. Die Fuhrparks sind aufgestockt.

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Auch mit einem Partnerzuschlag bleibt die Mutter alleinerziehend

Lebt eine Hartz-IV-Bezieherin mit ihrem neuen Partner zusammen, geht damit noch nicht zwangsläufig ihr Mehrbedarfszuschlag für Alleinerziehende verloren. Unter Umständen ist das Jobcenter weiter zur Gewährung des Zuschlags für Alleinerziehende verpflichtet.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Die private Vorsorge für den Pflegefall

Der »Pflegefall« ist oft ein Tabuthema. Man möchte nicht gern ins Heim. Doch ist stationäre Pflege zu bezahlen? Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt dieses »Risiko« nur ungenügend ab.

Seite 23

Nicht immer muss es für eine Nachtschicht auch Geld geben

Für eine Nachtschicht können Arbeitnehmer nicht immer zusätzliches Geld verlangen. Sofern tariflich nichts anderes vereinbart ist, kann der Arbeitgeber frei wählen, ob er einen Nachtzuschlag in Geld oder durch Freistunden ausgleichen will.

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Geschäftsadresse

Eine Wohnung als Geschäftsadresse angeben, gilt bereits als »in der Mietwohnung unzulässige berufliche Tätigkeit«.

Auch auf Energiekosten achten

Mieter können hohe Energiekosten in der Regel nur reklamieren, wenn sie mit dem Vermieter einen bestimmten Standard vereinbart haben.

Wohnung ist kleiner - was nun?

Eine Wohnfläche ist nicht verbindlich vereinbart, wenn im Mietvertrag dazu nichts steht. Eine entsprechende nachträgliche Klage wird ein Gericht zurückweisen müssen.

ndPlusIngrid Laue

Wer pflanzt, pflegt, erntet?

Mietshäuser mit Garten am Haus sind gefragt. Die Grünfläche am Haus erhöht den Wohnwert. Um Ärger zu vermeiden, sollten im Mietvertrag entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.

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Findlinge gegen wildes Parken

Gegen wildes Parken vor der Wohnanlage wollten Eigentümer den Rasen mit großen Steinen blockieren. Ist das eine bauliche Veränderung?

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Seite 27

Urteil zu Bank-PIN

Heben Kriminelle mit einer gestohlenen Karte und richtiger PIN-Nummer Geld ab, hat der Besitzer keinen Anspruch auf Erstattung, entschied das Amtsgericht München im am 19. Mai 2014 veröffentlichten Urteil (Az. 121 C 10360/12). Der Karteninhaber habe in diesem Fall die PIN »grob unsorgfältig« verwahrt. Geklagt hatte eine Münchnerin, die im Spanien-Urlaub bestohlen worden war. Beim Sperren ...

Hermannus Pfeiffer

Bezahlen mit Popeye oder Tom-Tom

Sie heißen Popeye, Tom-Tom oder einfach nur Guthabenkarte. Mit Prepaid-Kreditkarten können Kunden nur das Geld ausgeben, was aufgeladen wurde. Sie sind nicht teurer als klassische Kreditkarten.

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Ein Recht auf Vergessenwerden

Viele Bürger haben Angst um ihren guten Ruf im Internet: Diese Sorge hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein wenig gedämpft.