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UNTEN LINKS

Wenn das so weitergeht, wird es noch eine innige Freundschaft zwischen Wolfgang Schäuble und Yanis Varoufakis. Schäuble ist nämlich gar nicht so; er lässt sich - anders als Andere - nicht von Äußerlichkeiten wie Lederjacke, Stiefeln oder fehlender Krawatte leiten. Nein, er schaut auf das Wesentliche, und dabei hat er festgestellt, dass der griechische Finanzminister sich ihm gegenüber »völlig k...

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Respekt

Boris Nemzow hätte eine würdigere Behandlung verdient, als sie ihm als Opfer des mörderischen Attentates nun zuteil wird. Statt einen Augenblick innezuhalten, wird durch die ruchlose Tat eine längst unter Hochspannung stehende und erbitterte politische Auseinandersetzungen nur befeuert.

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Neun Köpfe, sechseinhalb Stimmen

Das neunköpfige Gremium unter Vorsitz von Henning Voscherau ist mit jeweils drei stimmberechtigten Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmerseite besetzt sowie zwei beratenden, nicht stimmberechtigten Wissenschaftlern. Der Vorsitzende hat eine Stimme, wenn sich keine Mehrheit findet.VorsitzenderHenning Voscherau, Rechtsanwalt, ehemaliger Bürgermeister von HamburgArbeitnehmerseiteRobert Feige...

Jörg Meyer

Wenn der Chef betrügen will

Mit den jüngsten Lohnabrechnungen sehen Beschäftigte, wie sich ihr Lohn seit Einführung der gesetzlichen Untergrenze verändert hat. Unternehmer versuchen immer wieder, das Gesetz zu umgehen.

Fabian Lambeck

Mindestlohn ist Verhandlungssache

Eine Kommission soll die Auswirkungen der Lohnuntergrenze untersuchen und einen angemessen Mindestlohn festsetzen. Die Union will mehr.

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Axel Eichholz, Moskau

Reformer mit Charisma

Niemand habe sich noch am Vortag vorstellen können, dass der Oppositionsführer Boris Nemzow an der Kremlmauer umgebracht werde, sagte der russische Ex-Regierungschef Michail Kasjanow, der sofort zum Tatort geeilt war. Zusammen mit Nemzow führte er den Vorsitz in der Oppositionspartei RPR-PARNAS. Diese demonstrative Aktion habe alle Freidenker Russlands einschüchtern sollen. Vor zwei Wochen hatte N...

ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Liberaler Stern ohne Chancen

Die Opposition hatte für Sonntag zum Protest aufgerufen. Doch es wurde ein Trauermarsch für den ermordeten Boris Nemzow.

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Tomas Morgenstern

Kalte Schulter für Menschen in Not

Immer wieder haben sich die Frankfurter in der Vergangenheit allen Fremdenfeinden, Neonazis und Rassisten in den Weg gestellt. Die deutsch-polnische Grenzstadt versteht sich als international und weltoffen. Am Donnerstag jedoch hat sie ein anderes Gesicht gezeigt.

ndPlusKurt Stenger

Energiepolitik von vorvorgestern

Während zwei Drittel der Bundesbürger laut Umfrage den Ausstieg aus der Kohleverstromung wünschen, schafft Vattenfall in Hamburg ganz andere Fakten: Am Wochenende nahm der erste von zwei Blöcken des Kraftwerks Moorburg den Betrieb auf. Es sei »eines der modernsten und umweltfreundlichsten Steinkohlekraftwerke weltweit«, frohlockt der Konzern.

ndPlusMartin Ling

Maduro schlägt zurück

Das Motto »Wer nicht will, der wird schon« feiert gerade wieder fröhliche Urständ, denn Freunde gibt es in der Außenpolitik bekanntlich nicht, sondern nur Interessen.

Jirka Grahl

Bewährungshilfe

Zu umgerechnet 22 000 Euro Geldstrafe wurde Northug verurteilt, zusätzlich sollte er 50 Tage ins Gefängnis. Doch zu Northugs Glück wurde seine Haftstrafe in einen Hausarrest umgewandelt und auf das Saisonende verschoben.

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Auf der Suche nach anderen Mehrheiten

Eine Mehrheit ohne Merkel? Am Wochenende tagten rot-rot-grüne Gesprächskreise - in Berlin kamen Politiker aus der so genannten Oslo-Gruppe zusammen. Und in Frankfurt am Main fand die Winter Factory des Instituts Solidarische Moderne statt.

Reimar Paul, Bremen

Terrorwarnung lässt Bremer kalt

Schon wieder hat eine Warnung vor gewaltbereiten Islamisten Deutschland aufgeschreckt. In Bremen war die Polizei seit Samstag im Einsatz, weil ein Anschlag befürchtet wurde. Am Sonntag gab es Entwarnung.

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Protest und Gedenken

Berlin. Nicht zur Massenveranstaltung geriet am Samstagnachmittag eine Kundgebung gegen eine deutsche Beteiligung am Ukraine-Konflikt, zu der vor allem im Internet mobilisiert worden war. Unter russischen, Rebellen- sowie Deutschland- und Friedensfahnen versammelten sich etwa 1500 Menschen vor dem Reichstagsgebäude. Gefordert wurde u.a. eine strikte Neutralität der Bundesregierung im Konflikt, ein...

Reinhard Schwarz, Hamburg

Hamburgs LINKE diskutiert über die Doppelspitze

Ein Streit um die Installation einer Doppelspitze in der neu gewählten Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft sorgt für Spannungen. Bisher war Dora Heyenn Chefin der Fraktionschefin. Das soll sich ändern.

Hendrik Lasch, Dresden

»Patrioten, die Gehirn abgeben«

In Dresden haben am Samstag 5000 Menschen mehr Rechte für Flüchtlinge gefordert. Die LINKE drängte zuvor auf eine bessere Asylpolitik.

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Waffenabzug im Donbass

Kiew/Berlin. Im Kriegsgebiet Ostukraine wächst trotz einzelner tödlicher Zwischenfälle die Hoffnung auf eine dauerhafte Waffenruhe und den Abzug schwerer Geschütze hinter die Front. Die prorussischen Separatisten zogen nach eigenen Angaben ihre Artillerie zurück - sie hätten dann einen zentralen Punkt des Minsker Abkommens vom 12. Februar erfüllt. Die Vereinbarung sah vor, dass bis zum 2. März der...

Syrien billigt UN-Mission nach Aleppo

Damaskus. Der UN-Gesandte Staffan de Mistura hat bei Gesprächen in Syrien grünes Licht für eine Mission zur Bewertung der humanitären Lage in der umkämpften Großstadt Aleppo bekommen. De Mistura kam am Samstag in Damaskus mit dem syrischen Außenminister Walid Mouallem zusammen. Beide hätten sich auf die Entsendung einer Delegation nach Aleppo geeinigt, berichtete die syrische Nachrichtenagentur Sa...

Oliver Eberhardt, Jerusalem

Spricht das Zünglein an der Waage arabisch?

Israels Links-Zentrum-Lager spricht mit der arabischen Wahlliste über Zusammenarbeit nach der Wahl. Doch wenn es um den Staat Israel geht, sind dessen Araber tief gespalten.

Vincent Körner

»Weniger reden, mehr arbeiten«

In Griechenland geht die Debatte über den Kompromiss mit der Eurogruppe weiter - auch in der Linkspartei SYRIZA. Derweil beschweren sich konservative Regierungen über Kritik von Alexis Tsipras.

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Sofia Miselem

Venezuela will Visumpflicht für US-Bürger

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro wehrt sich gegen die Vereinigten Staaten. Der Linkspolitiker kündigte am Samstag die Einführung einer Visumpflicht für alle US-Bürger an.

ndPlusAlfred Michaelis, Vientiane

Unruhe bei den Kleinen der ASEAN

Mit Zuversicht blicken die wirtschaftlich starken ASEAN-Staaten auf die neue Wirtschaftsgemeinschaft AEC. Die kleineren Neumitglieder zeigen sich dagegen bislang weniger begeistert.

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Daten von Uber-Fahrern geklaut

San Francisco. Datenleck bei Uber: Unbefugte haben sich Zugriff auf Informationen von rund 50 000 Fahrern des umstrittenen Fahrdienstvermittlers verschafft. Es handele sich um Namen und Führerscheinnummern von Fahrern aus verschiedenen US-amerikanischen Staaten, erklärte Uber. Der Zugriff Unbefugter sei bereits Mitte September festgestellt worden, hieß es. Ereignet habe er sich Mitte Mai. Der F...

ndPlusKurt Stenger

Dämmbruch beim Klimaschutz

Es soll eine der zentralen Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung werden. Doch neue Fördermittel für die Wärmedämmung von Gebäuden bleiben vorerst aus.

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S-Bahn baut Personal auf Bahnhöfen ab

Die S-Bahn zieht von immer mehr Bahnhöfen ihr festes Personal ab. Inzwischen gibt es an rund 100 der 166 Bahnhöfe in Berlin und Brandenburg keine ständigen Aufsichten mehr, wie aus aktuellen Zahlen des Unternehmens hervorgeht. Vom 2016 soll es noch an 20 sogenannten Stammbahnhöfen 120 feste Aufsichten geben, wie die S-Bahn mitteilte. An den anderen Bahnhöfen sollen je nach Bedarf weitere 120 mobil...

Umfrage: Müller beliebtester Politiker

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist einer Umfrage zufolge beliebter als sein Vorgänger Klaus Wowereit (SPD) es je war. Mit einem Wert von plus 1,8 auf einer Skala von plus 5 bis minus 5 ist er weiterhin Berlins populärster Politiker, wie die jüngste Forsa-Umfrage im Auftrag der »Berliner Zeitung« ergab. Wowereits bester Wert lag nach Angaben der Zeitung bei plus 1,5 im Mai 2...

Problemviertel gibt es laut Kolat nicht

In Berlin wächst die Kritik an der Warnung des Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, in überwiegend muslimischen Vierteln die Kippa zu tragen. Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) wies am Samstag im »RBB-Inforadio« die Einschätzung zurück, Antisemitismus trete vor allem in Stadtteilen mit einem hohen muslimischen Bevölkerungsanteil auf. Der Zentralratspräsident hatte am Donners...

ndPlusNils Bastek

Nach Israel auszuwandern ist keine Option

Viele Juden leben nach den Anschlägen in Angst. Manche trauen sich nicht mal, sich auf der Straße als Jude zu zeigen. Wie kommen junge, jüdische Menschen in Berlin damit zurecht?

ndPlusKerstin Ewald

Zum 19. März soll Schluss ein

In der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg leben rund 40 Flüchtlinge. Ihnen wurde ein Wohnrecht im dritten Stock des Gebäudes eingeräumt. Doch nicht mehr lang: Der Bezirk hat die Räumungsdrohung überreicht.

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Mehr atypische Beschäftigung

Potsdam. Zehn Jahre nach dem Start von Hartz IV verweist Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (LINKE) noch einmal auf die Probleme durch diese Arbeitsmarktreform. Aus einer Antwort Golzes auf eine parlamentarische Anfrage geht hervor, dass zwardie Anzahl der Erwerbstätigen (plus 5,6 Prozent) und der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (plus 11,5 Prozent) von 2005 bis 2013 zugenommen ha...

Mit Asylgipfel zufrieden

Die Skepsis vor dem zweiten Asylgipfel war groß. Hinterher zeigten sich Teilnehmer begeistert. Beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement, will die Politik den Dialog pflegen.

Amann sagt vor Untersuchungsausschuss aus

Erstmals seit seiner Degradierung am neuen Hauptstadtflughafen äußert sich der frühere Technik-Geschäftsführer Horst Amann öffentlich. Der Untersuchungsausschuss will Amman am kommenden Freitag befragen.

Steffiy Bey

Wo Minis in Form gebracht werden

»Minis ganz groß« - unter diesem Motto startet in Lichtenberg ein Pilotprojekt: Kinder aus sozial schwachen Familien werden dabei gezielt an Bewegungsangebote herangeführt.

Henry-Martin Klemt

Wenig Verständnis für Flüchtlinge

Im Saal saß das Ressentiment. Rund 500 Bürger waren am Donnerstag der Einladung zu einer Anwohnerversammlung gefolgt. Informiert wurde über zwei neue Außenstellen der Eisenhüttenstädter Erstaufnahmestelle für Asylbewerber.

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Teure Rückendeckung

Wie viel darf das Land zuschießen, wenn ein Beamter vor Gericht steht? Am Beispiel des Untreueprozesses gegen den heutigen Schweriner Finanzstaatssekretär fordert die LINKE eine verbindliche Regelung.

Es fährt kein Zug ins Nachbarland

Dresden. Am Samstagabend wurde der vorerst letzte Zug nach Wroclaw auf dem Dresdner Hauptbahnhof mit Wehmut verabschiedet. Gut 70 Menschen waren der Einladung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft gefolgt, um den Zug angemessen auf die Reise zu schicken. Als er den Bahnhof verließ, winkten viele zum Abschied mit Taschentüchern, berichtete der Sprecher der Gesellschaft, Mario Schmidt.Diese Begräbniss...

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Gewachsene Beziehung

1940 überrollte das Eisenacher Panzerregiment das französische Sedan. Ab den 1970er Jahren ergab sich ein reger Austausch zwischen den Städten, der 1991 in eine Partnerschaft mündete.

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Stiftung will Irak helfen

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin will bei der Rettung zerstörter Kulturgüter im Irak helfen. »Wir müssen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten«, sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Wochenende. Schon jetzt ermögliche das Vorderasiatische Museum in Berlin Restauratoren aus Krisengebieten, besondere Restaurationstechniken zu erlernen. Geplant seien zudem bilaterale Programme zur Ver...

ndPlusJürgen Amendt

Wenn der Postautonome klingelt

Seit einiger Zeit ist in einschlägigen Magazinen vom Begriff der »Postautonomie« die Rede. Das ist nicht verwunderlich, denn heute ist alles irgendwie »Post«. Wie aber können wir uns einen »Postautonomen« vorstellen?

Joachim Mangler

Mahagonny an der Warnow

Gegen die auf Druck des Landes beschlossene »Reform« des Rostocker Theaters hatte der Chef des SPD-Kulturforums brieflich protestiert. Nun wurde das Schreiben öffentlich - nach dem Beschluss.

ndPlusKai Böhne, Göttingen

Göttinger Uni erwärmt sich für Untergrund

Ab der zweiten Märzwoche wird sich voraussichtlich ein auffälliger Messtrupp zehn Tage durch die niedersächsische Universitätsstadt Göttingen bewegen. Die Uni und die Universitätsklinik wollen herausfinden, ob und in welchem Maße Erdwärme bei der zukünftigen Energieversorgung eine Rolle spielen kann. Die Universitätsenergie Göttingen GmbH, eine Tochtergesellschaft von Universität und Universitätsm...

ndPlusKatharina Wasmeier, Nürnberg

»Ein Pingpong an Ideen«

Das Ex-Gelände des Versandhauses ist die zweitgrößte Immobilienbrache der Republik. Ein Investor plant ein Einkaufszentrum und Luxuswohnungen. Doch Zwischennutzer haben andere Ideen.

Caroline M. Buck

Verführer, Bettler, Priester

Groß war er nicht, aber seine Ausstrahlung desto größer, und sie funktionierte hier wie dort, im vorrevolutionären Russland, wo er Offiziere spielte und Priester, fremdgehende Ehemänner, Teufelsgeiger und zweimal sogar den Teufel selbst, und später in Frankreich, dem Land seines post-revolutionären Exils. Ivan Mosjoukine war ein Superstar - jedenfalls bis zum Beginn der Tonfilmära. Zwei seiner rus...

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Wolfgang Hübner

Mosekunds Montag

»Hören Sie«, offenbarte Herr Mosekund einem Besucher, »ich habe ein experimentalpoetisches Werk verfasst.« Herr Mosekund räusperte sich und rezitierte: »wunderwunde würfelwüste / wirbelwirr wie wolkenwohl / sorgensolche sinnensiebe / sandelsacht samt sondersohl.« Der Besucher schwieg.

Grass kritisiert Arroganz der Politik

Nobelpreisträger Günter Grass hat kritisiert, dass die Politik Proteste von Schriftstellern weitgehend ignoriert. Weder von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch von der Öffentlichkeit werde reagiert, wenn Schriftsteller Position bezögen, sagte der 87-Jährige (»Die Blechtrommel«) am Wochenende beim 10. Lübecker Literaturtreffen.Grass erinnerte an den Protest von 30 Autoren, darunter Ilija Troja...

Hans-Dieter Schütt

Die Schweine aus der Bibel sind wir?

Was bleibet, stiften die Dichter? Hölderlin, ja. Aber was erst noch kommen wird, das sagt der Dichtergeist auch. Fjodor Dostojewski? Fjodor Kassandrow! Sein Menschenbild im Russland des 19. Jahrhundert als Szenerie fürs kommende Säkulum. Das Programmheft zitiert Albert Camus: Lange habe man Marx für den Propheten des 20. Jahrhunderts gehalten, das aber sei Dostojewski, »er hat den Triumph der M...

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Gesicht der modernen Kunst

Der niederländische Bildhauer Carel Visser - einer der wichtigsten Vertreter des Konstruktivismus - ist tot. Visser starb in der Nacht zum Sonntag in seinem südfranzösischen Wohnort Le Fousseret, teilte die Amsterdamer Galerie Borzo nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit. Er wurde 86 Jahre alt. Der Künstler, dessen Werke unter anderem auf der documenta in Kassel und der Bienn...

Ehrung für Verlag aus der Schweiz

Der Amadeus-Verlag aus dem schweizerischen Winterthur am Sonntag den mit 2500 Euro dotierten Georg-Philipp-Telemann-Preis der Stadt Magdeburg erhalten. Damit ehrt die Stadt die Verdienste des Verlags um die Herausgabe von Telemanns kammermusikalischen Werke. Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) überreichte die Auszeichnung an Barbara Päuler, die Tochter von Verlagsgründer Bernhard Päuler.Georg Phi...

Auszeichnung für Peter Härtling

Der Autor Peter Härtling ist mit dem Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis der Stadt Alzey für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Das teilte ein Vertreter der Stadtverwaltung am Samstag mit. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Die Jury würdigte Härtling als Schriftsteller, der als Journalist, Lektor, Lyriker, Roman- und Kinderbuchautor sowie als Radiomoderator Spuren hinterlassen habe. Mit seine...

ndPlusJürgen Amendt

Mr. Spock, der Anti-Macho

Als am vergangenen Freitag der Tod des Schauspielers Leonard Nimoy bekannt wurde, gab es nur einen Sender im deutschen Fernsehen, der adäquat auf das Ableben des 83-Jährige reagierte: ZDFneo änderte sein Programm.

ndPlusFokke Joel

»Kemal der Verrückte«

Als Kemal Sadık Gökçeli, der sich später Yaşar Kemal nannte, 1923 in einem kleinen Dorf in der Çukurova geboren wurde, gab es dort noch Sümpfe und Wälder, Adler und Flamingos.

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Auszeichnung für Matthes und Gedeck

Die »Tatort«-Folge »Im Schmerz geboren« (Hessischer Rundfunk) ist mit dem Film- und Fernsehpreis Goldene Kamera der TV-Zeitschrift »Hörzu« ausgezeichnet worden. Den Preis als beste Schauspielerin erhielt Martina Gedeck, als bester Schauspieler wurde Ulrich Matthes ausgezeichnet. Der Preis wurde am Freitag in Hamburg zum 50. Mal verliehen. Ausgestrahlt wurde die diesjährige Preisverleihung als Jubi...

Gebühr nach deutschem Vorbild

Großbritannien erwägt, die Fernsehgebühren in eine Haushaltsabgabe nach deutschem Vorbild umzuwandeln. Die heutige «TV Licence Fee» habe keine langfristige Zukunft und müsse innerhalb der kommenden 15 Jahre modernisiert werden, forderten Parlamentsabgeordnete des Ausschusses für Kultur, Medien und Sport. Die Gebühr sei mit den Veränderungen in den Medien «immer schwieriger zu rechtfertigen», heißt...

Jan Freitag

Arg stereotyp

Utopien sind Ideen von einer anderen Welt. Weil es dummerweise eine bessere sein soll, gilt »utopisch« als Synonym für unerreichbar. Insofern passt der Begriff ganz gut zu John de Mols »Newtopia«.

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Max Zeising, Halle

Rostock dreht in letzter Minute das Spiel

Mit einer Energieleistung in der Endphase des Spiels schafften es die Hansakicker, das Ruder herum zu reißen und in Halle drei wichtige Punkte im Abstiegskampf zu erobern.

ndPlusAlexander Ludewig, Leipzig

Lieber nach Leutzsch als in die Arena

Die Fans von Union machten sich am Sonntag von Berlin auf den Weg nach Leipzig zu einer Doppelveranstaltung: Benefiz für die BSG Chemie und ihr altes Stadion sowie Zweitligaspiel bei den Roten Bullen.

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Thomas Weitekamp, Winterberg

Friedrich deklassiert Bob-Konkurrenz

Bei ihrer Heim-WM in Winterberg gelang den deutschen Bobfahrern am Sonntag ein Doppelsieg im Zweierbob. Francesco Friedrich siegte mit Anschieber Thorsten Margis vor Johannes Lochner.

ndPlusGerald Fritsche und Eric Dobias, Falun

Abschlussshow des Petter Northug

Petter Northug hat zum Abschluss der Ski-WM eine einzigartige Show abgeliefert und seinen vierten Titel gewonnen. Der deutsche Langlauf steht nach der zweiten medaillenlosen WM am Scheideweg.

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Kampf um Zuschauer

Madrid. Die Regierung von Spanien will sich dafür einsetzen, dass der zunehmend umstrittene Stierkampf von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wird. Die Jüngeren sollen sich wieder stärker für die sogenannten Corridas begeistern - sie stehen auch in Spanien immer mehr in der Kritik. Der Stierkampf sei wichtigster und ureigenster Kulturausdruck der Spanier, man dürfe ihn daher nicht verlieren, sa...

ndPlusIvan Dramlitsch

Es wird gepanscht und gefälscht

Der Weinbau in Tschechien hat mit vielen Problemen zu kämpfen. Es geht um gepanschten und gefälschten Wein. Jetzt will der Staat eingreifen - diskutiert wird auch ein Verbot des Fassweinverkaufs.Von Ivan DramlitschWie viele seiner Mitbürger begegnet Viktor Juliš der Politik mittlerweile mit Gleichgültigkeit. Was in Prager Parlamenten und Parteizentralen so vor sich geht, interessiert den We...