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UNTEN LINKS

Wann ist die richtige Zeit für Schoko-Nikoläuse? Während sich die Deutschen von irgendwelchen zweitklassigen internationalen Krisen ablenken lassen, findet direkt vor ihrer Haustür ein wahrer Großkonflikt statt: Bei der einen Fraktion des Süßwarenkapitals steht praktisch schon die komplette Saisonproduktion fertig im Kühlhaus. Doch die Widersacher an der ökonomischen Hohlkörperfront meinen, jet...

Katja Herzberg

Malheur Hollande

Der alte und neue Regierungschef Manuel Valls hat seine Chance gewittert. Der Hardliner der französischen Sozialisten konnte François Hollande dazu bewegen, einen Regierungsumbau zu veranlassen. Endlich einmal greift der Präsident durch, könnte mensch angesichts der katastrophalen wirtschaftlichen Lage Frankreichs meinen.

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Hannes Hofbauer, Wien

Ohnmächtige Beobachter

Was macht eigentlich die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine? Unser Korrespondent Hannes Hofbauer fragte in der Wiener OSZE-Zentrale nach.

Irina Wolkowa, Moskau

Alle Augen richten sich auf den Minsker Gipfel

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Vor allem, wenn es um internationales Krisenmanagement geht. In der belarussischen Hauptstadt Minsk indes könnte sich heute das Gegenteil bewahrheiten.

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Fire pon Babylon!

Eine verbindliche Klammer gibt es nicht: Rasta ist, wer sich als Rasta fühlt. Angesichts dieser Subjektivität schwanken die Zahlen zur Rastafari-Bewegung extrem: Im Ursprungsland Jamaika beispielsweise wird mal ein Prozent der 2,7 Millionen Inselbewohner der Bewegung zugeschlagen, mal sind es fünf Prozent, mal zehn. Auch weltweit schwanken die Zahlen von 700 000 bis zu fünf Millionen Menschen, ...

ndPlusAndreas Boueke, Belize City

Liebe, nichts als Liebe

Die Wiege der Rastafari steht in Jamaika. Doch auch im mittelamerikanischen Belize ist die durch Bob Marley global gewordene Bewegung unübersehbar und von gesellschaftlicher Relevanz.

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ndPlusFabian Lambeck

Deutschland, einig Hartz-IV-Land

Jetzt wächst zusammen, was angeblich zusammengehört. Zumindest am untersten Ende der Einkommensskala gleichen sich die Lebensverhältnisse hüben wie drüben an. Leider auf Hartz-IV-Niveau. Zwar kann man über die Berechnungsmethoden und die Schlussfolgerungen der Studie des arbeitgebernahen Instituts für deutsche Wirtschaft (IW) streiten, doch eines wird immer deutlicher: Auch viele westdeutsche S...

Tom Strohschneider

Drei gute Gründe

Die Spitzen der Linkspartei haben ein Strategiepapier vorgelegt. Wieder einmal. Mancher wird schon darin einen Anlass zum Abwinken sehen: Kommt jetzt etwa wieder die Frage auf, ob auch wortgetreu alle programmatischen Ziele Eingang gefunden haben? Musste es denn wieder der »Motor« sein, der doch vor allem lästernde Kommentare über das »Stottern« desselbigen hervorrief? Und ist das nicht alles n...

ndPlusRené Heilig

Keine Panzer für jedermann

Nach der Lieferzusage in Richtung Nordirak bahnen sich weitere Rüstungsexport-Schlagzeilen an. Die Fuchs-Panzer-Fabrik in Algerien wurde genehmigt und zugleich sondiert Ägypten in Berlin, ob die Bundesregierung dem Kauf von deutschen Radpanzern zustimmen würde. Ja warum eigentlich nicht?

Ralf Klingsieck, Paris

Unkontrollierbar

Eine neue Politik hatte Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg am Wochenende angemahnt, doch stattdessen entschied sich Präsident François Hollande für eine neue Regierung. In der ist für Montebourg kein Platz mehr.

ndPlusAndreas Koristka

BRD im Glück

Glück ist - so besagt ein populärer Sinnspruch -, wenn man versehentlich aus dem elften Stock eines Gebäudes fällt, aber auf Höhe des zweiten Stocks mit dem linken Auge an einem rostigen Nagel hängenbleibt.

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Aert van Riel

Zwischen Protest und Gestaltung

Die Führung der LINKEN will Protest und Gestaltung zusammenführen. Bei der Vorstellung eines Positionspapiers für eine »soziale und ökologische Gerechtigkeitswende« erklärte Fraktionschef Gregor Gysi, dass seine Partei sich einen festen Platz im demokratischen System der Bundesrepublik erarbeitet habe.

René Heilig

Bedingt glaubwürdig

Als »Sturmgeschütz der Demokratie« hat man einst den »Spiegel« gelobt. Aktuelle Recherchen lassen befürchten, dass das Magazin nun vor allem die Anschaffung neuer Kanonen für die Bundeswehr voran bringt.

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Hendrik Lasch, Dresden

Rassismus als einziger Trumpf

Sachsen ist seit langem die stärkste Bastion der NPD. Die könnte sie bei der Landtagswahl am Sonntag auch halten - trotz gewachsener Konkurrenz am rechten Rand.

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ndPlusHeinz Krieger, Madrid

Aus Marokko und Spanien ins »Kalifat«

Seit ein vermummter »Gotteskrieger« mit deutlich britischem Akzent den US-amerikanischen Journalisten James Foley vor laufender Kamera geköpft hat, ist aus der Spekulation Gewissheit geworden: Europäer kämpfen in Nordwestirak und Nordsyrien in den bewaffneten Gruppen des sogenannten Islamischen Staats (IS).

Mirco Keilberth, Tripolis

Misrata-Miliz am Ruder in Tripolis

In Libyen wird weiter gekämpft. In Tripolis haben Islamisten am Montag Wohngebäude attackiert. Glaubt man hiesigen Medien, handelt es sich bei den Angreifern um Milizen des Bündnisses Fadschr Libia aus Misrata.

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ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Hollande klammert sich an seine Reformen

Während der zweijährigen Amtszeit von François Hollande ist Frankreich tiefer in die Krise gerutscht. Auch für neue Vorhaben erntet der Präsident viel Kritik. Hollande ist entschlossen, seinen Kurs fortzusetzen.

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Unternehmen in trüber Stimmung

München/Genf. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübt sich weiter ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im August im Vergleich zum Vormonat um 1,7 auf 106,3 Punkte, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag in München mitteilte. Mit dem neuerlichen Rückgang im August ist der Index bereits zum vierten Mal in Folge gesunken. Er hat mittlerweile den niedrigsten Wert seit Juli 2013 err...

Hermannus Pfeiffer

Fisch auf dem Verhandlungstisch

Beim Dienstag beginnenden Deutschen Fischereitag geht es um nachhaltig ausgerichtete Fischereipolitik. Doch es gibt derzeit Probleme beim Umweltsiegel MSC.

ndPlusReimar Paul

Ausfallende Atomkraftwerke

Ungeachtet aller Behauptungen einer »Renaissance der Kernenergie« beschleunigt sich der weltweite Abschwung der Atomkraft. Nur noch 10,8 Prozent des erzeugten Stroms kamen im vergangenen Jahr aus Atomreaktoren.

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ndPlusMartin Ling

Klimawandel bereitet Südasien Sorgen

Er ist nicht das Kerngeschäft der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB): der Klimawandel. Doch um das Thema herum kommt eine Entwicklungsbank so wenig wie ein Rückversicherer, schließlich drohen die Folgen des Klimawandels die Geschäftsgrundlage zu zerhageln. Extreme Wetterereignisse - ob Unwetter, Überschwemmungen oder Dürren - nehmen durch die Klimaerwärmung zu, das hat sich schon in den letzten...

Manipadma Jena, Malkangiri

Bildung für die Bonda

Die Oberen Bonda gehören zu Indiens ältesten Volksgruppen. Sie leben verstreut in 31 entlegenen Bergdörfern auf einem Gebirgszug 1500 bis 4000 Meter über dem Meeresspiegel im Bezirk Malkangiri im östlichen Bundesstaat Odisha und haben ihren Lebensstil im Verlauf der letzten 1000 Jahre kaum verändert. Entschlossen meidet die Gemeinschaft aus knapp 7000 Mitgliedern auch heute noch den Konta...

Robert D. Meyer und Guido Speckmann

Flüchtlinge steigen aufs Dach

Die meisten der 108 Flüchtlinge sind der Aufforderung durch die Sozialsenatsverwaltung gefolgt und haben ihre Unterkünfte am Dienstag verlassen. Viele werden wohl weiter in Berlin bleiben.

ndPlusRoland Bunzenthal

Frieden durch Föderalismus

Bewaffnete Konflikte, die die territoriale Integrität von Staaten bedrohen, haben derzeit Konjunktur. Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik hält Dezentralisierung für eine sinnvolle Prävention.

Ralf Hutter

Faire Arbeit ist machbar!

Das Weltfest in Berlin steht Jahr für Jahr unter einem thematischen Schwerpunkt: 2014 heißt die verbindende Klammer »Work in Progress - für menschenwürdige Arbeit weltweit«.

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Pläne für die Cuvrybrache

Für die derzeit bewohnte Cuvrybrache in Kreuzberg liegt laut der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Räumungsbegehren zum Schutz privater Rechte der Eigentümerin vor. »Die Voraussetzungen einer Räumung werden derzeit geprüft«, heißt es in der Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der LINKEN-Abgeordneten Katrin Lompscher und Hakan Taş, die »nd« vorliegt. Auf der sogenannten Cuvr...

Robert D. Meyer

Verraten und verkauft

»Nicht zuletzt die Ereignisse rund um den Oranienplatz haben deutlich gemacht, dass es beim Thema Flüchtlingspolitik um mehr geht als um die Bereitstellung von Wohnraum oder die Auszahlung von Mitteln zum Lebensunterhalt. Es geht auch um eine grundsätzliche Haltung - und um die Frage, ob wir in der Stadt zum gemeinsamen solidarischen Handeln bereit und in der Lage sind.« Berlins Regierender Bür...

ndPlusAndreas Rabenstein
und Jutta Schütz

Mutmaßlicher Messerstecher gefasst

Mehrere Zeugen sahen den tödlichen Messerstich am Sonntagnachmittag in Berlin. Das brachte die Kriminalpolizei schnell auf die Spur des Täters.

ndPlusMartin Kröger

Der Senat hat einen Rechtsschein erzeugt

nd: Mindestens 108 Flüchtlingen vom Oranienplatz droht der Rausschmiss aus Berlin. Ihre ausländerrechtlichen Prüfungen werden als abgeschlossen betrachtet, weil sie nicht zu Terminen bei der Ausländerbehörde erschienen sind. Wie bewerten Sie diesen Vorgang? Berenice Böhlo: Ich halte das für ganz problematisch. Zum einen gibt es überhaupt keinen Vorlauf, weder für Flüchtlinge noch für die...

ndPlusRobert D. Meyer und Martin Kröger

Berlin wirft Flüchtlinge raus

Wie die Senatssozialverwaltung am Montag erklärte, müssen viele Flüchtlinge ihre Unterkünfte kurzfristig räumen. Die Opposition kritisiert das Vorgehen, die Asylsuchenden reagieren mit Protesten.

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ndPluswinei

Landtag wechselt den Küchenpächter

Potsdam. Ein halbes Jahr nach Einzug in das neue Potsdamer Landtagsschloss wechselt der Pächter der Schlossküche. Dies werde »zeitnah erfolgen«, hieß es aus der zuständigen Stelle des Baukonzerns BAM, der das Parlamentsgebäude errichtet hat und betreibt. Das Land Brandenburg ist im Zuge einer öffentlich-privaten Partnerschaft nur Mieter. Über die Gründe für den überraschenden Schritt wurde nich...

28 000 Wahlhelfer benötigt

2,1 Millionen Brandenburger sind am 14. September zur Landtagswahl aufgerufen. Der Landeswahlleiter hofft auf eine rege Beteiligung - und mehr Engagement bei der Organisation.

Bernd Kammer

S-Bahn-Tisch: Vergabe stoppen

Ein Bündnis aus Verbänden und S-Bahnern macht weiter gegen die Privatisierung der S-Bahn Front. Gefordert wird der Abbruch des Vergabeverfahrens.

Andreas Fritsche

Freiräume hinter Mauern

Bisher gelingt nur wenigen Sicherungsverwahrten der Schritt zurück in die Freiheit. Mit neu ausgestalteter Unterbringung sollen ihre Chancen und ihre Lebensbedingungen verbessert werden.

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Dieter Hanisch, Kiel

Razzia im Ministerium

Böse Überraschung für Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud »Wara« Wende (parteilos): Die Staatsanwaltschaft in Kiel hat wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsnahme ein Ermittlungsverfahren gegen die 56-Jährige eingeleitet. Damit einhergehend wurden Wendes private und dienstliche Räume durchsucht. Die Razzia umfasste aber auch die Universität Flensburg als frühere Wirkungsstätte der ...

Jürgen Klammer

Musik, zu der man lachen darf

»80 will ich noch werden«, wünschte sich der Komponist, Komponist und zeitweilige Kabarettdirektor Siegfried Schäfer vor drei Jahren in einem Gespräch. Er hat es geschafft. Knapp acht Monate nach seinem 80. Geburtstag verstarb der Autor zahlreicher Kompositionen der leichten Muse, darunter ein Musical, nach langer Krankheit am 11. August an seinem Wohnort in Bad Harzburg. Dass er überhaupt so a...

Tom Mustroph

Klang kann man sehen

In seiner Installation »Moondur/Shifter« erzeugt der estnische Künstler Raul Keller eine mächtige Klangsäule, deren Fuß und Kopf man mit dem Auge erfassen und deren Ausdehnung man über den eigenen Körper spüren kann. Zwischen einem schwarzen Kreis etwa einen Meter über dem Boden und einem schwarzen Quadrat in sechs Metern Höhe, das sicher nicht zufällig an Kasimir Malewitschs »Schwarzes Quadrat...

ndPlusJanne Lilkendey

Hans im Unglück

Kann ein gutmütiger Mensch in dieser Gesellschaft überleben? Ist Gutmütigkeit aus kapitalistischer Sicht Dummheit? Ist ein dummer Mensch gleichzeitig gutmütig? Die Art und Weise, wie das »Ton und Kirschen«-Wandertheater das Märchens »Hans im Glück« interpretiert, wirft solche Fragen auf. Viel gauklerisches Unterhaltungstheater mischt sich hier mit Brecht’scher Kapitalismuskritik. Das Publikum, ...

ndPlusAmadeus Ulrich, Hamburg

Comics bringen keine Kohle

Sie zeichnen, kolorieren und gestalten ihre Graphic Novels, aber nur wenige Künstler können von den Buch-Erlösen leben. Begeisterte Comiczeichner lassen sich davon aber nicht entmutigen.

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Schatten des Kriegs

Am Mittwoch beginnt das 71. Internationale Filmfestival von Venedig. Viele Filme des Programms kreisen thematisch um Krisenzustände auf der Welt. So thematisiert Regisseur Fatih Akin in seinem Film »The Cut« den Völkermord an den Armeniern durch die Türken Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Thema ist in der Türkei bis heute ein Tabu; es wird damit gerechnet, dass der Film widersprüchliche Reaktio...

Das Paradies als Baustelle

Das Paradies war die Platte. Neubau, das war greifbare Gegenwart und Gleichnis zugleich. Wohnungsbauprogramm: Dünner wurden die Wände - auch die von Mensch zu Mensch? Das war die Frage in Hans Webers Erfolgsbuch »Einzug ins Paradies«, 1987 schuf daraus Achim Hübner, gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang Hübner, einen mehrteiligen Fernsehroman. Ein Projekt mit Tücken, den Sendeplatzgebern zu ehrl...

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ndPlusTobias Riegel

Auf dem Oberdeck

Er inszenierte das größte Begräbnis der Filmgeschichte. 300 000 Menschen, die meisten von ihnen ohne Auftrag und Bezahlung, folgten im Januar 1981 dem Sarg Mahatma Gandhis im wohl letzten echten Monumentalfilm: in »Gandhi«, Richard Attenboroughs berühmtestem Werk. Am Sonntag ist der britische Schauspieler, Regisseur und Produzent mit 90 Jahren in Cambridge gestorben. Auf der Theaterbühne ...

ndPlusFokke Joel

Der Sucher

Schon damals war mir klar geworden«, sagt Oliveira in Julio Cortázars Roman »Rayuela«, »dass Suchen meine Bestimmung war, Emblem derer, die nachts fortgehen ohne festes Ziel, Daseinsberechtigung der Matadore der Kompassnadel«. Ein Bekenntnis, das auch auf den Autor des 1963 erschienen Romans zutrifft, hatte Cortázar doch immer wieder die Suche in seinen Romanen und Erzählungen thematisiert. Und...

Klaus Hammer

Lichtgestalt im Selbstgespräch

Er war in Bayern aufgewachsen, in Berlin zu Ruhm und Ehre gelangt, und die Sommerzeit verbrachte er meist im pfälzischen Gadramstein und auf seinem Landgut Neukastel bei Leinsweiler, dem heutigen Slevogthof, wo er auch 1932 verstarb. Allein drei Stätten machen heute im Land Rheinland-Pfalz auf den Maler Max Slevogt, einen der Hauptvertreter des Impressionismus, aufmerksam. Teile seines umfangre...

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Sanft und zäh

Manchmal sind es - in Fernsehfilmen, in Krimi- oder Kuschel- oder Kunstgewerbsserien - nur wenige Szenen. Die Räume des Erscheinens: eher gewöhnlich als mondän. Ausgangsorte und Endpunkte des Alltags. Gefilde der Unscheinbarkeit, in denen dann aber, plötzlich, dieses Gesicht den besonderen Farbton angibt. Die Mütterlichkeit mit junger Energie. Das Sanfte mit zähem Hinterland. Der frohe Mut mit ...

Jan Freitag

Leben nach dem Tod

Seit Jahren schon liegt die Zeitung auf dem Sterbebett. In der Arte-Dokumentation »Die virtuelle Feder« lernen wir, warum. Wir erfahren aber auch, dass redaktioneller Journalismus dennoch eine Zukunft hat - nur eben seltener auf Papier. Symptomatischer für den Abstieg könnte eine Bild kaum sein: In Indien, Ursprung jeder fünften Zeitung auf Erden, hat ein Rindvieh seine Artgenossin im Mun...

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Sind Sie Nachtschwärmer oder Frühaufsteher?

New Yorker sind zwar stolz darauf, in der »Stadt, die niemals schläft« zu leben - doch einer Studie zufolge gehen sie ziemlich früh schlafen - um 23 Uhr. Die Studienteilnehmer wurden mit einem Fitnessarmband ausgerüstet. Die Geräte speichern die Schritte und auch, wann der Träger ins Bett geht. Ergebnis: Von den US-Metropolen sind die New Yorker als erste in den Federn und damit das Gegenteil v...

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Kurznachrichten:

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Hans-Ulrich Keller

Übertritt zum Herbstbeginn

Auch er leuchtet rötlich - ein Planet aber ist er nicht: Antares. Im September kommt der Hauptstern des Skorpions seinem Doppelgänger Mars nahe. Eine Gelegenheit, beide Himmelskörper zu vergleichen.