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UNTEN LINKS

3,5 Millionen Feldhasen verlassen in diesen Tagen ihre gemütliche Sasse und scheuern die Kiepen blank. Immerhin muss jedes dieser knuddeligen Tierchen, nach denen Verliebte sich ganz, ganz früher gern gegenseitig benannten, am kommenden Wochenende 25 Bundesbürger mit Ostereiern beliefern. Da heißt es aber schön loshoppeln, obwohl die Gattung 70 Stundenkilometer macht, zwei Meter hoch springt un...

Kabinett billigt Fracking-Entwurf

Berlin. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf zum Fracking gebilligt. Nach den Plänen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) soll die unkonventionelle Förderung von Erdgas aus Gesteinsschichten demnach bis zu einer Tiefe von weniger als 3000 Metern verboten werden. Zu wissenschaftlichen Zwecken ist davon aber eine Ausnah...

Kabinett billigt Fracking-Entwurf

Berlin. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf zum Fracking gebilligt. Nach den Plänen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) soll die unkonventionelle Förderung von Erdgas aus Gesteinsschichten demnach bis zu einer Tiefe von weniger als 3000 Metern verboten werden. Zu wissenschaftlichen Zwecken ist davon aber eine Ausnah...

Roland Etzel

Das Gute und das Böse

In der Frage der Atomverhandlungen mit Iran gibt es eine von westlichen Ländern verordnete Rollenverteilung. Den Part des Bösen hat die Islamische Republik Iran zu spielen. Wiederholt sich ein verhängnisvolles Szenario?

Iran verlangt Ende aller Sanktionen

Lausanne. Iran hat eine Einigung im Atomstreit ohne eine parallele Aufhebung der Wirtschaftssanktionen am Mittwoch abgelehnt. »In erster Linie müssen alle, insbesondere die Sanktionen gegen den Erdöl- und Bankensektor, aufgehoben werden«, sagte Vizeaußenminister Abbas Araktschi. Der Westen will die Sanktionen nur phasenweise mildern. In Lausanne verhandelten Iran und die fünf UN-Vetomächte plus De...

Iran verlangt Ende aller Sanktionen

Lausanne. Iran hat eine Einigung im Atomstreit ohne eine parallele Aufhebung der Wirtschaftssanktionen am Mittwoch abgelehnt. »In erster Linie müssen alle, insbesondere die Sanktionen gegen den Erdöl- und Bankensektor, aufgehoben werden«, sagte Vizeaußenminister Abbas Araktschi. Der Westen will die Sanktionen nur phasenweise mildern. In Lausanne verhandelten Iran und die fünf UN-Vetomächte plus De...

Krise satt

Berlin. Rentner gehen auf die Straße, Bauern schließen sich zusammen, die Regierung verhandelt über ihr Reformprogramm für Griechenland. Sie alle wollen die Wirtschafts- und soziale Krise überwinden. Sie alle haben dafür nur begrenzte Möglichkeiten, doch alle machen irgendwie weiter.So protestierten am Mittwoch Hunderte Pensionäre in Athen für die Wiedereinführung der 13. Monatsrente, die der Spar...

ndPlusMartin Ling

Nigeria besteht Reifeprüfung

Nigeria steht vor der ersten demokratischen Machtübergabe seiner Geschichte. Noch-Präsident Goodluck Jonathan gestand seine Niederlage gegen Muhammadu Buhari ein.

Martin Ling

Nigeria besteht Reifeprüfung

Nigeria steht vor der ersten demokratischen Machtübergabe seiner Geschichte. Noch-Präsident Goodluck Jonathan gestand seine Niederlage gegen Muhammadu Buhari ein.

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ndPlusUlrike Gramann

Harmlose Rüstung gibt es nicht

Ende März ging mit www.ruestungsexport-info eine Datenbank online, deren Ziel es ist, Informationen über geplante, laufende oder abgeschlossene Rüstungsexportgeschäfte strukturiert verfügbar zu machen.

Ines Wallrodt

Angst vor neuem Kalten Krieg

In zahlreichen Städten wollen sich Friedensgruppen über die Ostertage der Rüstungs- und Interventionspolitik der Bundesregierung entgegen stellen. Es wird gelaufen, geradelt und gewandert.

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ndPlusStephan Fischer

Eine hippe Krisenreaktion

Gärtnern ohne eigene Scholle - und dabei sich selbst, den Nachbarn und der Umwelt etwas Gutes tun. Der Obst- und Gemüseanbau in Städten floriert in den letzten Jahren, überall sprießen Nachbarschaftsgärten aus dem Boden und werden Brachflächen, die noch nicht der Bauwut und der Spekulation anheimgefallen sind, mit Beeten überzogen. »Nicht nur der dekorative Effekt und die Verbesserung des Mikro...

Thembi Wolfram

Essen müssen die Leute schließlich

Viele griechische Bauern sind in Nöten. Aber die Krise führt auch auf neue Wege. Was aus den Ansätzen zum gemeinschaftlichen Landwirtschaften erwächst, zeigt sich wohl erst in den kommenden, wärmeren Monaten.

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ndPlusAert van Riel

Kein Risiko eingehen

Fracking bewegt die Gemüter. Jetzt hat das Bundeskabinett den Weg für die Fördertechnologie von unkonventionellen Gasen feigemacht - zumindest teilweise. Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs gilt als sicher.

Grit Gernhardt

Vom Minijob in die Traufe

Die Zahl der Minijobs ist seit Januar deutlich gesunken. Das heißt nicht, dass diejenigen, die zuvor einen hatten, nun in gut bezahlten Stellen untergekommen sind. Diesen Schluss lassen die Arbeitsmarktzahlen nicht zu.

Martin Ling

Nigeria wählt Jonathan ab

Der Griff in die mit Öldollars gefüllten Kassen war das oberste Gebot von Nigerias politischer Elite. Ein demokratischer Machtwechsel ein Fremdwort. Ob der 31. März 2015 wirklich eine Zeitenwende einläutet, ist noch nicht ausgemacht

ndPlusThomas Roser, Belgrad

Zurückgerufen

Erst vergangene Woche hat Serbiens ultranationalistischer Querulant Vojislav Seselj anlässlich des 16. Jahrestags des NATO-Bombardements auf den Balkanstaat noch mitten in Belgrad EU- und NATO-Fahnen verbrannt. Nun soll der erst im November vom UN-Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag wegen seiner schweren Krebserkrankung vorläufig freigelassene Chef der nationalistischen Serbischen Radikalen P...

Griechenland kann den Anfang machen

Selten hat ein Regierungswechsel in der EU so viel Wirbel ausgelöst wie der Wahlsieg von SYRIZA. Alexis Tsipras wird von den Staats- und Regierungschefs zwar eine Revolution zugetraut, aber kein Reformwille.

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LINKE passt »Gezeter« der CSU nicht

Berlin. Linksparteichef Bernd Riexinger hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) aufgefordert, sich beim Mindestlohn nicht von dem »Gezeter und Weinen der Unternehmerverbände und ihrem Subunternehmer CSU« erweichen zu lassen. Zwar sei der Mindestlohn »von Arbeitgeberverbänden und der Union zum Käse zerlöchert« worden, vielen Beschäftigten habe er dennoch höhere Einnahmen beschert. »Statt la...

Fabian Lambeck

Stress und Niedriglohn machen krank

Die AOK hat die Daten ihrer elf Millionen versicherten Arbeitnehmer analysiert. Daraus geht hervor, dass bestimmte Berufe häufiger zu Krankschreibungen führen.

ndPlusJörg Meyer

100 Tage Mindestlohn, und jetzt?

Für eine seriöse Bilanz ist es zu früh, sagen Gewerkschaften und Wissenschaftler und ziehen doch ein vorsichtig positives Fazit: Der Mindestlohn vernichtet keine Arbeitsplätze.

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Privatblitzer leider nur ein Aprilscherz

Kommunen wollten ihren Bürgern das private Blitzen von Verkehrssündern erlauben, teilte der Deutsche Anwaltverein mit. Im Gegenzug sollten die freiwilligen Helfer einen Teil der anfallenden Bußgelder behalten dürfen. Leider nur ein Aprilscherz Ihres Vereins - ich bin enttäuscht. Sie hatten schon Eurozeichen in den Augen, was? Nein, ganz und gar nicht. Ich hatte gemütlich schlendernd...

Alice Bachmann, Bremen

Durchblick in der Kabine

Wählen will gelernt sein. In Bremen, wo am 10. Mai die Bürgerschaft, das Landesparlament, zur Wahl steht, erhalten die Bürger derzeit schon mal viel Papier zum Kenenlernen der Prozedur.

ndPlusSebastian Haak

Verfahren in Weimar mit unbefriedigendem Ende

Die drei jungen Menschen, die sich im Zusammenhang mit Vorwürfen von Polizeigewalt in Weimar vor Gericht verantworten mussten, werden nicht verurteilt. Freigesprochen werden sie auch nicht.

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ndPlusJamal al-Jabiri, Sanaa

Invasion in Jemen fordert hohen Blutzoll

Beim Beschuss einer Molkerei sind im Westen Jemens nach amtlichen Angaben mindestens 37 Zivilisten getötet worden. 80 wurden verletzt. Unklar sind die Angreifer.

Roland Etzel

Verhandlungsmarathon in Lausanne

Nach dem Fristablauf in der Nacht zum Mittwoch ist das Ringen um ein bahnbrechendes Atomabkommen mit Iran in eine ungewisse Verlängerung gegangen.

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Abkommen zu Finanzen mit dem Vatikan

Rom. Italien und der Vatikan haben erstmals ein Steuerabkommen unterzeichnet und wollen in Zukunft Finanzinformationen austauschen. Italiens Finanzminister Pier Carlo Padoan und der faktische Außenminister des Kirchenstaates, der britische Erzbischof Paul Richard Gallagher, unterzeichneten das Abkommen am Mittwoch, wie der Vatikan und das Finanzministerium in Rom mitteilten. Italien ist damit nach...

ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Kiew hat nicht nur »Finanzbedarf«

Premier Jazenjuk kam nach Berlin zu Gesprächen mit Kanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble über seinen »Finanzbedarf«. Ihn plagen aber auch andere Sorgen.

ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Ein Heimatmuseum für Stalin

Wenig Bedarf hat Russland derzeit an Stalin-Kritik, dafür um so mehr an Ehrungen des Diktators - als »Heerführer und Staatsmann«. Die Menschenrechtsgruppe Memorial indes setzt sich weiter für die Aufarbeitung der Stalinära ein.

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Gisela Gross

Eine Scheibe Wurst weniger

Mit neuen Ernährungsempfehlungen wollen Umweltschützer den Ausstoß von Treibhausgasen senken. Und erreichen, dass künftig alle satt werden. Kritisiert wird vor allem der hohe Fleischkonsum.

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ndPlusT. Meyer und C. Gläser

Lebensretter auf vier Pfoten

Diabetikerin Annegret Pross und ihr Pudel sind unzertrennlich. Der Hund beobachtet sein Frauchen etwa während des Spaziergangs intensiv und schützt ihr Leben. Er riecht die Gefahr, bevor Frauchen wegen Unterzuckerung ohnmächtig wird.

Henriette Palm

Organe im Widerstand

Was ist Resilienz schon wieder für ein neues Wort, werden manche Leser fragen. Keine Sorge. Vielleicht gehören sie ja zu den Glücklichen, die resilient, sprich: widerstandsfähig, sind und deshalb noch nie bei Google unter 167 000 dazu existierenden Einträgen recherchiert, keines der zahlreichen Bücher gekauft und keines der oft nicht ganz billigen Trainings gebucht haben. Solche Trainingsangebo...

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Osterpost könnte sich verspäten

Ein Teil der Osterbriefe und Päckchen könnte auch bei Haushalten in Berlin und Brandenburg verspätet ankommen. Grund ist ein bundesweiter Warnstreik bei der Post, durch den am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben allein in der Region einige zehntausend Sendungen liegen blieben. In Berlin hatte die Gewerkschaft ver.di knapp 500 Briefträger und Paketboten dazu aufgerufen, ganztägig die Arbeit niede...

Polizei fahndet weiter nach Brandstifter

Nach dem Brandanschlag auf das Flüchtlingskunstprojekt auf dem Oranienplatz in Kreuzberg sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Die Auswertung der Spuren dauere an, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Das Projekt »Das Haus der 28 Türen«, ein runder Holzpavillon, war in der Nacht zu Dienstag abgebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ein Zeuge hatte in der Nacht einen flüchtenden Mann ges...

ndPlusAndreas Fritsche

Rot und blau

Die LINKE in Brandenburg warnte schon als Oppositionspartei vor einem zu drastischen Personalabbau bei der Polizei. Manche ihrer Kommunalpolitiker sprachen sich gegen die drohende Schließung der Wache in ihrer Stadt aus.

Vier Verletzte nach Sturmtief »Niklas«

Am Tag nach dem Sturm »Niklas« sind in Berlin die meisten Schäden beseitigt worden. Straßen und Wege waren noch mit Zweigen und Ästen übersät. Der Straßen- und auch der Bahnverkehr liefen aber störungsfrei. Nach zwölf Stunden hatte auch die Feuerwehr in Berlin den Ausnahmezustand wieder aufgehoben. Eine erste Bilanz verzeichnete vier verletzte Menschen in Berlin. In Friedrichshain wurde ein Mann d...

ndPlusChristian Baron

Da kann nicht mal Disney mithalten

2014 verzeichneten Zoo und Tierpark 4,4 Millionen Besucher. Sie sind damit Spitze unter Berlins Freizeitangeboten. Kein Wunder, dass Vorstand Andreas Knieriem den Betrieb weiter auf Wachstum trimmt.

ndPlusBernd Kammer

Betonklotz wird Barockschloss

Ein Großteil der Sandsteinelemente für den Schlossneubau sind bereits bestellt. Die ersten Fassadenelemente für das Humboldt-Forum werden montiert. Die Finanzierung allerdings ist noch nicht gesichert.

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Sturmschäden in Schlossparks

Potsdam. Nach dem Abzug des Sturmtiefs »Niklas« stehen die Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten seit Mittwoch wieder für Besucher offen. Allerdings habe es in einigen Parks, etwa im Schlosspark Sanssouci, Sturmschäden gegeben, teilte Sprecher Frank Kallensee mit. Bäume seien entwurzelt und an einem Verwaltungsgebäude im Neuen Garten seien Dachziegel abgedeckt worden. Es könne vereinz...

Rund 4000 Anmerkungen zum Lehrplan

Seit seine erste Fassung im November 2015 veröffentlicht wurde, gibt es Kritik am Rahmenlehrplan für Schulen in Berlin und Brandenburg. Jetzt ging die Anhörungsphase zu Ende.

Christian Thiele

Einstmals Solitär am Ku’damm

Es war ein Zeichen des Aufbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg: Vor 50 Jahren öffnete in Berlin das Europa-Center. Mit der Wende bekam die Stadt-Ikone Konkurrenz.

ndPlusTomas Morgenstern

Ein schrecklicher, ein wichtiger Ort

Vier Tage benötigte die Rote Armee im April 1945, um die Seelower Höhen zu erobern und sich den Weg nach Berlin freizukämpfen. Bereits sieben Monate später stand dort das Siegesdenkmal.

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Saisonstart am Jahrtausendturm

Magdeburg. Aufsteigende Linie: der Jahrtausendturm, das Wahrzeichen des Elbauenparkes in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg. Trotz des schlechten Wetters startete der Freizeitpark am Mittwoch in seine 16. Veranstaltungssaison. Der seit 1999 bestehende rund 100 Hektar große Park des ehemaligen BUGA-Geländes ging aus einem früheren militärischen Sperrgebiet hervor. Zum Saisonauftakt wird ein...

ndPlusHaidy Damm

Schlachter streiken für Lohnzahlung

Im Oldenburger Münsterland sind am vergangenen Freitag rund 50 Werkvertragsarbeiter aus Polen spontan in den Streik getreten. Um ausstehende Löhne zu erstreiten, legten sie den Betrieb von Danish Crown im Ort Essen (Landkreis Cloppenburg) für rund 90 Minuten lahm. Der Subunternehmer »Marbar«, über den die Schlachter seit sieben Jahren an den Konzern verliehen werden, hatte laut einem Bericht der »...

Tröglitzer gründen Bürgerinitiative

NPD-geführte Proteste gegen ein Asylbewerberheim und der damit verbundene Bürgermeister-Rücktritt brachten Tröglitz in die Schlagzeilen. Drei Wochen später wollen viele Bewohner nun etwas ändern.

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Peymann contra Renner

Der scheidende Theatermacher Claus Peymann hat einen Frontalangriff auf die Berliner Kulturpolitik gestartet. In einem Brief an den Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD) nennt Peymann den Kulturstaatssekretär Tim Renner »die größte Fehlbesetzung des Jahrzehnts«. Als Beispiel verweist der Intendant des Berliner Ensembles auf angebliche Pläne Renners zur Zukunft der Berlin...

Preis für Berlinerinnen

Die Berliner Autorinnen Katharina Hartwell und Doris Anna Schilz werden mit dem Würth-Literaturpreis 2015 ausgezeichnet. Hartwell erhält den mit 5 000 Euro dotierten ersten Preis für ihren Text »Konstantin West und ich schauen uns eine Wohnung an« und Schilz den mit 2500 Euro dotierten zweiten Preis für ihren Text »Tatort«, wie die Universität Tübingen am Mittwoch bekanntgab. Die Preise werden am ...

Castorf bleibt bis 2017

Frank Castorf (63) bleibt bis 2017 Intendant der Berliner Volksbühne. Castorfs bis 2016 laufender Vertrag werde um ein Jahr verlängert, teilte der Berliner Senat am Dienstag mit. Dies habe der Senat auf Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) und Kultursenators beschlossen. Damit wird Castorf dann insgesamt 25 Jahre an der Volksbühne gewesen sein.Der Intendant und Regisseur h...

Rente mit 60 für Sachsens Abgeordnete

Dresden. Steuerzahlerbund und DGB haben Änderungen an der geplanten Erhöhung der Abgeordnetenbezüge in Sachsen gefordert. Zusätzlich 1000 Euro monatlich bei der steuerfreien Aufwandsentschädigung seien angesichts der herrschenden Preisstabilität nicht zu vermitteln, sagte der Präsident des sächsischen Bundes der Steuerzahler, Thomas Meyer, am Mittwoch im Haushalts- und Finanzausschuss des Landtage...

ndPlusGünter Agde

Wüstensand und Märchenstaub

Ein junger Pilot muss in der Wüste notlanden und sein Flugzeug selbst reparieren. Er trifft eine grazil-anmutige Märchenfigur, den kleinen Prinzen. Der erzählt dem wissbegierigen Piloten von seinen fabelhaften Begegnungen mit verschiedenen Menschentypen auf der Erde und von den Schönheiten des Weltalls. Diese Begegnungen, als reale szenische und zugleich märchenhaft überhöhte Episoden im Film gest...

Hermannus Pfeiffer

Nimm ein Ei mehr!

Ein Huhn legt heutzutage fast täglich ein Ei. Doch wie viel ein Ei kostet, wird nicht im Stall festgelegt, sondern an der Eierbörse. Zum Beispiel an der »Stuttgarter Waren- und Produktenbörse«.

Riesenpumpe am Schmalwasser

Es ist ein Megaprojekt mitten in den Thüringer Bergen: Eine ehemalige Trinkwassertalsperre soll für ein Kraftwerk genutzt werden, das als Puffer im Stromnetz dient. Die Fakten dazu liegen nun auf dem Tisch.

ndPlusErika Richter

Der Dichter als Dokumentarist

Harutyun Khachatryan Bilder sind treue Abbilder der Realität. Mit ihnen vermisst er sein Land, und zugleich lassen uns seine Bilder in die Tiefe blicken, in die Tiefe der Geschichte wie auch in die Tiefe der menschlichen Seele.

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Gemälde ist NS-Raubkunst

Ein weiteres Gemälde aus dem Erbe des Schwabinger Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist als NS-Raubkunst identifiziert worden. Wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters am Mittwoch mitteilte, handelt es sich um ein Ölbild von Camille Pissarro aus dem Jahr 1902. Für die Rückgabe stehe man bereits in Kontakt mit der Erbin des früheren Eigentümers, so Grütters. »Es ist mir ein großes Anliegen, das Wer...

»Geraubte Jahre«

Im Freilichtmuseum Detmold zeigt die Ausstellung »Geraubte Jahre« Fotografien aus dem Zweiten Weltkrieg. Darauf zu sehen sind Frauen und Männer aus europäischen Ländern, die in Deutschland zur Arbeit gezwungen wurden. Die Fotos zeigen jedoch nicht das Elend der Menschen. Durch Requisiten und geliehene Kleidung wurde der Schein eines zufriedenen Lebens erweckt.Zwangsarbeiter ließen sich von profess...

36 Millionen für den Bau

Nach Verzögerungen soll der knapp 36 Millionen Euro teure Erweiterungsbau des Sprengel Museums in Hannover nun am 18. September offiziell eröffnet werden. Vom 19. September an sei er dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich, teilte die Stadt Hannover mit. Der Bau sollte ursprünglich schon im Dezember 2014 fertiggestellt werden. Der 75 Meter lange Anbau mit der dunklen Fassade erweitert die Fläc...

ndPlusVelten Schäfer

Kein Nichts, kein Niemand

Volkstheaterintendanten Sewan Latchinian ist in Rostock entlassen worden. Die entscheidende Sondersitzung wurde mit dem Argument begründet, Äußerungen des populären Theatermannes hätten das »Vertrauensverhältnis« zur Bürgerschaft beschädigt.

ndPlusPeter Richter

Vermächtnis eines Machtmenschen

Das »System K.« ist für Helmut Kohl nichts Negatives, sondern im Gegenteil wie eine Seilschaft beim Bergsteigen: »Wenn der eine an der Spitze auf den Gipfel kommt, zieht er die anderen nach.«

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Jugendstil am Newski

Aus Abertausenden farbigen Glasmosaiken besteht das große Fenster im Jugendstilsaal des Grand Hotels Europe in St. Petersburg. Der schwedische Künstler Fjodor Lidwal hat sich hier verewigt, als er von 1907 bis 1914 das in den 1830er Jahren von Carlo Rossi erbaute Ensemble erweiterte. »Architekturführer Sankt Petersburg«: Der reich illustrierte Band von Heike Maria Johenning stellt nach ei...

Mirko Schwanitz

Porträts im Geisterdorf

Als der junge Stanford-Absolvent Anthony Marra in St. Petersburg einige Semester Russisch studierte, blickte er von seinem Fenster direkt in eine Kadettenschule. Auf dem Exerzierplatz wurden Jungen auf ihren Einsatz in Tschetschenien vorbereitet. An der nahen Metro-Station begegneten diese Jungen bettelnden Ex-Soldaten, die der Tschetschenien-Krieg zu Krüppeln gemacht hatte. Marra begann sich f...

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Hans-Dieter Schütt

Sibirien und Wüste

In einem einzigen Satz der ganze Putin-Staat. Niemand, so wurde gestern im »nd« ein Präsidenten-Sprecher zitiert, wolle Kunst und Kultur zensieren. Der Staat habe jedoch das Recht, für »korrekte Aufführungen« zu sorgen, die »keine erhitzten Debatten in der Öffentlichkeit« auslösen. So, wie niemand die Absicht hatte, eine Mauer ... und niemand die Absicht, die Krim zu kassieren. Grandios absurde Lo...

ndPlusAlexandra Exter

Silbermähnen in Indien

So lässt sich das Alter ertragen: Die Figuren von »Best Exotic Marigold Hotel 2« lieben und verlieben sich, bis sie sich zwischen den partnerschaftlichen Alternativen kaum mehr zu entscheiden wissen, sie arbeiten wieder, sind begehrt, nachgefragt und rundum voll beschäftigt. Sie dachten, ihr Leben sei so gut wie vorüber, stattdessen fanden sie in einer exotischen (und ziemlich unkonventionellen...

ndPlusCaroline M. Buck

Der Horror im trauten Heim

"Nirgendland" ist eine Dokumentation über eine Frau, die jahrelang von ihrem Vater missbraucht wird, und deren Tochter, die dem Peiniger auch zum Opfer fällt. Helen Simon bestätigt in ihrem Film Kernerkenntnisse vom Täter-Opfer-Kreislauf.

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ndPlusThomas Häberlein und Dominik Kortus, Boston

Olympia 2024: Der Favorit zerlegt sich selbst

Werbung mit Leni Riefenstahl, Lobbyismus und Intransparenz. Boston galt bisher als der große Favorit für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024. Doch schon seit Wochen macht der Gegner von Hamburg keine gute Figur.

»Diese Stadt lebt das Fechten«

nd: Glückwunsch zum Meistertitel mit dem FC Tauberbischofsheim am Wochenende. War’s denn überhaupt spannend? Eva Hampel: Sehr spannend. Zwei unserer besten Fechterinnen waren nämlich verletzt ausgefallen. Und es gab natürlich den Erwartungsdruck: Wir wollten den 40. Titel in Folge nach Hause holen. Aber am Ende haben wir es mit unserer neu zusammengesetzten Mannschaft gerissen! Wären Si...

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»Niklas« hat gewütet

Während des schweren Sturms »Niklas« sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Der Bahnverkehr normalisierte sich am Mittwoch zügig. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.