Seite 1

UNTEN LINKS

Die täglich über uns hereinbrechenden schlechten Nachrichten machen fast vergessen, dass die fünfte Jahreszeit längst begonnen hat. Gut, dass Bayerns Ministerpräsident uns wieder den Frohsinn ins Gedächtnis rief. Der bekam am Sonntag den Fastnachtsorden »Wider die Neidhammel«. Horst Seehofer zeigte sich sehr aufgeräumt, nannte den Neid die größte Auszeichnung, die einem zuteil werden könne - un...

Notstand

Was uns hier als »polizeilicher Notstand« in der Provinz verkauft werden soll, könnte sich leicht zu einem allgemeinen Notstand deutscher Demokratie entwickeln.

Schwere Gefechte in jemenitischer Hauptstadt

Sanaa. Nach schweren Gefechten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sollen sich schiitische Huthi-Rebellen und die Armee auf eine Feuerpause geeinigt haben. Eine entsprechende Waffenruhe sei am Nachmittag in Kraft getreten, teilte Jemens Informationsministerin Nadia Sakkaf im Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Seit den frühen Morgenstunden war es zu Zusammenstößen zwischen der Armee und den Huthi...

Pegida-Führung leitet Aufmärsche nach Leipzig um

Berlin. Nach der Demonstrationsabsage für den gestrigen Montagabend hat der Dresdner Pegida-Verein seine politischen Forderungen bekräftigt, zugleich jedoch Dialogbereitschaft signalisiert. Nach angeblichen Terrordrohungen hatte die Polizei für den Montag alle Demonstrationen in der Elbestadt verboten. Die Aussetzung des Aufzugs bedeute nicht, dass sich die Bewegung »mundtot« machen lasse, sagte M...

Wer kämpft, der wächst

Berlin. Während die letzten Abschlüsse der Tarifrunde 2014 noch nicht lange zurückliegen und das vergangene Jahr bilanziert wird, machen in Thüringen die Metallarbeiter schon wieder Druck mit Arbeitsniederlegungen. In Baden-Württemberg und Bayern wird schon seit letzter Woche für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie verhandelt; in Berlin beginnen die Gespräche am heutigen Dienstag, i...

Seite 2

Muslime und der Regenwald

Wer es zur Talk-Runde von Günther Jauch geschafft hat, ist angekommen im Polit-Zirkus der »Mainstream«-Medien. Dass die Sendung wenig dazu taugen wird, Pegida zu entzaubern, war allerdings schon vorher abzusehen.

Velten Schäfer

Rechtsdrehende Protestneulinge

Eine Gruppe um den Bewegungsforscher Dieter Rucht hat Pegida-Teilnehmer befragt. Beinahe neun von zehn würden AfD wählen.

ndPlusMichael Bartsch, Dresden

Pegida demonstriert zu zweit vor der Presse

Den Tag, an dem wegen angeblicher islamistischer Terrorgefahr alle Kundgebungen in Dresden verboten wurden, nutzte Pegida zum ersten Presseauftritt - in der Landeszentrale für Politische Bildung.

Seite 3

Wie Nazis ausgetrickst wurden

Es geht um Reintegration. In Gesprächen arbeiten Neonazis, die an ihrem Weltbild zweifeln, ihre persönlichen Erfahrungen und ihre in der Vergangenheit begangenen Verbrechen auf. Zudem erhalten sie Hilfe bei der Neugestaltung ihrer persönlichen Beziehungen sowie im schulischen oder beruflichen Alltag. Mehr als 500 Menschen hat »Exit Deutschland« auf diesem Weg nach eigenen Angaben bereits aus de...

»Es wäre schön, wenn sie mir vergeben«

1999 zog tötete Johannes Kneifel mit einem anderen Jugendlichen einen Menschen. Im Gefängnis findet Kneifel schließlich neue Freunde. Die geben ihm eine zweite Chance. Es sind Mithäftlinge mit Migrationshintergrund.

Seite 4
ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Krieg ohne Frieden

Vor dem neuen Waffengang in der Ostukraine platzte erst ein Gipfel von Frankreich, Deutschland, Russland und der Ukraine. Wenn es mit Gesprächen und Einsicht nichts wird, dann eben mit Gewalt, so die erschreckende Logik.

Zynische Abwägung

Es ist noch keine Woche im neuen Jahr vergangen, in der nicht tödliche Drohnenangriffe in Pakistan vermeldet werden. US-Präsident Obama weitete sie massiv aus - für 2015 ist das Schlimmste zu befürchten.

Wo der Spaß aufhört

Müssen Zeitungen die Karrikatur des Magazins Charlie Hebdo abdrucken? Wenn es nach dem Charlie-Chefredakteur geht, ist es eine Pflichtübung der Meinungsfreiheit. Lächerlich findet unser Kommentator.

ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Eingebürgert

Als der Geiselnehmer Amedy Coulibaly wild um sich schießend in den jüdischen Supermarkt an der Pariser Porte de Vincenne eindrang, handelte Lassana Bathily blitzschnell. Der Lagerarbeiter, der die Räumlichkeiten gut kannte, drängte eine Gruppe von Kunden, darunter eine Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm, die Kellertreppe hinab in zwei Kühlräume, deren Aggregat er abschaltete. Der Gruppe schlug B...

Die Rückkehr des Humors

Vor noch nicht allzu langer Zeit schämte ich mich, wenn ich nach meinem Beruf gefragt wurde. Heute ist das anders. Werde ich nun gefragt, antworte ich voller Stolz: »Ich mache irgendwas mit Satire« und ernte bewundernde Blicke.

Seite 5

Die Kleinen sind stabil

Neben den drei größten der acht DGB-Gewerkschaften stehen noch die fünf kleineren mit Zahlen zwischen knapp 300 000 und 173 000 Mitgliedern. Die größte der kleineren, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umelwelt (IG BAU), stellt ihre Zahlen erst Anfang Anfang vor, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) freute sich Ende des Jahres 2014 wieder über Z...

Jörg Meyer 
und Hans-Gerd Öfinger

Arbeitskampf bringt Mitglieder

Bei der Tarifeinheit sind sich die DGB-Schwestern nicht grün. Das liegt wohl auch an der Einsicht, dass durch erfolgreiche Tarifauseinandersetzungen auch erfolgreich Mitglieder gemacht werden können.

ndPlusJörg Meyer
und Hans-Gerd Öfinger

Den Großen geht es so weit gut

Die Jugend ist gut organisiert, doch bei der Wahrnehmung, dass die Gewerkschaften gesellschaftlich auch wirklich etwas erreichen, scheint es noch zu hapern.

Seite 6

Wachsender Druck auf Werktätige

Genf. Einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge wächst die Arbeitslosigkeit weltweit weiter an. Alleine im laufenden Jahr sollen dem Bericht zufolge, der am Dienstag in Genf vorgestellt werden soll, weitere drei Millionen Menschen ihre Arbeit verlieren, bis 2019 kämen weitere acht Millionen hinzu. Ende 2014 waren weltweit 201 Millionen Menschen ohne Arbeit. Mehr als jeder ...

Gericht verhindert Abschiebung

Berlin. Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Asylpraxis Ungarns scharf kritisiert und Abschiebungen in das EU-Land vorerst gestoppt. Zur Begründung hieß es in einem am Montag veröffentlichten Beschluss des Gerichts, Ungarn verstoße mit seiner Praxis, Asylbewerber »nahezu ausnahmslos in Asylhaft zu nehmen«, gegen die EU-Grundrechtecharta und das individuelle Recht auf Freiheit. Damit stoppte das...

ndPlusSebastian Haak, Erfurt

Staatsfernsehen im Thüringer Format

Ein Thüringer TV-Sender begleitet Bodo Ramelow in den ersten Tagen seiner Amtszeit. Thüringens Ministerpräsident darf sich dabei selbst kommentieren. Das finden nicht mal bei Rot-Rot-Grün alle toll.

ndPlusRené Heilig

EU-Geheimdienst? Ein alter Hut!

Zu Wochenbeginn trafen sich die EU-Außenminister, um über Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf zu beraten. Parallel gibt es Forderungen nach einem EU-Geheimdienst. Den gibt es aber bereits.

Seite 7
Wolf H. Wagner, Florenz

Roms Justiz greift durch

Das italienische Innenministerium gab bekannt, neun Personen aus dem Land zu weisen, die verdächtigt werden, islamistischen Zellen anzugehören. Etwa 150 weitere Personen werden überwacht.

ndPlusMeike Stolp, London

Britinnen locken in den Dschihad

Britische IS-Kämpferinnen nutzen von Syrien aus soziale Medien, um radikalislamische Frauen in Großbritannien für den Dschihad im eigenen Land zu mobilisieren. Die Regierung zeigt sich besorgt.

Kooperation mit islamischer Welt

Europa braucht im Kampf gegen den islamistischen Terror die Kooperation mit der islamischen Welt. Unterdessen reißen die Proteste von Muslimen gegen das Magazin »Charlie Hebdo« nicht ab.

Seite 8

Tod eines Anklägers

Der Tod eines Staatsanwaltes erschüttert Argentinien. Der Ermittler erhob brisante Vorwürfe gegen Staatschefin Kirchner.

Treffen mit Dissidenten

Es gibt weitere Bewegung in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba. US-Politiker trafen sich in Havanna mit Dissidenten.

Markus Schönherr, Kapstadt

Die Sambier haben die Korruption satt

Drei Monate nach dem Tod von Präsident Sata wählt Sambia am heutigen Dienstag ein neues Staatsoberhaupt. Der Vertreter der Regierungspartei ist Favorit, aber keineswegs konkurrenzlos.

Seite 9
Bengt Arvidsson, Stockholm

Norwegen fürchtet eine Rezession

Experten warnen wegen fallender Ölpreise erstmals vor einer Wirtschaftskrise. Die Regierung gibt Entwarnung: Das Land besitzt mit dem Ölfonds eine starke Reserve.

ndPlusThomas Trares

Wirtschaftskrise oder Konjunkturprogramm?

Rohöl ist immer billiger zu haben. Doch die Gründe für den Preisrückgang sind umstritten - und ebenso die Auswirkungen. Auch linke Ökonomen sind sich in der Bewertung des Ölpreisverfalls nicht einig.

Seite 10

USA locken weiter kubanische Ärzte

Sie haben sich in der Vergangenheit immer wieder mit Kubas Gesundheitssystem und den internationalen Missionen beschäftigt. Das hat auch die US-Presse jüngst getan, auf den Einsatz der kubanischen Ärzte gegen Ebola in Westafrika hingewiesen und auf eine anachronistische Politik. Ist die Kritik berechtigt? Ja, denn es macht keinen Sinn, auf der einen Seite nach besseren Beziehungen zu rufen und auf...

Roland Bunzenthal

Paten oder Taten

Der Markt der Spendensammler ist umkämpft. Das Marketinginstrument Patenschaft ist dabei en vogue. Klassische Hilfsorganisationen geraten dabei ins Hintertreffen.

Seite 11

LINKE benennt Kandidaten für Bezirksposten

Die Basis des Bezirksverbandes der Linkspartei von Treptow-Köpenick hat seine Kandidaten für die freigewordenen Posten des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters und eines Jugendstadtrats benannt. Auf einer Versammlung am Freitagabend bestimmte die Basis als Nachfolger für Ines Feierabend, die als Staatssekretärin nach Thüringen gewechselt war, den bisherigen Jugendstadtrat Gernot Klemm. Der desi...

Teltower Rüben aus Texas

Teltower Rübchen aus Texas und Spreewaldgurken aus Kalifornien. Das ist unvorstellbar, aber nicht unmöglich. Eine Bundesregierung, die das zulassen würde, müsste sich eine Gurkentruppe schimpfen lassen.

Polizeischutz für Bärgida

Die Berliner Polizei hat Vorwürfe zurückgewiesen, sich angesichts einer möglichen Terrorgefahr nicht ausreichend um die Sicherheit in der Hauptstadt zu kümmern. »Wir prüfen die Gefährdungslage fortwährend und wir tun alles für die Sicherheit der Stadt und auch unserer Mitarbeiter«, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Montag. Nach den Terroranschlägen von Paris hatte die Gewerkschaft der Polize...

Piraten: Keine neuen Aufträge an Pewobe

Das Land Berlin solle künftig Bau und Betrieb von Flüchtlingsunterkünften nicht mehr Gierso Boardinghaus GmbH und der Pewobe GmbH überlassen - die Firmen waren wegen des Vorwurfs der Vetternwirtschaft in Kritik geraten.

Nick Kaiser

Berlin hat Behandlungsbedarf

Trotz bundesweiter Bestwerte bei der schulpsychologischen Versorgung müssen sich die Berater aus Sicht ihres Berufsverbandes auch in Berlin noch um zu viele Schüler kümmern.

ndPlusBernd Kammer

Mehr Wohnungen, mehr Dialog

Nach gut einem Monat im Amt präsentierte der Stadtentwicklungssenator am Montag sein Arbeitsprogramm - Bezahlbare Wohnungen sind das Hauptthema, dem sich Andreas Geisel (SPD) widmen will.

Seite 12

Loch an Loch

Mit 10 Stundenkilometer übers Schlagloch: Der ADAC kritisiert die Missstände, die dafür sorgen, dass Straßenschäden nicht behoben werden.

Begehren steht vor Erfolg

Das Bürgerbegehren zur Bebauung des Freudenberg-Areals in Friedrichshain hat offenbar die notwendige Unterschriftenzahl für einen Bürgerentscheid erreicht.

Vandalismus und Verspätung bei der S-Bahn

Unbekannte haben am Wochenende einen S-Bahn-Wagen der Linie S1 verwüstet. Die Bilanz: Zwölf Scheiben, 23 Windfänge, sechs Türscheiben und ein Licht wurden zerstört. Nach Polizeiangaben vom Montag beläuft sich der Schaden auf rund 15 000 Euro; der Zug musste zur Reparatur aus dem Verkehr gezogen werden. Die Täter wüteten am frühen Sonntagmorgen zwischen 3.20 Uhr und 3.55 Uhr zwischen den Bahnhöfen ...

ndPlusSteffi Bey

Karlshorster kaufen mit »Karla«

Virtuell durch Karlshorst flanieren und dabei Geschäfte, Restaurants, Dienstleister oder Spielplätze und Kulturangebote entdecken. Möglich machen soll das eine mobile App, die gerade entsteht.

Seite 13

Wahrzeichen im Nebel

Düsseldorf. Trübe Aussichten: Zwei Jogger laufen in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf am Rheinufer entlang, hinten im Nebel ist der Rheinturm zu sehen. Mit 240,50 Metern ist er das höchste Bauwerk der Stadt und der zehnthöchste Fernsehturm in Deutschland. Von 1978 bis 1982 erbaut, dient er sowohl als Träger von Antennen für Richtfunk, DVB-T-Fernsehen und UKW-Funkdienste als auch als...

Woidke steht zur Spreewaldgurke

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich auf der Grünen Woche in Berlin für die Bewahrung regionaler Produkte stark gemacht. Beim Besuch der Brandenburg-Halle forderte er am Montag angesichts des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA den Schutz auch so traditioneller Erzeugnisse wie der Spreewaldgurke. »Eine Spreewaldgurke aus Kalifornien wird es mit uns ni...

Prozess soll Missbrauch aufklären

Nach wochenlanger Suche im Spreewald findet die Polizei einen verschwundenen, geistig Behinderten. Dann taucht ein grausiger Verdacht auf. Ein Prozess soll Aufklärung bringen.

Werbung mit polierter Pracht

Die Prachtbauten von Herzögen und Adel gehören zum schönsten Erbe Mecklenburg-Vorpommerns. Sie zu erhalten, kostet mehr als ein Vermögen. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr Schloss Bothmer.

Jürgen Drewes, Papendorf

Rübenberge verderben am Straßenrand

Noch immer lagern wahre Rübenberge an vielen Straßenrändern in Mecklenburg-Vorpommern. Steven Hirschberg, Vizechef der Agrargenossenschaft Papendorf im Landkreis Rostock, wirft eine schwarze Zuckerrübe nach der anderen von einem riesigen Stapel in Richtung Abfallhaufen. »Die kann ich alle vergessen«, sagt er. Bereits im Oktober wurden die Rüben geerntet. Insgesamt waren es im Unternehmen gut 4000 ...

ndPlusDieter Hanisch, Kiel

Von der Nützlichkeit des Lesens

Ein seltener Vorgang, in Kiel jedoch geschehen: Die Regierungsparteien verwarfen im Finanzausschuss des Landtages einhellig ein Sparvorhaben der eigenen Finanzministerin. Die Opposition spottet.

Andreas Fritsche

Kluge Köpfe statt leere Häfen

In den Jahren 2014 bis 2020 erhält Brandenburg 43 Prozent weniger EU-Mittel. Das Fördergeld soll konzentriert eingesetzt werden.

Seite 14

Programm der 65. Berlinale komplett

Insgesamt 19 Filme konkurrieren in diesem Jahr um die Goldenen und die Silbernen Bären, wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin (5. bis 15. Februar) am Montag mitteilten.Gleichzeitig gab die Berlinale die letzten fünf noch fehlenden Titel für den Wettbewerb bekannt, darunter die chilenische Produktion »The Club« von Pablo Larraín (»No«) sowie »Sworn Virgin«, ein Debütfilm der Italienerin Lau...

Verschwundene Erinnerung

Der Film beginnt mit Bertolt Brecht. Ein aus dem Off gesprochenes Gedicht beschreibt das Verschwinden eines Mannes und wie auch das Warten verschwindet und schließlich die Erinnerung daran. Thomas Heises »Städtebewohner« handelt von Verschwundenen. Denn sie »bewohnen« einen ganz bestimmten Teil der Stadt Mexico-City, sie wohnen im Gefängnis. Die Akademie der Künste (Hanseatenweg 10) zeigt »Städteb...

Walter Kaufmann

Viel Spaß mit Klaus Stuttmann

Auf dem Cover von Stuttmanns Politischen Karikaturen 2014 sieht man die Kanzlerin einen übergroßen Globus stemmen, aus dem es allerorts explodiert - die Kanzlerin aber ruft unverzagt: Endlich Weltmeisterin! Schön und gut - man muss gesehen haben, wie dieser Stuttmann das frech-satirisch umsetzt! Und auch einen lässig-fröhlichen Klaus Wowereit zeigt, der sich nach dem Volksentscheid zum Tempelhofer...

Magier der Modefotografie

Von Claudia Schiffer bis Lady Gaga - Mario Testino (60), der »Magier der Modefotografie«, zeigt seine europaweit erste Ausstellung in Berlin. Unter dem Titel »In Your Face« vermitteln die rund 130 oft großformatigen Werke in der Kunstbibliothek am Kulturforum die Respektlosigkeit, Eleganz und Kreativität des Künstlers, wie Museumsdirektor Moritz Wullen am Montag bei der Vorstellung sagte. Zu sehen...

Schneeschuh-Touren mit der Taschenlampe

Bayerns Bergwacht wurde 2014 zu deutlich weniger Einsätzen gerufen als 2013. Ein wichtiger Grund dafür war der schneearme Winter. Die Schneesituation löste indes neue Entwicklungen im Wintersport aus.

ndPlusSebastian Haak, Erfurt

Polizei will »Prügelheinz« ersteigern

Er ist wieder da - der Aufsteller, mit dem die Linksjugend im Thüringer Landtagswahlkampf für einen Eklat sorgte. Jetzt soll er versteigert werden. Die Gewerkschaft der Polizei bietet mit. Der »Prügelheinz«, so schreiben die Aktivisten der linken Jugendorganisation Solid, sei aus hochwertigem MDF-Pressholz gefertigt. Und er habe eine bewegte Geschichte: Mit diesem lebensgroßen Aufsteller habe man ...

Birgit Reichert, Ürzig

Betonstelzen durchs Paradies

Seit gut drei Jahren ist die umstrittene Riesenbrücke über das idyllische Moseltal im Bau. Ab 2018 soll der Verkehr rollen, doch Zweifel an der Statik des Bauwerks gibt es noch immer.

ndPlusKlaus Hammer

Visuelle Bildgedichte

Seit 1981 fand der Künstlerpoet Gerhard Altenbourg, der sich schon vorher allen zeichnerischen und grafischen Ausdrucksmöglichkeiten zugewandt hatte, auch zur Radierung. Der Chemnitzer Grafiker und Drucker Thomas Ranft besorgte ihm beschichtete Zinkplatten, die Altenbourg mit der »kalten« Nadel, aber auch ganz unkonventionell mit Schere, Messer oder Nagel, bearbeitete. Sein Radierungs-Hauptwerk, d...

Seite 15

Zentrum rund ums Bauhaus

Im Max-Liebling-Haus in Tel Aviv soll ein deutsch-israelisches Zentrum entstehen. Ziel des bilateralen Projekts ist es, das gemeinsame Erbe der Bauhaus-Kultur in der »weißen Stadt« zu erhalten. Anlass ist dabei der 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern.Das 1909 gegründete Tel Aviv hat mit mehr als 4000 Häusern weltweit die größte Ansammlung von Gebäuden ...

ndPlusGunnar Decker

Der Traum vom Anders-Leben

Mit Ernesto Cardenal kam im Jahr 1979 die sandinistische Revolution zu uns. Wie zuvor Louis Corvalan aus Chile oder Angela Davis aus den USA. Ikonen der Revolution - für DDR-Schülerphantasien vor allem aber Sendboten einer Ferne, die unerreichbar schien. Mit Cardenal kam auch ein Wort zu uns, das man heute kaum noch hört: Befreiungstheologie. Ist das mehr als ein romantischer Traum, wie ihn Poe...

Seite 16

»Nachwuchs passt sich an«

Hans W. Geißendörfer (73), Vater der »Lindenstraße«, geht hart mit dem Regisseurs- und Drehbuchautorennachwuchs ins Gericht. Ihn enttäusche an den jungen Leuten, »dass sie sehr anpassungsfähig sind - sie gehen schnell Kompromisse ein, um ihre Finanzierung zu bekommen. Das war bei uns anders«, sagte der Regisseur und Produzent der »Saarbrücker Zeitung« (Montag). »Den jungen Leuten heute kommt es vo...

Witwe des Aldi-Erben sagt aus

Am achten Verhandlungstag im Betrugsprozess gegen den prominenten Kunstberater Helge Achenbach trat die Witwe des 2012 gestorbenen milliardenschweren Aldi-Erben Berthold Albrecht als Zeugin auf. Babette Albrecht brachte die Ermittlungen gegen Deutschlands bekanntesten Kunstberater in Gang: Nach dem Tod ihres Mannes prüfte sie Achenbachs Einkaufsrechnungen für millionenschwere Kunst und Oldtimer un...

Verurteilt, an mir selbst zu zweifeln

oachim John, 1933 in Tetschen (Děčín) geboren, ist Maler, Grafiker, Dichter und Autor. Zu Johns jüngsten Publikationen 
zählen »Bube John«, »Kuckuck« und Zeichnungen zu Franz 
Kafkas »Die Verwandlung«.

Seite 17

TV-Krimis schüren Ängste

Der Kriminologe Christian Pfeiffer (70) sieht in der großen Zahl von Fernsehkrimis eine Ursache für eine übertriebene Angst der Deutschen vor Gewaltverbrechen. Deutschland sei noch nie so friedlich gewesen wie jetzt, sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen dem »Hamburger Abendblatt«. Es werde jedoch kaum wahrgenommen, in welch hohem Maße Tötungsdelikte, Sexualmorde ...

Guido Speckmann

Arbeit und Ausbeutung

Das war zu vermuten: Die Anzeigenabteilung der »Süddeutschen Zeitung« schreibt über ihre Leser folgendes: »Der typische SZ-Leser verfügt gleichermaßen über ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau und Einkommen. 51 Prozent der Leserschaft hat ein monatliches Haushalts-Nettoeinkommen von über 3000 Euro zur Verfügung.«Folgendes jedoch verwundert: Der gemeine SZ-Leser scheint sich für den Hauptw...

Seite 19
ndPlusKlaus Weise

Neue Trainer, neues Glück

So viel Wasserball war lange nicht in den Medien. Auf die meisten Schlagzeilen hätte die Branche jedoch lieber verzichtet: Spielerrevolte, Brandbrief, Trainersturz hießen die Stichworte. Mit der Ausschusssitzung der Deutschen Wasserball-Liga am Wochenende in Kassel wurde nun erst mal ein Schlussstrich gezogen, wenn auch nur auf Zeit. So wurde beschlossen, dass der Slowake Milan Sagat, bisher Co-Tr...

Erik Eggers, Doha

Lässige Neandertaler

Zwei Spiele, zwei Siege: Nach den WM-Auftakterfolgen gegen Polen und Russland gehen die deutschen Handballer entspannt und selbstbewusst ins Spiel gegen Dänemark.

ndPlusThomas Dudek

Wenn sich Profis Geld leihen

Große Ausgaben, kaum Einnahmen: Die russische Wirtschaftskrise erreicht nun auch den Fußball. Doch die akuten finanziellen Probleme sind auch der Strukturschwäche in Russlands Fußball geschuldet.

Seite 20

Reinwaschen in gesegnetem eisigen Wasser

Moskau. Mit dem rituellen Eisbaden haben sich in Russland Hunderttausende orthodoxe Christen symbolisch von ihren Sünden reingewaschen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nahmen allein in der Hauptstadt Moskau am Montag rund 150 000 Menschen an dieser Tradition teil. In Badekleidung sprangen die Gläubigen in eiskalte Flüsse, Teiche oder künstliche Becken. Patriarch Kirill segnete das Wa...

Nussaffäre vor Gericht

Seoul. In der Affäre um Nüsse an Bord einer Korean-Air-Maschine hat am Montag der Prozess gegen die Tochter des Chefs der südkoreanischen Fluggesellschaft begonnen. Begleitet von großem Medieninteresse wurde die 40-jährige Cho Hyun Ah in Häftlingskleidung ins Gericht gebracht. Mit gesenktem Kopf beantwortete sie im Flüsterton Fragen. Der Ex-Managerin von Korean Air Lines (KAL) werden Nöti...

ndPlusAhamadou Cisse, Conakry

Mali erklärt sich frei von Ebola

In Mali können die Menschen aufatmen. Die Ebola-Epidemie ist vorbei. Im benachbarten Guinea öffneten nun die Schulen wieder. Das neue Schuljahr begann hier mit einer viermonatigen Verspätung.