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UNTEN LINKS

Die NATO-Oberbefehlshabung teilte irritiert mit, dass das Rote Telefon, das den Westen mit dem russischen Oberkommando verbindet, seit einem halben Jahr von Moskau boykottiert wird. Erst im Februar 2013 war es eingerichtet worden und diente seither als seidener Telefonfaden in das Reich des Bösen. Die Absicht, sich in vertraulichen Gesprächen gegenseitig über die psychologischen Wirkungen der M...

ndPlusKurt Stenger

Verabschiedet

»In Lima sollten die Fundamente für den Weltklimavertrag von Paris 2015 gelegt werden, doch es wurde nicht einmal die Baugrube fertig gestellt.« So brachte Greenpeace die Resultate des UN-Klimagipfels auf den Punkt. Eigentlich ist es sogar noch schlimmer: Hätten die Vertreter von 195 Staaten nicht anderthalb Tage überzogen, wäre das Großevent ganz ergebnislos geblieben.Überraschen kann das nach de...

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Fahrplan für den neuen Klimavertrag

Lima. Beim UN-Klimagipfel in Lima haben sich die Delegierten nach zähen Verhandlungen auf die Grundzüge eines Weltklimavertrags geeinigt. Weitere Beratungen in den kommenden Monaten sollen den Weg für ein Abkommen ebnen, das bei der nächsten UN-Konferenz in Paris 2015 beschlossen werden soll. Der Fahrplan sieht wie folgt aus: 8. bis 13. Februar 2015: Verhandlungen in Genf über eine A...

Wer kommt für Klimaschäden und Verluste auf?

Die Entwicklungsländer hatten erwartet, in Lima Hilfszusagen für die Anpassung an den Klimawandel zu bekommen. Worum ging es genau? Die Entwicklungsländer wollten, dass sich die Industrieländer in den nächsten Jahren ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, wie sie das selbst gesteckte Ziel erreichen wollen, die Klimahilfen bis 2020 auf 100 Milliarden Dollar jährlich anzuheben. Dafür wo...

Nick Reimer, Lima

Der Weg zu einer neuen Ordnung

Die 20. UN-Klimakonferenz ist mit dürftigen Beschlüssen zu Ende gegangen. Jetzt richten sich alle Blicke auf den Gipfel in Paris in einem Jahr. Die Arbeiten am neuen Weltklimavertrag kommen nur schleppend voran.

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Cidade de Deus ist Sinnbild für Fehlplanung

Dass das »Recht auf Stadt« in Brasilien eine so zentrale Forderung ist, lässt vermuten, dass es darum im Allgemeinen nicht sonderlich gut bestellt ist.Richtig. Der Kampf um Wohnraum hat in Brasilien eine lange Geschichte. Die massive Land-Stadt-Migration stellt die lokalen Regierungen seit den 1930er Jahren vor große Herausforderungen. Und auch während der Militärdiktatur wurde versucht, das Wohnu...

ndPlusNils Brock und Frank Müller, 
Rio de Janeiro

Unser Haus, unsere Straße - unsere Stadt

Investoren und Bauunternehmen spielen derzeit Monopoly in Rio de Janeiro. Doch die armen Bevölkerungsgruppen wehren sich gegen Umsiedlungen und machen von ihrem »Recht auf Stadt« Gebrauch.

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Regina Stötzel

Ein Hauch von Leben

Dass es sich beim DGB um einen Gewerkschaftsdachverband mit unterschiedlichen Strömungen handelt, konnte man in der Vergangenheit häufig übersehen, zu sehr stand der verkrustete deutsche Korporatismus im Vordergrund des gewerkschaftlichen Handelns.

ndPlusRené Heilig

Nazis? Ach wo ...

Willkommen zur Demo! Oder sind Sie etwa ... Nazi? Nein, wer ist das schon! Sonst hätten Sie ja Springerstiefel an! Antisemit? Auch nicht - sind doch auch zu lecker, diese frischen Früchte aus Israel. Grundsätzlich sorgen wir uns alle doch nur um Frieden.

ndPlusMartin Ling

Ecuadors Präsident Correa überzieht

Wer zahlt, schafft an. Deutschland ist nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hinter Spanien und den USA der drittwichtigste bilaterale Geldgeber Ecuadors. Dementsprechend selbstbewusst meldete eine Bundestagsdelegation des Umweltausschusses ihre Stippvisite in Ecuador rund um den Klimagipfel in Lima an.

ndPlusJürgen Amendt

Altmeister

US-Talkshow-Moderator David Letterman (67) wird am 20. Mai kommenden Jahres zum letzten Mal Stars in seiner »Late Show« empfangen, wie der TV-Sender CBS am Mittwoch (Ortszeit) bekanntgab.

Matthias Dell

Zwei einsame RBB-Mikrofone

Warum versucht ein Film, der 90 Minuten Zeit hat, nicht, die Schlagworte, zu denen medial geführte Debatten gerinnen, wieder aufzulösen im Wasserbad seiner Möglichkeiten? Weil er selbst zu viel Fernsehen geguckt hat.

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Aus dem Aufruf der Veranstalter

«Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation. Unsere Verantwortung heißt: Ja zu Frieden, Abrüstung, ziviler Konfliktlösung und humanitärer Hilfe.Wir sind besorgt über die wiederholten und sich verstärkenden Äußerungen des Bundespräsidenten, der Bundesregierung sowie von Teilen der Opposition, Deutschland müsse• sich mit mehr Truppen, dem Ausbau der Rüstungsproduktion u...

ndPlusRené Heilig

Von der Leyen hat die Zukunft gesehen

Die Bundeswehr soll sich in den kommenden zwei Jahren »mit voller Kraft« in die neue Afghanistan-Unterstützungsmission einbringen. Deutschland wolle »die lange Zeit des Aufbaus und der vollen Entwicklung dieser Mission nutzen«, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einem Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani in Kabul. Zum Jahreswechsel endet nach 13 Jahren...

ndPlusJosephine Schulz

Schuhe für Gauck

Unter dem Motto »Friedenswinter« gingen am Wochenende Tausende auf die Straße. Ein sehr heterogenes Bündnis und die größte Berliner Friedensdemonstration des Jahres. Im Mittelpunkt der Kritik stand der Bundespräsident.

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René Heilig

Neuer »Leo« für die Bundeswehr

Ende vergangener Woche hat der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) den ersten von insgesamt 20 Leopard-2A7-Kampfpanzern an die Bundeswehr übergeben. Firmenchef Frank Haun nutzte den Festakt, um angesichts der neuen Konfrontationen an der Ostgrenze der NATO auf die Bedeutung von Panzertechnik hinzuweisen.

Rudolf Stumberger

Koalitionstreu, aber nicht blöd

König Horst hielt Parteitag. »Die CSU ist bärenstark«, denn durch seine »persönliche Handschrift« habe die Partei Erfolge eingefahren, sagte Seehofer vor 1000 Delegierten und Gästen.

ndPlusSebastian Haak

Auf gefährlichen Pfaden nahe der AfD

Seit der Regierungsübernahme von Rot-Rot-Grün ist die Thüringer CDU in der Opposition. Nun hat sie sich auf einen Sonderweg begeben. Der führt ziemlich sicher zu einer Konfrontation mit der Bundes-CDU.

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Anschlag in Grosny

In der zu Russland gehörenden Kaukasusrepublik Tschetschenien setzten Samstagabend Angreifer das Büro einer regierungskritischen Menschenrechtsgruppe in Brand.

PiS will wieder wählen

Tausende Anhänger der nationalkonservativen Opposition haben in Warschau gegen angebliche Wahlmanipulation demonstriert. Doch der Zeitpunkt sorgte für Misstöne.

Folterhelfer melden sich

Der frühere Chef des rumänischen Auslandsgeheimdienstes SIE, Ioan Talpes, schließt nicht aus, dass der US-Geheimdienst CIA in seinem Land Gefängnisse betrieben hat. Kurz nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 habe Rumänien dem CIA Orte zur Verfügung gestellt, die dieser ohne Einmischung der rumänischen Behörden »verwaltet, kontrolliert und bewacht« habe, sagte Talpes der rumänischen Zeitung »Adevarul«.

Max Böhnel, New York

Massenmärsche gegen Rassismus

Mit dem »Millions March« fand in New York die bisher größte Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt dieses Jahr statt. Auch in anderen USA-Großstädten gingen Menschen auf die Straßen.

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ndPlusUte Weinmann, Moskau

Kampf-Nationalisten im Glaskasten

Mitglieder der »Kampforganisation russischer Nationalisten« stehen in Moskau wegen Mordes vor Gericht und offenbaren menschliche Abgründe.

Andreas Knudsen, Kopenhagen

Wem gehört die Arktis?

Am Montag werden dänische Diplomaten in der UNO drei Kisten mit Dokumenten übergeben, die beweisen sollen, dass der Meeresboden nördlich von Grönland geologisch eine Fortsetzung der Insel ist.

ndPlusMirco Keilberth, Tripolis

Chancen für Verständigung auf Tiefpunkt

Die Weigerung Libyens, Muammar al-Gaddafis Sohn Saif al-Islam dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag auszuliefern, macht das Bürgerkriegsland wieder zu einem Fall für den UN-Sicherheitsrat.

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Wladek Flakin

Streik in der Vorweihnachtszeit

Weihnachten steht vor der Tür - und die Belegschaft von Amazon auch. In dieser Woche sind die Arbeiter beim Onlinehändler zu einem dreitätigen Streik aufgerufen - und das in der umsatzstärksten Woche für den Konzern.

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ndPlusJoanna Schürkes

Wer nichts wird, wird Soldat

Solange es Menschen gibt, die sich als #Soldat verpflichten, um der #Arbeitslosigkeit zu entgehen, solange wird es genügend Nachwuchs für die Kriegseinsätze der #Bundeswehr geben.

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Autounfall mit acht Hunden im Auto

Eine Autofahrerin hat mit acht Hunden im Wagen in Berlin-Malchow gleich zwei Unfälle kurz nacheinander gebaut. Sie wurde bei den Unfällen verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Die 58-Jährige soll am späten Freitagabend mit ihrem Auto einem anderen Wagen auf die hintere Stoßstange aufgefahren sein. Zeugen berichteten, dass sie danach kurz angehalten...

Körperwelten vor Gericht

Der Streit um das geplante »Körperwelten«-Museum am Alexanderplatz geht weiter. Am Dienstag verhandelt das Berliner Verwaltungsgericht über die Frage, ob der Bezirk Mitte es zurecht verboten hat. Zum Termin wird nach Angaben eines »Körperwelten«-Sprechers auch Kuratorin Angelina Whalley erwartet. Sie ist die Frau des Leichenpräparators Gunter von Hagens, der sich aus gesundheitlichen Gründen aus d...

Vorsicht vor Lametta

Die Weihnachtszeit kann für Haustiere gefährlich werden, warnte jetzt die Artenschutzorganisation »Aktion Tier«. Da hatte sie allerdings noch nichts von dem tragischen Unfall gehört, der am vergangenen Wochenende acht Hunde samt Frauchen in Berlin-Malchow ereilte. Acht Hunde in einem Auto - und alle nicht angeschnallt. Ein Wunder, das alle offenbar unverletzt davonkamen.

Andreas Fritsche

Scheitern programmiert

Er kam, sah und macht den Abflug. Hartmut Mehdorn, Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, will sich bis spätestens Juni 2015 aus dieser Position zurückziehen. Damit überraschte er die Öffentlichkeit am Montag. Eine Überraschung war auch seine Verpflichtung als neuer Flughafenchef im März 2013. Warum Mehdorn? Warum ein Mann, der als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG höc...

ndPlusBernd Kammer

Neuer BER-Termin »mit Puffer«

Nach Jahren der Ungewissheit gibt es nun so etwas wie einen Eröffnungstermin für den neuen Flughafen in Schönefeld. Zwischen »Juni und Dezember 2017« soll der BER startklar sein, wurde nach der Aufsichtsratssitzung verkündet.

»Für mich ist das Rassismus«

Seit Wochen wird in Marzahn gegen ein geplantes Flüchtlingsdorf demonstriert. Das Bündnis »Berlin Nazifrei« stellt sich dagegen. Zu den Mitbegründern von »Hellersdorf hilft« gehört Luisa Seydel. Mit ihr sprach Paul Liszt.

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Hassprediger der Pegida unerwünscht

Ein Gipfel von Landesregierung und Landkreisen soll handfeste Lösungen für die Unterbringung von Flüchtlingen finden. Der Pegida-Bewegung tritt der Ministerpräsident entgegen.

ndPlusAndreas Fritsche

Die SPD möchte attraktiv sein

Mit 79,8 Prozent wurde Ministerpräsident Dietmar Woidke am Sonnabend in Frankfurt (Oder) als SPD-Landeschef bestätigt. Für die Verhältnisse der brandenburgischen SPD ist dies ein bescheidenes Ergebnis.

ndPlusAndreas Fritsche 
und Wilfried Neiße

Gewalttäter Sport, Kategorie C

Von Kooperationen gewaltbereiter Fußballfans und Neonazis hat die Regierung keine Kenntnis. Dennoch gibt es unzweifelhaft rechte Hooligans.

ndPlusMarlene Göring

Ausverkauf im Paradies

Vor Weihnachten werben immer mehr Kunstmärkte mit Dumpingpreisen. Einst Mekka für Kulturschaffende, wird für sie das Überleben in Berlin immer schwerer. Sie leiden unter anderem unter teuren Mieten.

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Stallpflicht wird geprüft

Seit dem jüngsten Ausbruch der Vogelgrippe dürfen Hühner und Gänse in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr ins Freie. Nun könnte die Stallpflicht gelockert werden.

ndPlusHarald Lachmann

Erfolg auch in der Nische

Die erste Prämisse der Güterverwaltung »Nicolaus Schmidt« AG in Rothenacker lautet: Wer in der strukturschwachen Region Thüringens arbeitet, soll davon auch auskömmlich leben können.

Hans-Gerd Öfinger, Rammelsbach

LINKE schließt Rot-Rot-Grün nicht aus

Die rheinland-pfälzische LINKE setzt auf den Einzug in den Mainzer Landtag. Bei einem Landesparteitag am Samstag in Rammelsbach (Kreis Kusel) bekräftigte der wiedergewählte Landeschef und Bundestagsabgeordnete Alexander Ulrich (Kaiserslautern) den Anspruch der Partei, einen Politikwechsel anzustoßen.

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Polizeiwache wird Atelierhaus

Die ehemalige Polizeiwache Friedenstraße 31-32 in Kreuzberg-Friedrichshain konnte mit einem Zuschuss der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin in Höhe von 1,4 Millionen Euro für die nächsten 25 Jahre als Atelierhaus gesichert werden, wie die Senatskulturverwaltung mitteilte. Nach der Sanierung der Liegenschaft sollen dort ca. 30 Künstler-Ateliers entstehen. Anfang des kommenden Jahres soll mit ...

Krömer kündigt beim RBB

Komiker Kurt Krömer (40) will sich vom Fernsehen verabschieden und keine TV-Shows mehr produzieren. Das habe er dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Freitag in einem Schreiben mitgeteilt. »Ich habe mich dazu entschlossen, ab 2015 meinen künstlerischen Schwerpunkt ausschließlich auf die Bühne zu verlagern«, sagte Krömer laut RBB-Angaben vom Samstag. Die parallele Arbeit auf der Bühne und für da...

Museum soll Lücke schließen

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, drückt beim geplanten Museum der Moderne in Berlin aufs Tempo. »Es ist wichtig, dass sich alle Beteiligten - Bund, Berlin und Stiftung Preußischer Kulturbesitz - bald im neuen Jahr an einen Tisch setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen«, sagte Parzinger. »Ich bin sicher, dass wir schnell Einigkeit herstellen können. Mit ...

ndPlusBernhard Groth

Neulich im Görlitzer Park

Ich bin nicht mehr der Jüngste, und mit Krankheiten gestraft bin ich auch. Trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, täglich mit meinem Rollstuhl über die Warschauer Brücke zum »Görli« zu rollen. Dort habe ich mein Lieblingsplätzchen an der Sonne, wo ich darüber nachdenken kann, wieso früher alles besser war.

ndPlusJulia Giertz, Stuttgart

Kleine Flächen und weniger Tiere

Nur selten liegt Baden-Württemberg in einem bundesweiten Ranking auf dem letzten Platz: Doch die Bauern im Südwesten schneiden in puncto Einkommen am schlechtesten in ganz Deutschland ab. Je Arbeitskraft erwirtschafteten sie im abgelaufenen Wirtschaftsjahr rund 32 300 Euro. Das sind zwar 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr, aber mehr als ein Viertel weniger als im Bundesschnitt, teilte Bauernpräsident...

Lucía Tirado

Rückwärts ging es besser vorwärts

Anne und Johann drehen eine Runde. Eigentlich drehen sie einen Film. In ihrer Wirklichkeit kommen sie jedoch wieder dort an, wo sie gestartet waren. Ihre langjährige Beziehung brachte sie an die berüchtigte Soll-das-alles-gewesen-sein-Weiche. Wo geht es jetzt lang? Eigentlich haben sie sich schon alles gesagt.Rituale spielten sich mit den Jahren ein. Anne schätzt die Sicherheit. Männer vor dieser ...

Ausnahmsweise auch im Parkhaus geduldet

Trotz Sparzwangs sind rheinland-pfälzische Kommunen verpflichtet, Obdachlosen im Winter Unterkunft zu bieten. Sie schicken Kältebusse und öffnen Aufenthaltsräume - doch an vielen Stellen mangelt es.

ndPlusHagen Jung, Hannover

Wo Erkan schlechtere Chancen hat

Weniger Kinder, mehr Ältere: Auswirkungen dieser Entwicklung beleuchtet die Ausstellung »Zukunft leben«. Zugleich verweist sie auf Missstände im System der Bundesrepublik, etwa im Bildungswesen.

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Wolfgang Hübner

Mosekunds Montag

Herr Mosekund hatte einen Urania-Vortrag über die Sprache der jungen Generation besucht und war darauf erpicht, seine neuen Kenntnisse anzuwenden. Als er einen alten Bekannten traf, rief er ihm zu: »Neulich bin ich Ihrer Frau begegnet. Sie ist ja immer noch voll schlank!«

Ida, Banker und Turner

Das polnische Drama »Ida« von Pawel Pawlikowski ist als bester Europäischer Film des Jahres ausgezeichnet worden. Der berührende Schwarz-Weiß-Film über eine katholische Novizin mit jüdischen Wurzeln siegte am Samstagabend in Riga in der Königskategorie und vier weiteren Sparten. Die Deutschen holten drei Preise.Der gebürtige Stuttgarter Marc Bauder erhielt für seine Banker-Doku »Master of the Univ...

»Straffung« der Theater

Die Landesregierung hat den Kommunen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns ein neues Angebot für die Straffung der Theaterlandschaft in der Region unterbreitet. Es sieht die Fusion des Theaters Vorpommern und der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg-Neustrelitz zu einem »Staatstheater Nordost« vor. 65 der jetzt 485 Stellen sollen gestrichen werden, ohne dass es zu betriebsbedingten Kündigungen ko...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Angst und Champagner

Diese Paarung macht frohlocken: »In Ewigkeit Angst und Champagner«. So heißt eines der Gedichte von Monika Rinck. In ihnen kommt auch diese Wortverbindung vor: »gekammerte Stunden«. Man muss augenblicklich an die eigene Existenz denken, und die Lust wächst, all jene zu verachten, die da den Kopf schütteln - weil sie selber natürlich nicht »gekammert« leben, nicht eingeschlossen in einem Büro, in e...

Stefan Amzoll

Wider die Ordner der Welt

Brecht, wer ist das? Einst gefürchtet, verboten und gepriesen, heute (und schon vorher) angepinkelt und vergessen? Seine Stücke und Verse, Prosa und Reden kaum tauglich für den Zug der Jetztzeit? Die Revue in der Regie von Manfred Karge belehrte eines Besseren. Sie erinnerte an B. B. nicht nur, sie erhellte, wie viel Saft in dessen Dichtung noch steckt. War das nicht einer, so genialisch, dass ihn...

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ndPlusRudolf Walther

Barbarische Freiheit

Die seit 1973 jährlich stattfindenden Frankfurter Römerberggespräche waren am Samstag dem Thema »Doch wieder Krieg?« gewidmet. Die Themenwahl spricht für die politische Sensibilität des Kuratoriums, denn seit der Antike bis zur Aufklärung galt Krieg als »normaler« Modus der Konfliktregulierung zwischen Staaten. Diesem zähen Aberglauben trieb erst Immanuel Kant (1724-1804) die scheinbare Plausibili...

ndPlusStefan Amzoll

Musik wie die Realität

Nikolaus A. Huber ging schon als Achtjähriger erste Schritte im Komponieren. Günter Bialas war in den frühen 60er Jahren sein wichtigster Kompositionslehrer. Wertvolle Anregungen erhielt der Essener Komponist durch die Zusammenarbeit mit Joseph Anton Riedl im Elektronischen Studio München und bei Karl Heinz Stockhausen 1967 in Darmstadt. Wirklich geprägt worden ist Huber aber durch seine Studien b...

Fritz Rudolf Fries

Maxines New Yorker Passwörter

Endlich ist sein lange erwarteter Roman »Bleeding Edge« erschienen. Aber der amerikanische Meistererzähler Thomas Pynchon ist wieder leer ausgegangen - kein Nobelpreis 2014.

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Jürgen Amendt

Aus, aus, aus! Aus?

Jetzt ist es also vollbracht. »Wetten, dass ...?« ist Geschichte. Nach knapp 33 Jahren lief am vergangenen Samstag die letzte Folge der einst so beliebten Unterhaltungsshow des ZDF. Wie die Nachrichtenagentur dpo meldet, plant der Mainzer Sender eine zweite Staffel der Sendung, die ebenfalls 33 Jahre lang laufen soll.

Schwierige Finanzlage

Der WDR will seinen Sparkurs in den kommenden Jahren fortsetzen und plant für 2015 einen ausgeglichenen Haushalt. Der Rundfunkrat stimmte nach Angaben des Senders dem von Intendant Tom Buhrow eingebrachten Haushaltsplan mit einem Gesamtvolumen von 1,39 Milliarden Euro zu. Danach sollen 35,7 Millionen Euro weniger ausgegeben werden als in diesem Jahr. Ein verbleibender Fehlbetrag von 2,9 Millionen ...

Jan Freitag

Steigbügel des Bösen

Die Verlogenheit des Menschen zeigt sich besonders zu Weihnachten. Abermillionenfach missbraucht er das Kirchenfest zum Konsumrausch und holt im Dezember nach, was dem Rest des Jahres an Menschlichkeit fehlt. Wenn dann aber auch noch ausgerechnet die »Bild« den Taktstock des Mitgefühls schwingt, ist das Maß voll. Fast. Denn überlaufen tut es erst dann nachhaltig, wenn das Ballermannblatt wie vor a...

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ndPlusJörg Soldwisch, Dresden

Dresden siegt im Derby und will nach oben

Patrick Wiegers hatte sich auf einen ruhigen Nachmittag eingestellt, doch plötzlich war er der entscheidende Mann beim Derbysieg der Dresdner gegen Energie Cottbus.

Thomas Lipinski, Gelsenkirchen

Höwedes patzt Schalke zum Verlierer

Drei Tage nach dem Achtelfinaleinzug in der Champions League ist Schalke 04 in der Bundesliga böse ausgerutscht. Beim 1:2 gegen den 1. FC Köln patzte ausgerechnet Weltmeister Benedikt Höwedes.

ndPlusStephan Fischer

Hoffen, immer nur hoffen

Dort wo Hertha BSC jetzt in der Bundesliga-Tabelle jetzt steht, wollte Borussia Dortmund hin. Ziel verfehlt. Die Sorgen der Klopp-Elf nehmen nicht ab, die Lage bleibt prekär.

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ndPlusKristof Stühm, Hamburg

»Nicht alle sind Märtyrer«

Zwei Mal Olympiagold, zwei Mal WM-Gold, fünf Mal EM-Gold: Heike Drechsler ist eine der erfolgreichsten Leichtathletinnen der Geschichte - doch ihre Leistungen sind auch hoch umstritten.

Treten, kratzen und beißen in brauner Brühe

Angela Maurer kam als »Spätentwicklerin« zum Freiwasserschwimmen. Mit Klaus Weise sprach die 39-Jährige über Erfolge, Erfüllung, Selbstwertgefühl, Vorbilder und die Faszination ihrer Sportart.

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Hilmar König

Geburtstagsparty für Sheetal

Im September 2013 wurde die Inderin Sheetal in Rajasthan von drei Männern entführt und vergewaltigt und unter einen Zug gestoßen, wodurch sie beide Beine verlor. Dank vieler Spenden, auch von nd-Lesern, kann sie heute wieder laufen. Von Hilmar König, Delhi»Happy Birthday, Sheetal« steht in großen bunten Buchstaben über dem Eingang zur Mensa der Schule, die Sheetal seit Anfang des Jahres besucht. H...