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Archäologie der Arbeit

Berlin. »Ein proletarisches Klassenfest« hat Friedrich Engels den 1. Mai einmal genannt. Vor 125 Jahren begingen ihn Hunderttausende in Europa zum ersten Mal: den »Tag der Arbeit«. Damals war die Industrialisierung noch im Gange. Heute stehen wir wieder vor so einer Revolution, glaubt der Chef der Gewerkschaft IG Metall. Neue Schübe der Technologieentwicklung werden die Art, »wie wir prod...

UNTEN LINKS

Die einen gehen zur Demo, andere in den Garten, die Dritten zum ersten Frei-Bier - und alle seien gewarnt: Der 1. Mai ist der gefährlichste Tag des Jahres. Statistiker haben herausgefunden, dass nicht etwa zwischen Weihnachten und Neujahr die meisten Verkehrsunfälle passieren, sondern am ersten Tag des sogenannten Wonnemonats das statistische Risiko vier Mal höher liegt. Was also tun mit derlei...

Neues aus Arbeitsurdistan

Kurz vor dem Tag der Arbeit stapeln sich die Studien und Meldungen aus der bundesrepublikanischen Arbeitswelt. Wer dachte, dass der Spruch »Wer keine Arbeit hat, hat Zeit, aber kein Geld - wer arbeitet, hat Geld, aber keine Zeit«, hirnrissig ist, kann noch eines Schlechteren belehrt werden.

Nigerias Armee befreit 300 Geiseln

Abuja. Bei einer Offensive auf Lager der Terrorgruppe Boko Haram hat Nigerias Armee nach eigenen Angaben 200 Schülerinnen und 93 Frauen befreit. Ob sich unter den Befreiten auch Schülerinnen des Internats in Chibok befinden, sei noch unklar, sagte ein Armeesprecher. Die Verschleppung von 276 Mädchen dort vor mehr als einem Jahr hatte weltweit Entsetzen hervorgerufen.Ein neues Schlaglicht auf den T...

Grit Gernhardt

Zu wenig zum Leben

Hartz-IV-Bezieher müssen immer öfter auf Darlehen zurückgreifen, um alltägliche Dinge bezahlen zu können. Und auch Erwerbstätige kommen mit ihrem Einkommen oft nicht aus.

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Tom Strohschneider

Herbarium der Deindustrialisierung

Zum Tag der Arbeit zeigen wir Fritz Faberts »Archäologie der Arbeit«: über die Vergangenheit der Fabriken, staubige Abdrücke der Deindustrialisierung in der DDR und das Blühende in den Landschaften.

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Der persönliche 1. Mai

Anlässlich des Maifeiertages ein kleiner Ausblick auf das, was Menschen an ihrem ganz persönlichen Tag der Arbeit tun – als 
Politaktivist, Polizist, Gewerkschafter, Journalist oder Laubenpieper.

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Ingolf Bossenz

Politik ohne Pardon

Amazing Grace - erstaunliche Gnade. Der gemeinsame Gesang des bekannten Kirchenlieds war der letzte Trost der Verurteilten, bevor sie von den Salven der Erschießungskommandos getroffen wurden.

Silvia Ottow

Schöner sterben

Sterben ist kein schönes Thema, aber Sterbebegleitung - oder wie der Fachmann sagt: Palliativmedizin - ist es noch weniger. Menschen, die ihre letzte Lebensphase in Würde und ohne Schmerzen erleben dürfen, sind offenbar in der Minderzahl.

ndPlusRegina Stötzel

Die Sache mit dem Restrisiko

Wer nicht nach bestem Wissen und Gewissen von sich behaupten kann, gesund zu sein, sollte nicht Blut spenden. Skandalös ist, dass schwulen Männern nicht dasselbe Maß an Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen zugetraut wird wie allen anderen.

ndPlusMartin Ling

Friedfertig

Pierre-Claver Mbonimpa ist wieder auf freiem Fuß, der Konflikt in Burundi schwelt aber weiter. 2001 gründete Mbonimpa die Menschenrechtsorganisation APRODH, die bedeutendste ihrer Art in dem ostafrikanischen Land.

ndPlusAlexander Ulrich

SYRIZA als Chance für Europa

Zu Recht weisen die Vorsitzenden der DGB-Gewerkschaften in ihrem »Europa neu begründen«-Aufruf darauf hin, dass es undemokratisch sei, von der griechischen Regierung eine Fortsetzung der alten Politik zu verlangen.

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Thüringen: Mehr Geld für Verfassungsschutz?

Berlin. In der Erfurter rot-rot-grünen Regierungskoalition gibt es Ärger wegen einer geplanten Budgetsteigerung für den Verfassungsschutz. Nach dem Haushaltsentwurf für 2015, den das Kabinett verabschiedet hat, sollen für die Behörde in diesem Jahr 6,866 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. 2014 waren 6,153 Millionen Euro veranschlagt worden. Die geplante Steigerung stehe im Zusammenhang ...

René Heilig

Deutsches Vorbild bei Terrorabwehr

Mit einem »bunten Strauß« von Maßnahmen will die Europäische Kommission den Anti-Terror-Kampf befördern. EUROPOL wird aufgewertet, die Kontrolle der Geheimdienste bleibt auf der Strecke.

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ndPlusVelten Schäfer

Markenzeichen: Pflasterstein

Die Aufrufe sind gebloggt, das »Mobi-Video« gestreamt, die Hauptdarsteller mit und ohne Uniform sind startklar – und die Krawallastrologie hat ihre Prognose getroffen. Der Kreuzberger 1. Mai steht vor der Tür.

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ERT sendet wieder

Athen. Das griechische Parlament hat die Wiederöffnung des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ERT beschlossen, der vor knapp zwei Jahren aus Spargründen geschlossen worden war. Das Gesetz wurde in der Nacht zum Mittwoch in Athen vor allem mit den Stimmen der Regierungsparteien verabschiedet. Die sozialistische PASOK-Partei und weitere Mitte-Links-Abgeordnete gaben einigen der Gesetzesartikel ih...

Anna Maldini, Rom

Pozzallo ist ein Symbol

»Integration, Arbeit, Entwicklung. Man muss die Rechte aller respektieren und darf niemanden ausschließen.« Unter diesem Motto steht der 1. Mai in Italien. Die Gewerkschaften organisieren im ganzen Land Kundgebungen.

Anke Stefan, Athen

Gewerkschaften rüffeln SYRIZA

Griechenlands Gewerkschaften wollen gegen die Erpressung durch die Gläubiger demonstrieren. Aber sie sind auch mit SYRIZA unzufrieden. Gründe, um auf die Barrikaden zu gehen, sehen die Gewerkschaften genug.

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Prophylaxe für rostenden Atommüll

Kiel. Mit strengeren Vorgaben für die Betreiber will Schleswig-Holstein die Sicherheit bei der Zwischenlagerung schwach- bis mittelradioaktiver Abfälle erhöhen. Die Überwachung durch die Atomaufsicht setze künftig bereits beim Befüllen der Behälter ein, sagte Energieminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch bei der Vorstellung des Berichts zu Rostschäden an Atommüllfässern in Brunsbüttel. Eine...

Regeln für den Kampf gegen Bio-Piraterie

Berlin. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch in Berlin den Beitritt zum Nagoya-Protokoll beschlossen. Dieses internationale Abkommen soll verhindern, dass Unternehmen den biologischen Reichtum armer Länder ausbeuten, ohne diese am Gewinn zu beteiligen. Von dem Abkommen verspricht sich das Bundesumweltministerium auch einen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt. Das Nagoya-Protokoll stellt Re...

Hermannus Pfeiffer

Begrüßungsgeld dank Staat

An diesem Donnerstag ruft die Commerzbank ihre Aktionäre zur Hauptversammlung - und hat für sie einige Überraschungen parat.

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ndPlusBarbara Driessen

Therapie gegen das Kindsein?

Eltern sollten mehr Selbstvertrauen haben, sich gegen vorschnelle Therapien für ihre Kinder zu wehren, findet der Düsseldorfer Kinder- und Jugendarzt Michael Hauch.

Ulrike Henning

Eine innige Beziehung

Es ist paradox: Arbeit kann krank machen, aber auch ihr Verlust vermag dem Gesundheitszustand des Menschen erhebliche Schäden zuzufügen.

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Fachzentrum für Migranten geplant

Die Berliner Ausländerbehörde fordert angesichts der weiter steigenden Flüchtlingszahlen mehr Personal. »Zwar hat es in den letzten Wochen personelle Verstärkung gegeben, aber die zusätzlichen 60 Mitarbeiter sind zu wenig«, sagte der Leiter der Behörde, Engelhard Mazanke, am Mittwoch im Inforadio des rbb. Die Lage sei in den vergangenen Wochen angespannt gewesen. »Wir sind tatsächlich nicht mehr i...

Andreas Fritsche

Armee abschaffen

In Berlin hat es dagegen Widerstand gegeben, dass Bundeswehroffiziere an Schulen werben, und auch in Brandenburg wird jetzt wieder darüber gestritten.

Christian Baron

Arbeiten ohne Leistungsdruck

In der »Werkgemeinschaft für Berlin-Brandenburg« in Zehlendorf arbeitet niemand für den Profit oder als Selbstzweck. Erlaubt ist, was dem seelischen Befinden hilft.

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Brand in Seniorenheim

Eberswalde. 13 Menschen sind bei einem Brand in einem Seniorenheim in Eberswalde (Barnim) verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, brach das Feuer am Dienstagnachmittag aus. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und konnte alle Bewohner und das Pflegepersonal aus dem Haus holen. Trotzdem mussten zwölf Heimbewohner und eine Pflegerin mit Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht ...

ndPlusAndreas Fritsche

Vänsterpartiet setzt auf Vattenfall

Schwedens Staatskonzern Vattenfall will Tagebaue und Kraftwerke in der Lausitz abstoßen und sich zurückziehen. Gemeinsam wollen die schwedische und die brandenburgische Linkspartei dagegen vorgehen.

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Abi-Aufgaben auf der Straße gefunden

Erfurt. Zwei Wochen vor der Abitur-Klausur in Physik sind in Thüringen schon die Prüfungsaufgaben aufgetaucht - wahrscheinlich wurden sie gestohlen. »Die Aufgaben sind am Freitag von einer aufmerksamen Passantin in einem Beutel an der Hauptpforte der Ministerien abgegeben worden, den sie in der Nähe auf der Straße gefunden hat«, sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Gerd Schwinger, am Mi...

Mehr Planungssicherheit für Fahrgäste

Wann kommt der Bus an - und wie komme ich dann weiter? Diese Frage ist für Reisende nicht immer leicht zu beantworten. In Sachsen-Anhalt soll sich das nun ändern.

ndPlusRudolf Stumberger, München

»Des werd a totaler Vollrausch«

Striptease, Tabledance und Bullriding - die Maibaum-Tradition nimmt in Bayern immer öfter seltsame Züge an. Am 1. Mai weiht der Pfarrer den Baum aber trotzdem.

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Durchmogeln bis zur Frührente

Seit Tagen hagelte es Kritik gegen die die von Schwarz-Rot in Sachsen geplante Absenkung des Rentenalters für Abgeordnete. Nun rudert die Koalition zurück.

Ullman zu »Du sollst nicht töten«

Der Künstler des Berliner Mahnmals zur Erinnerung an die NS-Bücherverbrennung, Micha Ullman, hat dazu aufgefordert, auch in ernsten Lagen das Lachen nicht zu verlernen. »Diktaturen und Terror lieben nicht das Lachen, es ist sogar verboten«, sagte er am Dienstagabend laut Redemanuskript bei einer Veranstaltung in der Berliner St. Matthäus-Kirche. »Eine der größten Gefahren, meiner Meinung nach, ist...

Andreas Gläser

Herr Gauck, als was arbeiten Sie eigentlich?

Über die Finanzierungsmodelle eines bedingungslosen Grundeinkommens haben sich einige kluge Köpfe selbige fast zerbrochen und ihre Ideen der lieben Tante Google zur Weiterverbreitung anvertraut. Dass genügend Gelder sonstwo verschwendet werden, ist bekannt. Dennoch müssen in unserer Hamsterradrepublik viele Menschen davon ausgehen, zeitlebens per prekärem Verhältnis am Rotieren zu sein. Fachkräfte...

ndPlusCelestine Hassenfratz

Asozial und ausgegrenzt

Es ist ein Versuch - der Versuch, politische Realität durch Kunst herauszufordern. 70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus hat Tucké Royale, ein Hamburger Performancekünstler, den »Zentralrat der Asozialen in Deutschland« (ZAiD) gegründet. Der ZAiD, sagt er, ist mehr Kunstprojekt als Opfervereinigung, eine »soziale Plastik« im Sinne der Beuys’schen Idee einer gesellschaftsverändernden Kun...

Hendrik Lasch, Bad Muskau

Der Spleen des grünen Fürsten

Am 1. Mai 1815 rief Fürst Pückler seine Untertanen auf, ihm bei der Anlage eines Parks zu helfen. Ab Freitag feiert man in der malerische Anlage, die zum UNESCO-Welterbe gehört, das Jubiläum.

Alice Bachmann, Bremen

Frischekur für Bremens Mai-Tanz

Er hatte sich in Bremen längst ausgetanzt, der traditionelle »Tanz in den Mai« im Gewerkschaftszelt auf den Weserwiesen zu Füßen des Werder-Stadions. Oder auf dem Domshof, im Angesicht des ehemaligen Machtzentrums Kirche und des noch immer aktuellen Machtzentrums Rathaus. Die Maifeiern mit Solidaritätsadressen an andere Völker, soziale Bewegungen und Gewerkschaften in anderen Ländern hatten in den...

Arbeitskampf, nicht Kunst

Der Weddinger Projektraum okk befindet sich im Streik. Der Arbeitskampf ist vorerst unbefristet, wird aber durch Veranstaltungen im »Monat der Performancekunst« – eine davon an diesem Donnerstag – unterbrochen.

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Zusammen

Für eine Kunstaktion hat sich der Wikileaks-Aktivist Jacob Appelbaum mit dem chinesischen Konzeptkünstler Ai Weiwei zusammengetan. In Peking hätten die beiden zusammen ein Kunstwerk erstellt, teilte das New Museum in New York mit. Die Filmemacherin Laura Poitras habe die Arbeit der beiden dokumentiert. Ihr Film werde bei einer Veranstaltung am Samstag in dem Museum in Manhattan Premiere feiern und...

UNESCO bilanziert die Kultur-Schäden

Berlin. Nach dem schweren Erdbeben in Nepal beginnt die UNESCO, alle Informationen über das Ausmaß der Zerstörung des Weltkulturerbes zu bündeln. Das UNESCO-Büro in Kathmandu habe eine Datenbank eingerichtet, in der die Schäden dokumentiert werden, sagte Direktor Christian Manhart am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst. »Informationen über die Zerstörung bekommen wir von der Bevölkerung vor...

Der Arbeitsbegriff der digitalen Kreativwirtschaft

Arbeit ist Freizeit, Freizeit ist Arbeit. Wer arbeitet, hat Spaß. Wir erholen uns, weil wir arbeiten - Das Orwellsche Mantra, durch das der Begriff «Arbeit» erst seine Wa(h)re Definition erfährt, beherrscht kein Zweig der modernen Arbeitswelt so perfekt wie der der digitalen Kreativwirtschaft. Ihre Sätze sind geschmeichelte Befehle zum unbedingten Arbeitseinsatz, die an den Kollektivgeist im Su...

ndPlusTobias Riegel

Save the Messenger

Würde man den Qualitätsjournalismus an seinem Einsatz für seine wichtigsten Quellen messen - das Urteil wäre wenig schmeichelhaft. Dabei wird mit Edward Snowden und Chelsea Manning richtig viel Geld verdient.

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Torten backen - auch nicht schlecht

Ist’s ein Moskwitsch? Nein, wohl ein Wolga. »Keine Bange, wir nehmen eine Zange« - das Lied von Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler möchte man summen, auch wenn die Zange auf dem Bild von Zdenek Miler fehlt. Dreijährige werden von Schraubenschlüssel und Hammer begeistert sein, selber gern aus einer Dampflokomotive winken wollen und sich vorstellen, mit der Arzttasche zu einem Kranken zu ei...

ndPlusMatthias Biskupek

Der Knabe Tom

Bücher werden immer häufiger von Leuten produziert, die aus dem Fernsehen oder den sozialen Netzwerken deutlich herausgucken. Da gibt es dann vor allem Biografisches. Auch die Spötter der Nation scheinen gegen jenes merkantile Gebaren nicht gefeit. Sind sie im mittleren Geschäftsalter, erzählen sie zunächst mal über ihre Jugend.Tom Pauls weiß zum Glück, dass ein guter Schau- und Stegreifspieler ni...

Irmtraud Gutschke

Arbeit im hohen Sinn - wie soll man davon leben?

Er ist ihnen nah, den Männern und Frauen in seinen Geschichten: Maler, Musiker, Dichter. Auch ein Geigenbauer ist dabei. Diesen Alexander Snitkowski gibt es wirklich; im Internet findet man sogar seine Adresse in Lyon. Sein Handwerk hat er in St. Petersburg gelernt. Er weiß, dem toten Holz Leben einzuhauchen. Aber die meisten, die in seinen Laden kommen, kaufen billige Instrumente aus China. Wenig...

ndPlusEberhard Reimann

Gelächter als Provokation

Winfried Völlger, Jahrgang 1947, hat Mitte der Neunziger aufgehört zu schreiben. Seitdem widmet er sich hauptsächlich der bildenden Kunst und der Musik. Nach der Wende fühlten sich viele DDR-Schriftsteller, als hätte man sie auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Gerade hatten sich ihre Bücher noch gut, sogar sehr gut verkauft, und plötzlich vergammelten sie in den Regalen. Verlage gingen ple...

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ndPlusCaroline M. Buck

Der Brachialkreative

Im Mai wäre Rainer Werner Fassbinder 70 Jahre alt geworden - ein Alter, in dem man ihn sich kaum vorstellen kann, aber natürlich ein Anlass, mal wieder einen Film über ihn zu machen. Fassbinder als Bürgerschreck also und als Innovator, als Aufarbeiter bundesrepublikanischer Geschichte, als Liebhaber von Männern und Frauen, als Sohn seiner Mutter und als verlassenes Kind. Schauspieler Hark Bohm (se...

Thomas Blum

In Eisvogelfedern, unter Spießbürgern

Rot sieht das Cover des neuen Tocotronic-Albums aus, das, obwohl es bereits seit Tagen auf allen Kanälen rauf- und runtergestreamt wird, offiziell erst am 1. Mai erscheint, dem Tag der Arbeit. Etwa ein Statement?

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Klaus Bergmann und Christian Kunz, München

»Berlin, wir kommen«

Jürgen Klopp ist mit Borussia Dortmund noch mal »voll drin«. Nach sieben gemeinsamen Jahren soll das Pokalfinale in Berlin zum emotionalen Happy End werden. Der Held von München ist der Torwart.

ndPlusOliver Kern

Arbeitskampf im Grünen

Das Geschäft Golf ist milliardenschwer, doch die Caddies verdienen so gut wie nichts daran. Nun gehen sie in die Offensive: 167 von ihnen verklagen die PGA Tour, Veranstalter der größten Turnierserie weltweit.

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Kleines ABC der Arbeit

Arbeit: Für altgriechische Philosophen Zeichen sklavischer Unfreiheit, laut Friedrich Engels mitentscheidend bei der Menschwerdung des Affen. Was Arbeit so alles darstellen kann, haben wir einmal zusammengefasst.