Seite 1

UNTEN LINKS

Feiertage sind ein ganz kompliziertes Thema im Zeitempfinden eines Volkes. In Deutschland sind sie ein noch viel, viel komplizierteres Thema. Mancherorts sind sie hier Feiertage, anderswo nicht. In Bayern wird Mariä Himmelfahrt am nächsten Freitag in sieben Gemeinden zum Feiertag, weil die letzte Volkszählung ergeben hat, dass inzwischen die Katholiken dort die Mehrheit bilden. Es ist nicht aus...

ndPlusOlaf Standke

»Neue Türkei« mit altem Sultan

Recep Tayyip Erdogan wäre gern ein Obama, ein Hollande. Das heißt, damit keine Missverständnisse entstehen: Er hätte gern deren Machtfülle. Deshalb sieht er seinen Sieg in der ersten Direktwahl eines türkischen Präsidenten bei aller Genugtuung auch nur als Zwischenschritt. Er will kein politischer Frühstücksdirektor sein, sondern das System in seinem Sinne so umkrempeln, wie es vor ihm wohl nur...

Erdogan kündigt nach Wahlsieg Aussöhnung an

Istanbul. Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl in der Türkei hat der bisherige Regierungschef Recep Tayyip Erdogan moderate Töne gegenüber seinen Kritikern angeschlagen. »Lasst uns heute alle gemeinsam einen gesellschaftlichen Aussöhnungsprozess beginnen lassen«, sagte Erdogan in der Nacht zum Montag in Ankara. »Lasst uns die alten Auseinandersetzungen in der alten Türkei zurücklassen.« Der...

Digitaler Blackout

Nur wenige möchten sich ausmalen, was passieren würde, wenn es zum unerwarteten digitalen Blackout käme. Einen Hinweis auf ein mögliches Szenario lieferte ein Vorfall vom Sonntag: 160 000 Berliner Haushalte waren abgehangen.

Seite 2
Kurt Stenger

Griff nach den Kabelnetzen

Die Marke Kabel Deutschland wird es nicht mehr allzu lange geben. Der Mobilfunkriese Vodafone, der das Unternehmen vor einem knappen Jahr für elf Milliarden Euro übernommen hatte, will den Namen »auf Dauer« einmotten. Dabei gibt es das Unternehmen erst seit eineinhalb Jahrzehnten. Es entstand im Zuge der Privatisierung der Deutschen Bundespost, die das Kabelfernsehnetz aufgebaut hatte. Später w...

ndPlusUwe Sievers

Das Nervensystem der Gesellschaft

Was am Sonntag Berliner Bürgern widerfuhr, kann im größeren Rahmen zum gesellschaftlichen Problem werden. Denn wenn Kommunikationsverbindungen ausfallen, ist das öffentliche Leben in Gefahr.

ndPlusRobert D. Meyer

Ein Schnitt im Namen des Vulkans

Kein Telefon, TV und Internet: Bei 160 000 Haushalten in Berlin fiel am Sonntag die Kommunikation aus. Ob der Anschlag politisch motiviert war, blieb zunächst unklar. Neu wäre solch eine Protestaktion nicht.

Seite 3

Doch kein leerer Stuhl

Es wäre eine drollige Vorstellung gewesen: In einem MDR-Studio fetzen sich die Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen um ihre politischen Positionen - nur hinter dem Namensschild von Stanislaw Tillich stünde ein leerer Stuhl. Die Idee kursierte, als klar wurde, dass der Spitzenkandidat der CDU und Ministerpräsident nicht in ein direktes Aufeinandertreffen mit seinen politischen Kontr...

Hendrik Lasch, Plauen

Mit Küchentisch aus einem tiefen Keller

Sachsens SPD landete bei Landtagswahlen dreimal im Keller. Damit das 2014 anders wird, setzt sie voll auf die Person ihres Spitzenkandidaten Martin Dulig - und auf ein Möbelstück.

Seite 4
ndPlusFabian Lambeck

Armut macht urlaubsreif

Nein, im Bundesarbeitsministerium will man keine Notwendigkeit für Urlaubsgutscheine erkennen. Im Hartz-IV-Regelsatz sei bereits ein Anteil für Reisen berücksichtigt, heißt es in der Antwort auf die Forderung von Katja Kipping, Gutscheine an Bedürftige auszugeben. Nur welchen Posten im Regelsatz meint das Ministerium? Etwa jene 43,17 Euro, die allmonatlich für »Freizeit, Unterhaltung, Kultur« v...

Klaus Joachim Herrmann

Kein Sieg im Osten

Die Armee sei bereit zur »Befreiung« von Donezk, ließ das ukrainische Oberkommando wissen. Die Rebellenhochburg im Donbass stehe vor dem Fall. Was die Kiewer Propaganda in den kommenden Stunden oder Tagen aber auch an Erfolgsmeldungen senden mag - die Eroberung und Besetzung der Millionenstadt mit Truppen der Zentralmacht, rechten und privaten Milizen sowie schwerem militärischem Gerät ist noch...

ndPlusRené Heilig

Sommergerede über Völkermord

Wenn das politische Berlin in Urlaub ist, kann jeder Zurückgebliebene sagen, was ihm einfällt. Fast alles wird gedruckt und gesendet. So begrüßt Grünen-Chef Özdemir die US-Luftangriffe gegen den »Islamischen Staat« (IS) ebenso wie Washingtons Waffenlieferungen an die Peschmerga-Milizen. Die CDU-Mannen Uhl und Wellmann entdecken in Barsanis Kurden plötzlich eine westlich orientierte Ordnungsmach...

ndPlusDagobert Kohlmeyer

Schachfürst

Kirsan Iljumschinow bleibt Präsident des Weltschachbundes FIDE. Der Politiker aus der russischen Provinz Kalmückien gewann am Montag die Wahlen am Rande der Schacholympiade in Tromsö. Mit 110:61 Stimmen fiel das Ergebnis gegenüber seinem Herausforderer Garri Kasparow mehr als deutlich aus. Der frühere Schachstar und russische Oppositionspolitiker war angetreten, die FIDE zu reformieren, scheite...

Kathrin Gerlof

»Wirklichkeit ist ...

... wenn etwas nicht stimmt.« Dieser kluge Satz stammt ausnahmsweise nicht von einem Politiker oder einer Politikerin, sondern von dem Schriftsteller Daniel Pennac. So betrachtet können wir beruhigt sein im Wissen darum, dass wir in der Wirklichkeit leben und keiner Fiktion aufsitzen. Denn irgendwie stimmt so ziemlich gar nichts mehr. Bernie Ecc-lestone will nach München zum Oktoberfest kommen,...

Seite 5

Waffenruhe in Gaza, Treffen in Kairo

Die neuerliche dreitägige Feuerpause für den Gaza-Streifen ist am Montag von beiden Seiten strikt beachtet worden. In Kairo setzten ägyptische Vermittler daraufhin ihre Pendeldiplomatie zwischen Delegationen aus Israel und den Palästinensergebieten fort.

Marcus Meier

Nahostkonflikt gelöst

Sie einigten sich auf einen gemeinsamen Staat und auf eine Lösung der Flüchtlings- und Jerusalemfrage: Junge Palästinenser und Israelis zeigen, dass es möglich ist, nach zwei Wochen »Ferien vom Krieg«.

ndPlusMarcus Meier

Nahostkonflikt gelöst

Sie einigten sich auf einen gemeinsamen Staat und auf eine Lösung der Flüchtlings- und Jerusalemfrage: Junge Palästinenser und Israelis zeigen, dass es möglich ist, nach zwei Wochen »Ferien vom Krieg«.

ndPlusAnja Krüger und Pascal Beucker, Tel Aviv

»Sie werden es einsehen«

Ohne Frieden kein unbefangener Sommer: Eine kleine Minderheit in Israel glaubt an den Dialog. Die junge Moran Chen organisiert Treffen zwischen Palästinensern und Israelis – in Deutschland.

Seite 6

Regierung: Keine Waffen an Kurden

Berlin. Die Bundesregierung will sich im Irak-Konflikt auch weiterhin auf humanitäre Hilfe beschränken. Waffenlieferungen - etwa an die Kurden in Nordirak - stünden derzeit nicht zur Debatte, erklärte das Außenministerium am Montag in Berlin. Regierungssprecher Steffen Seibert: »Grundsätzlich keine Waffen in Kriegs- und Kampfgebiete zu liefern, das ist ein Prinzip, dem sich diese Bundesregierun...

ndPlusFabian Lambeck

Urlaub von Hartz IV

Urlaubsgutscheine für Arbeitslose, Geringverdiener und deren Kinder - der Vorschlag von Katja Kipping, der Vorsitzenden der Linkspartei, klingt verlockend. Doch der Teufel steckt im Detail.

Seite 7

USA pflegen Kultur der Straflosigkeit

Amnesty International wirft der US-Militärjustiz vor, die Tötung von Tausenden afghanischen Zivilisten bei Einsätzen der US-Armee nicht angemessen untersucht zu haben.

Carola Frentzen, Lagos

Kein Friedensgruß mehr in Nigeria

Nigeria ist das vierte Land, auf das die Ebola-Epidemie übergegriffen hat. Die Behörden versuchen, das Virus einzudämmen. Aber viele Menschen vertrauen lieber Wundermitteln wie heißem Salzwasser.

ndPlusUlrich Heyden, Moskau

Mütter rütteln an Kasernentoren

In der Ukraine reißen die Proteste von Frauen gegen den Krieg und die schlechte Versorgung der Soldaten nicht ab. Frauen halten Plakate mit der Aufschrift »Kinder! Kommt zu Euren Müttern zurück!« hoch.

Seite 8

Unruhen nach dem Tod eines Schwarzen

Die tödlichen Schüsse eines US-Polizisten auf einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen haben in der Stadt St. Louis im US-Bundesstaat Missouri zu Unruhen geführt. Demonstranten lieferten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Andreas Knobloch

Die Geister der Vergangenheit kehren wieder

Die Polizei schließt politische Gründe aus, aber die Anschläge auf Sandinisten in Nicaragua bleiben ein Rätsel. Einige befürchten die Rückkehr der Contras der 1980er.

ndPlusJan Keetman

Der halbe Sieg

Für den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan ist der Plan aufgegangen: Er steht kurz davor, Super-Präsident zu werden. Die Hälfte der Bevölkerung freut sich mit ihm - die andere hat Angst.

Seite 9

Osten holt zum Westen nicht auf

Halle. Die ostdeutsche Wirtschaft kann trotz Wachstums nicht zum Westen aufholen. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den östlichen Bundesländern preisbereinigt um 1,8 Prozent zulegen, in Westdeutschland aber um 2,0 Prozent steigen, erklärte das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Montag. Damit sei der Rückstand zum Wachstum im Westen allerdings geringer als i...

Simon Poelchau

Hochfrequenzhandel: keine Ahnung

Schätzungsweise 40 bis 50 Prozent der Börsenumsätze in Deutschland macht der Hochfrequenzhandel aus. Doch das Gesetz, das diesen kontrollieren soll, ist zahnlos.

John Dyer, Boston

Kein Kermit bei Amazon

Geht es um die Preisgestaltung, dann legt sich Amazon mit jedem an. Der Internethändler steckt in den roten Zahlen. Deshalb verhandelt er derzeit besonders aggressiv. Die Autoren stehen auf der Seite des Verlags.

ndPlusHans-Gerd Öfinger

In einem Rutsch nach Meran

Nach dem folgenschweren Aufprall einer Güterzuglok auf einen Eurocity der Deutschen Bahn am Mannheimer Hauptbahnhof mahnt die Verkehrsgewerkschaft EVG Konsequenzen an. Oft werden die Lokführer bei Leiharbeitsfirmen geholt.

Seite 10

Nord-Süd - Termine

Marokko - «Film: Death for Sale», Open Air Vorführung des vielfach preisgekrönten Meisterwerks und marokkanischen Oscar-Beitrags (2013), Regie: Faouzi Bensaïdi. 117 Min., Arabisch mit englischen Untertiteln, 14. August, 20.45 bis 23.30 Uhr, Freiluftkino Hasenheide, Volkspark Hasenheide, 10965 Berlin-Neukölln. Eintritt: 7 Euro. Film - «Whores’ Glory» Österreich/Deutschland 2011, 111 Min, R...

Ebola trifft die schwachen Staaten

Die Angst in Westafrika vor Ebola geht um: Selbst noch nicht betroffen, hat die Regierung von Côte d’Ivoire alle Flüge ihrer staatlichen Fluggesellschaft von und in die betroffenen Staaten gestrichen.

Robert Kibet

Risikojob Sandbergbau

Der 22-jährige Allan Karanja hat einen gefährlichen Job: Er arbeitet im Sandbergbau in Rhonda, einem Gebiet in der Nähe des Nakuru-Nationalparks in Kenias Rift-Valley-Region. »Der Hunger treibt uns in die Sandminen«, meint er. Wer in den Sandgruben arbeitet, ist mit einem Handtuch und einem Brecheisen ausgerüstet. Schutzhelme gibt es nicht. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen, etw...

»Wir sind nicht machtlos«

Tansania ist auf dem Weg, einer der größten Uranexporteure zu werden. Auch wenn die Förderung noch nicht begonnen hat, sind die Pläne der Regierung klar. Ein Gespräch mit Anthony Lyamunda, Direktor von RLS-Partner CESOPE.

Seite 11

Hausverbot nach Schlägerei

Nach einer Massenschlägerei in einem Berliner Flüchtlingsheim in der vergangenen Woche haben drei mutmaßliche Rädelsführer Hausverbot erhalten. Der Träger der Einrichtung in Marienfelde habe unterdessen Gespräche mit den beteiligten Gruppen von Syrern und Tschetschenen aufgenommen, sagte eine Sprecherin der zuständigen Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales am Montag dem Evangelischen Pre...

Startschuss für NOlympia

Am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte, mit Blick auf das Rote Rathaus, versammelten sich rund 40 Aktivisten, darunter auch Judith Demba, um die Kampagne NOlympia, das Bündnis gegen die geplante Olympiabewerbung, zu starten.

Stöß will mit ZLB nach Kreuzberg

SPD-Landesvorsitzender Jan Stöß favorisiert den Blücherplatz in Kreuzberg als Standort für die geplante Landesbibliothek. Er halte es für richtig, die Überlegungen auf das Areal der dortigen Amerika-Gedenkbibliothek zu konzentrieren.

ndPlusAndreas Fritsche

CDU verliert im Endspurt

Während die SPD einen Endspurt einlegt, geht anderen Parteien die Puste aus. Dies war bereits bei mehreren Landtagswahlkämpfen in Brandenburg zu erleben. Erneut könnte es nun so kommen. Nach einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag der »BILD«-Zeitung darf die SPD bei der Abstimmung am 14. September gegenwärtig mit 34 Prozent rechnen, die CDU in...

Neubau auf alten Friedhöfen

Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) sieht nach dem Volksentscheid zum Tempelhofer Feld einen breiten Konsens in der Stadt, dass weitere Wohnungen gebaut werden müssen. »Nachdem Tempelhof jetzt bei allen ein paar Wochen gesackt ist, gibt es konstruktive Mitarbeit bei den Privaten, den Bezirken und auch bei Initiativen. Denn vielen geht die 100-Prozent-Blockade zu weit«, sagte Müller de...

Tim Zülch

»Das Glück braucht ein Zuhause«

Eine neue Webseite zeigt grafisch besetzte Häuser in Berlin, ihre Geschichte und ihren aktuellen Status. Macher vom Medienkollektiv Pappsatt, dem Archiv Papiertieger und dem Umruch Bildarchiv sind offen für Ergänzungen.

Seite 12

Eichen geht es etwas besser

Eberswalde. Eichenprozessionsspinner haben in diesem Jahr weniger Eichenbäume in Brandenburg geschädigt als in den beiden Vorjahren. Der Waldschutzinformation des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde zufolge waren Ende Juli 4100 Hektar betroffen. 2013 seien es im gleichen Zeitraum noch 5000 Hektar gewesen, 2012 rund 5800. Das Kompetenzzentrum führt den Rückgang darauf zurück, dass der...

Verschleppte Insolvenzen und Untreue

Das Spektrum der Wirtschaftsdelikte in Brandenburg ist groß - 125 Millionen Euro betrug der Gesamtschaden 2013. Das ist weniger als im Vorjahr, und die Aufklärungsrate ist hoch.

Peter Kirschey

Politisch motivierte Mordanklage

Wollten die drei Angeklagten gezielt Polizisten töten? Das jedenfalls behauptet die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage.

Wilfried Neiße

Wahlkampf, Sport und Bausünden

Potsdams Sportquartier an der Zeppelinstraße hat klangvolle Namen hervorgebracht. Den großen Ambitionen steht schlimmer Baupfusch im Wege - für LINKEN-Wahlkämpfer Görke ein heißes Pflaster.

Seite 13

Mehrgenerationenhäuser sind dem Bund zu teuer

Die Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser in Thüringen durch Bund und Kommunen scheint bis 2016 gesichert. Für die Zeit danach aber wird wohl das Land einen Zuschuss leisten müssen.

ndPlusAlice Bachmann, Bremen

Kleiner Grenzverkehr ins Paradies

Nur noch 40 Minuten Straßenbahnfahrt trennen seit einigen Tagen die Bahnhofshaltestelle mitten in Bremen von einem kleinen Paradies in Niedersachsen - mit schnuckeligen Resthöfen und äsenden Rehen auf Feuchtwiesen.

ndPlusAndré Jahnke, Simbach am Inn

Verpackungsmüll im Briefkasten

Unerwünschte Werbung ist nervig. Ist diese von Plastikfolie umhüllt, schadet sie zudem der Umwelt, findet ein 18-Jähriger aus Bayern - und legt sich mit der Post an. Er startete umgehend eine Online-Petition.

Seite 14
Nada Weigelt

Grütters setzt auf private Sponsoren

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) setzt für das in Berlin geplante Museum der Moderne auf die Hilfe privater Sponsoren. »Ich wünsche mir, dass der Bund nicht allein dasteht, sondern dass es auch ein Mitwirken von der privaten Seite und von Berlin gibt«, sagte Grütters in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. »Wir versuchen mit Hochdruck, alle Möglichkeiten auszuloten, um die...

Staatssekretär wegen Untreue vor Gericht

Fast genau ein Jahr nach dem Beginn der Verhandlung wird an diesem Mittwoch der Untreue-Prozess gegen Mecklenburg-Vorpommerns Finanzstaatssekretär Peter Bäumer vor dem Landgericht in Schwerin fortgesetzt.

Reinhard Schwarz, Hamburg

Rauchzeichen in Altona

Hamburg-Altona war einst eine Hochburg der Zigarrenmanufaktur. Mittlerweile gibt es in Hamburg nur noch einen Ein-Mann-Betrieb, der das Handwerk betreibt.

ndPlusJörg Taron, Warstein

Ratlos in Warstein

Mehr als 300 Menschen erkrankten, zwei starben - sie hatten im Sommer 2013 Legionellen eingeatmet. Auch heute noch leiden viele unter der Erkrankung. Und woher kam die Gefahr überhaupt?

ndPlusKlaus Hammer

Ein Stück Welt, ein Stück Papier

Zeichnen - das älteste visuelle Medium überhaupt - ist visuelles Denken, ein experimenteller Vorgang. Die Zeichnung vermag den flüchtigen Gedanken in kaum weniger flüchtige Notate zu bannen und diesen dennoch zu gültiger Form verhelfen. Oft ist das grafische Notat der freien Handzeichnung mit dem Sprachnotat der Notiz- und Tagebücher verglichen worden, in denen der Schriftsteller Einfälle und E...

Seite 15

Riesiger Zuspruch

Bewährte Angebote wie die Picknick-Konzerte in Redefin und neue Formate wie der »Jahrmarkt der Sensationen« haben den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern erneut einen riesigen Publikumszuspruch beschert. Wie die Festspielleitung am Montag in Schwerin mitteilte, kamen bislang rund 50 000 Musikliebhaber. Viele der bisherigen Veranstaltungen seien ausverkauft gewesen, darunter das »Kleine Fest im g...

ndPlusKlaus Bellin

Abschied von der Konvention

Der Krieg hatte alles in Frage gestellt. Für Leonard Woolf, ihren Mann, war er die »grässlichste Zeit« seines Lebens: »Das Entsetzliche an den Jahren 1914 bis 1918 war, dass nichts zu geschehen schien, Monat für Monat, Jahr für Jahr, außer dem gnadenlosen, sinnlosen Gemetzel in Frankreich.« Ein Lichtblick nur, schrieb er in seiner Autobiografie, dass Virginia, gesundheitlich stabilisiert, wiede...

Seite 16

Unter der Palme

Unter dem Titel »Im Land der Palme« widmet die Stiftung Moritzburg in Halle dem evangelischen Erzbischof und Reichsfürsten August von Sachsen (1614-1680) ab Donnerstag eine große Sonderausstellung. Gezeigt werden fast 400 Exponate, die das Leben und Wirken des vor 400 Jahren geborenen Herrschers illustrieren. Halle war rund 200 Jahre lang Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg, die Moritz...

ndPlusJoachim Lange

Altmodischer geht es kaum

Es ist wie immer, wenn ihr Name draufsteht: Anna Netrebko kommt, singt und siegt. Auch als Leonore in der zum Superevent stilisierten neuen »Trovatore«-Produktion bei den Salzburger Festspielen. Wo beim Liederabend der wirklich erstklassigen, aber gänzlich ohne Adabei-Rummel auskommenden Anja Harteros Plätze frei bleiben, ist die Netrebko-Show weit überbucht. Immerhin erfüllt der Lieblingsstar ...

Hans-Dieter Schütt

Jago, Franz und Nathan

In den letzten Jahren war es stiller geworden um diesen Komödianten. Ein paar Fernsehserien, einige Auftritte in Kriminalfolgen - aber doch stets ein Aufblitzen von Charakterisierungskunst. Schauspielerei als Treue zum Handwerk. Noch einmal schien Günter Junghans aufzuspielen in Gefilden, darin er immer brilliert hatte. In den Gefilden der Windigen, Verschlagenen, Grobschlächtigen - deren Sonne...

Jens-Fietje Dwars

Mit »Zarathustra« an die Front

Manche Bücher haben eine Geschichte, andere machen Geschichte. Schon sprichwörtlich ist die Legende vom deutschen Frontsoldaten, der mit »Zarathustra« im Sturmgepäck in den Ersten Weltkrieg zog. Nur eine Legende? Oder gehört das Buch zum geistigen Rüstzeug, das den Sturz in die »Urkatastrophe« begleitet, vorangetrieben, beschleunigt hat? »Es war so wundervoll da draußen«, notierte sich Ma...

Seite 17
Stephan Scheuer

Make Love not War

In ihren weißen Sneakers tippelt Sola Aoi durch das Pekinger Studio, als wenn sie 20 Zentimeter hohe High-Heels tragen würde. Jeden Fingernagel hat die 30-Jährige mit einer anderen Kombination aus Strass, Glitzer und Plastik beklebt. Die 1,55 Meter große Japanerin begann vor zehn Jahren ihre Karriere als Pornostar in Japan, heute ist sie Werbeikone in China mit eigener Unterwäschekollektion. Ih...

Seite 19

Fehlstart für Korbjäger

Die deutschen Basketballer enttäuschen zum Auftakt der EM-Qualifikation. Bei der Niederlage in Polen treten die Schwächen des jungen Teams zutage. In Österreich muss eine Steigerung her.

ndPlusErik Eggers, Hamburg

Kommt Martin Heuberger doch zurück?

Dass Dagur Sigurdsson am Dienstag als Handball-Bundestrainer bestätigt wird, scheint klar. Der Name seines Assistenten ist noch geheim. Vieles spricht für den alten Cheftrainer Martin Heuberger.

Kristof Stühm und Christoph Leuchtenberg, Zürich

Die Zeit der Zweifler ist vorbei

Diskus-Olympiasieger Robert Harting und Kugelstoßer David Storl führen die deutschen Leichtathleten bei den Europameisterschaften in Zürich an. Obwohl einige Stars fehlen, sind die Aussichten bestens.

Seite 20
Ralf Klingsieck, Paris

Frankreichs Küche will Ruf aufbessern

Um den Niedergang der einst weltberühmten französischen Gastronomie aufzuhalten, müssen die Restaurants nun auf der Karte ausweisen, ob ihre Gerichte in der eigenen Küche zubereitet wurden.

Angela Stoll

Erika Mustermann wird 50

Um das Leben der Modellbürgerin ranken sich viele Mythen. Im Laufe der Jahre hat sie verschiedene Identitäten angenommen.