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Roland Etzel

Methode Wahnsinn

Die Kriege in Nordafrika und Nahost gebären immer abscheulichere Gräueltaten. Seit es technisch zu handhaben ist, nutzen die Mordmilizen moderne Medien, um das Grauenhafte ihrer Verbrechen in Szene zu setzen.

Nach Morden an Christen attackiert Ägypten Islamisten

Kairo. Nach der Enthauptung ägyptischer Christen in Libyen durch die IS-Terrormiliz wird der Ruf nach einem Eingreifen des UNO-Sicherheitsrates laut. Die internationale Gemeinschaft müsse neue Maßnahmen ergreifen, um das Vordringen des IS in dem Bürgerkriegsland zu verhindern, hieß es am Montag nach einem Telefongespräch der Präsidenten Frankreichs und Ägyptens, François Hollande und Abdel Fatt...

Athener Regierung bittet um Zeit für einen Neustart

Brüssel. Mit weit auseinander liegenden Positionen sind Griechenland und die Euro-Länder am Montagnachmittag in die Gespräche über einen möglichen Kurswechsel in der Krisenpolitik gegangen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich zum Auftakt eines Treffens der Euro-Finanzminister in Brüssel »sehr skeptisch« und sprach von einem »Pokerspiel« Athens. Erneut wies er die Forderunge...

Die Schande von Sarre-Union

Berlin. Zwischen 15 und 17 Jahre alt sind die mutmaßlichen Täter, die die Polizei am Montag im ostfranzösischen Sarre-Union in Gewahrsam genommen hat. Sie werden verdächtigt, 250 Gräber auf dem jüdischen Friedhof der Gemeinde geschändet zu haben. Überwiegend hätten sie Grabsteine umgeworfen oder beschädigt, berichtete der Staatsanwalt. Auch ein Denkmal für die Opfer des Holocausts am Eingang de...

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Kein Frieden für Debalzewo

Die Friedenslösung für die Ukraine wurde Montag mit Gefechten infrage gestellt. Schwere Waffen werden vorerst nicht abgezogen.

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Erfolg im Westen: Die LINKE legt zu

Berlin. Eine der ersten Reaktionen zum Ergebnis der Linkspartei kam am Wahlabend von Sachsens Landeschef Rico Gebhardt über Twitter: »Cool, die LINKE kann auch im Westen noch Wahlen gewinnen.« In Niedersachsen war die Partei 2013 aus dem Landtag geflogen, in Hessen blieb sie mit leichten Verlusten drin, in Bayern kam sie nicht einmal in die Nähe eines Einzugs. In Hamburg schaffte die LINKE nun nic...

ndPlusFolke Havekost, Hamburg

Rot und Grün und Gelb im Nacken

Olaf Scholz braucht einen Juniorpartner zum Regieren. Der sollen die Grünen sein, die sich aber nicht zu billig einkaufen lassen wollen. Diskussionsstoff gibt es für die Verhandlungen genug.

Aert van Riel

Vom Totengräber zum Heilsbringer

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz wird nach seinem Wahlsieg als neuer Hoffnungsträger der SPD gefeiert. In der Bundespolitik hätte er allerdings mehr Schwierigkeiten als in der Hansestadt.

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Stephan Fischer

Zwei Millionen Stunden nur für Fußball

Fehlende Polizei kann irritieren: »Ortsunkundige HSV-Fans mussten am Kölner Hauptbahnhof Passanten nach dem Weg fragen, weil dort, anders als früher, keine Polizei stand, um sie ins Stadion zu begleiten.« Für Ralf Jäger, SPD-Innenminister von Nordrhein-Westfalen, zeigt die Orientierungslosigkeit der Fans zu Beginn der Fußballsaison 2014/15 den Erfolg seines Projekts: Den Weg ins Kölner Stadion ...

ndPlusStephan Fischer

Eine Polizeikette ist auch eine Ansage

Rote Weste, Zuhören, Reden - das ist die Ausrüstung der beiden Konfliktmanager. Anke Dlugosch und Oliver Rössing sind Polizisten - handeln aber eher als "Dolmetscher" zwischen ihren Kollegen und den Fans.

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ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Druck auf alle

Allzu einseitig wurde der Minsker Frieden für die Ostukraine nach westlicher Lesart einzig und allein Russland und den Aufständischen abgetrotzt. Dabei haben Kräfte der Kiewer »Freiwilligenbataillone« ihre eigene Marschrichtung.

ndPlusGrit Gernhardt

Strom für jeden!

Ein Leben ohne Strom ist in der heutigen Welt kaum möglich, deshalb ist Energie kein Luxusgegenstand, sondern gehört zum Grundbedarf. In der Praxis aber gilt das wieder einmal nicht für Hartz-IV-Bezieher.

Christian Klemm

Linderung, keine Heilung

Auch 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz fürchten viele Juden in Deutschland wieder um ihr Leben. Ein Umstand, der eigentlich alle Deutschen mit Scham erfüllen sollte. Tut er aber nicht.

Sarah Liebigt

Fähnchen im Wind

Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel Waffenlieferungen für den Krieg gegen den Islamischen Staat gutheißt, wechselt eine Pazifistin zur CDU. Der Weg der Denise Marx ist ein wechselhafter. In den 1990ern war sie Mitglied der Grünen, die hatte sie wegen deren Unterstützung von Kriegseinsätzen der Bundeswehr verlassen, um zur PDS zu wechseln. Von dort schwenkte sie zurück zu den Bündnisgrünen,...

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ndPlusChristian Klemm

Furcht um die eigene Sicherheit

Nach dem Kopenhagener Anschlag und der Verwüstung jüdischer Gräber im Elsass fürchten Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland um ihre Sicherheit. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu veranlasst, ihnen den Schutz der zuständigen Behörden zu versichern. Die Bundesregierung, die Landesregierungen und alle Verantwortlichen täten alles dafür, dass die Sicherheit jüdischer Einrichtungen und ...

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ndPlusBirgit Gärtner

Der Henker hat frei

Tom Wolf, der Gouverneur des US-Bundesstaates Pennsylvania, hat die Vollstreckung der Todesstrafe ausgesetzt. Hintergrund ist die für Anfang März geplante Hinrichtung von Terrence Williams.

René Heilig

Schluss mit lustig

Karneval gehört zu Deutschland. Offenbar. Mit Rosenmontagszügen an Rhein und Main hatte der Straßenkarneval seinen Gipfel erreicht. Trotz der Absage des närrischen Treibens in Braunschweig.

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Hermannus Pfeiffer

Die Furcht vor einem »Grexit«

Was passiert, wenn die Euro-Rettung schief geht und Griechenland wieder die Drachme einführen würde? Dies hat die Commerzbank in einer Studie untersucht.

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Machtkampf in Jemen erfasst jetzt Aden

Aden. Im Kampf um die Macht in Jemen haben Anhänger des gestürzten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi Verwaltungsgebäude in der südjemenitischen Hafenstadt Aden erobert. Die Bewaffneten hätten nach mehrstündigen Gefechten die Häuser von den Sicherheitskräften übernommen, berichteten Augenzeugen am Montag. Mehrere Polizisten seien festgenommen worden, auch das örtliche Rundfunkgebäude und das Energ...

Olaf Standke

Verstrahlte Zukunft

Die Marshallinseln leiden bis heute unter den Folgen der US-Atomtests auf dem Archipel in den 50er Jahren. Der Inselstaat verklagt deshalb die acht Atommächte auf nukelare Abrüstung. Doch die wehren sich mit juristischen Tricks.

Silviu Mihai, Budapest

Orban schaukelt zwischen Moskau und Brüssel

Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen den Budapest-Besuchen von Angela Merkel und Wladimir Putin? Gastgeber Viktor Orban scheint daran zu glauben, doch sein Spielraum ist gering.

ndPlusMirco Keilberth, Tripolis

Expansion des IS in Libyen schreitet voran

Der Mord an 21 Ägyptern im libyschen Küstenort Sirte hat zu empörten Reaktionen geführt. Die Gastarbeiter waren auf ihrer Rückkehr nach Ägypten entführt und nun enthauptet worden.

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Regelsatz zu niedrig für Stromkosten

Die Hartz-IV-Regelsätze reichen einer Analyse zufolge bei weitem nicht aus, um die Stromkosten zu decken. Durchschnittlich 116 Euro müssen Bezieher von Arbeitslosengeld II dafür im Jahr zusätzlich aus eigener Tasche aufbringen.

ndPlusJohn Dyer, Boston

Amazon muss am Boden bleiben

Die US-Aufsichtsbehörde für Luftfahrt will keine Drohnen für den Transport von Paketen zulassen, wie sie Amazon plant.

Jörn Boewe

Billiges Benzin statt höhere Löhne

Die Gewerkschaften möchten den Lohnabstand der öffentlich Bediensteten gegenüber den Beschäftigten in der Privatwirtschaft verkleinern. Für »realitätsfern« halten dies die Arbeitgeber.

Grün statt Beton

Die Groth-Gruppe will am Rand des Mauerparks 700 meist höherpreisige Wohnungen bauen. Doch sowohl an dem geplanten Bauareal als auch an der versprochenen Ausgleichsfläche regt sich die Kritik der Anwohner.

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Martin Ling

Menschenrechte unter »ferner liefen«

Ganz abhalten ließ sich Frank-Walter Steinmeier nicht: Im Sprinttempo absolvierte er seine wegen der Ukraine-Krise eingedampfte Lateinamerika-Tour durch drei Länder, die vor allem eines verbindet: Sie sind interessant für die deutsche Wirtschaft. Das gilt für Brasilien, das mit São Paulo den größten deutschen Industriestandort weltweit beherbergt - rund 1000 deutsche Unternehmen produzieren dor...

ndPlusLisa Vives, New York

Schuldenerlass für Westafrika gefordert

Die UN-Wirtschaftskommission für Afrika hat die multilateralen Finanzorganisationen und die Regierungen aufgefordert, den Ebolastaaten Guinea, Liberia und Sierra Leone ihre Schulden zu erlassen. Es sei wichtig, den drei Ländern die »Luft zum Atmen« zu geben, die sie bräuchten, damit sich ihre Volkswirtschaften erholen könnten. Alle drei Länder gehören zu den 15 Schlusslichtern auf dem UN-Index ...

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Air Berlin muss »Olympia« streichen

Air Berlin muss das Wort »Olympia« auf dem Werbebanner eines ihrer Flugzeuge überkleben. Der Grund: Unternehmen, die nicht offizieller Partner des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sind, dürfen die Begriffe »Olympia« und »Olympische Spiele« für jede Form von Werbung nicht verwenden. Der DOSB und Air Berlin bestätigten am Montag einen entsprechenden Bericht der »Bild«-Zeitung.»Wir bleiben na...

Senat ließ 400 Millionen Euro verfallen

Die Senatsverwaltungen haben in den Jahren 2013 und 2014 rund 393 Millionen Euro an Investitionsmitteln nicht ausgegeben. Entsprechende Berichte der »Bild«-Zeitung und der »B.Z.« bestätigte die Finanzverwaltung am Montag. Im Jahr 2013 seien 272 Millionen Euro für geplante Investitionen aus den verschiedensten Gründen nicht abgerufen worden. Sie seien voll in die Schuldentilgung des Landes geflosse...

Sarah Liebigt

Pfannkuchen auf Hausspitzen

Ob die Olympiawerber aufhörten, verlieh man ihnen endlich eine Medaille für die hartnäckigste Werbung? Die Industrie- und Handelskammer, die Unternehmerverbände, die Berliner Kaufleute und Industriellen rotten sich zusammen, Entschuldigung, »bündeln ihre Kräfte«, um Stofffetzen für Olympia zu schwenken. Zitat: »In einer gemeinsamen Aktion demonstrierten die Hausspitzen der Partner Geschlossenhe...

Justizsenator will Verwaltung verbessern

Für eine schnellere und effizientere Verwaltung möchte Berlins Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU) die Zuständigkeiten von Senat und Bezirken neu regeln. »Viele Prozesse dauern zu lange, weil die Verantwortlichkeiten zu stark geteilt sind«, sagte Heilmann der »Berliner Morgenpost«. Im Kern müsste man Aufgabenkompetenz und Verantwortung zusammenfassen, forderte Heilmann. »Das...

Martin Kröger

Olympia kostet mit Sicherheit

Im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses ging es am Montag um »Sicherheit bei Sportveranstaltungen«. Nach den jüngsten Anschlägen bedarf es neuer Konzepte - die um einiges mehr kosten.

ndPlusBernd Kammer

Schkeuditz statt Schönefeld

Der BER wird bei der Eröffnung schon zu klein sein. Kein Problem, dann wird von Leipzig geflogen, sagt der Bundesverkehrsminister.

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Olympia-Pfannkuchen aus der JVA

Mit Pfannkuchen im Olympia-Look warb am Montag Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) in der Marheineke-Markthalle in Kreuzberg für Olympische Spiele in Berlin. Doch die Aktion kam bei vielen nicht besonders gut an.

winei

Märkische CDU gibt die rote Laterne ab

Als die notorisch schlechteste CDU Deutschlands hat der Landesverband Brandenburg bislang gegolten. Nach der Hamburger Bürgerschaftswahl gab er nun die rote Laterne ab.

ndPlusWilfried Neiße

Das Mädchen wollte zur Mutter

Drei Gemeinden behelligten das Verfassungsgericht mit einer Angelegenheit, zu der bereits ein Urteil gefällt wurde. Das Gericht verdonnerte sie zur Zahlung von jeweils 2000 Euro.

ndPlusAndreas Fritsche

Nazigegner rügen Polizeigewalt

Mit Schlagstöcken geprügelt, Reizgas gesprüht, gedrängelt und geschubst, die Notoperation einer jungen Frau verursacht - das Bündnis »Cottbus nazifrei« macht der Polizei schwere Vorwürfe.

Kerstin Ewald

Mit Recyclingsocken für Kurdistan

Im Dezember eröffnete in Neukölln ein außergewöhnlicher Laden. Mit ihm versucht eine Gruppe sportbegeisterter Linker neue Wege der globalen Solidarität.

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ndPlusWilfried Neiße

Das Mädchen wollte zur Mutter

Drei Gemeinden behelligten das Verfassungsgericht mit einer Angelegenheit, zu der bereits ein Urteil gefällt wurde. Das Gericht verdonnerte sie zur Zahlung von jeweils 2000 Euro.

Claudia Götze, Erfurt

Sehr kalt - Heim voll? Nicht überall.

Bei Frostgraden im Freien schlafen zu müssen, ist kein angenehmer Gedanke. Obdachlose in Thüringen müssen jedoch nicht befürchten, ohne ein Nachtquartier zu bleiben. Fast überall gibt es noch freie Plätze. »Selbst wenn es noch kälter wird, reichen unsere 35 Betten aus«, sagte etwa die Leiterin von Haus »Zuflucht« bei der evangelischen Stadtmission Erfurt, Silvia Voigt. Derzeit seien nicht mehr ...

Hendrik Lasch

Wo Kinder lieb und sehr teuer sind

Eltern in Sachsen-Anhalt müssen für die Kinderbetreuung mehr zahlen. Das Land weist die Schuld dafür von sich. Die Kommunen müssen präziser rechnen - und haben nichts mehr zuzusetzen.

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»Drei Räuber« rauben später

Das »Atze Musiktheater« sagt die für den heutigen Dienstag vorgesehene Vorstellung von »Die drei Räuber« sowie vorerst alle weiteren geplanten Aufführungen des Stückes ersatzlos ab. Bereits die Premiere am Sonntag fand nicht statt. Die Generalprobe habe gezeigt, dass das Stück »leider nicht rechtzeitig fertig geworden« sei, begründeten Theaterleiter Thomas Sutter und Regisseur Kay Dietrich die Ent...

120 000 Unterschriften sind nötig

Die Landesverfassung Mecklenburg-Vorpommerns unterscheidet zwischen Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden. Laut Artikel 59 »kann der Landtag durch Volksinitiative mit Gegenständen der politischen Willensbildung befasst werden«. Dafür sind insgesamt 15 000 Unterschriften von Wahlberechtigten nötig. Eine Volksinitiative kann auch einen begründeten Gesetzentwurf beinhalten. Einem Volks...

Briefe eines Outlaw- Journalisten

Zu einer exquisiten Buchpremiere lädt die Volksbühne am Rosa-Luxemburg am 19. Februar, 20 Uhr, in ihren Roten Salon. Unter dem Titel »Die Odyssee eines Outlaw-Journalisten - Es war ein brutales Leben, und ich habe es geliebt« stellen Sophie Rois, Axel Wandtke und Klaus Bittermann die Gonzo-Briefe von Hunter S. Thompson vor.Zum 10. Todestag von Hunter S. Thompson am 20. Februar wird eine Auswahl se...

Kameras für die besten »Knipser«

Auf Initiative von C/O Berlin haben sich während der 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin 13 junge Fotografen als professionelle Fotojournalisten auf die Jagd nach den besten Bildern am Roten Teppich, bei Empfängen und anderen besonderen Anlässen begeben. Ob Starporträts, die Ticketverkäufer der Berlinale oder der selbstkritische Blick auf die Eventfotografie - jeder der Nachwuchsfotografen h...

ndPlusLucía Tirado

Längst nicht abgehakt

Behutsam nähert sich Das Helmi zunächst Pier Paolo Pasolinis Werk, um die eigene Inszenierung »Große Vögel, kleine Vögel« letztlich nach dessen Art unbändig umzusetzen. Erkennbar intensiv hat sich das immer neu um einige Stammspieler formierende Puppentheaterensemble im Ballhaus Ost dafür mit dem Werk des linken italienischen Regisseurs beschäftigt. Fast wörtlich folgen anfangs Emir Tebatebai als ...

Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Ein Fall von chronischer Verstopfung

Die Sperrung der maroden Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz nervt Pendler. Und befeuert gleichzeitig die Debatte um Sanierungsbedarf und Kosten der Verkehrsnetze.

ndPlusUlf Vogler, Neusäß

An der Bäderkasse abgewiesen

Barrierefreiheit, Integration, Inklusion - seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, wie Behinderten das Leben erleichtert werden kann. Wie schwer das dennoch nach wie vor manchmal ist, zeigt derzeit ein Konflikt zwischen der bayerischen Stadt Neusäß und Angelika Höhne-Schaller. Die 55-Jährige ist fast blind, sie hat nur zehn Prozent Restsehkraft. Was für Millionen andere Menschen selbstverständ...

Schlechte Noten in direkter Demokratie

Mehrfach wurde in Mecklenburg-Vorpommern versucht, durch Volksabstimmungen Einfluss auf die Politik im Land zu nehmen. Doch selten ließen sich Regierungen dadurch von ihrem Kurs abbringen.

Manuela Lintl

Wo wollen wir lernen?

Zu sehen sind diese so unterschiedlichen Beispiele neuester Schularchitekturen in der Ausstellung »Klasse Schule. So baut die Welt« in der ifa-Galerie des Instituts für Auslandsbeziehungen.

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Hollywoods letzter French Lover

Hollywoods Charmeur Louis Jourdan ist tot. Der aus Marseille stammende Schauspieler, der unter anderem in »James Bond 007 - Octopussy« (1983) zu sehen war, starb am Samstag im Alter von 93 Jahren in Beverly Hills, wie sein offizieller Biograf Olivier Minne der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Jourdan (»Gigi«) sei der letzte »French Lover« Hollywoods gewesen, erklärte Minne. Jourdan war in etwa 8...

Lebendiges Erbe

Über 15 Jahre nach dem Tod Gerhard Gundermanns, der am 21. Februar 60 Jahre alt geworden wäre, zeigt eine Fülle von Veranstaltungen, wie lebendig sein musikalisches Erbe ist. Bereits ausverkauft sind die Sonderkonzerte von Dresen/Prahl & Band am Donnerstag in der Kulturkirche Neuruppin und am Samstag im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei. Ein Zusatzkonzert in der Kulturbrauerei wird es am Sonn...

Hans-Dieter Schütt

Man muss 16 geben

Der Humorist steht im Schatten des Komikers, der Scherz fühlt sich minderwertig gegenüber dem Witz. Will jemand als klug gelten, steht ihm der Schalk nicht gut zu Gesicht, der darf ihm höchstens im Nacken sitzen. Das jüngste Heft der Reihe »Poesiealbum« war Gertrud Kolmar gewidmet - was denn!, und jetzt Heinz Erhardt? Hui, hört man’s im Amt für hohe Maßstäbe knacken, denn da wird nun gewiss ...

Ralph Grüneberger

»Ihr Arbeiter, Bauern, Luftfahrtkader«

In der ursprünglichen Reihe »Poesiealbum« aus dem Verlag Neues Leben kam Majakowski gleich nach Brecht. Das war auch lange meine eigene Rangfolge der Dichter des 20. Jahrhunderts. Im Westen galten beide viele Jahre als bolschewistische Propagandisten. Gemeinsam haben sie auch die Zuwendung zur Luftfahrt. 1929/30, vier, fünf Jahre nach Majakowski, widmete sich Brecht in dem gemeinsam mit Elisabe...

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2 mal 1. Platz

Zwei Studenten der Musikhochschule Weimar haben beim internationalen Cello-Wettbewerb in Warschau den ersten Preis errungen. Zuzanna Sosnowska (21) und Maciej Kulakowski (18) hätten sich beim Lutoslawski-Ausscheid gegen etwa 50 Konkurrenten aus der ganzen Welt durchgesetzt, teilte die Hochschule am Montag mit. dpa/nd...

Mischt euch ein!

Literaturnobelpreisträger Günter Grass (87) ruft junge Autoren dazu auf, sich in politische Debatten einzumischen. »Jungen Autoren ist über die Feuilletons eingeredet worden, die Finger von der Politik zu lassen, weil das angeblich den Stil verdirbt«, sagte Grass der in Bielefeld erscheinenden »Neuen Westfälischen« vom Montag. »Das war und ist Unsinn.« Er beobachte inzwischen aber ein Umdenken und...

Cranach und die Reformation

Die Weimarer Klassik-Stiftung stellt 2015 die Malerfamilie Cranach in den Mittelpunkt ihrer Vorhaben. Mit der Jahresausstellung »Bild und Botschaft« solle die entscheidende Bedeutung von Thüringen und der Residenzstadt Weimar für die Reformation und deren Bildgebung verdeutlicht werden, sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann am Montag. In der Cranach-Ausstellung im Schillermuseum sollen vor alle...

Caroline M. Buck

Die Opfer leben weiter in Furcht

Als er in Indonesien Interviews zu führen begann, sei es ihm vorgekommen, als sei er in Nazi-Deutschland gelandet, erzählte Joshua Oppenheimer nach der Deutschland-Premiere von »The Look of Silence« auf der Berlinale. In einem Nazi-Deutschland der Gegenwart, das nie besiegt wurde und sich niemals für seine Massenmorde rechtfertigen musste. Wo die Täter herumlaufen und sich ihrer Taten brüsten - un...

ndPlusGuido Speckmann

»Zwischen Gucci und Gummistiefel«

»Her mit dem schönen Leben« - so lautete das Titelthema der ersten Ausgabe der Zeitschrift »Emotion Slow«. Damit hat das Entschleunigungsmagazin anscheinend das Bedürfnis vieler Menschen angesprochen.

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Beim Trällern an die Umwelt denken

Auch Umweltschützer sollen ihre Freude am Eurovision Song Contest (ESC) haben. Erstmals werde der kommende ESC am 23. Mai in Wien den ökologischen Vorgaben eines »Green Events« gerecht werden, sagte ORF-Intendant Alexander Wrabetz am Montag in Wien. Dazu gehöre, dass der Strom für den Veranstaltungsort aus regenerativen Energien stamme, Abfall möglichst vermieden und die umweltbewusste Mobilität g...

Auszeichnung für Jürgen Kaube

Der für das Feuilleton der »Frankfurter Allgemeine Zeitung« zuständige Herausgeber Jürgen Kaube erhält den Ludwig-Börne-Preis 2015. Dies teilte die Ludwig-Börne-Stiftung am Montag in Frankfurt am Main mit. Der Preisrichter Dan Diner begründete seine Wahl damit, dass Jürgen Kaube für »sein herausragendes schriftstellerisches Vermögen geehrt wird, die wissenschaftliche Kultur von Geist und Sache ...

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Volker Stahl, Hamburg

Zweifel am Olympiabekenntnis der Grünen

Hamburg steht vor Rot-Grün. Ob das Ende der sozialdemokratischen Alleinherrschaft an Alster und Elbe Auswirkungen auf die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen Spiele hat, ist noch offen.

ndPlusFrank Hellmann und Nina Jeglinski

Champions League im Exil

Der Ukraine-Konflikt betrifft auch den Fußball: Noch nie hat es in der Champions League eine sportpolitisch so verworrene Lage gegeben wie um den in der Ostukraine beheimateten Achtelfinalisten Schachtjor Donezk.

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ndPlusBengt Arvidsson, Stockholm

Sorgen über Intelligenz

Ausgerechnet PISA-Spitzenreiter Finnland ist über die Intelligenz seiner Jugend besorgt. Dabei hat diese über Jahrhunderte hinweg zugenommen. Bessere Nahrung, bessere Lebensverhältnisse und Gesundheitsversorgung haben stark dazu beigetragen, glauben Wissenschaftler. Doch seit 1997 nimmt sie in Finnland wieder ab. Langsam, aber stetig und messbar. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Univ...

Anna Maldini

In Rom gehts Bärten an den Kragen

Dass sich Papst Franziskus um Obdachlose kümmert, ist bekannt. Zuerst hat er auf dem Petersplatz öffentliche Duschen eingerichtet: Nun kam auch noch ein Friseur dazu.