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Unten links

Die Dauerzänkereien um den Zustand des Menschen und der Natur und möglichen Ausbesserungsarbeiten an beiden schwelen unentwegt: Die einen sagen, Gott habe doch alles hübsch fein eingerichtet; andere melden leise Zweifel an und verweisen auf zahlreiche Unannehmlichkeiten und Alltagsärgernisse wie etwa falsche Kochzeitangaben auf Nudelpackungen, Rheuma und Nuklearkriege; wiederum andere halten ga...

Aert van Riel

Verpulvert

Wer seine Streitkräfte einsatzbereit halten will, der muss sich auf hohe Kosten einstellen. Das lässt sich zurzeit auch in Deutschland beobachten. Der sogenannte Verteidigungsetat ist der zweitgrößte Einzeletat des Bundes. Doch obwohl daraus abgeleitet werden kann, dass die Bundeswehr für die deutsche Regierung eine herausgehobene Rolle spielt, gibt es Probleme bei der Ausrüstung. Das Sturmgewe...

Von der Leyen gerät in G36-Affäre unter Druck

Berlin. Das Bundesverteidigungsministerium prüft wegen Mängeln am Sturmgewehr G36 Konsequenzen. Zu möglichen Schadenersatzforderungen gegen den Hersteller Heckler & Koch sagte ein Sprecher: »Stand heute ist, dass es wahrscheinlich keinen Schadenersatzanspruch gibt.« Die Bundeswehr hatte massive Treffsicherheitsprobleme des G36 bei hohen Außentemperaturen sowie bei Hitzeentwicklung durch intensives...

Versteckte Flüchtlingsnot

Berlin. Die Not in den nordafrikanischen Krisengebieten ist nicht länger unsichtbar - mehr als 11 000 Flüchtlinge gelangten in den vergangenen sechs Tagen über das Mittelmeer nach Italien. Auch die Zeltplanen der Flüchtlingslager in Libyen verdecken den Fluchtreflex, dem Millionen Menschen infolge länderübergreifenden Kriegstreibens unterliegen, nur notdürftig. Gleichwohl reagiert die europäisc...

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ndPlusStephan Fischer

Erregungspotenzial kleinhalten

Ende Mai soll die neue »Safe Harbor«-Vereinbarung mit den USA stehen, die noch offenen Fragen zur EU-Datenschutzverordnung bis zur nächsten Ratssitzung Mitte Juni geklärt sein: Die EU-Kommission will die Themen, jetzt so schnell wie möglich vom Tisch haben.

Ingolf Bossenz

Barbarei statt Edelstein

Das Zölibat trägt dazu bei, Kleriker in handfeste Krisen zu stürzen und ihren Geist zu verbiegen. Die Deutsche Bischofskonferenz hat jetzt eine Seelsorgestudie vorgestellt, die dieses Problem klar benennt.

Simon Poelchau

Weg mit den Privilegien

Schwarz-Rot gibt sich in Sachen Familienpolitik einen progressiven Anstrich. Die Fraktionsspitzen der Regierungskoalition haben nämlich beschlossen, den Steuerfreibetrag für Alleinerziehende anzuheben.

Ralf Streck, San Sebastiàn

Selbstbediener

Gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, wird erneut ermittelt. Am Freitag wurde die Durchsuchung seines Büros in Madrid fortgesetzt, das bereits am Vortag durchsucht worden war.

ndPlusMartin Leidenfrost

Für Staat, Glaube, Ehre

Im aktuellen europäischen Krieg müssen wir plötzlich wieder von überholt geglaubten Tugenden reden. Sagen wir, von alten Männertugenden wie Opferbereitschaft. Besonders sticht mir dabei die Rolle der Kosaken ins Auge.

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ndPlusSebastian Friedrich

Praktische Solidarität ist alternativlos

Sollten Asylbewerber in Deutschland privat untergebracht werden? Sebastian Friedrich sagt ja - und hat dabei starke Bauchschmerzen. Denn am Ende könnte die Neoliberalisierung der Flüchtlingspolitik stehen.

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Fabian Lambeck

Große Unterschiede bei Beamtengehältern

Die Gehaltsunterschiede bei Beamten derselben Berufsgruppe können bis zu 6 465 Euro Euro ausmachen. Dies geht aus dem Besoldungsreport 2015 hervor, den der DGB am Freitag veröffentlichte. Demnach habe sich die Besoldung der Beamten in den Ländern, Kommunen und beim Bund seit der ersten Föderalismusreform im Jahr 2006 »deutlich auseinander entwickelt«. Mittlerweile betrügen die Unterschiede zwische...

ndPlusFabian Köhler

Permanente Funkzellenabfrage

Wer war wann an welchem Ort? Das Ausmaß der Überwachung durch die neue Vorratsdatenspeicherung ist wohl größer als gedacht. Sie könnte Bewegungsprofile für 80 Millionen Menschen ermöglichen.

Rainer Balcerowiak

Wenn es wehtut

Zum Juli könnte das Gesetz, das Spartengewerkschaften als existenzbedrohend ansehen, in Kraft treten. Die Kritiker formieren sich.

ndPlusUwe Sievers

Datensammeln im Kinderzimmer

Mikrofone in Puppen überwachen Kinder - ein Beispiel der immer dreisteren Datenschutzignoranz. Die gravierendsten Verstöße wurden am Freitag in Bielefeld mit einem Negativpreis bedacht.

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ndPlusHendrik Lasch, Bitterfeld

Ein Hochspringer vor dem dritten Versuch

Im März 2016 wählt Sachsen-Anhalt. Elf Monate vorab stellt die LINKE am Samstag Wulf Gallert als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten auf. Sein dritter Versuch, mahnt er, könnte der letzte sein.

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Chile: Ruf nach Bildungsreform

Santiago. Bei einer Massendemonstration für eine Bildungsreform in Chile ist es in der Hauptstadt Santiago zu Ausschreitungen gekommen. Sieben Polizisten seien verletzt und 134 Demonstranten festgenommen worden, berichteten örtliche Medien. Demonstranten hätten die Beamten mit Brandsätzen angegriffen, die Polizei habe Wasserwerfer eingesetzt. Nach Angaben der Polizei nahmen an der Kundgebung rund ...

Hannes Hofbauer, Wien

Pegida-Gegner in Österreich angezeigt

In Wien wurde gegen Antifaschisten, die am 2. Februar eine Pegida-Demonstration blockiert hatten, Anzeige erstattet. Ein öffentlicher Aufschrei gegen diese Kriminalisierung blieb bisher aus.

Andreas Knudsen, Kopenhagen

Wahre Finnen in Lauerstellung

Das traditionell von einer Großen Koalition regierte Finnland droht bei der Parlamentswahl am Sonntag nach rechts zu kippen. Für das kriselnde Linksbündnis gibt es die Chance, seinen Niederganz zu stoppen.

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Ehrenamtliche Hilfe wächst

Berlin. In Deutschland engagieren sich immer mehr Menschen ehrenamtlich für Flüchtlinge. Vereine und Initiativen hätten in diesen Bereich in den vergangen drei Jahren einen Zuwachs von durchschnittlich 70 Prozent verzeichnet, erklärten Serhat Karakayali vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung und Olaf Kleist vom Refugee Studies Centre der Oxford-University am ...

Merkel beruft Gipfel ein

Berlin. Angesichts der steigenden Asylbewerberzahlen lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Flüchtlingsgipfel am 8. Mai ins Kanzleramt. An dem Treffen sollen Vertreter mehrerer Bundesländer, Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Kanzleramtsminister Peter Altmaier (beide CDU) teilnehmen, wurde am Freitag in Berlin mitgeteilt. Zuletzt hatte der Deutsche...

ndPlusWolf H. Wagner, Florenz

Gewaltdrama auf Flüchtlingsboot

Die italienische Polizei hat 15 Bootsflüchtlinge festgenommen. Die muslimischen Männer werden verdächtigt, während der Überfahrt zwölf christliche Flüchtlinge ins Meer geworfen zu haben.

ndPlusUwe Kalbe

Beihilfe zum Schiffbruch

In dem Maße, wie die Zahl der vor Krieg und Krisen flüchtenden Menschen steigt, wächst die Hektik da, wo sie Zuflucht erhoffen - in Europa. Vor allem in Form von Debatten: Wie wird man das Problem los?

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Winterkorn soll Chef bei VW bleiben

Wolfsburg. Das Präsidium des Aufsichtsrats von Volkswagen hat sich dafür ausgesprochen, dass Martin Winterkorn Vorstandsvorsitzender bleibt. Das Gremium teilte am Freitag in Wolfsburg mit, es werde dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Vertrag Winterkorns auf seiner Sitzung im Februar 2016 zu verlängern. Das Präsidium stelle fest, dass Winterkorn »der bestmögliche Vorsitzende des Vorstands für Volk...

Sony-Unterlagen bei Wikileaks einsehbar

Die von Hackern gestohlenen internen Unterlagen von Sony Pictures sind wieder im Internet. Diesmal veröffentlichte Wikileaks über 200 000 Dokumente - weil sie von historischer Bedeutung seien.

Hans-Gerd Öfinger

Alle Züge stehen still

Unter den Gewerkschaftern in Portugal geht die Angst um - die Regierung plant den Ausverkauf des öffentlichen Verkehrssektors. Dagegen regt sich immer stärkerer Protest.

Simon Poelchau

Keine deutliche Verbesserung

Rund 20 Prozent aller Familien bestehen mittlerweile aus Alleinerziehenden und ihren Kindern. Doch noch sind sie steuerlich schlechter gestellt als Ehepaare. Auch die gpelanten höheren Freibeträge werden daran kaum etwas ändern.

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ndPlusMartin Hatzius

Reim auf die Woche

Liegt, dass die Welt in diesen Tagen 
Gebremst um ihre Achse rollt, 
An einer Einsicht, einem Klagen?
 Hätt’ Günter Grass es so gewollt? Dies Starren in Europas Mauern, 
Liegt es am Ende gar daran, 
Dass wir um Flüchtlingstode trauern, 
Um Aberhundert Frau und Mann? Wo eben noch der Irrsinn sauste,
 Steht plötzlich das Signal auf Stopp...

Zettel wurde gestohlen

Nach dem überraschend aufgetauchten historischen Sprechzettel von Ex-SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski hat sich dessen Ehefrau fassungslos gezeigt. »Das ist der kaltblütige Verkauf einer gestohlenen Sache«, sagte Irina Schabowski der Deutschen Presse-Agentur. Die Stiftung Haus der Geschichte in Bonn hat das Blatt für 25 000 Euro nach eigener Darstellung von Bekannten Schabowskis gekauft. Da...

Abschiede

Diese Woche beschäftigte viele deutschsprachige Feuilletons eine besondere Personalie. Der Chefdirigent eines bekannten deutschen Ensembles kündigte an, nach sieben Jahren den Posten des Leiters niederzulegen. Gerüchte machen die Runde, dass der Betreffende im Sommer nach England wechseln wolle. Im Kulturteil der FAZ war zu lesen, dass die Insel bei Poeten und Artisten des besagten Genres eine ähn...

Thomas Blum

Jägerzaunfrei

Die linksradikal-antifaschistische Traditionsband Egotronic kann als so etwas wie das lebendige Gegenstück zum Musikantenstadl und ähnlichen öffentlichen Verunreinigungen betrachtet werden.

Regina Stötzel

Wachsen, ohne rot zu werden

Rafik Schami hat einmal bei einer Lesung, bei der er mehr erzählte als las, gesagt, das Schönste für ihn als Schriftsteller sei, wenn er sehe, wie die Zuhörerinnen und Zuhörer vor seinen Augen immer jünger werden. Ein Roman mit Potenzial zum Jüngerwerden ist auch Kirsten Fuchs’ »Mädchenmeute«. Denn Abenteuer halten jung. Oder machen jung. Und erwachsen. Was aber kein Widerspruch ist, es komm...

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ndPlusTobias Riegel

Moskau liegt in Mordor

Das Verbot des US-Thrillers »Kind 44« in Russland ist ein Skandal. Dieser Akt der Zensur ist nicht nur brutal, sondern auch eine große Dummheit - auch und gerade aus Sicht der russischen Autoritäten. Das russische Kultusministerium handelt dadurch ebenso intolerant und paranoid, aber eben auch kurzsichtig, wie die türkischen Behörden, die gerade die Ausstrahlung einer Kurden-Doku verhindert haben....

Adelheid Latchinian

Worüber nicht laut gesprochen werden konnte

Am 24. April werden Armenier am Genozid-Mahnmal in Jerewan und andernorts in der weltweiten Diaspora der über 1,5 Millionen Landsleute gedenken, die vor 100 Jahren dem Völkermord im Osmanischen Reich zum Opfer gefallen sind. Im Potsdamer Lepsiushaus wird man dies schon vorher mit einer Lesung aus dem neuen Roman von Varujan Vosganian verbinden.Der 1958 in Rumänien geborene Autor ist armenischer Ab...

»Niveau ist keine Hautcreme«

Ronald Zehrfeld ist ein muskulöses Filmwunder: Sein Leib prädestiniert ihn für RTL, sein Spiel für Arte. Als gefühlvoll physischer Privatdetektiv »Dengler« mischt er in einer neuen Krimi-Serie des ZDF beide Welten durcheinander.

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Lob des Meisters

Vor dem Start einer Snooker-WM reden die Experten meist nur über einen Favoriten: Englands Ronnie O’Sullivan. Doch ausgerechnet der fünfmalige Weltmeister hob nun seinen Landsmann Judd Trump aufs höchste Plateau. »Ich sehe in ihm momentan den Spieler, der vorne ist«, gestand O’Sullivan vor dem Beginn der Titelkämpfe am Samstag in Sheffield. 17 Tage lang wird dort wieder nach dem besten...

Gabi Kotlenko

Berliner wollen Meisterschale behalten

Die Meisterschale soll bleiben, wo sie ist - das ist jedenfalls das klare Ziel des Titelverteidigers. Spätestens am 3. Mai wird feststehen, ob der Plan gelingt. Am Sonnabend findet am Bodensee das erste von fünf möglichen Spielen um den deutschen Volleyball-Meistertitel zwischen dem VfB Friedrichshafen und dem Titelträger der vergangenen drei Jahre statt, den BR Volleys. In den vergangenen beiden ...

Der Oranienplatz bebt
Tim Zülch

Der Oranienplatz bebt

Peter Fox, Zugezogen Maskulin und andere Rapper haben in Berlin eins ziemlich deutlich gemacht: Rassismus ist nicht willkommen, Refugees sind es dagegen sehr gern! Bei Beats gegen Rechts setzten Tausende tanzend und springend ein Zeichen.

ndPlusKlaus Weise

Idealismus reicht nicht mehr

Die deutschen Schwimmer mit Handicap verlieren immer stärker den Anschluss zur Weltspitze. Die Gründe dafür liegen in der Förderstruktur. Viele Vereine und Stützpunkte bleiben Einzelkämpfer.

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ndPlusAlexander Ludewig

Das 300 000-Euro-Spiel

Wahlkampfgetöse: Die Stadt Bremen will sich die Zusatzkosten für das Risikospiel des SV Werder gegen den Hamburger SV vom Fußball bezahlen lassen.

Gegen den Trend

Klaus Allofs erlitt am Donnerstagabend mit Wolfsburg beim 1:4 im Viertelfinale der Europa League gegen den SSC Neapel einen Rückschlag. Optimistisch blickt der VfL-Geschäftsführer dennoch in die Zukunft.

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Mehr Personal für Ämter

Die teils überlasteten Bezirksämter bekommen mehr Personal. Für die Jahre 2016 und 2017 seien 301 zusätzliche Stellen für die von der wachsenden Stadt besonders betroffenen Bereiche vorgesehen, erklärte die Finanzverwaltung am Freitag. Dazu gehören unter anderem die Gesundheits-, Jugend- und Standesämter, aber auch Ordnungs- und Hochbauämter. Das Wachstum Berlins sei eine Herausforderung für die V...

ndPlusAndreas Fritsche

Zwei für alle, alle für einen

Vor politischen Auseinandersetzungen und Machtkämpfen, in die oft persönliche Befindlichkeiten mit hineinspielten, war die brandenburgische Linksfraktion in der Vergangenheit nicht gefeit. Doch die aktuelle Aufgabe, einen Führungswechsel hinzubekommen, scheint sie ohne Querelen zu lösen. Einer für alle, alle für einen!Angesichts einer nicht mehr besonders dicken Personaldecke ist es sogar eine kom...

Christin Odoj

Intensivkurse gegen Psychoterror im Klassenraum

Fast eine Million SchülerInnen sind bundesweit regelmäßig Opfer oder Täter, wenn es um Mobbing geht. In Berlin wurden jetzt 100 Lehrer zu Anti-Gewalt-Trainern ausgebildet.

Bernd Kammer

Diesmal könnte es klappen

Die Finanzierung des Pannen-Airports scheint vorerst gesichert. Die Baubehörde lobt die Zusammenarbeit mit dem Flughafen.

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Gartenschau wird eröffnet

Tulpen blühen auf dem Gelände der Bundesgartenschau (BUGA) in Brandenburg/Havel. Die BUGA öffnet an diesem Sonnabend ihre Pforten. Sie ist verteilt auf fünf Standorte in Brandenburg/Havel, Rathenow, Premnitz, Rhinow/Stölln und Havelberg. Geöffnet ist im April und im Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr, von Mai bis September bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 18 Euro, Kinder und Jugendl...

Neue Liebe Alt-Mitte

»Alte Mitte - neue Liebe?« - unter diesem Motto sollen die Berliner nach dem Wunsch des Senats in den kommenden Monaten über die Zukunft des Areals zwischen Fernsehturm, Spree, Marienkirche und Rotem Rathaus debattieren. Die auf mehrere Monate angesetzte Reihe wird von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) am Samstag (13.00 Uhr) im Berlin Congress Center am Alexanderplatz eröffnet. In Bürg...

Blitzmarathon

Beim europaweiten Blitzmarathon sind in Berlin weniger Autofahrer zu schnell gefahren als bei normalen Kontrollen. Von den mehr als 75 000 am Donnerstag kontrollierten Fahrern waren rund 3670 mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, teilte die Polizei am Freitag mit. Das sei ein deutlich geringerer Anteil als bei den Messungen der Polizei. Die 268 Kontrollpunkte hatte die Polizei im Vorfeld veröf...

AfD wählt Vorstand

Alexander Gauland steht als AfD-Landeschef nicht infrage. Doch schon, wenn es um die weiteren Vorstandsmitglieder geht, sieht die Sache ganz anders aus.

Andreas Fritsche

Leser wandern zur Müggelseeperle

Bei der 93. nd-Leserwanderung gibt es zwei 9 und 14 Kilometer lange Strecken. Ziel ist das Hotel Müggelsee Berlin.

ndPlusAndreas Fritsche

Führungswechsel bei den LINKEN

Fraktionschefin Margitta Mächtig will aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten und gibt ihr Amt vor der Sommerpause ab. Die LINKE denkt in aller Ruhe über die Nachfolge nach. Erste Kandidaten werden bereits gehandelt.

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Tipps für Bernsteinsucher

Ribnitz-Damgarten. Geheimnisvolles Leuchten: Besucher betrachten im Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten (Mecklenburg-Vorpommern) Abbildungen des verschollenen Bernsteinzimmers. Nach Umbauarbeiten öffnete das Museum Anfang April wieder komplett und mit neuem Konzept. »Wir setzen mehr auf Aktionen und Beteiligung der Besucher«, sagte der wissenschaftliche Leiter, Axel Attula. So wurde zum Beispiel ...

Marianne Walz

Befreiungsort und DKP-Hochburg

Seit 1945 in den Niederlanden Krieg und Besatzergewalt endlich vorbei waren, feiert das Land jährlich am 5. Mai den Bevrijdingsdag (Befreiungstag). In Wageningen, dem Ort der Unterzeichnung der Kapitulationserklärung der deutschen Wehrmacht in den Niederlanden, pflegen Friedensaktivisten seit 1983 die Verbindung zum südhessischen Mörfelden-Walldorf. Sie führte 1992 zu einer Städtepartnerschaft. Di...

ndPlusHendrik Lasch, Meißen

Populärer Brandlöscher

In Sachsen braut man viel Bier, in Sachsen trinkt man viel Bier - und das schon sehr lange: Auf der Albrechtsburg Meißen wird jetzt eine 1000-jährige Beziehung gefeiert.

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Buchpremiere abgesagt

Die Buchpremiere »Mein Leutnant« des großen russischen Autors Daniil Granin, die am Montag in der Akademie der Künste am Pariser Platz stattfinden sollte, ist abgesagt. Ebenso das angekündigte Gespräch Granins, der als Kriegsfreiwilliger die 900 Tage dauernde Belagerung Leningrads miterlebte, mit dem gleichaltrigen Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt, der 1941 als Wehrmachtsoffizier vor Leningrad st...

Großer Bahnhof für Moby Dick

In unterschiedlichen »Bauphasen« wird seit Freitag im Hamburger Bahnhof in Berlin eine raumgreifende Arbeit von Installationskünstler Michael Beutler zu sehen sein. Die Historische Halle des Ausstellungshauses werde selbst zum Protagonisten der Schau, teilte das Museum mit. Beutler mache den Raum zugleich zu einem Ort kontinuierlicher Produktion, zu einer »Werkshalle Museum«. Der Entstehungsprozes...

Stephan Klaubes bunte Welt

Die Ausstellung »Stephan Klaube. Still-Leben. Malerei - Zeichnungen - Objekte - Skulpturen« präsentiert die Galerie Büsch in der Glockenturmstraße 20a vom 18. April bis 2. Juni. Die Schau in der Glockenturmstraße 20a gibt einen kleinen Einblick in die bunte Welt von Klaubes Kunst-Klaube bewies sein Können bereits während seiner Tätigkeit am Opernhaus Zürich, am Staatstheater in München und als Kün...

Salgados Schöpfung

In Anwesenheit des Künstlers ist der Presse am Freitag die Ausstellung zu Sebastião Salgados »Genesis«-Projekt im Berliner Amerikahaus vorgestellt worden. Die Galerie C/O Berlin zeigt 245 in jahrelanger Annäherung entstandene Schwarz-Weiß-Fotografien archaisch anmutender Landschaften von diesem Sonnabend an bis zum 16. August (tgl. 11 bis 20 Uhr).Der 1944 in Brasilien geborene Fotograf wolle »das ...

ndPlusRobert Meyer

Ein wenig Magie, ein wenig Dali

»Gebrochene Morphologie« ist eine der ersten Assoziationen beim Betrachten der neuen Bilder von Eckart Hahn. Gleich ins Auge sticht ein fast schon fotorealistisch gemaltes Bild, das ein Pferd zeigt ohne Kopf, aber mit zwei Schwänzen, wobei der eine nach oben geht und bei dem die Haare des Schwanzes eine Wölbung einnehmen, die grob einer Kopfform ähnelt. »Myzel«, Eckart Hahn hat seiner Ausstellung ...

Senioren mit Bloßstellung gedroht

Mainz. Ein Prozess gegen vier angebliche Partnervermittler wegen Betrugs an Hunderten Senioren hat in dieser Woche vor dem Landgericht Mainz begonnen. Der Staatsanwalt warf den Angeklagten am Donnerstag vor, zwischen 2009 und 2013 ihre Opfer hinters Licht geführt und auch bedroht zu haben. Sie hätten diese zunächst zu Vermittlungsverträgen überredet und versprochen, mit Hilfe einer Analyse individ...

Gänsehaut am Amerika-Kai

Das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven ist einzigartig. Es bietet Besuchern eine lebensechte Reise in die Zeit der Auswanderung vor allem in die USA. Und der Bogen ins heute wird auch geschlagen.

ndPlusCelestine Hassenfratz

»Wir sind Ratten für sie«

Die Künstlerin Brina Stinehelfer hat gemeinsam mit afrikanischen Flüchtlingen ein Theaterstück erarbeitet. Text und Script gibt es nicht, denn die Männer spielen ihre eigenen Geschichten.

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Gabriele Oertel

Eine Menge Futter

Politiker haben es nicht leicht. Wie die Wähler ihre Arbeit finden, erfahren sie nur alle vier Jahre bei Wahlen. Ob die Bürgerbefragung »Gut leben in Deutschland - was uns wichtig ist« etwas dagegen erreichen kann?

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ndPlusReiner Oschmann

«Alles, was wir sahen, war tot»

Es war ein schöner Tag und wir hätten lieber Picknick gemacht als das, was wir nun auslösten«, berichtet Augenzeuge und »Gas-Pionier« Willi Siebert über jenen 22. April 1915 am Rand der flämischen Stadt Ypern, als das kaiserliche Deutschland gegen 18 Uhr, der Wind günstig aus Nordost, an der erstarrten Westfront des Ersten Weltkriegs den weltweit ersten Einsatz von Chemiewaffen führt: 160 Tonne...

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ndPlusOlaf Standke

Langer Weg zur Ächtung der Chemiewaffen

Chemische Kampfstoffe sind Massenvernichtungswaffen, das zeigte bereits ihr Ersteinsatz. Historiker gehen von bis zu 91 000 Opfern im Ersten Weltkrieg aus. Bleibende Gesundheitsschäden erlitten über 1,2 Million Soldaten. Dabei war die Verwendung giftiger Substanzen schon durch die Haager Landkriegsordnung von 1899 und 1907 geächtet worden. Trotz der schrecklichen Kriegserfahrungen setzten Kolon...

Subjektive Zeugnisse helfen begreifen

Aus welchen Augenzeugenquellen haben Sie geschöpft? Von Offizieren und Soldaten der verbündeten Streitkräfte, die gegen Deutschland kämpften. Aber auch von belgischen Zivilisten sowie von einem deutschen Giftgas-Pionier. Naturgemäß sind die Berichte subjektiv und widersprechen sich mitunter. Das liegt daran, dass manche Berichte kurz nach dem Angriff entstanden, andere Jahre oder Jahrzehn...

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Nachruf: Heidrun Heidecke

1. 7. 1954 - 10. 4. 2015 Was bleibt: Wildnis. 1300 Hektar am Goitzsche-See bei Bitterfeld, auf denen sich Natur ungestört entwickeln kann und wo sich seltene Arten ansiedelten, zuletzt gar der Seeadler. Wildnis in einer Region, die bis vor 25 Jahren durch Kohle und Chemie geschunden war. Heidrun Heidecke hat ihr mit Mitstreitern vor allem beim BUND, in dessen Wildnisprojekt sie arbeitete ...

Nachruf: Percy Sledge

25. 11. 1941 - 14. 4. 2015 Ein einziges Lied war sein Schicksal. Aber was für eins, möchte man einwerfen: »When a Man loves a Woman« von 1966 ist eine der anrührendsten Soulschnulzen überhaupt. Der zurückgenommene Dreiviertel-Rhythmus, die dezenten Bläserharmonien, die melancholische Hammondorgel - sie sind das perfekte Fundament für sein klagendes Timbre: Wenn Percy Sledge seinen bitters...

ndPlusVelten Schäfer

E-Mails kriegen viele

Neonazis bedrohen ihre Kinder, terrorisieren ihr Leben. Karen Larisch engagiert sich gegen Rechtsradikale und muss deswegen um ihr Leben fürchten. Die Stimmung ist aggressiv, aber sie steht nicht allein.

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Max Boehnel

Zweifel an der Einzeltäter- Theorie

Die offizielle Version vom ausschließlichen Täterduo McVeigh, der 2001 hingerichtet wurde, und seinem Helfer Terry Nichols, der lebenslang im Knast einsitzt, ist auch laut Heidi Beirich vom Southern Poverty Law Center nicht glaubhaft. Zum einen sei es unwahrscheinlich, dass zwei Männer im Alleingang unbemerkt über Monate hinweg eine drei Tonnen schwere Sprengladung zusammenkaufen, bauen, testen...

Männer aus der Mitte der Gesellschaft

Am 19. April 1995 explodierte morgens vor dem Alfred-P.-Murrah-Gebäude im Zentrum von Oklahoma City eine fürchterliche Bombe. Dutzende Mitarbeiter von Bundesbehörden, die gerade ihre Arbeit begonnen hatten, wurden auf der Stelle zerrissen. 19 Kinder in dem ebenfalls im Gebäude untergebrachten Kindergarten starben auf der Stelle. Insgesamt waren 168 Todesopfer zu beklagen, Hunderte von Menschen ...

Die Antwort ist Schweigen

Sieht die Regierung des US-Präsidenten Barack Obama Rechtsextremismus als Problem an? Auf einer Washingtoner Extremismus-Konferenz im letzten Jahr erwähnte Obama in seiner Rede zwar Neonazi-Anschläge. Aber »Countering Violent Extremism«, wie es im Washington-Sprech heißt, also die Arbeit gegen gewalttätigen Extremismus, bedeutet fast ausschließlich Druck auf die islamischen Gemeinden, als...

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ndPlusBjörn Hayer

Im Kabinett der Schwermütigen

In seinem Essayband »Unglücklich sein« (2012) sagt der Wilhelm Schmid eine »kommende Epoche der Melancholie« voraus. Die Überforderungsgesellschaft scheint offenbar am Abgrund angelangt zu sein. Wo »Burnout« als stetiges Schreckensgespinst grassiert und der Staat im postnationalistischen Zeitalter mehr und mehr seine Visionen aufgibt, ist die Schwermut zur Signatur der Gegenwart geworden. Der 1...

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Oliver Schott

Ficken ohne Reue

Die Monogamie sollte ausgedient haben, denn Polyamorie schafft mehr Vertrauen. Oliver Schott erklärt, warum die sexuelle Freiheit jedes Einzelnen die Bedingung der sexuellen Freiheit aller ist.

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ndPlusJürgen Amendt

Warum nicht?

In den nächsten Wochen stehen Hunderttausende von Abiturienten im Stress: Die Abiturprüfungen stehen an. Auch der 17-jährige Gymnasiast Simon Schräder bereitet sich derzeit auf die Prüfungen vor. Für seine Vorbereitung wäre es hilfreich, schrieb Schräder in einem Brief an das nordrhein-westfälische Schulministerium, wenn er die Aufgaben etwa in Mathe oder Physik schon vorher kennen würde. Er ba...

ndPlusLena Tietgen

Bildungsziel verfehlt

Im Jahr 2000 verpflichteten sich 164 Staaten, bis 2015 das Programm »Bildung für alle« umzusetzen. Zwei der Ziele, die »Grundbildung für alle Kinder und der Abbau der Geschlechterdisparitäten«, entsprachen auch laut unesco.de den sogenannten Millenniumszielen der Vereinten Nationen, zu den sich damals 189 Länder bekannten. Andere Ziele waren »Ausbau der frühkindlichen Bildung, Absicherung der L...

Legasthenie ist keine Störung

Herr Schulte, Sie haben mehrfach das deutsche Schulsystem kritisiert und von einem um sich greifenden »Sortierungswahn« gesprochen. Wie meinen Sie das? Na ja, vielleicht habe ich mit dem »Sortierungswahn« den Nagel noch nicht recht auf den Kopf getroffen. Denn der Begriff legt das Missverständnis nahe, die Kritik richte sich nur gegen den Ausbau der an und durch Schule praktizierten Selek...

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Werner G. Fischer

Wer wird Berlin nehmen?

In der Nacht zum 16. April 1945 erhält ein junger Leutnant der Roten Armee auf dem Armee-kommandopunkt Reitweiner Sporn einen ungewöhnlichen Auftrag. Er soll vor der in wenigen Stunden beginnenden sowjetischen Großoffensive mit seinem Lautsprecherwagen die gegenüberliegenden deutschen Soldaten auffordern, den Kampf einzustellen und sich gefangen zu geben. Er heißt Stefan Doernberg und ist in Be...

Seite 26
ndPlusAnne Gonschorek

Mutanten als Jagdbeute nach Maß

Sie sind leicht zu erkennen: Das golden anmutende Fell unterscheidet Columbus deutlich von den grau-schwarzen Gnus um ihn herum. Doch in der Wildnis würde ein Prachtexemplar wie er nur selten vorkommen: Mehr als 99,9 Prozent aller »Wildebeest«, also »Wilden Biester«, wie sie die Südafrikaner nennen, haben ein dunkles Fell. Der dreijährige Bulle und seine Abkömmlinge sind jedoch auch kein Zufall...

Martin Koch

Ein Vulkan macht Geschichte

Das Jahr 1816 ging als ein ganz besonderes in die mitteleuropäische Geschichte ein - als »Jahr ohne Sommer«. Seit Wochen habe es alle Tage geregnet, berichtete ein Bauer im Juli 1816 in der Dorfchronik von Dormagen: »Das Korn ist noch grün, Erdäpfel und dicke Bohnen wegen dem vielen Regen noch zu jung.« Auch anderswo in Deutschland war das Wetter zwischen Mai und September fast durchweg feucht ...

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Lebensspuren?

US-Präsident Bill Clinton wählte seine Worte mit Bedacht. »Er zeugt von der Möglichkeit des Lebens«, sagte er am 7. August 1996 über den Meteoriten ALH 84001, den ein Wissenschaftler in der Antarktis gefunden hatte und dessen Herkunft vom Mars gesichert werden konnte. Umstritten ist dagegen bis heute, ob die darin gefundenen Strukturen und Moleküle wirklich als Lebensspuren gedeutet werden könn...

Hans-Arthur Marsiske

Aliens sind nicht leicht zu erkennen

Im Kino ist die Sache immer klar und eindeutig: Da landet ein Raumschiff auf der Erde und es steigen seltsame Gestalten aus, mal mit schleimigen Körpern und Tentakeln, mal mit grüner Haut und Antennen auf den Köpfen. Jedenfalls ist kein Zweifel möglich: Das sind Lebewesen aus dem All. In der Wirklichkeit erweist sich der Nachweis außerirdischen Lebens als erheblich schwieriger. Ein instru...

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ndPlusHeidi Diehl

Am Anfang stand pure Abenteuerlust

Er war jung, chaotisch, abenteuerlustig – und er hatte kein Geld. Und natürlich wollte Michael Müller die Welt verändern, wie es sich gehört, wenn man Mitte 20 ist. So zog es ihn 1978 weg aus dem vermieften Deutschland, dorthin, wo sich vermeintlich die Welt gerade zum Besseren veränderte. Nach Portugal! Denn seit die Portugiesen 1974 den verhassten Diktator Salazar zum Teufel gejagt hatten, zo...

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So geht’s: Machen Sie mit!

Die Texte dürfen 60 Maschinenzeilen à 90 Zeichen (einschließlich Leerzeichen) nicht überschreiten. Längere Geschichten haben keine Chance, in die Wertung zu kommen. Über illustrierende Fotos zu Ihrem Text freuen wir uns. Wenn Sie diese nicht in digitaler Form besitzen, schicken Sie die Bilder als Reproduktion, da es sich sicher häufig um unwiederbringliche Zeitdokumente handelt! Eins...

Entscheidung fürs Leben

Ich war ein Glückskind, zwar wurde ich in Nazideutschland geboren, habe aber die produktivsten Jahre meines Lebens in der DDR leben und arbeiten dürfen. Mir standen viele Wege für meine schulische und berufliche Entwicklung offen, gerade deshalb hatte ich schwere Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, ob ich Pädagogik studieren sollte, weil es mein Kindheitstraum war, Lehrerin zu werden, oder...

Wir freuen uns auf Ihre Post

Auch in dieser Woche veröffentlichen wir wieder zwei Beiträge von denen, die uns bislang schon zum 13. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb unter dem Motto: »Wenn alle Wege offen sind« erreichten. Kinder, wie die Zeit vergeht, möchte man zu dem von Rainer Korte aus Georgsmarienhütte sagen: Gerade ist man noch mittendrin im Berufsleben und das Rentnerdasein vermeintlich weit weg, und schon muss man si...

Wenn Rentner nicht mehr die anderen sind

Rügen ist fast das Paradies - ganz besonders wenn man Urlaub außerhalb der Saison machen darf. Leere Strände, freie Restaurantplätze, keine Staus und auch noch Nebensaisonpreise. Das können wir vor dem großen Ferienbeginn genießen - die Kinder sind lange aus dem Haus, wir machen Urlaub, wann es uns passt. Ganz allein sind wir in Göhren allerdings doch nicht. Mit uns genießen viele Rentner...

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Heidi Diehl

«Theater war mein Leben»

Glück oder Pech« hieß 2007 das Motto des 6. nd-Lesergeschichten-Wettbewerbs, an dem sich auch Dr. Käthe Vogeler-Seelig mit einer berührenden Geschichte beteiligte. Was für ein Glück, denn so lernten wir uns kennen. Anfangs schrieben wir uns E-Mails, sie äußerte sich vor allem zur Zeitung, der sie sich seit fast 60 Jahren verbunden fühlt. Ich lernte sie als eine politisch engagierte Frau kennen,...